The(G)net Review: Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin

Ganz ehrlich? Ich hatte keine Ahnung was mich in Monster Hunter Stories 2 erwartet und trotzdem hat es mich extrem überrascht. Ausser "Worlds" hab ich kaum Erfahrungen mit der Serie, aber das hat mir Spass gemacht und da sonst niemand den Test für Wings of Ruin übernehmen konnte, hab ich mich gemeldet. Deshalb lasst mich euch erzählen, wieso man mich kaum mehr von meiner Switch wegbekommen hat!


Test Monster Hunter Stories 2 Wings of Ruin Review Nintendo Switch

Die Rathalos fliehen. Das ist kein gutes Zeichen, denn laut den Legenden ist es ein Zeichen für die Ankunft der titelgebenden Wings of Ruin. In der Rolle eines Nachkommens des legendären Riders Red, übernimmt man eine wichtige Rolle im Schicksal des Ausmerzflügel-Rathas.


Obwohl die Geschichte des jungen Helden der noch kaum etwas kann, aber die Welt retten wird, sehr klischeehaft ist, wird sie schön und interessant erzählt. Komplett auf englisch bzw. japanisch vertont, ist es ein kompetenter Anime der gut unterhält, motiviert und voran treibt.


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Spielerisch wird ein fesselnder Mix aus bekannten Monster Hunter Elementen und einer grossen Portion Pokémon geboten. Gekämpft wird meist in einer Gruppe und immer mit einem so genannten Monstie an der Seite. Das sind die Partner der Rider und dienen als Mount und Kampfunterstützung. Kämpfe sind rundenbasiert, aktiv gesteuert wird dabei nur der eigene Charakter. Das Kampfsystem basiert auf einer Version von Schere-Stein-Papier, mit Kraft-Technik-Geschwindigkeit als Spielelement. Das Ziel ist theoretisch einfach genug, aber natürlich wechseln die Gegner immer wieder ihre Angriffe. Die Monsterangriffe zu antizipieren, um sie richtig zu kontern ist der Schlüssel. Mit vielen zusätzlichen Skills, Partnerangriffen und ultimativen Attacken, an denen alle Monsties und Rider gleichzeitig teilnehmen, wird ein tiefes und enorm abwechslungsreiches Kampfsystem geboten. Es ist schnell, erfordert Köpfchen und dank Belohnungen für z.B. das Abschlagen von bestimmten Körperteilen, ist es im Kern trotzdem Monster Hunter.


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Neben Kämpfen, Leveln und Looten nehmen die Monsties sehr viel Zeit in Anspruch. Bekommt man zum Start ein schon ausgewachsenes Monster zur Seite gestellt, ist es sehr schnell ein wichtiger Teil des Spiels Monstereier zu sammeln und auszubrüten. Je weiter ihr in der Story voran kommt, desto mehr Arten lassen sich finden. Insgesamt gibt es im Basisspiel 81 Monster. Dazu geht man in die offene (und leider sehr karge) Spielwelt und macht sich auf die Suche. Nester können einfach so gefunden werden oder indem man verwundeten Monstern zurück zu einem Bau folgt. Neben normalen Eiern bekannter Monster wie Diablos, Zinogre oder Tigrex (keine Angst, die Liste umfasst auch noch seltenere Monster) können auch seltene Eier mit Monstern mit besonderen Werten gefunden werden.


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Im späteren Spielverlauf dürfen zusätzlich noch die Werte und Farben von euren eigenen Monstern auf gefundene Eier umgeprägt werden, wodurch ihr eure ultimativen Monsties züchten könnt. Im Kampf darf zwischen Mönsterchen hin- und her gewechselt werden. Kombiniert mit verschiedenen Waffentypen die unterschiedliche Schadensarten zufügen, machen sie das Kampfsystem noch tiefgründiger und spannender.


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Natürlich können auch serientypisch gefühlt unendlich viele Rüstungen aus Monsterteilen hergestellt werden. Wings of Ruin ist also trotz dem drastisch unterschiedlichen Gameplay absolut ein Monster Hunter.


Grafikstil und Visuals sind herrlich anzusehen. Es ist farbenfroh und sieht vor allem in den Kämpfen sehr dynamisch aus. Leider läuft es, im Dock- oder im Handheld-Modus, nicht allzu oft mit flüssigen 30 Bildern pro Sekunde. Besonders in geschäftigen Siedlungen oder bei explosiven Kämpfen macht es gar keinen guten Eindruck. Da es sich nicht direkt um ein Action-Game handelt, fällt es nicht so schwer ins Gewicht, aber schade ist es trotzdem. Ausserdem wird einem am Start des Spiels extrem die Hand gehalten. In mehreren Kämpfen hat man selber überhaupt keinen Einfluss und muss sich an die Anweisungen des Spiels halten. Gepaart mit, zwar süssen, aber langen und ausführlichen Zwischensequenzen, macht es für einen zähen Start.



Fazit:

Erst einmal richtig in Wings of Ruin angekommen, hatte es in kürzester Zeit seine Klauen in mich geschlagen. Die Mängel sind schnell vergessen, wenn man wie ich von der Sammelwut gepackt wird und durch die Spielwelt flitzt, um sie alle zu fangen. Gepaart mit einem intuitiven Kampfsystem mit Tiefgang, einer schön erzählten Geschichte und umfangreichem Crafting wird sowohl für Monster Hunter als auch JRPG Fans sehr viel Tolles geboten.




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