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The(G)net Review: Black Skylands

Vom russischen Indie Studio Hungry Couch Games erschien vor kurzem Black Skylands, ein Sandbox Open-World Action-Adventure Top-Down Shooter im Pixel-Style, welches in einer Art postapokalyptischem Setting spielt. Wir haben uns die aussergewöhnliche Luftschiff Action für euch angesehen.


Black Skylands Test Review Testbericht PC Nintendo Switch Xbox PlayStation

Die Welt wurde von etwas, das "die grosse Spaltung" genannt wird, fast vernichtet und die Menschen leben auf kleinen Splitterinseln, die in hohen Lüften schweben. Das Spiel beginnt mit einem Kerl, der aus einem Alien-Nest ein Ei stiehlt. Kurz darauf finden wir uns auf einer Luftinsel wieder, wo wir die Steuerung unserer Protagonistin Eva übernehmen, die zu der Zeit 12 Jahre alt ist. Sie will unbedingt Luftmarschall werden und befindet sich hier, um an einer Aufnahmeprüfung teilzunehmen. Hiermit beginnt unser kleines Steuerungstutorial. Nebst dem üblichen Laufen können wir noch rennen, eine Ausweichrolle ausführen, haben ein Messer für Nahkampfangriffe und einen Greifhaken im Gepäck. Letzterer dient primär zur Fortbewegung, da wir uns oft von Insel zu Insel hangeln müssen. Ausserdem kann dieser Gegenstände sowie Gegner greifen, um sie an uns heran zu ziehen.


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Nachdem wir die Aufnahmeprüfung gemeistert haben, treffen wir auf unseren Grossvater, welcher nicht gerade begeistert davon ist, was wir hier gerade tun. Nichtsdestotrotz bekommen wir eine Motte zu unserem Geburtstag geschenkt und machen uns dann mit dem Luftschiff auf, um zum Vaterschiff zu gelangen. Dies startet das Tutorial für die Schiffssteuerung. Diese fühlt sich richtig interessant an und bedarf einiges an Übung, um nicht zu übersteuern und so im Kreis zu drehen. Ausserdem müssen wir auf unseren Sprit achten und sollten an den verfügbaren Tankstellen entsprechend unsere Kanister füllen, um unterwegs auftanken zu können. Nachdem wir es dann betankt haben und zum Vaterschiff gelangt sind, gibt es noch eine kleine Sequenz und dann geht das Spiel, nach einem Zeitsprung von acht Jahren, endlich richtig los.


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Wir werden angegriffen und lernen die nächste Spielmechanik kennen: Luftkämpfe. Unsere erste Mission ist es, einen Angreifer zu versenken. Dabei erfahren wir auch, dass unser Schiff Schaden nehmen kann, welche wir mit Reparaturkits (erhältlich bei den Tankstellen) reparieren müssen. Kurz darauf kommt dann eine Botenmotte und wir fliegen zurück direkt zum Vaterschiff, wo wir auf unsere Antagonisten treffen werden. Luftpiraten haben den ganzen Luftraum besetzt, Menschen eingesperrt, versklavt und ermordet und das vorläufige Spielziel ist es nun, einzelne Kolonien zu befreien und die Luftpiraten zu besiegen. Die Story gibt uns die relevanten Orte und Personen vor, mit denen wir reden müssen, damit die Geschichte fortschreitet. Wir haben aber absolute Freiheit, wann wir dies tun. Alle nicht storyrelevanten Orte dürfen wir jederzeit besuchen und befreien, sofern es unsere derzeitige Ausrüstung zulässt.


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Damit wir in weitere Gebiete vordringen können, werden uns weitere Spielsysteme offenbart. In der Werft dürfen wir unser Schiff modifizieren oder gar austauschen. Letzteres wird durch erfolgreiche Luftschlachten möglich. Nebst den üblichen Fights in der Luft gibt es noch zwei Kampfsituationen, die jeweils ein weiteres Luftschiff oder eine neue Vaterschiffsposition freischalten. Das Schiff wird primär mit Waffensystemen modifiziert, aber auch generelle Upgradepfade, die besseres Handling, mehr Laderaum und andere nützliche Attribute aufwerten, werden zur Verfügung gestellt. Die nicht Waffensystem-gebundenen Attribute gelten global für alle Schiffe in unserer Auswahl.


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In Sachen persönliche Ausrüstung bekommen wir diverse Waffen wie Scharfschützengewehr, Schrotflinte, Maschinengewehr und mehr, entweder über den Storyfortschritt oder von Waffenhändlern gegen Bares. Bis zu drei Waffen tragen wir immer auf dem Feld, können aber zum Glück im Kampf noch schnell das Inventar anpassen und wechseln, falls notwendig. Dazu gesellen sich Modifikations- und Accessoire-Kisten. Erstere sind generelle Upgrades für die Waffe wie grössere Magazine, Visiere (für mehr Reichweite) und andere Attribute, letztere gibt Schmuck für Bonusattribute, wie zum Beispiel schnelleres Nachladen, mehr Ressourcen im Loot und weiteres. Die Kisten gibt es bei Händlern, als Belohnung für Quests oder Befreiung von Kolonien oder auch versteckt auf den Inseln, welche dann oft erst durch Lösung kleiner Rätsel freigegeben werden.


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Da wir mit der Zeit auf unterschiedlichste Gegner treffen und auch diverse Waffen bekommen, liegt es nahe, dass bestimmte Gegner Schwächen bzw. Resistenzen gegenüber bestimmten Waffen haben. Dies wird bei einigen Einheiten mit dem entsprechenden Munitionssymbol dargestellt. Natürlich können wir auch mit dem Greifhaken Gegner in den Abgrund schubsen, wenn uns mal die Munition ausgeht, was bei grösseren Horden schon mal vorkommen kann. Zu den regulären Waffen fügen sich dann noch spezielle Waffensysteme hinzu, die auch mehrere Aufrüstpfade haben, darunter Flammenwerfer, Zeitstopper oder ein fetter Supertaser, bei dem Nikola Tesla wohl feuchte Augen bekommen würde.


Eine Minimap und Schnellreisefunktion, welche über Tankstellen geregelt wird, komplettieren das Spielerlebnis. Die Karte ist diesmal besonders nützlich, da sie uns Luftströme, versteckte Kisten und Gegnerpositionen in unmittelbarer Nähe offenbaren. Auch zeigt sie uns, welche Gebiete wir noch nicht befreit haben und ob hier jemand mit einer Aufgabe oder Belohnung auf uns wartet.



Fazit:

Black Skylands hat mir viel Spass gemacht. Die Pixelgrafik ist richtig hübsch anzusehen, auch auf einem 4K Widescreen, da das Spiel sogar ein 21:9 Vollbild unterstützt. An die Steuerung muss man sich allerdings erst gewöhnen. Zumindest mit dem Controller muss immer ein Analogstick in die Richtung gehalten werden, in die geschossen werden soll, während der andere zum Laufen genutzt wird und auch das Digitalkreuz kommt oft zum Einsatz (z.B. zum Heilen). Das Luftschiffkonzept ist etwas Spezielles für sich, das richtig gut umgesetzt wurde. Irgendwas rammen gibt Schaden, Bordkanonen überhitzen, Tanken, begrenzter Laderaum und eine Steuerung, die von Luftströmen und der Schiffsgrösse beeinflusst wird, zeigen die Detailliebe der Entwickler. Ich meine, nichts ist lustiger als wenn man ein gegnerisches Schiff am Kapern ist und im Hintergrund das eigene Schiff von der Strömung davongetragen wird. Zum Glück trägt uns die Motte zurück zum Schiff! Ich hab’s aber auch schon geschafft, mich selbst von der Strömung wegjagen zu lassen. Plötzlich stand ich irgendwo im Nirgendwo, ganz weit weg vom Gegner und auch mein Schiff war verschwunden. Mit etwas über 20 Stunden Spielzeit auf normaler Schwierigkeit (die bis ‚Extrem‘ einstellbar ist) habe ich mich jedenfalls jederzeit gut unterhalten gefühlt. Ich denke mal, jemand der gerne etwas Anderes als den Einheitsbrei spielt, könnte an Black Skylands gefallen finden.


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Black Skylands gibt's digital für PS4 und 5, Nintendo Switch, Xbox Series X|S, Xbox One und PC. Wir haben uns das Spiel selbst gekauft und auf dem PC gespielt.

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