
Suchresultate
Search results for "review legend of heroes trails"
4891 Suchergebnisse für „review legend of heroes trails“
- The(G)net Review: Asura's Wrath
selbst in Rage versetzt, oder ob die Action doch eher Begeisterung hervorruft, könnt ihr in unserem Review
- The(G)net Review: Battlefield 2: Modern Combat
Endlich dürfen auch 360-User Hand an eines der legendärsten Multiplayer-Spiele des letzten Jahres anlegen. Und wer könnte den Titel besser beurteilen als unser alter Battlefield 2-Veteran Master(G) mit seinen +300 Stunden Kampferfahrung mit der PC-Version... Als im Sommer letzten Jahres Battlefield 2 für den PC erschien war nicht zu erwarten, was für eine Hysterie der Titel auslösen würde. Okay, Battlefield 1942 war bereits ein Knaller, aber der Nachfolger mit dem Anhang "Vietnam" konnte niemanden so richtig überzeugen. Daher war es schwer abzusehen, welchen immensen Erfolg das Spiel in seiner "modernen" Variante haben würde. Wie wir alle wissen, gehört Battlefield 2 mittlerweile zu den meistgespielten und erfolgreichsten Online-Spielen aller Zeiten und so liess es sich EA natürlich nicht nehmen, das Spiel auch für XBOX und PS2 umzusetzen, wobei leider ein Grossteil des Scharms des PC-Originals auf der Strecke blieb. Was wir auf der XBOX 360 zu sehen bekommen ist im Grunde genommen das gleiche "Arcade-Spiel" wie vor einem halben Jahr auf den Current-Gen Konsolen, aber zumindest wurden einige Design-Patzer behoben, die KI im Singleplayer-Modus etwas verbessert, die Grafik gehörig aufpoliert und die Anzahl Spieler für den Multiplayer-Part auf 24 erhöht. Die Karten sind zwar alle komplett anders als im PC-Original und nicht grösser als in der XBOX Version, mit 24 Spielern ist aber einiges mehr los. Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle eines Soldaten der Moderne, wählt eine von 5 Klassen (und somit die Ausrüstung) und zieht für eine der vier Welt-Fraktionen in den Krieg; namentlich China (Volksarmee), die USA (Marine Corps), Europa (NATO) oder MEC (Middle Eastern Coalition). Je nach gewähltem Land und der Klasse habt ihr Zugriff auf 24 unterschiedliche, realistische Waffen und über 30 Fahr- und Fluggeräte. Die Ausgeglichenheit der Klassen und Waffen - ein wichtiger Faktor in einem Multiplayer-Titel - ist gut gelungen. Der Fuhrpark ist beeindruckend: Verschiedenste Helikopter und Panzer, HUMVEES, Jeeps, APCs, zivile Fahrzeuge, ja sogar Schnee-Mobile mit MGs warten auf den Fronteinsatz. Gespielt wird auf 16 unterschiedlich thematisierten Karten. Mal in romantischen Schneelandschaften in Russland, dann wieder in der staubigen Wüste des nahen Ostens, schliesslich in den feuchten Wäldern Chinas oder in zerbombten Häuserschluchten einer Gross-Stadt... für Abwechslung ist gesorgt! Online gibt es zwei Spiel-Modi: Capture-the-Flag (weniger lustig) und das allseits beliebte "Territories": Auf der Karte befinden sich einige Flaggen-Posten die es einzunehmen gilt. Somit wird das umliegende Land für sich beansprucht und der Flaggen-Punkt dient als Spawn-Punkt für's Team. Wer zuerst alle Flaggen-Punkte eingenommen und somit das gesamte Land "erobert" hat gewinnt. Die Spieler haben dabei nicht nur ein einziges Leben, sondern können immer soviele male wie "Tickets" vorhanden sind "re-spawnen". Pro Bildschirmtod verbraucht das Team 1 Ticket. Sind alle Tickets verbraucht, hat man ebenfalls verloren. Die Partei mit den meisten Flaggen-Punkten reduziert zudem die Tickets des Gegners kontinuierlich, weswegen dieser wenn möglich schnellstens Flaggen-Punkte zurückerobern sollte. Ein schweisstreibendes Hin-und-Her entsteht, dass Taktiker und Teamplayer meistens für sich entscheiden. Die Spieler-Klassen spielen dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Ihr könnt zwischen Sturmsoldat, Scharfschütze, SpecOps, Engineer und Supporter wählen, wobei jede Klasse eine Spezial-Fähigkeit besitzt. Scharfschützen können beispielsweise mit ihrem Ziellaser punktgenaue Raketen anfordern. Der Supporter fungiert zugleich als Mediziner und kann Soldaten heilen oder via Funk sogar Mortar-Strikes anfordern. Der Engineer kann Minen legen und eigene Fahrzeuge reparieren. Der SpecOps hat Schallgedämpfte Waffen und C4 im Gepäck und der Sturmsoldat hat Zugriff auf Granat-Werfer und Rauch-Bomben. Ihr seht, ein taktisch klug zusammen gstelltes Team wird sehr viel erfolgreicher sein, als ein Haufen Sturmsoldaten. Und ja, fast hätte ich es vergessen: Natürlich gibt's auch wieder die berüchtigten Artillerie-Schläge! Der Artillerie-Computer darf alle 5 Minuten und von beiden Parteien benutzt werden. Er zeigt ausserdem alle Feindbewegungen an, weswegen er auch als Recon-Tool verwendet werden kann. Nützliche Dinge wie der Commander-Modus, Squad-Support (kleine Teams innerhalb der eigenen Mannschaft), Munitions- und Medipacks, sowie die Düsen-Jets haben es leider nicht in die Konsolen-Version von Battlefield 2 geschafft. In der Single-Player Kampagne spielt ihr zusammen mit der KI und müsst mehr oder weniger abwechslungsreiche Missions-Ziele verfolgen. Im Grunde genommen läuft eigentlich immer alles auf eines hinaus: Die Vernichtung der feindlichen Einheiten. Spassig ist jedoch, dass man zwischen den eigenen Einheiten hin und her switchen kann (hot swapping). Es fliegt ein Heli über euch den ihr lieber selbst steuern würdet? Der Kollege ist zu dumm und schiesst immer daneben? Kein Problem! Ein Knopfdruck und ihr habt die Kontrolle. Dabei braucht ihr nicht einmal den direkten Sichtkontakt, sogar durch Häuserwände funktioniert das Hot-Swapping, ja sogar hunderte Meter entfernte Einheiten könnt ihr so innert einer Sekunde erreichen. Kleine Mini-Spiele wie z.B. die Shooting-Gallery oder ein Crazy-Taxi-Game, in welchem Ihr Soldaten abholen und abladen müsst, motivieren. Es gibt viel zu tun für "Alleinspieler". Besser als im PC-Original ist die Grafik. Spieler-Modelle, Fahrzeuge, Helikopter, stationäre AA/AT/MG-Stellungen und die Waffen-Modelle sehen beeindruckend "next-gen" aus. Viele Details und mehr Flora und Fauna als im PC-Original gestalten die Level einen Tick hübscher. Gewaltige Explosionen mit herumfliegenden Teilen und realistische Feuer-Effekte zaubern ein breites Grinsen auf mein Gesicht. Kernige Sounds werten die Optik gekonnt auf. Einzig die Soundtracks und die sich immer wiederholenden Funksprüche sind stellenweise etwas nervig, können aber im Optionsmenü abgeschaltet werden. Der Wehmutstropfen ist sicher die Tatsache, dass man keine eigenen Online-Spiele erstellen, sprich "hosten" kann. Stattdessen müsst ihr auf EA-Servern spielen, wahlweise "ranked" oder "unranked". Die Ranked-Server verbessern eure Statstik und behalten euer Punktekonto mittels Weltranglisten im Auge. Besonders gute Leistungen im Kampf werden mit Medallien, Badges und dann und wann mit einer Beförderung gewürdigt. Mit genügend Geduld könnt Ihr vom einfachen "Private" bis zum 4-Sterne-General in der millitärischen Karriereleiter aufsteigen. Das Ganze wurde mit den Achievements gekoppelt, so dass ihr dafür auch genügend motiviert seid. Leider liefen die EA-Server zum Zeitpunkt des Test noch nicht besonders stabil. Probleme beim Chat (Mitspieler werden nicht gehört, Sprache wird nicht immer übertragen) oder das eine oder andere unfreiwillige Ende des Spiels (disconnected from EA-Server!) waren die Folge. Wir hoffen, dass dies noch durch einen Patch behoben wird, damit der ansonsten famose Multiplayer-Spass nicht durch solch billige Patzer getrübt wird. Denn mit diesen Fehlern macht auch die ansonsten löbliche Clan-Option wenig Sinn. Die Clan-Option lässt euch einen eigenen Clan erstellen und ihr könnt dann andere Clans herausfordern. Diese Clan-Matches können nur von Mitgliedern der beiden Clans betreten werden, was einem privaten Spiel schon sehr nahe kommt. Ausserdem gibt's separate Clan-Statistiken. Fazit: Obwohl bis auf die Grafik wirklich nichts gegenüber der XBOX/PS2 Fassung verändert wurde und das Spiel immer noch nicht dem PC Original in Sachen Umfang und Freiheit das Wasser reichen kann, macht Battlefield 2: Modern Combat trotzdem eine Menge Spass. Ein Grossteil der Faszination macht sicher die wirklich gelungene Optik aus. Mit 24 Kollegen durch die Wüste brettern, verfolgt vom feindlichen Helikopter, den Artillerie-Strike im Nacken, Schüsse zischen einem am Kopf vorbei... das ist schon eine befriedigende Erfahrung, die Freunde von guten Multiplayer-Spielen nicht missen sollten. Bei der nächsten Inkarnation wünschen wir uns aber mehr Bezug zum PC-Original und nicht bloss eine lauwarme Suppe vom Vortag!
- The(G)net Review: Battlefield: Bad Company
Battlefield Veteranen bestätigen: In den letzten Jahren hat die Serie immer mehr verloren als gewonnen. Der letzte grosse Battlefield-Titel war Battlefield 2 für den PC. Daher waren wir skeptisch, als wir von Battlefield Bad Company hörten... ...bis wir eine Demoversion serviert bekamen, die wir sicher über 10 Stunden gespielt haben. Wir konnten kaum genug kriegen. Jetzt haben wir endlich die Vollversion ausgiebig gespielt und sind mehr als begeistert. Dieses Spiel stellt einen wegweisenden Meilenstein für das Shooter-Genre dar und hat viel von seinen Vorgängern und anderen Genre-Vertretern gelernt. In Battlefield: Bad Company übernehmt ihr die Rolle von Preston Marlowe. Eigentlich hätte er in den Knast sollen, bekam aber die Chance, statt dessen Militärdienst zu schieben. So trifft er als "Frischfleisch" im vom Krieg gezeichneten Europa ein und wird der B-Company zugeteilt, in der nur der Abschaum der U.S. Army als "Kanonenfutter" ihren Dienst verrichtet. Darum nennt man sie auch die "Bad Company". Ihr macht schon bald Bekanntschaft mit euren Squad-Mitgliedern Sarge, Haggard und Sweetwater. Sarge ist der Anführer der Truppe, der immer einen kühlen Kopf bewahrt. Haggard ist der Sprengmeister. Er liebt es, Dinge in die Luft zu jagen, wie er selber sagt. Sweetwater ist das "Hirn", ein ängstlicher Nerd, der in technischen Dingen aber sehr versiert ist, sich aber immer hinter Haggard versteckt. Bad Company spielt in der nahen Zukunft, was sich in aktuellen Waffen und Vehikeln widerspiegelt. Russland und die USA sind im Krieg und ihr mitten drin. Ihr seid der "Newbie" in einer kampferprobten Truppe und müsst schon mal die Witzeleien eurer Kameraden über euch ergehen lassen. Die Jokes sind durch die Bahn gelungen und die Interaktion zwischen Haggard und Sweetwater, die sich - wenn immer möglich (Cut-Scenes) - gegenseitig auf die Nerven gehen oder rumblödeln, sind einfach nur göttlich und hauchen den Charakteren eine Persönlichkeit ein, wie wir es viel zu selten in einem Videospiel zu sehen bekommen. In einer der ersten Missionen kreuzt ihr die Wege mit einer Gruppe "Mercenaries", die Goldbarren mit sich herumschleppen. Eure Gruppe entschliesst sich, durch den Geruch von Reichtum angespornt, dem Gold hinterher zu jagen, natürlich ohne das Einverständnis der US Army. Von diesem Zeitpunkt an seid ihr "AWOL" und hauptsächlich auf euch allein gestellt, erhaltet also keine Unterstützung von der eigenen Armee mehr. Die Geschichte ist ganz offensichtlich ein Abklatsch des Filmes "Three Kings" (mit George Clooney) und genau so amüsant. Zum ersten mal in der Battlefield-Geschichte bietet Bad Company eine echte Singleplayer Kampagne und als solches macht sich das Spiel überraschenderweise ausgezeichnet. Das taktische Squad-Gameplay funktioniert, die Missionen sind abwechslungsreich und spannend. Die offene Welt vermittelt euch ein tolles Gefühl von Freiheit. Die Karten sind riesig, ähnlich wie in Operation Flashpoint. Zu Beginn einer Mission dürft ihr jedoch noch nicht überall hin, was rot markierte Bereiche auf der Karte verdeutlichen. Nach und nach lüftet sich der rote Schleier und ihr eröffnet euch mit neuen Missionen neue Kampfgebiete und am Ende dürft ihr frei auf der kompletten Karten herumdüsen (z.B. um Extras zu suchen!). Jede der 7 Karten beinhaltet eine Menge Aufträge, die mit kleinen Cut-Scenes und Checkpoints miteinander verknüpft sind. Pro Karte und je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad müsst ihr mit 1-2 Stunden Kampfeinsatz rechnen. Obwohl Sarge euer Vorgesetzer ist, bestimmt ihr selbst, welche Route ihr durch einen Level nehmt und von wo aus ihr angreift. Eure Buddies folgen euch überall hin und falls sie mal irgendwo "hängen" bleiben, spawnen sie nach kurzer Zeit einfach wieder neben euch. Solltet ihr sterben, katapultiert euch das zurück zum letzten Checkpoint. Besiegte Feinde sind jedoch Geschichte und müssen nicht nochmals bekämpft werden. Schiessen und manövrieren fühlt sich gut an, die Steuerung ist gelungen. Lediglich die Möglichkeit sich hinzulegen fehlt. Das hat aber mit dem Balancing im Multiplayer zu tun. Ihr habt bereits zu Beginn eine grosse Auswahl an modernen Knarren und Vehikeln zu eurer Verfügung, müsst einen Teil davon jedoch erst frei schalten, so auch die "Gadgets", die im Multiplayer-Modus zum Einsatz kommen. Es gibt Jeeps, Panzer, Lastwagen, Helikopter, Kanonenboote und sogar Golf-Caddies, in die ihr Platz nehmen dürft. Die meisten Fahrzeuge bieten Platz für mehrere Soldaten, was vor allem im Multiplayer Spass macht. Die Vehikel steuern sich angenehm und sogar das Fliegen eines Helikopters geht nach kurzer Eingwöhnungsphase problemlos von der Hand. Was mich an Battlefield Bad Company jedoch am meisten beeindruckt hat, ist die neue "Frostbite"-Grafikengine. Was DICE hier zusammengeschustert hat ist wegweisend für kommende Genre-Vertreter. Nahezu alles lässt sich zerstören. Häuser, Zäune, Bäume, Tische, sogar der Boden verformt sich unter euren Füssen, wenn man ihm mit Artilleriebeschuss auf den Leib rückt. Gegen Ende eines Kampfes sieht das rauchbedeckte Schlachtfeld aus wie eine Mondlandschaft. Tiefe Krater dienen dann schon mal als Schützengräben! Atemberaubende Partikel- und Rauch-Effekte tragen ein Wesentliches zum Realismus bei. Bäume und Gräser wiegen sich im Wind. Apropos Wind: Wenn ihr ein Gebäude sprengt dauert es eine Weile, bis der Wind den Staub in alle Himmelsrichtungen verteilt hat. Wenn euch die Sicht im Staub genommen wird, hat das natürlich auch Einfluss auf das Gameplay. Kurz: Die Grafik ist eine wahre Pracht, und das alles mit einer konstanten Framerate, einer enormen Weitsicht und tollen, knackscharfen Texturen. Da verzeiht man das Tearing gern, dass sich ab und zu zeigt. Ebenso eindrucksvoll ist die Geräuschkulisse. Kampftumult, Schüsse, Explosionen, Funkdurchsagen... alles da, und klanglich perfekt auf das Geschehen auf dem Bildschirm abgestimmt. Besser kann man es heutzutage einfach nicht mehr machen. Hoffentlich habt ihr eine 5.1 Anlage zu Hause, um das voll geniessen zu können. Aber Battlefield wäre kein Battlefield ohne einen ausgetüftelten Multiplayer Modus. Bad Company bedient sich der bewährten Zutaten und erinnert natürlich stark an seinen "Vater" Battlefield 2. Es gibt mehrere Charakter-Klassen mit eigenem Loadout und jeweils anderen Spezialfähigkeiten. Ihr dürft eigene Squads erstellen und dann als "Party" von Match zu Match ziehen. Allerdings ist es euch abermals nicht vergönnt, eigene Spiele zu erstellen und es fehlt auch wieder ein Server-Browser. Dafür sind die zur Verfügung stehenden Server alle dediziert und von EA selber, was für lagfreie Spiele sorgt. Zum Zeitpunkt unseres Tests waren die Server zwar noch alle recht leer, aber dank der Demoversion wissen wir: Bad Company rockt, auch im Mehrspieler Modus! Zum Release gibt es nur den Gold-Rush Modus aber DICE hat bereits angekündigt, dass man den allseits bekannten und beliebten "Conquest" Modus als Download nachschieben will. Fazit: Was für ein Spiel! Battlefield: Bad Company hat meine Erwartungen übertroffen und mich des öfteren mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzen lassen. Vor allem der Singleplayer Modus ist bei dieser Franchise keine Selbstverständlichkeit und wenn er dann noch so toll inszeniert ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als DICE zu Applaudieren. Hammer Grafik, spassiges Gameplay, eine phänomenale Soundkulisse und viel, viel Wiederspielwert machen dieses Game zum Instant-Klassiker und ist uns somit eine Auszeichnung wert. Jetzt kaufen und der Zerstörungswut freien Lauf lassen!
- The(G)net Review: Carrier
Auch Jaleco möchte ein Wörtchen im Survival Horror Genre mitreden und mit Carrier könnte den Jungs ein echter Glückswurf gelungen sein. Wie der Titel schon sagt, spielt dieses Abenteuer auf einem übergrossen, mit Viren verseuchten Flugzeugträger, der scheinbar führerlos auf L.A. zusteuert und eine humanitäre Katastrophe auslösen könnte. Als der Funkkontakt zum namensgebenden Carrier plötzlich abbricht, und das Schiff ohne Vorwarnung Kurs auf Los Angeles nimmt, beschliesst die N.O.A. ein Team von 2 Spezialagenten auf den Carrier zu schicken, um herauszufinden, was da genau läuft. Ihr übernehmt vorerst die Rolle des männlichen Agenten namens Jack Eaglefather und werdet von der gefährlichen und nicht minder attraktiven, 24-jährigen Agentin Jessifer Manning begleitet. Als der Helikopter über dem Carrier eintrifft, feuert dieser sogleich aus allen Flak-Geschützen, und schiesst euch kurzerhand ab. Danach seid ihr voneinander getrennt und müsst auf eigene Faust losziehen, wie gesagt; zu Beginn als Jack. Carrier spielt sich eigentlich genauso wie Resident Evil: Code Veronica von Capcom. Ihr verfolgt die Helden aus einer 3rd-Person Ansicht und könnt mittels Scanner jederzeit in eine 1st Person-View wechseln, um euch einen besseren Eindruck von den Dingen zu verschaffen, die da noch kommen mögen. Der Scanner hat ausserdem einen eingebauten Viren-Scan-Funktion, damit ihr sofort seht, ob eine Person infiziert ist oder nicht. Der „Virus“, der sich an Bord breit gemacht hat, bricht nämlich nicht sofort aus und so kann es durchaus sein, dass infizierte aber vorerst noch freundliche Charaktere später zu Feinden mutieren. Nicht alle Personen im Spiel sind euch von Beginn weg feindlich gesinnt und mit einigen müsst ihr sogar mehrmals interagieren, um weiter zu kommen. Man kann also nie vorsichtig genug sein! Ausserdem ist der Scanner auch gleich Nachtsichtgerät und kann Items aufspüren! Somit ist er nicht nur die wesentlichste Neuerung gegenüber Code Veronica, sondern auch das wichtigste Tool im ganzen Spiel. Die Monster in Carrier gehen alles andere als zimperlich mit euch um. Bereits drei „Bisse“ eines „menschlichen Zombies“ genügen, um euch das Lebenslicht auszupusten. Was richtet da wohl erst ein Endgegner an? Carrier ist alles andere als leicht und sowas wie eine Schwierigkeitsstufe gibt es nicht. Aber zum Glück habt ihr eine Elektro-Waffe dabei, die mit „unendlich-Munition“ geladen ist. Ausserdem findet ihr auch genügend Health-Sprays, Granaten und Erste-Hilfe-Koffer. Ammo für richtige Waffen wie das MG oder die Handgun sind spärlich gesäht, ganz Resident Evil eben. Dafür kann Carrier mit einer analogen Auto-Aim Funktion aufwarten, damit ihr noch genauer auf die einzelnen Gliedmassen zielen könnt. Und das macht schon Sinn, denn ein Kopfschuss richtet bekanntlich mehr Schaden an, was bei Carrier dementsprechend derb dargestellt wird (Hallo Splatter-Fans!). Was mich persönlich am meisten beeindruckt hat war die Grafik, obwohl sie nicht ganz an die Qualität von Code Veronica heranreicht. Die Gesichter der Hauptdarsteller haben ebenfalls richtige Gesichtsausdrücke und die Lichteffekte sind einfach nur noch fantastisch. Das Ganze läuft auch noch mit 60fps, was einen unglaublich plastischen Effekt hat. Allerding geht die Engine dann und wann in die Knie, was aber eigentlich nicht weiter tragisch ist. Die Animationen von Freund und Feind sind allerdings nur durchschnittlich gelungen. Das grösste Plus bei Carrier ist die Stimmung. Wirklich düster und gepaart mit den Soundeffekten, die wie immer glasklar und passend zum Geschehen eingespielt werden, erlebt ihr ein richtig gruseliges Abenteuer. Ich würde sogar behaupten, dass Carrier von der Stimmung her fast noch drückender wirkt als aktuelle Resis. Ein Lob an Jaleco. Sonst bleibt alles beim Alten: Neben Key-Cards suchen und Mutanten abschiessen müsst ihr auch kleinere Rätsel lösen, Filmchen gucken und Daten-Files lesen, um an diverse Passwörter oder andere Informationen zu gelangen, die zum Vorankommen wichtig sind. Leider sind diese Passagen alle in japanisch und es gab durchaus Stellen, wo wir ohne fremde Hilfe auch nicht weitergekommen wären und auf die US-Version warten wollten wir ja auch nicht. Die Karte ist auch nicht gerade übersichtlich, da sie keine Save-Points anzeigt oder angibt, welcher Lift in welches Stockwerk fährt. Die Vielfalt der Monster hätte auch noch ein bisschen grösser ausfallen dürfen, selbst wenn die Kreationen schön abgefahren aussehen. Fazit: Kein Resident Evil, aber für alle Fans dieser Serie ein erfrischendes und neues Horror-Abenteuer mit genialer Sounduntermahlung, 60fps, etwas mehr Action und einem innovativen „Scanner“, der auch einem Code Veronica prima zu Gesicht gestanden hätte. Folglich ist Carrier also sicher kein Fehlkauf. PS: Wenn ihr in der Japan-Version im Options-Menü unter ON/OFF den letzten Punkt verstellt, dann ist das ganze Game Englisch gesprochen. Hinweis in eigener Sache: Wir haben dieses Spiel am 27. Februar 2000 getestet. Der ursprüngliche Web-Artikel wurde Opfer einer Datenpanne, weswegen wir den Text hier und jetzt noch einmal in seinem Originalzustand und mit der damaligen Wertung neu veröffentlichen.
- The(G)net Review: Blue Stinger
Die japanische Presse urteilte eher durchschnittlich über diese Game-Perle. Euer freundlicher Nachbar Master(G) sieht die Sache aber ein bisschen anders! Climax Graphics liefert genau das, was ich schon immer wollte: Ein "Resident Evil" mit mehr Munition, mehr Waffen, mehr Action und besserer Grafik. That’s Blue Stinger! Lasst euch von der eher durchschnittlichen Qualität der Introsequenz nicht täuschen, das eigentliche Game sieht weit besser aus! Ja, ich wahr angenehm überrascht, wie schnell und flüssig die Grafik-Engine arbeitet, obwohl die Kamera zoomt und schwenkt wie wild, Special-Effekte und Light-Sourcing an allen Ecken und Enden verwendet und aus allen Rohren geballert wird. Gestochen scharfe Schilder, Neon-Reklamen, TV-Sets und Video-Leinwände zaubern eine einzigartige Atmosphäre auf den Bildschirm. Wäre HotD2 noch nicht erhältlich, hätte Blue Stinger in Sachen Grafik die Nase vorn. Die Animationen der Helden ist zwar noch ein wenig steif, dafür würde aber auch jede erdenkliche Situation animiert und man kann Eliot z.B. Essen, Trinken, wild Gestikulieren oder sogar Pinkeln (!) sehen. Freaky! Die Monster sehen wunderschön aus und können durch ihre Vielfalt immer wieder von neuem faszinieren. Abwechslung ist sicher garantiert. Im Bereich Sound haben die Jungs bei Climax gute Arbeit geleistet. Wunderbar abgemischte Orchester Musik im Stil eines guten Hollywood-Streifens begleitet das Spieler-Ohr von der ersten bis zur letzten Minute. Im Hello-Market bekommt ihr weihnachtliche Fahrstuhl-Musik zu hören und bei Boss-Fights steigert sich die Stimmung bis ins Psychotische. Die Soundeffekte der diversen Waffen könnten besser nicht sein, nicht selten haben sich die Entwickler die Sounds einfach aus Filmen zusammengeklaut (z.B. Luke's Lightsaber!). Einzig die Sprachausgabe ist ziemlich lasch, obwohl in englisch (ich dachte immer, sowas bringen nur die Europäer zustande, siehe Metal-Gear Solid – PSX haha..). Aber OK, es liegt immernoch im Rahmen des Akzeptablen. Zum Gameplay... nun ja, ich gebe zu, dass ich anfangs doch ziemlich Mühe mit der rasanten Kamera-Fahrt hatte, jedoch gewöhnt man sich wirklich schnell daran. Die Steuerung ist simpel, wie auch gewöhnungsbedürftig. Simpel deshalb, weil unser Held eigentlich nur laufen, schlagen und schiessen kann, was drei Buttons benötigt. Gewöhnungsbedürftig, weil durch die hektischen Kamerafahrten oftmals die Übersicht flöten geht und ich mich des öfteren wild umherballern sah, weil die Kamera gerade die Sicht wechselte, als ich auf ein Monster schiessen wollte. Dafür spielt es sich nicht so träge wie ein Resident Evil. Durch die Auto-Aim Funktion wird dieses Manko zum Glück etwas ausgeglichen. Ihr müsst Euch lediglich daran gewöhnen auf Monster zu schiessen, die ihr hören, aber nicht sehen könnt, da sie sich ausserhalb des Bildschirms bewegen. Hat man sich damit zurecht gefunden, könnt ihr das Pad so schnell nicht mehr weglegen. Alle Items werden automatisch aus dem Inventory benutzt, sollte man an der richtigen Stelle stehen, was ein hin- und hergeswitche zwischen Inventar und Game überflüssig macht (lobenswert!) und Zeit/Nerven spart. Die Puzzles sind durchwegs logisch aufgebaut und beschränken sich meist auf Kisten verschieben und Key-Cards finden. Savepunkte sind gut verteilt und können beliebig oft besucht werden. Auch die Idee, dass man durch das Killen von Monstern Geld verdient, welches man später an Automaten für bessere Waffen, Munition, Health und andere Goodies ausgeben kann, ist lobenswert und motiviert. Da spielt es auch keine Rolle – ja wir wünschen es uns sogar – dass sich die Monster immer wieder regenerieren, wenn man den Raum verlässt (gier, gier). Auch die Idee mit den T-Shirts ist voll witzig: Je nach T-Shirt verändert ihr euren Kampfstil von Sumo über Karate bis hin zu Wrestling. Die Vielzahl unterschiedlicher, futuristischer Waffen weiss ebenfalls zu gefallen. Noch nie hab ich mich mit einer Panzerfaust so mächtig gefühlt, was vermutlich am genialen Rauchschweif und der fantastisch animierten Explosion liegt. Fazit: Blue Stinger hat so seine Macken, aber welches Game hat das schon nicht? Wichtig ist, dass ich nach Beginn der Mission für den Rest des Weekends verbucht war (12 Std.!) und kaum aufhören konnte. Es macht schon Spass, die fiesen Zombies mit Gatling-Gun oder Iron-Fist zu zerlegen. Auch die Story weiss zu gefallen und treibt einen immer wieder voran (welche Tür kann ich wohl als nächstes öffnen, was verbirgt sich dahinter?). Einige grafische Spielereien und Wendungen in der Storyline versetzen euch vehement ins Staunen. Jeder, der Resident Evil 1+2 mochte, darf sich dieses Teil nicht entgehen lassen. Hinweis in eigener Sache: Wir haben dieses Spiel am 13. September 1999 getestet. Der ursprüngliche Web-Artikel wurde Opfer einer Datenpanne, weswegen wir den Text hier und jetzt noch einmal in seinem Originalzustand und mit der damaligen Wertung neu veröffentlichen.
- The(G)net Review: F355 Challenge
Ein Jahr nach dem Erscheinen des revolutionären Automaten von Yu Suzuki ist die Umsetzung für Dreamcast jetzt Realität. Die Arcade-Maschine konnte sogar GP-Sieger Rubens Barricello begeistern, und auch FERRARI selbst war voll des Lobes für das erste Videogame mit "Ferrari-only"-Lizenz. Prestige, Legacy and Pride... Race into the Sunset! Als erstes fällt einem die detaillierte und flüssige Grafik auf. Die Strecken sind mit einem enormen Weitblick ausgestattet und der Himmel sieht einfach einzigartig aus. Die Autos sind fotorealistisch dargestellt, mit echten Glanzeffekten. Ich musste mir richtig den Sabber zurückhalten! Speziell erwähnenswert sind auch die herrlich runden Kurven, was bei den meisten Race-Games keine Selbstverständlichkeit ist. Und die famosen Raucheffekte der durchdrehenden oder blockierenden Reifen. Nicht zu vergessen die Streckenposten, Strassenlampen, Bandenwerbungen sowie der komplett sichtbare Innenraum des Rennwagens! Die Soundeffekte sind superklasse! Mit dröhnendem V8-Motor, quietschenden Reifen und schepperndem Blech wird einem alles geboten (ausser Boxenfunk) was ein Rennen ausmacht. Die Musik ist fetzig und passend zum Game, der Stil geht Richtung Heavy Metal. Der Sound lässt keine Wünsche offen, und wird durch die Stimme von Kommentator Alan J. noch unterstützt. Die Steuerung ist ultra-realistisch, mit einem super Fahrverhalten für ein Videogame (was unseren Kollegen vom Famitsu ja nicht sonderlich gefallen hat!?). Anfänger sollten sich zuerst mal hinsetzen und einfach fahren, fahren und nochmal fahren und lernen! Man kann punktgenau steuern, was durch das analoge Gasgeben und Bremsen optimal unterstützt wird. Übung macht den Meister, und nur wer seinen Wagen und die Strecke aus dem FF kennt, hat eine Chance auf einen Sieg. Das Fahrverhalten kann zusätzlich mit vier Fahrhilfen vereinfacht werden: SC (Stabilitätskontrolle=exaktere Kurfenfahrten), TC (Traktionskontrolle=versucht das Durchdrehen der Räder zu verhindern), ABS (Antiblockiersystem=verhindert das Blockieren der Räder beim Bremsen) und IBS (Intelligent Brake System, eine Bremshilfe für Anfänger). Allgemein ist zu beachten, dass man mit viel Gefühl ans Werk gehen muss. Abrupte Richtungswechsel oder zu heftiges Gasgeben erzeugen Drifts, die meistens viel Zeit kosten. Beim Gameplay besticht vorallem der Schwierigkeitsgrad der Rennen, denn ohne Übung kommt man nicht mal ins Ziel! Die Streckenkenntnisse und Fahrkünste müssen vorhanden sein, sonst läuft absolut nix. Auch die Gegner tragen ihren Teil dazu bei, die mit Remplern und Blockaden durchaus 'intelligent' reagieren. Es ist also zu allem Überfluss auch ein wenig Improvisationstalent gefordert, um als erster die Ziellinie zu sehen: Mich hat es z.B. noch nie so fasziniert, einen Gegner frech auszubremsen - Motorsport live! Bei den Strecken sind ausschliesslich original Rundkurse vorhanden, und mit Motegi (Jp), Monza (I), Sugo (Jp), Suzuka (Jp, Short und GP), und Long Beach (USA) ist für jeden etwas dabei. Die Zusatzstrecken sind Atlanta (USA), Nürburgring (D), Laguna Seca (USA), Sepang (Malaysia) und Fiorano (Italy, die „Hausstrecke“ von Ferrari, wo direkt auf der Strecke der grosse Enzo wohnte!). Es gibt bestimmt an jeder Strecke genug zu beissen, denn bei F355 geht es um den schnellsten Weg zum Ziel, sprich technisch sauberes Fahren. Der Arcade Mode bietet Spielhallenfeeling mit allen Strecken und Modes des Automaten. Zusätzlich kann man hier Zusatzstrecken gewinnen, indem man Rennen unter den ersten 3 beendet. Im Championship Meisterschafts-Modus fährt man auf den 6 Arcade-Strecken. Im Vergleich zum Arcade-Mode dürft ihr hier noch das Setup des Wagens ändern und testen, bevor ihr ins Rennen geht. Allerdings gibts kein Qualifying, man startet immer an 8. Position. Hier könnt ihr euch übrigens den Sepang-Track erspielen! Im Singleplay sind alle Strecken einzeln anwählbar mit allen Modes. Inklusive Set-Up und Replay der besten Runde, was man alles auf dem VM Speichern und Auswerten kann. Versus-Play bietet eine 2 Spieler Option mit wahlweise Network- (Internet) und Cable-Link (2 Games, 2 Konsolen) oder Splitscreen, hier vorallem beachtenswert: Ohne Abstriche in Geschwindigkeit, Grafikqualität oder Framerate! Car Settings speichert ihr für künftige Rennen auf VMU. Ihr ändert die Farbe, die Start-Nummer, Stossdämpfer, Bodenfreiheit, Stabilisatoren, Camper, Toe, die LSD Lockrate und die Flügelstellung. Happy Tuning! Driving Data: Die gleiche Funktion wie auf der Shenmue-Zusatzdisk. Eure gespeicherten Race-Daten werden analysiert, inkl. Telemetrie, Optimalspur, etc. und optisch in einem pseudo Replay aus Vektor-Grafik wiedergegeben. Mehr als nur ein Gag. Echte Renn-Freaks und Simulations-Experten werden ihre wahre Freude haben! Zu den weiteren Optionen gehören die Homepage und das übliche Options-Menü. Auf der Homepage kann man seine Driving-Daten austauschen und sich ins F355-Net-Ranking eintragen. Ausserdem dürfen Ghost-Driver von echten Profis wie Yu Suzuki persönlich heruntergeladen werden! Wer schlägt den Meister?! Wir arbeiten bereits daran, die japanische Vormachtstellung zu beenden (hehe) und hoffen, dass wir nicht allein sein werden! Unsere japanischen Freunde legen ziemlich umwerfende Bestzeiten vor, es wird ein harter Kampf! Fazit: Für mich als Ferrari-Fan ist es natürlich das Game des Jahres! Doch auch neutral betrachtet bleibt eine Rennsimulation übrig, die absolut keine Wünsche offen lässt. Yu Suzuki, der Meister von Hang on, Out Run, Virtua Fighter und Shenmue, gibt hier Kazunori Yamauchi (Gran Turismo) einiges zu tun, denn dieser eine Wagen (F355 - 380PS/1'325kg) hat es einfach in sich. Ich sage nur: Fahrspass pur! Und die zusätzlichen Optionen versprechen Langzeitmotivation bis zum Abwinken. Hinweis in eigener Sache: Wir haben dieses Spiel am 18. Oktober 1999 getestet. Der ursprüngliche Web-Artikel wurde Opfer einer Datenpanne, weswegen wir den Text hier und jetzt noch einmal in seinem Originalzustand und mit der damaligen Wertung neu veröffentlichen.
- The(G)net Review: Capcom vs. SNK 2 - Mark of the Millennium 2001
Ursprung in den verschiedenen Fighting-Games, denen Capcom VS SNK 2 zu Grunde liegt (Street Fighter, King of , Hibiki (Last Blade), Haohmaru (Samurai Shodown), Yun (W Impact), Rolento (Final Fight), Todo (Art of Fighting), Kyosuke (Rival Schools), Rock (Mark of the Wolves), Eagle & Maki (Capcom Side), sowie die Und das heisst was, denn seit 1998 trohnte King of Fighters auf dem heissen Fighting-Sessel, und dieser
- The(G)net Review: D2
Kenji Eno und die "Freaks" von WARP bescheren uns nach D und ENEMY ZERO nun den Nachfolger mit dem revolutionären Namen D2. Wer Kenji's Games kennt weiss, wie sie sich spielen und wie sie aussehen: Wie ein interaktiver Spielfilm und ziemlich abgefahren... Deshalb war ich ziemlich gespannt, aber auch skeptisch, wie sich Kenji's neuestes "Meisterwerk" wohl spielen wird. Die Story von D2 ist schnell erzählt und hat mit den beiden Vorgänger überhaupt nichts zu tun: Cyborg Laura befindet sich gerade in einem Flugzeug über den Wolken, als dieses von den beiden Terroristen Larry und Cliff entführt wird. Schüsse fallen und mehrere Passagiere sterben beim Handgemenge an Bord. Szenenwechsel: Das All! Wir sehen einen kleinen Meteroiten in Richtung Erde rasen... Zurück an Bord des Flugzeugs: Ein Shamane (Conjurer) spricht magische Worte und blickt in seine Kristall-Kugel. Daniel Brenner - Lauras Geliebter? - will ihr gerade ihren kleinen Taschenspiegel wiedergeben, als dieser seltsam zu Leuchten beginnt! BOAH! Er öffnet den Spiegel und sieht.... die Zukunft! Ein Meteorit wird das Flugzeug treffen! Daniel zerrt Laura in die hintere Ecke des Flugzeugs und kurz darauf schlägt auch schon der besagte Meteorit mit lautem Knall im Flugzeug ein! Ihr könnt noch sehen wie es abtrudelt und imitten der arktischen Wüste Alaskas abstürzt. Bald stellt sich heraus, dass mit dem Meteoriten eine fremde Lebensform an Bord kam. Eine Art Virus, der den seinen Host mutieren lässt und äussert aggressiv macht. Kann Laura eine weltweite Seuche verhindern? D2 spielt sich eigentlich wie ein seichtes Adventure, oder vielleicht ist "Movie-Game" der bessere Ausdruck dafür (weil doch sehr interaktiv). Wenn ihr euch in Gebäuden befindet wechselt die Ansicht in einer Art 1st Person View. Allerding könnt ihr euch nicht frei bewegen. Die Kamera fixiert sich stattdessen automatisch auf die jeweiligen Objekte im Raum, mit denen ihr was anstellen könnt (so ähnlich wie ein interaktiver Film eben). Alle anderen Objekte dienen nur der Zierde... leider. Und das ist auch schon ein erster grosser Schwachpunkt des Games. Der Detailreichtum der Schauplätze kommt somit nämlich überhaupt nicht zur Geltung, weil ihr beispielsweise mit nur 2 Dingen in einem Raum was tun könnt, egal was da alles sonst noch rumsteht. Wenigstens könnt ihr durch Drücken des Y-Button selbstständig den Kopf bewegen, aber auch nur in max. 40 Grad. Tja, was solls... daran hab ich mich dann halt gewöhnen müssen. Nach Shenmue nicht ganz einfach. Ausserhalb von Gebäuden steuert ihr Laura in gewohnter Resident-Evil-Tradition. Ihr habt Zugriff auf eine Karte, das Inventar, die Waffen und das Pausen-Menü, in welchem ihr jederzeit Speichern dürft (nach dem Batterie Speicher-System der Vorgänger eine echte Erleichterung). Ausserdem habt ihr auch einen Notkocher dabei, mit dem ihr frisch gejagtes Wild brutzeln könnt, um die Lebensenergie aufzufrischen. Gejagt wird mit dem Sniper Rifle mit Zoom-Funktion! Während der Fussmärsche von A nach B trefft ihr auf Unmengen von Monstern und Aliens, die mit Sub-Machine-Gun, Shotgun und Granaten in die ewigen Jagdgründe geschickt werden. Das VMU dient in der Wildnis übrigens als realtime Kompass! Das bringt mich auch schon zum nächsten Negativpunkt: Das Kampfsystem. Sobald ihr auf Feinde trefft, wechselt die Ansicht wiederum in eine 1st Person View und ihr könnt dann mit dem Analog-Stick ein Fadenkreuz auf dem fixierten Bildschirm bewegen, um die Feinde ins Visier zu nehmen. Achtung jetzt kommts: Wenn der Feind den Bildschirm verlässt, wird nicht etwa hinterhergezoomt, neiiiin, das wär viel zu einfach! Stattdessen müsst ihr dann entweder den X- oder B-Button drücken um das Sichtfeld nach rechts oder Links auszurichten. AAHH! Ein Graus! Kommt dazu, dass die meisten Feinde sowieso immer in der Mitte des Screens stehen und man somit eigentlich gar nicht richtig zielen muss. X, Schuss!, B, B, Schuss! X, Schuss! Na Super.... aber auch daran hab ich mich noch gewöhnt, schliesslich wollte ich das Spiel beenden und noch den letzten, abgefahrenen Zombie-Dude zu Gesicht bekommen. Schliesslich sehen die nämlich wirklich genial aus und auch der Splatter-Level ist richtig schön derb. Hier weiss mich D2 auch zu überzeugen: Im atmospherischen Bereich. Die Stimmung ist schon ganz was Eigenes, so ganz allein in dieser Eiswelt... das macht einem schon Angst (wer John Carpenters "The Thing" kennt, weiss was ich meine). Die teilweise ultra hässlichen Kreaturen gefielen mir ausserordentlich gut! Auch das Voice-acting ist sensationell (wenn auch nur Japanisch) und trägt unheimlich viel zur Stimmung bei. Die vielen packenden Movie-Sequenzen sind sind auch ein Grund dafür war, dass ich das Pad kaum mehr aus den Händen legen wollte, sogar nach so vielen Schwachpunkten! Krass... Und dann wären da noch die vielen "Nackt-Szenen", die ihr nur in dieser japanischen Fassung zu sehen bekommt. Allerdings war ich beim Umfang des Games dann wiederrum enttäuscht. Die 4 GDs halten leider nicht was sie versprechen: Nach bereits 8 Stunden hatte ich D2 beendet, und das auch ohne japanisch Kenntnisse! D2 ist auch ein recht einfaches Game, noch dazu ziemlich linear. Es gibt nur ein paar wenige Stellen wo Hirnschmalz gefragt ist. Fazit: Ich bin hin und her gerissen! Die Stimmung ist super, das Voice-acting auch, die Monster schön hässlich und der Splatter-Faktor stimmt. Fahrten mit dem Schnee-Mobil und die Jagd machen einen heiden Spass. Allerdings fehlt mir irgendwas bei D2. Ich glaube es war mir einfach zu interaktiv und zu einfach... da es eindeutig ein spielbarer Film sein soll! Auch die teilweise etwas unschönen Animationen stoppen meine Euphorie ein wenig. Nichtdestotrotz könnt Ihr mal vorsichtig ein Auge geniessen, vorallem wenn Ihr schon sehnsüchtig auf Shenmue Chapter 2 wartet... so wie ich! Hinweis in eigener Sache: Wir haben dieses Spiel am 28. August 2000 getestet. Der ursprüngliche Web-Artikel wurde Opfer einer Datenpanne, weswegen wir den Text hier und jetzt noch einmal in seinem Originalzustand und mit der damaligen Wertung neu veröffentlichen.
- The(G)net Review: Dead or Alive 2
unserem gandenlosen Test wisst ihr, ob Dead or Alive 2 dem Hype gerecht wurde und sich neuer “King of Feel the Power of Dreamcast!
- The(G)net Review: Dead or Alive 2 Limited Edition
Sex sells! Und Tecmo's Rechnung scheint tatsächlich aufzugehen. Zumindest haben wir uns auch dieses Update der Japan-Version dieses Prügel-Knallers besorgt, die von den Fans liebevoll "Limited Edition" getauft wurde. Was hat sich gegenüber der US- oder PAL-Version von Dead or Alive 2 geändert, was wurde verbessert? Hier gibt's die Antworten. GD eingelegt und zuerst einmal das neue Intro bestaunt. Schliesslich wollte ich wissen, ob es das "sexy Glibber-Intro" von Kasumi es in die Japan-Version geschafft hat. Und tatsächlich, da ist es! Kasumi’s Double räckelt sich tatsächlich nackt im Schleim! Nach Druck auf die Start-Taste bekomme ich die neue Menüstruktur zu Gesicht. Neben den bekannten Story-, Time Attack-, Survival-, Tag-, Team-, VS- und Sparring-Modes gibt es jetzt neu einen Watch-Mode (für Spanner?), den UPS-Mode und – man höre und staune – einen Internet-Mode für gediegene Online-Kämpfe. Das Options-Menü und der Rest des Spiels scheint erst einmal identisch... ...falsch! Weil ich die Gesichter und vorallem die Background-Grafiken der US-, bzw. PAL-Version nicht mehr ganz so gut in Errinnerung hatte, legte ich die beiden Scheiben zum Vergleich nochmal ein, und siehe da, es gibt’s tatsächlich Unterschiede! Die Stages wurde mit noch mehr Details ausgestattet, die Kämpfer selbst sehen vorallem im Gesicht noch eine Spur ausgereifter aus. Auch das Gameplay ist in der Japan-Version noch einen Tick flüssiger. Dazu tragen auch die neuen Moves bei, zwischen 1 bis 5 neue pro Charakter. Nach ein paar Runden Story-Mode bekomme ich auch neue Movie-Sequenzen und die ersten Extras zu Gesicht: Kostüme, Kostüme und noch mehr Kostüme. Über 30 sind im Game versteckt. Mir haben es vorallem die neuen Lingerie- und Latex-Outfits angetan, wie ihr euch sicher denken könnt. Sogar zwei neue Charaktere gibt’s in der Japan-Version: Bayman, der Faust-schwingende Söldner aus DOA 1 und Tengu, der Endboss des Spiels. Sehen wir uns nun den neuen UPS-Mode an. Im Grunde speichert das Spiel hier alle eure Kämpfer-Daten, also wie viele Male ihr welchen Kämpfer verwendet habt, wie viele Siege und Niederlagen ihr hattet, die High-Scores und Zeiten vom Time-Attack Mode und – ganz wichtig – die Anzahl eurer Schritte. Der sogenannte Pedometer misst die Steps, die ihr während der Kämpfe zurücklegt. Je mehr Steps, desto besser euer Ranking. Ihr solltet also den Free-Step Button öfters gebrauchen, als ihr das von der US- und PAL-Version her gewohnt seid. Ziemlich schnell merkt ihr auch, dass die Programmierer damit aufzeigen wollten, dass ein in-Bewegung-bleiben den Spielfluss noch verbessern kann. Im Normalfall benutzt man den Free-Step nämlich viel zu wenig, hab ich an mir selber festgestellt. Von daher kann ich nur zustimmen, gute Sache das! So lernt man das volle Potential des Spiels wenigstens richtig kennen. Wer sich tapfer schlägt, viele verschiedene Techniken anwendet und dazu auch noch schnell ist, bekommt bronzene, silberne und goldene Sterne. Mit diesen Sternen – sowas wie “DAN’s” im Kampfsport – können dann noch mehr Kostüme, neue Stages und die CG-Art-Gallery freigeschaltet werden. Dort könnt ihr euch 30 hochauflösende Bilder von allen weiblichen Kämpfern in den unterschiedlichsten Outfits ansehen, von Underwear bis Beachwear. Was ist neu in der DOA2 - L.E.? über 30 neue (sexy-) Outfits, zwischen 7 und 5 pro Charakter 2 exklusive, neue Stages: L's Castle und The Burai Zenin 2 neue Charaktere: Bayman und Tengu über 30 neue Moves, zwischen 1 und 4 pro Charakter neue Cut-Scenes zwischen den Fights Online/Internet-Mode durchdachtes Secrets-System (UPS-Mode) für Langzeitmotivation exklusive CG-Art-Gallery mit 30 High-Res Bildern grafische und gameplay-technische Verbesserungen Was noch? Ah ja, der Internet-Mode. Neben Online-Partien soll es später einmal möglich sein, neue Outfits und vielleicht sogar Stages von Tecmos DOA2-Site in Japan downzuloaden. Leider konnten wir das noch nicht austesten, da diese Seite zum Zeitpunkt des Tests noch “under construction” war. Fazit: Tecmo macht Gutes noch besser! Als grosser DOA-Fan bereue ich den Kauf dieser japanischen Limited Edition auf keinen Fall. Die neuen Charaktere und Stages, sowie die wirklich heissen Kostüme sind für mich mehr als genug, die Brieftasche abermals für das gleiche Spiel zu öffnen. Allerdings muss ich Tecmo auch ein bisschen rügen, denn die Änderungen (Kostüme/Charaktere/Moves) waren sicher schon zum Zeitpunkt der PAL-Version vorhanden und wurden vermutlich aus marktstrategischen Gründen noch nicht implementiert. Schade. Dennoch, DOA2 erscheint für mich in neuem Glanz – fast schon wie ein neues Spiel. Wer einen DC und noch kein DOA2 besitzt, sollte sich schämen oder sich ganz schnell diese Japan-Version besorgen! Der beste Fighter für unsere Dream-Machine! Hinweis in eigener Sache: Wir haben dieses Spiel am 2. November 2000 getestet. Der ursprüngliche Web-Artikel wurde Opfer einer Datenpanne, weswegen wir den Text hier und jetzt noch einmal in seinem Originalzustand und mit der damaligen Wertung neu veröffentlichen.
- The(G)net Review: 4 Wheel Thunder
Sicht überzeugen kann, oder ob es sich um einen grafischen Blender handelt, könnt ihr jetzt in unserem Review
- The(G)net Review: Berserk: Millennium Falcon Arc - Flowers of Oblivion Chapter
Das Spiel erschien später auch bei uns im Westen als "Sword of the Berserk: Guts' Rage".
- The(G)net Review: Death Crimson 2
Ich kann auch sagen, dass es bestimmt nicht an meiner Knarre gelegen hat, denn nach dem Review hab ich noch eine Runde des vorzüglichen House of the Dead gespielt und das läuft wie geschmiert.
- The(G)net Review: Ecco - Defender of the Future
z.B. wenn ihr durch die Wasser-Strassen am Himmel der vierten Dimension schwimmen, Steine durch die Gegend
- The(G)net Review: Cannon Spike
Eine weitere, hochkarätige Arcade-Umsetzung steht an: Cannon Spike mixt gekonnt einige Gameplay-Elemente aus Smash T.V. mit der Trigger-lastigen Action von Titeln wie Millennium Soldier oder gar Contra. Freunde bodenständiger Arcade-Kost im Shooter Gewand sollten sich diesen Titel einmal näher ansehen. Capcom verwöhnt seine Dreamcast-Shooter-Fans! Nach hochkarätigen Shoot'em Up-Perlen wie Giga Wing und Mars Matrix, steht heute ein Pseudo 3D-Shooter auf dem Programm. Diesmal befinden wir uns in einer nicht allzu fernen Zukunft, wo Roboter bereits seit Jahrzehnten zum alltäglichen Leben gehören. Aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen scheint aber jetzt bei einer nicht allzu kleinen Gruppe dieser mechanischen Wesen die Sicherung durchgebrannt zu sein. Zeit für die "Anti-Robot Special Force"! Dieser Spezial-Trupp setzt sich aus 7 kampferprobten und mit Rollerblades “nachgerüsteten” Capcom-Superhelden der letzten 20 Jahre zusammen, die da wären: Arthur aus Ghost’n Goblins Charlie aus Street Fighter Alpha Cammy aus Super Street Fighter II Shiba (neu und bislang unbekannt) Simone (Female Ninja und neu) B.B. Hood aus Darkstalkers (Secret 1) Mega Man aus der gleichnamigen Serie (Secret 2) Jeder der Figuren besitzt eine individuelle Schuss-Waffe mit zwei Funktionen und - wie könnte es bei Capcom anders sein - ein paar eigene Special-Moves und Combos (ebenfalls zwei, für Faust- und Fuss-Schläge). Das Geschehen wird stets aus einer fixierten Overhead-View gezeigt, wie man es bereits aus Millennium Soldier oder Power Stone gewohnt ist. Die Kameraposition ist dabei stets übersichtlich, es wird also nicht ständig auf die Spielfigur eingezoomt oder man erwischt durch einen Dreher einen ungünstigen Kamerawinkel. Damit man in der Hektik des Spiels den Gegner nicht aus den Augen verliert, darf man mit dem R-Trigger einen Lock-On nutzen. Dieses Lock-On Feature hält lustigerweise aber nur ca. 3 Sekunden, dann muss der Gegner erneut ins Visir genommen werden. Diese 3-Sekunden-Limite scheint zu Beginn etwas wenig. Nach längerem Spielen kristallisiert sich aber heraus, dass das dem flüssigen Gameplay zu Gute kommt. Mit zwei Buttons darf geballert und mit mit zwei weiteren gefightet werden. Solange ihr den Feuer-Knopf gedrückt haltet, schiesst ihr stets in dieselbe Richtung. Mit dem L-Trigger wird schliesslich die Super-Special Attack gezündet. Auch beim Ballern muss stets mit etwas “Strategie” vorgegangen werden. Da ein “Heavy-Shot” etwas mehr Zeit benötigt als ein “Light-Shot”, seid ihr für eben diese Zeit für feindlichen Attacken offen. Auch ein “Heavy-Punch/Kick” benötigt etwas Zeit, die man vielfach einfach nicht hat. Daher sollten Attacken und etwaige Combos mit Bedacht und sehr gezielt ausgeführt werden. Endlos-Lasersalven bringen also meist nicht viel, ein gezielter Combo oder nur ein einfacher Kick richtet manchmal sehr viel mehr Schaden an. Ihr seht schon, Capcom – oder vielmehr Psykio – haben ziemlichen Wert auf ein durchdachtes Gameplay gelegt und genau das ist es, was Cannon Spike so spassig macht. Es spielt sich einfach göttlich! Der Levelaufbau errinnert sehr stark an Smash T.V., d.h. der Spieler betritt eine kleinere Area, meist nicht grösser als zwei Bildschrimlängen und killt dort eine gewissen Anzahl Feinde. Danach gehts in den nächsten “Raum”, wo erneute Feinde oder ein Zwischengegner wartet. Vom Spielgefühl her ein 2D-Game, was auch die digital ausgelegte Steuerung bezeugt. Nach drei Abschnitten gibt’s einen fiesen Endboss und man darf im nächsten Level weiterballern. Insgesamt warten 10 Level auf Euch, die man als geübter Cannon-Spiker in knapp 15 Minuten durchspielen kann. Das klingt nach ziemlich wenig, aber keine Angst, der Schwierigkeitsgrad hat ja bekanntlich auch noch ein Wörtchen mitzureden. Selbst auf “very easy” sind die 3 Credits im Nu dahin. Mehr Credits stellt uns Capcom nicht zur Verfügung. Es existieren aber 8 Schwierigkeitsgrade, von “Baby” bis “very hard”, und wer nicht gleich auf den Säugling stellt, wird an den 10 mehr oder weniger kurzen Levels einiges zu beissen und vorallem Spass haben. Man muss auch den Preis sehen! Cannon Spike kostet in den USA gerade mal 30$. Ein wirklich fairer Obulus für Capcom’s jüngstes Arcade-Game, oder? Die vielen unterschiedlichen Gegner mit Uzi’s und FAMAS gleich Reihenweise niederzumähen oder gekonnt durch die Laser-Salven zu spacen, das muss einfach Spass machen! Dazu kommen die vielen Zwischen- und Enbosse, die manchmal gleich hintereinander auftauchen, wie in den guten, alten Contra-Zeiten. Vielleicht sollte sich Konami davon ein Stückchen abschneiden. Verschnaufpause is'nich, eher doch Handschweiss en masse! Besonders zu Zweit läuft Cannon Spike zur Höchstform auf, obwohl hier die Kamera zuweilen etwas Entscheidungsprobleme bekommt. Die 60 Frames sind euch aber auch im 2-Player-Mode sicher. Wer etwas mehr Langzeitmotiviation im Single-Player Mode erwartet, wird es vielleicht freuen zu hören, dass Capcom wieder eine Art-Gallery, ein Movie-Theater und ein paar weitere Gags im Spiel versteckt hat, die man nach Beenden eine Runde – also komplettes Druchzocken - zu Gesicht bekommt. Zuletzt darf man die 7 verschiedenen Charaktere nicht vergessen, die ja auch zum mehrmaligen Durchzocken einladen sollen. Grafisch gewinnt Capcom diesmal keinen Sonderpreis, was nicht heisst, die Grafik sei schlecht. Eher zweckgemäss, die hübschen Licht- und Explosions-Effekte mal weggelassen. Alle Polygon-Modelle sind doch ein bisschen eckig, dafür aber in grossen Mengen gleichzeitig auf dem Bildschirm, ohne Slodowns versteht sich. Und die Musik? Gleiche Ansage. Etwas Techno hier, ein paar Gitarrenriffs dort, ein bisschen Orchester-Musik, nichts wirklich weltbewegendes. Man hört sowieso nur Explosionen, Schreie und das dauernde Knattern des Machinen-Gewehrs. Ist also nicht weiter schlimm. Fazit: Schneller 2.5D Shooter in ebenso schnellem 3D Gewand. Wirkt zwar etwas recycled und ist sehr kurz, aber vielleicht gerade deshalb so packend. Psikyo beweist sich erneut als Shooter-Kings und Capcom’s Feinschliff und Charm verleiht dem Titel das gewisse Etwas. Der wahre Glanz liegt sichlich im obercoolen Gameplay, was für Genre-Fans oder Spielhallen-Gänger (wie mich) einen Pflichtkauf bedeutet. Alle anderen sollten Probespielen. Nicht umsonst ist diese Art von Spiel ja so gut wie vom Austerben bedroht, oder anders formuliert, für viele mag diese Art von Spiel bereits veraltet wirken. Alles in Allem sehe ich in Cannon Spike ein freakiges Arcade-Game (nur schon wegen der verrückten Charakter-Wahl), dass ich immer wieder gerne in meine Dreamcast einlegen werde, gerade weil man es so schnell und unkompliziert spielen kann. Hinweis in eigener Sache: Wir haben dieses Spiel am 18. November 2000 getestet. Der ursprüngliche Web-Artikel wurde Opfer einer Datenpanne, weswegen wir den Text hier und jetzt noch einmal in seinem Originalzustand und mit der damaligen Wertung neu veröffentlichen.
- The(G)net Review: Capcom vs. SNK
Beim SNK-Groove gibt's einen Power-Balken, der jederzeit aufgeladen werden kann, wie bei der King of
- The(G)net Review: Call of Duty: Modern Warfare 3
Wie jeden November haut Activision ein Call of Duty raus, diesmal von Sledgehammer Games und dem Rest Viele von euch wissen es ja: Ich bin ein Call of Duty Fan! super Grafik und eine Inszenierung wie ein Hollywood-Blockbuster: Das sind die Markenzeichen von Call of Als logische Konsequenz präsentiert sich Call of Duty seit ein paar Jahren praktisch immer gleich. Einer davon ist sicherlich die KI der Gegner, die seit Call of Duty 2 die selbe zu sein scheint.
- The(G)net Review: Call of Juarez
Ihr spielt bei Call of Juarez zwei Rollen, einmal den flinken aber eher feigen Billy und als gute Abwechslung Fazit: Call of Juarez ist technisch ein grosser Schritt in die richtige Richtung, spielerisch wissen
- The(G)net Review: Captain America: Super Soldier
Steven Rogers aka Captain America wird zwar zu Beginn des Zweiten Weltkriegs ausgemustert, will aber seinem Land dennoch dienen. Daher meldet er sich als Freiwilliger für ein Experiment der Regierung. Ein geheimes „Supersoldatenserum“ soll gewöhnlichen Menschen zu körperlicher Höchstleistung verhelfen. Zwar ist das Experiment ein Erfolg, doch wird der verantwortliche Wissenschaftler von einem Spion der Nazis getötet, weshalb Steve am Ende der einzige Supersoldat bleibt. Mit einem Kostüm in den Farben der amerikanischen Nationalflagge ausgestattet, wird er zu Captain America und kämpft als solcher für sein Land gegen die Kriegsgegner sowie deren Spione und Saboteure. Ich gebe zu, ich bin ein bisschen vorbelastet. Meine drei Lieblingssuperhelden sind Spider-Man, Batman und - ihr werdets erraten - Captain America. Der patriotische Rächer hat es mir vor allem aus einem Grund angetan: Er verkloppt Nazis! Nicht irgendwelche Nazis, nein, Super-Nazis... und Nazi-Roboter mit Sci-Fi-Bewaffnung, jene mit dem gewissen 'Wolfenstein'-Effekt. Darum war ich bei der Ankündigung von Captain America: Super Soldier recht angetan, vor allem weil die Entwickler offenbar einiges von meinem anderen Lieblings-Spiel mit Lieblings-Superheld - Batman: Arkham Asylum - kopieren wollten. Nun hab ich das Spiel durchgespielt, auf der härtesten Stufe, inklusive aller Challenges und Achievements. Was man so lange angefressen spielt, muss also gut sein, oder? Die Antwort darauf ist nicht so einfach. Ich muss zugeben, dass ich nach den ersten Spielminuten eher enttäuscht war. Die Grafik ruckelt, das Level-Design ähnelt - zumindest in der ersten Hälfte - einem Schlauch. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Das Kampfsystem war aber dermassen spassig, dass ich mal darüber hinweggesehen habe. Wie in Batman AA regiert beim Kämpfen sauberes Timing und nicht blödes Knöpfchendrücken. Vier Buttons stehen für die Kampfeinlagen zur Verfügung: Angriff, Counter, Ausweichen und Wurf. Das Schöne dabei ist, dass sich diese Aktionen herrlich leicht zu äusserst effektvollen und optisch beeindruckenden Kampfserien verknüpfen lassen. Quasi in 360 Grad. Ich nenne das gerne mal 'Freeflow-Combat'. Wenn die Entwickler etwas fehlerfrei hinbekommen haben, dann das. Caps Special-Moves mit seinem Schild und Konter-Attacken lassen sich prima in die Combos einbauen, wie auch die ninjamässigen Ausweichmoves. Neben den Kämpfen stehen ausdauernde Kletter- und Hüpfpassagen auf dem Programm. Captain America ist ein flinkes Kerlchen und schwingt sich agil durch die Lüfte. Wo er sich genau festhalten kann, wird durch Druck auf den 'Sense'-Button ersichtlich. Ist der 'siebte Sinn' aktiv, färbt sich die Umgebung gelblich und alle Items, interaktiven Objekte und eben die Kletterwege werden leuchtend sichtbar gemacht. Dann kommt es nur noch auf Timing an, damit man jeden Sprung optimal erwischt und dabei seine Move-Leiste aufladen kann. Die Special-Move Energie benötigt man dringend bei den Fights gegen Nazi-Wissenschaftler Armin Zola's Super-Nazis. Die Gegnervielfalt lässt sich sehen: Standard-Soldaten mit Shotgun, Nahkampfspezialisten mit Elektro-Tonfa, Sniper, fette, gepanzerte Brocken wie die 'Warden' oder mit Plasmalaser ausgerüstete 'Scorcher', laufende Panzer mit Schallwaffen oder die total abgedrehten Screamer, die mit Telekinese auf euch Jagd machen. Jeder Gegner will mit einer anderen Taktik erledigt werden, die ihr erstmal herausfinden müsst. Das motiviert und macht Laune, auch wenn die Bösewichter ab und zu ziemlich dumm agieren. Weniger toll ist das Level-Design. Das Setting stimmt aber: Das Abenteuer spielt komplett in einem Nazi-Schloss, dass mit vielen Locations wie Labor, Zellblock, Bibliothek, Vorstadt oder Flugplatz aufwartet. Das erinnert wieder an die Insel aus Arkham Asylum. Wie erwähnt läuft man zu Beginn aber meist durch lineare Schläuche. Erst ab der zweiten Spielhälfte wird es glücklicherweise offener und man darf sich frei im Schloss bewegen, um z.B. auf Itemsuche zu gehen. Als Schnellreiseoption dient der Abwasserkanal, der unter dem Gebiet hindurch führt. Zu finden gibt es jede Menge: Dokumente, die einen Schadensbonus bei Gegnern einbringen, Filmrollen, die die Hintergrundgeschichte erläutern oder etwa Artefakte, die euch mehr über den ursprünglichen Schloss-Herrn - Baron Zemo - in Form von Audio-Logs Preis geben. Wer fleissig sucht kriegt viele zusätzliche Erfahrungspunkte und kann sich damit schneller neue Special-Moves und neue Stages für den Challenge Modus freischalten. Jäger und Sammler kommen voll auf ihre Kosten. Kleine Rätseleinlagen sorgen für Abwechslung. So müsst ihr Türschlösser knacken, die mit Enigma-Codes verschlüsselt sind. Dazu führt die mit den beiden Sticks gleiche Zahlen übereinander. Die überall im Schloss stationierten Flugabwehrgeschütze sollten auch alle zerstört werden, dies mit Hilfe von C4-Sprengstoff. Oder ihr sabotiert Computer und andere Anlagen, indem ihr sie in einem kleinen Mini-Spiel kurz schliesst. Die Karte zeigt euch an, wo ihr als nächstes hin müsst oder wo wichtige Items versteckt sind. Wer die rund 8 Stunden lange Kampagne beendet hat, darf sich an einem Challenge-Modus versuchen. Es gibt zwar nur knapp ein Dutzend verschiedener Aufgaben, die aber recht abwechslungsreich gestaltet wurden. So müsst ihr euch z.B. in einer von-Oben-Sicht durch ein Labyrinth schlängeln und Keramik-Eier sammeln, könnt aber dabei nicht kämpfen und müsst den Nazis entkommen. Erinnerungen an Pac-Man werden wach! Gold-, Silder- und Bronze-Medals werten hier eure Performance. Zudem gibt's es Extra-XP, die ihr im Hauptspiel verwenden dürft. Fazit: Das grosse Spielevorbild von Captain America: Super Soldier ist ganz offensichtlich der Überraschungshit Batman Arkham Asylum. Leider erreicht der Supersoldat zu keiner Zeit die Qualitäten seines Vorbilds, was wirklich schade ist. Denn so werden nur wenige die Vorzüge des Spiels zu Gesicht bekommen, allen voran das wirklich tolle Kampfsystem. Das hier mehr drin gewesen wäre, hat SEGA vermutlich selbst gemerkt und fairerweise das Spiel zum Budget-Preis veröffentlicht. Sehr gut, denn so kann ich es trotz Mängel durchaus empfehlen. Ich hatte jedenfalls eine Menge Spass damit. Es ist jammerschade, dass Captain America technisch so schwach ist, denn mit einer ausgereiften Grafik-Engine und ein bisschen mehr Zeit wäre das ein richtig tolles Spiel geworden. Hoffen wir auf einen besseren zweiten Teil.
- The(G)net Review: Call of Juarez: The Cartel
Erinnern wir uns an die erfrischend anderen Call of Juarez Spiele der vergangenen Tage. Im neuzeitlichen Call of Juarez schlüpfen wir in die Haut eines stereotypischen Mitarbeiters von DEA, Glücklicherweise baut Call of Juarez: The Cartel auf einer Grafikengine auf, die auch mit Jahre älteren Selten wirkte ein Spiel so unpoliert wie der vorliegende Teil von Call of Juarez. Fazit: Call of Juarez: The Cartel zeigt, wie es nicht geht.





















