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The(G)net Review: Replaced

Die Entwickler von Sad Cat Studios werkeln schon eine ganze Weile an Replaced. Erstmals wurde der Sidecrawler bereits 2021 angekündigt, sollte 2022 erscheinen. 2026 erblickt er nach zahlreichen Verschiebungen endlich das Licht der Welt auf der Xbox und dem PC. Bereits als ich die ersten Bilder und Videos sah, wollte ich es unbedingt spielen. Nun habe ich die Chance und verrate euch, ob sich das Warten gelohnt hat.


Replaced Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Wir schreiben das Jahr 1984 in einem von Nuklearwaffen zerstörten Amerika. In Phoenix City hat die Phoenix Corporation das Sagen und um die Stadt eine riesige Mauer gebaut, um die Schwachen und Kranken draussen zu halten. Wenn jemand von den Reichen innerhalb der Stadtmauern ein Organ oder Körperteil benötigt, müssen die Ausgestossenen draussen als Spender herhalten. Unser Protagonist Warren arbeitet für diese mächtige Organisation, zusammen mit der KI R.E.A.R.C.


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Nach einem noch ungeklärten Vorfall übernimmt die KI den Körper von Warren und flüchtet vor den Troopern, dem Sicherheitsdienst der Phoenix Corporation. So finden sie sich die beiden schon bald ausserhalb der Stadtmauern wieder. Nun gilt es zurück in die Stadt zukommen und herauszufinden, was genau passiert ist.


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Die Story ist eine der grossen Stärken von Replaced. Neben Rückblenden gibt es jede Menge schriftliche Infos in der Welt zu finden und auch die Dialoge mit den Bewohnern vertiefen die Geschichte. Leider alles ohne Sprachausgabe. Wenn ihr also vollständig in die Lore von Replaced eintauchen wollt, gibt es viel zu lesen.



Wortwörtlich ins Auge fällt die Grafik. Wer Pixelspiele bis jetzt als altmodisch und unschön abgetan hat, wir hier eines Besseren belehrt. 2.5D-Pixelgrafik wird mit 3D-Rendering vermischt. Heraus kommen sehr detailreiche Levels mit wunderschöner Beleuchtung und dynamischer Kamera-Führung. Die Screenshots sprechen für sich. Lichter spiegeln sich im Wasser, Bäume wehen im Wind, Vögel fliegen auf und andere Tiere bevölkern die Spielwelt.


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Die Bild für Bild erstellten Animationen der Figuren und die sich verändernden Kamerawinkel verleihen dem ganzen einen cineastischen Anstrich. So ist es auch möglich, verschiedene Ebenen per Treppen zu erreichen. Man muss also nicht nur von links nach rechts laufen, was die Klettereinlagen und Rätsel spannender und anspruchsvoller macht. Leider wird man das eine oder andere Mal nicht um den Game Over Bildschirm kommen, wenn man mal wieder ins Leere springt oder einfach das falsche Timing erwischt.


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Um weiterzukommen muss mal einen Generator mit einer Batterie versorgt oder ein Passwort gefunden werden. Mit der Spitzhacke werden brüchigen Wände zerstört, um neue Wege freizulegen. Natürlich dürfen in einer feindseligen Welt auch Kämpfe gegen verschiedene Gegner nicht fehlen. Neben den Troopen, werden einem später auch die Termites das Leben schwermachen.


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Am Anfang ist Warren nur mit einem Schlagstock ausgestattet, mit dem er die Widersacher verprügelt oder Angriffe blockt. Nachdem er Tempest kennenlernt hilft dieser ihm, den Stock auch als Schusswaffe zu nutzen. Dank Freeflow-Kampfsystem sehen die Fights fantastisch aus und erinnern ein wenig an die Batman Arkham-Serie. Es macht eine Menge Spass Schilde oder Panzerungen zu zerstören und im richtigen Moment zu blocken, um Konter-Moves oder Finisher auszulösen.


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Durch das Lösen kleiner Nebenquests für die Bewohner erhalten wir Boni und Erweiterungen, wie zum Beispiel einen Schutzschild oder die Möglichkeit, ganzen Gegnerhorden per Schockwelle wegzuhauen. Das kann schonmal chaotisch werden und sieht auch so aus.


Die Reise durch Phoenix City dauert im Schnitt 10 Stunden. Komplettisten dürfen aber mit guten 15 Stunden rechnen.



Fazit:

Bereits der erste Trailer machte mich extrem Neugierig. Nachdem ich die Demo gespielt hatte war ich begeistert und nun, nachdem ich das fertige Spiel testen durfte, kann ich sagen: Das ist ganz grosses Kino! Die Levels, die Kameraführung, der Soundtrack… alles passt perfekt zusammen. Replaced erzählt aber nicht nur eine düstere und tiefgründige Story und sieht toll aus, es bietet auch viel Abwechslung durch zahlreiche Jump'n Run-, Rätsel- und Kampfeinlagen. Natürlich nervt es hin und wieder, wenn man zum x-ten Mal eine Passage wiederholen muss, da einem die Kamera oder die Steuerung kurz im Stich lässt. Aber solche Fälle gibt in anderen Spielen dieser Art oft noch öfters. Und die Speicher-Probleme auf der Xbox, mit dem das Spiel beim Release zu kämpfen hatte, sollten mittlerweile per Patch bereinigt sein. Der einzige wirkliche Wermutstropfen ist die fehlende Sprachausgabe. Diese hätte dem cineastischen Abenteuer noch mehr Realismus verliehen. Jeder, der mit einer dystopischen Geschichte und Sidecrawler nur ansatzweise etwas anfangen kann, sollte sich diese Indie Perle auf jeden Fall gönnen.


Replaced Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Replaced ist zum Zeitpunkt dieses Test nur als Download für Xbox Series X|S und PC sowie im Game Pass zu haben. Wir haben uns das Spiel auf dem PC angesehen. Das Test-Muster stammt von Thunderful Games, wofür wir uns herzlich bedanken.


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