top of page

The(G)net Review: Call of Duty: Black Ops 7

Nach dem Erfolg von Black Ops 6 ist Treyarch zurück und serviert einen Nachfolger, der an die Glanzzeiten der Reihe anknüpfen will und dabei genug neue Tricks im Köcher hat, um die Konkurrenz nervös zu machen; Kampagne, Endgame, Multiplayer, Zombies.


Call of Duty: Black Ops Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Auch wenn die meisten CoD Fans vermutlich nur auf den Multiplayer Modus scharf sind, für mich ist und bleibt die Kampagne ein wichtiger Bestandteil der Call of Duty Erfahrung. Dieses Mal geht’s richtig schräg zur Sache und das entweder alleine oder im 4er KoOp: 2035, globale Panik, Angst als Waffe. Wir spielen David Mason, Sohn von Alex Mason und Chef einer JSOC-Eliteeinheit. Seine Mission? Die Gilde stoppen, eine Organisation, die per High-Tech die Wahrnehmung der Menschen manipuliert.


Call of Duty: Black Ops Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Die Story verbindet Black Ops 2 und 6, geht dabei aber deutlich psychologischer vor. Einige Missionen sprengen die Realität komplett: verzogene Räume, schwebende Steinblöcke, invertierte Highways und ausufernde Bossfights gegen überdimensionale Monster. Intensiv, verwirrend, manchmal regelrecht albtraumhaft. Black Ops 7 verdreht euch gerne den Kopf. Ein erzählerischer, mystischer Ansatz, der hier erstaunlich gut funktioniert, aber auch ein bisschen aus der Rolle fällt. Die Inszenierung ist top, allerdings hat das gebotene fast nichts mehr mit einem Militär-Shooter zu tun. Zwischendurch fühlt man sich fast wie in einem Remix aus Remedy's Control, God of War und Resident Evil.


Call of Duty: Black Ops Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Die Kampagne setzt stark auf Bewegungsfreiheit. Schon früh landen wir in offenen Arealen, in denen Gadgets eine zentrale Rolle spielen, die wir in Fähigkeitskisten finden. Wingsuit und Sprung-Booster sind Gimmicks, die das Gameplay auf den Kopf stellen. Sie bringen vertikale Mobilität ins Spiel und ergänzen das bekannte Omnimovement. Dazu der vielseitige Greifhaken. Treyarch baut Missionen, die wie kleine Experimentierarenen wirken. Man testet, kombiniert, improvisiert. Die Kampagne macht solo und im Viererteam Spass, die Ziele passen sich ans Team an, und dank einheitlicher Progression hängt alles zusammen: Kampagne, Multiplayer, Zombies und Warzone. Einziger Haken: Die Kampagne ist kurz wie immer. 4 bis 5 Stunden und man ist durch.



Nach der Kampagne öffnet sich der Endgame-Modus, die wohl grösste Neuerung in Black Ops 7. Eine offene Avalon-Welt für bis zu 32 Spieler, die clever aufgebaut ist. Missionen wie Angriffe, Sabotage oder Verteidigung reihen sich aneinander, die Exfiltrationen bleiben ein Puls-Killer. Es geht nicht nur gegen andere Teams, sondern in erster Linie darum, genug Power zu sammeln, um die gefährlichsten Gebiete in Avalon zu erreichen, in denen ein mysteriöses Gift wuchert. Wählt aus 24 Operatoren, jeder mit Skills und Fortschrittspfad. 28 Hauptwaffen, Upgrades, Jailbreak-Maschinen für Waffenrarität, permanente Builds, geteilte Loadouts, gemeinsame Visiere... es steckt verdammt viel drin. Der Kampfindex steigt mit deinem Fortschritt, fällt aber komplett, wenn dein Team ausgelöscht wird. Es ist ein Mix aus RPG, Taktik und Survival. Neuartig und ambitioniert, wenn auch manchmal etwas langatmig.


Call of Duty: Black Ops Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Wem das alles am Allerwertesten vorbei geht, schwingt sich in den Multiplayer oder Warzone, die klassischen Black Ops-Flow zurückbringen; schnell, nervös und dank überarbeitetem Omnimovement extrem flüssig. Wall Jumps, Rollen, die neue Vertikalität, Wände werden zu Wegen, Maps zu Tanzflächen. Das ist nicht jedermanns Sache, findet aber bestimmt seine Anhänger. Ich kann hier noch keinen finalen Eindruck geben, dafür ist die ganze Sache zu umfangreich. Aber die guten Start-Karten machen Hoffnung für die Zukunft.



Apropos Karten. Klassische BO2-Maps wie Express, Raid und Hijacked glänzen in neuen Varianten, die perfekt auf die erweiterte Mobilität abgestimmt sind. Das Perk-System wurde um Hybrid-Spezialisierungen erweitert: Kombinationen, die zugleich Angriff, Stealth und Support bedienen. Ausserdem beeinflussen Bewegungen nun direkt die Perks wie Lightweight, Fast Hands oder Geschicklichkeit und einige Perks pushen sogar Teamwork. Auch die Ausrüstung hat’s in sich: halluzinogene Gasgranaten, Needle Dronen, übertaktbare Waffen. Ideenlosigkeit kann man Treyarch nicht vorwerfen. Waffenprestige erlaubt über das Max-Level hinaus exklusive Mods und Skins. Das globale Prestige System bleibt ein absoluter Zeitfresser. Dank einheitlichem Fortschrittssystem in allen Modi bleibt die "Arbeit" aber abwechslungsreich und motivierend.


Call of Duty: Black Ops Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Früher ein Bonus-Spiel, heute so umfangreich und deep, dass man oft den Überblick verliert. Der Zombies-Modus ist grösser, härter, verrückter als je zuvor und für mich ein Highlight. Dark Aether, sechs Zonen, die alte "Tessie" als fahrende Abrissbirne, ein Arsenal, das Build-Nerds zum Schwitzen bringt. Mystery Box, GobbleGums, Upgrades ohne Ende. Ich hab den Modus bisher nur angekratzt und war bereits erschlagen vom Umfang und den Möglichkeiten. Last but not least Dead Ops Arcade 4. Einfach nur ein kurzweiliger Spass mit 80 Levels purem Arcade-Chaos.



Fazit:

Call of Duty: Black Ops 7 hätte eigentlich grandios gegen die Wand fahren müssen, ein Jahr nach dem viel diskutierten Black Ops 6, sechs Jahre voller SBMM-Frust und einer Monetarisierung, die sich anfühlte, als würde Activision beim Spieler jeden zweiten Klick mit einem Preisschild versehen. Wie der monetäre Irrsinn diesmal aussieht bleibt abzuwarten, denn zum Zeitpunkt dieses Test war der Ingame Shop noch nicht online. Die Kampagne bleibt ein kurioser Flickenteppich, irgendwo zwischen lahmer Rahmenhandlung und den fragwürdig inszenierten Avalon-Missionen, die so gar nichts mehr mit einem Militär-Shooter gemein haben. Aber es gibt auch überraschend starke Momente und vor allem einen Endgame-Modus, der so gut ist, dass man ihn fast für ein eigenes Spiel halten könnte. Im Multiplayer gefällt mir das gefühlt fairere Matchmaking und die Startkarten gehören zu den besten seit einer halben Ewigkeit. Selbst Zombies hat den Defibrillator bekommen: Ashes of the Damned ist ein starker Ritt, Dead Ops Arcade 4 ein spassiger Zeitvertreib. Treyarch beweist Mut mit Call of Duty: Black Ops 7, wird aber wohl trotzdem nicht alle zufrieden stellen können. Dafür ist alles ein bisschen zu "far-out".


Call of Duty: Black Ops Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Call of Duty: Black Ops 7 ist für PC, PS4, PS5, Xbox One und Series X|S erhältlich. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 Pro und Xbox Series X angesehen. Das Test-Muster stammt von Microsoft, wofür wir uns herzlich bedanken.


Call of Duty: Black Ops Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.
Jetzt Call of Duty: Black Ops 7 bei WoG.ch bestellen!

Kommentare


The(G)net ist Mitglied des

Swiss Community Network Member

SCN-Mitglieder:

Unterstütze The(G)net

Donate mit PayPal
Metal Slug Arab-Talk GIF

powered by

Copyright © 1999 - 2026 The(G)net Schweiz

Das unabhängige Schweizer Spiele Magazin

bottom of page