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The(G)net Review: The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom

Die Pest namens Ganondorf ist mal wieder in Hyrule ausgebrochen. Nach langem Warten dürfen wir nun endlich wieder die Welt von The Legend of Zelda betreten und diese vor dem Untergang retten. Wach auf Link, die Arbeit ruft!


The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom Test Review Testbericht Nintendo Switch

Zusammen mit Zelda erforschen wir den Untergrund und sind auf der Suche nach Spuren der alten Sonau-Zivilisation, welche früher in Hyrule gelebt haben soll. Neben Wandgemälden, die die Geschichte von Hyrule erzählen, stossen wir auf einen mysteriösen, grossen Raum, in dem eine männliche, rothaarige Mumie zu liegen scheint. Und wir alle wissen, im Zelda-Universum gibt es nur einen rothaarigen Mann und das verheisst nichts Gutes. Wir treten näher an das Podest mit der Mumie heran, als diese sich auf einmal bewegt. Innert Sekunden ist die Kacke am Dampfen. Zelda verschwindet vor unseren Augen, das Masterschwert zerbröselt bei Berührung mit dem Miasma, welches Ganondorf uns entgegenwirft und Link wird schwer verwundet. Einzig ein mysteriös leuchtender Arm rettet uns vor dem vollkommenen Elend und zieht Link in letzter Sekunde in Sicherheit. Völlig erschöpft und all unserer Herzen und Ausrüstung beraubt, wacht Link in einer Höhle auf. Eine Stimme ruft uns zu sich. Stellt sich heraus, bei der Stimme und dem leuchtenden Arm handelt es sich um Rauru, der erste König von Hyrule und einer der letzten Sonau.


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Unter der Leitung von Rauru, erkunden wir nun die erste Himmelsinsel auf der wir aufgewacht sind und ähnlich wie bei Breath of the Wild, müssen wir zuerst die vier Schreine in der Startregion lösen um so unsere neuen Fähigkeiten zu erlangen. Denn, Raurus leuchtender Arm dient Link jetzt als Prothese und dessen Kräfte wollen zuerst wieder aktiviert werden, bevor wir uns in die offene, freie Welt stürzen können.


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Die erste der neuen Fähigkeiten ist die Ultra-Hand. Mit dieser kann Link Objekte greifen, hochheben, drehen und bei Bedarf an anderen Objekten befestigen. Die Ultra-Hand erlaubt es uns grosse Konstrukte zu bauen oder aber auch Hindernisse aus dem Weg zu schaffen. Weiter erlernt Link die Synthese, welche es uns erlaubt Objekte an unsere Waffen und Schilde zu craften um so neue Varianten unserer Ausrüstung herzustellen. Zum Beispiel kann so aus einem Holzstock und einem Stein ein Hammer hergestellt werden. Als drittes kommt der Deckensprung hinzu. Der macht es möglich durch Decken in Höhlen oder z.B. Plattformen hindurch zu tauchen um so schneller voran zu kommen oder Orte zu erreichen, die Link ansonsten nicht zugänglich wären. Als letztes kommt die Zeitumkehr zu den vier Grundfähigkeiten hinzu. Die, wie der Name schon sagt, ermöglicht es die Zeit zurück zu drehen um so die Platzierung oder Bewegung eines Objekts rückgängig zu machen. Im späteren Verlauf des Spiels erhalten wir zusätzlich noch das Fotomodul, dass man bereits aus BotW kennt und die Fähigkeit Fahrzeuge oder andere Bauten schneller herzustellen mithilfe von Bauplänen. Damit spart ihr euch viel Zeit, wenn ihr immer mal wieder die gleichen Objekte basteln wollt.


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Haben wir die Startinsel erst einmal hinter uns gelassen, geht es auf in die offene Welt von Tears of the Kingdom. Wem Breath of the Wild noch gut im Gedächtnis ist, der wird sich sofort zu recht finden, da die Oberwelt grundsätzlich kaum verändert wurde. Was wiederum natürlich neu hinzu gekommen ist, ist die Himmelswelt, in der wir diverse Archipele vorfinden und der Untergrund, welcher Pechschwarz ist und nur mit dem passenden Equipment angegangen werden sollte. Doch sprechen wir zuerst über die Oberwelt, darin werdet ihr wohl die meiste Zeit verbringen. Wie bereits im Vorgänger ist diese in 12 Regionen aufgeteilt, welche ihr nach und nach aufdeckt. Das macht ihr via den Kartografie-Türmen, die gut sichtbar in der Gegend rumstehen. Ist ein Turm einmal aktiviert, dient dieser als Schnellreisepunkt und ihr deckt damit die Karte des Gebiets, sowie die Karte der dazu gehörenden Himmelsregion auf. Zudem dienen die Türme auch als Transportmittel um die Inseln im Himmel zu erreichen, denn die Türme katapultieren euch kerzengerade hoch in die Luft, damit ihr dann mit eurem Parasegel in jegliche Richtung schweben könnt. Ebenfalls auf der Oberwelt findet man die grösste Anzahl der Rätselschreine. Nach jedem Abschluss eines Schreins erhält Link ein Segenslicht. Habt ihr vier davon gesammelt, könnt ihr diese entweder gegen ein zusätzliches Herz oder ein bisschen mehr Stamina eintauschen. Beides sind wichtige Upgrades. Gerade fürs Entdecken, Klettern und durch die Lüfte Segeln braucht es viel Stamina. Natürlich trefft ihr in der Welt auch zahlreiche reisende NPCs, die euch gerne Tipps geben, eure Hilfe benötigen oder auch mal ein paar Kochzutaten verkaufen.


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Apropos Kochzutaten. Das Kochen aus Breath of the Wild ist auch wieder zurück. So sammelt Link fleissig alle Pilze, Gräser, Äpfel, Insekten oder Fische und verarbeitet diese an einer Kochstelle zu leckeren Gerichten oder Medizin. Die Gerichte füllen eure Herzen wieder auf, wenn ein Bösewicht euch mal eine übergebraten hat und mit der Medizin könnt ihr euch z.B. gegen Effekte wie Hitze oder Kälte schützen. Aber auch Dinge wie Stamina-Medizin oder Spurt-Medizin für schnelleres Laufen könnt ihr mit den passenden Zutaten köcheln. Neben den Kochutensilien findet ihr auch weiterhin Gegenstände wie Edelsteine, die ihr entweder gewinnbringend verkauft oder jetzt neu mit der Synthese Fähigkeit zum craften von Waffen verwendet.


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Komplett neu in TotK sind die sogenannten Sonau-Bauteile. Dabei handelt es sich um Objekte, mit denen ihr die wildesten Fahrzeuge und Kampfmaschinen herstellt. Darunter findet man beispielsweise Räder, Flammenwerfer, Scheinwerfer, Propeller, Raketen und vieles mehr. Ein paar dutzend Bauteile gibt es im Spiel. Die findet ihr ab und zu einfach mal so in der Welt herumliegen oder ihr holt euch die Bauteile aus den riesigen Kapselmaschinen, die man an vielen Stellen in der Welt antrifft. Der Unterschied hierbei ist, dass Link die Kapseln im Inventar mit sich tragen kann. Die offenen Bauteile in der Welt jedoch müsst ihr gleich vor Ort verwenden. Als Währung für die Kapselautomaten dienen übrigens Sonau-Gegenstände, die von den Sonaugegnern gedropped werden. Klingt alles komplizierter als es eigentlich ist. Um die Baukonstrukte anzutreiben bedarf es natürlich auch Energie. Link erhält zu Beginn des Abenteuers eine Batterie, die ihr im Laufe des Spiels upgraden könnt. Weiter findet ihr Batterien unter den Sonau-Bauteilen, welche euch einen zusätzlichen Schub gewähren.


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Ist uns die Oberwelt mit ihren Nebenquests, Schreinen und anderen Aktivitäten mal zu langweilig, geht es ab in die Lüfte oder tief unter die Erde. Wie bereits erwähnt, ist der Himmel voll mit Archipelen, wo ihr kleinere Rätsel löst, Minibosse auf euch warten und Schätze eingesammelt. Die Unterwelt hingegen ist düster, gefährlich und Stockdunkel. Hier wimmelt es von Gegnern und Miasma. Miasma ist eine schleimartige, rote Grütze, die Link bei Berührung nicht nur Herzen abzieht, sondern diese auch gleich temporär versteinert. Sind die Herzen erst einmal versteinert, könnt ihr diese erst wieder aktivieren, wenn Link eine Anti-Miasma-Mahlzeit zu sich nimmt, ihr wieder an die Oberfläche zurückkehrt oder eine der Leuchtwurzeln im Untergrund aktiviert. Die Leuchtwurzeln sind das Pendant zu den Kartografie-Türmen der Oberwelt. Heisst leider auch, dass der Untergrund nochmals komplett aufgedeckt werden muss und dies nicht wie der Himmel, parallel mit der Oberwelt zusammenhängt. Im Untergrund gibt es aber auch Diverses zu finden. So sammelt ihr hier die Irrlichter ein, welche im passenden Shop gegen Zutaten oder Outfits eingetauscht werden können. Wichtig sind auch die Sonau-Minen, in denen ihr Energietanks für euer Batterie-Upgrades einkauft. Damit ihr nicht einfach im Dunkel herumstolpern müsst, sammelt ihr am besten fleissig Leuchtsamen ein, die ihr dann wie kleine Lampen in der Gegend verstreuen könnt.


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Was in Tears of the Kingdom natürlich auch nicht fehlen darf sind die Krogs! Wer kennt sie nicht aus BotW, die kleinen, grünen Waldgeister, die sich zuhauf in der gesamten Spielwelt verstecken. Jedesmal wenn ihr einen dieser Krogs findet, schenkt er euch einen Krogsamen, den ihr dann später bei Maronus (dem Riesenkrog mit den Marakas) gegen Inventar-Upgrades eintauschen könnt. Ist die Waffentasche also immer zum Bersten voll, lohnt sich ein Abstecher zum tanzenden Krog, um ein bisschen mehr Platz zu schaffen.


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Ich könnte hier noch ewig über die vielen Details und Aufgaben in The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom sprechen aber am besten entdeckt ihr es einfach selbst. Wer sich dabei voll auf die Story konzentrieren möchte muss so ca. 55-60 Stunden mitbringen. Wer allerdings alles bis ins hinterste Eck erkunden und erledigen will, kann gut und gerne 200 Stunden, wenn nicht sogar mehr ins Spiel investieren.



Fazit:

Lange mussten wir auf den neusten Ableger der Zelda-Reihe warten. Als Fan von Breath of the Wild hatte ich grosse Erwartungen an Tears of the Kingdom. Wurden diese erfüllt? Ja und nein. Auf den ersten Blick erscheint natürlich alles glänzend und neu. Man erwacht in einem Tempel im Himmel und nach dem Erlernen der Grundfähigkeiten eröffnet sich uns eine fast endlos scheinende Spielwelt. Doch einmal auf dem Boden der Tatsachen angekommen, muss man feststellen, dass sich in der bereits bekannten Welt von Hyrule nicht viel verändert hat. Wer sich in BotW wie in seiner eigenen Westentasche auskannte, wird sich auch in TotK gleich wie zu Hause fühlen. Heisst aber im Umkehrschluss auch, dass sich die Spielwelt nicht ganz so frisch anfühlt, wie man dass vielleicht gerne hätte und so “nur“ noch die Untergrund- und Himmelswelt wirklich Neues bieten. Gleiches gilt bei den Nebenquests, wo viele Aufgaben sehr ähnlich bis fast identisch zu BotW erscheinen und auch bei den kleinen Schreinen wirken einige Rätsel doch sehr vertraut und wurden einfach ein bisschen auf die neuen Fähigkeiten angepasst. Versteht mich jetzt nicht falsch, vieles ist natürlich neu, doch wurde wohl hier und da gerne in die Recyclingbüchse gegriffen. Ebenfalls scheint die wenige Kritik, die damals gegenüber BotW geäussert wurde, keinerlei Einfluss auf das neue Spiel gehabt zu haben. Spieler, die sich richtige Dungeons gewünscht haben, müssen weiterhin warten und auch die zerbrechlichen Waffen und Schilde feiern eine Rückkehr. Grundsätzlich, habe ich nichts gegen zerbrechliche Waffen in Spielen, wenn dann aber mein halbes Waffenarsenal an einer kleineren Gegnergruppe zerbröselt, ist dass schon nicht so geil. Mir scheint auch die Schwerter haben noch eine kürzere Lebensdauer als im letzten Teil, sollte wohl ein Hinweis der Entwickler sein, dass man die neue Synthesekraft öfter nutzt und sich so stärkere Waffen schmiedet. Loben muss ich aber die Story, diese hat mir deutlich besser als bei Breath of the Wild gefallen.


Über die Performance bei Nintendo Switch Spielen müssen wir glaube ich kaum noch sprechen. Das übliche Ruckeln und Zuckeln ist bei actiongeladenen Spielszenen wie so oft vorhanden. Die gute Switch bräuchte halt wirklich mal einen Nachfolger. Aber trotz alle dem, hatte ich mit TotK viel Spass und wenn man meiner Switch glauben schenken darf, habe ich fast 100 Stunden auf der Spieluhr. Wer BotW liebte, wird auch TotK lieben und damit sehr lange, sehr viel Spass haben. The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom ist für mich wie ein Witz, den man schon kennt. Er ist immer noch witzig und gut, aber man lacht nicht mehr ganz so laut, wie beim ersten Mal.



The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom ist exklusiv für Nintendo Switch erschienen. Das Test-Muster stammt von Nintendo, wofür wir uns herzlich bedanken!



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