EA wird privatisiert: Saudische und US-Investoren übernehmen für 55 Milliarden Dollar
- Sascha Böhme

- 29. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Electronic Arts hat offiziell bestätigt, dass eine endgültige Vereinbarung mit einem Investoren-Konsortium getroffen wurde. Damit verabschiedet sich der Publisher von der Börse – nach fast vier Jahrzehnten als börsennotiertes Unternehmen.
Das Konsortium besteht aus drei Parteien:
Silver Lake (US-Investmentfirma)
Affinity Partners (ebenfalls USA)
Public Investment Fund (PIF) aus Saudi-Arabien
Der Unternehmenswert wird auf rund 55 Milliarden US-Dollar geschätzt. Damit handelt es sich um die zweitgrösste Übernahme der Videospielbranche überhaupt – nur Microsofts Kauf von Activision Blizzard war teurer. Aktionäre von EA sollen 210 US-Dollar pro Aktie erhalten.
Mit der Privatisierung entfällt künftig die Pflicht, Finanzzahlen und Bilanzen regelmässig offenzulegen. Zudem sieht der Deal vor, dass ein Teil der Schulden von EA selbst abgetragen wird. Welche konkreten Folgen das für das Spiele-Portfolio haben wird, bleibt abzuwarten.
Schon jetzt gibt es Kritik am Einstieg Saudi-Arabiens. Das Land steht wegen Menschenrechtsverletzungen immer wieder in der Kritik, investiert aber seit Jahren massiv in Gaming und E-Sports. Unter anderem hält der saudische Staatsfonds bereits Anteile an Nintendo und SNK und besass vor dem Deal bereits knapp zehn Prozent von EA.
Die Übernahme wurde vom EA-Vorstand bereits abgesegnet und soll im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 abgeschlossen sein.










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