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The(G)net Review: Barbarian Saga: The Beastmaster

vor 19 Stunden
4 Min. Lesezeit

Es war ein langer Weg von Metroid zu Hollow Knight. Und auch 2026 kennt das beliebte Metroidvania Genre keine Ermüdungserscheinungen. Diesmal schlagen wir uns als blauhaariger Barbar durch die vertrackten Monsterverliese. Auf das gewohnte Händchenhalten wird diesmal komplett verzichtet.


Barbarian Saga: The Beastmaster Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Ohne Bösewicht kein Held. Diesmal sollen wir dem fiesen Sculptor auf die Pelle rücken, der auf die gängigen Schurken Taktiken zurückgreift. Das wären Mord, Totschlag und die üblichen lebensverachtenden Charakterzüge. Unserem Protagonisten und Blauschopf Ren ist die Lust an seiner Tätigkeit als Gladiator vergangen und der angehende Beastmaster fühlt sich zu höherem berufen. Nachdem er sich ein sprechendes Dämonenschwert geschnappt hat, nimmt das neuste Metroidvania an Fahrt auf. Wir entkommen aus der als Mini Tutorial getarnten Kampf Arena, hauen in der anliegenden Kanalisation die ersten Monster zur Übung weg und erreichen nach ein paar Minuten ein schmuckes Städtchen, das direkt aus dem tiefsten Mittelalter stammen könnte.


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Ein paar NPCs bevölkern die umliegenden Gebäude und wir machen uns in den ersten Minuten mit Rens Fähigkeiten vertraut. Neben einer einfachen Schwertkombo blockieren wir per Knopfdruck gegnerische Angriffe. Und das wars dann erst einmal mit den Anfangskills. Nachdem wir das Hub-Städtchen abgegrast und uns mit allen Anwesenden Bewohnern unterhalten haben, wagen wir die ersten Schritte ins Unbekannte.


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Wir dürfen ohne grosse Hindernisse bereits zu Beginn in alle Himmelsrichtungen losmarschieren. Und es dauert auch nicht lange, bis wir unser erstes Upgrade, den Air Dash, erhalten. Somit erreichen wir endlich zuvor unerreichbare Plattformen und überwinden geschickt gähnende Abgründe. Jede neue Fähigkeit basiert auf einem Tier-Symbol, dessen Talent wir uns aneignen. Später erhalten wir z.B. eine Eidechsenhaut, die uns das Wandklettern erlaubt, oder wir schnappen uns das Fisch-Item und können so dank einer Luftblase unbekümmert Unterwasser herumstreunen.


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Als hilfreich erweisen sich auch die unterschiedlichen Ringe, die wir ausrüsten dürfen. Der Nibelungenring zieht die finanziellen Hinterlassenschaften, sprich Goldmünzen der gefallenen Gegner, automatisch zu Ren. Der Piratenring beschert uns nach jedem Zerhacken eines Umgebung Gegenstandes, wie Kiste oder Vase, eine kleine Health-Regeneration oder wir entscheiden uns für den Metallschmuck des heiligen Bischofs, der uns beim Stehenbleiben die Stamina Bar auffüllt.


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Apropos: In Barbarian Saga funktioniert die Ausdauerleiste etwas anders, als man es kennt. Unterwegs finden wir zerbrochene Schwerter, Degen, usw., die wir bei einem Schmied gegen Bares wieder reparieren. Einmal ausgerüstet, dienen sie uns als Sekundärwaffen. Wir verschiessen z.B. Feuerbälle oder nutzen die neue Klinge für einen Aufwärtshieb. Aber Achtung, jede Aktion knabbert an unserer Ausdauerleiste. Einmal leer, legen die Sekundärklingen eine Pause ein und sind erst wieder einsatzbereit, wenn die Leiste sich wieder gefüllt hat. Auf unsere Hauptwaffe, dem Dämonenschwert, hat die Ausdauer aber keinen Einfluss.


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Zu guter Letzt entdecken wir bei unserer Suchaktion auch Gegenstände, die uns einen temporären Buff verleihen, wie z.B. eine schützende Energieblase oder einen einmaligen Energiestoss, der herumstehende Feinde gleich ins Aus schickt. Natürlich stossen wir neben dem üblichen Gesocks, das sich in den unterschiedlichen Biomen breit gemacht hat, regelmässig auf den einen oder anderen Levelboss. Schaffen wir es, die überlange HP-Leiste zu kappen, erhalten wir stets ein wertvolles Goodie, dass uns die Weiterreise in den feindesverseuchten Gebieten erleichtert. Da die Gegner kein Erbarmen kennen und gerne auch in Gruppen angreifen, freuen wir uns jedes mal, wenn wir einen Checkpoint erreichen und unsere geschundenen Knochen wieder aufpäppeln dürfen. Hier können wir auch speichern und per Schnellreise durch die Map gurken. Kartografiert wird automatisch und selbst nach einem Ableben von Ren bleibt das erkundete Gebiet aufgezeichnet und wir verlieren auch keinen Cent von unserem hart verdienten Geld.


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Wie schon eingangs erwähnt wird hier kein Händchenhalten exekutiert. Weder Bossmarker noch irgendwelche Quest-NPCs werden auf der Karte angezeigt, nur die unterschiedlichen Händler sind sichtbar. Deshalb sollte bei jedem unerforschten Abschnitt manuell ein Marker gesetzt werden, da ihr ansonsten kaum mehr durchblickt, wo die Reise weitergeht.



Fazit:

Ich habe mich so auf ein neues Metroidvania gefreut und wurde trotzdem bitter enttäuscht. Die ersten sechzig Minuten mit Ren verliefen noch vielversprechend, auch wenn die herumstreifenden Gegner mich relativ zackig ins Game Over schossen. Nach ein paar Stunden sank meine Motivation auf den Nullpunkt. Das lag zum einen an der miserablen Automap, aus der teilweise nicht ersichtlich war, ob der Raum nun abgeschlossen war, oder es dort doch noch weiter geht. Zudem waren überall rote X-Markierungen verteilt, die ich manuell gesetzt habe, aber danach nicht mehr wusste, ob hier nun ein NPC rumlungert oder mir etwas den Weg versperrt. Und es kann sicherlich nicht die Aufgabe des Spielers sein, sich IRL noch eine Map anzufertigen, um nicht den Überblick zu verlieren. Einen weiteren Designfail findet man bei den konsumierbaren Items wie Stamina-Auffrischung und Health-Potions. Nach einem Tod erhalte ich die benutzten Gegenstände nicht wieder zurück, sondern muss zum Händler rennen und sie wieder neu einkaufen. Gekoppelt mit der mageren Gewinnausschüttung der Gegner und horrenden Preisen der gierigen Händler, musste ich genau überlegen, ob ich nun beim Boss den Energie Trank zu mir nehme oder nicht. Selbst Ringe können zerbrechen und nur gegen viel Hartgeld wieder zusammengeflickt werden. Eine Ökonomie, die man sich für ein Metroidvania absolut nicht wünscht. Nach sechs Stunden Rumeiern und einem einzigen gewonnenen Boss-Fight hatte ich dann die Schnauze endlich voll. Der anschliessende, zweite Boss nervte mich mit seiner ellenlangen Lebensleiste so extrem, dass ich beinahe zu kochen anfing, zumal Ren in den ganzen Stunden kein einziges Waffen- oder Lebenskraft-Upgrade zugesteckt bekam und es sich anfühlte, als ob ich mit einem Buttermesser herumhantiere. Barbarian Saga wirkt unfertig, der Spielfluss ist quasi nicht existent und selbst bei den minimalsten Selbstverständlichkeiten scheitert es bei der Exekution. Da kann man nur hoffen, dass die Entwickler bald einen grossen Patch raushauen, der die vielen Probleme möglichst bald fixt.


Barbarian Saga: The Beastmaster Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Barbarian Saga: The Beastmaster ist als Download für PC, PS5, Xbox Series X|S und Switch erhältlich. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angesehen. Das Test-Muster stammt von Selecta Play, wofür wir uns herzlich bedanken.


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