The(G)net Review: Cursed to Golf

Wie würdet ihr euch schlagen, wenn eure einzige Chance aus der ewigen Verdammnis zu fliehen, eine Partie Golf wäre? Zumindest virtuell könnt ihr das im bunten Cursed to Golf herausfinden, denn das ist dessen Prämisse. Es mag zwar süss und simpel aussehen, ist aber diabolisch knifflig.


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Kurz bevor der Ball im 18. Loch landet, wird der Schläger unseres Fast-Champions vom Blitz getroffen, wodurch er im Limbo landet. Dabei handelt es sich um das Golf-Limbo, was dem Golftalent die Chance gibt, wieder zu den Lebenden zurückzukehren, wenn erfolgreich alle Löcher abgeschlossen und alle Bosse bezwungen werden. Schafft man das nicht, geht es zurück zum ersten Kurs und alles startet wieder von vorne.


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Die Präsentation von Cursed to Golf ist extrem charmant. Die Hauptfigur selbst spricht zwar nicht, die Dialoge der Bewohner der Unterwelt sind jedoch exzellent geschrieben und dargestellt. Es ist eine niedliche Mischung aus Golf bezogenem Humor und Wortspielen, verpackt in eine eigentlich ziemlich düstere Packung. Wer keinen Bock drauf hat, kann alles getrost überspringen und sich nur auf Gameplay konzentrieren, welches umso mehr rockt.


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Gespielt wird auf 2D-Kursen, mit einer Auswahl von nur drei Schlägern, keinem konventionellen Punktesystem und vergleichsweise simplen Mechaniken. Die Steuerung und das Gefühl für den Ball gehen innert wenigen Minuten in Fleisch und Blut über. Wie erwähnt läuft in der Unterwelt alles ein wenig anders ab als gewohnt. Zum Start von jedem Kurs hat man nur fünf Schläge zur Verfügung und sind diese aufgebraucht, stirbt man erneut. Teilweise kann es aber gut und gerne 20 Schläge brauchen um die dungeonartigen Level abzuschliessen. Um mehr Schläge zu erhalten, müssen steinerne und goldene Idole per Ball zerschmettert werden, um den Zähler wieder nach oben zu bringen. Manchmal sind sie mitten auf dem Weg zum Ziel, manchmal sind sie abseits vom Hauptweg und es muss abgewogen werden, ob es sich lohnt, den weiten Weg zu nehmen.


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Um das Ganze noch aufregender zu machen und mehr Tiefe zu verleihen, gibt es Spielkarten, die Boni und Powerups geben. Zum Teil sind diese sehr simpel gehalten und geben einem mehr Schläge oder lassen einen den letzten Schlag frei wiederholen. Weitere Karten lassen einen im Flug sogar die Richtung wechseln oder verwandeln den Ball in eine kleine Rakete, die man für einen kurzen Moment direkt steuern kann.


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Cursed to Golf ist gleichzeitig ein Gold- und ein Puzzlegame. Es ist wichtig eine effiziente Route zu planen, um nicht ohne Schläge zu enden und die Powerups für die richtige Situation bereit zu halten. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht ohne und selten hat es mit dem Skill am Controller zu tun. Wer unüberlegt drauf los schlägt, endet schnell und oft wieder am Anfang, egal wie talentiert man beim Golfen ist. All das steckt in einem Roguelike mit zufällig generierten Levels. Das macht zwar jeden Versuch einzigartig, abgesehen von den statischen Bosslevels kann aber ebenso für Frustrationen sorgen. Die Länge der Stages kann zwischen weniger als fünf und mehr als 20 Schlägen variieren. In kurzen Levels ist die Wahrscheinlichkeit keine Karten nutzen zu müssen gross. Ist ein Level verwinkelt und artet in einem Marathon aus, muss man fast zwingend auf sie zurückgreifen. Wer mehr Schläge macht, erhält zwar automatisch mehr Geld und Karten, 100% fair scheint das System aber nicht zu sein.


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Neben den Kursen an sich, ist auch die Route nicht immer gleich und kann selbst ausgewählt werden. Einige Wege bieten mehr Belohnungen wie Gold, welches man im Shop für zusätzliche Karten nutzt, oder geben einem direkt eine Handvoll von ihnen. Dafür muss man statt eines normalen Level in ein Verfluchtes gehen. Dort kämpft man in unregelmässigen Abständen mit Wetterkonditionen wie Wind oder Regen, wodurch der Ball schwerer zu kontrollieren ist oder nicht mehr auf dem Boden rollt. Es ist ein interessantes Risk & Reward System, welches besonders gute Spieler noch mehr belohnt. Wer sowieso schon Mühe hat, ist in der Regel besser dran, den normalen Weg zu nehmen.


Die Präsentation des Spiels ist richtig gut gelungen. Die Figuren sehen toll aus, der Artstyle ist richtig knuffig und der Soundtrack fantastisch. Jeder Boss hat sein eigenes Thema wie z.B. der Scotsman welcher mit synthetischen Dudelsackklängen daher kommt. Verschiedene Biome sorgen für reichlich Abwechslung und es ist immer eine Freude, ein neues Gebiet zu erreichen.



Fazit:

Abgesehen davon, dass Cursed to Golf sowieso schon schwer ist und das Balancing nicht unbedingt zu einhundert Prozent passt, macht es mächtig Spass. Die Steuerung ist simpel und das Spielprinzip ist eine interessante Abwandlung von normalen Golfspielen. Die Puzzle-Elemente sorgen dafür, dass es einem bestimmt nie langweilig wird. Wer einfach nur ein wenig Golf spielen will, ist hier aber nicht an der richtigen Stelle. Dafür passt es einfach zu wenig. Weiss man jedoch, auf was man sich einlässt und Bock darauf hat, wird sicher viel Spass haben.



Cursed Golf ist als Download für PlayStation, Xbox, Switch and PC zu haben. Wir haben die Xbox Series X Version getestet. Das Test-Muster stammt von Publisher Thunderful, wofür wir uns herzlich bedanken!

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