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The(G)net Review: John Carpenter's Toxic Commando

Left 4 Dead- und Back 4 Blood-Fans aufgepasst! Saber Interactive bringt wilden Vierergruppen neues Untoten Kanonenfutter für schussfreudige Koop-Sessions. Diesmal regnet es so viele Zombies in die GPU, man könnte denken, wir befinden uns im Epilog des Hollywood-Schinkens World War Z. Und wenn der Altherr des modernen Horrors zusätzlich noch seinen Stempel aufdrückt, kann eigentlich nichts schief gehen.


John Carpenter's Toxic Commando Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Tatort: Apokalypse, Post-Ära. Zustand: Ziemlich mies. Aussichten: Bleihaltig. Also schlicht gesagt, wir sind am Arsch! Hinzu kommt, dass unsere zusammengewürfelte Truppe zwar abgebrühter als kalter Tee ist, aber eher an normale Bürger erinnert als an die sonst bekannten Standard-Supersöldner. Bis auf unser Camp, das vom Rebellions-Leiter und Questgeber Leon aufrechterhalten wird, ist Sicherheit nicht garantiert. Denn draussen tobt die Hölle.


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Ein mysteriöser Organismus namens “The Sludge” hat die sonst schon zähen Zombies mit einem zusätzlichen Virus infiziert, der die Untoten komplett zum Durchdrehen bringt und einige sogar in üble Monstrositäten verwandelt. In den kommenden drei Akten mit insgesamt 9 Abschnitten legen wir uns mit Hunderten von Zombies an, während wir in den Semi-Open World-Levels die vorgegebenen Missionen abhaken. Unser Team besteht aus Ruby, Walter, Cato und Astrid, denen wir jederzeit eine von vier unterschiedlichen Klassen zuteilen können.


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Als Strike holen wir unsere überdurchschnittlichen Waffenkenntnisse hervor, tragen mehr Ammo mit als der Rest und zaubern als Special Move verheerende Feuerbälle aus dem Handgelenk. Der Mediziner heilt nicht nur die ganze Truppe mit einem Regenartionskreis, sondern kann sich als einziges Mitglied selbst heilen. Als Defender übernehmen wir die Rolle des Tanks. Wir sind weniger anfällig für Schaden, tragen mehr Granaten mit uns und schützen unser Team mit einer Plasmakuppel, der Zombies beim Eintreten Schaden zufügt. Der Operator ist für die technische Kriegsführung zuständig. Mit seiner Drohne setzt er Zombies ausser Gefecht oder belebt autonom gefallene Kameraden wieder. Zudem nehmen Fahrzeuge weniger Schaden und verbrauchen weniger Benzin, sollte der Operator am Steuer sitzen.


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Unterschiedliche Autos und Fahrzeuge sind ein integraler Bestandteil von Toxic Commando. Wir kapern stehengelassene Ambulanzwagen, Taxis oder Militär Trucks, um grössere Strecken schneller zu überwinden. Da machen wir uns auch die Spezialfähigkeiten der fahrbaren Untersätze zu Nutze. Wir aktivieren einen EMP-Blast und verwandeln die umliegenden Zombies zu Staub, der Flammenwerfer röstet potentielle Angreifer oder wir ziehen uns per Seilwinde aus einer verschlammten Pfütze. Wir sollten zudem auf unseren Sprit achten, denn wenn wir nicht regelmässig den Tank mit herumliegenden Benzinkanistern füllen, bleiben wir stehen. Sollte unsere Karre beschädigt sein, reparieren wir sie per kurzem Mini Game.


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Toxic Commando funktioniert auch prima als Solo-Abenteuer. Nur sind NPC-Kollegen nicht in der Lage, die Gefährte selbst zu steuern. Aber sie übernehmen ungefragt die Knarre bei bewaffneten Boliden und hören auf unsere kurzen Befehle vom Kommunikations Wheel. Auf der weitläufigen Karte stehen stets mehrere markierte Benzinkutschen herum. Im Multiplayer können also rein theoretisch mehrere Fahrzeuge gleichzeitig gesteuert werden.


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Ein Abschnitt dauert im Schnitt 40 bis 50 Minuten und folgt Leon's Missionsvorgaben. So müssen wir z.B eine Batterie ausfindig machen und zu einem vorgegebenen Ort transportieren. Es kann aber auch sein, dass wir eine Kirche von Zombiehorden beschützen müssen oder ein spezielles Gefährt möglichst schadenfrei von A nach B manövriert werden will. Wer nicht starr dem Missionsmarker folgt, entdeckt verlassene Camps und Gebäude mit wertvollem Loot. Wir raten euch ab und zu einen kleinen Umweg einzuplanen, denn das eine oder andere Item kann euch am Ende vielleicht den Hintern retten und ein zusätzlicher Heiltrank oder Extra Munition schadet auch nie.


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Natürlich rennen wir auch gerne mal zu Fuss durch die Gegend und finden so überall verschiedenfarbige Kristalle, die als Ingame-Währung dienen, stöbern in Kisten nach neuen Waffen und machen uns auf die Suche nach den seltenen Auto Revives. Nicht auslassen sollte man die Repair-Kits. Diese Helfen uns bei knackigen Sequenzen und Bossfights. Mit ihnen lassen sich Turrets und elektrische Fallen aktivieren oder wir öffnen verschlossene Waffenkisten mit besonders durchschlagkräftigen Kalibern wie Granatwerfer, Sniper Rifle oder einem 100-Schuss Maschinengewehr.


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Die Grundausrüstung dürfen wir vor jedem Missionsstart selber zusammenstellen, die aus einer Handfeuerwaffe und einem Gewehr besteht. Die unterschiedlichen Modelle lassen sich mit zusätzlichen Waffenteilen individuell anpassen, mit Geschichten wie Laserpointer, Grip, Zielfernrohr oder Armstütze, die jeweils die Waffenwerte etwas verändern. Eingekauft wird mit den erwirtschafteten Kristallen und für den Fähigkeitenbaum benötigen wir separate Skillpoints. Je nach Charakter erhöhen wir unseren Munitionsvorrat, vergrössern den Schadensradius der Feuerbälle, vergrössern den Heilungsradius, verpassen unsere Drohne EMP-Patronen oder stecken uns zusätzliche Granaten ein. Die Skills lassen sich jederzeit und ohne Penalty resetten.


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In Toxic Commando dürfen wir nicht nur gegen Bares unsere Helden mit neuen Accessoires und Kleidern ausstatten, sondern auch die Lackierung des Fuhrparks selbst bestimmen. Zu Beginn stehen drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zur Auswahl, der vierte muss freigeschaltet werden. Wir sind aber bereits auf Normal tüchtig ins Schwitzen gekommen.


Nach etwa 10 Stunden hatten wir den Storymodus abgeschlossen. Der bereits angekündigte Season Pass verspricht aber schon jetzt neue Levels und zusätzliche Mehrspieler-Modi.



Fazit:

John Carpenter's Toxic Commando ist das beste Beispiel dafür, dass man das Rad nicht unbedingt neu erfinden muss, um stundenlangen Spielspass zu garantieren. Der erste Pluspunkt des Zombiegemetzels ist der leichte Einstieg und die zugänglichen Menüs. Es wirkt nicht überladen, bietet aber genug Tiefe, um den Wiederspielwert nicht einzuschränken. Ich hatte jedenfalls eine verdammt gute Zeit, egal ob online mit dem Redaktions-Kollegen oder solo mit meinem NPC-Team. Auch alleine spielt sich Toxic Commando hervorragend. Das Gunplay ist richtig wuchtig, die Horden von Zombies zu Headshotten (wenn möglich) macht unglaublich Laune und das Zusammenspiel im Koop-Modus sorgt für die korrekte Portion Abwechslung. Auch technisch steht Toxic Commando auf stabilen Beinen. Und selbst wenn über Hundert Zombies auf einen zurennen, bleibt die Bildrate konstant und die PS5 geht nicht in die Knie. Einzig die etwas zu langen Ladezeiten zum Missionsstart erinnern an dunkle PS3-Zeiten. Das sollte optimiert werden. Ein wenig mehr Umfang hätte unserem Quartett nicht geschadet. Einen Horde Modus oder so etwas Ähnliches sollte eigentlich Standard sein bei so einem Titel. Ich denke aber, dass da bald noch was nachgeschoben wird.


John Carpenter's Toxic Commando Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

John Carpenter's Toxic Commando ist für PS5, Xbox Series X|S und PC erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angesehen. Unser Test-Muster stammt von Focus Entertainment, wofür wir uns herzlich bedanken!


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