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The(G)net Review: Agent 64

Willkommen zurück in der goldenen Ära der Bildschirm Geheimagenten. Agent 64 fühlt sich an, als hätte jemand den Staub aus seiner N64-Cartridge gepustet. Kantige Grafik, geheime Basen und verdächtig vertraute Goldeneye Vibes sind das Ergebnis.


Agent 64 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Wir schlüpfen in die Rolle des Agenten John Walter. Während wir gemütlich am N64 spielen sind infiltriert uns ein Trupp schiesswütiger Bösewichte, geleitet vom totgeglaubten Erzrivalen Dominic Pulp. Erstes Ziel: aus dem Penthouse entkommen. Wir schiessen uns also durch, schnappen uns die Waffen, die Gegner fallen lassen und sorgen so immer gut für Nachschub der blauen Bohnen. Im nächsten Level wartet effektiv das gleiche Grundprinzip, nur müssen wir hier den Tower verlassen. In Level drei ändert sich das etwas und zwar mit einer Eskortmission. Zu Level vier kommen wir erst einmal nicht, da wir zu wenig Punkte (aka "Cyphers") besitzen, um dieses freizuschalten. Die bekommen wir unter anderem über Sondermissionen, kleine Challenges oder wir wiederholen bereits erledigte Missionen auf einem höheren Schwierigkeitsgrad.


Agent 64 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Jede Mission kann über drei Schwierigkeitsgrade gespielt werden: Agent, Special Agent, 64 Agent und ein Spezialmodus mit den Namen "Paradox Mode". Jeder davon wirkt sich entsprechend auf die Gegnerhartnäckigkeit und die zu erfüllenden Objektiven aus. Auch mögen diverse Gegenstände, wie zum Beispiel Schutzwesten, nicht mehr verfügbar sein. Der "Paradox Mode" ist ein kompletter Chaos-Modus, in dem alle Regeln auf den Kopf gestellt werden. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad bekommen wir mehr oder weniger Cyphers und ohne die, wie bereits oben erwähnt, können wir in der Story nicht vorankommen.


Agent 64 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Ich habe Agent 64 auf dem PC getestet und mit Maus und Tastatur gespielt. Natürlich funktioniert auch ein Controller. In den Optionen habe ich gemerkt, dass der automatische Schussassistent per Standard aktiv war. Den habe ich natürlich ausgeschaltet. Was beim ersten Start auffällt ist, dass wir kein Zielkreuz haben. Allerdings bekommen wir über die rechte Maus-Taste bzw. den linken Trigger den "Präzisionsschuss". Hier sind wir natürlich deutlich langsamer und je nach eingestellter Sensitivität der Maus funktioniert das dann auch gut oder weniger gut; vor allem in der Hitze des Gefechts. Wer ein permanentes Zielkreuz haben möchte, der muss eine bestimmte Mission in einem ziemlich sportlichen Zeitlimit schaffen. Zu den weiteren Spielmodi gehören Local-Koop, Challenges, Online (private und öffentliche Räume) und die Arena.


Agent 64 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Grafisch erinnert Agent 64 gewollt an ein N64-Spiel, genauso Low-Res, genauso klobig. Es soll ja auch primär die Goldeneye-Fans ansprechen. Was mich etwas wurmt ist das Trefferfeedback und da die Erkennung mit den Treffern. Kopfschuss, klar der Gegner fällt direkt um. Körperschuss, gut Schutzwesten existieren, aber 16 Schuss aus der Automatik entladen und der läuft immer noch rum? Zwei, maximal drei Schuss in den Arm oder ins Bein und er ist direkt tot. Man muss es nicht verstehen, oder es ist vielleicht auch so gewollt? Die Gegner-KI reagiert im Grunde nur nach visuellem Prinzip. Dezimiere ich Gruppen von hinten nach vorne mit gezielten Kopfschüssen, so bekommen die Gegner die vorne stehen davon nichts mit.


Agent 64 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Dann wären da noch die Challenges, wovon ich eine mal getestet habe und feststellte: Ohne Aim-Assist nicht möglich. Du startest mit 15 Sekunden Lebenszeit und musst die Gegner für 2 bzw. 2,5 Sekunden mehr auf deiner Todesuhr abschiessen. Einmal verdrückt, Game Over. Der Gegner spielt Zirkusäffchen und dein Zielkreuz ist nur das Präzisionskreuz, anvisieren unmöglich. Mit dem permanenten Kreuz vielleicht, aber ohne? Nur mit Aim-Assist kannst du da beim Vorbeirennen einfach grob in Richtung Kopf schiessen und legst einen Kopfschuss hin. Nach 60 Sekunden ist die Mission rum. Keine Ahnung, aber für mich fehlt es da leicht am Balancing und ich bin einfach kein Freund von Aim-Assist, da mir das den Spielspass auf Dauer nimmt.



Fazit:

Im Grunde ist Agent 64 recht solide. Mit Koop-Optionen und verschiedenen Online-Modis lässt sich das Spielvergnügen mit Fremden und/oder Freunden noch etwas verlängern. So wirklich Old-School LAN-Party Style, richtig im Sinne eines "Fun- and Party-Shooters", denn ein realitätsgetreues Waffenverhalten, wie in modernen Shootern, findest du hier natürlich nicht. Es sollte auch keine gebotene Option ungespielt gelassen werden, da das Spiel hin und wieder mal etwas freischaltet.

Die Bugs von der Preview-Fassung (z.B. hat sich der Waffenwechsel über Mausrad irgendwann für eine Mission komplett verabschiedet) lasse ich jetzt mal bei der Bewertung aussen vor. Wer im Übrigen Probleme mit Anti-Cheat hat, der kann das Spiel mit deaktiviertem Anti-Cheat spielen, aber muss dann auf die Online-Modi verzichten. Alles in allem kann man schon sagen, dass Agent 64 recht gut in die Kategorie Throw-Back- bzw. Nostalgie-Games passt. Fans von Goldeneye 64 oder ähnlichen Spielen, welche als Vorbild dienten, werden hier sicherlich ihren Spass haben. Man darf auch nicht vergessen, dass es ein Solo-Projekt eines einzelnen Entwicklers ist.


Agent 64 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

 

Agent 64 ist zur Zeit als Download für den PC erhältlich. Konsolen-Versionen folgen später. Unser Test-Muster stammt von Replicant D6, wofür wir uns herzlich bedanken!


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