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The(G)net Review: Aces of Thunder

Als Kampfpilot im 1. und 2. Weltkrieg gab es nichts zu lachen. Unerschrocken riskierten sie in heute altertümlichen Maschinen ihr Leben. Ace of Thunder versucht in ihrer Kriegsflug Simulation so nahe an der Realität wie möglich zu bleiben. Hat es geklappt?


Aces of Thunder PSVR2 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Im Pressetext wird grossspurig die Meinung vertreten, dass Ace of Thunder auch auf der PS5 und ohne VR ein unvergessliches Erlebnis bieten wird. Nach einer halben Stunde waren wir komplett anderer Meinung. Das Cockpit nimmt mindestens 50% des Screens ein und das Flugerlebnis war aufgrund der begrenzten Sicht sehr dürftig. Alternative Perspektiven suchten wir vergeblich.


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Also holten wir den PSVR 2 hervor und versuchten es erneut. Nach dem sehr spärlichen Auftakt ohne Intro stehen wir direkt auf dem Flugfeld. Hier haben wir die Auswahl aus unterschiedlichen Kampffliegern aus beiden Weltkriegen. Unsere Flotte reicht von amerikanischen oder deutschen Maschinen bis hin zu japanischen und russischen Zweiflüglern. Insgesamt 29 Flieger dürfen bereits beim Start ausgewählt werden.


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Drei Spielmodi stehen zur Auswahl. In den 14 Single Missionen erledigen wir vorgegebene Aufgaben wie einen Konvoi beschützen, eine Militärbasis verteidigen oder uns mit wilden Flug Kapriolen durch ein Urwaldgebiet manövrieren. In den acht unterschiedlichen War Tales spielen wir reale Kriegsereignisse nach, die uns u.a. nach England, Frankreich und Japan verfrachten. Im Custom Battle schliessen wir uns Online mit mehreren gleichgesinnter Kollegen zusammen und liefern uns epische Schlachten im Südpazifik.


Aces of Thunder PSVR2 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Im Missionseditor dürfen wir sämtliche Missionen nach unseren Wünschen anpassen und z.B. über die Tageszeit, Wetterverhältnisse, KI-Stärke oder Startpunkt entscheiden.


Trotz intensiven Suchens fanden wir weder einen Flugschulen-Modus noch irgendein Tutorial für blutige Anfänger wie unsereins. Klar, es gibt eine Testflug Option, doch Aces of Thunder schmeisst euch gnadenlos ins kalte Wasser. Wie die Flieger funktionieren, müssen wir schon selber herausfinden. Wir haben zwar ein kurzes, dreiseitiges Instructions-Manual, dies ist aber so dürftig, dass man sich fragt, ob man nicht besser vor der Review noch schnell einen Pilotenschein gemacht hätte.


Aces of Thunder PSVR2 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Nachdem wir endlich im Cockpit sitzen. Sieht die Lage dank dem VR-Helm schon weitaus besser aus. Der erste Start klappt und unsere Maschine surrt gemütlich vor sich hin, während wir versuchen, über ein paar Hundert Meter unsere Kreise zu ziehen. Wir haben unsere ganz eigenen Probleme mit der Steuerung, da der Flieger ständig hin und her schwappt und wir mit den ganzen Anzeigen und Schaltern komplett überfordert sind. Nachdem wir den Kampf gegen die VR-Controller aufgegeben haben, da langsam die Arme schwer wurden, wechseln wir aufgrund des fehlenden Thrustmasters-Flightsticks zur dritten Steueroption, dem normalen Dualsense. Und siehe da, aus dem hektischen Rumgefuchtle und regelmässigen Chrashlandungen, wird ein viel angenehmeres Erlebnis als noch ein paar Minuten zuvor.


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Wir sind zwar noch kein König der Lüfte, aber immerhin haben wir unsere erste Mission erfolgreich abgeschlossen, auch wenn wir den Testflieger bei der Landung auf die Nase gelegt haben. Natürlich kommt kein Kampfflieger ohne Waffen aus. Je nach Modell sind wir mit Maschinengewehr und zusätzlichen Raketen ausgerüstet, um die gegnerischen Rivalen vom Himmel zu holen. Die meisten Missionen verlangen sowieso früher oder später zünftigen Patroneneinsatz.



Aber aufgepasst, die Munition ist beschränkt. Und wenn ihr ohne Feuerkraft in der Luft rumzirkelt, seid ihr ein gefundenes Fressen für eure Feinde. Im schlimmsten Fall wird euer Motor zerschossen und der Propeller gibt seinen Geist auf. Da hilft entweder der Schleudersitz oder, wenn es noch reicht, eine Bruchlandung in unmittelbarer Nähe. Machts es nicht so wie wir, die zwar den Sturz ins Meer überleben, unser Kriegsschiff aber keine Anzeichen zur Rettung bietet und uns gnadenlos unserem Schicksal überlässt. In solchen Situationen hilft nur ein Restart.



Fazit:

Lasst euch zuerst sagen: Aces of Thunder ist ohne VR praktisch unspielbar. Rein technisch gibt es hingegen gar nichts zu maulen. Extrem detaillierte Cockpits, die bei jedem Modell bis aufs kleinste Detail ausgeschmückt wurden, ein tolles Fluggefühl (aber auch nur dank des Dualsense Controllers) mit fantastischer Optik. Für den Hardcorefan, der auf hyperrealistische Flugmechaniken steht, ist Aces of Thunder ein wahrgewordener Traum. Die restlichen 99% der Gamer werden aber wahrscheinlich, so wie ich, spätestens nach ein paar Stunden den Vogel im Hangar stehen lassen. Denn neben den extrem dürftigen, beinahe nicht vorhandenen Erklärungen zu Steuerung und Flugverhalten, fehlt es einfach an Abwechslung. Zu ähnlich sind die meisten Missionen und ein richtiges Fighter Jet Feeling will nicht so recht aufkommen. Zu steil und lange scheint hier die Lernkurve. Und welcher Langweiler für das unterirdische Menu und das verwirrende Options Interface zuständig war, sollte sich vielleicht mal ein paar Konkurrenzprodukte zum Besten geben, damit es in Zukunft auch mit der Inspiration klappt.


Aces of Thunder PSVR2 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Aces of Thunder ist als Download für PC, Steam VR, PS5 und PSVR2 erhältlich. Wir haben das Spiel auf der PS5 mit und ohne PSVR2 getestet. Das Test-Muster stammt von Gaijin Entertainment, wofür wir uns herzlich bedanken!


Aces of Thunder PSVR2 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.
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