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The(G)net Review: The Drifter

Grafik-Adventures erleben seit einigen Jahren ein kleines Comeback. Und da The Drifter endlich auch auf Nintendos Konsole erschienen ist, verschlägt es uns nach Australien, wo ein Mordfall so schnell eskaliert, wie wir das von Videospielen gewohnt sind.


The Drifter Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Ich mag Adventures, die nicht gänzlich auf Humor aufgebaut sind. Zwar haben sowohl Police Quest wie auch Baphomets Fluch den einen oder anderen Scherz im Petto, die Handlung wird dennoch ernst erzählt, oft garniert durch den einen oder anderen Todesfall. Oder im Fall von Police Quest 4, einem gefundenen Kopf im Kühlschrank.


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Mick Carter ist ein australischer Herumtreiber, ein Drifter. Die Story beginnt damit, dass der Mann in seine Heimat zurückkehrt, da seine Mutter gerade beerdigt wird. Was sich erst wenig erfreulich aber nicht enorm spannend anhört, ändert sich schneller als manch Friedhofbesucher denken mag: Mick wird unerwünschterweise Zeuge eines Mordes und steht plötzlich selbst unter Tatverdacht. Darauf folgt eine düstere Geschichte voller Geheimnisse, garniert mit Sci-Fi-Elementen. Weiter auf die Geschichte möchte ich nicht eingehen; es sei aber gesagt: The Drifter bleibt bis zum Ende der gut zehnstündigen Spielzeit packend.


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Schon schnell wird klar: Wer ein lustiges Grafik-Adventure im Monkey-Island Stil erwartet, wird von The Drifter überrascht. Das Spiel bietet erwachsene Sprache und auch die eine oder andere «Kopf-im-Kühlschrank» Szene, die vielleicht nicht jedermann gerne sieht. Das insgesamt eher bedrückende Setting wird aber immer wieder durch eine Prise schwarzen Humor aufgelockert.


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Das Spiel wird schon seit seinem Steam-Release – übrigens vor gut einem Jahr – von allen Seiten gelobt. Wenig überraschend packt mich auch die Nintendo-Version im Handumdrehen. Doch wo liegen die Unterschiede zur PC-Version? Das Switch 1 Spiel wurde gekonnt an die Controller-Steuerung angepasst. Mick lässt sich intuitiv fluffig durch die verschiedenen Pixel-Screens steuern. Wer bereits eine Switch 2 besitzt, erhält das Update kostenlos. Jetzt dürfen wir die Joy-Cons als Maus verwenden, das funktioniert wunderbar. Trotzdem, auch weil wir nicht einzelne versteckte Pixel suchen müssen, blieb ich der Joypad-Steuerung treu. Das dürfte aussagend genug sein, wie gut deren Umsetzung gelungen ist.


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Nicht unwichtig bei einem Grafik Adventure der alten Schule: Wie viel Hirnschmalz müssen wir in die Rätsel investieren. Und wie viel Sierra-Unlogik treffen wir in Down Under an? Meist sind die Lösungen nachvollziehbar und deren Weg dorthin abwechslungsreich. Absurdes Ausprobieren von unzähligen Inventar-Gegenständen bleibt uns somit erspart.


The Drifter Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Der klassische Pixel-Look von The Drifter holt mich sofort ab. Wenn ich auch der Meinung bin, das Spiel wäre mindestens so gut, wenn nicht besser, hätte man dem Spiel moderne, handgezeichnete Grafik spendiert. Dennoch: Die Schauplätze sind abwechslungsreich und die verschiedenen Charaktere strahlen viel Persönlichkeit aus. Last but not least werden unsere Ohren mit einer starken englischen Sprachausgabe sowie einem stimmungsvollen Soundtrack verwöhnt.



Fazit:

The Drifter ist nicht überlang, was ich bei Grafik-Adventures sehr schätze. Aber auch nicht minimalistisch auf zwei-drei Stunden zusammengestutzt. Die perfekte Mischung, um die Story bis zum Ende hin spannend zu halten, ohne schon an einem Abend mit dem Spiel durch zu sein. Adventure-Freunde, die auf Prinzessinnen, sprechende Totenschädel und Monolith-Burger verzichten können, werden mit einem erwachsenen Grafikadventure belohnt, das seine Retro-Optik gekonnt mit modernen Komfortfunktionen präsentiert.


The Drifter Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

The Drifter ist als Download für PC sowie Nintendo Switch (2) erhältlich. Wir haben das Spiel auf der Switch 2 getestet. Das Test-Muster stammt von Powerhoof, wofür wir uns herzlich bedanken.


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