The(G)net Review: Pacer

Wipeout teilt sich mit F-Zero den Titel als beste "Gleit Simulation". Leider glänzen beide IPs seit Jahren durch Abwesenheit. Na gut, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als das aktuellste Future-Gerase Pacer!



Wer eine Story sucht, befindet sich bei Pacer im falschen Genre. Ohne Umschweife geht es direkt zum Titelscreen. Im Quickplay stehen euch direkt alle Rennarten zur Verfügung. Time Trial, Endurance, Speed Lap, Destruction, Elimination, Storm und Flow-Momentum stehen zur Auswahl. Die dazugehörigen Strecken müssen aber per Ingamewährung freigeschalten werden. Diese werden im Karriere-Modus erwirtschaftet.



Nach einer kurzen Einführung und einem Testrennen steht euch die Welt von Pacer offen. Wer bei den Rennen die vorgegeben Ziele erfüllt (Siege unter den ersten 3, schnellste Runde oder eine vorgegebene Anzahl an Abschüssen), schaltet die nächste Strecke oder sogar den nächsten Grand Prix frei. Pacer steuert sich dabei kaum anders als der grosse Bruder Wipeout. Ihr schlittert um Kurven, und benutzt die Schultertasten als Bremse oder Gleithilfe, aktiviert den temporären Turboboost oder holt die Konkurrenten mit einer Homing-Missile vom Asphalt, stets begleitet von wuchtigen Elektro Klängen und Sound-Effekten.



Nach jedem gewonnenen Event regnet es Scheine und ihr könnt in der hauseigenen Garage euren persönliche Flitzer verbessern. Neben optischem Krimskrams modifiziert ihr den Gleiter mit neuen Waffen, baut einen fetteren Motor ein oder präpariert verschiedene Loadouts, die bei spezifischen Missionen von Vorteil sind.



Bei den Perspektiven könnt ihr zwischen Ego- und 3rd Person Ansicht wechseln. Im Online Bereich sucht ihr euch entweder ein zufälliges Rennen aus, kreiert eure eigene Lobby oder steigt in eine ein. Rekordjäger inspizieren die Weltranglisten jeder einzelnen Strecke und Klasse oder analysieren ihre Pilotenstatistik.


Mit am Start ist die Musik des Original-Anti-Gravity-Racing-Komponisten Tim Wright aka CoLD SToRAGE, mit einem weiteren Line-Up inklusive MethLab, Ed Harrison, DubFX und einer Auswahl an Künstlern eines der kreativsten Independent-Labels der Welt, Warp Records. Insgesamt sind mehr als 80 Tracks von 45 Künstlern im Spiel vertreten.



Fazit:

Technik, Sound und Grafik, alles tip top! der Gleiter flitzt butterweich durch die futuristische Kulisse, die Strecken gehen gut ab und der Adrenalinpegel siedelt sich im oberen Bereich an. Wo jedoch Pacer beinahe eine Massenkarambolage hinlegt, ist beim Balancing. Der Bolide ist extrem empfindlich eingestellt und im Optionsmenü lässt sich dieser Umstand leider nicht ändern. Ich habe im Vergleich nochmals die letzte Version von Wipeout hochgefahren und es spielt sich einfach um Längen besser. Das ist aber alles noch verkraftbar und mit ein wenig Übung schreitet man auch im Karrieremodus voran, bis im Rennen Nr. 7 dem motivierten Spieler ein solch gigantischer Stein in den Weg gelegt wird, dass einem nach einem halben Dutzend Versuchen die Lust vergeht. Das Missionsziel ist es, drei gegnerische Gleiter innerhalb 5 Minuten von der Fahrbahn zu pfeffern. Klingt eigentlich einfach. Leider sind a) die Waffen so schwach, dass es beinahe eine ganze Runde dauert, bis der Widersacher erledigt ist und b) die 5 Minuten in diesem Falle keineswegs ausreichen, um das Gegner Trio in der vorgegebenen Zeit zu besiegen. Trotz verschiedener Loadouts und Taktiken blieb der Erfolg leider aus. Für Hardcorefans des Genres sicherlich eine Ausfahrt wert. Normalo-Spieler kann ich nur auf das bessere und kostengünstigere Wipeout 2047 hinweisen, das sogar mit VR Unterstützung auftrumpft.



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