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4911 Suchergebnisse für „review legend of heroes trails“

  • The(G)net Review: Naruto x Boruto: Ultimate Ninja Storm Connections

    Mehr als 7 Jahre sind seit dem letzten "Naruto Storm-Game" vergangen. Endlich hat das Warten ein Ende: Die Reihe geht mit Naruto x Boruto: Ultimate Ninja Storm Connections weiter! Wir haben unser Stirnband aus dem Keller geholt und uns mit Kunai und Co. in den Kampf gestürzt. Wie es war erfahrt ihr hier und jetzt. Naruto x Boruto: Ultimate Ninja Storm Connections ist – wie seine Vorgänger – wieder ein Arena Fighting Game. Und dieses Mal mit dem wohl grössten Pool an verfügbaren Charakteren. Über 130 bekannte Gesichter aus dem Naruto-Universum stehen uns zur Verfügung. Die Zahl scheint zwar weniger erstaunlich, wenn man bedenkt, dass davon nur etwa 10 Charaktere wirklich neu sind. Aber ganz ehrlich: Das sind immer noch mehr, als ich eigentlich erwartet hätte. En plus werden wahrscheinlich noch weitere in DLCs folgen. Von dem her, top! Noch besser wird die riesige Auswahl an Charakteren dadurch, dass Connections sehr viele Personalisierungsoptionen mit sich bringt. Neu verfügen alle Ninjas über verschiedene Farbvarianten ihrer Kleidungen. Doch was heraussticht sind die unzähligen Accessoires, die man in den unterschiedlichen Modi freischalten kann. Wir sprechen hier von Anbu-Masken, Hüten, Schwänzen, Umhängen, Begleittieren und so weiter. Ja, die Auswahl ist riesig. Dennoch haben wir hier etwas zu bemängeln: Das ungenutzte Potenzial. Was nämlich wirklich, wirklich cool gewesen wäre: Transmog, sprich das Tragen eines Kleidungsstücks eines anderen Ninjas, ohne die eigenen Werte und Moves zu verändern. Naruto würde doch echt gut aussehen mit einem Akatsuki-Umhang, oder? Alle Charaktere in Naruto x Boruto: Ultimate Ninja Connections sind bereits zu Spielstart freigeschaltet und ich feiere das. Denn es nimmt erfahrenen Spielern den Druck, den Story-Mode sofort durchzurushen, um sich dann mit ihren Favs online ins Getümmel zu stürzen. Hier haben wir beide Optionen, was erfreulich ist: Wir können die Story ein wenig geniessen oder uns direkt mit Spielern aus aller Welt verbinden und gegen sie antreten. Ich persönlich wollte es dabei langsam angehen und meine Nostalgie füttern. Deshalb habe ich mich erstmal dem Story-Mode – einen für Naruto und einen für Boruto – gewidmet. Leider wurden ich hier bitter enttäuscht. Der Story-Mode ist, man kann’s nicht besser ausdrücken, einfach nur lame. Narutos Geschichte wird langweilig erzählt: Wir kriegen kaum Cutscenes zu Gesicht und müssen uns mit statischen Screenshots aus dem Anime zufriedengeben. Dass ein Erzähler mir dabei die Untertitel vorliest, macht die Sache auch nicht besser. Aus Angst beim Testen einzuschlafen, musste ich einige Teile sogar skippen, so schlimm es auch ist. Zum Glück machen wenigstens die Fights dazwischen Bock. Wir spielen meist als Naruto oder Sasuke und kämpfen uns durch die Geschichte von Naruto und Naruto Shippuden. Das Ganze wird geschmückt mit schön aussehenden Bossfights, Kombo-Cutscenes und sogar Extra-Dialogen während den Kämpfen. Klingt gut, ist es aber nicht. Die Nostalgie wird visuell wie auch erzählerisch gnadenlos zerstört und die Fights machen in diesem Modus einfach kaum Spass. Mehr Liebe wurde in Boruto's Story gesteckt: Hier gibt es tatsächlich echte Cutscenes, Voice Acting und gehaltvolle Dialoge – das volle Programm. Was ich hingegen schade fand: Boruto's Story ist ein komplett neuer Filler-Arc. Mittlerweile hat der Manga doch einige Kapitel, der Anime dazu X Folgen. Da hätte ich schon gerne die «echte» Story neu erlebt. Aber das stört andere vielleicht weniger. Lassen wir die Geschichte hinter uns und widmen uns dem Gameplay. Hier haben die Entwickler doch einige Änderungen eingebaut und das Spiel fühlt sich dadurch frisch an und nicht wie ein verbessertes Storm 4. Diverse wiederkehrende Charaktere wurden sichtlich generft, was der Spielbalance gut tat. Weiter ist es nun möglich, mit allen Ninjas unendliche lange Kombos zu tätigen. Darüber verfügten in Storm 4 nur wenige Charaktere. Was das bedeutet? Dass wir nun potenziell mit jedem Charakter spielen und auch gut performen können, was die Variation erhöht. Speziell für neue Spieler der Reihe setzen sich die Entwickler ein. Die Storm-Reihe ist schwer zu meistern und es gibt viele Knöpfe und Kombinationen, die man lernen und beherrschen muss. Dem wirkten die Entwickler mit der optionalen «einfachen Steuerung» entgegen. Kombos werden so per Knopfdruck oder gar vollautomatisch ausgelöst. Ich verstehe die Idee dahinter, finde den Ansatz aber falsch. Denn wer sich an eine «einfache» Steuerung gewöhnt, wird wahrscheinlich nie mehr auf die «normale» switchen. Als Veteran musste ich übrigens zuerst ein paar Einstellungen ändern, um mich zurecht zu finden. All diese automatisierten Befehle sind nämlich per Default aktiviert und so fand ich mich zu Beginn oft in Situationen wieder, wo mein Charakter einfach nicht das machte, was ich eigentlich wollte. Vor Spielbeginn ist mein Tipp daher: Schau in die Einstellungen und stelle die Steuerung so ein, wie sie dir am besten passt. Hat man die Story-Modes gemeistert, bleibt nur noch eins: Online-Kämpfe! Auch hier gibt es doch ein paar Neuigkeiten, die Connections einführt. Einige feiere ich, andere eher nicht so. Das Prinzip bleibt aber gleich: Man sucht sich einen Gegner, kämpft gegen ihn und kriegt (oder verliert) Punkte – je nach Ausgang des Matches. Abermals werde ich in Ränge wie Genin, Chunin, usw. eingeteilt und habe so natürlich den Ansporn, ganz nach oben zu kommen. Positiv an der Gegnerauswahl ist, dass wir mit Spielern gepairt werden, die etwa auf unserem Level sind bzw. sich in unserem Rang bewegen. Somit müssen Neulinge sich nicht mehr fürchten, sondern arbeiten sich langsam nach oben. Ebenfalls neu: Im Online Matchmaking gefundene Gegner können nicht abgelehnt werden. Das fand ich weniger toll. Ja, man soll für jede Herausforderung offen sein, aber es gibt halt Gegner mit einer extrem schlechten Internetverbindung. In den Vorgängern konnte man sich solche Kämpfe sparen. Nun nicht mehr. Also entweder gibt es einen Soft-Reset oder einen Fight mit Verzögerungen, Lags und Freezes. Kein wirklich schönes Erlebnis. Wenn wir aber auf Gegner treffen, die uns atemberaubende Kämpfe liefern, kommt schon Freude auf, selbst wenn man verliert. Wir können neu eine Revanche fordern und bis zu drei Mal hintereinander gegen den gleichen Gegner antreten. Sehr willkommen. Und damit uns danach der Kollege (oder Kollegin) nicht ganz verloren geht, können wir ihm sogar einen «Follow» da lassen. Allgemein ist es schön, solche Interaktionsmöglichkeiten zu haben: Vor einem Kampf können wir beispielsweise schön «Hallo!» sagen und nach einem guten Kampf applaudieren und so unser Gegenüber würdigen. Fazit: Zusammenfassend ist Naruto x Boruto: Ninja Storm Connections ein mässiger Nachfolger der Reihe, der vor allem mit seinem immensen Pool an Charakteren auftrumpfen kann. Leider finden Singleplayer und Casuals hier wenig Spielpass, denn die Story-Modi sind einfach viel zu seicht, teils lieblos inszeniert und bieten somit kaum Mehrwert. Wer aber hauptsächlich online ein paar Matches wagen will oder einfach ein Fan der Materie ist, der findet seine Experience sicher. Das Game ist maximal "okay", weil da und dort halt einfach die Liebe zum Content fehlt. In Naruto x Boruto: Ninja Storm Connections steckt schlussendlich viel ungenutztes Potenzial. Naruto x Boruto: Ultimate Ninja Storm Connections gibt's für PS4/5, Xbox One und Series X|S, Nintendo Switch und PC. Wir haben uns das Spiel auf einer PS5 angesehen. Das Test-Muster stammt von Bandai-Namco , wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Naruto x Boruto: Ultimate Ninja Storm Connections bei WoG.ch bestellen!

  • The(G)net Review: Avatar: The Last Airbender - Quest for Balance

    “… everything changed when the Fire Nation attacked.” Berühmte Worte aus dem Intro zur TV-Serie “Avatar: Herr der Elemente”. Wenn ihr beim Namen Avatar auch an den kleinen Mönchsjungen mit den blauen Pfeiltattoos denken müsst und nicht an die blauen Männchen von James Cameron, dann, ja dann können wir Freunde sein. Ob Avatar Quest for Balance auch unser Freund ist, erfährt ihr hier. Avatar: The Last Airbender - Quest for Balance basiert auf der gleichnamigen TV-Serie aus dem Jahre 2005. Darin verfolgen wir die Geschichte des jungen Aang, seines Zeichens Avatar und Herr über die vier Elemente, wie er nach einer 100-jährigen Absenz endlich in die Welt zurückkehrt und seine Aufgabe als Vermittler und Friedensbewahrer in Angriff nimmt. Was er noch nicht weiss: Während seiner Abwesenheit ist Krieg ausgebrochen und die Feuernation versucht seit langer Zeit die Herrschaft über alle Länder an sich zu reissen. Hier beginnt nun unsere Reise, als die Geschwister Sokka und Katara den jungen Luftbendiger Aang im ewigen Eis nahe des Südpols finden. Fix wird sich bekannt gemacht und die aktuelle Lage der Welt erklärt. Viel Zeit bleibt dem Trio nicht, denn die Feuernation und ganz besonders der junge Prinz Zuko, ist seit Jahren auf der Suche nach dem Avatar. Aang ist schliesslich der Einzige, der den Feuerlord jetzt noch aufhalten kann. Zusammen mit unseren neuen Freunden machen wir uns also auf, Frieden in die Welt zu bringen. Natürlich ist Aang aber noch weit entfernt davon, sich dem Feuerlord stellen zu können. Dazu müssen wir erst alle vier Elemente beherrschen. Also machen wir uns auf die Suche nach passenden Lehrmeistern. So hüpft, kämpft und rätselt sich die Truppe munter durch einzelne abgegrenzte Level. Zu Beginn beherrschen wir nur das Element Luft, deshalb sind die Kampfmöglichkeiten noch sehr übersichtlich. Jeder Charakter hat einen Standardangriff und einen Spezialangriff, der mit einem Cooldown belegt ist. Später im Spiel können neue Fähigkeiten und Kombos freigeschalten werden. Jeder spielbare Charakter hat seinen eigenen Fähigkeitenbaum, wo wir im Austausch gegen Pai Sho Steine neue Skills und Perks erlernen. Diese tollen Steinchen finden wir versteckt in Schatztruhen in den Leveln oder erhalten diese als Belohnung für das Abschliessen von Challengeräumen. In diesen Räumen geht es darum einen Rätselparkour zu absolvieren. Hier müssen meist Kisten auf Schalter geschoben oder Fackeln durch einen Hindernisparkour getragen werden. Um die Rätsel zu lösen ist oft die volle Gruppenpower gefragt und ihr müsst eure Gefährten an den richtigen Stellen platzieren um Schalter rechtzeitig zu drücken oder Wege frei zu räumen. Praktischerweise können wir zu jeder Zeit durch unsere aktuelle Party durchwechseln und die einzelnen Charaktere sogar an Ort und Stelle “parkieren”, um sie beispielsweise mithilfe einer beweglichen Plattform an einen anderen Ort zu bewegen. Normalerweise drüfen wir stets zwei aktive Begleiter bei uns haben. In den Challengeräumen werden jedoch häufig die Partymitglieder vorgegeben, da man die richtige Kombination an Elementkräften dabei haben muss, um die Rätsel überhaupt lösen zu können. Neben den Pai Sho Steinen bekommen wir nach Bosskämpfen zusätzlich Bending Scrolls, die ebenfalls für neue Attacken eingesetzt werden. Wenn ihr euch einmal gerade nicht der Hauptaufgabe im Level widmet, gibt es eine Handvoll NPCs, die euch gerne eine kleine Nebenquest mit auf den Weg geben. Gut dabei zu wissen ist, dass die Quests erst erledigt werden können, wenn ihr sie auch wirklich angenommen habt. So gibt es zum Beispiel einen NPC, der auf der Suche nach seinen Brüdern ist, diese tauchen im Level aber erst auf, wenn ihr die Aufgabe beim Questgeber angenommen habt. Beendet man die Level ohne die Nebenquests erledigt zu haben, könnt ihr dank dem Freispielmodus jederzeit bereits gespielte Level wiederholen und diese so zu einem späteren Zeitpunkt noch nachholen. Ebenfalls könnt ihr das Spiel zu zweit im Mehrspielermodus zocken und euch so mit einem Kumpel durch die Level kämpfen und rätseln. Fazit: Aaahh Lizenzspiele! Man denkt man will sie, bis man sie dann bekommt und sich in der Regel als eher mau herausstellen. Dies gilt leider auch im Falle von "Quest for Balance". Da ich schon seit Kindertagen ein Fan der Welt und der Geschichte von Avatar bin, konnte ich es kaum abwarten, mal wieder in dieses Universum einzutauchen. Doch relativ schnell musste ich feststellen, dass dieses Spiel leider nur die fast 20 Jahre alte Story lauwarm nacherzählt. Keine neuen Abenteuer, keine neuen Nebencharaktere. Dazu kommt noch, dass die Geschichte nicht einmal in ihrer Gänze erzählt wird. Wir springen lediglich von einem wichtigen Storyereignis zum nächsten. Was dazwischen geschieht wird kurz und knapp vor jedem Level von einer Erzählerstimme rekapituliert. Wer also die TV-Serie nie gesehen hat, dem dürfte es schwer fallen, der Geschichte zu folgen. All das wäre nicht so tragisch, wenn wenigstens das Gameplay stimmt, aber leider schafft es das Spiel auch hier nicht zu überzeugen. Die fixierte Kameraperspektive ist wie so häufig eher Feind als Freund, die Hitboxen kommen direkt aus der Hölle und die Rätsel und Nebenaufgaben sind repetitiv und uninspiriert. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich nicht zwangsläufig die Zielgruppe für dieses Spiel bin und es sich eher an jüngere Spieler wendet, doch ob das Spiel Kinder, die vielleicht die Serie gar nicht mehr kennen, überhaupt anspricht, da bin ich mir nicht sicher. Für wen das Game also genau gedacht ist, weiss ich nicht. Es müssten wohl ältere Nostalgiker wie ich sein, die heute aber ca. 10 Jahre alt sein und trotzdem vor rund 18 Jahren die TV-Serie geguckt haben müssten? ... Naja, wie auch immer. Avatar: The Last Airbender - Quest for Balance ist für PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series X|S, Xbox One, Nintendo Switch und PC über Steam erhältlicht. Wir haben die PS5 Version gespielt. Das Test-Muster stammt von GameMill , wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Avatar: The Last Airbender - Quest for Balance bei WoG.ch bestellen!

  • Hunting Simulator 3 zeigt Texas und Colorado im neuen Gameplay Trailer

    NACON und NACON Studio Ghent haben einen neuen Gameplay Trailer zu Hunting Simulator 3 veröffentlicht

  • The(G)net Review: The Dark Pictures Anthology: The Devil In Me

    Erfreulich auch, dass die Protagonisten weniger trantütig durch die Gegend latschen.

  • Neuer Crazy Taxi: World Tour Trailer zeigt Japan-Karte

    SEGA hat einen neuen Trailer zu Crazy Taxi: World Tour veröffentlicht und präsentiert darin erstmals Im Trailer geht es entsprechend mit hoher Geschwindigkeit durch unterschiedliche Stadtteile, während

  • The(G)net Review: Leisure Suit Larry - Wet Dreams Dry Twice

    Der Mann mit dem weissen Anzug ist zurück. Der Weg zur Konsole hat den guten alten Larry dann doch einige Monate gekostet. Nach Wet Dreams Don’t Dry kommt Wet Dreams Dry Twice, oder auch «Mehr vom alt Bekannten». Das Deutsche Entwicklerstudio CrazyBunch hat vor etwas mehr als zwei Jahren Leisure Suit Larry neues Leben eingehaucht. Mit dem ersten Teil der Neuauflage des ewigen Junggesellen ist den Deutschen eine kleine Überraschung gelungen. Der typisch zweideutige Humor wurde gekonnt ins aktuelle Zeitgeschehen manövriert. Tatsächlich musste sich der 80er Jahre Larry auf einmal mit neuzeitlichen Erscheinungen wie Instagram und Smartphones rumschlagen. Diese Prämisse fällt mit dem Nachfolger naturgemäss weg; Larry hat sich zwischenzeitlich an die neuen Technik-Gadgets wie seine allgegenwärtige Pi Phone-Unterstützung gewöhnt; ist aber noch immer auf der Suche nach seiner Traumfrau. Wo der erste Teil aufgehört hat, fängt der Zweite an. War der keinem erotischen Scharmützel abgeneigte Anzugträger damals noch in der Stadt New Lost Wages unterwegs, geht’s 2021 ab in die Karibik. Zumindest weiss der gute Mann, was er will: Und das ist seine, im Vorgänger kennengelernte, Traumfrau namens Faith wieder zu finden. Dass ihm auf der Insel Kalau'a noch weitere, nicht ganz alltägliche Damen über den Weg laufen werden, war abzusehen. Vorkenntnisse zum ersten Teil sind übrigens nicht von Nöten. Soviel zur Story; das Adventure-Grundgerüst bleibt derweil gleich. Wie man das aus dem Genre kennt, verwalten wir eine Fülle an Items und nutzen diese, um diverse Rätsel damit zu lösen. Im direkten Vergleich zum Vorgänger gestaltet sich das Inventar etwas übersichtlicher. Das ist im Hinblick auf die teilweise abstrusen Gerätschaften, die sich in Larrys Taschen tummeln, durchaus hilfreich. Wie schon in Lost Wages lassen sich wichtige Gegenstände und allerlei Möglichkeiten zur Interaktion mittels Tastendruck hervorheben. Damit bleibt uns unnötig langes Bildschirm-Absuchen mit dem Cursor glücklicherweise erspart. Auch endlose Laufpassagen werden durch eine praktische Schnellreise Funktion reduziert. Beides sind im Jahr 2021 aber eigentlich Adventure-Standards, ohne die das zwischenzeitlich etwas antiquierte Genre kaum mehr auskommen würde. Zumal die Rätsel nicht durchwegs mit purer Logik überzeugen; das sind sich Larry Spieler aber seit jeher gewohnt. Wie schon der Vorgänger überzeugt auch Wet Dreams Dry Twice mit unterhaltsamen Charakteren. Diverse zeitgenössische Themen, wie die immer wieder gerne auf die Schippe genommenen Influencer oder die generelle Popkultur, sorgen dabei für den einen oder anderen Schmunzler. Dennoch vermissen Kenner der Originale den einzigartigen Einschlag vom Serien-Schöpfer Al Lowe. Vielleicht wären diese Spiele in der heutigen Political-Correctness Kultur aber auch gar nicht mehr möglich, ohne postwendend Negativ-Schlagzeilen zu ergattern. Grafisch und akustisch überzeugt Larry auch im zweiten Auftritt seit dem Re-Boot der Serie. Die Sprecher leisten gute Arbeit und die Hintergründe sind schön gezeichnet. Weitere Spieloptionen oder Überraschungen suchen wir derweil vergebens. Noch ein Wort zur Konsolen-Adaption: Die ist wunderbar gelungen. Mit dem linken Stick steuern wir Larry durch die Karibik und mittels Button-Druck werden dem möchtegern-Casanova die möglichen Aktivitäten hervorgehoben, die wiederum mit dem rechten Stick ausgewählt werden. Was bleibt ist ein Grafik-Adventure alter Schule mit einem richtig alten Charakter, der auch heute noch auf seine anzügliche Art- und Weise zu unterhalten weiss. Fazit: In der Schweiz haben wir Regenzeit; seit Monaten. Gratis dazu gibt’s noch immerwährende Corona-Restriktionen, auch im Reisesegment. Was gibt es da Besseres als am Wochenende einen virtuellen Kurztrip in die Karibik zu wagen. Noch dazu mit unserem lieblings-Schwerenöter Larry Laffer. Wie so oft kämpft auch dieser Nachfolger mit dem Fortsetzungs-Syndrom. Vieles wirkt etwas weniger frisch als noch vor zwei Jahren, als wir zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt durch ein komplett neues Larry-Abenteuer gerätselt sind. Das heisst aber nicht, dass wir es hier mit einem schlechten Spiel zu tun hätten. Im Gegenteil: Larrys Suche nach Faith punktet mit einigen unterhaltsamen Sprüchen und sympathischen Charakteren. Wären die Rätsel jetzt noch durchwegs logisch, hätten wir es hier mit einem astreinen Spiel zu tun. So reicht es immerhin noch zur Empfehlung für alle Grafik-Adventure Fans da draussen, die in den letzten Jahrzehnten keine Abneigung gegen den alten Schürzenjäger Larry entwickelt haben. Jetzt Leisure Suit Larry: Wet Dream Dry Twice bei WoG.ch bestellen!

  • Directive 8020: Trailer zeigt Couch-Koop und Wendepunkt-System

    Supermassive Games hat im Rahmen der Future Games Show einen neuen Live Action Trailer zu Directive 8020

  • Barbarian Saga: The Beastmaster zeigt neuen Gameplay-Trailer

    SelectaPlay und Dormidin Studio haben einen neuen Gameplay-Trailer zu Barbarian Saga: The Beastmaster

  • The(G)net Review: Monster Energy Supercross - The Official Videogame 3

    Motocross-Update bei Milestone. Was gibt's neues in diesem Ableger? Neue Strecken, neue Fahrer und die Emanzipation. Ja richtig, die Gleichberechtigung hat jetzt auch die Italiener erreicht und wir haben endlich die Möglichkeit auch einen weiblichen Fahrer zu erstellen! Spielt aber nicht wirklich eine Rolle, denn mit Helm und Rennausrüstung ist der Unterschied von Frau zu Mann nicht wirklich zu sehen. Die Euphorie hält sich also in Grenzen und wenn das Spiel läuft folgt gar Ernüchterung, ob der doch eher mittelmässigen Grafik. Auf den vom Hersteller gelieferten Screenshots sieht das Spiel besser aus. Spielt man auf einer Playstation Pro ist immerhin eine stabile Framerate und HDR-Unterstützung gewährleistet und die Grafik, sowohl auf der Strecke wie auch dem Drumherum, ist einigermassen schön anzusehen. Schade ist, dass im Gegensatz zu Supercross 2 auf ein ausführliches Tutorial verzichtet wurde und Neueinsteiger sich mit der komplexen Steuerung eher schwer tun. Aber auch wir, die schon die Vorgänger gespielt haben, mussten uns zuerst an gewisse neue Elemente wie den Flow-Balken gewöhnen und erst einmal checken, wie wir dieses neue Feature gewinnbringend im Spiel verwenden. Die Flow-Anzeige soll uns bei Sprüngen helfen, die Hügel im richtigen Tempo anzufahren, um Geschwindigkeitsverlust zu vermeiden. Bis wir jedoch den Dreh raus hatten, benötigten wir eine gewisse Zeit. Da wäre ein Tutorial ein ideales Kapitel gewesen. Die Fahrdynamik wie auch das Verhalten bei Stürzen wurde leicht verbessert. Es fühlt sich in diesem Jahr etwas echter an und man kann besser nachvollziehen, warum man jetzt im Dreck gelandet ist. Die KI-Gegner verhalten sich aber immer noch recht ungestüm und lassen sich nur schwer einschätzen. Bei Zweikämpfen oder Sprüngen kommen jene immer noch arg ruppig daher und verursachen nervige Stürze. Zum Glück gibt es da die Rewind-Funktion, mit deren Hilfe wir Fehler jederzeit korrigieren können. Der Schwierigkeitsgrad ist uns aber ein Dorn im Auge. Das Spiel ist äusserst anspruchsvoll. So kann man zwar zwischen vier verschiedenen Stufen wählen und den Gegner an seine Skills anpassen. Auf der einfachsten Stufe fühlten wir uns aber extrem unterfordert und alle andere Stufen sind dann plötzlich so dermassen hart, dass wir kein Land mehr sahen. Ein Sturz und man wird gleich durch das halbe Fahrerfeld gereicht. Das ist frustrierend. Aus Spass versuchten wir uns auch auf der stärksten Stufe und mussten das Experiment nach 5 Minuten wieder aufgeben. Unmöglich! Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr die Herausforderungen, welche dem Spieler Credits oder Items aufs Konto spühlen. Nicht alle sind wirklich spannend, geben dem Spiel aber etwas mehr Fleisch an den Knochen. Sowas interessiert aber wohl nur die härtesten Fans, die sich gerne Wochen oder Monate mit einem Spiel beschäftigen. Natürlich sind auch wieder alle Lizenzen und offiziellen Fahrer mit von der Partie. Man muss sich aber nicht wundern wenn Fans etwas enttäuscht sind, wenn ein Spiel im Februar 2020 erscheint und dann nur die Lizenzen der Saison 19 zur Verfügung stehen. Schliesslich ist die MXGP-Saison 2020 im Januar gestartet. Dank der neuen dezidierten Server, welche Milestone zur Verfügung stellt, ist zumindest ein flüssiges Online-Erlebnis garantiert. Auch der Strecken-Editor gibt einiges her und lässt dem kreativen Spieler viel Raum zum Experimentieren. Hier wurde auch das Tutorial verbessert und gegenüber dem Vorgänger sogar ausgebaut. Uns persönlich hat der Editor sehr gefallen, auch wenn die Bedienung immer noch umständlich ist. Für den nächsten Teil wünschen wir uns ein Upgrade, sprich eine Vereinfachung der Editor Handhabung. Fazit Monster Energy Supercross - The official Videogame 3 spielt sich eigentlich ganz gut und wird eingefleischten Fans der Sports bestimmt ein Lächeln auf die Lippen zaubern, dank 100 neuen Fahrern aus den 450SX- und der 250SX-Kategorien, sowie 15 komplett neuen Hallen und Strecken. Trotzdem hat mich das Spiel nicht so richtig abgeholt. Schuld daran waren die durchwachsene Grafik, die teils hölzernen Animationen, die nur schwer einzuschätzende KI und die elend langen Ladezeiten. Das nagt an der Motivation. Der Schwierigkeitsgrad ist auch sehr hoch, machmal gar frustrierend. Siege haben viel mit Glück zu tun. Man braucht selbst als geübter Rennspiel-Fan viel Zeit, um sich mit den Feinheiten der Steuerung zu arrangieren und das Gefühl zu haben, durch Können und Kontrolle den Sieg errungen zu haben. Das ist definitiv nichts für Casual-Spieler, die nicht unentwegt von der Rewind-Funktion Gebrauch machen wollen, sondern eher für diejenigen, die sich gerne in ein Spiel verbeissen. Vielleicht hätte man lieber etwas mehr Feintuning beim Gameplay und der KI betreiben sollen, als einfach nur den Umfang zu erweitern. Jetzt Monster Energy Supercross 3 bei WoG.ch bestellen!

  • The(G)net Review: Ni No Kuni: Der Fluch der weissen Königin Remastered

    Unser erster Gedanke bei Portierungen und Remakes ist meistens: „Da braucht wohl wieder jemand Geld oder hat einfach keine Ideen für ein neues Spiel“. Manchmal liegen wir auch im Unrecht mit dieser Aussage. Besonders von Nin o Kuni wurden wir eines Besseren belehrt, jetzt da es nun auch für die PS4 veröffentlich wurde. Ich persönlich hatte anno 2013 nur kurz die Möglichkeit es anzuspielen und dann kam auch schon die nächste Konsolengeneration. Ich bin froh, dass ich nun endlich das versäumte Rollenspielerlebnis in einer erst noch aufgehübschten Version nachholen kann. Nie hätte ich gedacht, dass einmal ein so knuffiges Spiel den Weg auf meine Konsole finden würde. Normalerweise mag ich es laut und düster. Aber irgendwie hat mich der Charme von Ni no Kuni schon auf der PS3 sofort verzaubert und ich wollte mir das Abenteuer unbedingt mal in aller Ruhe zu Gemüte führen. Glücklicherweise habe ich nun mit der Remastered-Version die Möglichkeit dazu. Die Geschichte, dargestellt im klassischen Mangastil, handelt von Oliver. In den selbstablaufenden Sequenzen vergisst man schnell, dass man eigentlich am Spielen ist. Kein Wunder, denn der Grafikstil stammt vom Studio Ghibli, welches zum Beispiel auch Prinzessin Mononoke entworfen hat. Alles ist mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und auch der Soundtrack passt perfekt zum Zeichnungsstil. Leider beginnt die Geschichte des Jungens mit einem Schicksalsschlag. Er verliert seine Mutter und durch seine Tränen erweckt er sein Plüschtier zum Leben. Der kleine Gnom (mit einer Laterne an der Nase) heisst Tröpfchen und erzählt Oliver von einer anderen, magischen Welt, einem Paralleluniversum, aus dem er kommt. Daher auch der Titel "Ni no Kuni", was übersetzt „zweite Welt“ bedeutet. Auch dort gibt es Probleme, denn der böse Zauberer Shadar bedroht das Königreich und stiehlt den Menschen positive Eigenschaften wie Mut, Zuversicht oder Güte. Nur Oliver hat die Möglichkeit, diese Eigenschaften zurück zu bringen. Jeder Mensch in unserer Welt hat auch in der Parallelwelt einen Seelenverwandten, der mit ihm verbunden ist. Dieser Aspekt wird später im Spiel noch zum Lösen gewisser Rätsel gebraucht, wenn wir zwischen den Welten hin und her reisen. In der magischen Welt, die wirklich sehr hübsch und bunt aussieht, treffen wir auf die ersten Monster. Sie spazieren umher und wenn sie uns sehen, greifen sie sofort an. Manchmal kann man aber auch einfach einen grossen Bogen um sie machen, um so dem Kampf zu entgehen. Gekämpft wird theoretisch in Echtzeit. Theoretisch darum, weil die Zeit angehalten wird, wenn wir uns entscheiden, ob wir angreifen, verteidigen oder einen Gegenstand benutzen möchten. Ihr seht, die klassischen RPG-Mechaniken sind vorhanden, aber nicht zu komplex. Mit der Zeit schliessen sich auch weitere Begleiter an und Oliver kann sogar kleine Helfer, sogenannte „Vertraute“, die für ihn kämpfen, befehligen. Ausserhalb der Kämpfe sollte man sich immer mal wieder um diese kümmern, ähnlich wie bei Pokémon. So bekommen die Kämpfe auch etwas Taktik, vor allem bei den Bosskämpfen. Auch die Werte sind mit Gesundheit und Magie schlicht gehalten, was das Spiel auch für Genre-Neulinge interessant macht. Überhaupt ist Ni no Kuni sehr zugänglich und einfach sympathisch. Das ist wohl auch der Grund, warum ich mich etwas in dieses Spiel verliebt habe. Es muss nicht immer Mord und Totschlag sein. Die Geschichte die hier erzählt wird ist plausibel (sogar für eine Fantasystory und weder übertrieben noch kitschig. Es ist einfach nur grosses Gefühlskino. Fazit: Lasst euch von der niedlichen (und noch hübscheren) Optik von Ni no Kuni nicht täuschen. Auch wenn es auf den ersten Blick wie ein Spiel für Kinder aussieht, hat es sehr viel mehr zu bieten. Es hat vor allem etwas, was vielen anderen Spielen aus diesem Genre fehlt; Charakter und Emotionen. Zwar muss auch hier ein Königreich vom Bösewicht befreit werden, aber zwischen Kämpfen und Zaubern, geht es auch um echte Gefühle, die wir alle selber kennen. So wirkt das Spiel trotz Fantasy-Setting sehr menschlich und sympathisch. Man darf nicht vergessen, dass Oliver ursprünglich aus der realen Welt kommt. Die Idee mit dem Paralleluniversum und den Charakteren, die in beiden Welten vorhanden sind, ist daher auch nachvollziehbar. Zwischen 70 bis 80 Spielstunden muss man investieren, um die komplette Geschichte zu erleben, inklusiver der enthaltenen DLCs. Schade nur, dass nicht alle Texte vertont sind, sondern nur diejenigen in den Zwischensequenzen. Trotzdem kann man sich wunderbar in der Geschichte und der Welt von Ni no Kuni verlieren. Wer also mal wieder eine fantastische Welt mit viel Charisma abtauchen will, sollte hier zugreifen.

  • The(G)net Review: The World Ends With You: Final Remix

    The World Ends With You, entwickelt von Square Enix, erschien zum ersten Mal 2007 auf dem Nintendo DS und wurde damals als Kultspiel gefeiert. Ob der Titel immer noch zeitgemäss ist und wie er sich auf der Switch spielt, verraten wir euch im Test. Mit The World Ends With You: Final Remix gesellt sich ein weiterer Port auf die Switch. Das bunte Rollenspiel vermischt gekonnt die stylische japanische Jugendkultur von Tokyo mit einer düsteren Geschichte über Freundschaft und Tod. Der Spieler schlüpft in die Rolle des introvertierten Teenagers Neku Sakuraba, der sich auf einmal in einem tödlichen Spiel mitten in Tokyos hippen Distrikt Shibuya wiederfindet. Er kann sich an nichts mehr erinnern, auch nicht wie er hier in den Underground (kurz UG), eine alternative Realität, gekommen ist. Scheinbar, so lernt er bald darauf, landet jeder kurz nach dem Ableben hier, doch auch an seinen Tod hat Neku keine Erinnerung. Während das tägliche Leben in der realen Welt weiterläuft, regieren im Underground die sogenannten Reaper. Die Verstorbenen können hier einem Spiel beitreten, das ihnen ermöglicht ihr Leben zurückzugewinnen. Als Einsatz müssen sie ihren wertvollsten Besitz setzen und sich eine Woche lang am Reaperspiel beteiligen. Jeden Tag werden den Spielern per SMS Aufgaben zugeschickt, welche in einer gewissen Zeit erledigt werden müssen. Scheitert der Spieler, wird seine Existenz ausgelöscht. Die Missionen klingen oft nicht schwierig, wären da nicht die Reaper, die Barrikaden in Shibuya errichten und Neku erst durchlassen, nachdem er verschiedene Zusatzaufgaben bewältigt oder Fragen richtig beantwortet hat. Ausserdem ist der Underground von Monstern (genannt Noise) bevölkert, welche oft auch die reale Welt beeinflussen und somit bekämpft werden müssen. Die Noise sind lediglich im UG zu sehen und können nur zusammen mit einem Partner angegriffen werden. Ohne Team kann ein Spieler nämlich seine Pins nicht benutzen, an die magische Kräfte gebunden sind und mit denen mächtige Angriffe gegen die Gegner in der Zwischenwelt ausgeübt werden können. Neku bleibt darum keine andere Wahl, als sich mit dem nächstbesten Spieler zusammenzuschliessen um überhaupt eine Chance zu haben. So lernt der zurückgezogene Neku das aufgestellt Mädchen Shiki Misaki kennen. Zusammen schliessen sie einen Partner-Pakt ab und stellen sich den Aufgaben gemeinsam. Dabei lernt Neku nicht nur, dass andere Menschen eine Bereicherung sein können, sondern auch, dass erst diese die Welt überhaupt lebenswert machen. Zum Kämpfen werden Pins mit gebundenen magischen Kräften benutzt. Jeder Anstecker hat eine andere Fähigkeit, die bei häufiger Benutzung genau wie der Charakter selbst levelt. Ausserdem können verschiedene Outfits die Angriffe und Verteidigung unseres Duos stärken oder schwächen. Shibuya ist nämlich in verschiedene Strassen und Quartiere unterteilt, in denen jeweils andere Klamottenmarken im Trend sind. Kleidet sich der Spieler dementsprechend, bekommt er Bonuspunkte. Auch kann Neku die reale Welt damit beeinflussen, was gerade "In" ist. Das, was er in den Kämpfen trägt, wird nach einer Weile der neuste Modehit. Das Gameplay funktioniert auf der Switch anders als auf dem DS. Damals wurden beide Charaktere gleichzeitig bewegt, in dem pro Bildschirm je eine Figur gesteuert wurde. Die Switchversion orientiert sich mehr an der Mobile-Version und wurde stark vereinfacht. Per Touchscreen wird Neku gelenkt und durch verschiedene auf und ab Bewegungen auf dem Screen werden die Pin-Angriffe ausgeführt. Der zweite Charakter wird per simplem Kommando in den Kampf gerufen, wo er selbstständig angreift. Das Spiel kann auch am Fernseher mit einem einzigen Joycon gespielt werden. Gesteuert wird Neku hier mit der Hilfe von Motioncontrols. Leider sind diese aber alles andere als genau und können manchmal ganz schön frustrierend sein. Wer im Co-op Modus spielen möchte, hat keine andere Wahl als die Switch anzudocken. Jeder Spieler übernimmt dann mit je einem Joycon die Steuerung von Neku oder Shiki. Die Controls bleiben aber ungelenkig und darum empfiehlt es sich vor allem in der Handheld-Version zu spielen. Grafisch wie akustisch überzeugt der Titel ebenfalls. Der spritzige J-Pop Soundtrack passt zum feschen Manga-Zeichnungsstil des Spiels, welcher in der neuen HD Grafik umso mehr begeistert. Der erfrischende Erzählstil rundet das ganze ab und lässt, obwohl die Dialoge nur in Sprechblasen mit abwechselnden Posen der Charakter ablaufen, keine Langeweile aufkommen. Fazit: The World Ends With You : Final Remix spielt sich heute immer noch so gut wie vor 10 Jahren. Innovativ und frisch wie damals entführt es den Spieler in ein etwas anderes J-RPG, begleitet von hippen Beats und moderner Manga-Grafik. Die Geschichte ist fesselnd und je weiter wir vorstossen, desto tiefgründiger wird sie. Auch die liebevoll designten Charakter überraschen immer mehr, je besser wir sie kennen lernen. Die Touchpadsteuerung funktioniert nach kurzer Eingewöhnung einwandfrei und macht Laune. Leider kann dies nicht über die Motion-Controls der Joycons gesagt werden. Diese sind sehr ungenau und frustrieren zunehmend. Der einnehmende und peppige Soundtrack aus J-Pop-Melodien untermalt das Geschehen passend und wird bei manch einem zum Ohrwurm werden. Grafisch überzeugt der Titel ebenfalls. Vor allem Fans der japanischen Comic-Kultur wird der farbenfrohe Manga-Stil der Charaktere und das detailliert gestaltete Shibuya gefallen. Wer das Spiel damals nicht auf dem DS gespielt hat und auf Action-RPGs im Anime-Look steht, sollte hier zuschlagen.

  • The(G)net Review: Ultra Street Fighter 2: The Final Challengers

    Darauf haben wir lange gewartet: Street Fighter 2. Korrekt, allerdings bezieht sich diese Aussage auf das Jahr 1991. Wie viele Fans der Titel heute noch hat zeigt Capcoms Release-Politik. Denn mit Ultra Street Fighter 2: The Final Challengers erscheint mehr oder weniger eine Umsetzung von Super Street Fighter II Turbo HD Remix für die Nintendo Switch. Nach diversen NEOGEO Umsetzungen in den vergangenen Wochen freut sich der gemeine Switch-User über den Release eines Capcom Prüglers. Zumal jener, mit inzwischen schon fast 30 Jahren auf dem Buckel, deutlich mehr aufgewertet wurde als die SNK Pendants. Die Basis war aber auch schon vorhanden. 2008 durfte der HD-Remix für die Sony und Microsoft Konsole geladen werden; aufgewertet mit HD Grafik und entsprechend hübscheren Backgrounds und Fightern. Ansonsten gab es aber wenig neues zu verzeichnen. Um den Switch Release etwas hervor zu heben haben sich die Japaner nicht lumpen lassen und noch das ein oder andere Nintendo-Exklusive Feature nachgereicht; dazu später mehr. Street Fighter 2 weckt Erinnerungen aus der Vergangenheit. Erstmalig erblickt im jungen Teenie-Alter; in Form eines Spielautomaten in Spanien. War dort schon faszinierend, wäre noch besser gewesen, hätte der Besitzer die Platine in einem Automaten versorgt, der mit 6- statt nur deren 3- Buttons gesegnet gewesen wäre. So versuchte man sich ausschliesslich mittels Punch-Attacken gegen die nicht ganz einfachen CPU-Gegner. Auf kaum eine Arcade-Umsetzung haben sich tausende Spieler mehr gefreut; mit Street Fighter 2 stand ein weiterer Super Nintendo Kaufgrund im Regal. Diese Faszination mag der eine oder andere nachvollziehen können, und genau für jene ist der Switch Release eine gute Sache. Spieler die sich wenig oder gar nicht in diesem Absatz wieder finden, dürften auch mit der x-ten Neuauflage des Klassikers nicht warm werden. Dennoch hat Capcom nichts unversucht gelassen, neue Käufer mittels Neuerungen an Land zu ziehen. So kloppen erstmalig zwei Freunde gemeinsam gegen die KI, um letztendlich Mr. Bison ins Land der Träume zu schicken. Ein Feature, dass SNK bereits 1991 in Fatal Fury lancierte; in den kommenden Spielen aber nicht weiter verfolgte. Das zeigt zugleich, wie notwendig es 2017 ist. Dennoch ein netter Bonus; der über jenen Status aber nicht hinaus kommt. Das gilt auch für den Motion-Control Modus. Hier werden mittels Joycons Feuerbälle gen Gegner geworfen; aus der Ego-Perspektive. Noch nie dagewesen, witzig, aber keineswegs etwas, dass wir öfters nutzen werden. Super Street Fighter 2 Kenner dürfen zudem zwei „neue“ Charaktere begrüssen: Evil Ryu und Violent Ken geben sich die Ehre. Zu guter Letzt finden Fans eine hübsche Gallerie mit bekannten und weniger bekannten Bildern der Spiele-Serie und dürfen die Farben des Lieblings-Kämpfers ganz nach Belieben editieren. Das Kerngeschäft des Capcom Zugpferdes bleibt der Zweikampf. Die Standard-Schwierigkeit bietet kaum eine Herausforderung, zeigt aber gut auf, dass Special Moves auch mit dem Switch-Joystick überraschend gelungen von der Hand gehen. Am Spielprinzip hat sich über die Jahre wenig geändert. Noch immer ist Street Fighter 2 einer der besten 2D Fighter aller Zeiten, sicherlich der mit dem grössten Retro-Bonus. Die Charaktere sind wunderbar aufeinander abgestimmt und dank der hübschen HD Grafik, sehen die Kämpfe auch 2017 noch äusserst ansehnlich aus. Wie bei so vielen Titeln dieser Art, blüht auch USF2 im Versus-Modus auf. Hier trumpft die Switch, da jederzeit zwei Controller mit dabei sind. Sollte sich wider Erwarten doch mal kein Vis-à-Vis finden, darf auch online auf Gegner suche gegangen werden. Fazit: Ultra Street Fighter 2: The Final Challengers ist ein gutes, keineswegs aber ein neues Spiel. Selbst wenn wir nicht den Urvater als Basis nehmen: Die HD Neufassung hat auch bereits ein knappes Jahrzehnt hinter sich. Das muss grundsätzlich kein Problem darstellen, bei einem veranschlagten Verkaufspreis von über 40 Franken darf man das aber zur Sprache bringen. Letztendlich bleibt ein sehr guter, perfekt aus-balancierter Fighter der auch 2017 noch Spass macht und dank HD-Optik die Augen nicht malträtiert. Nette Bonus-Features erfreuen Fans jenseits der 30; ob Capcom Jung-Spieler zu einem Kauf bewegen kann, wird sich erst zeigen müssen, zumal das Gameplay doch etwas altbacken daher kommt.

  • The(G)net Review: The Elder Scrolls V: Skyrim - Special Edition

    Neue Konsolen, neue Remakes. Im Herbst 2016 trifft es die Elder Scrolls Serie. Bethesda bringt den neuzeitlichen Klassiker in frischem Gewand sowohl für Konsolen wie auch PC in die Ladenregale. Ob sich ein erneuter Besuch der winterlichen Fantasy-Landschaften lohnt? Kaum zu fassen, bereits 5 Jahre sind vergangen, seit wir das erste Mal durch die bildgewaltigen Landschaften von Skyrim gewandert sind. Am 11. November 2011 erschien der Oblivion Nachfolger offiziell im Handel. Damals überzeugte der Titel insbesondere mit der grossartigen Umgebungsvielfalt. Lest unseren Testbericht der Xbox 360 Version . Die Welt rund um Himmelsrand, mitsamt den plötzlich aufgetauchten Drachen und den verschiedenen Fraktionen schafft es, Rollenspiel-Begeisterte innert Sekunden in Ihren Bann zu ziehen. Möglicherweise auch innert einer Stunde, denn die ersten paar Minuten werden auch mit dem x-ten Neubeginn nicht interessanter. Danach liefert der Titel aber ein Feuerwerk aus Möglichkeiten ab, die nur wenige andere Spiele anbieten können. Egal ob man als gewiefter Dieb, mächtiger Magier oder kriegerischer Ork die Welt bereist, es gibt viel zu tun in Himmelsrand. Quests am Laufmeter, langweilig wird es dem Spieler sicherlich nie. Mithalten können jene auch 2016 nicht mit anderen Konkurrenten, speziell vom Witcher sind wir mittlerweile schlicht besseres Quest-Design gewohnt. Die Special Edition birgt gar noch mehr Aktivitäten, denn alle bisher erschienenen Add-ons sind gleich von Beginn weg mit von der Partie. Wie auch sonst in Skyrim empfiehlt es sich entsprechend, einige Gebiete nicht gleich mit dem tiefsten Level aufzusuchen. Die Erweiterungen bringen aber für Spieler die bislang lediglich das Hauptspiel durchschritten haben eine grosse Portion Neues mit. Skyrim angefressene dürften jene längst gespielt haben und sind wohl in erster Linie an den Neuerungen technischer Natur in der Special Edition interessiert. Schon kurz nach Spielbeginn fällt die deutlich detailliertere Grafik auf. Auffällig hübschere Texturen wohin das Auge reicht, zudem alles in einer angemessenen Auflösung präsentiert und stets flüssig; das freut den Abenteurer. Es wäre zu viel gesagt, würde man das Bethesda Remake gleichsetzen mit aktuellen Neuerscheinungen. Für ein fünf Jahre altes Spiel weiss die Technik aber durchaus zu überzeugen. Dennoch ärgern wir uns noch immer mit kleineren Grafik-Fehlern herum, so geht das Bein des NPCs während des Gesprächs gern mal durch den seinigen Gehrock hindurch. Kein Beinbruch natürlich, dennoch wird die ansonsten brillante Atmosphäre mit solchen Dingen mit den Füssen getreten, speziell bei einem Spiel, welches bereits ein halbes Jahrzehnt auf dem Buckel hat. Da wäre wohl Zeit genug gewesen solcherlei Dinge auszuradieren. Insbesondere in Anbetracht des recht forschen Verkaufspreis, der sich eingliedert im Bereich der übrigen Herbst-Releases. Last but not least ist es nun endlich auch auf Konsole möglich, auf den mittlerweile gewaltigen Mod-Pool zuzugreifen. Städte besuchen ohne nervende Ladezeiten dazwischen, 2016 kein Problem mehr. Allerdings seid gewarnt: Ist erst mal eine Modifikation aktiviert, gibt es keine Erfolge oder Trophies mehr zu erzielen. Zudem sind zwar diverse wirklich hilfreiche spielerische Mods verfügbar, Grafik-Updates gibt es aber kaum – dafür läuft das Spiel stets stabil. Fazit: Die Skyrim Special Edition überraschte uns in zwei Dingen, zwei eminent wichtige noch dazu: Erstens weiss die Grafik dank der feinen Überarbeitung auch heute noch zu überzeugen und wirkt gar nicht so altbacken, wie man das von einem in die Jahre gekommenen Spiel erwarten sollte. Speziell verglichen mit einer grafisch gemoddeten PC-Version kann der Konsolen-Update erfreulicherweise mithalten. Andererseits waren wir effektiv überrascht, wie schnell die kalte, harte Welt ihren Sog auch heute noch auswirken konnte. Innert Minuten mitten drin und das gesamte Wochenende damit verbraten. So etwas schaffen nicht viele Spiele und es ist wohl mit ein Grund, wieso Skyrim noch heute in aller Munde ist. Der bereits angesprochene Mod-Support auf Konsole tut dabei sein Übriges dazu, um auch heute noch für unzählige Stunden beste Unterhaltung zu sorgen. Wieso wir allerdings keine Achievements mit aktivierten Mods erhalten, bleibt wohl das ewige Rätsel der Entwickler. Insgesamt hat der Zahn der Zeit auch an Skyrim genagt, wenn auch weniger als an manch anderem Titel der vergangenen Jahre, so ist es von einem Punkteabzug nicht ganz gefeit.

  • The(G)net Review: The Heavy Rain & Beyond: Two Souls Collection

    Zwei Spiele, zwei Filme, zwei Erlebnisse. Quantic Dream macht den PS4 Spielern Die Titel der letzten Generation noch einmal zugänglich. Man darf sich die Frage stellen: Lohnt es sich, sich die Spiele noch einmal oder überhaupt zu kaufen? Sind die Werke von David Cages wirklich den Preis wert und was bekomme ich für mein Geld? In erster Linie glänzen beide Spiele durch hübschere Grafik. Am Spiel selbst wurde nichts mehr verändert und die Möglichkeiten bleiben die gleichen. Doch waren beide Spiele schon beim Release ihrer Zeit voraus und können den aktuellen Titeln durchaus das Wasser reichen. Die Grafik wurde auf den aktuellen Stand gebracht und von 720p auf 1080p hochgedreht. Zwar erreichen die Spiele keine 60 Bilder pro Sekunde, doch erscheinen die Sequenzen viel flüssiger als noch auf der PS3. Die detailgetreue wurde signifikant erhört, dadurch wirken die Darsteller noch einen Tick realistischer. Dazu kommen hochauflösende Texturen und dynamische Lichteffekte die das Spiel nochmal eine Stufe realistischer wirken lassen. Es ist zwar erkennbar, dass das Quellmaterial nicht dem heutigen Standard entsprach, jedoch macht das Spiel-Erlebnis die „nur“ verbesserte Optik schnell alles wieder wett. Die grossen Stärken der Spiele sind immer wieder auftretende moralische Entscheidungen die dem Spieler alles abverlangen. Stelle ich mich auf die Seite des Bösen, oder lasse ich es gut sein. Gerade in solchen Situationen ist Heavy Rain ein Spiel der Oberklasse. Die Entscheidungsfreit in den Spielen ist sehr gross und dank 17 verschiedene Abspännen wird erneutes Durchspielen gefördert. Heavy Rain stellt die Jagd nach dem ominösen Origami Killer in den Vordergrund. Dauernd lauert die Frage, wie weit man bereit ist zu gehen, den eigenen Sohn zu retten. Eine derart intensive Beziehung zum eigenen Charakter haben bislang nur wenige Spiele aufgebaut. Über das grosse Finale lässt sich wunderbar streiten, sicherlich nicht die allergrösste Erzähl-Kunst – aber zumindest versucht Heavy Rain Spiel bis dahin, den Spieler mitten ins Geschehen rein zu ziehen, das verdient durchaus Anerkennung. Bei Beyond Two Souls dreht sich alles um die junge Jodie Holmes. Der Spieler kann hier frei wählen, ob er chronologisch in der Geschichte vorgehen möchte oder wie es David Cage vorgesehen hat, in diversen Zeitsprüngen. Mit ihr durchlebt man Ihre frühe Kindheit bis hin zum ausgewachsenen Agenten. Stets begleitet von der zweiten Seele, die Jodie zwar nicht selbst, aber sehr wohl der Spieler steuern kann. Auch wenn die Story teils überladen wirkt und man wie in einem Film immer achtgeben muss um den Faden nicht zu verlieren, fesselt das Spiel und drängelt immer weiter zu machen. Die Steuerung ist immer noch innovativ, beschränkt sich aber auf wenige geforderte Eingaben. Auch wenn in beiden Titeln das Gehen etwas schwer fällt, ist es für mich genau der richtige Ansatz für ein solches Spiel. Leider wurde an der Steuerung zwischen den beiden Spielen etwas verändert, was es Kennern des ersten Teils am Anfang etwas schwer macht, dennoch ist das Prinzip im Grunde ähnlich. Zu den Inhalten der beiden Spiele möchte ich nichts mehr hinzufügen. Entweder man kennt Sie oder man muss sie kennen lernen. Beide Spiele oder besser gesagt, beide interaktiven Filme muss man einfach gesehen haben, ebenso leben beide nicht unwesentlich von der erzählten Geschichte. Sie fesseln einen an den Stuhl oder ans Sofa und können sogar die Leute rundherum begeistern, ohne dass sie das Joypad selbst in den Händen halten. Und genau das macht die Spiele so wertvoll. Fazit: David Cage ist vor sechs Jahren schon mit Haevy Rain ein nicht unumstrittenes Meisterwerk geglückt. Auch wenn man das Gefühl bekommt, als sei der gute Mann bei Beyond two Souls zu verbissen an die Sache herangegangen und als hätte er alles noch besser machen wollen. Das ist ihm leider nicht ganz geglückt. Wer die Titel noch nicht gespielt hat, muss das auf jeden Fall tun. Die Grafik wurde an den heutigen Stand angepasst, auch wenn man immer noch erkennt, dass das Spiel schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Dennoch verliert es kein bisschen an Spielspass; im Gegenteil, es ist eine willkommene Abwechslung zu den bis dato erschienen Spielen auf der PS4. Kurz gesagt: Kaufzwang für alle, die kein Feuerwerk an Interaktionen beim Spielen benötigen.

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