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The(G)net Review: Donkey Kong Bananza

Aktualisiert: 25. Juli 2025

Donkey Kong is back! Der sympathische Urwald Primat bekommt endlich seinen langersehnten 3D-Nachfolger. In Nintendos wilder Bananenbonanza wird die Umgebung zertrümmert bis kein Stein mehr auf dem anderen steht. Reiht sich die Abriss-Orgie in Nintendos makellose Jump&Run-Bilanz ein oder ist alles nur Show ohne Substanz?


Donkey Kong Bananza Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Bei Donkey Kong und Co. herrscht Goldgräberstimmung. Auf der von DKs Heimat-Eiland weit entfernten Igot Insel stiess man nicht nur auf eine Goldader, auch Riesen-Bananen wurden gefunden. Selbstverständlich wird die Affenmeute vom Minen Fieber gepackt und die ganze Bande schürft ohne Unterlass die wertvolle Schlauchfrucht. Getreu nach dem Motto: "Warum sich die Finger schmutzig machen, wenn es andere tun", reisst sich der skrupellose CEO der ominösen Void Co. sämtliche Bananen unter den Nagel und verschwindet mit der Beute und seinen Bodyguards Richtung Erdinneres.


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Weshalb ins Erdinnere und nicht weg vom Planeten!? Gerüchten zufolge erfüllt das Erreichen des Erd-Kerns sämtliche Wünsche. Was sich der CEO dabei genau erhofft, bleibt vorerst aber noch im Dunkeln. Sicher ist nur; positiv wird es für DK und Co. nicht enden! Mit zwei gesunden Armen und viel Power im Bizeps bricht unser Affen Held auf, um sich den Weg zum Mittelpunkt der Erde freizuschaufeln und dem Void Co.-Gesocks zuvorzukommen.


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Zunächst legen wir solo und ohne Sidekick-Unterstützung los. Donkeys Hauptfähigkeiten sind diesmal komplett auf Zerstörung ausgelegt. Mit einer gestreckten Geraden zerdeppern wir Mauern, Gebäude und Felsformationen und bahnen uns so den Weg durch die verschiedenen Schichten des Planeten. Überhänge und Decken schlagen wir mit einem Uppercut weg. Bodenplatten und flaches Terrain bearbeiten wir mit dem Tiefschlag und graben uns durchs Gestein. Wer lustig ist, haut ganze Hügel weg oder marodiert sich durch meterdicke Felsen. Nur wenn wir auf solides Metall stossen, endet die grosse Buddelei.


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DK rollt sich zu einer Kugel zusammen und wir überqueren die Abschnitte noch zackiger als im Laufschritt. Zu Beginn schlagen wir planlos alles weg, was uns vor die Fäuste kommt. Doch bald bemerken wir, dass sich hinter dem Abbruch-Wahnsinn ein System verbirgt. Wir stossen nicht nur auf massenweise Loot wie Goldklumpen, Schatzkisten, Extra Münzen, Fossilien und natürlich Bananen, sondern schalten regelmässig optionale Abschnitte mit kleinen Challenges frei.


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Da gilt es ein paar Gegner unter Zeitdruck in Kleinholz zu verarbeiten oder einen kurzen Plattform Abschnitt zu überstehen. Als Belohnung winkt mindestens eine von insgesamt 777 auffindbaren Riesenbananen. Auch hier hat der Sammelwahnsinn wie bei Super Mario Odyssey Methode. Sobald wir 5 Schlauchfrüchte zusammen haben, werden DKs Lieblingsobjekte in einen Skillpunkt umgetauscht. Wir erhöhen unter Anderem unsere Lebensherzen, schlagen noch härter zu oder schalten den eigenwilligen Doppelsprung frei. Die meisten Skills lassen sich gleich mehrere Male hochleveln.


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Eine weitere, wichtige Fähigkeit verbirgt sich hinter dem harmlos wirkenden Boden Klatscher. Da DK massenweisse Goldklumpen jeglicher Grösse freibaggert, nutzt er die Funktion per R-Button, um den umliegenden Loot einzusammeln. Im gleichen Atemzug nutzen wir die Schockwellen als Sonar-Scanner, um versteckte Items in unmittelbarer Nähe zu orten. Des Weiteren kann unser Kraftpaket Felsbrocken aus dem Boden reissen und als Wurfobjekt zielsicher per Fadenkreuz gegen Feinde einsetzen oder damit sogar Brücken bauen.


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Alternativ missbrauchen wir so einen Steinklumpen als Surfbrett und gleiten über stachelige Untergründe und anderes gefährliches Terrain. Abgerundet wird das gesamte Skillfeuerwerk mit dem Bananza Mode. Einmal den Slot gefüllt, der sich von unserem zusammen gesuchten Gold stets erneuert, verwandelt sich DK mit Brusttrommeln in seine finale Form. Breiter als zwei Türsteher zerlegt er dann selbst die grössten Gegner und dicksten Wände in ihre Moleküle. Einige Stellen lassen sich nur in Bananza-Form überwinden. Später gesellen sich noch weitere Bananza Varianten hinzu. Mehr wollen wir aber nicht verraten.


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Beinahe hätten wir noch einen wichtigen Hauptcharakter vergessen. Mario hatte Cappy, DK spannt mit Pauline zusammen. Relativ früh schalten wir den singenden Sidekick frei. Auf unseren Schultern hockend, palavert die junge Dame gelegentlich vor sich hin und informiert uns lautstark, falls sie im Umfeld ein Item erblickt oder wir eine Sache besonders gut erledigt haben. Ganz nett! Wir fanden aber ihren Gesang viel wertvoller. Per L-Taste trällert Pauline ein fröhliches Liedchen mit tanzenden Noten Symbolen, die uns den Weg zum nächsten Missionsziel weisen oder das eine oder andere Versteck lokalisieren.


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Es kommt schonmal vor, dass wir im destruktiven Übermut über eine Klippe stürzen. Befindet sich ein roter Rettungsballon im Inventar, ploppt dieser auf und transportiert uns zurück in sicheres Gelände. Fehlt uns das Item, stürzen wir ins Game Over und verlieren einen kleinen Teil unseres gehorteten Goldes.


Die einzelne Levels sind auf Semi-Open World getrimmt, wobei die Hauptmissionen stets mit einem Ziel Icon markiert werden. Stimmgabeln dienen als Checkpoints, die auch innerhalb der einzelnen Levels zum Fast Travel genutzt werden. Für eine Wechsel in andere, bereits erschlossene Schichten, malträtiert ihr einen Gong und werdet vom zuständigen Wurm-NPC in das Wunschlevel verfrachtet. Sollten wir die Orientierung verlieren, rufen wir die äusserst detaillierte World Map hervor, um uns auf den richtigen Kurs zu bringen.


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Neben den ganzen zerstörerischen Aktivitäten nehmen wir uns trotzdem noch Zeit für etwas Shopping. Und auch hier wird alles veräussert, bis Ebbe in der Kasse herrscht. Gold legen wir beim Dealer für Health Packs und Rettungsballone an oder schalten bei speziellen NPCs Shortcuts und neue Wege frei. Mehrere Bananen-Taler tauschen wir in Riesen-Bananen um. Die gefundenen Fossilien benötigen wir für neue Outfits für unser Duo oder alternative Körperfarben für unseren Gorilla. DKs und Paulines neue Kleider dienen aber nicht nur als Fashion Statement, sondern verleihen passive Extra-Buffs wie z.B. schnelleres Traversieren durch Schlamm und Schnee, mehr Loot oder eine verlängerte Bananza Phase.


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Ein weiteres Schmankerl, das man so von Nintendo eigentlich nicht kennt, ist der direkte Durchlauf. Wer sich nicht mit Sammeln, Suchen und Erforschen herumschlagen will, folgt einfach der Main Story und legt sich nach ca. 10 Stunden mit dem Endgegner an. Dabei verpasst man neben den vielen Upgrademöglichkeiten aber auch das eine oder andere Geheimlevel, in dem wir im klassischen SNES-Stil durch einen 2D-Abschnitt marschieren. Sogar für eine Hommage an den Retro Abriss Klassiker Rampage fand das Mario Odyssey-Team noch Zeit. Wir verbrachten im Normal Mode knapp 20 Stunden in DKs neustem Streich, haben aber noch lange nicht alle Bananen gefunden.


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Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf einem moderaten Level. Genre Unkundige und DK-Neulinge freuen sich über den zusätzlichen Easy Mode. Bananza verfügt sogar über einen Koop-Modus. Dabei übernimmt der zweite Spieler per Joycon Pauline. Diese wird mit einem zusätzlichen Cursor versehen und unterstützt mit geballter Schuss Power um das Gestein noch schneller zu eliminieren. Dies kann teilweise zu chaotischen Szenen führen, besonders wenn die junge Dame wieder mal einen halben Berg wegsprengt.


Für die kreativen Bananza-Klatscher finden wir im Titelscreen nach Betätigung der + Taste den DK Artist-Modus, wo wir in der Mouse-Konfiguration verschieden 3D-Objekte wie Bananen oder Affenköpfe bemalen, bearbeiten und umstylen dürfen.


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Fazit Armin:

Machen wir es kurz! Donkey Kong Bananza ist ein erneuter Brecher aus dem Hause Nintendo. Fantastische Performance, motivierendes Gameplay und Spielspass für Stunden. Das Team um Mario Odyssey hat nach jahrelanger Entwicklung wieder gezeigt, warum sie zur Speerspitze der Videogame Branche gehören. Hier stimmt wieder einmal alles. Sogar die deutsche Vertonung von Pauline zeugt von höchster Qualität. Die beiden sind sowieso ein tolles Paar, das sich hervorragen ergänzt. Spielerisch wird aus allen Rohren geschossen, was die Jump&Run Welt hergibt. Da ein Highlight das Nächste jagt, wird es nie langweilig und die unterschiedlichen "Bananzas" krempeln das Gameplay regelmässig komplett um. Ich verlor mich mehr als einmal im sinnlosen, aber sehr befriedigenden Zerstören ohne Ziel, um einfach ein bisschen Dampf abzulassen. Wenn Nintendo knapp einen Monat nach Release weiterhin so eine Schiene fährt, muss man sich um die Zukunft der Switch 2 garantiert keine Sorgen machen.


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Fazit Sascha:

Fun, wie es nur Nintendo kann! Angesichts der ersten Trailer war ich noch skeptisch, ob man sich nicht im Chaos verlieren würde, weil man ja wirklich fast alles zerstören kann. Ich darf aber Entwarnung geben, denn einige klevere Designentscheidungen sorgen dafür, dass man die Übersicht behält, auch wenn man sich noch so tief in einen Berg eingräbt. Das Ganze hat System und schnell merkt man, dass uns gezielte Demolierung oft weiter bringt, als blinde Zerstörungswut. Auch wenn letztere unglaublich befriedigend ausfällt (gerade nach einem stressigen Arbeitstag!). Nach ein paar Layern zeigt sich dann wieder Nintendos unfassbarer Einfallsreichtum, der mich mehr als einmal völlig überrascht hat. Dass die Grafik bei allem, was auf dem Screen los ist, dennoch fast immer geschmeidig bleibt, lässt mein Gamerherz höher schlagen. Da vermisse ich plötzlich auch den Klempner nicht mehr, den ich mir zum Start der Switch 2 so sehr gewünscht hatte. Schade fand ich eigentlich nur, dass die Spiele-Cartridge diesmal leider keine gelbe Farbe hat.


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Donkey Kong Bananza ist exklusiv für Nintendo Switch 2 erschienen. Unser Test-Muster stammt von Nintendo, wofür wir uns herzlich bedanken!


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