The(G)net Review: Trifox

Trifox ist fuchsteufelswild. Nicht nur haben die Schergen seine Heimatinsel überfallen, sondern auch seine geliebte Fernbedienung geklaut. Skandal! Trifox überlegt nicht lange. Kurz das Waffendepot geplündert und 'ne freshe Sicherheitsbrille angelegt, geht es den Invasoren an den Kragen.


Trifox Game Test Review Switch Playstation Xbox

In Trifox treffen wir auf einen launigen Mix aus Twinstickshooter, Plattforming und dem einen oder anderen Schalterrätsel. Bevor die wilde Piratenhatz losgeht, werden wir ins Tutorial befördert. Bereits zu Beginn doublejumpt der feuerfreudige Fuchs durch das isometrische Südseesetting und ein kleiner Dash lässt uns ausweichen. Mit ein paar Schüssen knallen wir die Piratenschergen über den Haufen und stecken uns die hinterlassenen Geldmünzen ins digitale Vallet.


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Kaum haben wir das Einstiegslevel hinter uns gelassen, dürfen wir uns mit der Oberwelt anfreunden. In der übersichtlichen Kuppel führen uns drei Türen in die entsprechenden Levels, die jeweils in vier Stages unterteilt sind. Klassisch wird der nächste Abschnitt erst freigeschalten, wenn man die vorherige Mission überlebt hat. Interessant wird es im War Room, in dem Trifox zahlreiche neue Fähigkeiten und Wummen freikaufen und ausrüsten kann. Anfänglich ist unser Budget begrenzt und viele Weaponspots bleiben gesperrt. Wir dürfen aber den Dash je nach Spielstil gegen einen mobilen Helikopterrucksack oder einen kleinen Minidash eintauschen. Eine grosszügige Staminabar zeigt uns an, wenn wir es mit dem rumhechten übertrieben haben.


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Aus den 27 verfügbaren Angriffsvarianten dürft ihr jeweils stets vor dem Levelbeginn vier davon ausrüsten. Entweder bewaffnet wir uns agressiv mit Miniturrets, Maschinengewehr und Schlaghammer oder gehen eher defensiv vor und nutzen den Kineticmove, um umliegende Kisten und Fässer auf unsere Feinde zu schmeissen, Minen zu legen oder ein temporäres Kraftfeld aufzuspannen. Je nach Stärke des ausgerüsteten Skills macht ein kurzer oder längerer Cooldown die Waffe kurzzeitig unbrauchbar.


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In den insgesamt 13 Abschnitten inclusive Showdown mit dem finalen Boss zerlegen wir hauptsächlich das nervige Piratenpack, werden aber regelmässig mit Sprungpassagen gefordert, die oft mit kleinen Knobelaufgaben leichterer Natur verwoben werden. Wir müssen Energiekerne finden und zum Terminal bringen, oder aktivieren in korrekter Reihenfolge mehrere Schalter, um das nächste Tor zu öffnen. Am Ende jeder Mission schickt euch der Piratenkönig einer seiner dickeren Schergen auf den Hals. In diesen mehrstufigen Bossfights versucht ihr in bester Twinstickmanier den Obermotz in die Knie zu zwingen. Für Komplettisten haben die Entwickler in jedem Stage blaue Kristalle versteckt. Diese schalten zwar keine neuen Levels frei, laden aber zum erneuten Durchspielen der etwa sechsstündigen Fuchsjagd ein.



Fazit:

Trifox ist eines dieser Spiele, wo es technisch nichts zu meckern gibt. Saubere Programmierung trifft auf passablen Genremix, der leider viel zu kurz geraten ist. Trifox war mir gleich sympathisch und das simple Spielprinzip mit dem ausufernden Waffenloadout unterhielt mich gut für ein halbes Dutzend Stunden. Mir gefielen die kniffligen Plattformeinlagen. Ich war aber von den simplen Rätselaufgaben und den etwas laschen Standardgegnern ein wenig gelangweilt. Am meisten freute ich mich auf die intensiven Bossfights, bei denen Entwickler Glowfish sein ganzes Talent zeigt. Ob es nun am Budget oder Ideenmangel liegt, das Dutzend Levels ist einfach zu wenig. Da hätte mehr kommen müssen. Somit bleibt Trifox ein solider TS-Shooter für die Switch, der dank den grosszügigen Rücksetzpunkten und jugendfreundlichem Design eher jüngeren Spielern zusagen wird.



Trifox ist digital für Nintendo Switch, Xbox und PC bereits zu haben. Die Playstation-Versionen folgen etwas später. Retail Versionen gibt es zum Zeitpunkt dieses Tests keine. Wir haben uns die Switch-Fassung angesehen. Das Test-Muster stammt von Entwickler Glowfish Interactive, wofür wir uns herzlich bedanken.

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