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The(G)net Review: Code Vein II

Während die meisten Soulslikes auf Realismus setzen, hält sich auch der Nachfolger treu an die gotisch inspirierte Anime-Optik. Als Vampir Revenant betreten wir diesmal nicht nur eine geräumige Open World, sondern springen gelegentlich zwischen unterschiedlichen Zeitlinien hin und her.


Code Vein 2 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Im Charaktereditor, der uns alle möglichen Einstellungen von Kopf bis Fuss anbietet, halten wir uns nur kurz auf. Danach werden wir direkt ins Abenteuer geworfen. Wir befinden uns im Jahre 2277 und werden von Lou, dem Hauptsidekick von Code Vein 2 begrüsst. Wie wir schnell erfahren, steht die Welt kurz vor dem Untergang. Was sonst, als die Welt retten, ist unser Ziel? Unterlegt wird die Hintergrundstory von einer Masse an Einspielern und Cutscenes, die sich jederzeit skippen lassen. Diesmal bewegen wir uns auf einem postapokalyptischen Terrain, bevölkert von Hundertschaften von Monstern und Ungeheuern. Wir studieren die Karte, da wir regelmässig mit Haupt- und Nebenmissionen zugeschossen werden. Es liegt uns nun frei, die grosse weite Welt von Code Vein zu entdecken und den Fiesling auf den Sack zu hauen.


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Bandai-Namco hat das Kampfsystem etwas umgekrempelt. Auch wenn wir Ausweichrolle und Block unser eigen nennen, sind diese Aktionen meistens suboptimal. Vielmehr sollte man alle verfügbaren Möglichkeiten kombinieren, um den Gegner schnellstmöglich in die Knie zu zwingen. Standardmässig verfügen wir über eine flotte Klinge, mit der wir normale, schwere und sogar aufgeladene Attacken verteilen. Doch das gesellt sich noch einiges dazu.


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Hier ein kleines Beispiel. Unser Held zaubert einen gigantischen Hammer hervor und paralysiert den Gegner kurzzeitig. Umgehend bearbeiten wir den Fiesling mit einer Serie an Specials, hier "Formae" genannt, bis uns die Ichors ausgehen. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, die Drain Attack zu aktivieren und unserem Gegenüber die weitere Ichor-Energie auszusaugen, damit unsere Specials wieder aufgeladen sind. Timing ist dabei ein sehr wichtiger Punkt. Denn wenn ihr zu lange in der Animation hängt und getroffen werdet, verliert ihr nicht nur die benötigten Ichors für die geplante Aktion, sondern auch ein gutes Stück Lebenssaft. Selten hatten wir uns einen Animation Cancel sehnlicher gewünscht.


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Auf unserer Exkursion latschen wir zu Beginn mit unseren beiden gesunden Beinen die Hacken wund. Ein einfacher Sprung verhilft uns kleine Hürden. Schon bald erhalten wir aber ein schnittiges Motorrad. Wie bei Elden Rings Torrent, zaubern wir den Boliden auf Knopfdruck hervor und überbrücken damit längere Strecken. Im Laufe der Story wechseln wir regelmässig die Zeitlinie. Entweder befinden wir uns in der Gegenwart oder 100 Jahre zurück versetzt. So kann es z.B. sein, dass ein Boss in einer Zeitlinie als Statue anzutreffen ist, während er uns in der anderen quicklebendig und mit hohem Aggro-Potential ans Leder will. Alleine sind wir kaum unterwegs.


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Stets steht uns einer von mehreren Partnern zur Seite, der uns mit schlagkräftigen Argumenten unterstützt. Entweder lassen wir ihn (oder sie) an unserer Seite kämpfen oder wir vereinigen uns mit unserem Sidekick und übernehmen dessen zusätzliche Fähigkeiten. Ein weiterer Bonus besteht in der umgehenden Wiederbelebung. Fällt unsere Lebensleiste auf Null, kehren wir mit einer halb gefüllten Lifebar aus dem Reich der Toten zurück. Dafür verabschiedet sich unser Kollege für ein paar Dutzend Sekunden, bis er wieder auftaucht. Solange unser Partner am Leben ist, werden wir stets wieder auferweckt. Ansonsten heisst es zurück zum letzten Checkpoint. Hier dürfen wir uns heilen, auflevel, Specials kopieren oder uns mit Lou für einen Schwatz verabreden.


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Fast Traveling verläuft sehr unkompliziert. Karte aufrufen, Checkpoint anwählen und los geht die Reise. Unterwegs treffen wir auf einen grosse Anzahl an NPCs. Einige lassen sich auf Tauschgeschäfte ein. Ihr schenkt dem Kollegen ein wertvolles Item und als Gegenzug dürfen wir ein anderes Item auswählen. Falls wir noch genügend Haze (die Währung von Code Vein) nach dem Aufleveln übrig habt, könnt ihr bei verschiedenen Händlern neue Waffen und Upgrades kaufen oder euch mit nötigen Items eindecken. Selbst ein Crafting System existiert. Sobald ihr ein Thermalbad aufspürt, nimmt unser Held ein Bad und schaltet neue Rezepte frei.


Folgt ihr nur der Story, benötigt ihr etwas mehr als 20 Stunden, während eine Komplettierung mit allen drei Enden mindestens 40 Stunden dauert.



Fazit:

Schon der erste Teil hatte mit einigen Schnitzern zu kämpfen. Der Nachfolger, wenn auch technisch ein wenig besser, kommt nicht ohne Stolpersteine aus. Angefangen bei der relativ lieblos umgesetzten Open World, die sehr leer und monoton wirkt. Ich teleportierte mich meistens zum nächsten Checkpoint und lungerte in der offenen Welt nur rum, wenn es absolut nötig war. Auch das Rumgurken mit dem futuristischen Untersatz wirkt sehr hölzern und aufgesetzt. Nicht einmal Feinde lassen sich mit dem Motorrad rammen. Etwas mehr Unterhaltung bietet der Hauptkern, das Kampfsystem. Wuchtige Extras, schnittige Special Moves und ein tolles Partnersystem bieten viel Raum für experimentelle Builds, solange ihr das Spiel nicht wie ein Soulslike spielt. Wie ich schmerzlich erfahren musste, half mir das Blocken und Ausweichen kaum, denn die meisten Bosse sind so zackig unterwegs, dass man gar nicht so schnell reagieren kann. Zudem haben wir auch hier wieder das HP-Schwamm-Syndrom. Beinahe jeder Kanzler verfügt über eine zu lange Gesundheitsleiste und meist hauen sie euch mit zwei, drei Schlägen gnadenlos ins Jenseits. Ein kleine Frage an die Entwickler: Wer kam auf die Idee, das Health Item auf das Digipad zu legen? Auch wenn es nur einen Bruchteil einer Sekunde dauert, den Finger vom linken Analogstick zu nehmen, ist das in einem Bosskampf ein Nogo! Code Vein 2 ist eher was für Genrefans, die schon jedes Soulslike durchgezockt haben und aufgrund des Kampfsystems eine neue Spielwiese suchen.


Code Vein 2 Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Code Vein 2 ist für PS5, Xbox Series und PC erhältlich. Wir haben das Spiel auf der PS5 getestet. Das Test-Muster stammt von Bandai-Namco, wofür wir uns herzlich bedanken!


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