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- The(G)net Review: Deus Ex: Human Revolution
Detroit liegt in Trümmern. Die Kluft von Arm und Reich wird zunehmend grösser, immer mehr verlassen die Industrie-Metropole aufgrund mangelnder Arbeitsplätze und einer vergleichsweise hohen Kriminalitätsrate. Nicht nur das Startszenario von Deus Ex, leider auch immer mehr tragische Realität. Trotzdem hat die Zukunft noch einiges mehr zu bieten. Vor mehr als einem Jahrzehnt begeisterte Kult-Designer Warren Spector die PC-Spieler mit einem Egoshooter, der noch viel mehr sein wollte als nur plumpes Zukunftsballern. Schiessen oder schleichen, das war die Devise. Egal welches Ziel wartete, das Spieldesign erlaubte immer mehrere Herangehensweisen. Diese spielerische Seltenheit sowie die ausgezeichnete Story hievten Ion Storms Spiel in den Olymp der ganz grossen Titel – und hinterliess ein schwer zu erreichendes Erbe. Eine Dekade später füllt Deus Ex – Human Revolution die Regale von Media Markt und Co. Die Erwartungshaltung ist hoch und gleich vornweg: Sie wurde grösstenteils erfüllt. Human Revolution, eine Art Prequel zum ersten Teil, bündelt dessen Stärken zu einem erneut einzigartigen Videospielerlebnis. Und das nicht zuletzt wegen der kalten Atmosphäre welche durch einen stetigen Grafikfilter untermauert wird. Das Artdesign ist speziell und passt wunderbar zum präsentierten Cyberpunk. In naher Zukunft lassen sich die Leute via Biomod zu besseren Menschen aufmotzen, wenigstens körperlich. Ein 3-Meter Sprung dank bester Robotik-Beine oder einen Getränkeautomaten aufheben mittels Stahl-verstärkter Arme, alles ist möglich. Selbst durch Wände sehen oder das Gegenüber aufgrund dessen Stimme direkt im Gespräch zu analysieren und die schlagkräftige Antwort gleich nachzuliefern, alles kein Problem. Diese Modifikationen kann sich selbstverständlich beileibe nicht jedermann leisten und führen so umso mehr zu einer gesellschaftlichen Kluft die immer grösser wird. Nicht zuletzt, weil die körperlichen Veränderungen bei nicht idealer genetischer Voraussetzung abgestossen werden und zwingend eine andauernde medikamentöse Behandlung erfordern – welche sich wiederum ebenfalls nur die gut Betuchten zu leisten im Stande sind. Unser Glück, dass Jensen von seinem Boss mit diversen Modifikationen ausgestattet wurde und die nahezu perfekten genetischen Bedingungen mitbringt. Ohne Biomods würde es kaum möglich sein, der riesigen Verschwörung auf die Schliche zu kommen. So schleichen wir uns vorübergehend unsichtbar von Deckung zu Deckung an den patrouillierenden, meist gut bewaffneten Gegnern vorbei. Hat Jensen gerade keine Lust, den nächsten Lüftungsschacht oder die freistehende Hintertür zu suchen, funktioniert auch Variante Brachialgewalt. Via Handfeuer oder Fernschusswaffe werden die Gegner ebenfalls auf die Bretter geschickt. Waffenpurristen motzen ihr Schiesseisen mit diversen Zusätzen auf und zielen danach via Laservisier oder verleihen dem guten Stück mehr Durchschlagskraft. Obschon praktisch jeder über den Haufen geschossen werden kann, muss im gesamten Spiel – mit Ausnahme der Endgegner – kein einziger Feind ins Totenreich geschickt werden. Betäubungspfeile oder ein gezielter Schlag auf den Hinterkopf sind nicht zu unterschätzen. Dass die bewusstlosen Körper danach weggeschafft werden sollten, versteht sich von selbst. Idealerweise durchsucht man deren Klamotten noch nach nützlichen Credits, Munition oder Passwort-Hinweisen. Im Verlauf des Spiels wird unser zu Beginn (zumindest für uns Spieler) noch ziemlich menschlich wirkender Hauptcharakter zu einer RoboCop-Inkarnation. Mit dem Lösen von Haupt- und Nebenmissionen sowie dem Entdecken von versteckten Wegen oder dem Hacken von Rechnern erhalten wir stetig Erfahrungspunkte. Ist ein neuer Level erreicht, gehen wir mit den Punkten shoppen und erweitern den gestählten Körper mit netten Gadgets. Spätestens hier setzt der vielzitierte Suchtfaktor immer mehr ein. Die Entscheidung, was als nächstes aufgelevelt werden soll fällt schwer, bis auf die Batterie-Erweiterungen macht alles Lust auf mehr. Erhöhen wir unsere Hackerfähigkeiten, die Tragkapazität – sprich die begrenzte Inventargrösse oder lassen wir uns zukünftig schmerzfrei von hohen Distanzen fallen? Apropos Hacker: Diese Fähigkeit sollte keinesfalls missachtet werden. In der nahen Zukunft werden Tore, Computer und Safes nur zu oft mit einem elektronischen Schloss versehen. Haben wir das zugehörige Passwort nicht zuvor entdeckt, muss die Datenschleuder gehackt werden. Im folgenden kurzweiligen Minispiel werden verschiedene Knoten miteinander verbunden, bevor das Sicherheitssystem den Hack zu erkennen vermag. Selbstverständlich bewegen wir unseren Roboter-Hintern auch mal aus Detroit raus, grafisch bleibt sich das Spiel insgesamt aber ziemlich treu. Das Leveldesign ist zwar immer herausragend, aber auch immer ähnlich aufgebaut. In einem grösseren Städte-Hub suchen wir uns den besten Weg zum Ziel der zuvor aufgegabelten Mission. Garniert wird das Ganze mit grafisch faden Labor und Lagerkomplexen. Dass im Jahr 2027 an jeder Ecke Kisten-Müll rumliegt ist so neu nicht, schliesslich geht’s in der Black Mesa Station nicht anders zu und her. Obschon Deus Ex audio-visuell gefällt, werden keine neuen Standards gesetzt. Im Gegenteil, die Gesichter wirken doch sehr steril und spätestens nach L.A. Noire völlig veraltet. Dafür läuft das Spiel flüssig über den Screen und die (dennoch zu langen) Ladephasen stören nur bei einem Ableben erheblich. Die Musik dagegen passt wie die Faust aufs Auge und der zugehörige Soundtrack ist herausragend. Fazit: Deus Ex hält, was es verspricht. Kenner des Originals hätten sich dennoch die eine oder andere wesentliche Neuerung gewünscht. Fürs Auge bietet Eidos jüngster Spross gerade mal das Mindeste; sowohl Gesichter wie auch die Animationen wirken aber unecht. Von der Gegner-KI lebt der Titel auch zu keiner Zeit und lebendigere, möglicherweise sogar farblich interessantere Städte wären schön gewesen. Was bleibt ist aber trotz allem ein technisch solider Titel, der in erster Linie Spass macht, und das nicht wenig. Human Revolution ist seit langem wieder mal ein Spiel, das Entscheidungsfreiheit nicht nur suggeriert, sondern effektiv ermöglicht. Kaufen, spielen und in ein Szenario eintauchen, das leider viel zu selten aufgegriffen wird.
- The(G)net Review: Die Sims 3
1989 hat Will Wright eine Städte-Simulation erschaffen, die heute noch in aller Munde ist. Noch mehr Micromanagement gibts bei den Sims. Seit einer ganzen Weile ist der dritte Teil der Serie auf für den PC erhätlich, mit ein wenig Verspätung jetzt auch für die XBox 360 – und ebenso gut spielbar? Wahrlich genial, die Idee von Herr Wrights eine Stadt von Grund auf zu bauen und sich der Probleme der Einwohner zu widmen. Noch tiefer ins Detail ging man im Jahr 2000 mit The Sims. Nicht die gesamte Stadtbevölkerung interessiert uns, sondern ausschliesslich das Individuum selbst; der Stadtbewohner. Diese Idee entwickelte sich zu einem Produkt, das noch einmal mehr Anhänger fand. Nicht jeder ist Bürgermeister, aber wirklich jeder hat einen mal einfacheren, mal beschwerlicheren Alltag zu meistern. Was liegt da näher, als eben jenen zu simulieren? Dabei geht es erneut darum, die Wünsche eines Sims nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen. Zuvor wird dieser Sim erst mal erstellt. Alleine mit der Erstellung des Sims, ganz nach den eigenen Vorlieben, könnte man Stunden verbringen. Vom Geschlecht, über Aussehen bis hin zu den ganz eigenen Charaktereigenschaften und Lebenszielen darf man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Speziell das zu Beginn festgelegte Verhaltensmuster sowie die Träume und Wünsche des Sims, beeinflussen das kommende Spiel massgeblich. Ein aggressiver Banker verhält sich anders und wird sich in anderen Situationen wiederfinden als ein verwahrloster Casanova. Je nach getätigten Einstellungen wird der Sim sich im Haushalt, im Job und im direkten Kontakt mit der Nachbarschaft anders verhalten und mehr oder weniger Erfolg in den ihm gestellten Lebenslagen haben. Die Grundvoraussetzung für ein fröhliches (oder eben eher tristes) Dasein ist mit Sicherheit die Behausung. Jene wird ebenfalls zu Spielbeginn in einem umfangreichen Editor erstellt. Ob hübscher Garten, Pool, Villa oder Bunker, alles ist möglich – sofern es sich mit dem Finanzhaushalt vereinbaren lässt. Selbstverständlich bauen wir im Verlauf des Spiels nach Wunsch kräftig aus (oder reissen ein). Da das Startkapital erwartungsgemäss kein Bill Gates-Vermögen ist, begnügen wir uns mit Opas Fernseher und lassen den Flat-Screen erst mal im Einkaufsregal stehen. Beginnt unser Sim seinen ersten Tag in der neu erstellten Wohnung, ist es uns frei überlassen, wie viel und wie oft wir eingreifen und helfend zur Seite stehen. Im Verlauf des Sim-Lebens verbessern wir dessen Eigenschaften in diversen Bereichen. Wollen wir endlich die Nachbarschaft besser kennenlernen – eventuell sind wir auf der Suche nach einer passenden, zukünftigen Ehefrau – veranstalten wir eine hübsche Party und laden die Jungs und Mädels ein. Wer weiss, eventuell steht schon bald der Nachwuchs vor der Tür, der die täglichen Pflichten und Aufgaben des Sims sicher nicht kleiner machen wird. Erfüllen wir Träume oder erledigen gestellte Aufgaben, gibt es Karmapunkte. Jene bringen eine gute Portion Würze in den Alltag. So wird unser Möchtegern-Truman befristet zum Donald-Pechvogel-Duck oder aber ein wahrer Frauenschwarm. Selbst Geister lassen sich heraufbeschwören. Die gestellten Aufgaben ergeben einen dünnen roten Faden durch das simulierte Leben, erfüllen muss man jene aber keinesfalls. Die Kunst aller Sim-Spiele war schon immer die Kreativität, die man ausleben konnte. Bei Sims 3 ist das nicht anders; dem Spieler bieten sich Unmengen an Möglichkeiten und Freiheiten. Der Sim kann noch so verrückten Situationen ausgesetzt werden und dennoch geht es sowohl nach Hochs wie auch Tiefs immer weiter - eben wie im richtigen Leben. Zu guter Letzt sei noch ein Lob an die Jungs bei Maxis ausgesprochen: Die Steuerung wurde überraschend gut auf Konsole portiert. Selbstverständlich geht es mit der Maus immer noch leichter von der Hand, aber die Portierung hätte man viel besser nicht hingekriegt. Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit geht die Bedienung flott von der Hand. Technisch sieht es ein wenig schlechter aus als auf dem Rechner. Zeitweise, bei sehr vielen Sims auf dem Screen, ruckelt das Bild. Das ist aber nur ein kleiner Wermutstropfen für eine ansonsten sehr gelungene Umsetzung. Fazit: Die Sims überrollen die Xbox 360 mit einer riesigen Anzahl von Möglichkeiten. Egal was wir uns für unseren Sim wünschen - es steht uns frei, ihn damit zu belohnen oder gar zu quälen. Die kleinen technischen Mängel werden durch die hervorragende Anpassung auf Konsole wieder wettgemacht und schaden dem ansonsten erstklassigen Spielgefühl nur wenig. Einmal mehr sind leider die Ladezeiten ein (kleiner)Dorn im Auge. Immer eine gesunde Portion Experimentierfreudigkeit vorausgesetzt, wartet hier ansonsten das nahezu perfekte Sim-Spiel. Also raus aus dem Alltag und rein in den Alltag, es lohnt sich.
- The(G)net Review: F.E.A.R. 2 Project Origin
Seit Call of Duty 4 sollte zur Langzeitmotivation einfach ein XP-System mit eingebaut werden.
- The(G)net Review: Fable Anniversary
Happy Birthday liebes Fable, in diesem Jahr wirst Du zum Teenager. Vor ziemlich genau zehn Jahren bescherten uns die Lionhead Studios den ersten Teil der mittlerweile zur Trilogie aufgestiegenen Serie. Ein guter Grund für eine runderneuerte Geburtstagsausgabe, oder? 2004 bzw. in der Zeit vor des ersten Fable-Releases überhäufte der gute Peter die Gaming-Community mit Vorschuss-Lorbeeren. Sollte es sich doch bei dem einzigartigen Action-Adventure um eine noch nie dagewesene Spiele-Erfahrung handeln. Der Spieler würde in eine neue Hemisphäre der Videospiele katapultiert und auf Wolken schwebend Herrn Molyneux für dessen Ideenreichtum danken. Keine Frage, bei Fable handelte es sich schon damals um ein gelungenes bis gutes Spiel mit zeitgemässer Grafik und, das war relativ neu, mannigfaltigen Entscheidungsmöglichkeiten für gut oder eben böse. Je nachdem, wie sich der Spieler in unterschiedlichen Spielsituationen entscheidet, verändert sich das Ansehen des Haupt-Protagonisten in Albion, der farbenprächtigen Fable-Welt. Unzählige gute Taten führen dazu, dass sich die Einwohner des Ländchens mit Lobeshymnen um Euch scharen, zu viele fiese Schandtaten lassen die KI-Bevölkerung ein skeptisches bis ängstliches Auge auf den Ritter der Dunkelheit werfen. Gelegenheit zu den Pro/Contra Entscheidungsfindungen erhält der namenlose Rächer bzw. Schurke in über das ganze Spiel verteilten Quests. Jene reichen vom einfachen Begleitschutz bis hin zur Rettung des ganzen Königreiches. Mit stetigem Vorankommen wird nicht nur die Familien-Hintergrundgeschichte entschlüsselt, auch verschiedenfarbige Experience-Points gilt es zu verteilen. Aufgerüstet wird die Kunst der Magie, die Bogen-Technik oder schlicht der Nahkampf verfeinert. Das Levelsystem und die sich um den (Anti-) Helden verändernde Welt wusste schon vor zehn Jahren zu überzeugen. Um das noch nie dagewesene Spielegefühl, wie von Molyneux prognostiziert, handelte es sich leider nicht. Letztendlich wurde die Marke bekannt und führte zu zwei Fortsetzungen, Grund genug Teil eins der Serie gehörig auf zu hübschen. Insbesondere optisch hat sich Fable gemacht. Die Texturpracht zeigt schnell, dass wir nicht mehr das Xbox Original eingelegt haben. Eine deutlich hübschere Umgebung und zeitgemässe Texturen wohin das Auge reicht. Komplett umprogrammiert wurde das Geschehen aber nicht: Die Bewegungsabläufe wirken noch genauso holprig wie früher und zeigen, dass es sich eben doch „nur“ um ein Remake handelt. Das Handling wurde übrigens marginal verbessert und auf den immer noch nicht perfekten, wenn auch ein wenig besseren Stand der Nachfolger gebracht. Fazit: Wie sinnvoll es sein mag, ein erst 10 Jahre altes Spiel bereits zu runderneuern und mit HD Grafiken zu versehen, darüber lässt sich sicherlich streiten. Finanziell dürfte es Sinn genug geben: Das zeigen die zahlreichen Vorleger anderer mehr oder minder bekannter Spielserien. Und Grafik-Remakes gab es bereits zu seligen Sierra Grafik-Adventure Zeiten. Fans von Fable dürfen zugreifen, sofern es sie nicht stört, die unveränderte und somit bereits bekannte Geschichte nochmals zu erleben. Das Spiel ist durchaus gut gealtert: Fable Neueinsteiger riskieren einen Blick, Spass macht es auch noch heute – zumal der Retail-Preis in tieferen Regionen angesiedelt wurde.
- The(G)net Review: Fable II
Eines der meist erwarteten Spiele dieses Jahres findet endlich seinen Weg auf unsere heimische Xbox 360. Populous Schöpfer Peter Molyneux stellt euch erneut vor die Wahl einen Weltverbesserer zu mimen oder euch als Landplage an den Bewohnern von Albion auszulassen. Wie im Vorgänger, beginnt ihr euer Heldentreiben als Kind. Diesmal habt ihr jedoch die Auswahl das Abenteuer als Mädchen oder als Junge zu meistern, was den Spielverlauf bis auf ein paar kleine Unterschiede jedoch nicht anders gestaltet. Bewaffnet mit einem Holzschwert und behangen von zerlumpten Kleidern werdet ihr in mit einem netten Tutorial in die Welt von Fable 2 eingeführt. Euer älteres Geschwister führt euch dabei durch die Gassen von Bowerstone, eine Stadt welche ihr im Verlauf vom Spiel immer wieder besuchen werdet. Während ihr mit der Steuerung vertraut gemacht werdet, gibt es auch schon die moralischen Aspekte von Fable 2 zu erforschen. So könnt ihr beispielsweise einem Dorfbewohner helfen die Käfer in seinem Lagerhaus zu beseitigen um ein Goldstück zu verdienen oder aber auch das ganze Inventar des Lagers zu Klump hauen, um den selben Lohn von einem, dem Lagerbesitzer nicht gut gesinnten, Verbrecher einzuheimsen. Nach der Dramatischen Einführung, in welcher ihr euer älteres Geschwister an den bösen Lord Lucien verloren habt und dabei mit einem blauen Auge davon gekommen seid, beginnt ihr euer eigentliches Heldendasein. Und als ein solcher müsst ihr euch natürlich sogleich im Kampf beweisen. Mit Nahkampfwaffen, Schusswaffen sowie mit Zaubersprüchen kann man seinen Widersachern einheizen. Für Abwechslung ist dafür reichlich gesorgt, denn euer Arsenal reicht vom Schwert zum Hammer, über eine Donnerbüchse bis zum Energiestoss à la Star Wars. Im Grunde genommen könnte man sich mit einer Axt allein durch die gegnerischen Horden hacken. Geschosse und Zaubersprüche sind aber ebenfalls sehr praktisch und bieten einem geübten Kämpfer deutlich mehr Möglichkeiten. Nachdem ihr eure ersten Gegner hinter euch gelassen habt, werdet ihr schon bald in einer Stadt ankommen. Dort gibt es eine völlig andere Seite von Fable 2 zu entdecken. Mit sogenannten „Gestures“ ist es euch möglich mit allen Bewohnern von Albion zu interagieren. Ob ihr eure Landsleute mit einem Tänzchen belustigt oder mit einem Fingerzeig und schallendem Gelächter verhöhnt ist dabei vollkommen euch überlassen. Überhaupt ist ein Dorf oder eine Stadt ein riesengrosser Spielplatz um euch als Held oder als Bösewicht profilieren zu können. Ihr wollt euren Ruf ruinieren? Nichts leichter als das! Brecht einfach in abgeschlossene Häuser ein und klaut alles was nicht niet- und nagelfest ist. Es wird nicht lange dauern bis euch ein Bewohner bemerkt und euch verpfeift. Ein Ordnungshüter wird dann auch bald erscheinen um euch dingfest zu machen. Aber anstatt euch anzuhören, was dieser zu sagen hat, geht es viel schneller ihm einen Feuerball ins Gesicht zu werfen und über seine Leiche zu steigen. Am besten schnappt ihr euch nun noch den Typen der euch angezeigt hat und ohrfeigt ihn bis er vor Angst davonrennt. Falls euch dann die anderen Bewohner des Dorfes mit ihren Buhrufen nerven, metzelt ihr am besten die ganze Bevölkerung nieder. Auf diese Weise, könnt ihr sicher sein, dass die meisten Bewohner Albions bei eurem blossen Anblick das Weite suchen werden. Falls ihr es gemächlicher angehen wollt, könnt ihr beim ortseigenen Dorfschmied einige Goldstücke mit ein paar gut gezielten Hammerschlägen verdienen. Nach getaner Arbeit verwöhnt ihr die Ansässigen Leute mit einem Konzert auf eurer Laute und gebt einer Dame, der das Konzert besonders gefallen hat ein nettes Geschenk. Nachdem ihr das Herz der eben genannten Meid mit ein paar weiteren Gesten erobert habt, schliesst ihr den Bund des Lebens und kauft euch ein nettes Häuschen am Fluss. Nach einem Schäferstündchen, wahlweise mit oder ohne Kondom, kann es auch schon mal vorkommen, dass der Storch euch eine Überraschung vorbeibringt. Eure guten oder bösen Aktionen spiegeln sich sogar in eurem Aussehen wieder. Ihr seht also, dass ihr in Fable 2 über unzählige Möglichkeiten verfügt euren Taten Ausdruck zu verleihen. Neben diesen für die Story völlig irrelevanten Interaktionen, werdet ihr mit Quests bei der Stange gehalten. Meist werdet ihr diese Aufgaben mit Hilfe eurer Kampfkünste lösen können. Beispielsweise müsst ihr den Anführer einer Verbrecherbande beseitigen oder euch in einer Kampfarena bis zum Champion mausern. Aber auch hier gibt es ganz interessante Abwechslungen zu erforschen. So könnt ihr einer Archäologin bei ihren Grabungen zur Seite stehen oder euch als Model für eine Statue zur Verfügung stellen. In den Geschichts-Quests, gilt es Schritt für Schritt den Mörder eures älteren Geschwisters, den bösen Lord Lucien, aufzuhalten und an ihm Rache zu nehmen. Im Verlauf des Spiels werdet ihr immer mehr Erfahrungspunkte, Gold und Ausrüstungsgegenstände aufnehmen. Mithilfe der Erfahrungspunkte könnt ihr euren Charakter in den drei Kampfattributen, Nahkampf, Schusswaffen und Magie verbessern. Diese Upgrades wirken sich auf das Aussehen eures Charakters aus. Je nach Verbesserung wird der Körperbau grösser oder kräftiger gemacht. Übrigens müsst ihr auch bei der Ernährung auf die Linie eures Alter-Egos achten. Gold regiert auch in Albion die virtuelle Welt. So könnt ihr euch neben Waffen und Ausrüstungsgegenständen auch Kleider, Esswaren oder aber auch Immobilien kaufen. Ihr habt die Möglichkeit ganze Dörfer inklusive aller Läden oder Schlössern zu erwerben. Die Besitztümer lassen sich für eure eigenen Zwecke benutzen, können aber auch gewinnbringend vermietet werden. Für die Eitlen unter euch, könnt ihr euer Geld für das Aussehen eures Protagonisten bei Barbieren, Schneidern oder selbst im Tatoostudio ausgeben. Doch aufgepasst, sogar euer Aussehen beeinflusst euer Umfeld. Die grösste Neuerung gegenüber dem Vorgänger ist ein vierbeiniger Freund, der euch von Kindesalter an begleitet. Euer Hund kann mithilfe von Trainingsbüchern im Kampf sowie im Schätze suchen ausgebildet werden. So spürt er am Wegrand gelegene Verstecke auf oder stürzt sich auf eure Widersacher. Euer Pelzknäuel ändert sein Aussehen passend zu seinem Meister. Wandert ihr auf dem Weg der Tugend habt ihr einen strahlend weissen Vorzeigebello an eurer Seite. Falls ihr euch für die dunkle Seite entscheidet, trottet ein regelrechter Höllenköter um euch herum. Bei der visuellen Präsentation haben die klugen Köpfe bei Lionhead aus den Vollen geschöpft. Wundervolle Lichteffekte füllen den Bildschirm bei euren Zaubersprüchen und die ganze Umgebung wurde mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Eine Grafikreferenz ist Fable 2 sicher nicht, jedoch muss sich das Spiel sicherlich nicht hinter anderen Genrevertretern verstecken. Spielerisch hat Fable 2 die grössten Einbussen zu verbuchen. Die Steuerung ist zwar solide und man kann das Spiel durchaus ohne Problem durchspielen, jedoch wirken die Eingaben immer etwas ungenau und schwammig. Ein anderes Manko ist der Online-Kooperationsmodus. Über Xbox-Live könnt ihr eure Freunde aus dem Internet in „euer“ Albion einladen und das Land gemeinsam erkunden. Doch leider verkommt der Besucher dabei zu einem Statisten und kann praktisch nichts anderes tun, als dem Gastgeber im Kampf beizustehen. Der Soundtrack des Spiels ist sehr dezent gehalten, passt aber perfekt in die Welt von Fable 2 hinein. Den Entwicklern ist eine sehr gut abgemischte Kombination zwischen der Musik und dem Geschehen auf dem Bildschirm gelungen, welche während des Spielens eine sehr dichte Atmosphäre schafft. Fazit: Nach einer kurzen Einfindungszeit hat mich das Spiel in seinen Bann gezogen und danach nicht mehr losgelassen. Die Atmosphäre und die wirklich beeindruckenden und witzigen Möglichkeiten im Spiel, lassen locker über die etwas langen Ladezeiten und die schwammige Steuerung hinwegsehen. Das Fantasyepos ist ganz bestimmt ein Musthave für alle Fans des Action-Adventure-Genres. Fable 2 tritt direkt in die Fussstapfen seines Vorgängers, nur hat das Spiel in allen Bereichen einige Schuhnummern zugelegt.
- The(G)net Review: Fallout New Vegas
Gegenspieler, die Republik Neukalifornien, hütet derweil die Werte der alten Welt und die 'Brotherhood of
- The(G)net Review: Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer
Fazit: Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer ist eine kurzweilige Abwechslung für zwischendurch.
- The(G)net Review: Far Cry 2
Oder ihr fährt einfach ziellos durch die Gegend und bestaunt die Grafik. Wer nicht dumm in der Gegend rumstehen will, bis die gewünschte Tageszeit da ist, kann sich in einem
- The(G)net Review: Far Cry 3: Blood Dragon
Wir sind der Cyber-Commando Sergeant Rex Colt (vertont von Action-Film Legende Michael Biehn aus Terminator
- The(G)net Review: FIFA 11
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Bereits kurz nach dem Turnier in Südafrika bringt EA den nächsten Ableger der FIFA Reihe auf den Markt. Spielt sich FIFA 11 genau so neu, wie es die wie immer euphorische Pressemitteilung vermuten lässt? Pressetexte haben alle etwas gemein. Sie künden für gewöhnlich unzählige, noch nie dagewesene Innovationen an und verschleiern gekonnt mögliche Designschnitzer. Gleich vornweg, letztere wurden nicht verschwiegen; es gibt sie tatsächlich nicht. Ob sich die versprochenen Innovationen mit Schlagwörtern wie „Personality+“ oder „Pro Passing System“ im Spiel bemerkbar machen, ist eine andere Frage. Tatsächlich stellen wir bereits im ersten Spiel fest, dass die Jungs auf dem Rasen einige Bewegungsmuster dazugelernt haben. In der defensive spitzeln unsere, nun stärkeren Verteidiger das Leder von des Gegners Füssen, sofern unser Mann richtig steht. Denn je nach Position des Spielers erfolgt eine entsprechend andere Bewegung zum Ball. Bekannte Spielerpersönlichkeiten erkennen wir an ihren individuellen Verhaltensmustern wieder. Meistens reicht aber auch schon ein Blick auf das digitale Konterfei, welche teileweise hervorragend gelungen sind. Bei weniger bekannten Spielern, wozu offensichtlich auch der WM-Torschützenkönig zählt, hat sich EA den Zeitaufwand einer perfekten Anpassung offensichtlich gespart. Die nächste Neuerung, welche sehr schnell bemerkbar wird, ist das verfeinerte Passsystem. So erfordert es nun noch mehr Fingerspitzengefühl, den Ball zum gewollten Mitspieler zu bringen. Wird der Button länger gedrückt, spielt unser Kicker den Pass auch weiter. Sollte beispielsweise ein Mitspieler dazwischen stehen hüpft der auch mal über den Ball weg. Das ganze erfordert wieder ein klein wenig Einspielzeit, zahlt sich aber durch ein nochmals deutlich verbessertes Spielgefühl aus. Dazu führen übrigens auch die sichtlich intelligenter agierenden Goalies, Unmengen an Hebertoren und simplen Solodribblings hat EA so gekonnt entgegengewirkt. Zum Thema Torwart: Nach Jahrzehnten der Videospielfussballgeschichte ist es uns nun endlich vergönnt, den Torhüter zu übernehmen. Richtig gelesen: neben dem bereits bekannten Be-a-Pro sowie Be-a-Manager Modus (welche nun beide auch kombiniert werden können) gibt es die Be-a-Goalie Option. Der Programmpunkt hält, was er verspricht: wir spielen ausschliesslich als Torwart. Mit dem linken Stick wird der Keeper in Position gebracht und mit rechts werden die Bälle aus dem Winkel gekratzt. Sind die zehn Mann auf dem Feld zu stark oder der Gegner zu schwach kann es durchaus vorkommen, dass man kaum etwas zu tun hat. Das ist dann nicht super spassig, aber realistisch. Oftmals ist es die Herausforderung des Torhüters, über 90 Minuten kaum Bewegung zu haben, aber die eine hochkarätige Chance des Gegners dann doch auf Abruf zu vereiteln. Endlich dürfen wir auch online 11 gegen 11 spielen. Richtig gut funktioniert das leider noch immer nicht. Da kann aber EA nicht viel dafür: die Spieler, die der Verteidigung zugeteilt werden, sollten im Idealfall Kenntnis über die angestammte Position derer haben und sich nicht immer im Strafraum des Gegners aufhalten wollen. Ansonsten läuft FIFA 11 auch online zu Hochtouren auf und überzeugt durch flüssiges Gameplay, Freundschaftsspiele und die Möglichkeit der eigenen Ligen. Aber Achtung: wer FIFA 11 auf dem Gebrauchtwarenmarkt kauft, wird (sofern der Code bereits eingelöst wurde) nochmals zusätzlich für die Onlinefunktionalität berappen müssen. Erstkäufer interessieren derartige Probleme derweil nicht. Anders bei der optional angebotenen Live Season. Sofern man die aktuelle Saison mit den jeweiligen originalen Spieltagen nachspielen möchte, kostet das zusätzlich. Die Spieloption ist selbstverständlich freiwillig, macht aber soviel Laune, dass man als Anhänger eines Vereins wenigstens über diese Ausgabe nachdenken sollte. EA hat es mit der FIFA-Serie geschafft, Spieler, die zuvor praktisch nur noch online gekickt haben, auch wieder offline vor die Konsole zu binden - Respekt. Auch neu, aber nicht besser, ist die Soundkulisse. Jetzt dürfen eigene Soundfiles ins Spiel importiert werden, eine nette Option, die aber die wenigsten effektiv nutzen werden. Beim deutschen Kommentar spalten sich die Meinungen. Mein Gehör empfindet das neu eingespielte Kommentatorenduo als noch unpassender als im Vorjahr, Andere scheinen es als eine Verbesserung zu sehen – Geschmackssache. Wenn ich mir in jedem Spiel die Floskel „Die Bayern aus München“ oder völlig willkürlich genutzte, sich viel zu oft wiederholende Sprachsamples anhören muss, kann das nicht im Sinne des Erfinders sein. Möglicherweise sollte man sich über die Verpflichtung des famosen Fritz von Thurn von Taxis unterhalten, frei nach dem Motto: „Wenn schon nicht gut, dann gleich richtig schlecht“. Immer noch hervorragend sind dagegen die eingespielten Fangesänge sowie die, für FIFA typische, stimmige Musikuntermalung in den diversen Menüs. Einmal mehr eine 1A Gesamtpräsentation, wäre da nicht der gewöhnungsbedürftige deutsche Kommentar. Wenn ich noch einmal 'was für ein kranker Pass' hören muss... Fazit: Was soll man sagen, ohne langweilen zu wollen? Denn FIFA 11 ist effektiv das beste Fussballspiel seit Jahren, wenn nicht aller Zeiten. Selbst der hervorragende WM-Vorgänger wurde nochmals übertroffen. Egal ob off- oder online; in diesem Jahrgang sorgt EA mit dem neuesten Fussballableger für unzählige, hochgradig motivierende Spielstunden. Der Titel spielt sich nahezu perfekt, hat eine einwandfreie Präsentation und als Tüpfelchen auf dem i noch Lizenzen von praktisch jeder noch so unbekannten europäischen Liga. Negativpunkte muss man mit der Lupe suchen, findet aber kaum welche. Nur einige Spielermodelle dürften im nächsten Jahr ein wenig realitätsbezogener sein. Und die Kommentatoren… naja. Aber egal ob man sich zu den Anhängern des FC Thuns oder von Real Madrid zählt; um FIFA 11 kommt man in diesem Jahr als fussballbegeisterter Videospieler definitiv nicht herum.
- The(G)net Review: FIFA 12
Lizenz-Langweiler, Grafik-Blender, spielerisches Leichtgewicht, der Konkurrenz unterlegen, huch – das wird langsam spielbar, richtig gut, Konkurrenz hinter sich gelassen, Fast perfektes Fussballspiel – die Entwicklung von FIFA ist gewaltig. Wie sieht der Fussball in der Saison 2011/2012 aus? Auf jeden Fall anders als bisher. EA hat auch in diesem Jahr wieder mit Schlagwörtern um sich geworfen und damit die werbewirksame Medientrommel gerührt. Selten haben sich die schön klingenden Spielmechanik-Änderungen massgeblich auf das Spiel ausgewirkt. Angst vor Veränderungen sollte der geneigte Käufer aber in diesem Jahr nicht haben. Die gross angekündigte Physikengine ist hier nur ein kleiner Teil eines grossen Ganzen das in sich geschlossen funktioniert und zu deutlich interessanteren Zweikämpfen führt. Das selten auftretende Spielergewusel deswegen, fällt hierbei kaum ins Gewicht. Die Defensive wurde komplett überarbeitet. Das alte Spielprinzip komplett in die Tonne getreten und die Fussball-Sim ein grosses Stück in Richtung Realität entwickelt. Namentlich Tactical Defending. Was nichts anderes bedeutet, als dass jetzt auch in der Verteidigung Konzentration gefordert wird. Konnte man den Daumen früher dauerhaft auf dem A-Button belassen um den Ball zu ergattern, wird jetzt viel mehr Wert auf den richtigen Augenblick der Aktion gelegt. Ansonsten führt das Tackling zu einem Freistoss oder der Stürmer zieht am unvorsichtigen Defensiv-Mann vorbei. Womit wir eine hübsche Überleitung zur Offensive hätten. Den Stürmern wurde zum ersten Mal wieder die Möglichkeit verschafft, sinnvoll in ein Dribbling zu gehen und dieses auch gewinnen zu können. Dank präziserem Dribbeln umlaufen wir nach einigem Training gerne auch mal zwei nicht ideal stehende Verteidiger. Das übliche Feintuning im Bereich Schuss- & Passstärke bedarf auch FIFA 12, somit werden die ersten Partien mehr Training als grosser Fussball sein – auch für EA-Veteranen. Speziell gegen die CPU wirds ungewohnt schwierig. Die Elf des Gegners stehen aussergewöhnlich gut und es ist alles andere als einfach, dem Gegenspieler das Leder von den Füssen weg zu spielen. Die vorgeschlagene Joypad-Belegung bringt eine neue Funktion ins Spiel und auf die vier Hauptbuttons. Via X wird (alternative Steuerung) nicht mehr die KI zur Hilfe gerufen, sondern das Tackling ausgeführt. Mit A derweil bewegt sich der eigene Spieler neben dem Gegner mit angemessenem Abstand her und versucht den Weg zum Tor zuzumachen. Jeder wie er will, zumindest mir bringt diese Funktion zu wenig, als dass sie schnell via Daumen-Druck erreichbar sein müsste. Also weg damit auf RB und wieder die altbekannte Alternativ-Belegung hergezaubert. Mit über die Jahre eingespielter Steuerung, dem neu hinzugewonnenen Precision Dribbling und einem interessanteren weil forderndem Defensivsystem sind wir schnell wieder mitten drin statt nur dabei. Nach einem kurzen Blick auf den obigen Text frage ich mich aktuell, wie detailliert man noch auf die weiteren Funktionen eingehen sollte. Denn auch das ganze Rundherum gibt wieder enorm viel her. Angefangen bei den unzähligen Lizenzen und Ligen, über noch mehr lizenzierte Stadien bis zu einer neuen Kameraperspektive – die aber der bekannten Tele-Optik nicht das Wasser abgraben kann. Grafisch war bereits der Vorgänger auf einem enorm hohen Niveau. Hier fallen insbesondere die noch detaillierteren Spielergesichter der Stars ins Auge. Unbekanntere oder auch einfach günstigere Spieler sind allerdings wie schon bisher weniger ausgeklügelt modelliert. Der Sound ist FIFA typisch abwechslungsreich und in den hübsch designten und sinnvoll angeordneten Menüs wird man bestens musikalisch unterhalten. Wenig Neues gibt es bei den Kommentatoren zu vermelden. Wer Englisch bevorzugt, sollte sich tunlichst nicht die deutsche Version kaufen. Bei den deutschen Sprechern hat sich nur wenig getan, die eine oder andere neue Floskel haben wir aber entdeckt. Jetzt zur Langzeitmotivation des Titels – muss er doch wieder für ein ganzes Jahr Fussballunterhaltung sorgen. Der Karrieremodus wurde noch weiter ausgebaut, neu geben wir uns auch mit der Presse ab. Immer noch haben wir die Option vom Spieler, zum Spielertrainer, zum Manager zu werden beziehungsweise gleich in der jeweiligen Funktion zu starten. Einmal mehr binden wir auf Wunsch das eigene Konterfei via Virtual Pro ein. EA Gameface wurde weiter verfeinert und ich war überrascht, als ich mich im Trikot des FC Bayerns effektiv wieder erkannt habe. Auch in FIFA 12 bietet sich ein hochklassiger Online Modus an. Jener wurde weiter ausgefeilt und bietet jetzt ein LIGA orientiertes System. Pro Saison werden einige Spiele absolviert. Je nach erreichter Punktzahl (3 Punkte Regel) steigen wir auf, halten die Klasse oder verabschieden uns in die nächst tiefere Liga. Neu wird erst das gewünschte Team gewählt und aufgrund dessen lost EA einen passenden Gegner in einer ähnlichen Klasse zu. Dieses System weiss bereits jetzt zu begeistern, zumal die Spiele online flüssig wie eh und je ablaufen. Selbstverständlich dürfen auch Freundschaftsspiele gegen Xbox Live Kameraden absolviert, oder gar eine hauseigene Liga erstellt werden. Via Sammeln, Tauschen und Traden von Karten bilden wir auch im aktuellen Jahr das möglichst perfekte Ultimate Team – immer mit dem Blick auf Spieler-Harmonie und deren Fähigkeiten. Das hochgradig suchtgefährdende Prinzip wurde mit Recht kaum verändert. Fazit: Ist man willig, eine Eingewöhnungszeit in Kauf zu nehmen und die Spielmechanik von FIFA neu zu erlernen bzw. liebgewonnene Spielvarianten zu überdenken, wird man mit dem besten FIFA aller Zeiten belohnt. Erkämpft man sich einen Ball in der Defensive wird man regelrecht damit belohnt, den Zug zum gegnerischen Tor einzuleiten. Das Prinzip bietet noch Möglichkeiten zum Feintuning, das Fundament für zukünftige Titel wurde mit EAs durchaus gewagtem Schritt aber gelegt. Veränderungsunwillige dürfen sich übrigens in Freundschaftsspielen und gegen die KI auch weiterhin via FIFA 11-Steuerung auf dem Feld bewegen. Ich empfehle aber jedem, sich die Trainingszeit zu gönnen und die bessere weil realistischere Steuerung anzunehmen – es lohnt sich. Dass FIFA 12 damit jegliche Konkurrenz meilenweit hinter sich gelassen hat, bleibt beinahe überflüssig zu erwähnen.
- The(G)net Review: FIFA 14
Zwei Fussballspiele, jedes Jahr. Die vergangenen Spielzeiten bewegten sich beide auf einem ähnlich hohen Niveau, jeweils mit Vor- und Nachteilen in beiden Lagern. Im letzten Jahr dominierte FIFA seinen Gegner nach Belieben. Wie das Kräfteverhältnis in der aktuellen Saison ist, haben wir uns in einem FIFA vs. PES angesehen. Was gab es in der Geschichte der Menschheit nicht bereits für wahnwitzige Gefechte. Erinnern wir uns an Tyson vs. Holyfield, Schuhmacher vs. Hill, Microsoft vs. Apple, Rock vs. Techno oder Deutschland gegen alle. Da war aber noch ein Geschichtsträchtiges Duell, welches seit den 90ern um unsere Gunst buhlt. Die Fussball Giganten FIFA und Pro Evolution Soccer treten Jahr für Jahr in diversen Disziplinen gegeneinander an und erhoffen sich am Ende des Tages, mehr kaufkräftige Fans ihr Eigen zu nennen. In diesem Jahr soll, und das erscheint uns mindestens genauso bekannt, wieder mal alles anders werden. Die beiden Marken werfen im Vorfeld erneut mit Zugkräftigen Schlagwörtern um sich. Precision Movement oder Pure Shot treten an gegen TrueBall Tech und Motion Animation Stability System. Ganz ehrlich, in diesem Jahr gewinnt Konami den Schlagabtausch des beknackten Marketing-Slangs, aber nur knapp. Mindestens ebenso knapp wird es in den weiteren Disziplinen. Essentiell ist einmal mehr das Spielgefühl, die Verbindung von Joypad und virtuellem Ball. EA holt hier mit jedem Jahr mächtig auf, und die Unterschiede sind marginal. Dennoch überzeugt die Ballphysik auf dem Konami Rasen um eine Nuance mehr. Schön zu sehen ist zudem, dass das Leder bei PES nicht mehr wie auf Schienen über den Rasen befördert wird. Allerdings wirken die Aktionen der Kicker nach betätigter Joypad Eingabe hier weniger direkt, die Pass- und Schussabgaben wollen bereits mehrere Augenblicke zum Voraus geplant werden, um einen möglichst gelungenen Spielzug zu erreichen. FIFA erlaubt hier eine gefühlt höhere Spontanität und wirkt dadurch weniger komplex. Auch was die Technik angelangt, befinden sich beide Titel auf einem hohen, der ausgereizten Konsolengeneration entsprechenden Niveau. Bei den Spielermodellen sowie auf den Publikumsrängen kann kaum ein Sieger erkoren werden, die hübscheren Stadien bietet dennoch EA. Sowohl der Rasen wie auch die darauf spielenden Kicker wirken mehr aus einem Guss. Spätestens mit den Replays geht der Punkt klar an FIFA, fallen bei der Konkurrenz doch immer mal wieder unschöne Ruckler ins Gewicht. Zudem fühlen sich die Ladezeiten bei Konami insgesamt unangenehmer an. Die bessere Mittendrin statt nur dabei Atmosphäre weist ebenfalls die Ami-Produktion auf. Wie gewohnt bieten sich unzählige Lizenzen und astrein nachgeführte Kader und Formkurven an. Zudem überzeugt FIFA nach wie vor durch eine hochkarätigere Gesamt-Atmosphäre. Zwar wurden bei PES die Fangesänge runderneuert, der Klassenprimus aus dem Hause EA dominiert aber noch immer klar. Unschön bei Konamis Rasenaction zudem die immerzu über den Spielern eingeblendeten Energie-Anzeigen für Pass- und Schussstärke, dadurch geht eine gehörige Portion Fussballübertragungs-Gefühl verloren. Punkte für das Menü sowie die zugehörige Musik gehen ebenfalls in Richtung Electronic Arts. Musikalisch dominiert FIFA den Gegner nach Belieben. Die Menü-Gestaltung wird zwar bei FIFA von Jahr zu Jahr gewöhnungsbedürftiger, die langweiligen Tabellengrafiken bei PES sind aber um ein vielfaches unspektakulärer. Die Stadionsprecher sind übrigens wie gewohnt in beiden Lagern verbesserungsfähig aber nicht störend. Fazit: Nach Punkten führt FIFA klar, das wird noch deutlicher, wenn man ein eher flüssiges, Action orientierteres Spielgefühl schätzt; auch hier punktet EA. Die Vorzüge von FIFA interessieren den Rasenschach Anhänger mit Hang zur ernsthaften, manchmal trockenen Simulation kaum. Letztgenannter holt sich das beste PES seit Jahren für die Konsole seiner Wahl. Alle die das insgesamt überzeugendere Gesamtpaket mit letztendlich schlicht besseren Zusatzoptionen sowie ein zwar in der Geschwindigkeit reduziertes, aber dennoch schnelleres Fussballspiel wollen, holen sich auch in diesem Jahr FIFA ins Haus. Lässt man Lizenzen und die Online-Modi aussen vor, waren die beiden Titel aber noch nie so auf Augenhöhe, wie in diesem Jahr.
- The(G)net Review: FIFA Street 3
EA BIG, diese Jungs stehen für durchdachte, stehts stylische und geil umgesetzte Sportspiele. Spähtestens seit SSX kennt sie jeder Zocker bestens. Nun kommt das neuste und bereits 3. FIFA Street auf den Sportplatz. Was macht es besser als seine Vorgänger? Nun ja, eigentlich warte ich seit dem Erscheinen der XBOX 360 auf ein neues SSX von den EA BIG Jungs, aber auf mich wollen die ja nicht hören. Nun denn, spielen wir eben noch eine Runde mit dem neusten Ableger der FIFA Street Reihe und bleiben geduldig. Die erste grosse Veränderung zu den Vorgängern ist offensichtlich: In Fifa Street 3 setzen die Entwickler voll auf den Comic-Look mit verfremdeten Spielern. Die Proportionen wurden wie bei typischen Karikaturen in Tageszeitungen überspitzt gezeichnet. So wirken vor allem die Oberkörper und Arme gestreckt, während die Beine oft den Anschein erwecken, als wären sie so dünn wie Streichhölzer. Trotz aller Verfremdungen erkennt ihr immer noch, um welchen Star es sich handelt. Der Style ist absolut gelungen und passt perfekt zu einem EA BIG Spiel. Zocker die schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel haben, freuen sich besonders an die Altstars, welche freigespielt werden dürfen. Für einen kleinen Ablenker nach Feierabend ist das Einzelspiel die erste Wahl. Hier entscheidet ihr euch schnell für ein Team und wählt eine der acht Arenen, die euch unter anderem ans Mittelmeer, an einen Strand wie auch an abgefahrene Locations wie eine Bohrinsel oder auf ein Hausdach über London führen. An Matchtypen bekommt ihr die gewohnte Auswahl und spielt zum Beispiel so lange, bis einer der Spieler eine Mindestanzahl an Toren geschossen hat oder halt ganz klassisch auf Zeit. Daneben könnt ihr die Anforderungen aber auch noch weiter verfeinern. Als matchendscheidend könnt ihr einstellen ob nur Gamebreaker- oder nur Volleytore gelten sollen. Auch Tordifferenzen sind als Siegkriterium möglich. Genau diese Einschränkungen sind auch ein wesentlicher Bestandteil des neuen Herausforderungs Modus. Hier erwarten euch insgesamt neun Events, die alle aus mehreren Runden bestehen, die bestimmte Ziele für einen Sieg voraussetzen. Im Gegensatz zum schnellen Spiel habt ihr hier allerdings nicht mehr die Möglichkeit, diese Ziele nach euren Wünschen anzupassen, sondern müsst die entsprechenden Vorgaben erfüllen, um weiter zu kommen. Und falls es mal nicht beim ersten Anlauf klappt, stehen euch meist drei Continues zur Verfügung. Sind diese aufgebraucht, müsst ihr das komplette Event neu starten. Mit wachsendem Erfolg schaltet ihr neue Herausforderungen und auch Teams frei. Im Gegensatz zu den Vorgängern stellt ihr euch euren Kader hier allerdings nicht mehr selbst zusammen, sondern greift auf 24 vorgefertigte Mannschaften zurück, in denen die Spieler unterschiedlicher Nationen nach bestimmten Kriterien gemischt werden. Darunter befinden sich z.B. die Flitzer, in denen sich nur laufstarke Kicker befinden oder die Stämmigen welche am brutalsten grätschen können. Den Karrieremodus, wie man ihn noch vom Vorgänger kennt, gibt es nicht mehr. Das bedeutet: Keine Verteilung von Skill-Points, keine individuelle Mannschaftszusammenstellung, kein umfangreicher Editor und keine Accessoires zum Sammeln und Ausrüsten eurer Profis. Das ist für mich ein riesen Minuspunkt! Habe ich es doch geliebt bei den Vorgängern und auch allen andern EA BIG Spielen, meine Recken selbst zu gestalten und mit immer neuen Gimmicks auszurüsten. EA BIG hat mir diese Möglichkeit jetzt gestohlen! Wer bereits in den Vorgängern Tricks vom Stapel gelassen hat, wird sich schnell zurecht finden, denn viel hat man an der Spielmechanik nicht verändert. Noch immer steht der Trick-Stick, also der rechte Analogstick, im Zentrum des Geschehens, denn nur so zirkelt ihr den Ball stylisch an der gegnerischen Abwehr vorbei und ladet zusätzlich noch eure Gamebreaker Leiste auf. Das erreicht ihr auch mit anderen coolen Manövern wie langen Passspielen, kleinen Moves mit Hilfe der Y-Taste oder dem Entlanglaufen mit dem Ball an einer Mauer. Ist die Leiste gefüllt, aktiviert ihr auf Knopfdruck den Gamebreaker, mit dem der nächste Schuss auf den gegnerischen Kasten mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Volltreffer wird. Leider fehlt dem Gamebreaker der günschte "WOW" Effekt völlig, was bei NBA Street 1 noch für Begeisterungsstürme gesorgt hat, ist hier einfach schwach umgesetzt. Wie wärs mal mit frischen Ideen? Ein Highlight von FIFA Street 3 ist die Technik. Die Grafik sieht makellos aus und läuft auf der XBOX 360 konstant mit 60 Frames pro Sekunde. Die Animationen sind top und sehen einfach total cool aus. Leider stehts um die KI nicht ganz so gut. Der Torhüter ist dümmer als eine Scheibe Brot. Tja, dadurch fallen dafür mehr Tore, aber eben auf beiden Seiten... Fluchen vorprogrammiert! Online läuft das Gekicke erfreulich gut, ich habe nie Lags gespührt und es finden sich genügend Gegner für eine schnelle Runde. Langzeitmotivation bietet dieser Tital jedoch keine. Fazit: Alles in allem ist FIFA Street 3 ein gutes Spiel, aber mit einigen Verschlimmbesserungen. Das Weglassen des Karrieremodus ist unverzeihlich. Der Gamebreaker ist langweilig ins Szene gesetzt und die Torhüter KI von vor 20 Jahren. EA BIG, bitte macht ein neues SSX, und zwar eines mit ein wenig Innovation und einem riesigen Haufen Style on Board!
- The(G)net Review: FIFA World Cup 2010 South Africa
Schön wäre so was auch bei den immer wieder eingeblendeten Trainern an der Seitenlinie.
- The(G)net Review: Flatout Ultimate Carnage
Flatout Ultimate Carnage ist nun die 3. Inkarnation der Spieleserie. Debütiert hat sie damals auf XBOX und PS2 sowie PC Systemen. Schon damals waren die Wertungen sehr positiv. Der neueste Teil hat aber kein leichtes Spiel, da im Juni / Juli sehr viele hochkarätige Spiele um die Gunst der Käufer buhlen. Bei Flatout UC handelt es sich nicht um einen komplett neuen Nachfolger, sondern mehr um ein Remix der beiden Vorgänger. Zu Begin werdet ihr regelrecht von Spielmodis und Wettbewerben erschlagen. Ihr habt z.B. die Wahl zwischen einer langen Karriere, diversen Minispielen und XBOX-Live Duellen. Das Herzstück von Flatout UC ist definitiv der Karrieremodus. Wie bei anderen Vertretern des Genres beginnt ihr eure Racing Karriere als Neuling. Mit den paar Credits die ihr zu Beginn auf euerem Konto habt, kauft ihr euch erstmal ein billiges Derby Gefährt. Das Spiel bietet euch im Karrieremodus 3 verschiedene Spieltypen an: Derby, Race und Street. Derby beinhaltet die „dreckigste“ Variante und ist eine Art Stockcar Modus mit viel Dreck und Zerstörung. Race verpflanzt die Action auf bepflasterte Strassen und Street ist die höchste und schnellste Klasse die der Spieler erreichen kann. Dort tretet ihr mit hochgetunten Spitzenautos zu Rennen an. Doch zurück zu unserem gerade gekauften Vehikel. Zu Beginn stehen euch nur gerade mal 2 Rennen offen. Bevor ihr aber in das Rennen einsteigt, bieten sich einige Möglichkeiten an, euer Gefährt zu tunen. Allen Arcade Fans oder Tuning Hasser kann ich entwarnen: keine Angst, es wird niemals die Tiefe eines Forza Motorsport 2 erreicht. Die Tuningmöglichkeiten beschränken sich auf ein paar wichtige Teile wie z.B. stärkerer Motor, diverse Auspuffe, Bremsen, Schaltung und Gewichtsreduktion des Fahrzeugs. In dem übersichtlichen Menü seht ihr dann sofort anhand von Punkten, was jedes Teil eurem Fahrzeug bringt: Mehr Handling, mehr Speed oder mehr Stabilität. Dieses Tuning überfordert niemanden und ist eine interessante Neuerung im Flatout Universum, da die angebrachten Teile sich spürbar auf das Fahrverhalten auswirken. Habt ihr nun alles Geld verbraten und euer gerade erst erworbenes Gefährt hochgetunt, kann es also endlich losgehen. Event ausgewählt, kurze Ladezeit überstanden und schon seid ihr auf der Strecke mit 12 Gegnerischen Fahrzeugen. Ziel ist es, so wie eigentlich immer bei Rennspielen, auf den 1. Platz zu kommen und somit viel Kohle zu gewinnen. Ihr erhaltet aber ebenfalls Geld, in dem ihr rüpelhaft alles umfahrt und so viele Crashs wie nur möglich anzettelt. Gefahren wird auf diversen Rundkursen, welche in verschiedenen Variationen auftreten. Von normal, gespiegelt bis hin zu Tagesunterschieden werden die Kurse munter gemixt. Auch die aus Destruction Derby bekannten Arenen bietet Flatout UC. Versucht hier so lange wie möglich zu überleben und trotzdem so viele Gegner wie möglich zu schrotten. Beschleunigt wird ganz einfach mit dem RT Button und falls ihr mal wirklich Bremsen wollt, ist LT eure Taste. Bremsen werdet ihr aber fast nie müssen, da das Fahrverhalten sehr Arcadelastig ausgefallen ist. Wenn ihr euch einer Kurve nähert, lasst ihr nur kurz die Gas Taste los und betätigt sie kurz darauf wieder. Euer Gefährt schlägt jetzt in die Kurve ein und driftet schön herum. Bei engeren Kurven empfiehlt es sich aber zu Bremsen. Das Fahrverhalten ist zu Begin noch sehr schwammig, da euer Gefährt doch eine regelrechte Rostlaube ist. Je mehr Rennen ihr aber gewinnt und desto mehr Geld ihr einfahrt, schalten sich immer neuere und bessere Fahrzeuge frei, welche ihr erwerben und wieder aufmotzen könnt. Dadurch verbessert sich auch das Fahrverhalten spürbar. Das geniale an den Strecken ist, dass sie völlig zerstörbar sind! Ich rede jetzt nicht von ein paar Zäunen die man umfahren kann, sondern alles was ein Auto zu Schrott fahren kann, könnt ihr in Flatout UC auch. Seien es Tankstellen die explodieren, Werbeschilder, Zäune, Bauernhöfe, Wassertanks oder Brücken, gemäss den Entwickler hat es auf jeder Strecke bis zu 8000 interaktive Objekte, welche nur auf ihre Zerstörung warten! Und die Schäden und Trümmer bleiben über die Gesamte Renndauer über auf der Strecke verteilt! Mit der Zeit gleicht sich die Strecke dann einer Müllhalde. Auch die Fahrzeuge sehen nach ein paar Runden völlig kaputt und dreckig aus. Der Detailgrad ist sehr hoch, es kann auch mal passieren, dass ihr durch einen heftigen Crash mal ein Rad verliert und so das Rennen beenden müsst. Makaber oder nicht ist auch, dass ihr bei heftigen Crashs euren Fahrer schreiend durch die Windschutzscheibe fliegen seht und er in Ragdoll Manier über die Fahrbahn fliegt. Das Zerstören hat aber auch einen tieferen Sinn, denn je mehr ihr zerstört und Gegner rammt, desto mehr Boost erhaltet ihr. Genau wie in Burnout, werdet ihr für rüpelhaftes Fahren mit Boost belohnt und den habt ihr auch bitter nötig. Flatout UC ist kein leichtes Spiel. Schon zu Begin weg müsst ihr euch tüchtig anstrengen um überhaupt mal auf dem Podest zu landen. Die Gegner verhalten sich dermassen aggressiv, dass ihr viele Neustarts benötigt, zum Glück ohne Ladezeiten. Fairerweise könnt ihr aber jedes Rennen beliebig wiederholen und nach jeder Strecke (auch in Turnieren) speichern. Dennoch kann es mit der Zeit frustig werden. Ein paar kleine Physik Bugs machen das Spiel manchmal zu einem regelrechten Glückspiel. Wenn ihr z.B. einen Gegner rammt und er ins Schleudern kommt, werdet ihr wie angeklebt an ihm festhängen und nicht wegkommen, ohne euren Wagen zu Resetten. Dies kann euch viele wertvolle Plätze kosten. Auch werden euch viele Teile, welche auf der Strecke verteilt sind in die Quere kommen und an euch kleben bleiben und euch so verlangsamen. In diesen Momenten habt ihr keine andere Wahl als zu Resetten. Das Resetten ist ebenfalls nicht so ganz fehlerfrei gelungen. Knallt ihr mal gegen eine Wand und drückt den Reset Knopf, werdet ihr vielfach weit nach hinten versetzt und seid so wieder weit hinten im Feld. Hier hätten die Entwickler noch ein bisschen Feintuning ansetzten müssen. Ansonsten macht Flatout UC wirklich sehr viel Spass. Die Strecken sind sehr lang und abwechslungsreich, bieten Tonnenweise zerstörbare Objekte und die Gegner sind hart im Nehmen und kämpfen um jeden Zentimeter. Um alle Events der Karriere durchzuspielen werdet ihr gut und gerne 20 Stunden benötigen. Doch damit nicht genug. Ein weiterer Spielmodus, lässt euch in verschiedenen Minispielen antreten. Ähnlich wie in Crazy Taxi habt ihr Aufgaben zu erfüllen, welche beim Gelingen neue freischalten. Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich aber auch sehr schwer. Ein Event beispielsweise beinhaltet den Weitwurf eures Fahrers. Ihr müsst so schnell als möglich auf Höchstgeschwindigkeit kommen und in die Bande crashen und mit A euren Fahrer aus dem Vehikel katapultieren. Ziel ist es, den Fahrer so hoch und weit wie möglich zu schleudern. Das Ganze wird in späteren Aufgaben mit Feuerringen noch erschwert. Diese Events bringen ein wenig Abwechslung in den Rennalltag, wären sie doch nur ein wenig einfacher... Zu guter letzt, bietet Flatout UC noch einen sehr gelungenen Online Modus mit bis zu 8 Spielern. Ihr könnt sehr viele Modis fahren, auch solche die nicht im Singleplayer vorkommen, wie z.B. "2 Teams fahren die Strecke in einer anderen Richtung". Grosse Crashs und Schadenfreude sind garantiert! Glücklicherweise läuft es auch Online sauber und ohne nennenswerte Fehler oder Ruckler. Grafisch ist das Spiel eine absolute Augenweide geworden. Die Strecken sind wunderschön beleuchtet, bieten eine enorme Weitsicht ohne Nebel oder Bildaufbau, haben extrem viele interaktive Objekte, welche über den ganzen Rennverlauf auf der Strecke zurückbleiben. Viele liebevolle Details wie Wasserreflexionen oder Echtzeit-Spuren im Dreck verfeinern den guten Eindruck. Das ganze läuft auch wirklich zu jeder Zeit mit 12 Gegnern und voller Zerstörung absolut flüssig bei konstanten 30 Bildern pro Sekunde. Ein Bravo hier an die Entwickler! Einziger negativ Punkt sind die relativ häufigen Clipping Fehler, welche zum Teil Objekte in euer Fahrzeug „kleben“ und nicht mehr weggehen. Das Geschwindigkeitsgefühl steigert sich von Rennklasse zu Rennklasse und kommt gelungen rüber, ohne aber Burnout Dimensionen anzunehmen. Musikalisch wird die harte Schiene gefahren. Harter Metal von mehr oder weniger bekannten Bands rocken euch während der Strecken gehörig ein. Die Motorengeräusche können einigermassen überzeugen, obwohl sie bei allen Autos fast gleich tönen. Die verschiedenen Objekte und Autos, welche zerstört werden geben fette Soundeffekte von sich und eure Surroundanlage hat einiges zu tun. Durch das 5.1, fliegen die Teile regelrecht durch eure ganze Wohnung. Lustig sind auch die Todesschreie der Gegner wenn sie mit einem lauten „aaaaaaahhhhh“ sich verabschieden ;) Fazit: Als riesiger Fan der Burnout und Destruction Derby Serie, musste ich mir natürlich Flatout UC sofort holen. Und es hat mich nicht enttäuscht. Die Rennen sind spassig und einfach hart. Wer eine Herausforderung sucht, wird hier fündig. Die Gegner kennen keine Gnade und man muss sich gehörig Anstrengen um Land zu sehen! Die Zerstörbaren Strecken gefallen mir besonders, da nach ein paar Runden einfach nur noch Schrott auf der Strecke liegt und weiter rumgekickt werden kann. Wären die kleinen Fehler nicht gewesen hätte es glatt zum Award gereicht. Alles in allem überzeugt Flatout UC aber auf ganzer Linie. Der Umfang ist beachtlich, die Minigames sehr witzig und der Zerstörungswahn einfach enorm. Wäre der Schwierigkeitsgrad nicht so hoch, die Physikengine noch ein wenig ausgefeilter und der frustige Reset Knopf besser implementiert, hätte Flatout garantiert eine bessere Wertung eingefahren. Trotzdem ein absolut toller Arcaderacer!Ich kann Flatout UC jedem Arcaderacer Fan aber wärmstens empfehlen! Selten hat crashen soo viel Spass gemacht!
- The(G)net Review: Dark Void
Dies fällt umso mehr auf, weil man zu Beginn des Spiels in dicht bewachsenen, idyllischen Dschungel-Gegenden
- The(G)net Review: Darksiders
Was wäre, wenn man Zelda und God of War verschmelzen würde? Ähnlich wie bei God of War oder Devil May Cry erhaltet ihr für getötete Gegner verschiedenfarbige Seelen Grosser Bestandteil des Spiels sind, ähnlich wie in God of War, die Finishing Moves. Mir hat der Mix aus Zelda und God of War aber gut gefallen. Motzen muss ich aber trotzdem. Wer aber auf Zelda oder God of War steht, macht mit Darksiders nichts falsch.
- The(G)net Review: Das Bourne Komplott
Die Bourne Filme sind bekannt für ihre schnelle und ununterbrochene Action. Wir haben für euch herausgefunden, ob das Spiel um den Agenten Jason Bourne von den High Moon Studios mit den Filmen mithalten kann. Das Spiel rund um Robert Ludlum’s "Bourne Conspiracy", oder wie es hierzulande heisst "Das Bourne Komplott", ist an den drei Filmvorlagen angelehnt. Ihr spielt Jason Bourne, einen Auftragskiller des CIA, der vom Jäger zum gejagten wird. Die Story wird laufend durch kleinere Zwischensequenzen vorangetrieben, bei welchen ihr euch besser nicht zurücklehnen solltet, denn auch während dieser Cut-Scenes ist die Aufmerksamkeit des Spielers dank Quick-Time Events immer gefragt. Also seid auf der Hut! Das Bourne Komplott ist eigentlich ein klassischer 3rd Person Shooter. Ihr habt diverse Waffen zur Verfügung mit denen ihr eure Feinde erledigen könnt, ein Cover System, welches leider nicht ganz optimal wie z.B. in Rainbow Six Vegas funktioniert aber trotzdem nützlich ist, sowie ein lineares Leveldesign. Innovativ: Zum ersten Mal kommt in einem Shooter ein richtiges 1:1 Nachkampfsystem zum Einsatz, bei welchem ihr eure Fäuste und Beine einsetzen könnt. So dürft Gegner entweder aus sicherer Entfernung mit einer Schusswaffe töten, sofern ihr eine zur Hand habt, oder diese mit ein paar Faustschlägen aus nächster Nähe erledigen. Das Spiel hat allerdings den Fokus ganz klar auf die Zweikämpfe gelegt und so werdet ihr des öfteren keine andere Wahl haben, als euch mit den Gegnern zu schlagen. Das ganze funktioniert etwa so: Sobald ihr in unmittelbarer Nähe eines Gegner kommt, wechselt das Spiel automatisch in den Nahkampfmodus und ihr könnt nicht mehr schiessen. Mit der A Taste schützt ihr euch vor Angriffen, mit X und Y führt ihr Schläge und Tritte sowie Combos aus. Ähnlich wie in Stranglehold füllt ihr euren Fokus-Balken am unteren rechten Bildschirmrand mit Treffern, sowie Kills durch Schusswaffengebrauch. Der Balken ist in 3 Teile aufgeteilt. Sobald 1/3 gefüllt ist, könnt ihr einen Special Move ausführen. Dies funktioniert ganz einfach mit der Taste B. Je nach dem wo ihr gerade steht wird Jason seinen Gegner z.B. gegen einen Stromkasten oder Tisch schlagen oder auf das Kopiergerät dreschen. Es gibt unzählige verschiedene Finishing Moves (nicht nur im Nahkampf, sondern auch mit Schusswaffen), die die Kämpfe abwechslungsreich und interessant machen. Bourne ist meistens zu Fuss unterwegs. In einem Abschnitt werdet ihr auch mit einem Auto durch Paris rasen. Die Steuerung des Autos ist etwas gewöhnungsbedürftig, da das Auto sehr direkt reagiert und dies nicht sehr realistisch ist. Jedoch hat man sich schnell daran gewöhnt. In jedem Abschnitt gibt es einen Endgegner, welcher durch einen bekannten Charakter der Filmvorlagen verkörpert wird. Die „Boss-Fights“ werden natürlich in Zweikämpfen ausgeführt. Das Spiel basiert auf der aktuellen Unreal 3 Engine und ist somit sehr hübsch anzusehen. Die Charakter Modelle sind schön modelliert, so auch die Level-Architektur. Leider ist das Spiel mit knapp 6 Stunden (Schwierigkeitsstufe "normal") ziemliche kurz geraten und nach einem Multiplayer Modus schaut man vergebens. Allerdings macht es durchaus Spass das Spiel in einem zweiten Durchgang auf einem höheren Schwierigkeitsgrad zu spielen, zumal diese Zweikämpfe in einem Shooter einmalig sind. Der Sound ist passend und unterstützt die ununterbrochene Action am Bildschirm. Fazit: Die High Moon Studios haben mit dem Bourne Komplott einen soliden Action-Titel entwickelt, der bekanntes zwar nicht besser macht, aber bestehendes gut umsetzt. Mit einem unterhaltsamen und actionreichen Nahkampfsystem konnte man sich von anderen Shooter-Games differenzieren, was durchaus einen Kaufgrund darstellen mag. Leider ist der Titel etwas gar kurz ausgefallen. Trotzdem hoffe ich, dass dieses 1:1 Combat-System andere Entwickler inspiriert und somit Einzug in neue Spiele haben wird. Die High Moon Studios werkeln übrigens bereit an einen Nachfolger. Allerdings möchte Publisher Sierra noch warten und die Verkaufszahlen analysieren. Die deutsche Version wurde übrigens arg zensuriert. Spieler können aber auf die englische, ungeschnittene Version ausweichen.
- The(G)net Review: Dead Rising
Romeros Filmklassiker: Dawn of the Dead inspirieren lassen, was man dem Titel sofort anmerkt. Geschütz wie eine Kettensäge oder ein Katana Schwert zückt, fliegen schon mal Körperteile durch die Gegend Sie laufen manchmal ziellos in der Gegend umher, bleiben an Ladeninventar hängen oder weigern sich manchmal Dead Rising bietet Capcom-typisch „lots of gore“ also viel, viel roten Lebenssaft.
- The(G)net Review: Dead Island
Vor einigen Monaten machte ein spektakulärer Trailer die Runde (siehe unten), welcher viel mediales Interesse Der neueste E3-Trailer erzielte aber den gewünschten Effekt. Kann das eigentliche Spiel an den Erfolg des genialen Trailers anknüpfen oder wäre es besser in Vergessenheit





















