The(G)Preview: Elden Ring

50'000 Spieler wurden von Bandai Namco ausgesucht, um während fünf Sessions a jeweils 3 Stunden das erste Areal von FromSoft's potentiellem Megakracher auf Herz und Nieren zu prüfen. Redaktionsknecht Armin war logischerweise mit dabei.


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Tag 1: 17.58 Uhr - Ich spiele blinde Kuh.

Sämtliche Menus sind in Japanisch. Es gibt Schlimmeres. Ohne gross zu überlegen wähle ich eine der 5 verfügbaren Klassen aus. Meine unbeabsichtigte Wahl fällt auf den Bloody Wolf. Mit einem amtlichen Schwert und einem kleinen Schild ausgestattet, laufe ich in bester Dark Souls Manier durch einen dunklen Gang, bevor ich genrelike eine dicke Eisentür öffne. Dahinter verbirgt sich ein kleiner Raum mit einem Aufzug. Nach der kleinen Liftfahrt durchschreite ich erneut eine Tür und stehe plötzlich auf einer Wiese, umgeben von einer eindrücklichen Berglandschaft - The Lands Between. Ein paar Meter vor mir steht ein NPC. Und siehe da, er labert mich im besten Englisch voll. Ich schaue mich um, während der Blondschopf weiterlabert und entdecke in weiter Ferne eine gigantische Burg, flankiert von einem riesigen goldigen Manabaum. Vereinzelt erblicke ich ein paar Ruinen und linker Hand in unmittelbarer Nähe einen steinernen Turm. Ich lege los. Per X Button jumpe ich durch die Pampa als wäre ich Mario mit Kniearthrose. Kleine Vorsprünge kann ich nun problemlos überwinden und so plattforme ich mich gekonnt eine Felswand hoch.


Behände jogge ich durch kniehohes Gras und sehe aus dem Augenwinkel eine Gestalt. Ein hünenhafter Ritter in goldener Rüstung auf einem Schlachtpferd reitend, patrouilliert einem kleinen Trampelpfad entlang. Das Menu informiert mich dank verständlicher Bebilderung, dass ich mich auch durch die Gegend schleichen kann, als wäre ich Splinter Cells Sam Fisher. Langsam pirsche ich mich durchs Gestrüpp von hinten an. Ich denke, wenn der Kasper schon so früh im Spiel auftaucht, dann wird der güldene Reiter sicher nicht viel auf dem Kasten haben. Ich pikse sein Pferd von hinten und hoffe auf einen kraftvollen Hieb, doch die Soulstypische Lebensleite verringert sich kaum. Bevor ich ich noch lange wundern kann, dreht sich mein Kontrahent um und säbelt mich mit ein paar gekonnten Hieben in den Game Over Screen.


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Der Miniboss ist mir momentan ein paar Nummern zu gross und ich lasse ihn vorläufig links liegen. Ich jogge durch die grüne Landschaft Richtung Bergmassiv und freu mich, dass die Staminabar nicht schrumpft, wenn ich Fullspeed durch die Gegend zockle. Unterwegs pflücke ich ein paar Blumen, von denen ich momentan nicht weiss, was ich damit tun soll und bestaune die vielfältige Fauna wie Adler, Rehe, Schildkröten, Wildschweine und anderes Getier. Plötzlich stehe ich vor einer Felswand mit einem kleinen Eingang. Mutig schreite ich vor und werde von ein paar knurrenden Wölfen begrüsst. Ein paar Hiebe später, dringe ich weiter in das Minidungeon vor und komme in eine schick beleuchtete Höhle. Ein fieser Wolfmensch mit einer rostigen Klinge will mir ans Leder. Im ersten Anlauf zwingt mich der Bösewicht in die Knie. Zum Glück liegt der nächste Rücksetzpunkt, die in Elden Ring "Site of Grace" heissen und grosszügig in der ganzen Spielewelt verteilt sind, gleich um die Ecke. Bei der Revanche bin ich siegreich. Geistig klopfe ich mir auf die Schulter, sammle die Erfahrungspunkte, die hier "Runen" heissen ein und frage mich, wo ich die Devisen gegen Uprades und Ware eintauschen kann.


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Kaum das Verlies verlassen, habe ich das Aufleveln schon wieder vergessen, denn in unmittelbarer Nähe schlurft ein knochiger Riese samt dicker Keule an mir vorbei. Motiviert von meinem letzten Sieg attackiere ich ihn getreu dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Ich säble an seinen Knöcheln rum, bevor die riesige Keule auf mich niedersaust, zurückwirft und mir eine dicke Portion Lebensenergie klaut. Der Typ ist definitiv nicht meine Kragenweite. Ich renne los, über Stock und Stein, springe flink eine Steinformation hinunter, doch der Gigant lässt sich nicht abschütteln. Ein Sprung in eine kleine Schlucht rettet mich. Zwar höre ich sein Grummeln direkt über mir, aber ich bin Safe.


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Zu meiner Überraschung finde ich am Ende der Schlucht einen Eingang. Ein weiteres Minidungeon. Je weiter ich vordringe, um so limitierter wird meine Sicht. Kettenrasseln und wildes Gekreische unterbricht die Todesstille. Ein paar krude Knochenmänner sind mir auf den Fersen. Erneut lande ich in einer Höhle, wie im Dungeon zuvor, nur um einiges grösser. Zwei dicke Energiebalken erscheinen auf dem Screen. Es ist Bosstime. Zwei miefige, übergrosse Fieslinge mit krallenfreudigen Attacken umzingeln mich, unterstützt von ein paar untoten Infateristen. Mit Müh und Not erledige ich einen der Krallenmänner, doch der Zweite nimmt mich in die Zange. Adios Amigos. Nach gefühlten 10 Anläufen und einer geschickten Kombination aus Rollen, Blocken und Schnippeln bin nur noch ich und der letzte Gegner übrig. Ruhig Blut lautet die Devise. Konzentriert umkreise ich mein Gegenüber und warte auf seinen Angriff. Ich erkenne seine Dreierkombination und kontere nach seinem letzten Schlag mit dem finalen Todesstoss. Success! Ich sammle sämtliche Gegenstände ein, die wie in den Soulsborne-Vorgängern stets mit einem hellen Punkt schon von Weitem zu erkennen sind und begebe mich wieder an die Oberfläche. Ein paar Augenblicke später stehe ich auf einer Klippe. Unter mir liegt ein Strand und eine kleine Insel. Mal schauen, wie ich da hinkomme. Es ist 21.06 Uhr, die erste Testrunde ist vorbei. Namco Bandai schmeisst mich vom Server. Feierabend.


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2. Tag 9.55 Uhr. Wo ist das Pferd?

Im Trailer war unser Held gelegentlich mit einem reitenden Untersatz zu sehen. Doch einen Stall suche ich vergebens. Ich geh kurz zum nächsten Speicherpunkt, denn ich habe herausgefunden, das ich ganz einfach am Lagerfeuer meine Attribute mit den erspielten Runen aufleveln kann. Kaum habe ich meinen Bloody Wolf mit mehr Stärke und Geschicklichkeit aufgemotzt und möchte den Rücksetzpunkt verlassen, erscheint ein weiblicher NPC und übergibt mir einen goldenen Armreif. Da der Text weiterhin auf japanisch ist, stehe ich zuerst ratlos da. Ich platziere das Schmuckstück in den Inventarslot und drücke die Vierecktaste und siehe da, aus dem Nichts taucht der Gaul auf und ohne weiteres Zutun reite ich schon im gestreckten Galopp über die Oberwelt. Torrent, so der Name unseres Rosses, steuert sich sehr präzise und überlebt im Gegensatz zu seinem Kollegen aus Ghost of Tsushima auch grössere Sprünge in die Tiefe. Generell könnt ihr in Elden Ring, egal ob zu Fuss oder im Ritt, viel tiefer fallen, als bei sämtlichen Vorgängern. Der witzigste Aspekt an Torrent sind neben seinem Doppelsprung, die Windböen. Entdeckt ihr eine solche Windhose, die immer ein paar Meter vor einer riesigen Felswand weht, springt ihr in den kleinen Tornando und werdet senkrecht auf das nächste Plateau torpediert. Nach meinem kleinen Ausritt, wird endlich Nägel mit Köpfen gemacht. Zuvor habe ich einen Händler entdeckt, der zwar nichts Interessantes zu bieten hat, nebenan befindet sich aber ein Amboss, doch der Schmied fehlt. Braucht es auch nicht in Elden Ring. Mit den gefundenen Shards kann man ganz simpel beim Amboss sein Schild oder Schwert aufleveln. Grosse Reisen zu einem Waffenexperten fallen weg. Praktisch.


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Frisch gestärkt möchte ich noch ein paar alte Rechnungen begleichen. Eine Katzenstatue in einem weiteren Minidungeon hat mich gestern gnadenlos malträtiert und der goldene Ritter steht ebenfalls auf der Abschussliste. Der glänzende Reiter befindet sich gleich ums Eck. Mit Torrent und gezücktem Schwert greife ich den dicken Lanzenschwinger an, die halbe Energieleiste ist weg, aber der wendige Ganove lässt seine Waffe auf meinen Schädel krachen, ich weiche zu spät aus, Ende im Gelände. Nach einigen Anläufen und Taktikänderungen liegt der Goldenboy dank munterer Mithilfe von Torrent im Sand und ich werde mit einem Krummsäbel belohnt. Sehr gut, auf zum nächsten Motz!


Der nächste Boss ist zwar weitaus weniger agil, doch seine Angriffsmuster lassen nicht viel Raum für Spielereien. Die starre Statue zerlegt mich abwechslungsweise mit seinem rostigen Riesenschwert oder stampft mich zu Tode. Nach gut einer halben Stunde hab ich es dann endlich geschafft, ärgere mich aber über die mickrigen 800 Runen Bonus. Alle Mittelbosse die ich gefunden habe, sind erledigt.


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Ich konsultiere die Weltkarte, von der ich zuvor einen Teil gefunden habe und erkenne einen kleinen Flusslauf im Südosten, an dessen Ende eine Höhle sein könnte. Mal schauen, vielleicht versteckt sich da der nächste Spitzbube. Tatsächlich befindet sich ein kleiner Stollen am Anfang des Gewässers. Ich betrete ein weiteres Minidungeon und stehe nach ein paar Abzweigungen vor einem Giganten mit Keule. Ich versuche mit zwischen seinen Beinen zu halten, werde aber von seiner Fussattacke erwischt. Im dritten Anlauf habe ich sein beschränktes Moveset in petto und mit einem saftigen Hieb strecke ich den Hünen nieder. 3 Bosse in einer Session, keine schlechte Bilanz. Mir bleiben noch ungefähr 20 Minuten. Entspannt reite ich mit Torrent kreuz und quer über die Map, erledige ein paar kleinere Gegner, als ich auf eine Kutsche stosse, die von zwei riesigen Gestalten gezogen wird. Ein gutes Dutzend Soldaten sichern die Karawane. Die Wachmänner sind ein leichtes Spiel und nach ein paar Minuten befinde ich mich auf dem hinteren Teil der Kutsche und hole mir meine Belohnung ab. Ein stabiles Rüstungsset befindet sich im Gepäckfach. Der Überfall hat sich gelohnt. Es ist 13:10 Uhr. Japan zieht den Stecker und es ist vorläufig Ende.


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Tag 3 - 13.57 Uhr. Boss Time

Aus dem ersten Gameplaytrailer weiss ich, dass mindestens noch 2 grössere Bosse irgendwo ihr Unwesen treiben müssen. Zuvor ist mir ein Felsbogen aufgefallen, der weiter zu führen scheint. Beim Durchschreiten des Eingangs sehe ich eine Pflasterstrasse, auf der ein paar Ritter Wache stehen. Links befindet sich viel Gestrüpp, perfekt für eine kleine Schleicheinlage, denn ab durch die Mitte ist eine schlechte Wahl wie ich gleich erfahren muss. Ich stürme nach vorn um den ersten Soldaten in die Knie zu zwingen, werde aber von einem Pfeil getroffen, der mich aus den Socken haut. Im Eifer des Gefechtes vergesse ich mein Schild und renne im Zickzack an den schwerschwingenden Gegner vorbei. Ein weiterer Pfeil trifft mich, die Schurkenbande holt mich ein, verteilt von allen Seiten Schläge und ich erwache beim nächsten Lagerfeuer. Also wähle ich die Schleichoption. Geduckt arbeite ich mich durchs Gebüsch. Doch ich habe die Rechnung ohne FromSoftware gemacht. Ein finsterer Geselle entdeckt mich, holt ein Horn heraus und alarmiert seine Kollegen. Sechs Ritter nehmen mich in die Zange. Ich kapituliere. Was nun? Ich scanne erneut den Eingang und es scheint mir, dass ich eventuell rechts an der Felswand unbemerkt an dem Wachposten vorbeischleichen kann. Auf halbem Weg, kracht wie aus dem Nichts einer der knochigen Riese in den Screen. Ich nehme die Beine in die Hand, flitze an ein paar erstaunten Wachen vorbei und erreiche den ominösen Pfeilschützen. Der Halunke versteckt sich hinter einem Artilleriegeschoss, was ihm aber nicht viel nützt. Zwei Schwertstreiche später ist er Geschichte und ich haben den nächsten Checkpoint erreicht. Ich befinde mich in einem kleine gewölbten Gang, der mich auf einen langgestreckten Hof führt. Ein lumpiger Schurke mit einer Riesenkeule wird mit einer ellenlangen Energieleiste angekündigt.


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Margrit the Fell Omen, der Hauptboss der Demo. Ich werde gnadenlos rasiert. Das halbe Dutzend Angriffsmuster sind schwer durchschaubar und bei einem Treffer halbiert sich meiner Energieleiste. Nach ein paar erfolglosen Versuchen gebe ich auf und gehe in den Sumpf in die “Krabbenfarm” um ein paar Runen zu farmen, damit ich meine Schlagkraft erhöhen kann. Gemächlich galoppiere ich mit Torrent durch das seichte Wasser. Als ich eine kleine Feuerstelle überquere, taucht aus den Nichts ein weisser Drache auf. Das bildschirmfüllende Monster faucht mich an und schickt eine Salve Feueratem in meine Richtung. Ich steige ab, renne auf ihn zu und visiere seine Hinterschenkel an. Mein Schwert verursacht nur minimen Schaden. Es dauert knapp eine Minute und ich bin schon wieder tot. Ich ändere meine Strategie und bleibe auf Torrent sitzen und bearbeite das Ungetüm mit Schwerthieben hoch zu Ross. Kommt mir der Drachen zu Nahe, weiche ich grosszügig, und verteile danach ein paar Schläge. Es scheint zu wirken und nach ein paar Minuten liegt das Biest im Staub. Boss Nummer 7 ist Geschichte.


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Weiter geht's. Ich durchkämme nochmal eine Ruine, zerpflücke eine Ansammlung an Giftplanzen und stosse auf einen kleinen Kellereingang. Das relativ kleine Dungeon hat nicht viel zu bieten, bis ich am Ende auf einen Kürbiskopf-Typen treffe, der sich als weitere Miniboss herausstellt. Der Kollege ist leichte Kost. Beim ersten Anlauf hau ich ihm die Rübe weg. Langsam bekomme ich das Gefühl, dass ich bis auf den Obermotz sämtlich Mini- und Mittelbosse erledigt habe. Ich mach mich auf Richtung Stormveil, wo Margit seine Runden dreht. Bevor ich mir den dicken Kanzler vornehme, mach ich noch einen kleinen Umweg über eine Hochebene. Vielleicht finde ich noch etwas Nützliches. Ich reite im kniehohen Gras an langsam kriechenden Würmern vorbei, die mich unerwartet in Ruhe lassen. Nicht weit von mir entfernt sehe ich einen Steinkreis. Ich untersuche ihn und werde mit einen Prompt in japanisch überrascht. Da ich nichts verstehe, bestätige ich die Anfrage und werde umgehend in eine Zwischendimension torpediert. Vor mir steht ein doppelklingenschwingendes Scheusal. Inklusive dicker Lebensleiste. Oha, nochmals ein Boss. Der flinke Fuchtler lässt mir keine Chance. Mit einem beinahe illegalem Tempo rast er auf mich zu, schnetzelt an mir rum und erneut ist Game Over. Der bisher zackigste Gegner der Demo benötigt einige Anläufe, ich schaffe es aber im letzten Kräften und vielem Ausweichen sein Lebenslicht auszulöschen. Ich bin Müde. Es ist 4.30 Uhr. Meine Konzentration lässt nach. Ich schalte aus. Morgen geht's weiter.


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Tag 4: 17.54 Uhr. Schnelles Reisen

Ich habe ein wenig rechechiert und konnte durch geschicktes Kombinieren von Videos und Bilder aus dem Internet, einen grossen Teil der Ingame Menus übersetzen. Und Holla die Waldfee, was ich entdeckt habe, eröffnet ganz neue Dimensionen.


Fasttravel: In Elden Ring dürft ihr bis auf ein paar wenige Ausnahmen oder im direkten Kampfgeschehen von überall instant zum gewünschten Site of Grace reisen. Dies macht auch absolut Sinn. Besonders wenn ich vollbepackt mit Runen bin oder den Charakter für eine bevorstehende Aufgabe vorbereiten möchte und es eliminiert langes Rumwandern in der weitläufigen Welt.


Craften: Wie schon eingangs erwähnt, sammelte ich unterwegs unterschiedliche Pflanzen ein. Und endlich zählt sich da optionale Pflücken aus. Bei einem Händler habe ich 2 Rezeptbücher erstanden und darf ab sofort die Botanik zusammenmixen die mir Pfeile, Bomben und andere nützliche Items zuschanzen.


Estus Flask: Im Standardrepertoire haben wir jeweils 2 Lebenstränke und 2 Magietränke. Je nach Charakterklasse ist euch aber eventuell der eine wichtiger als der andere. Per einfachem Tastendruck verschiebe ich die Menge an Tränken. Eine weitere Neuheit ist, dass die Tränke nach gewissen Scharmützeln mit Gegnern (aber nicht bei Bossen) automatisch aufgefüllt werden. Lästiges zurückreisen zum Lagerfeuer entfällt.


Kriegsasche: Wollt ihr eurer Waffe einen mächtigen Buff verleihen? Gefallene Gegner und Schatztruhen beschenken euch mit der Kriegsasche. Diese magischen Zusätze können ganz einfach und kostenlos am Lagerfeuer hinzugefügt werden. Zwar funktioniert nicht jedes Upgrade für jede Waffe, ich hatte aber genug Möglichkeiten, um mit den hilfreichen Zusätzen ein wenig zu experimentieren. So kann ich Blitze verschiessen, ramme meinen Schwert in den Boden und haue sämtliche Feinde in einem Umkreis aus den Socken oder verschiesse Windböen, als wäre ich Rasheed aus SF V. Ich entscheide mich für den Schwertbuff. Per Knopfdruck lasse ich meine blauschimmernde Klinge auf das 4fache anwachsen und verpasse meinem Gegenüber einen vernichtenden Hieb, der bei kleinen Gegner gleich das Licht auslöscht und bei Bossen einen dicken Balken absägt.


Geisterhelfer: Im Inventar habe ich 3 verschiedene Pergamente gelagert. Wie sich herausstellt, dienen diese als Beschwörungsformeln für geistige Unterstützung. Per Dreickeckstaste aktiviere ich ein Rudel Geisterwölfe, mit denen ich zusammen eine Horde Soldaten auseinandernehme, ich rufe ein halbes Dutzend Untoter, die unerbittlich den naheliegendsten Feind angreifen oder stelle mir einen keulenschwingenden Hünen zur Seite, mit dem ich gemeinsam die Spitzbuben plätte. Die Geisterhelfer sind aber nur einsetzbar, wenn ihr über genügen Magie verfügt und im linken unteren Bildrand ein blaues Zeichen erscheint.


Zauber: Leider hatte meine Klasse als einzige keine magischen Fähigkeiten zum Start. Ich weiss aber, dass die verschiedenen Spells nicht nur grafisch aufgemotzt wurden, sondern auch über viel mehr Power verfügen. Feuerbälle, Drachenatem, rollende Geistermesser, Homing Orbs, Heilung, Antipoison, Erdbeben usw. sind bereits in der Demo zu finden. Und es scheint so, dass endlich auch Druiden und Magier mit Elden Ring ein zufriedenstellendes Erlebnis haben werden, was bei den Vorgänger nicht immer klappte.


Tageszeitenwahl: Ich nehme an, dass in der finalen Version gewisse Gegner und NPCs nur an bestimmten Zeiten anzutreffen sind. Die Wahl ob ich morgens, mittags, abends oder in der Nacht spiele hatte in der Demo keine Auswirkungen auf das Spielgeschehen.


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Und ja, mit Hilfe der Kriegsasche und den Geister Helfern habe ich schlussendlich Margit besiegt. Auch wenn er alles andere als einfach war und vollste Konzentration erforderte. Ein toller Kampf mit einem wahnsinnigen Boss. Ich betrete den Eingangsbereich der Burg und werde von einem schmierigen NPC angesprochen. Der fahle Typ meint, falls ich mutig sei, solle ich direkt durchs Burgtor laufen, wo mich zielfreudige Schützen erwarten, aber auch die Meute umgehen kann, indem ich einen Geheimweg um die Burg rum wähle. Als Hasenfuss schleiche ich mich um die Mauer herum und springe über ein paar Absätze in den oberen Teil der Burg. Ein Wächter entdeckt mich und ruft 2 seiner Kameraden zu Hilfe. Schnipp Schnapp liegen die drei am Boden und ich betrete das Innere. Eine Art riesiger Estrich mit Molotov Fieslingen begrüsst mich. Ich kämpfe mich durch das verschachtelte Gebälk und stehe vor einer verschlossenen Tür. Super. Ich dreh mich um und sehe hinter ein paar Holzkisten eine kleine Rampe. Ich folge ihr und Ende in einem schummrige Raum. Vorne blinkt ein Item. Gerade als ich es mir schnappen will, werde ich von der linken Seite gestört. Ein vielarmiger Halunke mit Dolchen kündigt sich an. Das müsste aber endlich der letzte Miniboss sein, denke ich. Ich fackle nicht lange, haue einfach drauf und tatsächlich habe ich ihn nach ein paar Hieben rasiert. Als Geschenk bekomme ich einen Schlüssel und sprinte zurück zur Tür. Der Schlüssel passt. Im kleinen Raum kralle ich mir ein weiteres Item, rechts von mir steht eine lange Leiter. Also Leiter hoch und auf die Turmspitze. Doch egal was ich versuche, ich komme nicht hoch. Und mein Verdacht bestätigt sich. Es ist der Endpunkt der Demo. Weiter geht es nicht. In 15 Minuten ist die vierte Session sowieso um, also reise ich zurück auf die Oberwelt und teste noch ein wenig die unterschiedlichen Optionen mit den Kriegsaschen und Geisterhelfern. Es ist 21.09 Uhr. Namco schliesst den Laden. Morgen ist die letzte Session.


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Tag 5: 9.55 Uhr. Abschied.

Die letzten drei Stunden Elden Ring bis zum Februarrelease. Viel habe ich nicht mehr zu tun. Mittlerweile 10 Mini-, Mittel- und Endbosse besiegt und ich glaube, dass ich damit alles abgegrast habe. Ich meine, wie viele von denen sollen sich noch in der Demo verstecken? Da bleibt ja dann nix mehr fürs richtige Spiel übrig. Der einzige Ort, den ich noch nicht erkundet habe, ist das Burgtor, denn bei der vorherigen Sessions wählte ich den Weg des geringsten Widerstandes. Ich nähere mich dem Eingang und der fahlen NPC (von dem ich mir noch einen Zauberstab erwerbe) betätigt den Öffnungsmechanismus. Im Burghof erwarten mich insgesamt etwa 20 Soldaten, aufgeteilt in Bogenschützen, Axtschwinger, Speerträger und Säbelkrieger. Bis ich das Areal gesäubert habe, vergehen mehre Versuche. Inklusive einem weiteren Miniboss in Form eines mutierten Löwen mit grauer Mähne. Die wendige Raubkatze ist mit allen Wassern gewaschen, doch mit Hilfe der Wölfgeister bringe ich ihn zur Strecke. Ich habe genug gesehen. Es ist 12 Uhr, ich klinke mich aus.


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Fazit:

Ich bin erschlagen! Die letzten 15 Stunden haben mich überzeugt. Auf uns wartet etwas ganz Grosses. Ich schätze FromSoftware hat uns im Netzwerktest ca. 8% der gesamten Weltkarte gezeigt. Falls das stimmen sollte, dann wird es im Februar einiges zu tun geben. Die Demo spielte ich flüssiger als mancher Day 1 Release und es bleiben noch 3 Monate, um den einen oder anderen technischen Schnitzer auszumerzen. Ich freu mich extrem drauf! [ame]


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