The(G)net Review: Cult of the Lamb

Endlich ist es so weit und ich kann meinen eigenen Kult starten, wo alle nach meiner Pfeife tanzen und wenn mir jemand nicht passt, naja, dann lass ich ihn halt einfach verschwinden. Aber genug aus meinen Leben, sprechen wir lieber über Cult of the Lamb von Massive Monster.


Cult of the Lamb Nintendo Switch Test Testbericht Review

Als kleines, unschuldiges Lämmchen beginnt unsere Reise durch das neuste Rogue-Like des Publishers Devolver Digital. In einer dunklen, stürmischen Nacht werden wir zum Schafott geführt. Niemand sagt uns wieso oder was wir verbrochen haben, aber es scheint, als gäbe es keinen anderen Weg als den Weg ins Licht. Zick-zack und der Kopf ist ab. Doch so schnell endet unser Leben nicht und eine geheimnisvolle Gestalt, die sich als «Jener, der wartet» vorstellt, gibt uns eine zweite Chance. Einziger Hacken, wir müssen in seinem Namen einen Kult gründen und mit dessen Hilfe einen Rachefeldzug starten. Das Angebot nehmen wir dankend an und kehren zurück ins Reich der Lebenden.


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Auf unserem Kreuzzug durch die zufällig generierten Dungeons sammeln wir nicht nur Ressourcen, sondern retten auch neue Anhänger, um unseren Kult zu vergrössern. Zu Begin jedes Durchlaufs bekommen wir eine Nahkampfwaffe und eine Art Zauberspruch zugewiesen. Damit bewaffnet kämpfen wir uns nun durch die verschiedenen Räume. Die meisten davon sind mit Gegnern gefüllt, ab und zu stossen wir aber auch auf einen Waffenraum oder den Kartenleger, der uns eine Tarotkarte anbietet. Der Waffenraum gibt uns die Gelegenheit unser Angriffsinstrument einmalig zu tauschen, sollten wir mit der aktuellen Ausführung nicht glücklich sein. Beim Kartenleger dürfen wir uns eine von zwei Tarotkarte aussuchen. Diese verleihen dem Lämmchen Perks wie zum Beispiel ein zusätzliches Herz, höherer Angriffsschaden, die Chance auf kritische Treffer usw. Die Perks halten jedoch nicht für immer und verfallen beim Verlassen des Dungeons wieder. Ist ein Abschnitt geschafft, so präsentiert uns das Spiel die Übersichtskarte des aktuellen Gebiets und wir dürfen uns eine Wegabzweigung auswählen. Dabei gut zu wissen: ist ein Weg erstmal eingeschlagen, gibt es kein Zurück mehr.


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Kloppen wir uns gerade mal nicht durch einen Dungeon, so verbringen wir unsere Zeit meistens im kulteigenen Dörfchen. Hier werden Neuankömmlinge im Kult willkommen geheissen und indoktriniert. Dabei können wir den Namen und ihr Aussehen unseren Vorstellungen anpassen. Doch das Leben als Kultführer ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Unsere Anhänger stellen auch Ansprüche an ihre Umgebung. So müsst ihr dafür sorgen, dass jeder einen Schlafplatz hat, immer genügend Essen auf dem Tisch steht und, dass das Dorf immer hübsch sauber bleibt. Sind die Mitglieder unzufrieden, verlieren sie schnell den Glauben an euch und es beginnt die Meuterei. Damit die Laune nicht in den Keller sinkt, gehören tägliche Predigten und das Durchführen von Ritualen zu eurem neuen Alltag. Daneben erledigt ihr am besten auch regelmässig Quests, die euch eure Anhänger auftragen. Im Verlauf des Spiels, und dank dem durch die Anhänger generierten Glauben, schaltet ihr immer neue Gebäude oder verbesserte Varianten von bestehenden Gebäuden frei. So wächst und gedeiht der Kult fleissig weiter.


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Neben dem Dorf und den Dungeons erwarten euch noch eine Handvoll weitere Locations, wo ebenfalls kleine Quests auf euch warten oder auch Handel mit Ressourcen betrieben werden kann. In der Hafenregion der Karte wartet sogar ein Angelplatz auf euch, wo ihr fleissig frische Fische und Krabbentiere für eure Speisekarte an Land ziehen könnt. Das Ganze funktioniert, wie das Kochen auch, mithilfe eines Minispiels.


Für das Durchspielen habe ich persönlich rund 20 Stunden gebraucht. Geht natürlich auch deutlich schneller, man verliert sich aber gerne hier und da im Dorfleben.


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Fazit:

Ich war bereits von einem früheren Spiel von Massive Monster ein grosser Fan. The Adventure Pals, ein knuffiger Plattformer aus dem Jahre 2018. Obwohl Cult of the Lamb spielerisch eine ganz andere Hausnummer ist, bleibt der Charm, gerade in der Optik und den Animationen, bestehen. Beim Spielen selbst musste ich an drei Spiele denken; Hyper Light Drifter, Don’t Starve und Animal Crossing. Drei Titel, die auf dem Papier eigentlich nichts oder zumindest nicht viel miteinander zu tun haben. Und doch sind alle auf eine Art und Weise in Cult of the Lamb enthalten. Das Kampfsystem ist schön simpel und knackig. Man dashed, schlägt zu und setzt den Fluch/Zauber ein und that’s it. Es gibt keine endlose Liste an Waffen und Zauber, wo man sich ewig Gedanken machen muss, welches jetzt die beste Kombination ist. Man kann die Waffen nicht aufleveln oder anpassen. Es wird dir einfach eine Kombo zugeteilt und damit musst du zurechtkommen. Klar, manche liegen dir besser, andere schlechter. Trotzdem funktioniert es einwandfrei. Der Schwierigkeitsgrad der Dungeons ist auch ganz schön knackig zum Teil und gerade in den späteren Gebieten sind ordentlich Projektile auf dem Schirm, denen es auszuweichen gilt. Fürs Dorf hätte ich mir noch ein paar mehr Optionen gewünscht. Gerade im Endgame, wenn man alle Gebäude freigeschaltet hat und alle essenziellen Bauten stehen, verfällt der Nutzen der Ressourcen ein bisschen und man beginnt Deko zu bauen, nur damit etwas gebaut wird. Ansonsten kann ich Cult of the Lamb sehr empfehlen.



Kampfsystem à la Hyper Light Drifter, Ressourcen sammeln wie in Don’t Starve und unser Dörfchen pflegen wie in Animal Crossing.... eine Mischung, die ich mir so nicht hätte vorstellen können, die jedoch super funktioniert und unglaublich süchtig macht. Noch kurz was im Dorf erledigen und zack, ist wieder eine Stunde vergangen. So, muss dann mal los, meine Jünger haben Hunger!


Cult of the Lamb Nintendo Switch Wertung

Das düster-süsse Spiel ist ab sofort für PlayStation 4, PlayStation 5, Nintendo Switch, Xbox One, Xbox Series X|S und PC via Steam verfügbar. Wir haben die Switch-Version getestet. Das Test-Muster stammt von Devolver Digital, wofür wir uns herzlich bedanken!


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