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The(G)net Review: Fire and Ashes

vor 1 Minute
3 Min. Lesezeit

Survival Horror Freunde kommen dieses Jahr definitiv nicht zu kurz. Mit Resident Evil, Silent Hill und The Sinking City 2 kann sich das Genre über Content Mangel nicht beklagen. Das kleine Entwicklerteam ASDstudios wagt sich mit Fire and Ashes ebenfalls ins Horror-Haifischbecken. Kann der blutige 1st-Person-Grusler aber auch mit den ganz grossen Fischen mitschwimmen?


Fire and Ashes Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Wir schreiben das Jahr 1977. Kein Internet. Digital kennt man nur von Uhren und Taschenrechnern und die Handvoll TV-Sender waren das höchste der Home Entertainment Gefühle. Wir sind als Henry Gray unterwegs, dessen geistige Verfassung nach dem Tod seiner gesamten Familie als eher instabil bezeichnet werden kann. Das wäre eigentlich schon Horror genug, doch als er plötzlich erinnerungslos in einer blutverschmierten Badewanne aufwacht, fängt der Schrecken erst richtig an.


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Henry befindet sich in einer in die Jahre gekommene und leerstehenden Irrenanstalt. Blutverschmierte Wände deuten auf ein wüstes Massaker hin. Nach den ersten Metern geht unserem Helden die Puste aus. Und siehe da, unter unserer Lebensleiste gesellt sich eine separate Stamina Bar. Sobald wir sprinten oder in den Nahkampf gehen, leert sich unsere Ausdauer kontinuierlich. Stehen wir still oder schlendern normal durch die engen und verwinkelten Gänge des Irrenhauses, füllt sie sich wieder auf. Als Startwaffe müssen wir anfangs auf unsere Fäuste zurückgreifen, doch relativ schnell stossen wir auf nützliche Hiebinstrumente wie Baseballschläger, Machete oder eine Nagelkeule. Nach ein paar Schlägen zerbrechen sie leider wieder. Immerhin darf Gary zwei Melee-Waffen gleichzeitig mit sich tragen.


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Regelmässig wird unser Held von einer merkwürdige Stimme heimgesucht, mit der wir uns gezwungenermassen in kurzen Dialog-Choice-Sequenzen unterhalten müssen. Netterweise erhalten wir als Geschenk einen Revolver, der mit seiner 8-Schuss-Kammer für den kommenden Bossfight gute Dienste leisten wird. Stehen uns morsche Holztüren im Weg, brechen wir sie mit einem beherzten Kick auf. Wir dürfen auch gewisse Gegner mit einem saftigen Fusstritt weghauen. Aber auch nur wenn der passende Prompt aufleuchtet.


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Im düsteren Irrenhaus begegnen wir allerlei aggressiven Kandidaten. Hagere Insassen, ausgebrochene Gefangene und wildgewordenes Sicherheitspersonal möchten uns genauso ans Leder, wie der eine oder andere Levelboss. Gegnersiche Schläge wehren wir entweder per Block ab oder hoffen auf das Richtige Timing und parieren den Angriff. In den relativ linearen Levels versperren uns des Öfteren verschlossene Türen den Weg. Meistens verbirgt sich der Schlüssel in irgendeinem verwinkelten Gang, den wir teilweise schwimmend erreichen müssen. Kein Problem. Solange die Stamina Leiste nicht auf Null fällt, kann sich Henry frei im Wasser bewegen.


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Ganz selten stolpern wir über das eine oder andere Umgebungsrätsel. Zu viel Hoffnung auf dicke Knacknüsse sollte man nicht haben, Action steht hier klar im Vordergrund. Um die Immersion auf ein neues Level zu hieven, haben sich die Entwickler etwas Besonderes einfallen lassen. Habt ihr euer Mikrofon auf dem Controller (oder Headset) aktiviert, könnt ihr per Kommando Tritte austeilen, Gegner auf euch aufmerksam machen oder mit NPCs unterhalten. Wer keinen Bock auf verbale Anweisungen hat, schaltet die Funktion einfach aus.



Fazit:

Es reicht halt nicht, einfach nur ein wenig auf Resident Evil zu machen und zu hoffen, dass sich der Rest von alleine ergibt. Ich habe gegen eine gute Kopie nichts einzuwenden. Dann erwarte ich aber auch einen gewissen Qualitätsstandard, wenn man schon in der 1.Liga mitspielen möchte. Fire and Ashes bietet nichts davon. Die technische Seite lässt zu wünschen übrig, zumindest auf der von uns getesteten PS5-Version. Schon in den ersten Sekunden versagte bei mir die Programmierung. Der Button Prompt für die erste Tür wurde nicht geladen. Ein schlechter Einstieg. Wenigsten half ein Reset das Problem zu lösen. In den relativ anspruchslosen Korridor-Levels werden Lichtquellen teilweise viel zu spät geladen und Objekte ploppen plötzlich im Hintergrund rein. Und leider wird es bei der Fight-Mechanik auch nicht besser. Fürchterliches Trefferfeedback, steife Animationen wie aus PS3-Zeiten und ungenaue Hitboxen, die das Parieren zur Lachnummer verkommen lassen. Fire and Ashes mag in der Grundidee auf Papier vielleicht ganz ordentlich ausgesehen haben, das Endprodukt spiegelt aber die angepeilte Vision der Entwickler nicht wider. Mit einem Umfang, der selbst viele DLCs wie Vollprodukte aussehen lässt, sind die gebotenen 2 bis 3 Stunden zudem zu wenig.


Fire and Ashes Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Fire and Ashes ist als Download für PC, PS5 und XBOX Series erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angesehen. Unser Test-Muster stammt von Axyosgames, wofür wir uns herzlich bedanken!


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