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The(G)net Review: Resident Evil Requiem

Mit drei geplanten AAA-Titeln geht der japanische Softwareriese dieses Jahr an den Start. 2026 könnte für Capcom einschlagen wie eine Bombe. Den Auftakt macht ihre wahrscheinlich stärkste IP, in der neben Dauergast und Fanliebling Leon S. Kennedy Grace Ashford die Rolle der filigranen FBI Agentin übernimmt.


Resident Evil Requiem Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Die ersten Gameplay Szenen scheinen wie eine Ansage an die Industrie zu sein, wo Capcom der Konkurrenz zeigen will, zu was die REngine fähig ist. Was aussieht wie eine vorgerenderte Introsequenz ist tatsächlich Ingame-Material. Der Wahnsinn! Die ersten Minuten im brandneuen Zombie-Shooter und Survival-Horror Abenteuer verbringen wir in den Strassen, was aussieht wie New York. Nahe am Fotorealismus marschieren wir unter leichtem Regen einen Bordstein entlang. Grace ist unterwegs, um mysteriöse Todesfälle in einem stillgelegten Hotel zu untersuchen. Die Antwort auf die Frage, warum die Dame allein und nicht im Team zum Tatort geschickt wird, wie man es normalerweise von 3-Letter-Agencies kennt, bleibt man uns schuldig.


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Ausgestattet mit einer 9mm-Pistolen mit der gleichen Anzahl an Patronen und einer kleinen Taschenlampe legen wir los. Es ist duster, Tags und Blutflecken kleben an den Wänden und irgend ein Knilch hat das Absperrband der Polizei durchtrennt. Als wir etwas tiefer ins Hotel vordringen, trifft Grace plötzlich auf ihre seit Jahren verschollene Mutter. Doch es bleibt keine Zeit für eine herzliche Reunion, denn auf Mutters Anraten sollten wir uns schnellstmöglich aus dem Staub machen. Als plötzlich der Strom ausgeht und der Sicherheitsmanager des Hotels vor unseren Augen von einem Unbekannten die Kehle durchgeschnitten bekommt, nimmt die Story Fahrt auf. Nach ein paar Cutscenes stehen wir angekettet vor einem irren Infizierten, der uns mit der Flinte den Kopf von den Schultern pusten will. Nach einer wilden Befreiungsaktion kriegt Grace eine Metallstange zu fassen und rammt sie dem Zombie direkt in die Augenhöhle.


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Schon in den ersten paar Minuten wird in Resident Evil Requiem nicht mit Blut und Splatter gespart. Nachdem wir dem Wüstling entkommen sind, wechselt die Szenerie. Wir sind wieder auf der Strasse, nur diesmal als Leon unterwegs. Bewaffnet mit einer strammen Handfeuerwaffe und der namensgebenden Magnum namens "Requiem" wird aber nix aus dem geplanten Spaziergang. Der Strassenblock wird von Infizierten heimgesucht. Kein Problem für unseren Superagenten. Mit ein paar zielgenauen Headshots legen wir das halbe Dutzend Zombies flach.


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Als wir ein wenig mit dem Schiesseisen herumexperimentieren fällt uns auf, dass Gegner, denen wir gezielt in die Beine ballern, nach ein paar Treffern in die Knie sacken und wir einen Gratis-Melee-Hieb ausführen dürfen. Jetzt können drei Möglichkeiten auftreten: Der Schurke bleibt liegen, der Schurke steht wieder auf oder es erscheint ein Prompt, mit dem wir per Schultertaste unsere modifizierte Maurer-Axt hervor holen und schnell mal des Gegners Schädel spalten.


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Wie ihr seht, wird auch bei Leon nicht mit Gore gespart. Die Axt kann auch als Retter in der Not bezeichnet werden. Sollte uns die Munition ausgehen, helfen uns die etwas schwachen Melee-Attacken aus, bis wir wieder ein paar Patronen im Lauf stecken haben. Nach ein paar Hieben stumpft sich unsere Schlagwaffe ab und wir müssen sie mit einem Feuerstein wieder nachschärfen. Bewaffnete Gegner lassen ihre Prügel und Schlaginstrumente nach ihrem Dahinscheiden liegen.


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Aber nur wenn sich ein Gegner in der unmittelbaren Gegend befindet, können wir die Waffe als Wurfgegenstand benutzen, mit einer kleinen Ausnahme: Der Kettensäge! Schaffen wir es in einen bestimmten Abschnitt unserem Angreifer das Fichtenmoped abzunehmen, schnetzeln wir uns durch die Zombies wie warme Butter. Leider sind diese Sequenzen begrenzt und wir müssen die Holzfäller-Tool ab einem bestimmten Punkt wieder abgeben.


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Da wir unsere Munition möglichst sparsam verpulvern sollten, hilft auch der eine oder andere Meuchelmord. In der Hocke anschleichend, stechen wir den unachtsamen Fiesling von hinten ab. Während Leon ohne Restriktionen alles aus dem Weg schaffen kann, bleibt Graces Verteidigung eher spärlich. Nur wenn wir über eine Einweg-Knast-Klinge oder ein anderes spezielles Item verfügen, wird Grace kurzzeitig zur Meuchelmörderin. Ansonsten bleibt uns nur die Wahl, die Beine in die Hand zu nehmen und zu flüchten.


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Die Struktur von Resident Evil Requiem kann man als zweigleisig betrachten. Während die Missionen von Grace viel mehr in Richtung Survival, Stealth und Item Management gehen, lässt Leon entweder Fäuste oder Kugeln sprechen. Unterwegs finden wir neben wichtigen Hilfsmitteln, wie die bekannten grünen Pflanzen zur Heilung, auch Metallschrott oder Schiesspulver und leere Flaschen. Haben wir die korrekte Kombination zusammen, werden im Menü fleissig neue Gegenstände hergestellt. Und auch hier unterscheiden sich unsere beiden Hauptdarsteller. Während Leon einfach alles zusammencraftet, was er in die Hände bekommt, müssen wir bei Grace eine etwas andere Taktik anwenden. Getötete Gegner hinterlassen regelmässig Blutlachen. Mit einer speziellen Spritze saugen wir das herumliegende Hämoglobin auf und nutzen es zur weiteren Herstellung neuer Items.


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Capcom bietet schon bei Spielbeginn Fanservice pur: Drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, einen für Anfänger, plus die Standardvariante mit modernem oder klassischem Speichern. Bei der letzteren Variante dürfen wir wie beim Erstling bei den Schreibmaschinen nur mit den passenden Farbbändern unseren Fortschritt speichern. Dies gilt aber nur für die Abschnitte von Grace.


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Die Diskussion, ob sich Resident Evil nun in 1st oder 3rd-Person View besser spielt, wird in Requiem auch gleich erledigt. Nicht nur wird euch die Alternative überlassen, für welche der beiden Optionen ihr euch entscheidet, ihr dürft sogar für jeden Charakter die Perspektive separat bestimmen. Für uns vermittelte der zweite Durchgang mit der Ego-Sicht ein etwas anderes Spielgefühl als die zwölf Stunden der ersten Runde.



Kommen wir noch kurz auf die technische Umsetzung zu sprechen. Nie sah ein Resident Evil Game schöner und detaillierter aus. Was Capcom aus ihrer hauseigenen Engine rausholt zählt zur absoluten Königsklasse. Optisch tummelt sich momentan nichts schöneres auf der PS5. Ich verweise als Beispiel nur auf die wahnsinnige Haar-Physik. Sowas schafft sonst keiner.


Leider dürfen wir aus NDA-Gründen nicht mehr über Inhalte und Spielmechaniken von Resident Evil Requiem preisgeben. Capcom ist das sehr restriktiv. Nur soviel will verraten sein, es wird tüchtig an der Horror- wie auch an der Action-Schraube gedreht. Macht euch auf einen wilden Ritt gefasst!



Fazit:

Capcom versucht mit Resident Evil Requiem sowohl Veteranen als auch Neuzugänger gerecht zu werden und im grossen und ganzen klappt der gewagte Spagat. Es mag vielleicht nicht jedermanns Sache sein, ständig zwischen Survival-Horror und Schiess-Action hin und her zu wechseln. Ich begrüsse jedoch die Entscheidung, da sich beide Charaktere komplett anders spielen, auch wenn teilweise die Cuts zwischen den beiden etwas gezwungen wirken. Dafür werden wir aber mit Horror vom Feinsten entschädigt. Und selbst als alter Cutscene-Muffel skippte ich keinen einzigen Einspieler, weil die wilde Story dauernd Achterbahn fährt. Der grösste Kritikpunkt, auch wenn er absolut keinen Einfluss auf die finale Wertung hat, ist die Kettensäge. Warum nur so kurz? Bitte für die Zukunft vormerken: Wir wollen mehr davon! Und ich hoffe inständig auf einen Mercenaries Mode, zu dem sich Capcom trotz direkter Anfrage in Schweigen hüllt. Um den einen oder anderen DLC mache ich mir jedoch keine Sorgen. Resident Evil Requiem hält, was es verspricht und es würde mich nicht wundern, wenn Capcom mit ihrem neuesten Streich sogar einen weiteren Verkaufsrekord aufstellen würde. Verdient hätten sie es auf jeden Fall. Das hier ist Survival-Horror auf höchstem Niveau!


Resident Evil Requiem Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Resident Evil Requiem ist für PC, PS5 und Xbox Series X|S erschienen. Wir haben das Spiel auf der PS5 getestet. Das Test-Muster stammt von Capcom, wofür wir uns herzlich bedanken!


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