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4186 Suchergebnisse für „review legend of heroes trails“

  • The(G)net Review: Sonic Lost World

    Das war das erste, was mir durch den Kopf ging als ich Sonic auf Tails rotem Flugzeug stehen sah. Dieser Vergleich wurde bereits seit dem ersten Trailer von SonicSonic Lost World gezogen und er wird

  • The(G)net Review: Sports Connection

    In einem Review wie diesem gibt es zweierlei Möglichkeiten: Einerseits könnte dem Leser jede Sportart

  • The(G)net Review: Super Mario 3D World

    Die Wii Us auf dieser Welt könnten sich ohne Zweifel besser verkaufen. Trotz dem einen oder anderen klangvollen Namen, sind die Zahlen noch weit unter jenen des Vorgängers. Ob das neuste Abenteuer des Klempners genug zu bieten hat, um Nintendos Umsatzzahlen im Konsolen-U-Geschäft anzukurbeln? Seit 1985 begeistert uns der Klempner in scrollenden, meist fordernden Plattform gebieten. Das Pilz-Königreich scheint alles andere als eine kleine Kriminalitätsrate aufzuweisen. Immer wieder hört man von schwerwiegenden Entführungen. Der Staat scheint auch kaum in Sicherheitspersonal zu investieren, müssen doch immer wieder die Super Mario Bros die Kohlen aus dem Feuer holen. Passenderweise wird normalerweise gleich das Staatsoberhaupt selbst entführt. Das hat sich heuer geändert, die grosse Bedrohung stammt aber immer noch von der allseits bekannten Riesenechse Bowser. In diesem Fall hat der gute unzählige Feen in Gläser gepackt. Da die Prinzessin noch immer keine Kohle aus dem Staatshaushalt für Polizei und Co. locker man will, macht sie sich gleich selbst auf die Socken. Die Familie steht da nicht untätig rum. Mit von der Partie sind einmal mehr die Super Mario Bros sowie der berühmt berüchtigte Pilzkopf Toad. Zusammen geht es durch acht Welten, bereichert mit diversen Thematisch unterschiedlichen Levels um an deren Ende dem jeweiligen Obermotz auf die Mütze zu geben. Bis auf das möglicherweise unerwartete Entführungsdetail, eine nicht unbekannte Ausgangslage. Selbst die vier Retter in der Not sind Kennern des NES Europa Moduls „Super Mario Bros 2“ bestens bekannt. So erstaunt es nicht, dass die Prinzessin leicht schwebend über die Landschaft hüpft, Luigi ein kleines Mehr an Sprungkraft besitzt und Toad – das überrascht, betrachtet man den Winzling genauer – am schnellsten unterwegs ist. Ansonsten orientiert sich Super Mario 3D World an einer Mischung aus dem namensgebenden Super Mario World sowie dem Super Mario 3D Land. Beides unbestritten die besten Spiele auf ihrer jeweiligen Konsole, sofern man einem Jump’n Run auch etwas abgewinnen kann. Der Wahl-Charakter wird auf einer frei begehbaren Oberwelt-Karte manövriert um die einzelnen Level anzusteuern. Ein Abenteuer-Modus wie bei Super Mario 64 oder den Galaxy Teilen hat Nintendo weggelassen und sich auf die Kernpunkte von Mario & Co. besonnen: Hochklassige Hüpfspiel-Action garniert mit perfektem Leveldesign. Die einzelnen Level für sich genommen, benötigen keine Zeitbedarf-Überlänge um die Fahnenstange am Ende zu erreichen. In jedem dieser Abschnitte gibt es insgesamt drei Sterne zu holen. Anfangs noch im Vorbeigehen mitgenommen werden die Extradinger später zu einer echten Herausforderung. Zusätzliche Level benötigen gar eine gewisse Anzahl ergatterten Sterne, um sich freischalten zu lassen. Perfektionisten erhalten dadurch ein Spielspass Plus, alle anderen einigermassen talentierten Spieler haben die neue 3D Welt in Bälde durch. Der Reiz von Mario und Konsorten war aber schon zu 16Bit Zeiten, jeden Winkel der Wüsten, Wasser, Eis und Wiesenwelten zu erkunden und möglichst alles perfekt abzuschliessen. Dank hervorragender und stets gebotener Abwechslung fällt das bei diesem Spiel auch so leicht wie schon lange nicht mehr. Auf der Karte werden ab und an Glücksspiele, Pilzhäuser und sogar Spezielle Kapitän-Toad Levels freigeschaltet. In den Welten drin wird à la Mario Kart inkl. Passender Musik gerast, im Shoot’em Up / Viewpoint Look gehüpft oder es werden Wasserdrachen durch ganze Levels kontrolliert. Speziell die eigenwilligen Toad Level überraschen durch ein eignes Flair. Der Pilz ist hier gänzlich von der Hüpffähigkeit befreit und pro Level wollen eine vorgegebene Anzahl Sterne im Puzzle-Stil errungen werden; Top. Selbstverständlich erhalten die Helden auch in diesem Jahr ein neues Kostüm, ein Katzenkostüm um genau zu sein. Hört sich erst mal sonderbar an, entfaltet aber bereits nach wenigen Sekunden seinen ungebrochenen Charme. Das Fell erst mal angezogen kratzt sich Mario die Wände hoch und nutzt die Krallen zu seinem Vorteil. Und sind wir mal ehrlich: Der spätestens aus Teil drei der Serie bekannte Froschanzug wird an Absurdität sowieso kaum mehr getoppt werden, oder? Seid gewappnet auf diverse Item-Kuriositäten die sich alle wunderbar ins stimmige Gesamtbild einfügen. Wem das alles noch immer nicht reicht, der spielt Super Mario 3D World mit bis zu drei Couch-Freunden gleichzeitig im Co-Op Modus. Zumindest zu zweit funktioniert das so gut wie noch nie. Den Japanern ist es effektiv gelungen, Super Mario zu einem funktionierenden Zwei-Spieler Spiel umzumünzen. Im Trio oder gar Quartett geht die Übersicht gelegentlich verloren, um ein Vielfaches besser als bei den New-Teilen klappt es aber noch immer. Selbst ein fieser kompetitiver Charakter wurde dem Titel einverleibt: Am Level Ende wird die Punktzahl aller Spieler abgerechnet, der Sieger erhält ein Krönchen, welches im darauf folgenden Level vom entsprechenden Charakter aus der Mario-Riege getragen wird. Keinem Krone tragenden Spieler sei es vergönnt, das Prunkstück abermals in eine neue Welt zu retten. Letztendlich erfordert aber auch Super Mario 3D World eine gehörige Portion Zusammenspiel. Technisch ist das alles übrigens astrein gelöst. Die grafisch simplen Pilzreich Ebenen werden perfekt auf den heimischen Bildschirm portiert. Musikalisch weiss Nintendo einmal mehr zu überzeugen. Das hier ist kein Battlefield 4, aber durch viele kleine eingestreute Details begeistert die ansonsten eher einfache Grafik über das ganze Spiel hinweg. Wenn der Mitspieler vom Vorabend am nächsten Tag eine bekannt erscheinende Melodie pfeift, mag das auch seine Bewandtnis haben. Fazit: Ein hervorragend gelungener kooperativ-Modus, grosse Abwechslung und Kreativität unter den einzelnen Levels und Welten und Unmengen zum Freispielen. Super Mario 3D World ist mit einer der besten Ableger der Serie, und das will durchaus etwas heissen. Egal ob alleine, zu zweit oder mit der ganzen Familie, hier wurde ein Hit aus dem Boden gestampft und man kann Nintendo nur gönnen, wenn sich dadurch im kommenden Weihnachtsgeschäft der eine oder andere Wii U mehr verkaufen lässt. Spieler die auf einen Konsolen-Kaufgrund gewartet haben, sind spätestens jetzt bedient. Jump’n Run vernarrte und Katzenfreunde kommen um den Kauf sowieso nicht herum, alle anderen eigentlich auch nicht.

  • The(G)net Review: Super Mario Galaxy 2

    Noch nie zuvor, sah man Mario derart prächtig durch die Gegend hopsen. In dunklen Gegenden kann er Glühbirnen mampfen, damit die Gegend erleuchtet wird. Zu guter Letzt kann er sogar die Fähigkeit erlangen, kurzzeitig durch die Gegend zu schweben.

  • The(G)net Review: Super Mario Bros. 3

    Eben noch Super Mario 3D World gespielt, kurz darauf mehr als 20 Jahre zurück in der Vergangenheit gelandet. Der Classic-Release von Super Mario Bros 3 macht’s möglich. Wie schlägt sich der Klassiker im neuen Jahrtausend? Ein markantes Attribut, das nahezu jedes Spiel mit dem Klempner im Mittelpunkt aufweist: Der Spielspass ist in keiner Weise von der Grafik abhängig. Im Gegensatz zu manch anderem NES Titel darf und soll man Super Mario Bros 3 auch im Jahr 2014 noch spielen. Gründe dafür gibt es einige, der wichtigste ist sicher das teilweise enorm fordernde aber dabei immer faire Leveldesign, gepaart mit einer stets punktgenauen Steuerung der beiden Brüder. Zusätzlich begründete der dritte Ausflug ins Pilz-Königreich die heute als Standard geltende, begehbare Welten-Karte sowie unzählige Bonusspiele. Dort gibt es nicht nur Leben abzugreifen, auch viele alt bekannte sowie in den 90ern zum ersten Mal auftauchende Items sind im Sortiment. Neben der Feuerblume und dem allseits bekannten Pilz finden wir das Waschbär-Kostüm, mit welchem die Klempner kurzzeitig ungeahnte Höhen erreichen, oder den Froschanzug, der die ungeliebten Wasserlevels deutlich angenehmer werden lässt. Speziell die damals erstmalige Fähigkeit des Fliegens, ermöglichte den Leveldesignern mannigfaltige Möglichkeiten der zu entdeckenden Geheimpfade. Der grösste Nachteil von Super Mario Bros 3 war vor 20 Jahren zugleich einer der grossen Pluspunkte. Die schiere Grösse des Moduls und die nicht ganz einfachen Herausforderungen forderten entsprechend Zeitaufwand. Eine Batterie hat Nintendo der Cartridge allerdings nicht spendiert, somit blieb der 8-Bit Kasten über Tage an. Dank WiiU gehört dieser Kritikpunkt glücklicherweise der Vergangenheit an - ganz zum Ärger des lokalen Stromanbieters. Grafisch handelt es sich selbstredend immer noch um einen NES Titel - einige wenige Grafik Ungereimtheiten inklusive, die musikalische Untermalung stört das aber nicht und verlockt den Spieler noch immer mit melodischen Klängen zum mitpfeifen. Die spartanische wenig-Farben Grafik weiss aber auch heute noch zu gefallen, sofern man sich grundsätzlich mit das-kam-vor-der-playstation-raus anfreunden kann und will. Fazit: Dass die tollpatschige Prinzessin mal wieder entführt wurde, überrascht keinen. Dass es aber auch nach Jahrzehnten noch so viel Spass macht, die Holde aus den Fängen von Bowser zu befreien, beeindruckt nachhaltig. Super Mario Bros 3 ist auch heute noch eines der besten Spiele aller Zeiten und nach Super Mario World auf Platz zwei der Mario 2D Best-List. Ganz klar jeden Pfennig wert.

  • The(G)net Review: Super Mario Maker

    Zum 30. Geburtstag von unserem Lieblingsklempner Mario bringt Nintendo „Super Mario Maker“ für Wii U auf den Markt. Zum ersten Mal können Spieler ihrer Vorstellungskraft freien laufen lassen, eigene Super Mario Welten erschaffen und erhalten so ein Spiel ohne Ende. Im neuen Nintendo Levelbaukasten für Super Mario kann der Spieler ähnlich wie bei "Little Big Planet" oder "Mario vs Donkey Kong: Tipping Stars" seine eigenen Welten kreieren und so sein ganz eigenes Super Mario Spiel erschaffen. Dieses kann dann sowohl lokal wie auch online abgespeichert werden, um anderen Spielern die Möglichkeit zu geben, das eigen kreierte Kapitel auszuprobieren. Der Editor fängt mit einem Tutorial an und bringt uns die ersten Schritte einfach erklärt und illustriert näher. Unsere erste Aufgabe ist es ein Level zu vollenden. Mit kleinen Hilfezeichnungen und Meldungen wird uns Schritt für Schritt erklärt, wie wir das Kapitel editieren können. Mit dem Wii U GamePad ist das bauen und erstellen der Level ein Kinderspiel. Auf dem Touchpad ziehen wir mit wenigen Griffen Hindernisse, Gegner, und versteckte Items auf den Bildschirm und mit einfachen hin und her Bewegungen können wir zwischen verschiedenen Mechaniken oder Fähigkeiten der Gegner wählen. Unserer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und so ist das erste Level schon bald fertig. Natürlich müssen wir unsere neu erstellte Spielwiese sofort testen um mögliche Fehler auszumerzen. Danach geben wir dem ersten Kapitel einen Namen und ordnen es einer der Spielewelten zu. Schön ist, dass Nintendo den alten so wie neuen Grafikstil der Super Mario Spiele integriert hat. So wird ganz dem Spieler die Wahl zwischen dem nostalgischem 8bit- oder 16bit-Retrolook oder der neuen, mindestens genau so niedlichen HD Grafik gelassen. Um Marios Geburtstag so richtig zu feiern beglückt uns Nintendo mit gleich zwei neuen Amiibos. Benutzt man diese mit dem WiiU Pad erschafft der Spieler einen grösseren Power-Up Pilz, welcher Mario grösser werden lässt und ihm mehr Kraft verleit um durch Blöcke zu springen. Ausserdem kann ein zusätzlicher Retro-Visual Filter dem Spiel zugefügt werden. Ein neues Item wurde extra für "Super Mario Maker" erstellt um die andere Amiibos mit zu integrieren: Der Mystery Pilz, dieser erlaubt Mario jede Gestalt des benutzten Amiibos anzunehmen, inklusive aller Charakter typischen Animationen und Soundeffekten. So können wir zum Beispiel auch als Link oder Kirby die Level unsicher machen und erhalten noch mehr Abwechslung und Freiheit. Auch ohne Amiibo lassen sich einige dieser Kostüme freischalten, in dem der "100 Mario Challenge Mode" absolviert wird. Grafisch und musikalisch gibt es am Editor nichts auszusetzen. An Soundeffekten und Musik sind die uns wohl bekannten Stücke und Geräusche aus den Mario-Spielen mit dabei - so wie wir sie kennen und lieben - plus natürlich die speziell charakterspezifischen Amiiboeffekte. Auch Grafisch tritt das Spiel in solider Nintendo-Manier auf. Die (Super)NES Versionen versetzten uns sofort zurück zu den Anfängen mit Super Mario Bros in den 80er Jahren und lässt unser Retroherz höher schlagen. Dafür glänzt die HD Version mit niedlichem Design und farbigen Welten, entsprechend bietet jene einen schönen Kontrast und Abwechslung beim Erstellen der Level. Nintendo bringt "Super Mario Maker" in drei verschiedenen Variationen heraus. So kann der Spieler zwischen dem WiiU Bundle wählen, der das Spiel, Artbook, Amiibo und eine Wii U enthält, die Amiiboversion, welche Artbook, Spiel und Amiibo umfasst, oder nur die einfache Gamevariante, welche ebenfalls mit dem fast 100 Seiten langen Artbook erscheint. Das Buch illustriert die zig Möglichkeiten, die "Super Mario Maker" dem Spieler beim Erstellen der Level bietet und inspiriert mit vielen Ideen; das wiederum bedeutet noch mehr Spielspass für uns Level-Bastler und deren Spieler. Fazit: "Super Mario Maker" ist der erste Level-Editor für die Mario-Reihe und bringt die langersehnte Möglichkeit unsere eigenen Welten zu erschaffen. Mit dem simplen Schritt für Schritt Tutorial sowie der einfachen Umsetzungen auf dem TouchPad werden Einsteiger wie auch erfahrene Bastler keinerlei Probleme haben sich im umfangreichen Baukasten zurecht zu finden. Das Erstellen der Level ist so einfach wie das Skizzieren der Ideen auf ein Blatt Papier. Der Editor bietet Stundenlangen Spielspass und der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, egal ob wir ein Anfänger-Level erstellen oder ein Kapitel der extra Klasse für Jump&Run Profis entwerfen. Wem das erstellen der Welten in "Little Big Planet" oder "Mario vs Donkey Kong: Tipping Stars", Spass gemacht hat, wird auch hier ganz auf seine Kosten kommen. Die unzähligen Online-Level der anderen Spieler versprechen einen ewig anhaltenden Spielspass für jung und alt und wir erhalten so mit "Super Mario Maker" ein Mario-Game ohne wirkliches Ende.

  • The(G)net Review: The Legend of Zelda: Spirit Tracks

    “The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ hat es auf die virtuelle Konsole der Wii U geschafft und bringt Fazit: “The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ auf der Virtual Console der WiiU begeistert auch heute noch “The Legend of Zelda: Spirit Tracks“ ist auf ganzer Linie ein tolles Zelda-Spiel und kann auch heute

  • The(G)net Review: Super Smash Bros. for Wii U

    Für alle, die eine Nintendo Konsole ab dem N64 ihr Eigen nennen konnten, muss der Name Smash Bros. ein Begriff sein. Für alle anderen auch. Mario, Pikachu, Captain Falcon und Co. laden zum vierten Mal zum Handgemenge ein. Die Pizzas sind bestellt, die Gamecubepads abgestaubt und alle Freunde sind eingeladen. FALCON PUNCH!!! Die Wii-U gibt sich dieses Jahr keine Blösse und gibt allen Nintendo Fans genau das, was sie wollen. Und das sind Fortsetzungen ihrer besten Spieleserien. Die Super Smash Bros. Serie, welche unter Melee auf dem Gamecube ihren bisherigen Zenit feierte, ist in Sachen Fortsetzungen immer ein heisser Anwärter auf die Pole Position jeder Most Wanted Liste. Und das mit gutem Grund, denn das Spielprinzip ist in der Welt der Videospiele noch immer einzigartig und wurde bisher nur einmal von Sony kopiert, bleibt aber bislang unerreicht. Dabei ist die Idee so simpel wie sie nur sein kann. Nintendo Helden hauen sich gegenseitig auf die Schnauze. Ewige Fan-Diskussionen darüber, ob Mario gegen Sonic in einem Kampf gewinnen würde oder ob Links Schwert sich mit Fox McClouds Laserpistole messen könnte, werden mit diesem Spiel beantwortet. Funkelnde Augen, feuchte Nostalgieträume, und das alles in HD. Die Lizenz zum Geld drucken ist geboren. Hinter der rasch erklärten Spielmechanik steckt ein weitaus vielschichtigerer Titel als es der erste Blick erahnen lassen würde. Smash Bros. Melee und Brawl gelten seit Jahren als populäre Spiele an Gameturnieren. Das ist kein Zufall, denn mit 37 Charakteren, die mit Ausnahme einiger Klon-Charaktere über ein einzigartiges Move-Set verfügen, sind endlose Kombinationen und nervenaufreibend spannende Kämpfe möglich. Der Entwickler Masahiro Sakurai, der bereits seit dem ersten Teil für die Serie verantwortlich ist, verweist aber gerne darauf, dass es bei Super Smash Bros. in erster Linie um Spass geht und dass es für jeden zugänglich sein sollte. Dies sind keine leeren Versprechungen, denn wenn man zu viert, oder neu auch zu acht(!) vor dem Fernseher sitzt und das wilde Klappern von Controllertasten und Analogsticks hören kann, wird die Spielermeute regelrecht von Spass bombardiert. Von Explosionen, über Raumschiffe bis zu Hunden die an den Bildschirm klopfen um euch die Sicht auf das Geschehen zu verdecken, passieren unendlich viele Dinge gleichzeitig auf dem Flimmerkasten. Zugegeben ist das Ganze als unerfahrener Beobachter sehr chaotisch zu betrachten. Das Chaos ist aber bis ins letzte Detail orchestriert worden. Die Liebe zum Detail und die schiere Vielfalt an Ideen und Content kann nur mit der japanischen Stereotype von suizidgefährdeten Workaholics erklärt werden. Wenn es jemand schafft, Ganondorf und Pumeluff auf die Greatfox aus der Starfox Serie zu stellen und sie dabei so aussehen zu lassen, als wären sie beide exklusiv für diesen einen Titel entworfen worden, spricht das Bände. Alle Attacken von Pumeluff werden mit einem süssen Glitter-Effekt begleitet und der Einschlafsong klingt genau so süss wie aus der Animationsserie, die mittwochnachmittags auf RTL2 lief. Ganondorfs dunkle Macht und fiese Attitüde sind mit jedem seiner gewaltigen Schläge und Kicks zu spüren und kräftige Ausrufe erinnern an den einen oder anderen Bosskampf zurück, den man mit Links Nemesis gehabt hat. Und dann schleudert Pumeluff den Herr des Bösen mit einer Drehattacke aus der Runde und zelebriert seinen Sieg, indem es sich selbst schlafen legt. Das gibt es nur in Smash Bros; glaubt mir! Das Spiel dreht nun bereits seit einem Monat seine Runden in meinem Laufwerk, doch ich habe noch nicht einmal alle Musikstücke gehört, alle Pokémon im Kampf einsetzen können oder alle Arenen herausgespielt. Für euch habe ich es aber geschafft alle Modi auszuprobieren. Nicht einmal das war einfach. Neben dem klassischen Smash-Mode welcher in sich bereits mit extrem vielen Optionen ausgestattet ist, bietet das Spiel eine Armada an weiteren Möglichkeiten. Alte Bekannte wie der Homerun-Contest, bei dem es gilt einen Sandsack so weit wie möglich zu schleudern, haben es genauso an die Party geschafft wie der das neue Smash Board. Einige davon funktionieren besser als andere und der neue Smashrun von der 3DS Version fehlt eindeutig auf dem grossen Bildschirm. Ich will jedoch gar nicht zu stark ins Detail gehen, denn die Abwechslung sorgt dafür, dass für jeden etwas dabei ist. Nur nicht Smashboard. Niemand mag Smashboard. Mit dem Umfang, den Details und den abwechslungsreichen Modi hat Nintendo eigentlich für den sprichwörtlichen „Föifer und s’Weggli“ gesorgt. Der Smash-Mode alleine hätte mit all seinen Einstellungsoptionen eigentlich für einige Lebzeiten gereicht. Doch wo ein so schöner Regenbogen auftaucht, muss es auch etwas regnen. Und diese Wolke ist leider völlig vorhersehbar über dem Online-Modus zu finden. Bei Smash Bros. geht es um blitzschnelle Reaktionen und flinke Finger. Jede hundertstel Sekunde zählt. Eine ruckelfreie Partie ist essentiell um das Spiel geniessen und zertrümmerten Controllern vorbeugen zu können. Im Gegensatz zu allen anderen Entwicklern scheint Nintendo aber nach wie vor bei Windows 95 stehen geblieben zu sein, wenn es um ihre Online-Entwicklungen geht. Das Resultat daraus sind Lags der schlimmeren Sorte. Wenigstens ist es möglich mit Freunden aus demselben Land (und einer anständigen Breitbandleitung) ohne Verzögerung zu spielen. Das reicht zwar nicht aus in der heutigen Zeit, doch die Hoffnung stirbt zuletzt und die Möglichkeit dieses Manko mit einem Patch zu beheben besteht durchaus. Auch wenn Nintendo nicht unbedingt dafür bekannt ist, noch viel nach der Veröffentlichung anzupassen. Fazit: Die Smash Bros. Serie setzt seinen Siegeszug fort und erweitert sein Palmares mit dem womöglich besten Eintrag der Serie bis dato. Den Wandel zu HD-Grafiken hat Nintendo auch bei diesem Teil mit Bravour gemeistert. Der unerhört grosse Umfang und die minutiöse Liebe zum Detail machen diesen Titel zu etwas ganz Besonderem. Wer keine Wii-U Zuhause hat ist selber schuld.

  • The(G)net Review: The Wonderful 101

    Ob dies gelungen ist, lest ihr in unserem Review. Wer Innovationen und Abstraktionen mag oder wem die ewigen Call of Duties und Assassins Creeds zu langweilig

  • The(G)net Review: The Legend of Zelda: The Wind Waker HD

    Nintendo bringt mit The Legend of Zelda: The Wind Waker HD das erste Zelda Spiel in High Definition auf Ob es nach einem Jahrzehnt noch immer glänzen kann, lest ihr in unserem Review. The Legend of Zelda: The Wind Waker war bereits beim ersten Launch kein unumstrittenes Spiel. In Sachen Gameplay steht The Legend of Zelda: The Wind Waker dem Fortschritt in nichts nach. The Legend of Zelda: The Wind Waker HD ist eine Perle, welche man nicht verpassen sollte.

  • The(G)net Review: Wave Race 64

    Nach langer Virtual Console Durststrecke erfreut sich der Retro-Liebhaber wieder an neuem Nachschub. Wieso Nintendo ihre Klassiker über einen ungewöhnlich langen Zeitraum verteilt, bleibt derweil das Geheimnis der Japaner. Das soll aber in keiner Weise das Problem der Videospieler sein, und schon gar nicht derer, die bereits 1996 das Nintendo 64 unter dem Röhrenfernseher stehen hatten. Denn ganz im Gegensatz zu anderen Titeln aus der besagten Zeit, ist die Wasser-Rennsport Simulation überraschend gut gealtert. Selbstverständlich erwarten den Spieler keine High-End Grafiken, das Menü wirkt völlig veraltet und speziell die zur Auswahl stehenden Polygon-Charaktere zeigen das Alter des Moduls auf. Fast 20 Jahre gehen auch an Wave Race nicht spurlos vorüber. Was allerdings glänzend gealtert ist: Die dazumal hoch gelobte Wasser-Simulation. Immer noch wird der Jetski über die mal ruhigen, mal sturmgeplagten Wellen gejagt. Die acht zur Auswahl stehenden Strecken sind auch heute noch sehr schön anzusehen und selbstredend genau so abwechslungsreich wie auf der Modul-Konsole, zur Zeit, als die Spice Girls noch in der Hitparade auftauchten. Zusätzlich gibt es einen überzeugenden Zweispieler-Modus mit dazu; ebenso für Bestzeiten-Jäger die ständige Motivation, weitere Sekunden aus der eigenen Rundenzeit heraus zu holen. Fazit: Beim Schreiben dieser Zeilen erschrak ich insbesondere wegen einem: Wave Race 64 ist bereits 20 Jahre alt. Wie alt müssen wir Spieler sein, die den Titel noch aus jugendlichen Tagen kennen und lieben gelernt haben? Doch das sind Randnotizen, die nur aufgrund des zweifelsohne vorhandenen Nostalgie-Faktors zum Tragen kommen. Jenen benötigt der Titel aber weniger als andere dieser Zeit, denn die auch heute noch grossartige Wellenphysik reisst 2016 mindestens genauso mit 1996. Wer auf Pracht-Optik verzichten kann, holt sich den Download Titel auf die Harddisk. Wave Race 64 ist ein zeitloser Klassiker der, wenn überhaupt, nur durch den eigenen Nachfolger getoppt wurde.

  • The(G)net Review: Wii Party U

    Party Party Party, endlich wieder ein Party Spiel für eine Nintendo Konsole. Was mussten wir lange auf ein Spiel warten, das durch unzählige Minispiele geprägt wird; nun endlich ist es soweit. Nintendo selbst präsentiert uns den nächsten Partykracher: Wii Party U. Let’s party! Paaaaaaaaarty! Oh ja, ich war bereits in guter Stimmung, um eine weitere belanglose Ansammlung dämlicher Minispiele in der Luft zu zerreissen. Ganze 80 dümmliche aneinandergereihte Dämlack-Spiele, eines uninteressanter als das andere, geprägt durch die Generation Smart-Phone und unzählige 2€ Spiele. Das muss Nintendo auch schon klar gewesen sein, wieso sonst lässt man Mario aus der Party komplett raus. Wieso spielen wir ehrlichen Nintendo Gamer nicht mit alteingesessenen Freunden aus der Schwammerl Welt? Wo ist Toad, Peach, Bowser und Yoshi das glückliche Dinosaurier-Pferd? Tatsächlich stören diese Kritikpunkte, wenigstens der zuletzt genannte. Viel lieber würden wir in einem neuerlichen (massiv verbesserten, im Vergleich zum katastrophalen letzten Teil) Mario Party um Münzen und Sterne wetteifern, als mit unseren nichtssagenden belanglos-Miis gegen die Freundescouch anzutreten. Ebenso würde im Jahr 2013 ein Online Modus durchaus mit zum guten Ton gehören, auch für Nintendo, schliesslich ist die Firma nun im HD-Zeitalter eingetroffen, da erwarten wir eine internationale Anbindung an Videospieler aus aller Welt und keine Beschränkung auf den vielbeschäftigten und deswegen schwer abkömmlichen lokalen Freundeskreis. Von dringlicher Wichtigkeit und deswegen unbedingt erwähnenswert ist: Das Spiel ist gar nicht so schlecht. Die 80 (immer noch belanglosen) Minispiele unterhalten den (lokalen) Sofa-Abend überraschend gut. Selbstverständlich befinden sich keine Super Mario 3D Welten versteckt in den Entwicklungsabgründen von Wii Party U. Keine Frage, Alkoholkonsum, überlustige Bekanntschaften oder massive Übermüdung werten die Spielesammlung auf. Aber so ist es doch bei jeder Party. Da will die Wii U Party nicht aussen vor stehen und macht einfach mal mit. Aber, und das ist der grosser Unterschied zur dümmlichen Lokal-Party im Partykeller mit miesen DJ’s und schlechter 90er Jahre Musik: Die Spiele unterhalten auch nüchtern bestens, immer vorausgesetzt man umgibt sich nicht mit kompletten Vollpfosten im privaten Umfeld bzw. vor dem heimischen Fernseher. Die an der magischen 100 kratzenden Minispiele werden auf die verschiedensten Arten und Weisen präsentiert. Ganz im Stil von Mario Party mit Gewürfel und Brett und allem was dazu gehört. Zusätzlich wird ein mehr Sozial-Kompatibler Modus mit angeboten. Zeichnen und erraten steht an der Tagesordnung, Harry Wijnvoord, Jörg Dräger und Peter Bond würden sich angesichts des TV-Gameshow Stils sofort heimisch fühlen. Und wir tun es auch, lieben wir doch die simple Unterhaltung. Ganz ehrlich, wäre Frederic Meisner oder Werner Schulze-Erdel mit von der Party bei dieser Riesen-Party, es wäre wohl das beste Spiel aller Zeiten geworden. Der Text driftet aktuell in eine Richtung, die nur wenig mit Partyspielen auf Nintendo Konsolen zu tun hat. Das passt aber zum Spiel. Im Gegensatz zu den unzähligen 3rd Party (schon wieder eine Party) Spielen auf der Wii schafft es Wii U Party bis zu vier Spieler wunderbar zu unterhalten. Nicht Täglich und keinesfalls beim alleinigen Spielen, aber doch für zwischendurch bei Besuch von Freunden und Familie. Umso besser, dass der Klotz-Kontroller erfreulich gut in die unterschiedlichsten Mini-Aktivitäten integriert wurde und ab und an sogar in der Runde rumgereicht wird. Auch schön, dass Motion Plus kein Muss ist und auch weniger gut betuchte Hardware Sammler in den Genuss der Super Party kommen. Fazit: Die meisten Partys hinterlassen einen faden Beigeschmack oder einen üblen Kater. Beides verhindert Wii Party U bestens. Die Minispiele sind variantenreich und machen durchaus Spass. Die unterschiedlichen Präsentationsarten erfreuen anspruchsvolle Party-Könige und Controller freundlich ist das Fest auch noch. Wäre die Grafik auf dem Stand des aktuellen Jahres und würde ein dieser Party würdiges, audio-visuelles Feuerwerk abgebrannt, dürfte Wii Party U zu einer der besten Partys aller Zeiten gezählt werden. So fehlen die hübschen Damen im Partypaket und wir warten immer noch auf eine würdige Mario Party Fortsetzung. Wie wäre es mit Mario Party 4.1 Wii U? Bis dahin reicht das Mario-Universum befreite Spiele-Sammelsurium aber allemal.

  • The(G)net Review: Zombi U

    Hier ist auch schon der Knackpunkt am Spiel: Wer auf Call Of Duty oder die neuen Resident Evil-Games Hier könnt ihr nun das Gamepad frei im Raum herumbewegen und die Gegend nach Gegenständen oder Gegner Sei es Buckingham Palace, den Tower of London oder Big Ben: Alle Sehenswürdigkeiten stehen auf dem Programm

  • The(G)net Review: Beautiful Katamari

    Die klobigen Charaktere und Gegenstände, und die mit matten pastellfarbenen Flächen überzogenen Gegenden

  • The(G)net Review: Bioshock

    Lest im folgenden Review was man so alles in einer wirren und kranken Unterwasser Welt erleben kann.

  • The(G)net Review: Bionic Commando

    zu empfehlen, dass ihr euch euren „Hangelpfad“ vorgängig im Kopf zusammenstellt, statt wild in der Gegend Der musikalische Part von Bionic Commando ist Capcom ebenfalls gelungen rückt aber, mit Ausnahme der Hero-Melodie

  • The(G)net Review: Blacksite: Area 51

    Dutzend Knarren stehen euch im Spielverlauf zur Verfügung, was im Vergleich zu Genre-Kollegen wie Call of

  • The(G)net Review: Bionic Commando Rearmed 2

    Captain Nathan „Rad“ Spencer infiltriert in Bionic Commando Rearmed 2 die Papagaya Inseln, um den brutalen Diktator Sabio (der Fidel Castro verblüffend ähnlich sieht) zu stürzen. Wir haben uns den zweiten Teil des Platformers angesehen. Bionic Commando Rearmed war ein tolles Spiel, das vor allem mit einem ausgeklügelten und schwer zu meisternden Schwing-Dich-von-Platform-zu-Platform-Gameplay zu überzeugen wusste. Das Spiel war hammerschwer und nichts für Warmduscher. Für Rearmed 2 hat Entwickler Fatshark den Schwierigkeitsgrad etwas verringert und eine neue Jump-Mechanik eingeführt. Daher fühlt sich das Spiel jetzt mehr wie ein Jump-n-Shoot an, was ja nicht unbedingt schlecht ist. Die Schwing-Mechanik fühlt sich auch etwas direkter an, funktioniert besser und vergibt euch auch die eine oder andere ungenaue Eingabe. Das heisst jetzt nicht, dass ihr kein Timing mehr benötigt. Um das Momentum eures Schwungs optimal zu nutzen und längere, fehlerfrei Schwung-Combos über tödliche Spitzen und Abgründe zu meistern, braucht es nach wie vor etwas Übung. Ganz frustfrei ist also auch Teil 2 nicht. Auf der Haben-Seite steht dafür das gute Gefühl, etwas vollbracht zu haben, wenn man eine zuvor schier unüberwindbare Stelle endlich gemeistert hat. Die Feinde in Rearmed 2 sind hart im Nehmen, aber leider immer noch nicht die Hellsten. Meistens sind sie nur schwer zu überwinden, weil sie an strategisch schweren Stellen platziert wurden. So benötigt ihr oft gutes Timing und/oder etwas Strategie, um euch der Soldaten zu entledigen. Bei den beeindruckend inszenierten Bosskämpfen sieht es ähnlich aus. Zuerst scheint es unmöglich, doch bald sieht man die Angriffs-Muster und kann entsprechend reagieren. Von da an braucht man meist nur noch gute Reflexe und die richtige Wumme. Die Waffen machen übrigens viel vom Replay-Value aus, da man bereits absolvierte Level wieder spielen kann und so neue Waffen oder Power-Ups findet. Als Nachfolger eines erfolgreichen Remakes eines 80er Jahre Spiels fühlt sich Rearmed 2 dann aber doch ein bisschen veraltet an. Gegenüber Teil 1 hat sich technisch so gut wie nichts verändert und das Gameplay war damals schon sehr archaisch. Für eingefleischte Retro-Fans mag das ein Pluspunkt sein, ich allerdings fühlte mich konstant daran erinnert, dass das Spielprinzip schon über 30 Jahre auf dem Buckel hat. Tödliches Wasser (Was? Der Typ kann nicht mal schwimmen!?) oder Tode durch noch nicht sichtbare Feinde sollten 2011 einfach der Vergangenheit angehören. Das Schwingen an sich hätte sich ausserdem noch besser anfühlen müssen. Aber vermutlich bin ich einfach von den Spider-Man Spielen verdorben. Fazit: Trotz der Kritik kann ich Freunden des ersten Teils Rearmed 2 wieder ans Herz legen. Es gibt viele Gründe, das Spiel zu mögen, allen voran auch wieder der gelungene Online Co-Op Modus. In vielen Belangen ist Bionic Commando Rearmed 2 genau das, was ich erwartet hatte: Mehr vom Gleichen, mit einigen kleinen Verbesserungen. Die Steuerungs-Defizite macht man mit etwas Übung wieder wett.

  • The(G)net Review: Blades of Time

    Der erste Eindruck ist nicht schlecht: Wer die Trailer kennt, hat sich auch auf eine bunte Welt gefreut Blades of Time ist nichtsdestotrotz schön anzusehen, kann aber nicht mit der Konkurrenz mithalten. Fazit: Blades of Time ist ein Wechselbad der Gefühle.

  • The(G)net Review: Blue Dragon

    Ihr steht auf Dragonball, Dr. Slump und Co.? Ihr habt vergangene Square-Enix Titel wie Final Fantasy X oder Dragons Quest 8 mit grosser Befriedigung in euch aufgesogen? Wenn ja, stürzt euch in das bisher optisch und akkustisch schönste Abenteuer das es auf den Europäischen Markt geschafft hat. Qualität verpflichtet! Auch wenn man meist Hironobu Sakaguchi als Gallionsfigur für Blue Dragon aufbaut: Eigentlich ist er mit seiner neu gegründeten Firma Mistwalker nur Produzent, zumal er ja intensiv an Lost Odyssey arbeitet, das meiner Meinung nach eher Sakaguchi charakterisiert, wie man ihn kennt. Die Entwicklung der Rollenspiel-Hoffnung liegt in den Händen von Artoon. Diese haben sich mit "Vampire Rain" nicht gerade mit Ruhm bekleckert, doch auch hier gilt: Jeder hat eine zweite Chance verdient! Mit Akira Toriyama, bekannt durch die Mangaserie "DragonBall", als Verantwortlichen für das Charakterdesign sowie Nobuo Uematsu als Komponist sind zwei weitere Schwergewichte mit an Bord, die Qualität versprechen. Eigentlich kann da nichts mehr schiefgehen. Doch große Namen hin oder her - abgesehen davon, dass mit der Anhäufung an bekannten Größen der japanischen Entwickler-Szene auch die Erwartungshaltung nach oben geht, zählt für das RPG mit Fernost-Flair letztlich nur eines: Macht es Spaß? Kann es fesseln? Die Antwort darauf lautet: Ja! Allerdings solltet ihr ein gewisses Faible für Präsentation, Pathos und allgemeine Spielmechaniken haben, die man normalerweise mit Nippon-Rollenspielen in Verbindung bringt. Dazu gehören z.B. rundenbasierte Kämpfe, ein gewisser Hang zu Übertreibungen und teilweise leicht an Karikaturen grenzende Charakterstudien der Hauptfiguren. So ist z.B. Shu anfangs ein ziemlich arrogant scheinender Stinkstiefel, an den ich mich erst gewöhnen musste. Ergänzt wird die Gruppe durch seine Freunde Jiro und Kluke, die mit ihren Kommentaren ein emotionales Gegengewicht zu dem Protagonisten schaffen. Später kommen noch weitere Mitstreiter dazu die ich euch aber nicht verspoilern möchte. Nach einem ausgedehnten Einstiegs-Tutorial, in dem man sich an die nicht umwerfende, aber durchweg stimmige Kulisse sowie die grundlegende, einfach zu erlernende Steuerung gewöhnen kann, nimmt auch die Geschichte an Fahrt auf. Und urplötzlich seid ihr mittendrin im Kampf gegen das personifizierte Böse in Form des purpurnen Yoda-Verschnitts Nene, welcher in der deutschen Synchro die Stimme des Dr. House spendiert bekam. Die Kämpfe laufen in bester japanischer Tradition rundenbasiert und ohne Stress ab. Das verschafft euch viel Zeit um die richtige Strategie anzuwenden, den richtigen Zauber oder die passende physiche Attacke zu lancieren. Das ganze System ist klassisch aufgebaut und geht jedem der mal ein FF oder ähnliches gespielt hat innert Minuten in Fleisch und Blut über. Trotzdem gibt es einige frische Ideen. Dazu gehören z.B. die Schattenwesen, die nach kurzer Zeit Teil der Persönlichkeit der Hauptfiguren werden und das Kämpfen für euch übernehmen. Diese Schattenwesen können mehrere Klassen erlernen. Ihr lernt den Weissmagier der sich auf Heilungen spezialisiert hat oder den Mönch der mit aufgeladenen physischen Angriffen glänzen kann. Eure Schatten werden bei Siegen mit SP, Schattenpunkten, belohnt. Mit diesen SP steigt der Level des Schattens ständig weiter. Die Klasse könnt Ihr dabei laufend wechseln. Mit dem Aufstieg eurer Charaktere könnt ihr im laufe des Spiels neue Klassen für eure Schatten freischalten. Irgendwann habt ihr dann den ultimativen Meisterschatten aller Klassen. Bis es soweit ist werden jedoch 50h und mehr ins Land ziehen, denn das RPG steht auch hier seinen klassischen Vorläufern in nichts nach, 60h Spielzeit für die Hauptstory sind normal, weitere 100h und mehr sind nötig um alle Sidequests zu lösen. Ein weiteres frisches Element, das mit den Kämpfen zusammen hängt, ist die Einleitung der Auseinandersetzungen: Ihr seid in Echtzeit in einem Gebiet unterwegs, in dem auch diverse Monster ihr Unwesen treiben. Per Knopfdruck könnt ihr einen Kreis erstellen, in dem ihr auswählen könnt, ob ihr nun z.B. einen einzelnen Gegner, eine Gruppe oder alle im Radius befindlichen Feinde angreifen wollt. Der Clou: Wenn ihr euch für die "Alle"-Variante entscheidet, gibt es nach erfolgreichem Abschluss nicht nur mehr Erfahrungspunkte, sondern unter Umständen greifen sich die verschiedenen Gruppierungen auch gegenseitig an und erleichtern euch so die Arbeit. Leider liegt in den Kämpfen auch ein allgemeiner Kritikpunkt des Spiels, es ist zu einfach. Aufleveln ist selten bis nie nötig. Bosskämpfe gehen angenehm lange sind aber nie wirklich bedrohlich was doch ein wenig schaade ist. Hier wollte Mistwalker wohl neue Spieler für sich gewinnen womit sie den Schwierigkeitsgrad für Einsteiger angenehm tief gehalten haben, Profis könnten sich jedoch mit der Zeit ein wenig langweilen. Nun kommen wir zur Technik und ja, es lohnt sich darüber zu berichten, denn das ganze Produkt ist einfach eine Klasse für sich! Als ich das erste mal die Burgstadt Gibral betreten habe klappte mir der Kiefer runter und ich kam kaum aus dem Staunen raus. Was in Final Fantasy 10 noch Rendersequenz war wird bei Blue Dragon in Echtzeit geboten. Zahlreiche Details schmücken die Umgebungen, die Kulissen sind bombastisch. Die Animationen gelungen. Bei den Kämpfen wird mit Effekten nicht gespart. Dadurch gibt es leider ab und zu kleinere Framerateeinbrüche die aber nicht weiter stören. Tearing oder Aliasing konnte ich nicht feststellen. Die Musik ist über jeden Zweifel erhaben, Nobuo Uematsu ist ein Meister seines Fachs und die Melodien sind erste Sahne. Die Metalmusik in den Bosskämpfen heizen einem noch mehr an dem bösen Moster kräftig eins reinzuhauen. Die gesammte Soundkulisse weiss zu gefallen und ist in einem sauberen 5.1 abgemischt. Fazit: Lange mussten wir auf das erste richtig gute Japan-RPG warten! Doch es hat sich gelohnt. Mit Blue Dragon ist Mistwalker ein wirklicher Knaller gelungen! Jeder der mit dieser Art von Spiel etwas anzufangen weiss, kommt nicht daran vorbei! Grafik, Sound, Charakterdesign und Story sind erstklassig, die Lokalisierung vorbildlich! Den Kritikpunkt mit dem Schwierigkeitsgrad vergisst man schnell wenn einem die Story in den Bann gezogen hat, teils ist man sogar froh zügig weiterzukommen. Pflichtkauf!

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