The(G)net Review: Super Animal Royale

Ohne Arma 3 kein PUBG, kein Fortnite, kein Apex Legend und sicherlich kein Super Animal Royal. Die freche Battle Royale-Parodie von Pixile nimmt das Genre schamlos auf die Schippe und schickt statt Supersöldner und Eliteeinheiten pelzige Vertreter aus dem Tierreich im Knuddellook aufs 2D-Schlachtfeld.


Super Animal Royale Test Review

Super Animal Royal gibt sich gar nicht die Blösse irgendetwas neu zu erfinden, sondern bedient sich ungeniert an seinen Inspirationsquellen von Epic & Co. Schon nach den ersten Minuten ist klar, wie der Hase läuft. Nachdem sich wie bei Fortnite genügend Mitspieler in der Oberwelt aka Lobby zusammengefunden haben, werden alle 64 Spieler auf einen überdimensionalen Adler mit Sitzkabinen auf dem Rücken gepackt und genau wie bei den anderen Kandidaten durchfliegt ihr die Map namens Super Animal World und wählt euren Absprungpunkt. Per Regenschirm segelt ihr entweder gemächlich in euer gewünschtes Gebiet oder visiert im freien Fall den Landeplatz an.


Super Animal Royale Test Review

Sobald euer haariger Freund den harten Boden der Tatsachen unter seinen Füssen spürt, geht die Hatz los. Ihr steuert euren Protagonisten aus der Vogelperspektive durch die abwechslungsreiche 2D-Welt. Und natürlich tickt stets ein Timer, der unser Gebiet mit einem Giftgas-Ring umschliesst und sich konstant verkleinert. Der Standardsäbel bleibt nur solange im Repertoire, bis wir ein anständiges Schiesseisen gefunden haben. In Hütten, Häusern, Zelten und anderen Lokalitäten finden wir mal mehr, mal weniger nützliche Gegenstände. Für den Angriff gibt's Pfeil und Bogen oder eine anständige Wumme, für den defensiven Part haben wir dreistufige Schutzrüstungen, Heiltränke und Panzerklebeband.


Super Animal Royale Test Review

Ziemlich schnell trage ich eine Level 2 Panzerung, eine AK-47 und ein MG mit mir rum und fackle nicht lange, als ein Kontrahent meinen Weg kreuzt. Eine paar Kugeln in Richtung des Rivalen, einmal per Hechtsprung (unsere einzige Defensiv-Aktion) ausgewichen und schon loote ich seine Überreste. In meiner Gier übersehe ich am oberen Bildrand einen flinken Ballerburschen und ratzfatz liegt mein Charakter mit ein paar Schüssen im Rücken am Boden. Eine Giftgasgranate gibt mir den Rest. Game Over! Mir bleibt da nur die Wahl, ob ich als Zuschauer dem Treiben noch ein wenig beiwohnen möchte oder mich ins nächste Match stürze.


Super Animal Royale Test Review

Je nach Abschuss- und Killrate werden Erfahrungspunkte aufs Konto gescheffelt und allerlei Boni eingesackt, die wir für kosmetischen Schnickschnack, aber auch für neue Charaktervariationen und Tierarten ausgeben. Und auch hier geht's munter weiter, als wären wir bei Fortnite. Ich setze meinem Tierfreund einen Hut auf, verpasse ihm eine schicke Sonnenbrille, färbe seine Pelz in glänziges Blau und tausche den Säbel gegen einen Barsch als Schlagwaffe aus oder kaufe mir gleich ein Komplettes Set. Wem die Devisen ausgehen, kann gegen Echtgeld weitere Digi-Klunker für seine kosmetischen Vorlieben verpulvern. In Animal Battle Royale könnt ihr solo, im Duo oder als Vierertruppe losziehen.



Fazit:

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich ein paar Runden Fortnite oder Apex Legends absolviert habe. Ich kann Battle Royale nur in kurzen Dosen ertragen, denn für mich ist auf lange Zeit das Spielprinzip zu dünn und repetitiv. Super Animal Royale schlägt in die gleiche Kerbe. Man darf aber die putzige Grafik und die harmlos aussehenden Pelzkollegen nicht unterschätzen. Spielerisch hat Super Animal Royale genauso viel drauf, wie der Rest der Multiplayerballereien. Und wer bereits Genre-Erfahrung mitbringt, fühlt sich wie zuhause. Angefangen von der Lobby, über den Flugzeugabsprung, die Schlagwaffe zu Beginn, das Looten der Feinde etc., alles klassische BR-Elemente. Glücklicherweise muss in SAR nichts gebaut, gefarmt oder konstruiert, sondern nur geballert werden. Die lockere Topdown-Schiesserei macht für ein paar Stunden Laune, da vor allem die fitzelige, aber dennoch eigenständige Grafik und das sehr solide Gameplay den geknechteten Redaktionsjugo bei Laune halten. Die Steuerung lässt nichts zu wünschen übrig und wenn man erst mal einen Killstreak hinter sich hat, ist das genau der richtige Egoboost, um noch ein paar Runden länger zu bleiben. Dank der 2D-Draufsicht wird feigen Campern ein Strich durch die Rechnung gemacht. Verstecke gibt es kaum. Dies führt wiederum zu strafferem Gameplay und Matches die nur ein paar Minuten dauern. Wie gesagt, im BR-Genre bin ich kaum unterwegs und die Konkurrenz ist nicht nur riesig, sondern auch immer am Ball. Kein leichter Stand für Super Animal Royale. Ich werde aber in den nächsten paar Wochen gelegentlich reinschauen. Ein paar spassige Runden werden da sicherlich drin liegen.



Wir haben Super Animal Royale auf PS5 getestet. Das Spiel ist auch für PS4, Xbox One, Xbox Series, Switch und PC erhältlich, jedoch nur digital. Das Testmuster stammt direkt vom Publisher Modus Games, vielen Dank dafür.

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