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The(G)net Review: Outriders Worldslayer

Als People Can Fly eine Erweiterung für Outriders angekündigt haben, kam das ein wenig überraschend. Angeblich war der Publisher Square-Enix mit den Verkaufszahlen nicht gänzlich zufrieden. Inzwischen ist mit Worldslayer das Outriders Universum gewachsen und wir haben versucht herauszufinden, ob und für wen genau es gemacht ist.


Outriders Worldslayer Test Testbericht Review Xbox Playstation

Geschichtlich geht es fast direkt nach den Geschehnissen des Hauptspiels weiter. Die bezwungen geglaubte Anomalie ist zurück und das stärker als zuvor. Es sieht schlecht aus für die verbleibenden Menschen auf Enoch, bis man auf eine weitere Pax, eine der Ureinwohnerinnen des Planeten, trifft, die eine mögliche Lösung kennt. Doch um an diese zu kommen, muss man ins Feindgebiet, wo eine andere mächtige Altered, The Commander genannt, auf einen wartet.


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Die neue Story-Kampagne bringt einen in neue Gebiete, die mit Monstern gefüllt sind. Mit einer Spielzeit von knapp fünf Stunden ist sie nicht allzu umfangreich. Das bedeutet auch, dass die neue Antagonistin kaum Raum und Zeit hat, um sich zu etablieren. Die Erweiterung ist zudem komplett linear und bietet keinerlei Nebenmissionen. Was sie bietet sind extrem actionreiche Kämpfe gegen riesige Gegnerhorden, die in coole und toll inszenierte Setpieces verpackt sind. Die neuen Gegnertypen, von Bossen abgesehen, sind eher mau, weil sie noch immer hauptsächlich anders aussehende Varianten schon bekannter Gegner sind. Es ist überraschend für Outriders, aber das Worldbuilding in diesem DLC ist tatsächlich sehr gut. Wer sich nur ein wenig für diese Welt interessiert wird Freude haben.


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Die Kampagne kann aber eher als Vorgeschmack angesehen werden, denn nur für sie lohnt sich der Kauf von Worldslayer eher nicht, es wird nicht genug geboten. Das Fleisch der Erweiterung liegt im neuen Endgame-Inhalt namens “Prüfung von Tarya Gratar”. In dieser kämpft man sich durch mehrere Kammern gefüllt mit regulären oder Bossmonstern. Für den Abschluss jeder Kammer gibt es einen gut gefüllten Sarg mit jeder Menge Loot. Wer den Endboss der Prüfung erledigt, darf einen von drei legendären Ausrüstungsgegenständen auswählen und behalten.


Der Aufbau dieser Level gibt zusätzlich die Möglichkeit gezielten Loot abzustauben. Neben den Hauptkammern kann man im Vorneherein schon sehen, welche Art von Item man als Belohnung erhalten wird. Wer z.B. auf der Suche nach einem neuen Helm oder einer Hose eines bestimmten Sets ist, kann seine Chancen darauf deutlich erhöhen. Das ist auch nötig, denn die im Vorfeld massiv beworbenen neuen Legendaries sind äusserst selten. Tarya Gratar enthält zudem einige faszinierende Storymomente, die höchst interessant für eine mögliche Zukunft für Outriders sind.


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Dieser neue Inhalt ist aber, wie es sich für RPG-Endgames gehört, spielerisch repetitiv. Der Ablauf der Prüfungen ist immer gleich, wo und wann man auf welche Bosse trifft beispielsweise. Im Gegensatz zu vergleichbaren Inhalten aus ähnlichen Spielen liegt der Fokus in Worldslayer zu 100% auf Kämpfen. Geschicklichkeitseinlagen oder Rätsel gibt es keine. Der Sinn hinter den Prüfungen ist natürlich, sie immer wieder zu wiederholen, um immer bessere Ausrüstung zu erhalten. Ob es also besser oder schlechter ist nur zu kämpfen, um die Aktivität abzuschliessen, liegt im Auge des Betrachters.


Die Prüfung bietet auch eine ordentliche Herausforderung. Normale Gegner sind vielzählig, Bosse erfordern Taktik, Skill und Feuerpower und Modifikatoren können alles noch schwieriger machen. Wer darauf steht, beständig die eigenen Werte und Kraft zu erhöhen, um es mit noch härteren Gegnern aufnehmen zu können, ist mit der Prüfung von Tarya Gratar gut bedient. Wer sie alleine ohne andere Mitspieler angehen will, sollte gewarnt sein, denn der Schwierigkeitsgrad hat es wirklich in sich.


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Neben diesen zwei grossen Neuerungen gibt es noch einige allgemeine Qualitätsverbesserungen und Erweiterungen. Jede Klasse hat zwei kleine, neue Talentbäume erhalten, wodurch sie noch personalisierbarer werden. Punkte, die darin investiert werden, gibt es automatisch für den Abschluss der Storymissionen. Erfahrung wird trotzdem ,noch gesammelt, um in den Aszensions-Rängen aufzusteigen, wodurch man weiter permanent stärker wird. Mit insgesamt 200 Level und entsprechend vielen Skillpunkten gibt es mehr als genug zu tun. Statt 10 Welten- und 15 Herausforderungs-Tiers gibt es jetzt ganze 40 Apokalypsen-Tiers. Ihre Funktion bleibt jedoch gleich. Je höher das Tier, desto stärker sind Gegner und desto besser ist der ganze Loot. Eine weitere Sprosse in der endlosen Leiter von immer höher und höher steigenden Zahlen und Werten.



Fazit:

Die neue Kampagne macht zwar jede Menge Spass und zeigt echte Stärke in Sachen Worldbuilding, kann einen Vollpreis-Kauf aber kaum rechtfertigen. Wer, am Besten zusammen mit Gleichgesinnten, mehr Endgame, mehr legendären Loot und immer höher kletternde Zahlen will, ist sehr gut bedient. Ob es ohne jegliche Live-Inhalte langfristig überzeugen kann ist aber ehrlich gesagt fraglich. Für eine gute Zeit ist mit dieser Erweiterung - zumindest für den Moment - absolut gesorgt.



Wir haben Outriders Worldslayer auf Xbox Series X gespielt. Das Spiel gibt's auch für PS5/5 und PC. Das Test-Muster stammt von Square Enix, wofür wir uns herzlich bedanken.



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