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The(G)net Review: Tetris Effect Connected PSVR2

Nach Doom ist Tetris der weitverbreiteteste Videospieltitel überhaupt. Vom NES bis zu aktuellen Konsolen, der geniale Puzzler kommt nicht zur Ruhe. Vor knapp 40 Jahren erfunden von einem russischen Mathematik Professor, verfrachtet uns die neuste Version in den virtuellen Raum.


Tetris Effect Connected Test Review Testbericht PSVR2

Tetris Effect ist kein brandneuer Titel und wurde bereits 2018 für die damals erhältlichen Systeme veröffentlicht. Ursprünglich noch in flachem 2D, verspricht uns Tetris Effect Connect für die PSVR2 ein Fest für die Sinne. Wir glauben kaum, dass wir euch das Spielprinzip von Tetris erklären muessen. In Kurz; Wir stapeln 7 unterschiedliche Klötzchenformen in einem abgegrenzten Bereich und versuchen so viele Linien zu säubern bis wir entweder unseren vorgegebenen Sold erreicht haben oder der Timer abgelaufen ist.


Tetris Effect Connected Test Review Testbericht PSVR2

Im Solomodus fliegen wir ins All und klappern einen Planeten nach dem anderen ab, die als Levels fungieren. Jeder Abschnitt ist in unterschiedliche Themen unterteilt. Meeresbewohner schwimmen in Waterworld in 3D um den Spielbereich, im Jungle wird jeder platzierte Baustein mit einem Soundeffekt passend zur Hintergrund angeglichen und in der psychedelischen Ebene fliegen uns Astralwesen um die Ohren. Dezimieren wir am Laufmeter eine 4er Reihe, werden wir akustisch wie auch visuell mit einem kleinen Feuerwerk belohnt. Sowieso ist immer irgendwas am Blinken oder Rumfliegen, unseren Sinnen wird keine Pause gegönnt.


Tetris Effect Connected Test Review Testbericht PSVR2

Neulinge üben sich im Beginner Modus, erfahrene Klötzchenstapler wählen den Normalmodus. Der Expertenmodus ist nur etwas für absolute Könner, die auch im Halbschlaf korrekte Stapeleien hinlegen. Jeder Abschnitt startet mit einer vorgebenen Spielgeschwindigkeit, die sich teilweise innerhalb des Levels ändern kann. Als kleine Hilfe haben wir den Slowmo-Move, den wir in jedem Abschnitt einmal einsetzen dürfen. Für ein paar Sekunden wird der Speed auf 0 reduziert und wir können unter Zeitdruck so viele Linien ohne Stress weghauen.


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Im Effektmodus stehen uns zahlreiche Optionen zur Auswahl. Wir messen uns am Marathon und eliminieren so viele Linien wie möglich, bis uns die fortschreitende Geschwindigkeit ins Game Over schickt. Im 3 Minuten Level versuchen wir so viele Bauteile verschwinden zu lassen, wie unsere Geschicklichkeit zulässt oder versuchen 40 Linien in Rekordzeit abzuarbeiten. Zusätzlich dürfen wir alle freigespielten Planeten unabhängig besuchen und können sogar die passende Sounduntermalung zur aktuellen Stimmung bestimmen.


Tetris Effect Connected Test Review Testbericht PSVR2

Interessant ist auch der Onlinemodus. Mit zwei anderen Spielern stapeln wir vorerst in separaten Bereichen unsere Klötzchen, bevor die Grenzen verschwimmen und wir der Reihe nach auf einem riesigen Feld uns die Linien gegenseitig streitig machen. Was zuerst extrem chaotisch wirkt, entpuppt sich als genialer Schachzug, in dem Schnelligkeit und fixe Auffassungsgabe klar von Vorteil ist. Wer am Schluss die meisten Punkte erzielt, geht als glorreicher Sieger hervor. Egal ob Solo, im Effektmodus oder Online, nach jedem abgeschlossenen Level werden XP ausgeschüttet. Diese dienen aber nur als Upgrade Punkte um unseren Avatar höher zu stufen, damit online das Matchmaking optimiert wird. Tetris Effect Connected lässt sich sowohl mit dem Dual Sense wie auch den beiden VR-Controllern steuern - inklusive freier Tastenbelegung.



Fazit:

Ich habe in meiner Videospiel Karriere so viel Tetris gezockt, das es für zwei Leben reichen würde. Ob früher wochenlang am Gameboy oder in jüngster Zeit mit dem wilden Tetris99 auf der Switch. Ich dachte, dass ich meine Sättigung mehr als erreicht hätte. Tja, falsch gedacht, denn zu einer virtuellen Version sage ich nach wie vor nicht nein. Zuerst war ich von Tetris VR ein wenig enttäuscht, hoffte ich doch auf ein 3D Tetris mit visuellem Overkill. Als ich dann das platte 2D sah mit den VR Effekten drumherum war ich immer noch nicht ganz überzeugt. Ein paar Stunden später, nachdem ich mich durch sämtliche Modi geklötzelt hatte, sah die Welt schon wieder besser aus. Die 3D Spielereien funktionieren wunderbar und man kann sich ganz schnell im wechselnden FX-Rausch verlieren. Ein grosser Teil davon ist dem fantastischen Soundtrack zu verdanken. Bis auf eine cringe Rap Nummer eines No Name MCs ist die Hintergrundmusik eine absolute Granate und wenn dann noch solche Tricksereien mit passenden Soundbites bei der Klötzchenlegung untermalt sind, ist die Fusion perfekt. Über die Spielbarkeit von Tetris Effect Connected müssen wir nicht diskutieren, das wäre etwa in etwa so als würde man versuchen im Brettspiel Bereich Schach zu kritisieren. Der Umfang ist respektabel und besonders im Effekt Modus steckt Spielspass für Tage. Und auch die Online Variante mit ihrem neuen kreativen Ansatz hielt mich länger vor dem Screen als geplant. Wie schon die beiden letzten PSVR2-Reviews ist auch Tetris Effect Connected ein Highlight für Sonys VR Brille. Wenn das so weitergeht, muss ich mir Gedanken machen, ob ich in nächster Zeit überhaupt noch reguläre Titel spielen kann, wenn mir die PSVR2 die ganze Zeit wegfrisst. Aber das ist wohl mein Problem. Unabhängig davon gibt's von mir ein grosses Bravo an die japanischen Entwickler von Monstars Inc.! 40 Franken mag vielleicht ein wenig viel für ein Tetris sein, ich kann euch aber bestätigen, das hier jeder Rappen sinnvoll investiert ist.



Tetris Effect: Connected ist für diverse VR-Headsets und Konsolen erschienen, darunter auch für Nintendo Switch (ohne VR). Wir haben die PSVR2 Variante selbst gekauft und getestet.



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