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- The(G)net Review: FIFA Street
Welches Fussball-Spiel soll's denn sein? Der neuste FIFA-Jahrgang oder doch die Konkurrenz von Konami? In diesem Jahr werden die Fussballfans vor eine weitere schwerwiegende Konsumfrage gestellt. Ob die Antwort zugunsten des FIFA Ablegers ausfällt, wird sich herausstellen. FIFA 12 ist, einiger notwendiger Eingewöhnungszeit zum Trotz, das beste Fussballspiel auf dem Markt. Den Vorgänger nochmals übertroffen und der schwächelnden 'Pro Evolution Soccer'-Serie um Meilen voraus. Die Lizenzkosten sind bezahlt, die Grafikengine entwickelt. Was liegt da näher, als mit einem weiteren Videospiel rund um das Rasenschach die Ausgaben wieder herein zu holen? Nicht dass das nötig wäre, ist FIFA 12 doch eines der meistverkauften Fussballspiele aller Zeiten. Für einmal handelt es sich hier auch kaum um Rasenschach, gespielt wird auf den Strassen der Welt. Das gab’s schon mal, die Street-Reihe wurde aber neu aufgelegt und ähnelt dem grossen FIFA-Bruder jetzt deutlich mehr. Was wegfällt, sind die grossen, imposanten Stadien. Ebenfalls kommen wir während den kurzweiligen Spielen ohne Kommentatoren aus. Stattdessen rufen sich die Jungs auf dem Platz Kommandos zu. Das mag Fans vom Strassenfussball überzeugen, in unseren Redaktionsräumen kam aufgrund dieser, dem Realismus geschuldeten Restriktionen, kaum Atmosphäre auf. Da helfen auch die nach wie vor lizenzierten Spieler und Teams nicht weiter. Zumal es zwar einige davon gibt, die Auswahl aber nicht mit FIFA 12 mitzuhalten vermag. Näher am letztjährigen Branchenprimus ist die Steuerung. Die Kicker spielen sich nahezu identisch zu FIFA 12 und die neue Engine kommt wieder zum Tragen. Aufgrund deutlich kleinerer, sich in der Grösse aber unterscheidender Spielfelder, kommt es leider öfters zu Kollisionen unter den Spielern. Diese passen und schiessen wie bereits bekannt, zudem nutzen Sie Tricks und neue Kniffe am Ball. Pässe sind deutlich weniger effektiv, auch diese Tatsache ist dem der Grösse beraubten Spielfeld verdankt. Insgesamt entsteht so ein actionreicheres Ballgeplänkel, das mit viel weniger Taktik und Strategie zu kämpfen hat. Der Fokus liegt naturgetreu in den kurzen, direkten Pässen und dem Zug zum Tor. Jenes variiert je nach Bolzplatz, übrigens ebenfalls in der Grösse. Ohne Frage wird auch Zweikämpfen eine grössere Bedeutung zuteil. Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, schirmt der Ballführende Spieler das Leder durch Druck auf den linken Trigger gekonnt ab. Zusätzlich werden die altbekannten Spezialfähigkeiten aus der Trick-Kiste geholt. Der rechte Analogstick will dazu einwandfrei beherrscht werden. Dieses andere Spielgefühl kommt gut, speziell im Multiplayer Modus. Egal ob online oder gemeinsam vor dem heimischen Fernseher, eine kurze FIFA-Street Session macht Laune. Hat der Fussball-Narr gerade keine Internet-Verbindung oder sind alle Kollegen mit unwichtigen Alltagsverpflichtungen beschäftigt, hat EA noch einen motivierenden Single-Player Modus im Angebot – er nennt sich heuer World Tour. Im besagten Karrierebereich werden unsere Strassenfussballer über den Erdball gescheucht mit dem Ziel, den heiss ersehnten Titel in die Hände zu kriegen und sich auf dem Weg dahin stetig zu verbessern. Gestartet wird allerdings in der heimischen Hood. Erst mit fortgeschrittenem Spielverlauf wagen sich die Ballkünstler in die ferne Welt hinaus, mit dem Endziel Brasilien. Last but not least stehen verschiedene Spielvarianten zur Auswahl. Am interessantesten weil ungewöhnlichsten ist der 5vs5 Modus, bei welchem die Tore schiessende Mannschaft mit jedem Treffer einen Spieler weniger auf dem Feld hat. Macht Spass, weil: Neu. Alternativ geht’s unter anderem im herkömmlichen Futsal zur Sache. Fazit: FIFA Street macht nichts falsch, glänzt aber auch zu keinem Zeitpunkt mit verblüffenden Möglichkeiten oder technischen Schmankerln. Die Frage, welche sich letztendlich stellt, bleibt: Benötigen wir nach FIFA 12 noch ein weiteres Fussballspiel? Nicht zu vergessen: In diesem Jahr ist eine EM. EA dürfte traditionsgemäss eine lizenzierte FIFA-Version davon in den Handel bringen. Strassenfussball-Fans freuen sich bis dahin über eine Umsetzung ihres Lieblingssports. Ich bleibe derweil bei FIFA 12, da kriege ich das Gesamtpaket und werde dabei über Monate motiviert. Spieler mit genügend Zeit für mehrere Fussballtitel und einem Flair für actionorientiertes und trickgarniertes Gekicke machen mit einem Kauf nichts falsch.
- The(G)net Review: FIFA 08
Wie jedes Jahr im Herbst, streiten sich die 2 Fussballserien PES und Fifa um den Titel: Bestes Fussballspiel. Kann es EA mit ihrem neuesten FIFA schaffen, den Titelverteidiger PES vom Thron zu stossen? Fifa 08 bietet wie jedes Jahr eine Unmenge an Optionen. Das wichtigste Argument ist natürlich, dass Fifa 08 jede erdenkliche Lizenz des Fussballs besitzt, d.h. ihr seht auf dem Platz Original Trikots, Spielernamen, Mannschaften, Sponsoren usw. Dadurch könnt ihr in jeder mehr oder weniger bekannten Liga Fuss fassen und Welt und Europameisterschaften austragen. Ebenfalls habt ihr die Möglichkeit euch als Manager zu versuchen. Ein brandneuer Spielmodus ist der "Be a Pro" Modus. In diesem Modus, spielt ihr nur noch einen Spieler eurer Wahl auf dem Platz. Durch diese "Isolierung", müsst ihr nun selber viel mehr Einsatz zeigen, um mal überhaupt den Ball zu sehen. Das "mitten drin statt nur dabei"-Gefühl ist toll, mit ein wenig mehr Tiefgang sowie Action, wäre aber definitiv mehr möglich gewesen. Neben all diesen Möglichkeiten, sich seinen Fussballabend zu gestalten, bietet Fifa 08 noch die Möglichkeit eigene Turniere oder Ligen zu schaffen. Gegenüber dem letztjährigen Fifa, hat sich auf dem Platz dann aber doch nicht viel verändert. Die Steuerung funktioniert noch genau so wie im Vorgänger. Ihr habt diese schnell intus und vor allem Anfänger werden schneller ins Spiel finden als beispielsweise bei einem PES. Und hier liegt auch der Hund begraben. FIFA 08 ist auf dem richtigen Weg zur Simulation, hat aber immer noch mit vielen arcadelastigen Elementen, wie der unrealistischen Ballphysik, zum Teil schlechten Torwarten und der nicht immer guten KI zu kämpfen. Während den Ladezeiten könnte ihr jetzt mit Ronaldinho ein bisschen aufs Tor ballern und euch so vor dem Match euch warm schiessen. Eine wirklich tolle Idee! Einmal auf dem Platz angekommen, werdet ihr gleich von der sagenhaften Präsentation mitgerissen. Erstklassige Stadionatmosphäre, mit wunderschön designten Arenen bringt die Fussballstimmung direkt zu euch ins Wohnzimmer. Die Akteure sehen toll aus und ihren realen Vorbildern zu verwechseln ähnlich, lassen aber doch hie und da ein paar Details vermissen. Der Plastiklook halt... Die Animationen hingegen sind erste Sahne und vor allem in den Zwischensequenzen kommen diese hervorragend zur Geltung. Von der Präsentation her ist Fifa 08 ganz klar der Weltmeister im Genre. Das Kommentatoren-Team ist so wie immer, man hasst oder liebt diese Typen. Die Kommentare sind meistens NICHT auf der Höhe des Geschehens und bieten nach 2-3 Partien viele Wiederholungen. Ebenfalls stimmen vielfach die Aussagen schlicht und einfach nicht. Beim Stand von 3:2 loben die Kommentatoren manchmal den gegnerischen Torwart, dass er seinen Kasten bisher sauber gehalten hat... Die Fahnengesänge und allgemein der Sound im Stadion sind dafür wirklich Spitzenklasse. Mit einer 5.1 Anlage fühlt ihr euch, als wärt ihr im Stadion. Fifa 08 bietet natürlich auch einen Online Multiplayer Modus, in welchem ihr eure eigenen Ligen oder Turniere erstellen und mit bis zu 8 Spielern so eure ganz eigenen Spiele bestreiten könnt. Die Matches laufen relativ flüssig vonstatten, bieten aber wenige Torraumszenen, da die KI der computergesteuerten Akteure häufig nicht auf den Ball zuläuft. Daher entscheiden meistens einzelne Szenen einen Match. Alles in allem bietet Fifa 08 gegenüber dem Vorgänger nicht wirklich viel Neues. Der "Be a Pro "-Modus macht kurzzeitig Laune, wird aber auch mangels Action schnell langweilig. Fifa ist sicher auf dem richtigen Weg zur Fussballsimulation. Kenner von Fussball werden aber wegen der arcadelastigen Spielmechanik bei PES bleiben. Fifa ist dafür viel einfacher zu erlernen und bietet vor allem Anfängern sofort Erfolgsmomente. Fazit: Fifa 08 hat mir kurzzeitig wirklich Spass gemacht. Die Steuerung geht leicht von der Hand und es lassen sich schon nach kurzer Zeit tolle Spielzüge ausführen. Tore lassen sich dank der doch eher schlechten Torwarte auch sehr einfach erzielen. Der neue "Be a Pro"-Modus hat mich kurzweilig unterhalten. Doch trotz all der guten Ansätze, kehre ich als alter PES Veteran wieder zum Konami Produkt zurück. Das arcadelastige und zu einfache Gameplay von Fifa ist nicht jedermanns Sache. EA ist aber auf dem richtigen Weg.
- The(G)net Review: FIFA 10
FIFA 09 hat im Kampf um das beste Fussballspiel aller Zeiten bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Entwickler haben sich jedoch geschworen alle Makel auszumerzen und das Spiel weiter zu verbessern. Das ist Ihnen durchaus gelungen. Bevor diese Kritik gelesen wird muss ich zuerst noch einige Dinge klar stellen. Ich zähle mich schon seit ca. sechs Jahren zu einem Anhänger der Pro Evolution Soccer Serie. Für mich gab es ausser Konamis Simulation keine Alternative. Die schlappen FIFA-Teile die es zu dieser Zeit gab, schob ich nach ein paar Testspielen immer gleich zu Seite, da sie niemals mit der japanischen Konkurrenz mithalten konnten. Ich habe unendlich viele Stunden damit verbracht, das virtuelle Runde ins Eckige zu befördern und war immer felsenfest davon überzeugt, dass FIFA nur ein billiger Abklatsch von PES war, zumindest was die spielerischen Elemente anging. Letztes Jahr fing Konamis Gameplay-Thron wegen eines stark verbessertem FIFA 09 gehörig an zu wackeln und sogar ich als eingefleischter PES-Jünger gab dem letztjährigen FIFA den Vorzug. Aufgrund eines Entwicklungsstillstands im Hause Konami hat EA’s FIFA-Serie den ewigen Rivalen nun aber definitiv vom ersten Platz verdrängt und kann gemütlich das Siegertreppchen hinaufsteigen. Beim ersten Einlegen des Spiels scheinen die Neuerungen zum Vorgänger verschwindend klein. Nach einer kurzen Spieldauer wird aber schnell sichtbar, dass sich hier einiges getan hat. Die Richtungswechsel in Fussballspielen haben sich bis anhin auf acht Richtungen beschränkt, diese Einschränkung wurde nun beseitigt und man bewegt sich neuerdings in 360-Grad. Diese Neuerung ist definitiv ein kleiner Durchbruch und macht sich auch deutlich bemerkbar, während man seine Fussballhelden über den Rasen hetzt. Ebenfalls eine Innovation sind das manuell einstellbare Mannschaftsverhalten bei Eckbällen. Das ganze Geschehen auf dem Spielfeld wurde im allgemeinen überarbeitet und etwas schneller gestaltet. Früher konnte eine kurze Verzögerung nach der Befehlseingabe die Kür einer Ballstafette zerstören, doch daran wurde gefeilt und nun hat man eine noch bessere Kontrolle über die Spieler. Am Ausmass der Spielvarianten hat sich nicht viel geändert. In der Live-Season habt ihr nun die Möglichkeit, die aktuelle Saison eures Lieblingsclubs nachzuspielen und eventuelle Niederlagen in Siege oder, falls dies euch misslingen sollte, Sige in Niederlagen umzukehren. Das besondere an diesem Modus sind die Statistiken zwischen dem realen und dem eigenen digitalen Resultat die vor und nach jedem Match über eure Internetverbindung verglichen werden. Das ganze ist zwar nicht revolutionär, es ist jedoch eine willkommene Erneuerung zum gewohnten Liga-Modus. Der umfangreiche Managermodus wurde überarbeitet und bietet wie gewohnt die Möglichkeit, einen 4. Liga Verein bis in die Champions-League zu katapultieren. Besonderen Wert wurde auf eine realistischere Spielerentwicklung gelegt. Ausserdem bietet sich erstmals die Möglichkeit an, einen Assistenztrainer zu engagieren, welcher die Aufstellungen eurer Mannschaft automatisch ändern kann. Dies ist jedoch nicht zu empfehlen, falls ihr keine Lust darauf habt eure Stürmer plötzlich als Innenverteidiger spielen zu sehen. Der Be-a-Pro-Modus, in dem ihr als einzelner Spieler anstatt mit der gesamten Mannschaft die Spitze des Fussballolymps erklimmen könnt, ist auch weiterhin enthalten und etwas verfeinert worden. Die meiste Zeit werdet ihr aber vermutlich in die exzellenten Onlinematches investieren. Die Filtermöglichkeiten wurden weiter ausgebaut, so dass ihr Kontrahenten mit hohen Abbruchraten links liegen lassen könnt. Wenn man auf die Latenz-Balken achtet, bleiben einem ausserdem mühsame Ruckelpartien erspart. Wie im Vorgänger könnt ihr hier Mann gegen Mann spielen oder sogar mit bis zu zehn Spielern gleichzeitig ein gegnerisches Team aus aller Welt herausfordern. Bei einem guten Gegner sind Emotionen und Spannung garantiert. Akustisch werden die Ohren erneut mit einem der besten Soundtracks verwöhnt, welche die Gamebranche zu bieten hat. Die EA-Trax, welche sich inzwischen in den meisten EA-Sportspielen finden, beziehungsweise hören lassen, sind eine gute Mischung verschiedener Genres und bieten auch eher unbekannten Bands eine Möglichkeit ihre Musik zu veröffentlichen. Neben dem Soundtrack wird euch aber keine Neuerung gegenüber dem Vorgänger auffallen. Optisch hat das Spiel weiterhin Potential, denn die grafischen Verbesserungen sind dieses Jahr zu kurz ausgefallen. Auch an der Präsentation wurde nahezu nichts verändert. Die Spieleranimationen sind zwar flüssig und die meisten berühmten Spieler sehen dem Original verblüffend ähnlich, doch einige Gesichter lassen sich immer noch nicht wieder erkennen und man würde sich wünschen, dass sich die Entwickler doch etwas mehr Zeit genommen hätten, Paninibilder zu studieren. Auch die abwechslungslosen Cut-Scenes nach einem gepfiffenen Foul oder Eckball sind enttäuschend. Die teilweise verwirrende Menüoberfläche des Spiels wurde ebenfalls eins zu eins beibehalten. Etwas mehr Liebe zum Detail wäre hier goldrichtig gewesen. Fazit: Der neueste Teil einer der meistverkauften Sportspielserien weiss zu überzeugen und ist durchaus fähig, die Konkurrenz aus dem Rennen zu werfen. Kleine aber feine Änderungen am Gameplay gestalten die Simulation gegenüber dem Vorgänger noch besser. Man könnte sagen, dass FIFA 09 ein Feintuning erhalten hat und nun zu Höchstleistungen bereit ist. Die kompromisslose Vollständigkeit aller Spieler- und Ligalizenzen, gekoppelt mit dem überarbeiteten Handling, lassen den Vorgänger wie einen ungeschliffenen Diamanten aussehen, welchem nun zu vollem Glanz verholfen wurde. FIFA 10 glänzt in beinahe allen Punkten und kickt sich somit auf Platz eins der Fussballsimulationen dieses Jahres. Wer Sportspiele und Fussball mag, wird bestimmt nicht an diesem Stück Software vorbeikommen.
- The(G)net Review: FIFA 14
Zwei Fussballspiele, jedes Jahr. Die vergangenen Spielzeiten bewegten sich beide auf einem ähnlich hohen Niveau, jeweils mit Vor- und Nachteilen in beiden Lagern. Im letzten Jahr dominierte FIFA seinen Gegner nach Belieben. Wie das Kräfteverhältnis in der aktuellen Saison ist, haben wir uns in einem FIFA vs. PES angesehen. Was gab es in der Geschichte der Menschheit nicht bereits für wahnwitzige Gefechte. Erinnern wir uns an Tyson vs. Holyfield, Schuhmacher vs. Hill, Microsoft vs. Apple, Rock vs. Techno oder Deutschland gegen alle. Da war aber noch ein Geschichtsträchtiges Duell, welches seit den 90ern um unsere Gunst buhlt. Die Fussball Giganten FIFA und Pro Evolution Soccer treten Jahr für Jahr in diversen Disziplinen gegeneinander an und erhoffen sich am Ende des Tages, mehr kaufkräftige Fans ihr Eigen zu nennen. In diesem Jahr soll, und das erscheint uns mindestens genauso bekannt, wieder mal alles anders werden. Die beiden Marken werfen im Vorfeld erneut mit Zugkräftigen Schlagwörtern um sich. Precision Movement oder Pure Shot treten an gegen TrueBall Tech und Motion Animation Stability System. Ganz ehrlich, in diesem Jahr gewinnt Konami den Schlagabtausch des beknackten Marketing-Slangs, aber nur knapp. Mindestens ebenso knapp wird es in den weiteren Disziplinen. Essentiell ist einmal mehr das Spielgefühl, die Verbindung von Joypad und virtuellem Ball. EA holt hier mit jedem Jahr mächtig auf, und die Unterschiede sind marginal. Dennoch überzeugt die Ballphysik auf dem Konami Rasen um eine Nuance mehr. Schön zu sehen ist zudem, dass das Leder bei PES nicht mehr wie auf Schienen über den Rasen befördert wird. Allerdings wirken die Aktionen der Kicker nach betätigter Joypad Eingabe hier weniger direkt, die Pass- und Schussabgaben wollen bereits mehrere Augenblicke zum Voraus geplant werden, um einen möglichst gelungenen Spielzug zu erreichen. FIFA erlaubt hier eine gefühlt höhere Spontanität und wirkt dadurch weniger komplex. Auch was die Technik angelangt, befinden sich beide Titel auf einem hohen, der ausgereizten Konsolengeneration entsprechenden Niveau. Bei den Spielermodellen sowie auf den Publikumsrängen kann kaum ein Sieger erkoren werden, die hübscheren Stadien bietet dennoch EA. Sowohl der Rasen wie auch die darauf spielenden Kicker wirken mehr aus einem Guss. Spätestens mit den Replays geht der Punkt klar an FIFA, fallen bei der Konkurrenz doch immer mal wieder unschöne Ruckler ins Gewicht. Zudem fühlen sich die Ladezeiten bei Konami insgesamt unangenehmer an. Die bessere Mittendrin statt nur dabei Atmosphäre weist ebenfalls die Ami-Produktion auf. Wie gewohnt bieten sich unzählige Lizenzen und astrein nachgeführte Kader und Formkurven an. Zudem überzeugt FIFA nach wie vor durch eine hochkarätigere Gesamt-Atmosphäre. Zwar wurden bei PES die Fangesänge runderneuert, der Klassenprimus aus dem Hause EA dominiert aber noch immer klar. Unschön bei Konamis Rasenaction zudem die immerzu über den Spielern eingeblendeten Energie-Anzeigen für Pass- und Schussstärke, dadurch geht eine gehörige Portion Fussballübertragungs-Gefühl verloren. Punkte für das Menü sowie die zugehörige Musik gehen ebenfalls in Richtung Electronic Arts. Musikalisch dominiert FIFA den Gegner nach Belieben. Die Menü-Gestaltung wird zwar bei FIFA von Jahr zu Jahr gewöhnungsbedürftiger, die langweiligen Tabellengrafiken bei PES sind aber um ein vielfaches unspektakulärer. Die Stadionsprecher sind übrigens wie gewohnt in beiden Lagern verbesserungsfähig aber nicht störend. Fazit: Nach Punkten führt FIFA klar, das wird noch deutlicher, wenn man ein eher flüssiges, Action orientierteres Spielgefühl schätzt; auch hier punktet EA. Die Vorzüge von FIFA interessieren den Rasenschach Anhänger mit Hang zur ernsthaften, manchmal trockenen Simulation kaum. Letztgenannter holt sich das beste PES seit Jahren für die Konsole seiner Wahl. Alle die das insgesamt überzeugendere Gesamtpaket mit letztendlich schlicht besseren Zusatzoptionen sowie ein zwar in der Geschwindigkeit reduziertes, aber dennoch schnelleres Fussballspiel wollen, holen sich auch in diesem Jahr FIFA ins Haus. Lässt man Lizenzen und die Online-Modi aussen vor, waren die beiden Titel aber noch nie so auf Augenhöhe, wie in diesem Jahr.
- The(G)net Review: Fighters Uncaged
Ist Kinect auch mit Nicht-Partyspielen kompatibel? Ubi Soft wagt den Schritt in unbekanntes Gefilde und bringt einen Zweikampf der ernsten Art auf den Bildschirm. Kann es sein, dass der Salontisch vor der Glotze das einzige Problem des Spiels ist? Um dies zu überprüfen schieben wir alle sturzgefährdeten Gegenstände beiseite und wagen uns ins nächste Kinect-only Spiel. Gleich zu Beginn fällt auf: Allzuviele Optionen sind dem Spieler nicht vergönnt. Kämpfer erstellen? Ne, so was ist viel zu 2010. Ubi Soft macht auf Old-School und zwingt das digitale Konterfei eines Eurasiers mit Kapuzenpulli auf. Da ansonsten kaum Möglichkeiten vorhanden sind, gehen wir direkt ins Training, andernorts auch Tutorial genannt. Hier werden wir in den möglichen Schlägen und Tritte geschult. Es gibt Nahkampfmanöver, Aktionen für die mittlere Distanz und, nicht überraschend, auch für die grössere Entfernung. Unser Kämpfer erwehrt sich mit tiefen und hohen Kicks, Geraden, Ellbogenschlägen und Kopfstössen. Ausgewichen wird durch einen kurzen Zurück-Lehner. Im Training klappt das alles ganz gut, also geht es auf in den „Ring“. Wir schlagen uns in Parks, Fabrikarealen und anderen idyllischen Plätzchen. Denn an diesen Orten warten die zu Beginn frei wählbaren Gegner. Diese tragen wohlklingende Namen wir Ratface oder Mover. Genauso austauschbar wie deren Namen sind die Kämpfer selbst. Alle sind ähnlich und funktionieren nach demselben Muster. Blocken und Schlagen - oder gegebenenfalls auch nur Schlagen. Leider werden im eins gegen eins nicht mehr alle Schläge so gut erkannt, wie das noch im Training der Fall war. Dass es uns verunmöglicht wird, einen Schritt nach vorne oder hinten zu machen, ist auch nicht unbedingt als Vorteil zu werten. Viel schwerer wiegt aber das „Karriere“-System des Spiels. Geboten werden drei Liga-Klassen. Nachdem wir alle sechs zur Verfügung stehenden Kontrahenten auf die Matte geschickt haben, sind wir aber nicht automatisch in der nächsthöheren Liga. Stattdessen gibt es Punkte für jeden Kampf; gemessen an der verbrauchten Zeit und der übriggebliebenen Energieleiste - mehr oder weniger frei nach Street Fighter 2. Soweit ganz ok, diese Punkte werden aber für einen Ligaanstieg benötigt. Da es sehr unwahrscheinlich ist, nach den ersten Gegnern die erforderlichen Liga Punkte beisammen zu haben, schlagen wir uns mehrmals gegen die immer gleichen Typen. Motivation spätestens jetzt: Nahe dem Nullpunkt. Ohne hier ausufernd auf die Schwächen des Spiels eingehen zu wollen, aber: Wieso um alles in der Welt kriegt ein Spiel dieses Genres keinen Mehrspielermodus spendiert? Fighting Games ohne 2-Player Modus sind in etwa so sinnfrei wie Tennis ohne Ball. Endlos langweilige Backgroundgrafiken ohne jegliche Bewegung sowie unsäglich schwache Sprachsamples sorgen derweil für ein nicht ganz so prickelndes Spielerlebnis. Und die Story... ah Moment, schenkt ihr dem Handbuch keine Beachtung, wird jene immer unbekannt bleiben. Fazit: Ein Spiel mit einer Story, die nur im Handbuch Erwähnung findet, kann sich kaum in die Riege der Toptitel einreihen. Und genau so ist es leider. Ein weiteres, hingerotzt wirkendes Casualgaming-Produkt aus dem Hause Ubi Soft. Die Idee an sich ist gar nicht schlecht, würde Kinect besser eingebaut und ein intelligentes Spieldesign nicht komplett ignoriert werden. Für eine bis maximal zwei Stunden weiss Fighters Uncaged dennoch zu unterhalten, dies aber nur dank der noch erfrischend neuen und uns Spielern unbekannten Kinect-Steuerung. Würde man dieses Machwerk als schnelles Geld ohne wirklichen Inhalt bezeichnen, könnte man keineswegs als Lügner bezeichnet werden.
- The(G)net Review: Forza Motorsport 2
Forza Motorsport 2 bekam viele Vorschusslorbeeren spendiert, seit vielen Monaten sorgt der Titel für mächtig Gesprächsstoff. Endlich ist es soweit und der Konkurrent zu Sony’s GT-Reihe liegt vor mir auf dem Tisch und wartet auf seinen Einsatz. Flüssige 60 Bilder pro Sekunde, eine verbesserte Physik-Engine, noch mehr Strecken, Fahrzeuge, Tuning- und Gestaltungs- möglichkeiten. Forza 2 sollte das beste Rennspiel für die Xbox 360 werden. Hat man die hoch gesteckten Ziele erreicht? Die Antwort lautet ganz klar: Ja! Wiederum gilt es die berümtesten Rennstrecken dieser Welt mit allerlei Rennboliden zu befahren. Vom VW Golf bis zum AUDI R8 ist alles vorhanden. Nach dem relativ harmlosen Intro könnt ihr zwischen Arcademodus, Karriere oder Mehrspieler-Partien wählen. Der Arcademodus ist nicht gerade eine grosse Herausforderung. Zwar habt ihr die Auswahl zwischen Einzelrennen mit beliebigen Fahrzeugen aus den insgesamt zehn Klassen, Zeitprüfungen mit vorgegebenen Flitzern oder freien Läufen ohne Gegner, doch seid ihr hier viel zu schnell bei den 100% angelangt und habt alle 70 Autos freigeschaltet. In den Rennen gibt es nur einen Schwierigkeitsgrad, der für Profis zu einfach ausfällt und Siegen zum Kinderspiel werden lässt, schade. Eine Herausforderung wie die Lizenzen bei GT sucht man vergebens. Auch die Zeiten, die es bei den Prüfungen zu schlagen gilt, sind für versierte Fahrer schon nach einer Runde unterboten, so dass ihr nach etwa 90 Minuten alle Herausforderungen gemeistert habt. Längerfristig wird die Motivation höchstens durch die Versuche aufrecht erhalten, die Bestzeiten der anderen Xbox Live-Fahrer zu knacken, denn immerhin geht durch das festgelegte Auto jeder mit den gleichen Voraussetzungen an den Start. Da es bei solchen Spielen jedoch immer einige Dutzend absolute Profis gibt, wird ein normalsterblicher kaum mal an der Spitze stehen. Das Hauptaugenmerk bei Forza Motorsport 2 liegt ganz klar auf dem Karrieremodus, welcher auch wirklich gelungen ist und sehr motivierend aufgebaut wurde. Als allererstes wählt ihr euer Motorhome bzw. wo es stehen soll, zur Auswahl stehen die USA, Europa oder Asien. Danach kauft ihr mit eurem Startguthaben erst mal einen Wagen und schon geht’s los mit dem harten Rennbusiness. Die Navigation wurde gegenüber dem Vorgänger auf der alten XBox leicht verbessert: Ihr werdet nach jedem Rennen gefragt, ob ihr mit der nächsten Herausforderung weitermachen, eine vollkommen neue Veranstaltung besuchen oder euch lieber in den Upgrade-Bereich begeben wollt, um euren fahrbaren Untersatz konkurrenzfähiger zu machen. Allerdings erfahrt ihr bereits vor jedem Rennen, welche Fahrzeuge die maximal sieben KI-Gegner steuern, so dass ihr im Vorfeld abschätzen könnt, ob ihr an der Spitze mitkämpfen werdet. Die Wettbewerbe sind so gestaltet, wie man es bereits aus dem ersten Teil kennt: An manchen Veranstaltungen dürft ihr nur mit einer bestimmten Fahrzeugmarke teilnehmen, andere unterliegen Leistungsbeschränkungen oder sind nur jeweils für Autos mit Front- Heck- oder Allradantrieb zugänglich. Auch eure erreichte Leistungsstufe, die sich aus den bereits erspielten Preisgeldern ergibt, öffnet Tür und Tor zu noch lukrativeren Rennen. Daneben winken Rabatte für Tuningteile und Neuwagen, die ihr auch für fortschreitende Einstufungen eures Wagens bekommt. Jeder Flitzer kann maximal bis zu fünf Stufen aufsteigen, wobei hier nicht nur der Rennerfolg, sondern auch der Seltenheitswert in die Wertung einfliesst. Das macht maximal fünf Rabatte oder Überraschungen pro Fahrzeug, von denen es insgesamt über 300 in den Fuhrpark geschafft haben. Dabei müsst ihr nicht immer zum Händler laufen, um neue Geschosse zu erwerben: Neben den obligatorischen Auto-Gewinnen am Ende einer Veranstaltung, schenken euch hin und wieder auch die Hersteller eines ihrer Modelle, wenn ihr eine bestimmte Fahrzeug- oder Fahrerstufe erreicht habt. Theoretisch ist es möglich, sämtliche Rennen zu fahren ohne einen Wagen selbst zu erwerben, aber das würde ja nur halb soviel Spass machen, oder? Etwas vom Allerfeinsten ist nämlich mal wieder das Tunen und Pimpen. Bei Upgraden und Tunen geht Turn 10 keine neuen Wege und das ist auch gut so! Für jeden Wagen lassen sich verschiedensten Upgrades wie Fahrwerke, Bremsen oder Auspuff kaufen und noch vieles mehr. Beim Tuning geht’s danach darum, diese neuen Teile optimal auf die Strecke und den eigenen Fahrstil abzustimmen. Das klingt für die einen von euch kompliziert? Macht nix, denn in der Standardeinstellung ist das Setup bereits sehr gelungen, Feintuning ist nur für geüebte Fahrer mit ein wenig Hintergrundwissen zu empfehlen um den einen oder anderen Zeitvorsprung herauszukitzeln. Beim Lackiereditor sieht die Sache doch komplett anders aus. Xzibit und seine „Pimp my ride“ Crew hätten seine helle Freude am Editor von Forza Motorsport 2, denn hier ist praktisch alles möglich! Das spezielle am Editor ist, dass alles über primitivste Mittel (Shapes) erarbeitet werden muss. Was ihr vorgefertigt bekommt, sind nur Herstellerlogos und Buchstaben, alles andere muss in Kleinstarbeit aus Vierecken, Kreisen oder Farbklecksen zusammengefügt und übereinander gelegt werden. Viel Geduld und ein wenig künstlerisches Vorstellungsvermögen sind Voraussetzung sonst seid ihr innert kürzester Zeit total frustriert. Was alles möglich ist sehr Ihr auf ein paar unserer Screenshots. Master(G) hat sich an einem NEOGEO-Mobil und einem (G)net-TT versucht. Zwischen dem ganzen Tunen und Lackieren wird natürlich auch gefahren. Wie schnell ihr als Fahrer aufsteigt hängt davon ab, mit welchen Fahrhilfen und unter welchen Konditionen ihr die Rennen bestreitet. Wer sich mit dem vollen Schadensmodell, Reifenabnutzung, manueller Schaltung sowie ohne Fahrhilfen wie ABS oder Traktionskontrolle auf die Piste begibt und dabei auch noch Siege einfährt, wird sich relativ problemlos durch den Karrieremodus arbeiten. Zwischendurch kommt vielleicht der eine oder andere Durchhänger. Dies mag auch daran liegen, dass die Streckenanzahl im Vergleich zu GT4 nicht ganz so üppig ausgefallen ist und sich die grafisch etwas sterilen Kurse schnell wiederholen. Hinzu kommt, dass es sich bei den meisten der "45 Pisten" um Variationen handelt, so dass unterm Strich nur zwölf wirkliche Locations übrig bleiben. Natürlich sind unter diesen 12 Stück die allerbesten ausgesucht worden - meiner Meinung nach. Tsukuba, Sebring, Silverstone und die Nordschleife sind einfach perfekt digitalisiert worden und spielen sich spitzenmässig. Großes Lob gebührt den Entwicklern für die gelungenen Rumble-Effekte, die nicht nur Beschädigungen spürbar machen, sondern euch ein Gefühl dafür verleihen, wann euer Auto am Limit ist. Schließt ihr Microsofts Wireless Racing Wheel an, bekommt ihr sogar echtes Force Feedback geboten. Leider bringt die schwachbrüstige Hardware keine starken Effekte zustande, so dass ihr euch kaum anstrengen müsst, um den Kräften entgegen zu wirken. Hier sind PC- und PS2-Lenkräder wie Logitechs Driving Force Pro einfach einen ganzen Schritt weiter und ich kann nur an Microsoft appellieren, endlich auch FF-Hardware von Logitech an der Xbox 360 zuzulassen. Trotz der Hardware-Defizite ist das Lenkrad dennoch erste Wahl, wenn ihr das Fahrgefühl weiter steigern wollt. Zusammen mit PGR 3, das ebenfalls echtes Force Feedback-Effekte bietet, ist Forza 2 ein guter Grund, sich das Wheel anzuschaffen - sofern man mit den genannten Abstrichen leben kann. Was wir neben Schadensmodell und Tuning jedoch schmerzlich vermissen sind die Wettereffekte, welche komplett vergessen wurden. Die Bedingungen sind immer ideal und die Rennstrecken trocken. Auch Nachtrennen sucht Ihr vergebens. Der Onlinemodus ist wieder ein echtes Prunkstück. Es lassen sich Karriererennen veranstalten, bei denen ihr für Siege und gute Platzierungen Credits erhaltet, welche ihr dann im Karrierenmodus wieder einsetzen könnt. Eine super Idee! Gefahren wird mit bis zu 7 Freunden online und das absolut lagfrei. Ich habe nun gut 25 Stunden Onlineraces hinter mich gebracht und bin absolut begeistert. Der Host kann sogut wie alles vorgeben. Es ist möglich die Autoklasse zu beschränken oder Fahrhilfen aufzuzwingen oder die Bremslinie zu sperren. So sind immer gerechte und ausgeglichene Battles möglich was äusserst motivierend ist. Hat man erst mal einige Runden Stossstange an Stossstange mit einem Freund gespielt, ist der Karrierenmode nicht mehr so interessant. Eine Sucht!!! Fazit: Für mich ist Forza 2 ganz klar das derzeit beste Rennspiel auf Konsolen. Der Mix aus Realismus und Einsteigerfreundlichkeit stimmt. Die Technik passt und der exzellente Onlinemodus schlägt alles bisher Dagewesene. Sony muss sich warm anziehen und Polyphony Digital mächtig Dampf machen um sich die Krone für den besten Konsolenracer zurückzuholen, denn momentan ist Forza Motorsport 2 „the real driving simulator“.
- The(G)net Review: Fracture
Da fliegen Gesteinsbrocken, Kisten, Fässer und Feinde durch die Gegend, dass es eine wahre Freude ist unterirdisch angreifen oder solche, die meterhoch durch die Luft springen oder diejenigen, die sich durch die Gegend Die Grafik in Fracture gefiel mir besser als erwartet, speziell weil ich schon frühe Trailer vom Spiel In ihren Rüstungen sehen sie aus wie eine Mixtur aus Halo und Gears of War. Die Standardmodes Death Match, CTF und King of the Hill sind in verschiedenen Team-Variationen für bis
- The(G)net Review: Front Mission: Evolved
Als ich "Front Mission Evolved" in meine Xbox 360 einlegte, war ich nicht sicher, was mich erwarten würde. Ich kenne die Echtzeit-Strategie-Vorgänger zwar, habe sie aber selber nie gespielt und als grossen Mech-Fan würde ich mich auch nicht bezeichnen. Shooter mag ich wiederum gern, und genau das ist Front Mission Evolved. Langjährige Fans der Serie, oder Fans von Echtzeit-Strategiespielen, werden wohl nicht alle Änderungen mögen, die Double Helix am neuesten Ableger der 'Front Mission'-Serie vorgenommen haben. Das taktische, eher gemächliche Gameplay welches die Serie bisher ausmachte, wich schneller 3rd-Person-Balleraction, die man noch am ehesten mit Lost Planet 2 vergleichen kann – minus die träge Steuerung. In 'Front Mission Evolved' übernehmt ihr die Rolle von Dylan Ramsey. Dylan ist Ingenieur und arbeitet an einem neuen Computerprogramm für Wanzer Kampfroboter. Als seine Heimatstadt von feindlichen Truppen angegriffen wird und das Leben seines Vaters auf dem Spiel steht, schwingt er sich kurzerhand in den neuesten Prototypen und eilt ihm zu Hilfe. Im Laufe des Spiels versucht ihr durch feindliche Linien zu brechen um etwas über das Schicksal eures Vaters herauszufinden und gleichzeitig eure Heimatstadt vor Feinden zu beschützen, über die ihr so gut wie gar nichts wisst. Die Story macht nicht viel her, verbindet aber die einzelnen Missionen mit animeartigen Sequenzen, die man sich dank guter Lippensynchronisation und toller Mimik der Akteure gerne ansieht. Wanzer... Wanzer? Was ist das eigentlich? Wanzers sind hochentwickelte Kampfroboter, die äusserlich zwar an die Mech-Warrior erinnern, aber in Sachen Kampffähigkeit und Geschwindigkeit eher einem Transformer gleichkommen. Die metallenen Kolosse rasen mit einem Affenzahn durch die Pampa und können feindliche Drohnen im Sekundentakt auseinandernehmen. Sie verfügen über 4 Waffensysteme für Nah- und Fernkampf und können nach den Wünschen des Piloten ausgerüstet und bemalt werden. Mech-Fetischisten und/oder Freunde der 'Armored Core'-Serie kommen bei Front Mission Evolved voll auf ihre Kosten. Wer auf zeitfressende Individualisierungen verzichten will, kann sich für einen sogenannten „Pre-Built Mech“ entscheiden, die in Klassen wie Assault, Recon oder Sniper unterteilt sind. So könnt ihr ohne Umschweife direkt in die Action eintauchen. Ihr befindet euch aber nicht immer in eurem Wanzer. Ab und zu verlangt es die Geschichte, dass ihr euer gepanzertes Äussere verlässt, um beispielsweise in Gebäude zu gelangen. Natürlich wartet auch dort haufenweise Fussvolk auf euch, das in bester 3rd-Person-Manier durchlöchert werden will. Zudem werdet ihr auch in Transportvehikeln oder Geschütztürmen Platz nehmen und bedient dort Gatling Guns oder Raketenwerfer. Aus dieser Perspektive ist Front Mission Evolved sehr abwechslungsreich. Man tut nie lange das Gleiche, was ich persönlich begrüsse. Apropos Abwechslung: Die Missionen in Front Mission Evolved führen euch in viele verschiedene Szenarien, die grafisch alle unterschiedlich und trotz altbackener Technik hübsch anzusehen sind. Weniger Abwechslung gibt es hingegen im Gameplay: Die repetitive Missionsstruktur wird einige von euch sicher abtörnen. Das Spiel ist definitiv nur etwas für ballerfreudige Naturen. Die Steuerung ist für schnelle Action ausgelegt und funktioniert nach kurzer Eingewöhnungszeit einwandfrei. Wer die Dual-Sticks jedoch nicht gefühlvoll bewegt, gerät schnell in Hektik. Die dümmliche KI des normalen Kanonenfutters wird durch eines wieder wett gemacht: Schwere Boss-Fights! Wer hier seinen Wanzer nicht 100%ig beherrscht und ausserdem die richtige Ausrüstung und Panzerung dabei hat, wird ziemlich schnell ins Gras beissen. Hier kommt sogar ein Fünkchen Taktik ins Spiel. Na also, geht doch! Neben der Singleplayer Kampagne bietet Front Mission Evolved auch einen Multiplayer Modus. Neben den üblichen MP-Modi fallen besonders der Domination- und Supremacy-Modus auf. In Domination übernehmt ihr die Kontrolle von Geschütztürmen und versucht die gegnerischen Geschütztürme auszuschalten. In Supremacy versucht ihr, die Konstrolle über einen beweglichen Kontrollpunkt zu erlangen und zu halten. Es gibt insgesamt 5 Maps und ihr dürft selbst bestimmen, wieviel Punkte für einen Sieg nötig sind bzw. wie lange ein Match maximal dauert. Leider sind nicht viele Spieler online und manchmal konnte ich mich nicht in ein laufendes Spiel verbinden. Fazit: Front Mission Evolved ist ein spassiges 3rd Person Action-Game. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich kann mir vorstellen, dass einige unter euch Probleme mit der Neuausrichtung der Serie haben werden; speziell wenn ihr die Formel der Vorgänger gemocht habt. Ich jedoch habe die alten "Front Mission"-Spiele nie gespielt und als Freund von Ballerspielen hat mir das Spiel sehr viel Spass bereitet. Die Grafik wirkt zwar veraltet, die Action läuft aber dafür stets flüssig, was für mich bei einem Actionspiel sehr wichtig ist. Schade, dass der Multiplayermodus nicht richtig funktionierte. Alles in allem habe ich meine Zeit mit Front Mission Evolved aber genossen und ich denke, jeder Action-Fan mit einem Hang zu japanischen Mechs sollte sich dieses Spiel einmal ansehen - es könnte euch überraschen.
- The(G)net Review: FIFA 11
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Bereits kurz nach dem Turnier in Südafrika bringt EA den nächsten Ableger der FIFA Reihe auf den Markt. Spielt sich FIFA 11 genau so neu, wie es die wie immer euphorische Pressemitteilung vermuten lässt? Pressetexte haben alle etwas gemein. Sie künden für gewöhnlich unzählige, noch nie dagewesene Innovationen an und verschleiern gekonnt mögliche Designschnitzer. Gleich vornweg, letztere wurden nicht verschwiegen; es gibt sie tatsächlich nicht. Ob sich die versprochenen Innovationen mit Schlagwörtern wie „Personality+“ oder „Pro Passing System“ im Spiel bemerkbar machen, ist eine andere Frage. Tatsächlich stellen wir bereits im ersten Spiel fest, dass die Jungs auf dem Rasen einige Bewegungsmuster dazugelernt haben. In der defensive spitzeln unsere, nun stärkeren Verteidiger das Leder von des Gegners Füssen, sofern unser Mann richtig steht. Denn je nach Position des Spielers erfolgt eine entsprechend andere Bewegung zum Ball. Bekannte Spielerpersönlichkeiten erkennen wir an ihren individuellen Verhaltensmustern wieder. Meistens reicht aber auch schon ein Blick auf das digitale Konterfei, welche teileweise hervorragend gelungen sind. Bei weniger bekannten Spielern, wozu offensichtlich auch der WM-Torschützenkönig zählt, hat sich EA den Zeitaufwand einer perfekten Anpassung offensichtlich gespart. Die nächste Neuerung, welche sehr schnell bemerkbar wird, ist das verfeinerte Passsystem. So erfordert es nun noch mehr Fingerspitzengefühl, den Ball zum gewollten Mitspieler zu bringen. Wird der Button länger gedrückt, spielt unser Kicker den Pass auch weiter. Sollte beispielsweise ein Mitspieler dazwischen stehen hüpft der auch mal über den Ball weg. Das ganze erfordert wieder ein klein wenig Einspielzeit, zahlt sich aber durch ein nochmals deutlich verbessertes Spielgefühl aus. Dazu führen übrigens auch die sichtlich intelligenter agierenden Goalies, Unmengen an Hebertoren und simplen Solodribblings hat EA so gekonnt entgegengewirkt. Zum Thema Torwart: Nach Jahrzehnten der Videospielfussballgeschichte ist es uns nun endlich vergönnt, den Torhüter zu übernehmen. Richtig gelesen: neben dem bereits bekannten Be-a-Pro sowie Be-a-Manager Modus (welche nun beide auch kombiniert werden können) gibt es die Be-a-Goalie Option. Der Programmpunkt hält, was er verspricht: wir spielen ausschliesslich als Torwart. Mit dem linken Stick wird der Keeper in Position gebracht und mit rechts werden die Bälle aus dem Winkel gekratzt. Sind die zehn Mann auf dem Feld zu stark oder der Gegner zu schwach kann es durchaus vorkommen, dass man kaum etwas zu tun hat. Das ist dann nicht super spassig, aber realistisch. Oftmals ist es die Herausforderung des Torhüters, über 90 Minuten kaum Bewegung zu haben, aber die eine hochkarätige Chance des Gegners dann doch auf Abruf zu vereiteln. Endlich dürfen wir auch online 11 gegen 11 spielen. Richtig gut funktioniert das leider noch immer nicht. Da kann aber EA nicht viel dafür: die Spieler, die der Verteidigung zugeteilt werden, sollten im Idealfall Kenntnis über die angestammte Position derer haben und sich nicht immer im Strafraum des Gegners aufhalten wollen. Ansonsten läuft FIFA 11 auch online zu Hochtouren auf und überzeugt durch flüssiges Gameplay, Freundschaftsspiele und die Möglichkeit der eigenen Ligen. Aber Achtung: wer FIFA 11 auf dem Gebrauchtwarenmarkt kauft, wird (sofern der Code bereits eingelöst wurde) nochmals zusätzlich für die Onlinefunktionalität berappen müssen. Erstkäufer interessieren derartige Probleme derweil nicht. Anders bei der optional angebotenen Live Season. Sofern man die aktuelle Saison mit den jeweiligen originalen Spieltagen nachspielen möchte, kostet das zusätzlich. Die Spieloption ist selbstverständlich freiwillig, macht aber soviel Laune, dass man als Anhänger eines Vereins wenigstens über diese Ausgabe nachdenken sollte. EA hat es mit der FIFA-Serie geschafft, Spieler, die zuvor praktisch nur noch online gekickt haben, auch wieder offline vor die Konsole zu binden - Respekt. Auch neu, aber nicht besser, ist die Soundkulisse. Jetzt dürfen eigene Soundfiles ins Spiel importiert werden, eine nette Option, die aber die wenigsten effektiv nutzen werden. Beim deutschen Kommentar spalten sich die Meinungen. Mein Gehör empfindet das neu eingespielte Kommentatorenduo als noch unpassender als im Vorjahr, Andere scheinen es als eine Verbesserung zu sehen – Geschmackssache. Wenn ich mir in jedem Spiel die Floskel „Die Bayern aus München“ oder völlig willkürlich genutzte, sich viel zu oft wiederholende Sprachsamples anhören muss, kann das nicht im Sinne des Erfinders sein. Möglicherweise sollte man sich über die Verpflichtung des famosen Fritz von Thurn von Taxis unterhalten, frei nach dem Motto: „Wenn schon nicht gut, dann gleich richtig schlecht“. Immer noch hervorragend sind dagegen die eingespielten Fangesänge sowie die, für FIFA typische, stimmige Musikuntermalung in den diversen Menüs. Einmal mehr eine 1A Gesamtpräsentation, wäre da nicht der gewöhnungsbedürftige deutsche Kommentar. Wenn ich noch einmal 'was für ein kranker Pass' hören muss... Fazit: Was soll man sagen, ohne langweilen zu wollen? Denn FIFA 11 ist effektiv das beste Fussballspiel seit Jahren, wenn nicht aller Zeiten. Selbst der hervorragende WM-Vorgänger wurde nochmals übertroffen. Egal ob off- oder online; in diesem Jahrgang sorgt EA mit dem neuesten Fussballableger für unzählige, hochgradig motivierende Spielstunden. Der Titel spielt sich nahezu perfekt, hat eine einwandfreie Präsentation und als Tüpfelchen auf dem i noch Lizenzen von praktisch jeder noch so unbekannten europäischen Liga. Negativpunkte muss man mit der Lupe suchen, findet aber kaum welche. Nur einige Spielermodelle dürften im nächsten Jahr ein wenig realitätsbezogener sein. Und die Kommentatoren… naja. Aber egal ob man sich zu den Anhängern des FC Thuns oder von Real Madrid zählt; um FIFA 11 kommt man in diesem Jahr als fussballbegeisterter Videospieler definitiv nicht herum.
- The(G)net Review: FIFA 13
Erfrischend bei einem Spiel mit einer Jahreszahl im Titel: Man darf sich eine detaillierte Einleitung dazu gerne mal sparen. Mit FIFA 13 bringt EA ein weiteres alljährliches Update aus der EA Sports Sparte in den Handel. Wo steht der Titel im Vergleich zu Konamis Jahrgang? Um den Text für mich ein wenig interessanter zu gestalten (richtig, ausschliesslich für mich) beginnen wir zur Abwechslung mit der technischen Seite: FIFA 13 steht dem erstklassigen Vorgänger in nichts nach. Sowohl die hervorragenden, originalgetreuen Stadien-Grafiken wie auch realistische Spielerabbildungen überzeugen. Die Spieler Animationen wirken geschmeidig und der lizenzierte Soundtrack wertet den Menürundgang passend auf. Letzteres wurde übrigens ein wenig übersichtlicher gestaltet. Die Soundkulisse wird mit nach wie vor exzellenter Stadionatmosphäre untermalt sowie mit authentischen Fangesängen abgerundet. Den ominösen i Punkt setzen in diesem Fall die altbekannten Sprecher, welche zwar noch immer nicht auf der ganzen Linie überzeugen, aber durch das Einstreuen aktueller Informationen ins laufende Spiel zu überraschen im Stande sind. Selbstredend wird auch in FIFA 13 der Onlinemodus gross geschrieben. Grösstenteils nahezu perfekt spielbare Matches warten auf tausende von Spielern. Wir finden uns in einer Online-Liga wieder und steigen auf, oder auch ab. Ebenso wurden die Einzel-Duelle übernommen. Spielen wir mehrheitlich Partien gegen denselben Online-Freund, dann wird genauso ein Meistertitel ausgehandelt. Das verleiht den Freundschaftsspielen eine zusätzliche Brisanz, die ich nicht mehr missen möchte. Jäger und Sammler kämpfen im Ultimate Team Modus erneut um die begehrten Spielerkarten und rüsten ihr virtuelles Team entsprechend auf. Im Singleplayer-Modus wagen sich die Meisteraspiranten in die Liga nach Wahl. Als Spieler, Manager oder gar in Doppelfunktion wird auf dem Platz um Titel und im Transfermarkt um neue Spieler gekämpft. Neu beklagen sich die eigenen Mannen, sollten sie in deren Ermessen zu wenig Spielzeit zugesprochen bekommen. Selbst Stammplatz-Garantien wollen die eitlen virtuellen Kicker im Vertrag gesichert haben. Ist der Manager trotz der Alltags-Widrigkeiten erfolgreich, ruft ein Posten in einer Nationalmannschaft. Wer lieber in sich abgeschlossene Partien austrägt, wagt sich auch in diesem Jahr an diverse neue Herausforderungen, die EA im Laufe der Wochen veröffentlichen wird. Ein Beispiel aus der aktuellen Saison: Mit dem FC Bayern soll nach einem 0-1 Rückstand doch noch ein 6-1 Sieg herausgespielt werden. Je nach eingestelltem Schwierigkeitsgrad ein anspruchsvolles Unterfangen, zumal sich die Spielmechanik weiter verfeinert hat. Glücklicherweise lässt EA angehende Kicker nun auch trainieren. Dribblings und Kunstschüsse werden nicht nur im Trainingsmodus, sondern auch in Ladepausen abgeschlossen. Jene ersetzen die altbekannten Arena Shootouts der vergangenen Titel und verlocken neu sogar dazu, die Ladepause länger als gedacht ausfallen zu lassen. Doch zurück zur angesprochenen Spielmechanik: Electronic Arts hat keinesfalls das Rad neu erfunden, wieso auch? Die alt-neue Defensivkontrolle aus FIFA 12 war revolutionär und funktionierte nach kurzer Eingewöhnung hervorragend. Somit haben die Jungs aus Nordamerika in erster Linie an den Kanten geschliffen, dies aber mit Bravour. So ergeben sich sichtlich weniger, teilweise unfreiwillig komische, Zusammenstösse der Spieler auf dem Platz. Jene bewegen sich zudem deutlich intelligenter über den Rasen und bieten sich merklich besser an. So ist zwar der geschickt eingesetzte Doppelpass nach wie vor nicht zu unterschätzen, aber auch ohne jenen bieten sich nun passable Anspielstationen. Die grösste Anpassung haben die Kanadier in der Verbindung Spieler und Ball vorgenommen. Das Leder ist noch weniger an die Kicker gebunden, als im bereits verbesserten Vorgänger. Speziell bei Ballannahmen fallen diese Änderungen ins Gewicht. Hört der angespielte Teamkamerad nicht eben auf den Namen Messi oder Ronaldo kann es durchaus vorkommen, dass jenem die Ballannahme misslingt. Der Ball kann nicht mehr ganz so einfach im Volltempo mitgenommen werden. Zweifel, dass das Spielgerät am Fuss des Passempfängers kleben bleibt, können durch langsameres Dribbling grösstenteils beseitigt werden. Durch diese Massnahme wird die Schere zwischen einem Weltklasse Team und der Gurkentruppe vom Land mehr aufgerissen, was in Anbetracht einiger Partieren der letzten Jahre durchaus angenehm auffallen kann. Was gibt es sonst noch über FIFA zu sagen? Einmal mehr verwöhnt EA Sports die Anhänger des virtuellen Fussballspiels mit unzähligen lizenzierten Spielern, Teams und Stadien. Das Tempo des Spielflusses wurde ein wenig nach oben geschraubt, was die einzelnen Partien flüssiger ablaufen lässt. Zu guter Letzt darf man sich selbstverständlich wieder einen Season Pass im Online Shop zulegen, um der aktuellen Saison der Lieblingsliga nach zu eifern. Fazit: Superlativ folgt auf Superlativ. Nach jedem FIFA-Jahrgang frage ich mich, was bei diesem Spiel überhaupt noch verbessert werden soll – und immer wieder aufs Neue überrascht EA mit spielentscheidenden aber vor allem positiven Anpassungen. Die erschwerten Ballannahmen und deutlich besser stehende Mitspieler machen FIFA auch in diesem Jahr wieder ganz klar besser. Unzählige interessante und ganz sicher auch nervenzehrende Partien sind garantiert. Ja, PES hat in diesem Jahr einen Treffer erzielt, aber FIFA hat gleich mit einem lupenreinen Hattrick nachgelegt.
- The(G)net Review: FIFA Street 3
EA BIG, diese Jungs stehen für durchdachte, stehts stylische und geil umgesetzte Sportspiele. Spähtestens seit SSX kennt sie jeder Zocker bestens. Nun kommt das neuste und bereits 3. FIFA Street auf den Sportplatz. Was macht es besser als seine Vorgänger? Nun ja, eigentlich warte ich seit dem Erscheinen der XBOX 360 auf ein neues SSX von den EA BIG Jungs, aber auf mich wollen die ja nicht hören. Nun denn, spielen wir eben noch eine Runde mit dem neusten Ableger der FIFA Street Reihe und bleiben geduldig. Die erste grosse Veränderung zu den Vorgängern ist offensichtlich: In Fifa Street 3 setzen die Entwickler voll auf den Comic-Look mit verfremdeten Spielern. Die Proportionen wurden wie bei typischen Karikaturen in Tageszeitungen überspitzt gezeichnet. So wirken vor allem die Oberkörper und Arme gestreckt, während die Beine oft den Anschein erwecken, als wären sie so dünn wie Streichhölzer. Trotz aller Verfremdungen erkennt ihr immer noch, um welchen Star es sich handelt. Der Style ist absolut gelungen und passt perfekt zu einem EA BIG Spiel. Zocker die schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel haben, freuen sich besonders an die Altstars, welche freigespielt werden dürfen. Für einen kleinen Ablenker nach Feierabend ist das Einzelspiel die erste Wahl. Hier entscheidet ihr euch schnell für ein Team und wählt eine der acht Arenen, die euch unter anderem ans Mittelmeer, an einen Strand wie auch an abgefahrene Locations wie eine Bohrinsel oder auf ein Hausdach über London führen. An Matchtypen bekommt ihr die gewohnte Auswahl und spielt zum Beispiel so lange, bis einer der Spieler eine Mindestanzahl an Toren geschossen hat oder halt ganz klassisch auf Zeit. Daneben könnt ihr die Anforderungen aber auch noch weiter verfeinern. Als matchendscheidend könnt ihr einstellen ob nur Gamebreaker- oder nur Volleytore gelten sollen. Auch Tordifferenzen sind als Siegkriterium möglich. Genau diese Einschränkungen sind auch ein wesentlicher Bestandteil des neuen Herausforderungs Modus. Hier erwarten euch insgesamt neun Events, die alle aus mehreren Runden bestehen, die bestimmte Ziele für einen Sieg voraussetzen. Im Gegensatz zum schnellen Spiel habt ihr hier allerdings nicht mehr die Möglichkeit, diese Ziele nach euren Wünschen anzupassen, sondern müsst die entsprechenden Vorgaben erfüllen, um weiter zu kommen. Und falls es mal nicht beim ersten Anlauf klappt, stehen euch meist drei Continues zur Verfügung. Sind diese aufgebraucht, müsst ihr das komplette Event neu starten. Mit wachsendem Erfolg schaltet ihr neue Herausforderungen und auch Teams frei. Im Gegensatz zu den Vorgängern stellt ihr euch euren Kader hier allerdings nicht mehr selbst zusammen, sondern greift auf 24 vorgefertigte Mannschaften zurück, in denen die Spieler unterschiedlicher Nationen nach bestimmten Kriterien gemischt werden. Darunter befinden sich z.B. die Flitzer, in denen sich nur laufstarke Kicker befinden oder die Stämmigen welche am brutalsten grätschen können. Den Karrieremodus, wie man ihn noch vom Vorgänger kennt, gibt es nicht mehr. Das bedeutet: Keine Verteilung von Skill-Points, keine individuelle Mannschaftszusammenstellung, kein umfangreicher Editor und keine Accessoires zum Sammeln und Ausrüsten eurer Profis. Das ist für mich ein riesen Minuspunkt! Habe ich es doch geliebt bei den Vorgängern und auch allen andern EA BIG Spielen, meine Recken selbst zu gestalten und mit immer neuen Gimmicks auszurüsten. EA BIG hat mir diese Möglichkeit jetzt gestohlen! Wer bereits in den Vorgängern Tricks vom Stapel gelassen hat, wird sich schnell zurecht finden, denn viel hat man an der Spielmechanik nicht verändert. Noch immer steht der Trick-Stick, also der rechte Analogstick, im Zentrum des Geschehens, denn nur so zirkelt ihr den Ball stylisch an der gegnerischen Abwehr vorbei und ladet zusätzlich noch eure Gamebreaker Leiste auf. Das erreicht ihr auch mit anderen coolen Manövern wie langen Passspielen, kleinen Moves mit Hilfe der Y-Taste oder dem Entlanglaufen mit dem Ball an einer Mauer. Ist die Leiste gefüllt, aktiviert ihr auf Knopfdruck den Gamebreaker, mit dem der nächste Schuss auf den gegnerischen Kasten mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Volltreffer wird. Leider fehlt dem Gamebreaker der günschte "WOW" Effekt völlig, was bei NBA Street 1 noch für Begeisterungsstürme gesorgt hat, ist hier einfach schwach umgesetzt. Wie wärs mal mit frischen Ideen? Ein Highlight von FIFA Street 3 ist die Technik. Die Grafik sieht makellos aus und läuft auf der XBOX 360 konstant mit 60 Frames pro Sekunde. Die Animationen sind top und sehen einfach total cool aus. Leider stehts um die KI nicht ganz so gut. Der Torhüter ist dümmer als eine Scheibe Brot. Tja, dadurch fallen dafür mehr Tore, aber eben auf beiden Seiten... Fluchen vorprogrammiert! Online läuft das Gekicke erfreulich gut, ich habe nie Lags gespührt und es finden sich genügend Gegner für eine schnelle Runde. Langzeitmotivation bietet dieser Tital jedoch keine. Fazit: Alles in allem ist FIFA Street 3 ein gutes Spiel, aber mit einigen Verschlimmbesserungen. Das Weglassen des Karrieremodus ist unverzeihlich. Der Gamebreaker ist langweilig ins Szene gesetzt und die Torhüter KI von vor 20 Jahren. EA BIG, bitte macht ein neues SSX, und zwar eines mit ein wenig Innovation und einem riesigen Haufen Style on Board!
- The(G)net Review: FIFA World Cup 2010 South Africa
Schön wäre so was auch bei den immer wieder eingeblendeten Trainern an der Seitenlinie.
- The(G)net Review: Flatout Ultimate Carnage
Flatout Ultimate Carnage ist nun die 3. Inkarnation der Spieleserie. Debütiert hat sie damals auf XBOX und PS2 sowie PC Systemen. Schon damals waren die Wertungen sehr positiv. Der neueste Teil hat aber kein leichtes Spiel, da im Juni / Juli sehr viele hochkarätige Spiele um die Gunst der Käufer buhlen. Bei Flatout UC handelt es sich nicht um einen komplett neuen Nachfolger, sondern mehr um ein Remix der beiden Vorgänger. Zu Begin werdet ihr regelrecht von Spielmodis und Wettbewerben erschlagen. Ihr habt z.B. die Wahl zwischen einer langen Karriere, diversen Minispielen und XBOX-Live Duellen. Das Herzstück von Flatout UC ist definitiv der Karrieremodus. Wie bei anderen Vertretern des Genres beginnt ihr eure Racing Karriere als Neuling. Mit den paar Credits die ihr zu Beginn auf euerem Konto habt, kauft ihr euch erstmal ein billiges Derby Gefährt. Das Spiel bietet euch im Karrieremodus 3 verschiedene Spieltypen an: Derby, Race und Street. Derby beinhaltet die „dreckigste“ Variante und ist eine Art Stockcar Modus mit viel Dreck und Zerstörung. Race verpflanzt die Action auf bepflasterte Strassen und Street ist die höchste und schnellste Klasse die der Spieler erreichen kann. Dort tretet ihr mit hochgetunten Spitzenautos zu Rennen an. Doch zurück zu unserem gerade gekauften Vehikel. Zu Beginn stehen euch nur gerade mal 2 Rennen offen. Bevor ihr aber in das Rennen einsteigt, bieten sich einige Möglichkeiten an, euer Gefährt zu tunen. Allen Arcade Fans oder Tuning Hasser kann ich entwarnen: keine Angst, es wird niemals die Tiefe eines Forza Motorsport 2 erreicht. Die Tuningmöglichkeiten beschränken sich auf ein paar wichtige Teile wie z.B. stärkerer Motor, diverse Auspuffe, Bremsen, Schaltung und Gewichtsreduktion des Fahrzeugs. In dem übersichtlichen Menü seht ihr dann sofort anhand von Punkten, was jedes Teil eurem Fahrzeug bringt: Mehr Handling, mehr Speed oder mehr Stabilität. Dieses Tuning überfordert niemanden und ist eine interessante Neuerung im Flatout Universum, da die angebrachten Teile sich spürbar auf das Fahrverhalten auswirken. Habt ihr nun alles Geld verbraten und euer gerade erst erworbenes Gefährt hochgetunt, kann es also endlich losgehen. Event ausgewählt, kurze Ladezeit überstanden und schon seid ihr auf der Strecke mit 12 Gegnerischen Fahrzeugen. Ziel ist es, so wie eigentlich immer bei Rennspielen, auf den 1. Platz zu kommen und somit viel Kohle zu gewinnen. Ihr erhaltet aber ebenfalls Geld, in dem ihr rüpelhaft alles umfahrt und so viele Crashs wie nur möglich anzettelt. Gefahren wird auf diversen Rundkursen, welche in verschiedenen Variationen auftreten. Von normal, gespiegelt bis hin zu Tagesunterschieden werden die Kurse munter gemixt. Auch die aus Destruction Derby bekannten Arenen bietet Flatout UC. Versucht hier so lange wie möglich zu überleben und trotzdem so viele Gegner wie möglich zu schrotten. Beschleunigt wird ganz einfach mit dem RT Button und falls ihr mal wirklich Bremsen wollt, ist LT eure Taste. Bremsen werdet ihr aber fast nie müssen, da das Fahrverhalten sehr Arcadelastig ausgefallen ist. Wenn ihr euch einer Kurve nähert, lasst ihr nur kurz die Gas Taste los und betätigt sie kurz darauf wieder. Euer Gefährt schlägt jetzt in die Kurve ein und driftet schön herum. Bei engeren Kurven empfiehlt es sich aber zu Bremsen. Das Fahrverhalten ist zu Begin noch sehr schwammig, da euer Gefährt doch eine regelrechte Rostlaube ist. Je mehr Rennen ihr aber gewinnt und desto mehr Geld ihr einfahrt, schalten sich immer neuere und bessere Fahrzeuge frei, welche ihr erwerben und wieder aufmotzen könnt. Dadurch verbessert sich auch das Fahrverhalten spürbar. Das geniale an den Strecken ist, dass sie völlig zerstörbar sind! Ich rede jetzt nicht von ein paar Zäunen die man umfahren kann, sondern alles was ein Auto zu Schrott fahren kann, könnt ihr in Flatout UC auch. Seien es Tankstellen die explodieren, Werbeschilder, Zäune, Bauernhöfe, Wassertanks oder Brücken, gemäss den Entwickler hat es auf jeder Strecke bis zu 8000 interaktive Objekte, welche nur auf ihre Zerstörung warten! Und die Schäden und Trümmer bleiben über die Gesamte Renndauer über auf der Strecke verteilt! Mit der Zeit gleicht sich die Strecke dann einer Müllhalde. Auch die Fahrzeuge sehen nach ein paar Runden völlig kaputt und dreckig aus. Der Detailgrad ist sehr hoch, es kann auch mal passieren, dass ihr durch einen heftigen Crash mal ein Rad verliert und so das Rennen beenden müsst. Makaber oder nicht ist auch, dass ihr bei heftigen Crashs euren Fahrer schreiend durch die Windschutzscheibe fliegen seht und er in Ragdoll Manier über die Fahrbahn fliegt. Das Zerstören hat aber auch einen tieferen Sinn, denn je mehr ihr zerstört und Gegner rammt, desto mehr Boost erhaltet ihr. Genau wie in Burnout, werdet ihr für rüpelhaftes Fahren mit Boost belohnt und den habt ihr auch bitter nötig. Flatout UC ist kein leichtes Spiel. Schon zu Begin weg müsst ihr euch tüchtig anstrengen um überhaupt mal auf dem Podest zu landen. Die Gegner verhalten sich dermassen aggressiv, dass ihr viele Neustarts benötigt, zum Glück ohne Ladezeiten. Fairerweise könnt ihr aber jedes Rennen beliebig wiederholen und nach jeder Strecke (auch in Turnieren) speichern. Dennoch kann es mit der Zeit frustig werden. Ein paar kleine Physik Bugs machen das Spiel manchmal zu einem regelrechten Glückspiel. Wenn ihr z.B. einen Gegner rammt und er ins Schleudern kommt, werdet ihr wie angeklebt an ihm festhängen und nicht wegkommen, ohne euren Wagen zu Resetten. Dies kann euch viele wertvolle Plätze kosten. Auch werden euch viele Teile, welche auf der Strecke verteilt sind in die Quere kommen und an euch kleben bleiben und euch so verlangsamen. In diesen Momenten habt ihr keine andere Wahl als zu Resetten. Das Resetten ist ebenfalls nicht so ganz fehlerfrei gelungen. Knallt ihr mal gegen eine Wand und drückt den Reset Knopf, werdet ihr vielfach weit nach hinten versetzt und seid so wieder weit hinten im Feld. Hier hätten die Entwickler noch ein bisschen Feintuning ansetzten müssen. Ansonsten macht Flatout UC wirklich sehr viel Spass. Die Strecken sind sehr lang und abwechslungsreich, bieten Tonnenweise zerstörbare Objekte und die Gegner sind hart im Nehmen und kämpfen um jeden Zentimeter. Um alle Events der Karriere durchzuspielen werdet ihr gut und gerne 20 Stunden benötigen. Doch damit nicht genug. Ein weiterer Spielmodus, lässt euch in verschiedenen Minispielen antreten. Ähnlich wie in Crazy Taxi habt ihr Aufgaben zu erfüllen, welche beim Gelingen neue freischalten. Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich aber auch sehr schwer. Ein Event beispielsweise beinhaltet den Weitwurf eures Fahrers. Ihr müsst so schnell als möglich auf Höchstgeschwindigkeit kommen und in die Bande crashen und mit A euren Fahrer aus dem Vehikel katapultieren. Ziel ist es, den Fahrer so hoch und weit wie möglich zu schleudern. Das Ganze wird in späteren Aufgaben mit Feuerringen noch erschwert. Diese Events bringen ein wenig Abwechslung in den Rennalltag, wären sie doch nur ein wenig einfacher... Zu guter letzt, bietet Flatout UC noch einen sehr gelungenen Online Modus mit bis zu 8 Spielern. Ihr könnt sehr viele Modis fahren, auch solche die nicht im Singleplayer vorkommen, wie z.B. "2 Teams fahren die Strecke in einer anderen Richtung". Grosse Crashs und Schadenfreude sind garantiert! Glücklicherweise läuft es auch Online sauber und ohne nennenswerte Fehler oder Ruckler. Grafisch ist das Spiel eine absolute Augenweide geworden. Die Strecken sind wunderschön beleuchtet, bieten eine enorme Weitsicht ohne Nebel oder Bildaufbau, haben extrem viele interaktive Objekte, welche über den ganzen Rennverlauf auf der Strecke zurückbleiben. Viele liebevolle Details wie Wasserreflexionen oder Echtzeit-Spuren im Dreck verfeinern den guten Eindruck. Das ganze läuft auch wirklich zu jeder Zeit mit 12 Gegnern und voller Zerstörung absolut flüssig bei konstanten 30 Bildern pro Sekunde. Ein Bravo hier an die Entwickler! Einziger negativ Punkt sind die relativ häufigen Clipping Fehler, welche zum Teil Objekte in euer Fahrzeug „kleben“ und nicht mehr weggehen. Das Geschwindigkeitsgefühl steigert sich von Rennklasse zu Rennklasse und kommt gelungen rüber, ohne aber Burnout Dimensionen anzunehmen. Musikalisch wird die harte Schiene gefahren. Harter Metal von mehr oder weniger bekannten Bands rocken euch während der Strecken gehörig ein. Die Motorengeräusche können einigermassen überzeugen, obwohl sie bei allen Autos fast gleich tönen. Die verschiedenen Objekte und Autos, welche zerstört werden geben fette Soundeffekte von sich und eure Surroundanlage hat einiges zu tun. Durch das 5.1, fliegen die Teile regelrecht durch eure ganze Wohnung. Lustig sind auch die Todesschreie der Gegner wenn sie mit einem lauten „aaaaaaahhhhh“ sich verabschieden ;) Fazit: Als riesiger Fan der Burnout und Destruction Derby Serie, musste ich mir natürlich Flatout UC sofort holen. Und es hat mich nicht enttäuscht. Die Rennen sind spassig und einfach hart. Wer eine Herausforderung sucht, wird hier fündig. Die Gegner kennen keine Gnade und man muss sich gehörig Anstrengen um Land zu sehen! Die Zerstörbaren Strecken gefallen mir besonders, da nach ein paar Runden einfach nur noch Schrott auf der Strecke liegt und weiter rumgekickt werden kann. Wären die kleinen Fehler nicht gewesen hätte es glatt zum Award gereicht. Alles in allem überzeugt Flatout UC aber auf ganzer Linie. Der Umfang ist beachtlich, die Minigames sehr witzig und der Zerstörungswahn einfach enorm. Wäre der Schwierigkeitsgrad nicht so hoch, die Physikengine noch ein wenig ausgefeilter und der frustige Reset Knopf besser implementiert, hätte Flatout garantiert eine bessere Wertung eingefahren. Trotzdem ein absolut toller Arcaderacer!Ich kann Flatout UC jedem Arcaderacer Fan aber wärmstens empfehlen! Selten hat crashen soo viel Spass gemacht!
- The(G)net Review: Forza Motorsport 4
Mehr erfahrt ihr in unserem Review. Als erstes fällt auf: Das Spiel präsentiert sich auf 2 DVDs.
- The(G)net Review: Forza Motorsport 3
Gentleman, Start Your Engines! Turn 10 geht mit dem heiss ersehnten Nachfolger zu Forza Motorsport an den Start; Forza 3! Die Erwartungen sind enorm, die Vorschusslorbeeren ebenfalls, kann der Titel das in ihn gesetzte Vertrauen bestätigen? Nach einlegen der Spieledisk und dem ersten Ladebildschirm, wird man auch gleich aufgefordert den Inhalt der zweiten Disk auf die Festplatte zu installieren. Diese Disc enthält rund 2 GB Daten an zusätzlichen Strecken und Autos. Ihr solltet also vorab überprüfen ob ihr noch genügend Speicherplatz zur Verfügung habt. Das Spiel frisst bei einer Vollinstallation nämlich knapp 10 Gigabyte! Das Ziel der Entwickler: Autoliebhaber sollen zu Spielern und Spieler zu Autoliebhabern gemacht werden. Genau das hat Dan Greenawalt in Präsentationen immer wieder betont. Doch wie soll das funktionieren? Schliessen sich Simulation und Zugänglichkeit nicht automatisch aus? Nein - zumindest nicht im Fall von Forza 3. Hier wird man schon nach dem Intro von einem sehr guten Sprecher gefragt, wie man sich als Fahrer sieht. Es gibt 3 Stufen die die zugeschalteten Fahrhilfen bestimmen, natürlich ist auch weiterhin alles manuell zu- bzw. abschaltbar. Auch für komplette Neueinsteiger hält Forza 3 eine Neuerung bereit: Den Autobremsassistenten, dieser Assistent bremst komplett automatisch, somit muss eigentlich nur noch gelenkt und Bleifuss gegeben werden. Erfahrere Piloten schalten wohl bis auf das ABS gerne alles aus, um den ultimativen Kick zu erhalten! Ein weiteres 'neues' Feature wurde vom Titel 'Racedriver: GRID' abgekupfert, die Rückspul-Funktion: Ein Druck auf die Back-Taste genügt, um den letzten Fahrfehler ungeschehen zu machen. Im Gegensatz zu dem anderen Titel darf man sogar beliebig oft auf diese übernatürliche Hilfe zurückgreifen. Profis rümpfen bei solchen Funktionen gerne die Nase, dürfen aber nicht vergessen, dass sie optional eingesetzt wird. Niemand zwingt einen dazu, obwohl die Verführung schon sehr gross ist, nach einem dummen Fehler - und im Grunde genommen sind sie ja alle irgendwie dumm - mal eben schnell die Zeit zurück zu spulen. Von daher wäre es auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad schön gewesen, die Funktion gleich in den Optionen deaktivieren zu können, um im Rennen nicht doch schwach zu werden. Auf der anderen Seite sorgt die kleine Zeitreise für frustfreie Fahrten. Wenn ich mich an Forza 2 zurück erinnere, wo ich mich kurz vor Schluss eines harten Rennens doch noch ins Kiesbett verabschiedet habe oder von der KI abgeschossen wurde, wären mir mit einer Rückspul-Möglichkeit viele Wutausbrüche erspart geblieben! Fahrhilfen aus! Slicks aufgezogen! Motor getunt! Auto lackiert! Los gehts! Die Fahrphysik von Forza 3 ist traumhaft und stellt das Beste dar, was man auf den aktuellen Konsolen findet. Während die Kulissen in flüssigen 60 Bildern pro Sekunde am Auge vorbei flitzen, wird die Physik mit satten 360 Frames pro Sekunde berechnet. Das Ergebnis: Man spürt jede noch so kleine Bodenwelle und vor allem in den speicherbaren und schön inszenierten Replays kann man wunderbar erkennen, wie präzise die Bewegungen des Fahrwerks und das Grip-Niveau der Reifen eingefangen werden. Die Videos lassen sich auch ins Forza Motorsport Community Netz hochladen, somit sind ab sofort Videobeweise vorhanden wenn es mal wieder heisst: 'Welle -bieep- isch mir etz wieder in Arsch ietätscht?' Einfach genial und auch noch sehr schick anzuschauen! Wer mit einem Frontriebler zu schnell unterwegs ist und die Kurve in Angriff nimmt, muss mit Untersteuern rechnen, weil das Fahrzeug über die Vorderachse schiebt und scheinbar nicht mehr lenken will. Umgekehrt bricht bei Heckschleudern schnell mal das Hinterteil weg, wenn man es übertreibt. Wer mit Monstern wie dem Bugatti Veyron oder selbst einer herrlich aus den Boxen dröhnenden Viper mit der Hälfte an Pferdestärken ohne Traktionskontrolle nicht den feinen Umgang mit Gas und Bremse beherrscht, wird sich ebenfalls schnell in der Leitplanke oder dem Kiesbett wiederfinden. Die realistische Anlehnung an die echten Fahrzeuge scheint nun nochmals um einiges gesteigert worden zu sein. Ein Porsche 997 GT2 klebt als Standardfahrzeug wie Gummi auf der Strasse, ein komplett aufgemotzter Golf 2 hat durch die physikalischen Grenzen keine Chance mehr. Super! Die Soundkulisse wurde nochmals aufgebohrt, die Autos klingen so gut wie noch nie in einem Videospiel, WAHNSINN! Da stellt es mir also teilweise alle Nackehaare auf. Insgesamt sind die meist kernigen Motorenklänge genau so fantastisch wie die Soundeffekte bei Kollisionen. Nachdem es gekracht hat, merkt man eine Veränderung: Da knackt plötzlich das Getriebe, da schleift die Karosserie und da quält sich der Motor, überhaupt noch halbwegs rund zu laufen. Man kann die Beschädigungen also nicht nur fühlen und sehen, sondern auch deutlich hören! Neuerdings sind sogar Überschläge möglich, in denen man auch den Unterboden der aufwändig modellierten Flitzer mit ihren traumhaft schönen Spiegelungen bewundern darf. Schafft man es trotzdem noch, irgendwie an die Box zu kriechen, ist die Enttäuschung gross: Eine animierte Crew mit Mechanikern und Tankwart gibt es immer noch nicht, schade aber nicht weiter tragisch! Der Karrieremodus ist im Gegensatz zu dem vom Vorgänger ein wenig umgestaltet worden. Mann kämpft sich nun durch Rennsaisons die mit jedem steigenden Jahr länger werden. Nach guten 6h hinter dem Steuer, hatte ich gerade mal 7% des Spiel geschafft, der Umfang garantiert mal wieder auf vieeeele spassige und fordernde Stunden! Online wird wieder so einiges geboten. Da wären z.B. Drift-Rennen, in denen das stilvolle Rutschen durch die Kurven der Schlüssel zum Sieg ist. Oder die Ausscheidungs-Events, in denen die Letztplatzierten nach und nach rausgeworfen werden. Auch mit dabei: Katz und Maus, das man schon von der PGR-Serie kennt. Im Mittelpunkt steht aber nach wie vor das normale Rennen. Das Lobby-System ist komischerweise nicht so gelungen wie im zweiten Teil: Während man im Vorgänger noch aus einer Liste an öffentlichen Sessions auswählen konnte, wird man hier einfach automatisch einem offenen Spiel zugeteilt, oder muss selbst eine Partie aufsetzen. Dabei werden Strecken, Rundenzahl und sogar die Fahrzeugklasse vorgegeben und können nicht mehr geändert werden. Zumindest gibt es die Möglichkeit, darüber abzustimmen, ob der aktuelle Kurs übersprungen werden soll. Trotzdem würde ich Turn 10 am liebsten die schwarze Flagge aufgrund der wenigen Einflussmöglichkeiten bei der Erstellung öffentlicher Lobbys zeigen. Die bekommt man erst, wenn man ein privates Spiel anlegt. Hier geht man sogar so weit, z.B. die Cockpitansicht oder eine manuelle Schaltung zu erzwingen oder die Fahrzeuge bis auf bestimmtes Modell oder einen Hersteller einzuschränken. Da ich hauptsächlich mit Freunden spiele ist dies jetzt nicht so tragisch für mich, trotzdem ein Rückschritt! Fazit: Turn 10 hat es geschafft! Forza Motorsport ist der neue König am Rennspielehimmel! Es macht fast alles besser als der schon geniale Vorgänger. sieht super aus, klingt wahnsinnig, und fühlt sich rundum genial an...einfach gelungen! Ich kann allen Rennspielefans eine klare Kaufempfehlung abgeben, aber auch Spieler die sich nicht unbedingt dazu zählen, sollten einen Blick wagen!
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Captain Nathan „Rad“ Spencer infiltriert in Bionic Commando Rearmed 2 die Papagaya Inseln, um den brutalen Diktator Sabio (der Fidel Castro verblüffend ähnlich sieht) zu stürzen. Wir haben uns den zweiten Teil des Platformers angesehen. Bionic Commando Rearmed war ein tolles Spiel, das vor allem mit einem ausgeklügelten und schwer zu meisternden Schwing-Dich-von-Platform-zu-Platform-Gameplay zu überzeugen wusste. Das Spiel war hammerschwer und nichts für Warmduscher. Für Rearmed 2 hat Entwickler Fatshark den Schwierigkeitsgrad etwas verringert und eine neue Jump-Mechanik eingeführt. Daher fühlt sich das Spiel jetzt mehr wie ein Jump-n-Shoot an, was ja nicht unbedingt schlecht ist. Die Schwing-Mechanik fühlt sich auch etwas direkter an, funktioniert besser und vergibt euch auch die eine oder andere ungenaue Eingabe. Das heisst jetzt nicht, dass ihr kein Timing mehr benötigt. Um das Momentum eures Schwungs optimal zu nutzen und längere, fehlerfrei Schwung-Combos über tödliche Spitzen und Abgründe zu meistern, braucht es nach wie vor etwas Übung. Ganz frustfrei ist also auch Teil 2 nicht. Auf der Haben-Seite steht dafür das gute Gefühl, etwas vollbracht zu haben, wenn man eine zuvor schier unüberwindbare Stelle endlich gemeistert hat. Die Feinde in Rearmed 2 sind hart im Nehmen, aber leider immer noch nicht die Hellsten. Meistens sind sie nur schwer zu überwinden, weil sie an strategisch schweren Stellen platziert wurden. So benötigt ihr oft gutes Timing und/oder etwas Strategie, um euch der Soldaten zu entledigen. Bei den beeindruckend inszenierten Bosskämpfen sieht es ähnlich aus. Zuerst scheint es unmöglich, doch bald sieht man die Angriffs-Muster und kann entsprechend reagieren. Von da an braucht man meist nur noch gute Reflexe und die richtige Wumme. Die Waffen machen übrigens viel vom Replay-Value aus, da man bereits absolvierte Level wieder spielen kann und so neue Waffen oder Power-Ups findet. Als Nachfolger eines erfolgreichen Remakes eines 80er Jahre Spiels fühlt sich Rearmed 2 dann aber doch ein bisschen veraltet an. Gegenüber Teil 1 hat sich technisch so gut wie nichts verändert und das Gameplay war damals schon sehr archaisch. Für eingefleischte Retro-Fans mag das ein Pluspunkt sein, ich allerdings fühlte mich konstant daran erinnert, dass das Spielprinzip schon über 30 Jahre auf dem Buckel hat. Tödliches Wasser (Was? Der Typ kann nicht mal schwimmen!?) oder Tode durch noch nicht sichtbare Feinde sollten 2011 einfach der Vergangenheit angehören. Das Schwingen an sich hätte sich ausserdem noch besser anfühlen müssen. Aber vermutlich bin ich einfach von den Spider-Man Spielen verdorben. Fazit: Trotz der Kritik kann ich Freunden des ersten Teils Rearmed 2 wieder ans Herz legen. Es gibt viele Gründe, das Spiel zu mögen, allen voran auch wieder der gelungene Online Co-Op Modus. In vielen Belangen ist Bionic Commando Rearmed 2 genau das, was ich erwartet hatte: Mehr vom Gleichen, mit einigen kleinen Verbesserungen. Die Steuerungs-Defizite macht man mit etwas Übung wieder wett.





















