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The(G)net Review: Romeo is a Dead Man

Kenner des Spielekatalogs von Suda51 wissen um die ungewöhnliche Herangehensweise des japanischen Spieleentwicklers. Im neuesten Werk wird 3D mit Pixelart vermischt, wild zwischen Genren herumgesprungen und mit Romeo Stargazer als Hauptkasper an einer kuriosen Zeitreise teilgenommen.


Romeo is a Dead Man Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Tja, so kanns gehen. Hals über Kopf in seinen Schwarm verschossen, kann die Liebe schon einmal blind machen. Dass aber die angebetete Julia uns mit der Schrotflinte den Kopf wegpustet, war so nicht geplant. Nachdem wir von unserem Grossvater mit einem neuen Ersatz, sprich Roboterkopf, wieder auf Vordermann gebracht werden und zur gefährlichen Kampfmaschine mutieren, treten wir der Space Division des FBIs bei.


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Diese fiktionale Sicherheitsbehörde jagt interstellare Schwerstkriminelle durch unterschiedliche Zeitlinien. Wir werden auf acht der schlimmsten Space-Ganoven angesetzt, die wir mit viel Waffengewalt in die Schranken zu weisen versuchen. Mit Schwert und Pistole ausgerüstet, gilt es Zombie ähnliche Untote, hier die Rotters genannt, zur Strecke zu bringen. Mit wuchtigen Kombos, die wir aus leichten und harten Schlägen kombinieren, rücken wir den Miesmachern auf die Pelle und holen für fliegende Gegner oder Bogenschützen unsere Knarre hervor.


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Die jeweils vier unterschiedlichen Schiesseisen und Hiebwaffen schalten wir relativ früh frei. Da tummeln sich normale Pistolen oder Raketenwerfer neben flinken Katanas oder schlagkräftigen Grossschwertern. Bei jedem Angriff generieren wir mehr Hämoglobin für unsere Blutleiste. Einmal voll gefüllt, zaubern wir unter viel grafischem Tamtam den "Bloody Summer" hervor und hauen unserem Gegenüber mit einem dicken Hieb den Scheitel gerade. Blocken können wir zwar nicht, weichen aber per Dodge oder Dash gegnerischen Angriffen gekonnt aus.


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In Sachen Upgrade und Aufrüsten geht Romeo zwei verschiedene Wege. Waffen werden mit speziellen Kristallen aufgemotzt. Gesundheitspunkte, zusätzliche Heilmittel oder Nachladegeschwindigkeit erwirtschaften wir uns sprichwörtlich spielerisch. In einem an das Mobile Spiel Snake angelegtes Level schlängeln wir uns durch ein Labyrinth und je nachdem für welchen Weg wir uns entscheiden, erhalten wir ein anderes Upgrade. Sehr kreativ und völlig anders als die ganzen Standart Skill Trees.


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Während wir auf unseren FBI-Missionen in verschiedenen Zeitlinien in hochauflösendem 3D durch die Gegend prügeln, wechselt die Grafik knallhart auf Pixel Art Grafik sobald wir unser FBI-Mutterschiff betreten. In krudem 16 Bit-Stil wandern wir aus der Top Down-Perspektive durch den Space Kreuzer, holen uns neue Missione ab, quatschen mit der NPC-Crew und absolvieren ein paar kleinere Minispiele wie “Japanisches Curry kochen”, das uns mit permanenten Buffs belohnt oder wir lokalisieren unseren nächsten Planeten mit einem vierseitigen PONG-Verschnitt.


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Einige der Gegner lassen neben der Hauswährung auch gerne mal einen Pflanzensamen liegen. Die ansässige FBI-Gärtnerin bietet uns Blumenbeete an, um die Samen spriessen zu lassen. Als Ertrag erhalten wir einen Bastard bzw. freundlich gesinnten Rotter, der uns fortan als Sidekick zur Seite steht. Je nach Fähigkeit rennt der Rotter kamikazemässig auf den Gegner zu und explodiert oder dreht sich wie ein Derwisch um die eigene Achse und fügt den Feinden für ein paar Sekunden permanenten Schaden zu. Bis zu vier unterschiedliche Bastarde dürfen wir mitführen. Diese sind besonders bei den epischen Bosskämpfen stets willkommen.


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Jeder der 8 Levelbosse begrüsst euch in einer geräumigen Arena und jeder ist ausnahmslos ein paar Köpfe grösser und ein paar Kilo schwerer als Romeo. Auch wenn wir uns regelmässig mit den Rotterhorden und deren Anführer prügeln, fand das eine oder andere kleine Rätsel Platz. Dazu wechseln wir von der realistischen Level-Architektur in einen sonderbaren Cyberspace mit grünen Würfeln und verschlossenen Toren.


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Pelzige Resonanz-Orbs wollen manipuliert werden, um fehlende Level Teile zu materialisieren. Wer jetzt nur noch Bahnhof versteht, muss sich nicht wundern. Wie ihr seht, alles ein bisschen wirr und sonderbar, wie man es von Suda51 kennt.


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Für unsere aberwitzige Reise mit dem Robokopf benötigten wir etwas unter 10 Stunden auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad. Apropos Schwierigkeitsgrad: Statt nur einfach billig eine Menüoption anzubieten, präsentiert uns Suda51 eine Pralinenschachtel, aus der wir uns eines der drei unterschiedlich schweren Schokoladenstücke aussuchen. Das vierte Praliné wird erst freigeschalten nachdem ihr die Main Quest einmal durchgespielt habt.



Fazit:

No More Heroes, Killer 7, Killer is Dead. Entweder man mag die durchgeknallten Spiele von Suda51 oder man scheut sie wie der Teufel das Weihwasser. Ich gehöre selbstverständlich zur ersten Kategorie und hab mich in einem Rutsch durch Romeo is a Dead Man geprügelt. Es war nicht das simple Kampfsystem oder die messerscharfe Grafik, die meine Motivation aufrecht hielt. Eher lag es an dem gewagten Wechsel aus allen möglichen optischen Stilen, Querverweisen zu anderen Videospiel-Klassikern und völlig überdrehten Szenen, die man nur in einem Suda51 Game findet. Oder wer quetscht einfach mitten im Spiel ein dreiminütiges Musikvideo rein, wo ein japanischer Barde fröhlich über Romeo trällert? Rein spielerisch steht Romeo is a Dead Man auf soliden Beinen, wenn auch das Abschluss Level etwas an Kreativität und Aha-Momenten vermissen lässt. Dafür hauen die Bossfights ordentlich rein und sind schon auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad knackig unterwegs.


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Romeo is a Dead Man ist als Download für PC, PS5 und Xbox Series X|S erschienen. Wir haben das Spiel auf der PS5 getestet. Das Test-Muster stammt von Grasshopper Manufacture, wofür wir uns herzlich bedanken!


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