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The(G)net Review: Duskfade

Nach Steampunk und Cyberpunk kommt Clockpunk. Im Action Plattformer der spanischen Softwareschmiede Wierd Beluga Studio verschlägt es unseren Helden in eine mystische Welt voller Uhren, Zeit Anspielungen und tickender Timer. Und wenn wir schon beim Thema Uhren sind, darf der Kuckuck als Sidekick auch nicht fehlen.


Duskfade Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Der Storybogen ist schnell erzählt. Hauptprotagonist Zirian, ein unscheinbarer Werkstatt-Lehrling, vermisst seine Schwester Allira, die vom bösen Uhrenmacherboss gekidnappt wurde. Doch damit nicht genug. Im gleichen Atemzug hat sich der Schurke zusätzlich vier Ländereien unter den Nagel gerissen und Zirians Heimat Tick Town mit einem unbekannten Zeitzauber in ewige Nacht gehüllt. Um seine momentane Überlegenheit jedem Bewohner der Uhrenstadt auch visuell unter die Nase zu reiben, ziehen sich vier riesige Metallketten über den Himmel zu den besetzten Gebieten. Die Prämisse ist klar: befreie die vier Biome, finde und besiege den Zeit Ganoven samt seinen Schergen und hole das Schwesterchen wieder heil zurück.


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Wir starten nach der Wahl zwischen den vier Schwierigkeitsgraden im schmucken Hub Tick Town, von wo wir die Befreiung der vier unterschiedlichen Regionen plus Endlevel in Angriff nehmen. Nach einer kurzen Übungsrunde, wo wir die Grundfähigkeiten im Schnellverfahren erklärt bekommen, legen wir mit dem jugendlichen Schwertschwinger los. Zirian wird nämlich mit einigen wertvollen Skills an den Start geschickt. Der Doppelsprung ist bereits im Anfangsrepertoire dabei und kann sogar noch mit einem Air-Dash bzw. dem Hechtsprung verlängert werden. So erreichen wir selbst unerreichbar erscheinende Plattformen. Auch der Walljump gehört zum Starterpaket.


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In Duskfade wird viel Gesprungen, geslidet, gegrapplet und gegen den Schluss sogar noch geflogen, wenn wir nicht mit unserer Klinge Normalogegner und Levelbosse vermöbeln. Als Waffe haben wir uns für den harten Brecher Minutero entschieden, mit dem wir unseren Widersachern aufs Korn nehmen. Mit dem richtigen Timing können wir sogar feindliche Projektile zurückschmettern. Später erhalten wir zur Verstärkung das Pendulum, mit dem wir starke Hiebe ausführen und wilde Combos austeilen.


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Gegnerische Attacken beantworten wir mit der beliebte Ausweichrolle. Führen wir diese perfekt aus, verlangsamt sich die Zeit für ein paar Augenblicke und wir nutzen die Chance für ein paar Extra-Hits mit unserer Klinge. Unser Begleiter und Unterstützer, der mechanischen Kuckuck namens - wie kann es anders sein - Cuckoo ist nicht nur als temporäre Labertasche unterwegs, sondern greift gelegentlich auch aktiv ins Kampfgeschehen ein und attackiert Feinde ohne unser Zutun.


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Eine freie Auswahl zu den vier Biomen wird uns aber verwehrt. Duskfade folgt dem linearen Konzept. Haben wir einen Abschnitt abgeschlossen, öffnet sich der nächste. Die Levels sind relativ ähnlich aufgebaut. Wir absolvieren zuerst einen mehr oder weniger anspruchsvollen Plattform-Parkour, bevor wir in der Level Hälfte und am Ende jeweils zum Boss Fight antreten. Und auch diese folgen einem strikten Muster. Zuerst hauen wir ihm ein Viertel der Healthbar weg, danach müssen wir unter Zeitdruck in einer kurzen Jump&Run-Sequenz irgendein Objekt erreichen, damit wir z.B. seinen Schutzschild brechen und ihn weiter vermöbeln dürfen. Schaffen wir die geforderte Aufgabe nicht im vorgegebenen Zeitfenster zu absolvieren, nehmen wir nach dessen Ablauf permanent Schaden bis wir es geschafft haben oder im schlimmsten Fall im Game Over landen.


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Haben wir das Doppelpack an Levelbossen erledigt, werden wir mit unterschiedlichen Extras belohnt. So erhalten wir vier unterschiedliche Gadgets, wie z.B. eine Stoppuhr mit der wir uns für ein paar Sekunden Unverwundbarkeit verleihen, verteilen mit dem Chronoblast einen vernichtenden Energiestrahl, lassen mit dem Starfall Meteore regnen oder wir schmeissen ein paar tickende Zeitbomben ins Gefecht. Zudem wird unser Skilllevel mit permanenten Upgrades erhöht. Mit dem Sun Dial grinden wir auf vorgegeben Schienen, der Greifhaken verbessert unsere Sprung Fähigkeiten und zum Ende hin wachsen uns Flügel und wir gleiten wie Ikarus durch die Lüfte.


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Einmal zurück in Tick Town, das wir entweder per Schnellreise Portal oder Levelende erreichen, dürfen wir auf Einkaufstour gehen. Beim lokalen Waffenhändler erweitern wir mit den gehorteten Edelsteinen, die überall in den Biomen rumliegen, unsere Schlagfähigkeiten, wie auch die Dauer der Gadgets. Sogar Cuckoo kann hochgepimpt werden. Beim Schmied wechseln wir die Farbe von Minutero und färben bei der magischen Schneiderin unser Kostüm um. Wer sich die Hintergrundbeschallung zusammenstellen will, muss zuerst eine der vielen Musikboxen ergattern und ein kurzes Minispiel lösen. Danach kann man sich beim Dorfmusikanten die freigespielten Tracks selber aussuchen.


Bis Zirian sein Schwesterherz endlich wieder umarmen konnte, haben wir etwas mehr als 12 Stunden in Tick Town und Umgebung verbracht.



Fazit:

Spanien reitet auf der Erfolgswelle. Nicht nur sind unsere westlichen Nachbarn verdient Fussball Weltmeister geworden, auch Softwaretechnisch machen die Paella-Geniesser dieses Jahr eine überaus gute Figur. Dusk Fade ist nach Denshattack! bereits das zweite Highlight der iberischen Halbinsel. Im Grunde spielt sich Zirian extrem flott und bei der comicartigen Optik gibt es nichts zu meckern. Am meisten überrascht hat mich aber der Soundtrack. Tolle Kompositionen, die man gerne mal auf Repeat laufen lässt, runden das gebotene Gesamterlebnis beinahe kritikfrei ab. Während die teils kniffligen, aber stets fairen Plattform Passagen 100% abliefern, bin ich vom Kampfsystem - die tollen Bossfights mal ausgenommen - nicht ganz überzeugt. Nach der ersten Hälfte fangen die lahmen Arenakämpfe mit den etwas farblosen und repetitiven Gegnern an zu langweilen, und man ist froh, wenn man endlich wieder wild durch die Levels springen und fliegen darf. Immerhin sind die Konfrontationen im Gegensatz zu den wuchtigen Jump&Run Abschnitten klar in der Unterzahl. Etwas nervig war leider auch das Progressions-System. Zwar werden wir mit der Währung, also den Kristallen, nur so zugeballert. Was nützt mir aber ein volles Konto mit 9'999 Edelsteinen, wenn das ganze nur einlösbar ist, wenn ich auch noch die korrekte Anzahl an Zahnrädern besitze, die extrem rar und schwer zu finden sind? Zu komplexes Geflexe kann manchmal auch ein Hindernis sein. Ansonsten habe ich mich mit Zirian & Co. sehr gut unterhalten und wäre einem Nachfolger sicherlich nicht abgeneigt.


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Duskfade ist als Download für PC, PS5, Switch 2 und Xbox Series X|S erhältlich. Wir haben das Spiel auf der PS5 getestet. Das Test-Muster stammt von Fireshine Games, wofür wir uns herzlich bedanken!


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