The(G)net Review: Metal Unit

Metal Unit ist nicht das neue Metallica Album. Metal Unit ist aber mindestens genauso hart wie die amerikanische Lärm Kapelle. Doch statt Heavy Metal gibt's hier Roguelike satt.


Metal Unit Nintendo Switch Roguelike

Auf der Switch ist ja die heilige Dreifaltigkeit des 2D Roguelike schon versammelt. Hades, Dead Cells und Binding of Isaac teilen sich ohne grosse Konkurrenz die Früchte des Erfolgs des (ehemaligen?) Nischengenres. Die Grundtechniken sind bekannt: Spielen, bis das einzige Leben futsch ist und dann beginnt die ganze Leier wieder von vorne.


Metal Unit Nintendo Switch Roguelike

Jeanne, ein frecher Teeny, schnappt sich einen Prototyp-Mech Anzug und kämpft sich durch Baukastenlevels. Für den Nahkampf gibt's Schwert, Axt oder Speer, den Rest erledigt ihr mit Wummen wie Magnum, Pumpgun oder MG. Per L & R-Trigger greift ihr auf Spezialattacken zurück, deren Leiste mal schneller oder länger zum Aufladen benötigt. 2 Rüstungslots verhelfen uns zu mehr Geschwindigkeit, schnellerem Weapon Cooldown und mehr. Abgerundet wird das Skillset von Double Jump und einer Dash-Funktion.


Metal Unit Nintendo Switch Roguelike

Im Tutorial wird kurz das Spielprinzip umrissen. Pro Raum gilt es eine vorgegebene Anzahl an Bösewichtern auszuknocken. Schatzkisten und Geheimräume versprechen neue Ballermänner und Zusätze. Alle paar Abschnitte lang rettet ihr euch in ein Dorf, verscherbelt unnütze Items, holt euch neue Waffen mit gefundenen Goldmünzen oder symbiotisiert zwei Items aus dem Inventar zu einem neuen, besseren Gegenstand. Knackt ihr jeweils den Levelboss, müsst ihr die ca. 15 Abschnitte davor nicht mehr wiederholen, ansonsten geht's bei jedem Tod ruckzuck zum Levelanfang.


Metal Unit Nintendo Switch Roguelike

Glücklicherweise verlieren wir unsere Ausrüstung nicht. Finden wir im vorherigen Run wertvolle Bonus Kristalle, pumpen wir die Upgrade Edelsteine in den permanenten Skilltree, der unsere Lebensleiste erhöht, uns schneller werden lässt oder im Nahkampf den Schaden erhöht. Später im Spiel bekommen wir komplett neue Mech Suits, deren Loadouts und Fähigkeiten sich vom Original-Anzug unterscheiden.



Fazit:

Also wenn man schon im Tutorial stirbt und es danach nochmal von Anfang an durchackern muss, lässt den Fachmann staunen, und den Laien wundern. Auch dass ich mich erneut durch die nervigen Dialogboxen der Cutscenes klicken muss, widerspricht der Logik eines Roguelike. Wenn ich schon von Anfang starten muss, dann bitte schnell und ohne solche Bremsen! Im Grunde spielt sich Metal Unit äusserst solide und besticht vor allem im technischen Bereich. Joanna steuert sich präzise, wie man es von einem 2D-Tausendsassa gewohnt ist. Das Gunplay macht Spass und das kontinuierliche Wechseln immer neuer Waffen und Upgrades bietet angenehme Abwechslung. Auch das Progressionssystem macht keine grossen Fehler. Leider reicht nur saubere Programmierung 2021 nicht mehr. Das Alleinstellungsmerkmal fehlt. Die Heldin ist austauschbar, die Gegner pendeln zwischen "schon 1000mal gesehen" und "ach, der schon wieder" und nach dem 50. Raum wechsle ich lieber wieder zum Dauerbrenner Hades. Metal Unit bietet einfach nichts neues. Und wie schon erwähnt wirkt unsere Metalleinheit im Gegensatz zum besagten Königstrio leicht altbacken und schafft es einfach nicht, den hohen Suchtfaktor der Konkurrenz zu erreichen.



Metal Unit ist ausschliesslich digital erhältlich und zwar für Nintendo Switch und PC (Steam). Wir haben vom Publisher freundlicherweise einen Review-Key erhalten, womit wir euch diesen Testbericht liefern konnten.

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