top of page

The(G)net Review: Gunstoppable

Der rasante Roguelite Shooter von CAGE Studios verbindet klassische Arena Action mit Parkour, Zeitlupeneffekten, absurd starken Waffen und einem simplen Grundsatz: Je schneller wir unterwegs sind, desto mehr Schaden richten wir an. Wer hier gemütlich um die Ecke späht, hat bereits verloren.


Gunstoppable Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Das Herzstück von Gunstoppable ist Bewegung. Rennen, rutschen, an Wänden entlanglaufen, aif Schienen grinden und sich mit einem Greifhaken durch die Arenen katapultieren gehören nicht nur zur Fortbewegung, sondern direkt zum Kampfsystem. Denn Geschwindigkeit bedeutet Schaden. Je mehr Schwung wir aufbauen, desto mehr Power haben unsere Waffen. Dadurch entsteht ein wunderbar aggressiver Spielfluss, bei dem wir permanent versuchen, Bewegung und Feuerkraft miteinander zu kombinieren.


Gunstoppable Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Nach kurzer Eingewöhnung fliegen wir quasi durch die Levels, wechseln blitzschnell die Richtung, feuern im Akimbo-Stil und versuchen gleichzeitig, möglichst viel Momentum zu behalten. Besonders wenn mehrere Gegnergruppen gleichzeitig angreifen, entwickelt Gunstoppable eine herrlich chaotische Dynamik.


Gunstoppable Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Natürlich wäre die ganze Akrobatik nur halb so unterhaltsam, wenn das Waffenarsenal nicht mithalten könnte. Gunstoppable lässt uns zwei Waffen gleichzeitig verwenden und zahlreiche Kombinationen ausprobieren. Pistolen, Schrotflinten, Raketenwerfer und weitere Schiessprügel lassen sich mit verschiedenen Verbesserungen versehen. Dadurch entstehen Builds, die manchmal sinnvoll und manchmal einfach herrlich bescheuert sind. Genau darin liegt ein grosser Teil des Reizes. Das Roguelite Prinzip sorgt dabei für den nötigen Spieltrieb. Gegner beseitigen, Verbesserungen einsammeln, neue Möglichkeiten entdecken, stärker werden und irgendwann trotzdem spektakulär ins virtuelle Gras beissen. Danach beginnt der nächste Versuch.


Gunstoppable Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Die Waffenbalance ist allerdings nicht immer perfekt. Einige Kombinationen fühlen sich deutlich mächtiger an als andere, wodurch bestimmte Optionen schnell zur bevorzugten Wahl werden können. Gerade bei einem Spiel, das so stark von experimentellen Builds lebt, hätte etwas mehr Gleichgewicht nicht geschadet. Dafür ist der sogenannte Reaper Mode hervorragend gelungen. Erfolgreiche Abschüsse ermöglichen es, die Zeit deutlich zu verlangsamen und sich für einige Sekunden wie der uneheliche Nachwuchs von Neo aus The Matrix zu fühlen. Der Effekt sieht nicht nur cool aus, sondern lässt sich taktisch einsetzen. In besonders hektischen Situationen können wir Gegner gezielt ausschalten, unsere Position korrigieren oder eine Angriffskette fortsetzen.


Gunstoppable Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Optisch setzt Gunstoppable auf kräftige Farben, Neonbeleuchtung und eine überzeichnete Science Fiction Welt. Roboterhorden, futuristische Arenen und grössenwahnsinnige Milliardäre passen perfekt zum bewusst überdrehten Ton. Die Geschichte selbst ist eher Mittel zum Zweck. Wir übernehmen die Rolle eines kybernetisch aufgerüsteten Kämpfers und ziehen gegen jene Eliten ins Feld, die hinter dem persönlichen Schicksal unseres Helden stehen. Gunstoppable versucht damit zwar, seinem Dauerfeuer einen erzählerischen Rahmen zu geben, doch niemand dürfte das Spiel wegen seiner tiefgründigen Story starten.


Gunstoppable Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Der grösste Kritikpunkt ist der Umfang. Wer hauptsächlich die Kampagne durchspielen möchte, dürfte nach ca. 3 Stunden das Ende erreichen. Gunstoppable setzt deutlich stärker auf wiederholte Durchläufe. Das muss kein Nachteil sein. Wer Roguelites liebt und gerne an Bewegungsabläufen sowie Waffen Kombinationen feilt, bekommt reichlich Motivation für weitere Runden. Solo-Spieler, die eigentlich nur einen guten Singleplayer Shooter suchen und nach dem Finale weiterziehen, könnten dagegen etwas enttäuscht sein.



Fazit:

Kurz, aber ziemlich explosiv. In Gunstoppable greifen Movement, Waffen und Roguelite Mechaniken hervorragend ineinander und erzeugen einen Shooter, der besonders dann glänzt, wenn auf dem Bildschirm völliges Chaos herrscht. Nicht jede Waffe ist nützlich und die Kampagne könnte umfangreicher sein. Dafür stimmt das Gameplay. Die Steuerung fühlt sich gut an, die Kämpfe besitzen ordentlich Druck und das Experimentieren mit verschiedenen Kombinationen motiviert zu weiteren Durchläufen. Wer bei Doom Eternal bereits fand, dass normales Rennen eigentlich viel zu langsam ist, dürfte sich hier ziemlich schnell zuhause fühlen.


Gunstoppable Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Gunstoppable ist als Download für Xbox Series X|S und PC erhältlich. Wir haben das Spiel auf dem PC getestet. Das Test-Muster stammt von CAGE Studios, wofür wir uns herzlich bedanken!


Gunstoppable Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.
Jetzt Spiele bei WoG.ch bestellen!

Kommentare


The(G)net ist Mitglied des

Swiss Community Network Member

SCN-Mitglieder:

Unterstütze The(G)net

Donate mit PayPal
Metal Slug Arab-Talk GIF

powered by

Copyright © 1999 - 2026 The(G)net Schweiz

Das unabhängige Schweizer Spiele Magazin

bottom of page