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The(G)net Review: Undead Citadel

Undead Citadel auf der PSVR2 ist genau das, was es verspricht. Ein Spiel für Leute, die keinen Bock auf Tutorials, Kompromisse oder Gimmicks haben, sondern einfach Zombies in VR vermöbeln wollen. Klingt simpel und ist es im Prinzip auch. Ob es Spass macht, verraten wir euch in diesem Testbericht.


Undead Citadel Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Undead Citadel ist ein VR exklusives Abenteuer, in dem wir hunderten Untoten gegenüberstehen. Erschlagen, erstechen, zerstückeln, erschiessen und uns den Weg in die Tiefen der Untoten Zitadelle bahnen, lautet die Devise. Entwickelt wurde das Ganze ursprünglich für den PC. Das Spiel befand sich seit 2018 in Arbeit und erschien schliesslich via Steam im Juni 2023. Jetzt ist es frisch für Sony's PSVR2 erhältlich, mit kleinen Anpassungen, aber ohne grosse Abstriche.


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Optisch ist Undead Citadel ansehnlich, aber kein Blender. Das Spiel setzt auf eine düstere, mittelalterliche Welt, die grafisch ordentlich aussieht, aber keine PS5 Referenz darstellt. Texturen sind scharf genug, die Beleuchtung macht was her, aber wer nach fotorealistischem High-End sucht, wird hier nicht fündig. Dafür stimmt die Atmosphäre. Der Nebel, die zerfallene Ruinen, matschige Wege, alles fühlt sich wie in einem B-Movie an, aber auf die gute Art. Was sofort auffällt ist, dass die Framerate sich stabil verhält. Dank 90Hz auf der PSVR2 läuft das Spiel butterweich. Motion Sickness? Fehlanzeige. Dark Curry hat hier sauber optimiert.


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Der Sound ist immer schwierig in VR, aber Undead Citadel macht das ordentlich. Das Kreischen der Zombies, das Splittern von Knochen, das Gewicht der Waffen, alles fühlt sich wuchtig und direkt an. Die Musik hält sich im Hintergrund, was aber gut so ist. Man ist eh zu sehr ums Überleben bedacht, als nebenbei auf orchestrale Klänge zu achten. Waffen haben Wumms, Treffer hallen nach. Aber, die Sprachausgabe könnte besser sein. Einige NPCs wirken, als hätte man sie aus einem Open-Source-Projekt übernommen. Das fällt auf, ist aber verschmerzbar, weil der Fokus auf der Action liegt.


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Das Herzstück des Spiels ist der physikbasierte, brutale und rohe Nahkampf und das bekommt Entwickler Dark Curry ganz gut hin. Über 60 Waffen sind im Spiel integriert. Und jede davon hat seine Vor- und Nachteile. Es lohnt sich also, jene jeweils vor dem Einsatz zu inspizieren. Es geht vom Schwert bis zur Armbrust und vom Zweihänder bis zum Pfeilbogen. Fernkampf ist legitim, aber der Schwerpunkt liegt ganz klar im Haudrauf.


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Das Tracking ist präzise und die Handbewegungen funktionieren ohne nennenswerte Latenz. Schwertschläge, Paraden, das Zerhacken von Skeletten, die Action wird sehr körperlich, als würde man wirklich etwas bewegen. Eine schweisstreibende Angelegenheit. Wer einfach wild rumfuchtelt, wird schnell frustriert sein. Wer denkt, er kann das Spiel wie Beat Saber behandeln, liegt falsch. Technik und Timing wird belohnt, nicht hektisches Rumgezappel.


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Undead Citadel bietet eine Story Kampagne und einen Horde Modus. Die Geschichte ist solide, aber kein Game of Thrones. Das macht aber nichts, denn das Gameplay trägt das Spiel. Im Horde Modus zeigt sich, wie gut das Kampfsystem wirklich ist oder wie schnell man die Nerven verlieren kann.


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Undead Citadel wurde von Grund auf für VR entwickelt. Es ist also kein halbgarer Port, sondern echtes VR-Design und das merkt man. Handtracking, adaptive Trigger und Haptik werden genutzt. Die Ladezeiten sind kurz, Abstürze oder Bugs hatten wir keine in unserem Test. Aber nicht alles ist perfekt. Gerade das Greifen von Gegenständen wie Fässer oder andere herumliegende und -fliegende Gegenstände könnte noch etwas präziser sein, gerade in engen Räumen.



Fazit:

Undead Citadel ist kein VR-Meilenstein, aber ein verdammt ehrliches, unterhaltsames Spiel. Wer Bock hat, in VR Zombies in Stücke zu hauen und dabei mächtig ins Schwitzen zu kommen, ist hier genau richtig. Eine tiefgründige Story, umfassende Rollenspielelemente oder optische Wunder müsst ihr aber nicht erwarten. Für mich war Undead Citadel eine runde Sache, die sich nicht schämt, das zu sein, was sie ist; ein Oldschool Action Game mit moderner Technik. Direkt, physisch und ohne unnötigen Ballast. Die Langzeitmotivation hängt jedoch stark davon ab, wie gerne ihr immer und immer wieder das gleiche macht, namentlich Zombies zerhacken. Mir hat es gefallen. Und ja, das Putzen der VR-Linsen nach jeder Session ist Pflicht!


Undead Citadel Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Undead Citadel ist als Download für Steam VR, Meta Quest und PSVR2 erschienen. Wir haben das Spiel auf der PS5 mit PSVR2 getestet. Das Test-Muster stammt von Dark Curry, wofür wir uns herzlich bedanken.


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