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4373 Suchergebnisse für „review legend of heroes trails“

  • The(G)net Review: Duke Nukem Forever

    Lichtschalter, lässt sich das Licht löschen, nähert euch einer Pinballmaschine, welche passenderweise Balls of

  • The(G)net Review: EA Sports MMA

    Verletzungen im Sport sind keine Seltenheit. Soviel Blut und Knochenbrüche wie bei Mixed Martial Arts gibt es aber kaum woanders. Nicht zu unrecht wird die MMA rund um die Ultimate Fighting Championship als härteste Sportart der Welt bezeichnet. Schon seit dem alten Rom ergötzt sich der Mensch gerne an sich bekämpfenden seinesgleichen. Die Gladiatoren der Neuzeit sind mindestens genau so in allen erdenklichen Kampfkünsten geschult, nutzen aber glücklicherweise keine Waffen mehr zum Angriff. Ein Fakt, der die Möglichkeit eines ungewollten Todesfalls einschränkt, womit die Sportart auch schon fürs 21. Jahrhundert publikumstauglich gemacht wäre. THQ hat mit Ihrer UFC-Serie sowie der zugehörigen Lizenz den Weg der beinharten Kämpfe auf Videospielkonsolen nicht nur geebnet, sondern verdient bereits gutes Geld damit. EA Sports, die ungekrönten Könige beinahe jeder populären sportlichen Aktivität, lässt sich diese Cash-Cow nur ungern entgehen und bringt Ihrerseits ein passendes Produkt in den Handel. EA Sports MMA setzt es sich klar zum Ziel, die Konkurrenz frontal anzugreifen und gnadenlos in den Schwitzkasten zu nehmen. Das funktioniert über weite Strecken ungeahnt gut, scheitert aber im Detail. Die fehlende UFC Lizenz machen die Kanadier wett mit einem klasse Gameplay sowie einer überzeugenden technischen Leistung. Im Kampfsportmetier ist EA natürlich kein unbeschlagenes Blatt. Die Erfahrungen, welche man sich im Boxring über die vergangenen Jahre holte, zahlen sich nun im MMA-Bereich aus. Die Steuerung wurde gleich von 'Fight Night' übernommen. Mit dem rechten Stick verteilt ihr Hiebe und Schläge; wird dabei der L-Trigger gehalten, setzt es Tritte in des Gegners Magengrube oder andere bevorzugte Körperregionen. Die Buttons werden für Würgegriffe, gezielte Konterattacken, Abwehrmanöver oder Take-Downs verwendet. Insgesamt fallen die Duelle ein wenig einfacher aus als beim alteingesessenen UFC, was speziell Anfängern zugute kommen wird, Profis derweil bemängeln diese Tatsache. Ebenso findet die hochklassige Grafikengine der Schwergewichtler aus dem Boxsport eine erneute Verwendung. Bereits da überzeugten uns realitätsnahe Kampfsportler mit geschmeidigen Animationen. Nicht weniger erwartet den potentiellen Ringkämpfer in EA Sports' MMA. Allerdings auch nicht mehr. Hat man seine zweihundert Kämpfe hinter sich gebracht, so dürfte man sich an der einen oder anderen Animation satt gesehen haben. Die Sprachsamples und die musikalische Untermalung sind wie von EA gewohnt auf einem sehr hohen Niveau. Der Tite bietet drei erwähnenswerte Spielmodi. Da wäre einerseits der schnelle Kampf, andererseits Wahl der beiden Kontrahenten sowie 'Los geht’s'; nach Wunsch auch gleich mit Re-Match nach gewonnenem oder verlorenem Fight. Das Herzstück ist wie auch bei den anderen liebgewonnenen Sportarten einmal mehr der Karrieremodus. Hier erstellen wir uns einen individuellen, noch kampfunerfahrenen Mann, der es mit den Herausfordern aufnehmen soll und möglichst viele Titel an sich reissen möchte. Unnötig zu erwähnen, dass man sich die verschiedensten Kampfstile in längeren Trainingseinheiten rund um den Globus erst aneignen muss. Ziel ist es, zum Ende hin die höchste Liga zu erreichen. Auf dem Weg dahin erwartet das Raubein verschiedene Arenen wie Ringe oder auch Käfige, welche ab und an auch andere Regeln erzwingen. Das Ganze wird dadurch interessant präsentiert und weiss zu viele Wiederholungen zu vermeiden. Zu guter Letzt ist da noch der flüssig funktionierende Onlinemodus, in welchem Ihr gegen die menschliche Konkurrenz antreten dürft. Hier bemerkt man erst, wie gut das Kampfsystem tatsächlich funktioniert. Ist es noch relativ einfach, die CPU auf die Matte zu schicken, läuft die korrekte Anwendung des Controllers gegen Freunde und Bekannte zur Höchstform auf. Taktischen Kampfeinlagen sind nun keine Grenzen mehr gesetzt - gerne mehr davon. Das gilt aber auch für die Optionen: 1vs1 ist rudimentär und geht in Ordnung, es darf aber auch mehr sein. Fazit: Insgesamt ein guter Einstieg für EA Sports in neues Sportterrain. Hier und da fehlt noch ein wenig Feinschliff, aber das Gesamtpaket weiss zu überzeugen. Freunde der brachialen Kämpfe sollten unbedingt einen Blick auf den Erstling werfen, sofern man nicht zwingend an der offiziellen UFC-Lizenz klebt. Dennoch, Sieger durch K.O. bleibt der ungeschlagene Champion aus dem Lager der Konkurrenz.

  • The(G)net Review: Enchanted Arms

    Aus der japanischen Software-Schmiede 'From Software' kommt ein Rollenspiel, welches in erster Linie für die asiatische Region entwickelt wurde. Es soll der XBOX 360 zu einer besseren Ausgangslage im japanischen Konsolenmarkt verhelfen. Doch wie wird Enchanted Arms von der westlichen Welt aufgenommen? In Enchanted Arms geht es um Kameradschaft, Heroismus, Humanität und um einen Arm. Dieser Arm war namensgebend für das Spiel. Als kleines Kind wurde Atsuma - dem Helden der Geschichte - aus 'Devil Golem' Genen ein neuer, rechter Arm eingepflanzt. Natürlich nimmt dieser im Verlauf des Spiels einen gewissen Einfluss auf Atsuma, verleiht ihm unter anderem spezielle Fähigkeiten. Während der Geschichte reist ihr von Stadt zu Stadt und bekämpft dort mit den lokalen Helden das Böse. Dazu kann eine Party aus bis zu maximal 4 Kämpfern zusammengestellt werden. Die Party kann sowohl aus menschlichen, wie auch aus magischen Wesen, so genannte "Golems", bestehen. Die Kämpfe selbst werden in altbewährter, rundenbasierter Manier durchgeführt. Die Gegner tauchen zufällig auf und können vorher nicht gesehen werden (Random Encounter). Ein Ausweichen ist daher nicht möglich. Glücklicherweise halten sich die Zufallskämpfe in einem tolerierbaren Rahmen. Die Gegner werden von Region zu Region stärker. Dank des linearen Spielaufbaus führt dies aber zu keinem Problem. Es kommt sehr selten vor, dass man sich einem übermächtigen Gegner gegenüber sieht. Die eigene Party kann da bezogen auf die eigenen Stärken gut mithalten. Auch Partymitglieder welche nicht aktiv mitkämpfen, werden mit Punkten belohnt und erhalten dadurch ebenfalls Erfahrungswerte. So kann man seine Party ohne Probleme für schwierigere Regionen zusammen stellen. Um Golems als Partymitglieder zu bekommen, muss Core-Material entweder gekauft oder durch erfolgreiche Kämpfe gewonnen werden. Danach können diese in den Läden "synthetisiert" werden. Voraussetzung dazu ist jedoch die vorhandene Anzahl von "Gems", welche in drei unterschiedlichen Arten vorhanden sind. Auch diese können entweder gekauft oder durch erfolgreiche Kämpfe gewonnen werden. Das Core-Material für die richtig guten Golems bekommt man aber nur in Fights und auch nur von bestimmten Gegnern. Enchanted Arms erlaubt dem Spieler maximal acht Golems in der Party mitzuführen. Die übrigen können in den Läden hinterlegt werden und stehen bei jedem Besuch zur Auswahl bereit. Für neue Waffen wird das selbe Vorgehen wie für die Golems verwendet. Anstelle eines Golem-Cores wird dazu jedoch ein Waffen-Core und die entsprechende Anzahl Gems benötigt. Rüstungen welche die Verteidigungswerte erhöhen, sind im Spiel nicht zu finden. Das Land in Enchanted Arms wird ausschliesslich zu Fuss bereist. Ein Grossteil des Abenteuers findet in Städten und Dungeons statt. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ niedrig. Zum einen erklärt das Spiel neue Funktionen immer sofort und zeigt auch aktiv an, welche Funktionen mit welchem Knopf ausgeführt werden können. Zum Anderen kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt gespeichert werden. Ein häufiges Speichern ist auch sinnvoll. Sobald das letzte Partymitglied gestorben ist, heisst es "Game Over". Unverständlich ist in diesem Zusammenhang jedoch, weshalb jedes mal die Device für Speichern und Laden ausgewählt werden muss. Kaum ein Spieler wird während des Spiels sein Speichergerät ändern. Mit der Zeit wird das wirklich nervig! Bei den jeweiligen Kämpfen besteht die Taktik in der richtigen Positionierung und Angriffsart der eigenen Kämpfer, sowie die richtige Auswahl des Elementes. Sechs Elemente sind im Spiel vorhanden, wobei immer ein Pärchen die jeweilige Stärken bzw. Schwächen nutzen kann. Beispielsweise ist da Feuer und Wasser. Pro Runde wird der Bewegungsspielraum der Spielfigur durch blau eingefärbte Quadrate angezeigt. Bewegt werden kann der Charakter ausschliesslich in der eigenen, 3x4 Felder grossen Hälfte. Die Angriffsfläche wird hingegen rot angezeigt und kann auch die eigene Spielfeldhälfte beinhalten. Dies hat aber keine Auswirkung auf Partymitglieder, welche zufälligerweise ein solches Feld besetzen. Es können auch Angriffskombos durchgeführt werden. Diese verursachen dann natürlich bedeutend mehr Schaden beim Gegner. Online bietet Enchanted Arms nur sogenannte Golemkämpfe. Die offline aufgebauten Golems können via Xbox Live hochgeladen und in einem Team zusammengestellt werden. Mit diesem Team bestreitet der Spieler "Ranked Battles" gegen Golem-Teams anderer Spieler. Die Kämpfe finden dabei immer 1 gegen 1 statt. Da die wirklich guten Golems erst gegen Ende des Offline-Spieles gefunden werden können macht es Sinn, solange mit den Onlinekämpfen zu warten. Dabei sollte der Onlineteil ausschliesslich als Extra zum eigentlichen Spiel betrachtet werden. Während der Kämpfe können Supportzauber (Heilen, Attribute ändern) und auch Support-Items verwendet werden. Dazu verfügt jeder Charakter über unterschiedliche Stärken und Schwächen. Die Fähigkeitsattribute (Lebenspunkte, Magiepunkte, Geschwindigkeit, Nah- und Fernkampf) werden nicht nur wie üblich durch Level ups gesteigert. Nach einem erfolgreichen Kampf erhalten die Charaktere nebst den normalen Erfahrungspunkten noch Skill-Punkte. Diese können entweder für das Erlernen neuer Skills oder die Steigerung der Fähigkeitsattribute verwendet werden. Grafisch bewegt sich Entchanted Arms im Bereich der oberen Mittelklasse. Die Kämpfe werden mit vielen schönen und imposanten Effekten dargestellt. Ganz besonders sind dies die Spezialattacken. Die Charaktere erscheinen im typisch japanischen Manga-Stil. Städte und Umgebungen wirken futuristisch und passen gut zur Story. Das Spiel wurde sehr detailliert und liebevoll umgesetzt, kann aber einer Grafikperle wie z.B. Oblivion keinesfalls das Wasser reichen. Dazu wirkt die ganze Spielumgebung viel zu steril. Nur in den Städten bewegen sich ein paar wenige Menschen. Am auffälligsten sind jedoch die Lichteinflüsse und Partikeleffekte. Hier wurde wirklich nicht gekleckert, sondern geklotzt. Egal ob es sich dabei um Lichtreflexe beim Gegenlicht oder die Licht/Schatteneffekte in den Strassen oder Dungeons handelt. Auch bei der Sprachausgabe hätte man mehr erwarten können. Die englische Sprachausgabe (welche nicht bei allen Dialogen vorhanden ist) klingt eher unpassend. Dem Helden Atsuma wurde für sein Aussehen eine etwas zu hohe Stimme verpasst, welche zudem oftmals auch noch weinerlich klingt. Bei Makoto wird durch seine Stimme jedoch sofort klar, dass er homosexuell ist. Grundsätzlich ein Plus, dass hier keine unnötigen Barrieren im Weg standen. Aber in diesem Charakter widerspiegeln sich so viele Klischees, dass eine homosexuelle Person einiges als beleidigend wahrnehmen könnte. Glücklicherweise erlaubt das Spiel die Sprachausgabe auf japanisch mit englischen Untertiteln. Die japanischen Stimmen passen bedeutend besser zu den Charakteren. Es kommt auch gleich viel mehr Stimmung auf. Die Hintergrundmusik, vor allem während den Kämpfen wird leider schnell nervig, kann aber glücklicherweise abgeschaltet werden. Fazit: Enchanted Arms ist ein richtiges Old-School-Rollenspiel. Fans dieser Art von RPG werden sicherlich zufrieden sein. Ob Enchanted Arms im asiatischen Raum der XBOX 360 wirklich zum Durchbruch verhilft, wird sich zeigen. Grafisch ist es sicherlich ansprechend, trotz der oft sehr leblos dargestellten Welt. Die Zufallskämpfe wurden glücklicherweise in einem erträglichen Rahmen gehalten, welcher den Spieler nicht im Frust ertrinken lässt. Die rundenbasierten Kämpfe sind einfach durchzuführen und auch schnell beendet. Das grafische Effekt-Feuerwerk bei den Kämpfen ist schön, doch nach einer gewissen Zeit schaut man nur noch bei neu erstandenen Skills oder EX-Attacken zu. Ansonsten beschleunigt man die Kämpfe um schnell weiter zu kommen. Die Story an sich mag niemanden vom Hocker zu hauen. Zu oft wurde sie schon in der einen oder anderen Variante erzählt. Trotzdem vermag Enchanted Arms als bis jetzt einziges RPG seiner Art auf der XBOX 360 zu erfrischen und kann jedem Genre-Fan empfohlen werden.

  • The(G)net Review: Fallout New Vegas

    Gegenspieler, die Republik Neukalifornien, hütet derweil die Werte der alten Welt und die 'Brotherhood of

  • The(G)net Review: Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer

    Fazit: Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer ist eine kurzweilige Abwechslung für zwischendurch.

  • The(G)net Review: Far Cry 2

    Oder ihr fährt einfach ziellos durch die Gegend und bestaunt die Grafik. Wer nicht dumm in der Gegend rumstehen will, bis die gewünschte Tageszeit da ist, kann sich in einem

  • The(G)net Review: Far Cry 3

    High-End Optik, riesige Level, epische Schiessereien, lange Spielzeit: Alles Fertigkeiten, die Far Cry 1 zum Kultspiel machten und die Erwartungen an die Nachfolger dementsprechend in die Höhe schnellen liessen. Teil 2 konnte die Erwartungen erfüllen und machte aber durch gameplaytechnische Mängel auf sich aufmerksam. Far Cry 3 wagt nun einen erneuten Angriff auf die First Person Shooter Krone. Jason Brody ist eine arme Sau: Der junge Kerl hatte sich auf einen exotischen Urlaub mit Jet-Ski und Fallschirmspringen gefreut, da landet er gemeinsam mit seinem Bruder schon in einem Piratencamp in einer Zelle. Ein paar durch geknallte Psychopaten erschiessen dort nach Belieben Urlauber. Als erstes müssen wir aus dem Camp ausbrechen! Allzuviel der Story möchte ich an dieser Stelle nicht preisgeben um möglichst nichts zu spoilern. Der anfängliche Monolog des manisch-aggressiven Piratenchefs Vaas stellt eindrücklich zur Schau, wie Ubisoft Montreal im hauseigenen Motion-Capture-Studio einen menschlichen Schauspieler zum digitalen Schwerverbrecher macht. Mimik, Gestik und Sprachkunst realer und virtueller Charaktere sind beeindruckend. Vaas gehört mit Sicherheit schon jetzt zu den charismatischsten Bösewichtern der Videospielgeschichte. Der rote Faden durch die Story ist genreüblich simpel gehalten. Ein Dennis Rogers drückt Jason Kohle für die erste Pistole in die Hand, schickt ihn auf die erste Mission und wird zu seinem allwissenden Funkkontakt. Auftrag Nummer eins: Auf einen Funkturm klettern, der, genau wie in Assassin's Creed, eine Karte der Umgebung öffnet, auf der sämtliche Nebenmissionen, Beutekisten, Piratenlager sowie Lebensräume verschiedener Tierarten verzeichnet sind. Der Spieler kann sich von Anfang an frei auf der tropischen Insel bewegen und das ist auch gut so. Um die Haupthandlung abzuschliessen, muss aus Jason ein knallharter Supersöldner werden. Den Status erreicht ihr Schritt für Schritt durch die Erledigung von Missionen, die euch Erfahrungspunkte einbringen. So kann Jason bald länger tauchen, schneller sprinten, leiser schleichen oder steckt mehr Treffer ein. Am wichtigsten ist die Jagd auf Tiere, aus deren Überresten neue Ausrüstung gefertigt wird. Erst mit einem größeren Waffengürtel kann Jason mehr als eine Waffe tragen, ähnliches gilt für Munitionsgürtel sowie Taschen für Granaten. Das ruhige Anschleichen im zirpenden Dickicht, damit die Tiere nicht aufgeschreckt auseinander stieben, ist wahnsinnig stimmungsvoll und macht unheimlich Spass. Störend sind auf Konsolen das Tearing, die niedrige Bildrate sowie sehr spät auftauchende Häuser und Detaildarstellungen der Bäume. Optisch wird sehr viel geboten, zuviel für die betagte Hardware. Stimmungsvolle Tag-/Nachtwechsel sind ebenso eindrücklich dargestellt wie die riesigen Inseln. Auf dem PC erst ist die ganze Pracht des Spiels ersichtlich, potente Hardware vorausgesetzt. Am PC ist das Bild nicht nur schärfer, sondern auch deutlich ruhiger. Selbst die Steuerung reagiert auf Konsole etwas träger als mit demselben Gamepad am PC. Das eigentliche Problem ist allerdings kein grafisches, sondern ein spielerisches. Denkwürdig ist vielmehr, dass Jason die offene Welt als Werkzeug seiner Entwicklung zum Krieger schon nach wenigen Stunden nicht mehr benötigt. Dann ist er nämlich längst mächtig genug, um es selbst mit stark bewachten Piratenlagern aufzunehmen. Die benötigten Tiere sind schnell erlegt und sowohl Erfahrungspunkte als auch Geld werden ihm geradezu hinterher geworfen. Wozu soll er eine stilvoll inszenierte Pokerrunde starten, wenn er tausende Dollar besitzt? Wozu beim Messerwerfen ein paar Münzen schinden? Das weitläufige Paradies wird zur wertlosen Spielwiese. Klar, wer es auf alle Achievements abgesehen hat, der wird so manche zusätzliche Stunde auf der Insel verbringen können, für den Haupstrang der Story ist es jedoch überflüssig, dafür ist die Charakterentwicklung viel zu zügig. Ubisoft opfert eine glaubwürdige Welt der Maxime, dass jeder Spieler immer und überall alles machen kann, was ihm beliebt. So entsteht kein Abenteuer, respektive so wird viel von der einmaligen Stimmung eines Far Cry 1 oder Crysis 1 kaputt gemacht. Sogar Nebenmissionen, die kleine Geschichten erzählen, bestehen meist aus dem simplem „lauf zur Markierung A und töte Person B“ Schema. Der spielerische Kern, nämlich die Stealth-Elemente und die knallharten Schusswechsel, bringt das Spiel überzeugend rüber! Die Piraten sind aufmerksam, schlagen aber erst nach kurzer Reaktionszeit Alarm und suchen dann geschickt die Umgebung ab. Jason kann sie mit kleinen Steinen auf die falsche Fährte locken und erhält später die Fähigkeit, Leichen nach einem Takedown zu verstecken. Die Umgebung lässt sich eindrucksvoll als Verbündeter nutzen. Steckt man die Fauna in Brand, sind die Wachen abgelenkt und lassen sich einfacher umlegen. Tiere in Rage sind ebenfalls nicht zu unterschätzen, als Verbündete aber auch als Feinde. Fazit: Vieles macht Far Cry 3 richtig. Brachiale Action, eindrückliche Optik, gewaltige Umgebungen. Die Charakterentwicklung und Storyline hätte jedoch besser umgesetzt werden können. Hier hätte man bei Bioshock oder Far Cry 1 ein bisschen mehr abschauen dürfen. Trotzdem greifen Shooter-Fans ausnahmslos zu!

  • The(G)net Review: Eternal Sonata

    Oktober 1849, in der der im Sterben liegende Frédéric Chopin seinen letzten Traum träumt.

  • The(G)net Review: Enemy Territory: Quake Wars

    Quakewars, Enemy Territory ist eine Multiplattformentwicklung welche sich schon auf dem PC immer wieder verspätete. Wir Konsoleros mussten nochmals 6 Monate auf den Titel warten. Hat sich die lange Wartezeit gelohnt? Enemy Territory, dieser Titel steht für gnadenlos gute und taktisch sehr ausgeklügelte Multiplayer Gefechte! Der neuste Ableger führt uns in Quake Universum. Ihr kämpft wahlweise auf Seiten der Menschen, GDF, oder der Strogg. Beide Mannschaften bieten je fünf Charakterklassen, die sich ein wenig, aber nicht sehr von ihren Gegnern unterscheiden - beide bieten Soldaten, Sanitäter oder Techniker, lediglich deren Spezialfähigkeiten weisen spürbare Differenzen auf. Alle aus den Quake Spielen bekannten Waffen und Goodies sind hier spielbar, mit allen Vor- und Nachteilen. Ziel im Spiel ist es verschiedene, taktisch wichtige Punkte auf einer grossen Karte einzunehmen und sich so Stück für Stück an den Kern des Reaktors vorzukämpfen. Die Aufträge bauen aufeinander auf, wobei nur spezielle Klassen spezielle Missionen erfüllen können. Nur der Agent kann z.B. Hacken, nur der Techniker kann Dinge aufbauen. Diese interessante Levelstruktur ist motivierend und hebt sich deutlich vom üblichen Flaggensammeln ab, setzt aber mehr als alles andere ein Team voraus, das nicht nur möglichst viele Punkte in der Endabrechnung sehen will. Besonders gute Spieler werden für gelungene Aktionen oder erfüllte Missionsziele mit Erfahrung belohnt, die letzten Endes in Auszeichnungen mündet. Das mag die Fähigkeit zum besseren Sprint oder eine besonders durchschlagskräftige Waffe sein. Enemy Territory war Vorreiter der Klassen-basierenden Multiplayer Shooter, ist in der Entwicklung jedoch irgendwo stehen geblieben. Seit Battlefield 2 wissen zumindest PC Spieler, dass dies auch mit ein wenig mehr Action und Spannung vonstatten gehen kann. So auch in Quake Wars. Wollt ihr eure geplagten Sohlen schonen, habt ihr die Wahl unter 13 Vehikeln von Jetpacks über flitzige Speedbikes bis hin zu dicken Mechs, die meisten davon bieten Platz für mehrere Spieler. Bekommt ihr nicht genug Kameraden aus Fleisch und Blut zusammen, könnt ihr auch Bots mitspielen lassen, die aber leider als Teamkameraden nicht viel taugen. In Sachen Bewaffnung bietet QW mit Railgun, Nailgun, dicke MGs, Plasmagranaten oder einem Raketenwerfer mit Zielerfassungssystem bekannte Standards. Die Strogg Wummen haben einen grossen Nachteil, wird gezoomt gibt es einen kurzen "Verschwimmeffekt" der zwar hübsch anzusehen ist, euch jedoch beim Kampf Strogg gegen Mann den oft entscheidenden Nachteil einbringt. Kommen wir zur Technik, und machen wir's kurz: Quake Wars ist hässlich. Schon auf dem PC war das Spiel nicht gerade eine Augenweide, auf den Konsolen sind die Texturen teilweise erschreckend niedrig aufgelöst, die Animationen ruckeln und die Effekte sind schlicht peinlich. 360-Spieler haben es trotzdem noch gut, denn auf der PS3 gesellt sich noch ein spürbares Dauer-Ruckeln hinzu, sobald mehrere Fahrzeuge im Bild sind. Zusätzlich sind die Ladezeiten auf beiden Plattformen sehr lang. PS3-Fragger sind in dieser Hinsicht sogar doppelt gestraft, müssen sie doch vor Spielbeginn erstmal vier GB auf ihrer Platte frei machen. Habe ich den Titel auf dem PC durchaus gerne ab und zu gespielt, so hält mich auf der Konsole das Spiel keine 30 Minuten vor dem TV. Die Anzahl der möglichen Spieler wurde mit 16 Kontrahenten eben mal halbiert, es gibt weniger Personalisierungsmöglichkeiten sowie immer wieder auftretende Lags in allen Online-Modi. In den Vehikeln fehlt ausserdem eine Egoperspektive. Immerhin haben die Entwickler der PS3-Version einen soliden Serverbrowser spendiert, anderweitig werdet ihr einfach in das erstbeste Spiel geworfen, das würdig erscheint. Dafür müsst ihr hier mit einem unnötig fummeligen Charaktermenü leben, in dem die Wahl der Fraktion, der Klasse und der Ausrüstung auf Trigger, Bumper und das Digipad verteilt ist - sehr viel umständlicher geht's tatsächlich kaum. Immerhin bekommt ihr auf allen Plattformen je nach Systemeinstellung solide deutsche oder englische Sprachausgabe sowie gute Rumble-Effekte. Fazit: Enemy Territory: Quake Wars ist eine einzige Enttäuschung. Nicht wenige Quake-Fans haben sich sehr auf den Titel gefreut und werden hier einfach masslos enttäuscht sein! Die Karten sind viel zu gross für nur 16 Spieler. Lags versauen einem die Freude komplett und als Krönung von dem ganzen, sieht das Spiel auch noch hässlich aus. Wartet lieber auf Bad Company.

  • The(G)net Review: F.E.A.R. 2 Project Origin

    Seit Call of Duty 4 sollte zur Langzeitmotivation einfach ein XP-System mit eingebaut werden.

  • The(G)net Review: Euro Sport Winter Stars

    Was früher RTL war, ist heute Euro Sport. Ansonsten hat sich am launigen Wintersport Vergnügen nicht viel geändert. Was die 2011er X360-Auflage der Winterspiele zu bieten hat, haben wir uns angesehen. Kinect Kinect Kinect - bei einem Multiplattform-Titel muss selten die Testkonsole derart markant erwähnt werden wie hier im Einleitungstext geschehen. Die Liste der Spieleankündigungen vor kurzem liess uns Spieler aufhorchen. Nicht etwa, weil sich unzählige potentielle Hits und Kassenschlager darin befanden, sondern weil das Wort „Kinect“ allgegenwärtig war. Wohin man blickt Kinect. Sei es Star Wars Kinect oder Forza 4 Kinect. Bewegungsfreudige Spieler werden sich ab solcher Meldungen freuen, haben sie doch jetzt einen passablen Grund, die sportlichen Aktivitäten in die eigenen vier Wände zu verlagern. Ernsthafte Videospieler sehen diesem Fakt aber immer skeptisch entgegen. Speziell nach dem mittlerweile verflossenen, anfänglichen Hype rund um die Bewegungserkennung von Microsoft. Den Vogel schiesst nun Entwickler 49games ab. Bekannt geworden durch die RTL Wintersport Spiele haben die Jungs sich und vor allem deren Spiele wahrlich weiterentwickelt. War der Spass im Schnee erst noch eine mehrheitlich lizenzgetragene Sache, beworben im Privatfernsehen, entwickelte sich die Serie zu einer immer ernstzunehmender werdenden Sportspiele-Sammlung. So eigentlich auch die Winter Stars. Zumindest bei der Konsolenkonkurrenz aus dem Hause Sony. Dort wird zwar ebenso der Move-Kontroller unterstützt, aber wie geschrieben: „Unterstützt“. Da wir hier die Xbox 360 Version vor Ort haben, wird auch jene getestet, nicht unbedingt zum Vorteil des Spiels. Lange Rede kurzer Sinn: Die Eurosport-Lizenz ist auf der Xbox 360 ausschliesslich mit dem Sensor steuerbar. Das erspart eine Menge an Text, den man ansonsten durchaus hätte erwähnen können. Für Playstation 3 Besitzer: Die Steuerung mit dem PlayStation Pad geht gut von der Hand. Die verschiedenen Wintersport Disziplinen sind abwechslungsreich und fordern. Der Multiplayermodus lässt uns zu viert vor die Konsole und der Karrieremodus ist überraschend unterhaltsam, was bei Spielen dieser Art leider viel zu selten der Fall ist. Nur testen wir hier halt die Xbox 360-Version des Titels. Hier ist die Steuerung der elf Sportarten nur noch anstrengend, ungenau und deutlich verzögert. Immer noch fahren wir im Bob, mache eine alpine Abfahrt oder üben uns im Biathlon. Neu ist Paraski sowie das allseits beliebte Curling. Letzteres mag sich langweilig anhören, ist es aber nicht. Das hat 1998 bereits Konami mit Nagano Winter Olympics bewiesen. Ich erinnere mich, wie wir damals bis zum drohenden Sonnenaufgang um Punkte gekämpft haben. Genug des Abschweifens, zumal wir hier wie schon erwähnt, keinen Analogstick zur Verfügung haben, geschweige denn Buttons. Jede Sportart erfordert Bewegung in irgendeiner Form vom Spieler. Wäre die Abfrage punktgenau und die Bewegungen besser umgesetzt; ok – sind sie aber nicht. Dass der Multiplayer Modus Kinect üblich nicht mehr als zwei Spieler gegeneinander antreten lässt, tut sein Übriges. Was bleibt ist ein audiovisuell sauberes Produkt mit üblen Steuerungsmacken. Jene kriegen wir zum Ende hin in den Griff, indem die simpel-Steuerung aktiviert wird – womit ein typisches, anspruchsloses Casual-Game übrig bleibt. Fazit: Nein danke, so nicht. Ich hoffe eindringlich, dass Microsoft zukünftig von dieser Kinect-only-Geschichte ablässt. Dieses Paradebeispiel zeigt, dass die altgediente Pad-Steuerung in den meisten, wenn nicht allen Fällen, schlicht die bessere Lösung ist. Alternativ eine Fuchtel- und Schwingsteuerung anzubieten geht in Ordnung, aber doch nicht auf Kosten der „normalen“ Eingabemöglichkeit. So schlagen die Winter Stars in dieselbe Kerbe wie all die UbiSoft-Sporttitel mit Kinect-Unterstützung: Belanglose Spieleabfolgen die in einem App Store für knapp zwei Franken besser aufgehoben wären - zu Recht.

  • The(G)net Review: Fable Anniversary

    Happy Birthday liebes Fable, in diesem Jahr wirst Du zum Teenager. Vor ziemlich genau zehn Jahren bescherten uns die Lionhead Studios den ersten Teil der mittlerweile zur Trilogie aufgestiegenen Serie. Ein guter Grund für eine runderneuerte Geburtstagsausgabe, oder? 2004 bzw. in der Zeit vor des ersten Fable-Releases überhäufte der gute Peter die Gaming-Community mit Vorschuss-Lorbeeren. Sollte es sich doch bei dem einzigartigen Action-Adventure um eine noch nie dagewesene Spiele-Erfahrung handeln. Der Spieler würde in eine neue Hemisphäre der Videospiele katapultiert und auf Wolken schwebend Herrn Molyneux für dessen Ideenreichtum danken. Keine Frage, bei Fable handelte es sich schon damals um ein gelungenes bis gutes Spiel mit zeitgemässer Grafik und, das war relativ neu, mannigfaltigen Entscheidungsmöglichkeiten für gut oder eben böse. Je nachdem, wie sich der Spieler in unterschiedlichen Spielsituationen entscheidet, verändert sich das Ansehen des Haupt-Protagonisten in Albion, der farbenprächtigen Fable-Welt. Unzählige gute Taten führen dazu, dass sich die Einwohner des Ländchens mit Lobeshymnen um Euch scharen, zu viele fiese Schandtaten lassen die KI-Bevölkerung ein skeptisches bis ängstliches Auge auf den Ritter der Dunkelheit werfen. Gelegenheit zu den Pro/Contra Entscheidungsfindungen erhält der namenlose Rächer bzw. Schurke in über das ganze Spiel verteilten Quests. Jene reichen vom einfachen Begleitschutz bis hin zur Rettung des ganzen Königreiches. Mit stetigem Vorankommen wird nicht nur die Familien-Hintergrundgeschichte entschlüsselt, auch verschiedenfarbige Experience-Points gilt es zu verteilen. Aufgerüstet wird die Kunst der Magie, die Bogen-Technik oder schlicht der Nahkampf verfeinert. Das Levelsystem und die sich um den (Anti-) Helden verändernde Welt wusste schon vor zehn Jahren zu überzeugen. Um das noch nie dagewesene Spielegefühl, wie von Molyneux prognostiziert, handelte es sich leider nicht. Letztendlich wurde die Marke bekannt und führte zu zwei Fortsetzungen, Grund genug Teil eins der Serie gehörig auf zu hübschen. Insbesondere optisch hat sich Fable gemacht. Die Texturpracht zeigt schnell, dass wir nicht mehr das Xbox Original eingelegt haben. Eine deutlich hübschere Umgebung und zeitgemässe Texturen wohin das Auge reicht. Komplett umprogrammiert wurde das Geschehen aber nicht: Die Bewegungsabläufe wirken noch genauso holprig wie früher und zeigen, dass es sich eben doch „nur“ um ein Remake handelt. Das Handling wurde übrigens marginal verbessert und auf den immer noch nicht perfekten, wenn auch ein wenig besseren Stand der Nachfolger gebracht. Fazit: Wie sinnvoll es sein mag, ein erst 10 Jahre altes Spiel bereits zu runderneuern und mit HD Grafiken zu versehen, darüber lässt sich sicherlich streiten. Finanziell dürfte es Sinn genug geben: Das zeigen die zahlreichen Vorleger anderer mehr oder minder bekannter Spielserien. Und Grafik-Remakes gab es bereits zu seligen Sierra Grafik-Adventure Zeiten. Fans von Fable dürfen zugreifen, sofern es sie nicht stört, die unveränderte und somit bereits bekannte Geschichte nochmals zu erleben. Das Spiel ist durchaus gut gealtert: Fable Neueinsteiger riskieren einen Blick, Spass macht es auch noch heute – zumal der Retail-Preis in tieferen Regionen angesiedelt wurde.

  • The(G)net Review: Fable II

    Eines der meist erwarteten Spiele dieses Jahres findet endlich seinen Weg auf unsere heimische Xbox 360. Populous Schöpfer Peter Molyneux stellt euch erneut vor die Wahl einen Weltverbesserer zu mimen oder euch als Landplage an den Bewohnern von Albion auszulassen. Wie im Vorgänger, beginnt ihr euer Heldentreiben als Kind. Diesmal habt ihr jedoch die Auswahl das Abenteuer als Mädchen oder als Junge zu meistern, was den Spielverlauf bis auf ein paar kleine Unterschiede jedoch nicht anders gestaltet. Bewaffnet mit einem Holzschwert und behangen von zerlumpten Kleidern werdet ihr in mit einem netten Tutorial in die Welt von Fable 2 eingeführt. Euer älteres Geschwister führt euch dabei durch die Gassen von Bowerstone, eine Stadt welche ihr im Verlauf vom Spiel immer wieder besuchen werdet. Während ihr mit der Steuerung vertraut gemacht werdet, gibt es auch schon die moralischen Aspekte von Fable 2 zu erforschen. So könnt ihr beispielsweise einem Dorfbewohner helfen die Käfer in seinem Lagerhaus zu beseitigen um ein Goldstück zu verdienen oder aber auch das ganze Inventar des Lagers zu Klump hauen, um den selben Lohn von einem, dem Lagerbesitzer nicht gut gesinnten, Verbrecher einzuheimsen. Nach der Dramatischen Einführung, in welcher ihr euer älteres Geschwister an den bösen Lord Lucien verloren habt und dabei mit einem blauen Auge davon gekommen seid, beginnt ihr euer eigentliches Heldendasein. Und als ein solcher müsst ihr euch natürlich sogleich im Kampf beweisen. Mit Nahkampfwaffen, Schusswaffen sowie mit Zaubersprüchen kann man seinen Widersachern einheizen. Für Abwechslung ist dafür reichlich gesorgt, denn euer Arsenal reicht vom Schwert zum Hammer, über eine Donnerbüchse bis zum Energiestoss à la Star Wars. Im Grunde genommen könnte man sich mit einer Axt allein durch die gegnerischen Horden hacken. Geschosse und Zaubersprüche sind aber ebenfalls sehr praktisch und bieten einem geübten Kämpfer deutlich mehr Möglichkeiten. Nachdem ihr eure ersten Gegner hinter euch gelassen habt, werdet ihr schon bald in einer Stadt ankommen. Dort gibt es eine völlig andere Seite von Fable 2 zu entdecken. Mit sogenannten „Gestures“ ist es euch möglich mit allen Bewohnern von Albion zu interagieren. Ob ihr eure Landsleute mit einem Tänzchen belustigt oder mit einem Fingerzeig und schallendem Gelächter verhöhnt ist dabei vollkommen euch überlassen. Überhaupt ist ein Dorf oder eine Stadt ein riesengrosser Spielplatz um euch als Held oder als Bösewicht profilieren zu können. Ihr wollt euren Ruf ruinieren? Nichts leichter als das! Brecht einfach in abgeschlossene Häuser ein und klaut alles was nicht niet- und nagelfest ist. Es wird nicht lange dauern bis euch ein Bewohner bemerkt und euch verpfeift. Ein Ordnungshüter wird dann auch bald erscheinen um euch dingfest zu machen. Aber anstatt euch anzuhören, was dieser zu sagen hat, geht es viel schneller ihm einen Feuerball ins Gesicht zu werfen und über seine Leiche zu steigen. Am besten schnappt ihr euch nun noch den Typen der euch angezeigt hat und ohrfeigt ihn bis er vor Angst davonrennt. Falls euch dann die anderen Bewohner des Dorfes mit ihren Buhrufen nerven, metzelt ihr am besten die ganze Bevölkerung nieder. Auf diese Weise, könnt ihr sicher sein, dass die meisten Bewohner Albions bei eurem blossen Anblick das Weite suchen werden. Falls ihr es gemächlicher angehen wollt, könnt ihr beim ortseigenen Dorfschmied einige Goldstücke mit ein paar gut gezielten Hammerschlägen verdienen. Nach getaner Arbeit verwöhnt ihr die Ansässigen Leute mit einem Konzert auf eurer Laute und gebt einer Dame, der das Konzert besonders gefallen hat ein nettes Geschenk. Nachdem ihr das Herz der eben genannten Meid mit ein paar weiteren Gesten erobert habt, schliesst ihr den Bund des Lebens und kauft euch ein nettes Häuschen am Fluss. Nach einem Schäferstündchen, wahlweise mit oder ohne Kondom, kann es auch schon mal vorkommen, dass der Storch euch eine Überraschung vorbeibringt. Eure guten oder bösen Aktionen spiegeln sich sogar in eurem Aussehen wieder. Ihr seht also, dass ihr in Fable 2 über unzählige Möglichkeiten verfügt euren Taten Ausdruck zu verleihen. Neben diesen für die Story völlig irrelevanten Interaktionen, werdet ihr mit Quests bei der Stange gehalten. Meist werdet ihr diese Aufgaben mit Hilfe eurer Kampfkünste lösen können. Beispielsweise müsst ihr den Anführer einer Verbrecherbande beseitigen oder euch in einer Kampfarena bis zum Champion mausern. Aber auch hier gibt es ganz interessante Abwechslungen zu erforschen. So könnt ihr einer Archäologin bei ihren Grabungen zur Seite stehen oder euch als Model für eine Statue zur Verfügung stellen. In den Geschichts-Quests, gilt es Schritt für Schritt den Mörder eures älteren Geschwisters, den bösen Lord Lucien, aufzuhalten und an ihm Rache zu nehmen. Im Verlauf des Spiels werdet ihr immer mehr Erfahrungspunkte, Gold und Ausrüstungsgegenstände aufnehmen. Mithilfe der Erfahrungspunkte könnt ihr euren Charakter in den drei Kampfattributen, Nahkampf, Schusswaffen und Magie verbessern. Diese Upgrades wirken sich auf das Aussehen eures Charakters aus. Je nach Verbesserung wird der Körperbau grösser oder kräftiger gemacht. Übrigens müsst ihr auch bei der Ernährung auf die Linie eures Alter-Egos achten. Gold regiert auch in Albion die virtuelle Welt. So könnt ihr euch neben Waffen und Ausrüstungsgegenständen auch Kleider, Esswaren oder aber auch Immobilien kaufen. Ihr habt die Möglichkeit ganze Dörfer inklusive aller Läden oder Schlössern zu erwerben. Die Besitztümer lassen sich für eure eigenen Zwecke benutzen, können aber auch gewinnbringend vermietet werden. Für die Eitlen unter euch, könnt ihr euer Geld für das Aussehen eures Protagonisten bei Barbieren, Schneidern oder selbst im Tatoostudio ausgeben. Doch aufgepasst, sogar euer Aussehen beeinflusst euer Umfeld. Die grösste Neuerung gegenüber dem Vorgänger ist ein vierbeiniger Freund, der euch von Kindesalter an begleitet. Euer Hund kann mithilfe von Trainingsbüchern im Kampf sowie im Schätze suchen ausgebildet werden. So spürt er am Wegrand gelegene Verstecke auf oder stürzt sich auf eure Widersacher. Euer Pelzknäuel ändert sein Aussehen passend zu seinem Meister. Wandert ihr auf dem Weg der Tugend habt ihr einen strahlend weissen Vorzeigebello an eurer Seite. Falls ihr euch für die dunkle Seite entscheidet, trottet ein regelrechter Höllenköter um euch herum. Bei der visuellen Präsentation haben die klugen Köpfe bei Lionhead aus den Vollen geschöpft. Wundervolle Lichteffekte füllen den Bildschirm bei euren Zaubersprüchen und die ganze Umgebung wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Eine Grafikreferenz ist Fable 2 sicher nicht, jedoch muss sich das Spiel sicherlich nicht hinter anderen Genrevertretern verstecken. Spielerisch hat Fable 2 die grössten Einbussen zu verbuchen. Die Steuerung ist zwar solide und man kann das Spiel durchaus ohne Problem durchspielen, jedoch wirken die Eingaben immer etwas ungenau und schwammig. Ein anderes Manko ist der Online-Kooperationsmodus. Über Xbox-Live könnt ihr eure Freunde aus dem Internet in „euer“ Albion einladen und das Land gemeinsam erkunden. Doch leider verkommt der Besucher dabei zu einem Statisten und kann praktisch nichts anderes tun, als dem Gastgeber im Kampf beizustehen. Der Soundtrack des Spiels ist sehr dezent gehalten, passt aber perfekt in die Welt von Fable 2 hinein. Den Entwicklern ist eine sehr gut abgemischte Kombination zwischen der Musik und dem Geschehen auf dem Bildschirm gelungen, welche während des Spielens eine sehr dichte Atmosphäre schafft. Fazit: Nach einer kurzen Einfindungszeit hat mich das Spiel in seinen Bann gezogen und danach nicht mehr losgelassen. Die Atmosphäre und die wirklich beeindruckenden und witzigen Möglichkeiten im Spiel, lassen locker über die etwas langen Ladezeiten und die schwammige Steuerung hinwegsehen. Das Fantasyepos ist ganz bestimmt ein Musthave für alle Fans des Action-Adventure-Genres. Fable 2 tritt direkt in die Fussstapfen seines Vorgängers, nur hat das Spiel in allen Bereichen einige Schuhnummern zugelegt.

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