The(G)net Review: 70s-style Robot Anime Geppy-X
- Armin Medic

- vor 1 Tag
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Was ein Geppy ist wissen wir auch nicht. Viel interessanter ist aber der Fakt, dass das Spiel beim ursprünglichen Release auf der OG-Playstation im Jahre 1999 ganze 4 Discs schluckte, also eine mehr als das monumentale Epos Final Fantasy VII.

Wer sich nun wundert, warum ein simples 2D Arcade-Shmup ein ganzes CD-Quartett benötigte, muss verstehen, dass im letzten Jahrtausend Videokompression und Speicherplatz längst nicht so effektiv umgesetzt wurden wie heute. Und wer dann noch einen Berg FMV-Einspieler reindrückt, gelangt mit einer 700 MB Disc schnell an seine technischen Grenzen. Heute sind die 2,8 GByte ein Mückenfurz und dank der digitalen Übernahme wird dieses alte Problem zur fernen Vergangenheit.

Die Geppy-X Crew besteht aus drei Metall Mechs, die mit solider Bewaffnung im Japan der 70er Jahre die Bedrohung und Übernahme des Cosmic Demons Empire vereiteln sollten. Im horizontalen 2D-Stil ballern wir diverse feindliche Space Kreuzer und feuerfreudige Raumschiffe vom Sternenhimmel und legen uns nach einer sehr kurzen Levelsequenz mit dem jeweiligen Stage Boss an.

Zwei Besonderheiten sorgen dafür, dass Geppy-X ein wenig aus der Rolle fällt, als man es von klassischen Shoot'em Ups gewohnt ist. Erstens ist die ganze Ballerei in ein Cutscenes lastiges Kleid gehüllt, das uns mit episodischem Charakter eine fiktive Anime Serie vorgaukelt, inklusive Recap, Werbeeinblendungen und überzogenem Klamauk im japanische Originalton und - zum besseren Verständnis - auch mit Untertiteln in acht Sprachen.

Zweitens steuern wir nacheinander alle drei Manga Mechs durch die kurzen Ballerabschnitte, wo jeder Blechkamerad mit zwei unterschiedlichen Waffen, inklusive der gleichen Anzahl an Charge Moves, die Widersacher pulverisiert. Eine grosszügige Lebensleiste, 180 Grad-Umkehr, und die obligatorische Smartbomb vervollständigen die Fähigkeiten unseres illustren Trios. Betätigen wir die Schultertaste, wechseln wir von einem Mech zum anderen.

Drei Continues mit je drei Leben müssen reichen, um bis zum finalen Boss zu gelangen. Dank der Rückspulfunktion können wir ein paar Frames zurückspringen, um einen etwaigen Lebensverlust zu verhindern. Nach jedem zweiten Level dürfen wir speichern oder nutzen die Quick Save/Load Funktion im Optionsmenü.
Fazit:
Dass Geppy-X mit Genre Schwergewichten wie R-Type, Gradius oder Ikaruga nicht mithalten kann, war schon vornherein offensichtlich. Dennoch bietet die ungewöhnliche Baller-Parodie gute Ansätze mit ihrem waffenbeladenen Dreiergespann und den ungewöhnlichen Boss Fights. Geppy-X nimmt sich selbst nicht ganz ernst und sorgt trotz seines Alters für ein paar Stunden gute Laune, was hauptsächlich an der absurden Sounduntermalung und den abgedrehten Anime-Einspielern liegt. Im spiele-technischen Bereich bleibt aber noch Luft nach oben. Hätte man soviel Herzblut investiert, wie bei den Dutzenden humorvollen Cutscenes, dann wäre der Abschluss zur Konkurrenz nicht weit entfernt gewesen. Was übrig bleibt ist ein unterhaltsamer Shooter, der vor allem 70er Jahre Anime Fans anspricht.

70s-style Robot Anime Geppy-X ist als Download für PS4, PS5, Xbox Series, Switch und PC zu haben. Wir haben das Spiel auf der PS5 getestet. Das Test-Muster stammt von Bliss Brain, wofür wir uns herzlich bedanken!







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