The(G)net Review: Trails in the Sky 2nd Chapter
Kein Jahr ist vergangen und wir halten das Remake von Trails in the Sky 2nd Chapter in den Händen. Es ist der vorletzte Teil der Liberl-Arc, aber der letzte Teil der Estelle/Joshua-Arc.

Nach dem Mund-zu-Mund-K.O.-Tropfen-Ende des ersten Kapitels und das darauffolgende Verschwinden Joshua’s fangen wir kurz danach an. Estelle, noch immer am Boden zerstört, beschliesst letztendlich sich weiteren Trainings zu unterziehen, stärker zu werden, ihn zu finden und heimzubringen. Währenddessen betreibt die Gesellschaft, Ouroboros, der auch Joshua einst angehörte, im Hintergrund weiterhin ihre Finstereren Pläne und wird uns auf der Reise noch etlichen Ärger bereiten.

Etwas Ungewöhnliches widerfährt uns noch im ersten Kapitel, denn wir müssen uns entscheiden, ob wir unsere Reise mit Agate Crosner oder Scherazard Harvey bestreiten wollen. Diese Entscheidung wird uns gut vier Kapitel des Spiels beeinflussen, denn Dialoge, Events und Interaktionen ändern sich generell, je nachdem wer in unserer Gruppe ist. Natürlich beeinflusst unsere Wahl auch, wie wir Gegner gegenübertreten, da Agate eher der Heavy-Hitter ist und Scherazard eher zum Typ Supportcharakter zählt. Wer allerdings schon jetzt geplant hat ein NG+ zu spielen, der wird auf jeden Fall mit dem zweiten Durchlauf das volle Paket gespielt haben.

Auf der technischen Seite setzen wir weiterhin auf die gleiche Engine mit einigen QoL-Verbesserung und kleineren Updates bei den Kampfmechaniken. Einige schon bekannte Gegner wurden modifiziert, sowie auch zerstörbare Gegenstände im Feld. Natürlich gibt’s auch wieder ein paar neue Viecher zum kaputtkloppen.

Gnadenlos hingegen ist das Spiel beim Thema Quests. Wer am Ende als A-Rang Bracer dastehen will darf effektiv keine Quest verpassen, da es nur zwei Punkte mehr als die erforderliche Punktzahl gibt. Die gleiche Gnadenlosigkeit gilt auch für die Zemuria-Waffen, denn um das heißersehnte Zemuria-Erz für die besten Waffen zu bekommen, müssen wir alle Bände der Jack-Bücherreihe ergattern und ein Großteil jener erscheint nur einmalig im Spielverlauf.
Fazit:
Wir reiten weiter auf der Welle des Erfolgs vom ersten Remake. Mit der Vertonung von Dialogen im Allgemeinen und besonders die Umwandlung von Schlüsselszenen in kinoreife Animationen, wie zum Beispiel die Szenen mit dem Ur-Drachen Ragnard oder Zin gegen Walter, bekommt das Ganze einen extremen epischen Boost, der einem das Grinsen ins Gesicht drückt und uns weiter an den Controller klammern lässt. Unterm Strich wurde alles richtig gemacht: Das Konzept des ersten Remakes wurde fortgesetzt ohne irgendwas zu „Verschlimmbessern“. Auch gibt es durch die zwei Routen sogar Abwechslung bei einem NG+ Durchlauf. Insgesamt kommen wir im ersten Durchlauf auf gut 90 Stunden Spielzeit. Ich denke jedenfalls nicht, dass irgendein Fan der Trails-Reihe von diesem Remake enttäuscht sein wird, eher das Gegenteil wird der Fall sein. Entsprechend denke ich auch, dass das Spiel eine etwas höhere Bewertung als sein Vorgänger verdient hat.

Trails in the Sky 2nd Chapter ist für PC, PS5, Switch und Switch 2 erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angesehen. Unser Test-Muster stammt von GungHo Online Entertainment America , wofür wir uns herzlich bedanken!








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