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The(G)net Review: Maiden Cops

Stehst du auf Beat'em Ups à la Double Dragon oder Streets of Rage? Magst du Anime-Mädels mit grossen Brüsten in knappen Outfits? Falls du diese beiden Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten kannst, dann gehörst du genau zur Zielgruppe von Maiden Cops.


Maiden Cops Test, Review, Testbericht für PlayStation, Xbox und Switch. Wertung und Fazit.

Maiden Cops ist nach Kawaii Deathu Desu und Wife Quest bereits das dritte Projekt des Indie Entwickler Teams Pippin Games. Die bleiben ihrer Linie (und ihren Fans) treu. Statt süssen Japanese Idols oder putzigen Mini-Elfen geht es diesmal mit freizügigen Anime-Girls und Etchi-Humor zu Sache.



Die einst friedliche Stadt Maiden City, lustigerweise hauptsächlich von hübschen Dämonen-Mädels bevölkert, wird neuerdings von der Terror-Gruppe "Die Befreier" überrannt und es ist die Aufgabe der Maiden Cops, auf den Strassen wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Das dreiköpfige Team besteht aus der kleinen und flinken Chefin Nina, der naiven Super-Blondine Priscilla und der leicht perversen, aber kampfstarken Masochistin Meiga. Die drei sind offensichtlich alles andere als Vorzeige-Cops, werden aber genau aus diesem Grund von der Bürgermeisterin für diese Drecksarbeit ausgewählt.


Maiden Cops Test, Review, Testbericht für PlayStation, Xbox und Switch. Wertung und Fazit.

Schon nach kurzer Zeit fällt auf: Es gibt so gut wie keine Männer in diesem Spiel, zumindest keine, die eine Rolle spielen würden. Die wenigen männlichen Exemplare sind nie Teil der Action, sondern stehen nur vereinzelt im Hintergrund rum, feuern die Ladies an oder glotzen dumm aus der Wäsche. Hier kämpfen ausschliesslich Anime-Girls gegen andere Anime-Girls. Girl-Power! Aber keine Sorge, denkt man sich die offensichtlichen Schauwerte der Mädels in ihren knappen Outfits weg, bleibt trotzdem ein unterhaltsames Beat’em Up übrig.


Maiden Cops Test, Review, Testbericht für PlayStation, Xbox und Switch. Wertung und Fazit.

Das Gameplay bietet keine Überraschungen. Schlagen, Treten, Springen, ein paar Combos, Grapple-Techniken und Waffen Pick-Ups, fertig ist der Retro-Prügler. Kämpft euch allein oder zu zweit durch 7 Stages, die jeweils in mehrere Abschnitte unterteilt sind und an deren Ende eine extra fiese Boss-Gegnerin wartet. Zur Verfügung steht ein Arcade- und Story-Mode sowie drei Schwierigkeitsgrade, von denen die einfachste Stufe selbst absolute Newcomer bis zum Finale bringt.


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Nina, Meiga und Priscilla spielen sich grundlegend unterschiedlich. Eine ist schnell aber eher schwach, eine stark und langsam und eine liegt irgendwo dazwischen, in etwa genauso wie Haggar, Cody und Guy aus Final Fight. Kennt ihr dieses Spiel oder etwa das klassische Streets of Rage, wird euch Maiden City vertraut vorkommen. Tatsächlich diente als Basis ein PC-Port von SoR und im Grunde ist es eine Sammlung der besten Schauplätze aus allen namhaften 2D Beat’em Ups der 80er und 90er Jahre. Wir kämpfen am Strand, in einem Stadion, auf der Autobahn, im Lift, im Park oder in der U-Bahn. Das ist zwar nicht sonderlich originell, drückt aber gekonnt auf die Nostalgie-Drüse.


Maiden Cops Test, Review, Testbericht für PlayStation, Xbox und Switch. Wertung und Fazit.

Auch wenn Maiden Cops nicht mit Originalität punktet, macht es sonst fast alles richtig. Es trifft einige kluge Entscheidungen, die das altbekannte Gameplay aufwerten. Ein gutes Beispiel dafür ist der Block-Button, ein Feature, dass den meisten Brawlern fehlt. Weiter werden Gegner nicht einfach links und rechts aus dem Sicht- bzw. Spielfeld geschlagen, sondern prallen an der Seite ab, sodass man sie gleich wunderbar weiterbearbeiten kann. Das Chain-System ist eine gute Idee, um Button-Mashing zu unterbinden. Werden wir länger nicht getroffen, treiben wir einen Score-Multiplier in die Höhe.


Maiden Cops Test, Review, Testbericht für PlayStation, Xbox und Switch. Wertung und Fazit.

Auch die Spezial-Attacken machen ihr eigenes Ding. Früher gab es davon meist nur eine, die in brenzligen Situationen gezündet wird und ein wenig Lebenssaft kostet. Hier gibt es gleich deren drei, die auf verschiedenen Buttons liegen, samt zugehöriger Energieleiste, die sich automatisch auflädt. Der Einsatz der Special-Moves kostet somit keine Lebensenergie, weswegen sie besser (und öfter) ins Gameplay integriert werden können.


Maiden Cops Test, Review, Testbericht für PlayStation, Xbox und Switch. Wertung und Fazit.

Eine weitere clevere und motivierende Sache ist, dass es viele Extras zum Freischalten gibt. Sammeln wir Gegenstände wie Schmuck, Portemonnaies, Schlüpfer, BHs oder Mini-Skirts der besiegten Gegnerinnen ein, verdienen wir Geld, das wir im In-Game Shop für neue Outfits, Pin-Up Artworks, Musikstücke oder sogar Cheat-Codes ausgeben dürfen. Die Cheats können zwar nicht verwendet werden, wenn man versucht, in die Online-Rangliste der besten 100 Spieler zu kommen, aber es macht abseits davon viel Spass, damit zu experimentieren.



Nerven kann die Tatsache, dass es für ein Beat’em Up nur sehr wenige Health Pick-Ups gibt. Auch zwischen den Levels gibt es keine Gesundheitsregeneration. Selbst Gegenstände, von denen man erwarten würde, dass sie die Gesundheit auffrischen (wie Schokoriegel oder eine Limo) machen lediglich den Geldbeutel dicker oder spülen ein paar Punkte auf den Score. Wer alle Continues verbraucht hat kann zwar trotzdem weiterspielen, verliert aber sein Punktestand. Gespeichert wird nach jedem Abschnitt automatisch. Wer ins Game Over fliegt, verliert den Save und startet von vorne, darf aber die bis dahin gesammelte Kohle behalten.


Maiden Cops Test, Review, Testbericht für PlayStation, Xbox und Switch. Wertung und Fazit.

Optisch hat mir Maiden Cops gut gefallen. Die Charaktere sind gross, sauber animiert und sehen hübsch aus und das nicht nur aus offensichtlichen Gründen wie z.B. wippenden Pixel-Brüsten. Filter wie Scanlines, Bloom oder eine CRT-Bildschirmwölbung sorgen für echtes Arcade-Flair. Der rockige Soundtrack passt zum Brawler-Gameplay. Abseits des üblichen Kampfgestöhnes gibt sogar ein paar Voice-Lines, die auf Japanisch eingesprochen wurden, was dem Anime-Flair zugutekommt. Die deutsche Übersetzung der Texte ist übrigens hervorragend und ziemlich lustig. Ein kompletter Durchgang dauert ungefähr eine Stunde. Wer alle Extra freischalten will, muss mit mindesten drei Durchläufen rechnen.



Fazit:

Pippin Games haben sich auf charmante und niedliche Spiele mit Manga- und Anime-Flair spezialisiert. Maiden Cops macht hier keine Ausnahme, bringt aber noch einen gewissen Sex-Appeal ins Spiel. Abseits der offensichtlichen Schauwerte bleibt trotzdem ein grundsolides Beat'em Up übrig, das dank seiner einwandfreien Spielbarkeit und mit einigen cleveren Eigenheiten überzeugt. Ob das Ganze für euch Waifu-Material ist hängt stark davon ab, ob ihr Fans klassischer Arcade-Brawler seid, denn Originalität sucht man hier vergebens und wie im Genre üblich, kann es schonmal repetitiv werden. Mir hat die günstige Klopperei einigermassen Spass gemacht.


Maiden Cops Test, Review, Testbericht für PlayStation, Xbox und Switch. Wertung und Fazit.

Maiden Cops ist als Download für PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S und Nintendo Switch erhältlich. Wir haben das Spiel auf der Xbox Series X getestet. Das Test-Muster stammt von Eastasiasoft, wofür wir uns herzlich bedanken!


Hinweis bezüglich Zensur: Das Spiel beinhaltet zwar keine Nacktheiten, trotzdem wurden die Konsolen Versionen leicht zensiert. So fehlen bei einigen der freischaltbaren Artworks und Bildern im Lade- und Game Over-Screen die sogenannten "Panty-Shots" und "Camel-Toes". Ebenso wurden alle Nippel entfernt, die sich durch die enge Kleidung abzeichnen. Die PC Version ist unzensiert.

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