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The(G)net Review: The Dark Pictures Anthology: The Devil In Me

Fertig mit Geistern, Hexen und Aliens. Im letzten Teil der ersten Dark Pictures Season wartet ein waschechter Serienmörder auf seinen Auftritt im virtuellen Rampenlicht.


The Dark Pictures Anthology: The Devil In Me Test Review Testbericht

Was für Rockstar Open World ist, stellt für Supermassive Games das Genre der interaktiven Filme dar. Insbesondere der Bereich Horror hat es den Engländern angetan. Spielten sich die Vorgänger bevorzugt im übernatürlichen Setting ab, basiert das letzte Spiel der Dark Pictures Staffel auf den Geschehnissen des ersten Massenmörders der USA, H.H. Holmes. Der Typ hat sich mit seinen Machenschaften in einem Hotel einen Namen gemacht.


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Wie es der Zufall so will, ist da ein kleines Filmteam, das Aufnahmen aus eben jenem Hotel benötigt, um die eigene Doku sauber abzudrehen. Dummerweise - und um das Spiel etwas spannender zu machen - wartet auf die fünf Kollegen mehr als nur ein authentisches Gebäude. In den gut acht bis zehn Spielstunden gilt es einmal mehr dem Tod ein Schnippchen zu schlagen und mit der gleichen Anzahl Teammitglieder abzureisen, mit der man im Hotel eingecheckt hat.


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Selbstverständlich warten auf die fünf Jungs und Mädels, nebst den üblichen Beziehungsproblemen, diverse Quick Time Events. Wie schon bei den Vorgängern sind diese je nach Schwierigkeitsgrad gnädiger oder eben unbarmherziger mit dem Spieler.


The Devil in Me bringt aber auch - für Supermassive Verhältnisse - geradezu bahnbrechende Innovationen mit sich. So trägt jedes Mitglied der Filmcrew einen individuellen Gegenstand bei sich. Diese helfen mal in der Umgebung oder werden vom Charakter dringend benötigt, wie beispielsweise einem Asthmaspray. Und als ob das noch nicht genug wäre, erhalten wir zum ersten mal ein richtiges Inventar, verrückt. So lassen sich neue (simple) Rätsel in den sonst von Quicktime-Events geprägten Spielablauf mischen. Zu guter Letzt klettern die Jungspunde neu über Stock und Stein. All das nimmt dem Spielgeschehen etwas an Passivität, welche die Vorgänger zuweilen dominiert hat.


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Erfreulich auch, dass die Protagonisten weniger trantütig durch die Gegend latschen. Zudem sind sie gar in der Lage, mit Objekten direkt zu interagieren und jene nicht nur wie bisher aufzunehmen und zu untersuchen, sondern auch mal zu verschieben.


Wer jetzt aufgrund dieser Änderungen ein Resident Evil erwartet, sollte seine Erwartungshaltung schnell wieder runter drehen. Im Kern spielen wir noch immer einen interaktiven Film. Einer der sehr langsam in die Gänge kommt, aber das kennen wir schon von anderen Spielen aus dem gleichen Haus. Schliesslich sollen uns die Charaktere erst etwas ans Herz wachsen, bevor sie brutal um die Ecke gebracht werden könnten.


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Erfreulich sind derweil zwei Dinge im Vergleich zum stand alone Spiel The Quarry, welches im Frühling für Schock-Momente sorgte. Einerseits empfinde ich die Spieldauer von knapp zehn Stunden als deutlich angenehmer, weil vermeintlich weniger sprichwörtlicher Leerlauf ins Spielgeschehen eingebettet wird. Zudem laufen unsere Charaktere nicht durch weite Waldgebiete, das Hotel ist deutlich kompakter. An Schockmomenten wird auch bei The Devil in Me nicht gespart.


Nicht unerwähnt soll bleiben, dass wir wieder im echten Online-Coop miteinander antreten dürfen. Eine Funktion, die bei The Quarry aus unverständlichen Gründen weg rationalisiert wurde. Couch-Coop ist auch wieder mit von der Partie.



Fazit:

Das von Saw inspirierte Setting rund um den Serienmörder im Hotel hat mich relativ schnell gepackt. Die Charaktere hingegen hätten etwas mehr Feintuning verdient. Gerade in The Quarry habe ich mich das eine oder andere Mal dabei ertappt, gerne etwas aktiver am Spielgeschehen teilzunehmen. Mit den integrierten Neuerungen wirkt das Spiel jetzt etwas frischer als seine Vorgänger. Zu guter Letzt ist The Dark Pictures Anthology: The Devil In Me noch immer ein interaktiver Film mit wenig wirklichem Handlungsspielraum. Genau das ist es aber, was ich von Supermassive Games erwarte. Und mit den sinnvollen Gameplay Anpassungen wurde an den richtigen Stellschrauben gedreht. Insgesamt ein würdiger Abschluss der ersten Staffel und für Freunde des Genres ein Pflichtkauf; so viel gibt’s schliesslich nicht davon.



Wir haben The Dark Pictures Anthology: The Devil In Me auf Xbox getestet. Das Spiel ist auch für PS4/PS5, Xbox One und PC erhältlich. Das Test-Muster stammt von Bandai Namco, wofür wir uns herzlich bedanken!


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