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The(G)net Review: The Legend of Zelda: Link's Awakening

1993 erschien Link's Awakening als erstes Zelda-Spiel auf dem Gameboy. 26 Jahre später kommt das Kleinod von damals als komplett überarbeitetes Remake auf die Switch. Ob der neue Look den Charme des Originals beibehalten konnte und was es sonst noch für Änderungen gibt, erfahrt ihr in unserem Review.


26 Jahre sind seit dem Gameboy Original vergangen

Ein Vierteljahrhundert ist es her seit der Gameboy Klassiker Zelda: Link's Awakening als erstes Game der Reihe auf einem Handheld erschien und neue Massstäbe setzte. Das Spiel war ein voller Erfolg und gehört auch heute noch zu den beliebtesten Titeln der Serie.

Der Jubel unter den Fans war daher auch gross, als Nintendo überraschend während seiner Direct Präsentation im Februar 2019 das Remake für die Nintendo Switch ankündigte.


Wie im Original beginnt unsere Reise mit unserem Helden auf einem Segelschiff. Link hat gerade sein letztes Abenteuer bestritten und ist nun auf dem Weg zurück in seine Heimat Hyrule. Da zieht auf einmal ein Sturm auf und bringt das kleine Holzboot zum Kentern.

Link wird an Land gespült, wo er regungslos liegen bleibt. Glück im Unglück, denn bald darauf wird er von dem Mädchen Marin und ihrem Vater Tarin gefunden, die ihn zu sich nach Hause bringen, wo sie sich liebevoll um ihn kümmern und ihn wieder aufpäppeln. Als Link endlich die Augen aufschlägt, erfährt er von Tarin, dass er sich auf der Insel Coccolint befindet und diese nur verlassen kann, wenn er den Windfisch erweckt. Dieser schläft tief und fest in einem Ei auf dem Berg in der Mitte der Insel. Um den schlafenden Fisch aus seinem Schlummer zu reissen, benötigt Link verschiedene Instrumente, die in acht Palästen verteilt zu finden sind. In gewohnter Zelda-Manier muss sich Link nun durch die Welt kämpfen, Geheimnisse lösen und Dungeons bewältigen und so ein weiteres, grosses Abenteuer bestreiten.


Link startet sein Abenteuer... im Bett.

Wo auf dem Gameboy das Spiel noch in pixeligem Schwarz und Weiss daher kam, verzaubert das Abenteuer nun mit einer knallbunten, extrem plastischen 2.5D Landschaft. Der Grafik wurde ein komplett neuer Look verpasst, ohne dass der Charme des Originals dabei verloren ging. Die verspielte Diorama-Optik verzaubert auf den ersten Blick und passt perfekt zu der wirren, wundersamen Welt rund um den Windfisch. Auch der Sound wurde von Grund auf überarbeitet und neu mit richtigen Instrumenten aufgenommen. Erklangen damals noch einfache Synthesizerklänge aus dem Gameboy erwartet uns nun ein kleiner orchestraler Ohrenschmaus mit den bekannte Klängen und Melodien aus dem Zelda-Universum. Ebenfalls wurde auch hier bedacht auf einfachere Musikinstrumente gesetzt wie Flöten und Streicher, die die Niedlichkeit und Einfachheit des Spiels unterstreichen und perfekt zum knuddeligen Design passen.


David gegen Goliath... mit Flügeln.

Das Gameplay geht einfach von der Hand und behält die simple Steuerung des Vorgängers bei. Dennoch wurde auch hier einiges verbessert. Konnten wir Link auf dem Gameboy nur in vier Richtungen steuern, klappt dies bei der Switch-Version in acht, was den Spielfluss ungemein erhöht. Auch wurde die Handhabung der Items vereinfacht. So sind Schwert und Schild nun immer ausgerüstet und wir müssen sie nicht zuerst ablegen um ein anders Item nutzen zu können.


Im Editor basteln wir uns eigene Dungeons!

Ganz neu ist der Dungeon-Editor. Dieser erlaubt es dem Spieler eigene Levels zu entwerfen. Während die Dungeons im Spiel erobert werden, schaltet der Spieler Kammern frei, welche dann zum Bau von eigenen Level benutzen werden können.


Ebenso neu können Amiibos eingesetzt werden. Passend zum Start des Spiels erscheint auch ein neuer Link Amiibo. Mit diesem kann ein Schatten-Link gerufen werden, gegen den wir in unseren selbstgebauten Dungeons antreten können. Auch andere Amiibos aus der Zelda-Reihe bergen Effekte, welche in unseren eigen entworfenen Levels zum Vorschein kommen.



Fazit: Zelda: Links Awakening kommt in einer wunderschönen Neuinterpretation eines allseits beliebten Klassikers auf die Switch und begeistert bereits auf den ersten Blick mit seinem knuddeligen neuen Look. Nintendo vereint gekonnt das nostalgische Abenteuer mit dem Anspruch eines zeitgemässen Spielerlebnisses und weiss auch über 25 Jahre später mit dem Titel zu begeistern. Die Geschichte und Steuerung wurden grösstenteils beibehalten und versprühen auch heute noch denselben Charme wie damals. Allerdings wurde auch an einigen Ecken und Kanten geschraubt und Verbesserungen implementiert, welche zum Spielfluss beitragen. So können wir Link nun einfacher durch die Spielewelt steuern und auch die Weltkarte ist detaillierter und grösser, was alles überschaubarer macht. Der Dungeon-Editor ist ein schöner Zusatz und verspricht viele spannende (Bastel-) Stunden. Neben der Standard-Version und dem niedlichen Link-Amiibo erscheint auch eine wunderschöne Collectors Edition mit einer Hülle im Gameboydesign, welche vor allem Fans des Klassikers begeistern wird. The Legend of Zelda: Link's Awakening ist sicherlich eines der schönsten Remakes der letzten Jahre, welches ich jedem alten wie neuen Fan der Reihe wärmstens ans Herz legen möchte.