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- The(G)net Review: Need for Speed: Payback
Die Need for Speed Reihe existiert nun seit 1994, und jetzt kommt mit Need for Speed Payback ein neues Exemplar in die heimischen vier Wände. Die Arcade Rennspielreihe konnte jeweils mit der Underground Reihe, Hot Pursuit und auch Rivals begeistern. Leider war der letzte Sprössling der Serie, welcher gänzlich ohne Untertitel auskam, eher in der unteren Mittelklasse angesiedelt war. Need for Speed Payback schickt Geschwindigkeits-Verrückte in die fiktive Stadt Fortune City, welche ganz klar an Las Vegas angelehnt ist. Die Hauptfigur ist Tyler Morgan, anscheinend der „beste Racer der Stadt“ mit welchem im Verlauf des Spiels die meisten Rennen bestritten werden. Dazu kommen je nach Fahrzeugklasse noch zwei weitere Fahrer. Die Story ist im Prinzip simpel und entsprechend schnell erzählt: Tyler wird bei einem „Fast and Furious“ mässigen Autoklau hinters Licht geführt und muss nun für den Mann arbeiten, welchen er eigentlich beklauen wollte. Natürlich möchte sich Tyler rächen, also stellt er seine Truppe zusammen und macht das, was er letztendlich am besten kann: Rennen fahren. Die Charaktere in der Story wirken auf Dauer zu fad und gestellt, schnell ist der Punkt erreicht, an dem man einfach nur noch auf die Strasse möchte und der belanglosen Konversationen überdrüssig ist. Da hilft auch nicht, dass die Handlung an sich nur wenig spannend ist und stark and die Fast and Furious Filme erinnert. Die Fans der erfolgreichen Action-Filme sollten ganz offensichtlich angesprochen werden. Gelungen ist der zur Verfügung stehende Fuhrpark. Hier findet jeder Auto-Narr seine lieblings-Karre. Getunt wird ebenfalls, allerdings mit sogenannten „Speedkarten“, welche je nach Level das eigene Fahrzeug aufwerten. Wem der Grind auf Dauer zu langwierig wird, kann wie aus jüngster Vergangenheit in EA-Spielen zweifelhaft bekannt, auch durch Mikrotransaktion zu den Speedkarten gelangen. Die Möglichkeiten des optischen Tunings sind in etwa dieselben wie beim letzten Teil der Serie. Eine Neuerung zu den Vorgängern besteht nun in den Wetten, die jeweils vor Rennbeginn gemacht werden dürfen. Hier wird beispielsweise gewettet, sich 40 Sekunden auf der Gegenverkehrsbahn aufhalten zu müssen, um so extra Credits zu verdienen. Im Gegensatz zu früher und ähnlich wie beim Spiel „The Crew“ sind die Wagen nun in mehrere Kategorien unterteilt: Racer, Offroad, Drag, Drift und Runner. Währen man die Racer, Drag und Drift Rennen ja bereits kennt, sind Offroad und Runner etwas „neues“. Bei "Offroad" fährt man im Prinzip Sprint- oder Rundkurse neben der Strasse, während "Runner" eigentlich nur eine Verfolgungsjagd ist. Die einzelnen Kategorien werden unter den drei Fahrern im Spiel aufgeteilt: Tyler fährt Drag und Strassenrennen, Mac fährt Drift und Offroad und Jess die Runner Rennen. Die Races sind so ausgelegt, dass man sie beliebig oft wiederholen kann. Dabei bekommt man auch jedesmal die bereits erwähnten Speedkarten. Die diversen Wagen im Spiel werden im Verlauf der Story freigeschaltet und können dann für jede Kategorie erworben werden. Zusätzlich gibt es auch noch Wracks, deren Karten freigeschaltet werden, wenn man einen Boss besiegt. Die Klasse darf hier frei gewählt werden. Selten wurde an der Steuerung in der Need for Speed Reihe etwas falsch gemacht, so ist es auch glücklicherweise auch hier. Das Spiel läuft flüssig und wirkt optisch überzeugend, wenn auch nicht grossartig. Die Fahrzeuge sehen gut aus, ebenso Fortune City und dessen Umgebung. Fazit: Was soll ich nur mit Need for Speed anfangen? Aufgewachsen mit den beiden Underground Teilen kann man unmöglich zufrieden sein mit Payback. Die optischen Möglichkeiten reichen bei weitem nicht an Underground, Most Wanted oder gar Carbon heran. Die Speedkarten sind aber bei weitem die grösste Enttäuschung, die ich bis jetzt erlebt habe. Jegliches Tuning-Gefühl, das man jemals bei der Need for Speed-Reihe verspürte wurde nun durch eine Art Hearthstone Deckbau ausgetauscht. Die Tatsache, dass man Tuning-Teile nun auch noch mit Echtgeld erwerben kann, will ich nicht einmal kommentieren. Ich denke jeder kann sich vorstellen, was ich davon halte. Speziell da ohne Cash-Einsatz spätestens ab der Hälfte des Spiels Stunden des Grindens notwenig sind, um die eigene Karre konkurrenzfähig zu machen. Mein Fazit also: Wer auf die Fast and Furious Reihe steht, gerne Rennen rund um Vegas fährt und keine grossen Tuning-Ansprüche an einen Titel dieser Art hat, der ist mit Need for Speed Payback gut bedient. Für alle anderen und ganz speziell diejenigen, welche mit Klassikern wie Underground gross wurden, wird es aber eher zu wenig sein – die Erwartungen wurden schlicht nicht erfüllt.
- The(G)net Review: Bulletstorm: Full Clip Edition
Vor gut Sechs Jahren erschien Bulletstorm für den PC und die damaligen Konsolen, allerdings stark zensiert. Die Gegner möglichst kreativ und brutal auszuschalten, das war der Prüfstelle zu viel des Guten. Doch die Zeiten haben sich geändert und der Egoshooter wurde vom Index gestrichen. Grund genug, sich nochmal in das Testosteron getränkte Abenteuer zu begeben, welches nun in der FullClip-Edition mit allen DLC’s und schönerer Grafik erschienen ist. Eigentlich dachte sich der breit gebaute Grayson Hunt, er würde einen heldenhaften Job machen als Elite-Attentäter bei der Gruppe Dead Echo. Als er dahinter kommt, dass all seine bisherigen Opfer unschuldig waren, will er sich bei seinem ehemaligen Boss Sarano rächen. Leider missfällt der Versuch. Sein Team wird, bis auf den Kameraden Ishi, getötet und zu allem Übel stürzt er auch noch auf einem Planeten voller Banditen und Menschenfresser ab. Nun gilt es sich den Weg frei zu schießen, Sarano auszuschalten und vom Planeten wieder zu entkommen. Das klingt alles nach Standard. Das Bulletstorm aber mehr zu bieten hat als nur auf alles zu ballern was sich bewegt, zeigt das Skillshot-System. So können wir Gegner, die uns zu Nahe kommen, per herzhaftem Fusstritt in einen Abgrund, einen Kaktus oder an ein loses Stromkabel kicken. Entfernte Gegner ziehen wir per Elektropeitsche zu uns heran, oder wir rutschen mit Anlauf in sie hinein, um so auch die flinken Gegner von den Beinen zu hohlen. Durch die verschiedenen Möglichkeiten, welche auch von der Spielwelt abhängig sind, werden die Kämpfe erfreulich dynamisch. Je spektakulärer der Kill, desto mehr Punkte bekommen wir auf unser Konto gutgeschrieben. Mit diesen wiederum kaufen wir uns Waffenupgrades oder Munition. Das Waffenarsenal beschränkt sich auf die Standardauswahl eines Shooters, dafür kann bei jeder Waffe per Knopfdruck in einen anderen Modus gewechselt werden. Dem Sniper-Gewehr wurde sogar eine Bulletcam spendiert, mit der wir den Lauf der Patrone steuern können. Leider sind die Gegnertypen weder vielfältig, noch besonders intelligent. Dank den vielen Tötungsmöglichkeiten findet man schnell den richtigen Weg, jedem Gegner Herr zu werden. Zwar wurde die Grafik für die Konsolenversionen verbessert, aber man sieht dem Spiel die Jahre immer noch an. Dafür haben sich die Entwickler beim Leveldesign und dem Gameplay ein paar witzige Ideen einfallen lassen. Einmal kämpfen wir zum Beispiel in einer Miniatur-Stadt, ein andermal dürfen wir einen elektrischen Dinosaurier per Fernbedienung auf die Gegner hetzen. Sehr beeindruckend ist auch die Flucht, während dem wir uns die Gegner mit einer Minigun vom Leib halten und ein riesiges Rad hinter uns her rollt. Selbst im späteren Spielverlauf wird es nie langweilig, obwohl man meistens nur von Abschnitt zu Abschnitt rennt. Passend zum Humor des Spiels, wird man auch regelmässig von den vulgären Macho-Sprüchen zwischen Grayson und Ishi bei Laune gehalten. Später mischt auch noch eine weibliche Heldin mit und gegen Ende müssen wir sogar mit unserem Erzfeind zusammenarbeiten. Für die schlechte Stimmung in der Gruppe und wüste Beschimpfungen ist also gesorgt. Wer jetzt denkt: “Das könnte ja auch Duke Nukem sein”, darf sich freuen. Wer sich Bullet Storm vorbestellt hat, kann das komplette Spiel auch als Duke Nukem durchspielen, inklusive passender Sprachausgabe. Ansonsten gibt es den DLC auch separat im Store zu kaufen. Wie es sich gehört sind natürlich alle anderen Erweiterungen bereits mit enthalten. So können wir uns im Echo-Modus per Rangliste mit anderen Spielern messen oder im Anarchy-Modus zu viert Gegner-Wellen abwehren. Fazit: Endlich dürfen wir Bulletstorm so spielen, wie es von den Entwicklern gedacht war: Roh, brutal und blutig. Ein Spiel, welches weder eine tiefgründige Story, noch highend Grafik (trotz Remake und 60-FPS) oder herausfordernde Gegner bietet. Dafür wird man für rund zehn Stunden richtig gut mit Bombast-Action und coolen Sprüchen unterhalten. Splatterfans dürfen sich hier richtig austoben. Natürlich ist das Spiel schon ein paar Jahre alt, aber durch das nun unzensierte Gameplay und Duke Nukem als spielbaren Charakter könnte sich das Durchspielen auch für diejenige lohnen, die vor ein paar Jahren schon das Original gezockt haben. Allerdings muss man sich auch überlegen, ob man für ein Remake so viel Geld ausgeben möchte, wie für ein neues Vollpreis-Titel, denn die Retailversion hat einen stolzen Verkaufspreis.
- The(G)net Review: Star Trek Bridge Crew
Wer wollte nicht schon immer mal die U.S.S. Enterprise steuern, sich mitten im wohl bekanntesten Schiff der Flotte befinden und die Föderation zu noch unbekannten Flecken im Universum führen? Genau jenen Kindheitstraum möchte Ubisoft mit Star Trek Bridge Crew und der gütigen Mithilfe der Sony Virtual Reality Brille möglich machen. Die Erfüllung jenes Traumes wird erstmals nur möglich, sollte der geneigte Spieler sich bereits im Besitz der nicht gerade günstigen VR-Hardware befinden. Der Juni ist aber ein guter Monat, mit dem Kauf zu liebäugeln. Schliesslich erschien mit Farpoint erst gerade ein wegweisender Titel im Bereich Virtual Reality für Sonys Konsole. Dessen Schiessprügel dürfen wir auf dem Schiff der Flotte jedoch nicht anwenden, dafür aber das Prunkstück der Föderation, die USS Aegis, im Detail selbst steuern. Geht es bei Farpoint noch vermeintlich hektisch zur Sache, ist die Atmosphäre auf der Aegis geradezu gemütlich. Doch wir befinden uns hier in der Virtuellen Realität, obschon möglich, bevorzugt man die Motion-Control Steuerung mittels zwei Move-Controllern. Funktioniert zwar nicht viel besser als mit dem Joypad, saugt den Spieler aber mitten ins Spiel rein. Wie automatisch drückt man Schalter und setzt Hebel in Bewegung – durch eine Handbewegung; intuitiv – auch spannend? Das Spielprinzip könnte viel banaler nicht sein, gleichzeitig weist es auch eine gewisse Komplexität auf. Letztere besteht insbesondere darin zu verstehen, welcher Knopf und- oder Schalter gedrückt werden muss, um die gewünschte Schiffes-Aktion ausführen zu lassen. Die Banalität ruht daher, dass effektiv nur Hebel umgelegt und Schalter gedrückt werden – auf Dauer nicht die grosse Herausforderung. Abwechslung bringt die gewählte Position. So befindet sich der Spieler nach Wunsch in der Rolle des Steuermannes, dem taktischen Offizier, Chef-Ingenieur oder gar dem Captain selbst. Je nachdem liegt der Fokus auf der Kontrolle der USS Aegis, dem abfeuern von Protonen-Torpedos, dem Zuweisen von Power an die verschiedenen Energie-Bezüger. Der Chef an Bord ist bekanntermassen der Captain, so auch hier. Die meisten Informationen stehen ihm zur Verfügung, Anweisungen werden durch jenen gegeben. Nur logisch, dass der Solo-Spieler auf dem Captains-Sitz Platz nimmt und die KI entsprechend befehligt. Sollte jene nicht exakt den eigenen Vorstellungen nach handeln, darf kurzerhand die Position gewechselt und deren Rolle übernommen werden. Das Tracking funktioniert übrigens grösstenteils sehr gut; wenn es auch nicht immer über jeden Zweifel erhaben bleibt. Das Solo-Spiel – so viel bereits jetzt – kann aber wahrlich nur gnadenlosen Star Trek Fans zugemutet werden. Wie bereits erwähnt ist das Spielprinzip äusserst simpel gehalten, nach der gut drei Stunden umfassenden, wenig spannenden Story bleibt wenig Motivation, den Titel nochmals zu starten. Anders sieht das im Multiplayer Modus aus, im Idealfall zusammen mit drei Star Trek affinen Freunden, die natürlich ebenfalls ein VR-Set benötigen. Hier verbergen sich aber die Qualitäten von Star Strek Bridge Crew. Schnell überwiegt das Mittendrin-stat-nur-dabei Gefühl, wir haben uns mit der eigenen Rolle identifiziert und geben uns dem Teamplay völlig hin; VR sei Dank. Dennoch auch hier ein kleines Defizit, das zwar nicht nur die Bridge Crew betrifft, hier aber besonders auffällt: Spiele mit eigenen Bekannten bringen viel Spass, das Auffüllen des Teams mit Fremden funktioniert zwar einwandfrei, aber es ist nicht das Gleiche. Kirk und Spock kennen sich schliesslich auch schon länger als zwei Minuten, wenn das erste Gefecht ansteht. Zudem bietet das Spiel an sich auch im Mehrspieler-Modus nur wenig an Abwechslung. Oft wird gescannt, ab und an folgt ein Angriffs-Scharmützel. Die Aufgaben wiederholen sich schnell. Fazit: Star Trek Bridge Crew ist ein Spiel, das ausschliesslich in VR funktionieren kann. Die banalen Aufgaben machen dank dem Versinken in der immer noch neuen virtuellen Realität Spass. Das Team-Play ist je nach Team geradezu fantastisch. Auf lange Sicht fehlt dem Titel aber ein Schuss Abwechslung. Die grafische Darstellung ist zudem VR-typisch wenig begeisternd. Was bleibt ist ein interessantes VR-Experiment das mit den richtigen Leuten definitiv ein Kauf wert ist. Star Trek Fans dürfen sich zudem virtuell in die original Enterprise begeben, was fast schon alleine ein Kaufgrund darstellen mag. Alle anderen VR-Besitzer sind sich bewusst, dass der Solo-Spass hier schnell auf der Strecke der unendlichen Galaxien bleibt.
- The(G)net Review: Mario Kart 8 Deluxe
Nachschub für die Switch, selbstverständlich von Nintendo selbst. Im Gegensatz zum herausragenden Zelda handelt es sich beim April Release nicht um ein gänzlich neues Spiel. Mario Kart 8 Deluxe ist letztendlich nicht viel mehr als eine Umsetzung der WiiU-Version; eine gelungene Umsetzung? Mario Kart 8 haben wir im Mai 2014 mit folgendem Fazit bewertet: „Mario Kart 8 ist ein hervorragendes Fahrvergnügen, egal ob alleine, zu zweit oder gegen ein ganzes Feld menschlicher Fahrer aus aller Welt. Die neuen und alten Strecken begeistern stellenweise enorm oder entzücken durch Neuinterpretationen alt bekannter Kurse. Wenn wir auch gerne mehr Strecken aus der 16- und 64-Bit Zeit gesehen hätten. Einige Details ärgern dennoch. Wieso ist die als Standard aktive Auswahl nach jedem Rennen, eine Wiederholung zu sehen, statt gleich die nächste Strecke zu starten? Weswegen wurde der Battle-Mode fast komplett verhunzt? Sprachchat während des Rennens wäre doch gerade bei Mario Kart der fiesen Schadenfreude äusserst entgegenkommend? Alles Details die dem grossartigen Spielerlebnis keinen Abbruch tun. Hätte man sie aber ausgemerzt, würde hier das nahezu perfekte Spiel auf uns warten. So ist Mario Kart 8 nur fast perfekt und für jeden Fan der Serie ein klarer Grund, sich eine Wii U Konsole neben den Fernseher zu stellen – sofern dies nicht schon längst der Fall sein sollte.“ "Nicht viel mehr als eine Umsetzung", das hört sich so gar nicht positiv an. Mitnichten, Mario Kart 8 Deluxe vereint das grossartige Mario Kart 8 mit allen bislang erschienenen Download Contents und packt als Sahnehäubchen noch weitere Strecken und Fahrer obendrauf. Namentlich das Skelett Knochentrocken, welches seinen ersten Auftritt in Super Mario Bros 3 feierte. Aber auch Splatoon Charaktere und King BuuHuu sind mit von der Partie. Passend dazu für Retro-Freunde noch eine GameCube Strecke sowie eine welche ihren Ursprung auf Nintendos 16-Bit Konsole hat. Somit sprechen wir von 48 Kursen, 42 Fahrern und einem komplett neuen 200ccm Modus, für Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt. Soweit so gut, die Ergänzungen freuen insbesondere Spieler, die sich die vergangenen drei Jahre auf der Wii U mit dem Spiel ausgetobt haben. Richtig interessant wird es aber mit dem Battle-Mode. Endlich dürfen wir wieder die besten Freundschaften auf Probe stellen und die Ballons von deren Karts schiessen. Auf acht unterschiedlichen Arenen geht es dabei zur Sache. Zusätzlich sorgen noch weitere Modi für Auflockerung im Renn-Alltag, kurzweilige Unterhaltung ist garantiert. Den so oft zitierten i-Punkt bilden einige neue Items; die unter Super Mario Kart Liebhabern heiss geliebte Feder ist zurück, sowie die „Schlau-Steuerung“. Letztere verhindert ungeschicktes Lenken des eigenen Karts in den nächstgelegenen Abgrund. Das passiert, indem das Spiel automatisch gegensteuert. Allerdings „hilft“ die Steuerungs-Option auch dem „idealen“ Streckenverlauf zu folgen. Bietet sich bspw. auf einer Strasse die Option links, rechts oder durch die Mitte zu fahren und in der Mitte befindet sich ein kleiner Tempo-Boost, ist es uns mehrmals passiert, dass die Hilfestellung in die eigene Kontrolle reinpfuscht und es verunmöglicht, den Boost in der Mitte zu erreichen. Offensichtlich hält die „Schlau-Steuerung“ in diesem Fall den Weg rechts daran vorbei für die gescheitere Option. Wenig schlau und in erster Linie störend. Noch besser: Es bedarf einiges an Suchen, bis der geneigte Spieler entdeckt, wo diese sinnfreie Hilfe deaktiviert werden kann; als Standard hat Nintendo das Ding nämlich aktiviert. Es gilt in der Fahrzeugauswahl zu den Fahrzeug-Details zu schalten und dort darf mittels R- oder L-Button ein Icon de- oder aktiviert werden. Technisch beeindruckt der Titel insbesondere deswegen, weil Mario Kart 8 Deluxe das klar beste Handheld Mario Kart aller Zeiten darstellt. Sowohl auf dem Switch Screen wie auch an der heimischen Mattscheibe läuft der Titel durchwegs flüssig, sowohl im Single- als auch im Splitscreen-Modus. Letzterer ist nur beschränkt auf dem Switch Screen zu empfehlen, das Sichtfeld wird hier doch gar klein dargestellt. Der Online Modus ist wieder mit von der Partie, geändert wurde aber rein gar nichts. Nintendo hinkt hier noch immer Jahre der Zeit hinterher, kein Sprachchat, keine Lobby, kein gar nichts. Fazit: Stellung nehmend auf unser drei Jahre altes Fazit, hat sich einiges zum Besseren gewandt, anderes leider nicht. Fantastisch ist die riesige Strecken-Auswahl und die schier unzähligen unterschiedlichen Fahrer aus dem Nintendo Universum. Grossartig zudem, dass alle bisher erschienenen Downloads mit auf der Game-Card drauf sind. Der damals kritisierte Battle-Mode ist wieder mit der gewohnten Qualität zurück und unterhält in geselliger Runde für Stunden. Jene ist aber auch in Mario Kart 8 Deluxe notwendig, denn der Online-Modus fühlt sich an wie zu Dreamcast Zeiten. Das Spiel bietet so viele Online Funktionen wie die Switch selbst es vermuten lässt, und Mario Kart ohne Sprachchat ist leider nur wenig begeisternd. Somit gilt es auch 2017 die Freunde nach Hause einzuladen oder die Switch zum Kollegen mitzunehmen, zumindest das gestaltet sich nun einfacher. Wer von Mario Kart 8 auf der WiiU noch nicht genug hat oder auch mobil spielen will, holt sich den besten Fun-Racer aller Zeiten ins Haus. WiiU Verweigerer kommen um den Kauf sowieso nicht rum.
- The(G)net Review: MLB 17: The Show
Ist dieses Game nur etwas für Leute die sich mit Baseball auskennen oder kann hier jeder Spass am Spiel finden? Ganz ehrlich: Keine einfache Frage. Ich war schon immer ein Fan des Sports und habe mich immer wieder über Filme und Handy Games für Baseball interessiert. Es ist faszinierend, mit welcher Geschwindigkeit der Ball vom Pitcher zum Schlagmann fliegt. Wie Sekunden über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Hollywood kann dies in Perfektion illustrieren und selbst in der Schweiz findet dies Anklang. Doch wie sieht es mit einem Baseballspiel für die Playstation aus? Schon vor Jahren hatte ich The Show im Blickfeld und gönnte es mir als letztes Spiel für die altehrwürdige PS3. Was ich da gesehen habe war einfach nur genial. Schon dazumal war die Grafik des Spiels für PS3-Niveau extrem hoch. Leider konnte der Titel in der Schweiz nicht erworben werden, es benötigte einen Amerika Trip oder den gut sortierten Import-Händler. Heutzutage ist das glücklicherweise einfacher. Sowohl im PS Shop wie auch in diversen Läden findet das Spiel seinen berechtigten Platz. Trotzdem erscheint es in keiner Top10 Liste und auch in den Regalen befindet es sich eher weiter unten. Wie bei NFL oder anderen Sportarten, welche in der Schweiz nur von einer Randgruppe gespielt werden, findet auch im digitalen Bereich Baseball eine eher kleine Fangruppe. Verständlich, denn wenn man nicht weiss, wann zu einer Base gerannt werden kann, darf oder soll, ist das Spiel schon eher eine Bürde als ein Spass. Sony fand hier mittels Intro einen guten Weg, einem nicht so geübten Spieler die Regeln zu erklären und lässt auch hier die Freiheit, ob jener als Pro oder als Amateur mit der Steuerung verfahren möchte. Die unterschiedlichen Möglichkeiten wie die Würfe, das Schlagen oder Rennen betätigt werden sollen sind für jeden Spielstil nicht gerade klein. Gleich am Anfang im Intro wird ersichtlich, welche Steuerungsoptionen benutzt werden können. Dazu bietet sich auch gleich die Möglichkeit, jene zu testen und dementsprechend zu speichern. Trotzdem sollte man sich vorher etwas über Baseball schlau machen, sollten noch gar keine Kenntnisse vorhanden sein. Grafisch lohnt sich das Spiel allemal. Auch die PS4 Fassung (wohlverstanden: Das Spiel erscheint jedes Jahr, nur hatte ich schon seit längerem keine Version mehr gespielt) ist ein Augenschmaus. Durch die Zusammenarbeit mit MLB Network hat das Spiel einen Fernseh-Charakter par excellence. Die Kameraeinstellungen, die Präsentation der Spieler wie auch das Erscheinungsbild im Ganzen, zeigen genau das, was es auch im TV zu sehen gibt. Gerade im Intro-Film konnte ich kaum erkennen, ob es sich dabei um Real- oder CGI-Grafik handelt. Umso enttäuschter war ich dann über die Darstellung der Gesichter in eigentlichen Spiel. Alles perfekt und nahezu echt, und dann das. Oft kann man darüber wegsehen, aber nicht immer. Auch der Karriere-Modus lässt viele Wünsche offen. Zuerst geht es durch einen eher schwach gemachten Draft, ein richtiges Wow-Gefühl fehlt hier leider. Dann folgt der übliche Weg über das Farm-Team und mittels gelungenen Spielen gilt es sich die MLB hoch zu arbeiten. Es ist dem Spieler überlassen ob jener das ganze Spiel mitverfolgen möchte. Das kann auch mal 3-4 Stunden gehen, entsprechend besteht die Möglichkeit, nur in die Schlüsselmomente des eigenen Charakters involviert zu sein. Wie von diversen anderen Sportspielen bekannt gibt es einen Online Modus wie auch die Möglichkeit Karten und Verbesserungen zu erlangen. So gibt es dann auch Boosts und andere Nettigkeiten die entweder erspielt oder gekauft werden. Baseball ist auch ein Spiel der Statistik. Hier bietet Sony schier unendliche Möglichkeiten. Egal welche Statistik von Interesse ist. Egal welchen Vergleich man machen möchte. Alles ist ausführlich ersichtlich und kann letztendlich auch über Sieg und Niederlage entscheiden. Selbstredend sind auch alle Lizenzen von der MLB wie auch deren Farmteams vorhanden. Der Sound erfüllt seinen Zweck, berauscht aber wenig. Baseball ist bekanntlich ein eher ruhiger Sport und so wird, nicht wie in anderen Sportarten, das Spiel nicht mit exzessiver Musik untermalt. Es ist eher wie in einem Live-Spiel. Der Spieler fühlt sich effektiv wie bei einer TV-Übertragung, nur mit dem feinen Unterschied, Einfluss auf den Spielverlauf nehmen zu können. Fazit: Wer Spass am Baseball im TV hat, kann sich hier auch mal etwas austoben. Das Spiel ist im Grossen und Ganzen sehr gut gelungen. Die Grafik und die Kamera-Präsentation sind einfach nur gigantisch. Auch wenn die Spielergesichter etwas zu wünschen übrig lassen. Letztendlich ist das Baseball Feeling und auch das Gameplay einwandfrei und das Spiel macht Spass. Auch wenn im Karriere Modus noch etwas Aufholbedarf ist, kann der Titel für längere Zeit begeistern. Wer nichts mit Baseball am Hut hat, sollte sich aber nicht mit dem Spiel auseinandersetzen; das dürfte auf der Hand liegen. Es ist immer noch ein Spiel für Fans des Sports. Generell Sportbegeisterte die mal etwas Neues ausprobieren möchten, dürfen natürlich auch einen Blick riskieren. Wie wahre Baseball Fans erkennen können, bin ich wenig geübt in dieser Sportart. So habe ich absichtlich keine spezifischen Ausdrücke verwendet und das Spiel eher aus meiner nicht ganz fachmännischen Perspektive beurteilt. Das hilft sicherlich dem Grossteil der Interessierten, jenen dürfte es ähnlich ergehen wir mir. Denn MLB Anhänger müssen sich den Titel sowieso holen – etwas Besseres gibt es im Genre aktuell kaum.
- The(G)net Review: Resident Evil 7: Biohazard
Statt dessen bewegen wir uns in Form des Protagonisten Ethan durch die Gegend.
- The(G)net Review: Space Rift – Episode 1
Vibrant Core kündete mit Space Rift – Episode 1 einen actionlastigen Weltraum Shooter an, der leider dem Namen "Shooter" nicht ganz gerecht wird. Wir fliegen im Cockpit unseres Raumgleiters durch die Galaxie und kämpfen für die Freiheit der Menschheit auf dem Mars. Die Geschichte erzählt das Leben des Mineralienschürfers Casey Black, der seinen Arbeitsplatz im Asteroidenfeld gegen die Teilnahme an einer Rebellion tauscht. Klingt spannend, ist es aber nicht. Viel zu mager fällt der Inhalt des Spiels aus. Die Raumstation ist, scheint sie auch noch so gross, mit gerade mal zwei Charakteren besetzt. Egal ob ich das Spiel auf Englisch oder auf Deutsch spiele, ist die Lippensynchronisation ein Witz. Mehrmals schon in den ersten Minuten spricht jemand, aber keiner der anwesenden bewegt die Lippen. Die Chefin und ihre Technikerin stehen stets starr am Fleck, drehen Casey in Unterhaltungen nicht einmal den Kopf zu. Diese Trostlosigkeit setzt sich im Cockpit fort, wo man in der Rolle des ehemaligen Mineraliensammlers kaum eine Minute Ruhe vor Anweisungen, Beschreibungen, Diskussionen und anderem Gerede der immer gleichen Stimmen hat. Falls man nicht sofort stehen bleibt und minutenlang wartet, schafft man es nicht einmal, die optionalen Sprachmitteilungen des ehemaligen Auftraggebers anzuhören, um wenigstens ein Stück weit in das grundsätzlich interessante Szenario einzutauchen. Die stimmungsvolle Leere des Weltalls aufzusaugen ist hier jedenfalls Wunschdenken. Die Unendlichkeit des Alls wird leider auch nicht genutzt. Lediglich zehn kleine Missionen werden zur Verfügung gestellt und sind nach kurzer Spielzeit schon erledigt. Die Steuerung wird etwas anstrengend, wenn ich feindlichen Drohnenschiffen den Garaus machen will. Die haben nämlich die überaus nervige Angewohnheit, sich permanent hinter mein Schiff zu klemmen. Da laufen die folgenden Verfolgungsjagden immer darauf hinaus, dass ich mich unkoordiniert im Kreis drehe. Wie ein Hund, der seinen eigenen Schwanz jagt. Da die Blickrichtung gleichzeitig das Zielobjektiv darstellt, ich jedoch zum Bedienen der Anzeigen, etwa für das Licht des Raumschiffs oder den Wechsel zur Sekundärwaffe, in meinem Cockpit umhersehen muss, verliere ich in hektischen Gefechten oder gar engen Räumen gerne mal die Übersicht. Gepaart mit der Möglichkeit, mich in alle Richtungen zu bewegen, während sich das Raumschiff gleichzeitig um die eigene Achse dreht und ich mich dabei noch im Schiff umsehen muss, da wird mir etwas gar flau im Magen. Gerade bei längeren Kämpfen musste ich öfters Pausen einlegen, weil mich sonst der Motion-Sickness-Schwindel übermannte. Grafisch lässt das Spiel leider auch zu wünschen übrig. Im ersten Moment ist der grosse Weltraum fantastisch und führt zu einem gewissen Wow-Effekt. Doch sobald ich auf einen Planeten oder auf Gestein zufliege, verliert sich das schnell. Schade an der Sache ist, dass gerade in einem Spiel, wo verlangt wird, dass ich auf die Objekte zufliege, jene dann so dürftig aussehen. Leider sind auch die Ladezeiten von langer Dauer und werden mit einem trostlosen, schwarzen Bildschirm "versüsst", was mit der Brille auf dem Kopf immer sehr unangenehm ist. Die Dialoge ziehen sich immer unnötig in die Länge und ermüden einen je länger das Spiel geht. Wenn dann Casy Black immer wieder reklamiert, dass er mit der Situation nicht zufrieden ist, fühlt man sich selbst schon fasst etwas auf den Arm genommen. Schliesslich muss man sich die Dialoge anhören und können nicht abgebrochen werden. Leider kann ich diesem Spiel nur wenig Positives abgewinnen. Ich weiss, dass Virtual Reality noch in den Kinderschuhen steckt und das Ganze für die Hersteller noch Neuland ist. Dennoch erwarte ich von einem Spiel etwas mehr... Fazit: Nicht alles ist schlecht und wenn man diesen Bericht liest, könnte man meinen, dass das Spiel geradezu unspielbar sei. Dem ist nicht so. Ich selbst habe einfach nur sehr schnell die Lust am Spiel verloren, weil ich grossen Wert darauf Immersion lege. Ich will mich in ein Spiel hinein fühlen. Leider stimmte die Lippensynchronisation überhaupt nicht und auch die Charakteren werden grösstenteils belanglos und langweilig dargestellt, so dass ich einfach nicht warm wurde mit dem Spiel. Trotzdem kam im Cockpit immer wieder gute Stimmung auf. Bei den Kämpfen wurde einem dann doch noch etwas "Weltraum-Gefühl" vermittelt. Man kann aber eigentlich nur hoffen, dass Episode 2 in Sachen Präsentation und Atmosphäre zulegen kann.
- The(G)net Review: Dragon Ball: Xenoverse 2
Vor gut 1.5 Jahren erschien Dragonball Xenoverse. Statt wie bislang ein kampfbetontes Gameplay zu präsentieren, gab es hier eines, das eher an die Naruto Spiele erinnerte. Das führte sowohl zu Lob wie auch Kritik. Nun soll Dragonball Xenoverse 2 an den Erfolg des Erstlings anknüpfen. Nach der Charaktererstellung und einem kurzen "Rassen-Video", findet man sich in der neuen Stadt Conton City wieder. Wie auch im ersten Teil ist man hier wieder ein Mitglied der „Time Patrollers“, einer Art Zeitpolizei, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, Eingriffe in den natürlichen Verlauf der Geschichte aufzuspüren und zu korrigieren. Denn zwei mächtige Feinde setzen alles daran, Son Goku und seine Freunde zu vernichten und selbst immer mächtiger zu werden. Man nimmt dabei jedoch nicht die Rolle eines der großen Helden ein, sondern entwirft zu Beginn die eigene Figur, angefangen bei der Rasse (Mensch, Saiyajin etc.) über Geschlecht und Optik bis hin zur Stimme. Für Besitzer des ersten Teils gibt es da ein besonderes Extra, denn sie können ihre Figur übertragen, um so zumindest auf Optik und Spezialangriffe zurückgreifen zu können. Außerdem kann diese Figur als der Held in Szene gesetzt werden, der bereits einmal die Zeit gerettet hat und nun mit Trunks umherzieht. Wer hier nun eine neue Handlung erwartet, der wird leider enttäuscht. Man beginnt mit praktischen den gleichen Kämpfen wie im ersten Teil. Zwar wurden hier und da neue Elemente und Feinde hinzugefügt, jedoch kommt keinerlei Spannung auf und mit der Zeit fehlt definitiv die Abwechslung. Die neue Stadt Conton City wurde im Vergleich zur TokiToki Stadt aus dem ersten Teil machtig aufgemöbelt: Die Stadt ist nun wesentlich grösser, es wurden diverse Möglichkeiten wie Zeitspalten und eine Kampfschule eingebaut. Bei den Zeitspalten handelt es sich dabei um Orte, wie z.B. Mr. Satans Haus, an denen bestimmte Personen, wie eben z.B. Mr. Satan und der Grosse Sajaman anzutreffen sind, die den Spieler mit Nebenquests bei der Stange halten. Leider sind diese am Anfang recht unverständlich, sorgen dafür aber mit der Zeit für ein wenig Abwechslung. Wie im vorherigen können auch in diesem Teil wieder Parallelquests bestritten werden, ob allein oder mit Freunden. Diesmal stehen 70 verschiedene Charaktere aus dem DB Universum zur Verfügung. Neue Kostüme und Fähigkeiten können wie gewohnt in Shops mit Zeni erworben werden. Neu dazu kommen nun noch Medaillen, die ebenfalls als normales Zahlungsmittel eingesetzt werden können, oder im Medaillenshop, in welchem es stärkere Fähigkeiten und andere Klamotten gibt. Ebenfalls nicht fehlen dürfen natürlich die Meister, welche dem Spieler wie gewohnt in Quests neue Fähigkeiten beibringen. Leider ist das Kampfsystem nicht für grandiose Kämpfe ausgelegt: So gibt es zwar wieder Kombos, diese sind aber so einfach und einheitlich geplant, dass es nach einiger Zeit eher in sprödes Butto-Mashing ausartet, anstatt gekonnte Controller-Künste zu fordern. Darüber hinaus kooperieren die Figuren auf dem Feld so gar nicht miteinander, weshalb die KI immer wieder die Angriffsserie zerstört. Das ist nicht nur total unnötig, sondern auch ziemlich frustrierend auf Dauer. Auch die Transformationen im Kampf können nicht wirklich überzeugen: So finde ich es zwar toll, als drei-facher Super-Saiyajin mit riesig langen Haaren durch die Welt zu fliegen, jedoch bringen die Transformationen nicht dasselbe Feeling, wie damals in den Budokai Teilen. Nichtsdestotrotz macht „Dragon Ball Xenoverse 2“ einen soliden Eindruck. Der Umfang ist okay, die Steuerung zwar simpel aber intuitiv und auch das Gameplay ist altbekannt, sodass man sich schnell zurecht findet. Kommen wir zuletzt zur Grafik und den Dialogen. Immer wieder findet man sich in zahllosen Disskusionen der Charaktere wieder, welche sehr langatmig und mit der Zeit einfach nur noch langweilig sind. Bald beginnt man daher, die Dialoge zu überspringen, weil man einfach nur spielen will. Die Grafik ist weiterhin matschig, jedoch konnte man die Ruckler in den Griff kriegen. Fazit: Dragon Ball Xenoverse 2 kann man am besten mit drei Worten zusammenfassen: Update zum Vollpreis. Ein paar kleinere Veränderungen, hier und da eine Anpassung und das praktisch identische Gameplay lassen die Frage offen, was eigentlich gross geändert wurde. Eine neue Story sowie ein paar einschlägige Neuerungen und schon wäre alles frisch und anders gewesen. Hätte man doch lieber ein wenig mehr Zeit investiert, beispielsweise die Zeitspalten noch mehr ausgebaut, dann hätte man den ersten Teil wahrscheinlich toppen können. Nach wie vor bleiben die Charakterentwicklung und die Trainings-Sessions mit den Meistern aber spassig. Ich habe als eingefleischter DB-Fan trotz der Mankos nach wie vor meinen Spass.
- The(G)net Review: Pac-Man: Championship Edition 2
Wer kennt ihn schon nicht? Den kleinen gelben Pillenfresser mit dem Namen Pac-Man. Schon als Kind konnte ich in Italien am Strand nicht von den Spielautomaten ablassen und musste mit Pac-Man auf die Punkte-Jagd gehen. Nun ist es auch für mich als PS4 Spieler möglich, dies in den eigenen vier Wänden zu tun. Natürlich liess ich es mir nicht nehmen, dieses Spiel zu testen und mich in die früheren Zeiten zurück zu versetzen. Ob Bandai Namco Games es geschafft hat, einen würdigen Nachfolger auf die Sony Konsole zu bringen? Das Spielprinzip kennt jedes Kind. Der gelbe Vielfrass jagt durch das Labyrinth und muss sich von den Geistern in Acht nehmen. Dabei soll er die weisen Kugeln sammeln und sich davor hüten, die Geister (ohne zuvor die besonders leckere Kirsche gegessen zu haben) zu berühren. Das Spiel hebt sich ein bisschen vom Original ab und wirkt im Grossen und Ganzen etwas rasanter. Um sich an das "neue" Spielprinzip zu gewöhnen, folgt ein leicht und sehr verständliches Tutorial, damit dürfte auch dem Pac Man Frischling geholfen werden. Die Fresskugeln liegen oft so verteilt, dass Pac Man diese in einem Rutsch sammeln kann, sofern jener nicht aus Versehen zu früh oder zu spät um die Ecke biegt. Dadurch kann man sich den optimalen Weg durch den Level suchen und ordentlich Zeit sparen. Das ist wichtig, denn beständig tickt die Uhr im Hintergrund, die uns je nach Modus und Mission mal mehr, mal weniger Zeit offeriert. Hat man genügend Kügelchen gesammelt taucht eine Frucht auf, welche Pac-Man in den nächsten Level bringt oder aber den Spieß gegen die herumwuselnden Geister umdreht. Schlafende Geister versperren immer wieder den Weg und zwingen Pac-Man in gewisse Bahnen. Sobald der Nimmersatt diese passiert, wachen sie auf und schließen sich den anderen Geistern an. Es wird ein Geisterzug gebildet, der immer länger wird und dabei immer mehr Gänge und Passagen im Labyrinth blockiert. So wird die Navigation für Pac-Man natürlich deutlich erschwert. Findet sich die Pille, kann man nur den Anführer fressen, löst dabei aber eine wahnwitzige Animation aus. Neu ist auch, dass nun je nach getätigter Einstellung die Geister mehrfach berührt werden dürfen. Hat der Spieler jedoch die vorgegebene Anzahl an Berührungen erreicht, wird man in einem horrenden Tempo von den Geistern verfolgt. Die nächste Berührung ist tödlich für den Pac-Man. Das Herzstück dieser Edition ist der Punkte-Angriff. Die vielen Optionsmöglichkeiten lassen sehr viel Spielraum und bewirken eine Langzeitmotivation bei der Hetzjagd durch die Labyrinthe. Schade für ein Arcade-Game ist allerdings, dass die Punkte erst nach abschliessen der Herausforderung angezeigt werden. Bei einem Spiel wo es am Ende des Tages nur um die erzielten Punkte geht, ein kleiner Negativ-Punkt des Titels. Bei jedem Spiel gibt es ein bis drei Sterne zu sammeln und wenn genügend eingesammelt sind, geht es gegen den Boss. Fazit: Wer Pac-Man liebt, wird auch dieses Spiel lieben. Rasant und mit hohem Tempo greift man nach den Punkten und duelliert sich mit Freunden oder der Online Community. Die Neon-Farben lassen den Spieler in ein Retro-Feeling versetzen und mit den tollen Beats wird der Herzschlag in rasende höhen getrieben. Die Farbenfrohe Gestaltung und auch die Animationen sind sauber gestaltet und führen nicht zu einer Reizüberflutung. Das Rad wurde nicht unbedingt neu erfunden, jedoch ist Pac-Man schon immer nahe an der Perfektion gewesen. Was kann schon falsch gemacht werden? Eigentlich nichts; und aus diesem Grund empfehle ich jedem der Pac-Man kennt und gerne spielt uneingeschränkt. Ein Story getriebenes Abenteuer sollte natürlich nicht erwartet werden.
- The(G)net Review: Jade Empire Special Edition
Mit Jade Empire: Special Edition hat Aspyr Media einen alten und von uns sehr geliebten Xbox-Klassiker von Bioware, dem Entwickler von Mass Effect und Dragon Age, neu für iOS aufgelegt. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen und reingespielt. Die neu aufgelegte Version basiert auf der aus dem Jahr 2007 stammenden "Special Edition", die damals für PC erschien. Sie stattete das Spiel mit neuen Inhalten wie dem spielbaren Charakter Zeng, neuen Tekturen, Monstern und Kampfstilen sowie verbesserter AI aus. Selbst ein neuer Schwierigkeitsgrad war mit an Board. Im Vergleich zu damals wurde die Neuauflage von Jade Empire: Special Edition mit iOS-kompatibler Touch-Steuerung ausgestattet. Zusätzlich unterstützt das Spiel MFi-Controller. Ganz neu hinzugekommen sind Achievements, die ihr Debüt in der iOS-Version des Spiels geben. Das Action-Rollenspiel ist zum ersten Mal 2005 für die erste Xbox erschienen, 2007 folgte die erwähnte PC-Version. Rund zehn Jahre später hat der Titel nun auch den Sprung in den AppStore und damit auf iPhone und iPad geschafft – sogar als die genannte Special Edition mit zusätzlichen Inhalten. Allerdings benötigt ihr einiges an freiem Speicherplatz, wenn ihr die 10 Franken teure Universal-App auf eurem iPhone oder iPad installieren wollt. Denn alleine der Download ist knapp 4 Gigabyte gross. Zudem benötigt ihr mindestens ein iPad (3. Generation), iPad Air, iPad mini (2. Generation) oder iPhone 5, damit alles rund läuft. Dafür wird aber auch einiges geboten. Wir sprechen hier von mehr als 40 Stunden Gameplay. Das konnten wir aus Zeitgründen leider nicht selbst nachmessen, wollen euch aber trotzdem erste Einblicke in das wirklich umfangreiche Action-RPG für iOS geben. Immerhin haben wir das Spiel schon anno 2005 komplett durchgezockt und wissen, von was wir reden. Nachdem ihr eure Wahl zwischen mehreren Charakteren mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Eigenschaften getroffen habt, könnt ihr euch in das Abenteuer in der asiatischen Welt stürzen. Zunächst erwartet euch aber erst einmal ein Tutorial mit einem Übungskampf, um euch mit der Steuerung des Echtzeitkampfsystems vertraut zu machen. Das Martial Arts Gameplay erfolgt über zahlreiche Buttons auf der rechten und ein Steuerkreuz auf der linken Seite. Über dieses könnt ihr euch auch ausserhalb von Kämpfen durch die wunderschön dargestellten Welten des Spieles bewegen. Die Steuerung ist durchaus komplex und bedarf etwas Übung, zumal die einzelnen Buttons gerade auf einem iPhone recht klein sind. Nach kurzer Eingewöhnung und etwas Geschick ist die Steuerung aber gut zu meistern. Bereits nach dem ersten Übungskampf nimmt das Schicksal aber seinen Lauf und die friedliche Harmonie der abgelegenen Kampfkunstschule ist vorbei. Das Dorf wird von Banditen überfallen – und so beginnt das umfassende Action-Abenteuer. Ihr bewegt euch über die riesige offene Map und müsst euch immer wieder im Kampf beweisen, könnt aber auch immer wieder tolle Dinge erleben und zu Gesicht bekommen (wir wollen hier nichts spoilern, aber wer Bioware kennt weiss, was storytechnisch auf ihn zukommt). Das Spiel hat zwar schon über 11 Jahr auf dem Buckel, hat sich aber erstaunlich gut gehalten! Sowohl Optik als auch Sound sind wirklich toll und mit vielen Highlights gespickt. Fazit: Jade Empire: Special Edition ist nach wie vor ein wirklich tolles Action-RPG, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Wer es damals geliebt hat, wird hier in wohliger Erinnerung schwelgen. Der Preis ist mit CHF 10.- kein Schnäppchen, lohnt sich aber absolut. Mehr als 40 Stunden actionreiches Gameplay erwarten euch als IAP-freier Premium-Download.
- The(G)net Review: Deus Ex: Mankind Divided
Adam Jensen ist wieder da! Zwei Jahre sind seit den Geschehnissen im Vorgänger Human Revolution vergangen. Was sich im Spiel und dessen Geschichte zwischenzeitlich getan hat, haben wir uns angesehen. Wie der Titel bereits verrät, ist die Menschheit gespalten. Augmentierte Menschen sind nicht mehr die „besseren“ Menschen, sondern werden von den anderen verachtet und verfolgt. Nach dem Auftauchen von mysteriösen Söldnern mit goldenen Masken und einem Anschlag am Hauptbahnhof von Prag, wird Adam erneut auf den Plan gerufen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Zum Glück ist er selber auch augmentiert und verfügt so über besondere Fähigkeiten. Wir können uns zum Beispiel unsichtbar machen, Explosionen um uns herum entfachen und Gegner hinter Hindernissen erkennen und markieren. Allerdings nur solange der entsprechende Energiebalken geladen ist. Natürlich kommen im Laufe der (Spiel)Zeit weitere Verbesserungen dazu. Auch im neusten Teil der Deus Ex-Reihe gibt es wieder verschiedene Lösungswege. Es ist unsere Entscheidung, ob wir uns zum Missionsziel durchkämpfen, die Gegner lautlos ausschalten oder den Zugang zu einem anderen Weg frei hacken. So können wir unseren Spielstil je nach Situation anpassen. Die verschiedenen Möglichkeiten kommen auch gleich bei der ersten Mission in Dubai zum Einsatz, welche schon auf der diesjährigen E3 gezeigt wurde. Die drei Vorgehensweisen werden hier per Tutorial erklärt. Obschon eine Vielzahl an Aktionen geboten wird, geht das Gameplay locker von der Hand. Nur das Modifizieren von Waffen und Auffüllen des Energie- sowie Lebensbalkens ist etwas umständlich; vor allem mitten im Gefecht. Dafür können wir per Optionsmenu eine von vier Steuerungstypen auswählen. Was ebenfalls positiv auffällt ist die gesamte Präsentation des Spiels. Detailreiche Grafik, ein packender Soundtrack (auch diesmal wieder von Michael McCann) und glaubhafte Charaktere. Die ganze Spielwelt wirkt sehr authentisch. Wie in Rollenspielen gibt es Haupt- und Nebenquests. Leider fällt genau hier der grosse Minuspunkt auf: Die Story. Nach jeder erledigten Aufgabe wird man das Gefühl nicht los, dass die Geschichte nicht wirklich voran geht. Auch scheint kein grosses Geheimnis hinter der Story zu lauern. Das hat man in der Intro-Sequenz des Vorgängers schon besser gesehen. Wer übrigens noch vor hat jenen zu spielen: In diesem Fall ist es zu empfehlen, das zwölf minütige Intro von Mankind Divided zu überspringen. Hier wird die gesamte Vorgeschichte gespoilert, das macht den Titel für Neulinge aber auch zugänglicher. Wer eine Auszeit von der Story braucht, kann sich zusätzlich am Breach-Modus versuchen. Jener wird unabhängig von der Kampagne im Hauptmenu gestartet. Darin spielt man einen „Ripper“ und hat die Aufgabe, sich auf die Server eines Grosskonzerns zu hacken, deren geheime Daten zu stehlen und zu veröffentlich. Edward Snowden lässt grüssen. Dabei muss man, ähnlich wie im Hauptspiel, Augmentierungen einsetzen und gegen Wächter kämpfen, die den Spieler am Datenklau hindern wollen. Fazit: Vier Jahre Entwicklungszeit stecken im neuen Deus Ex. Und die Wartezeit hat sich gelohnt. Mit den neuen Fähigkeiten begibt man sich wieder als Adam Jensen in eine düstere Zukunftsvision, die erschreckend realistisch präsentiert wird. Auch dieses Mal steht die Handlungsfreiheit im Mittelpunkt. Und die ist gross! Wie wir die Aufgaben lösen, welchen Weg wir gehen und wie wir uns in Gesprächen verhalten, entscheiden wir selbst. Leider kommt die Story nicht wirklich in Fahrt, was bei der sonst so stimmigen Spielwelt und den interessanten Charakteren sehr schade ist. Stealth-Liebhaber und Freunde gepflegter Action-Kost sollten dennoch zugreifen, denn Mankind Divided ist in jeder Beziehung besser als sein direkter Vorgänger 'Human Revolution'.
- The(G)net Review: Valentino Rossi: The Game
Der neue Ableger der Moto GP Reihe ist zurück. Dieses Mal unter einem anderen Namen. Mit Valentino Rossi ist den Entwicklern schon mal ein Clou geglückt. Der Doctor ist das A und O der Moto GP Welt und gibt nun seinen guten Namen für eine Reihe her, die mich leider in letzter Zeit mehr enttäuscht als glücklich gemacht hat. Ich bin gespannt, ob Milestone aus den letzten Jahren und ihren Fehlern gelernt hat. Milestone ist kein Unbekannter was das Rennsport Genre anbelangt. So war ich im Jahre 2013 auch sehr froh, wieder Moto GP spielen zu können. Doch leider ist es nicht wirklich geglückt: Zu schwerfällige Steuerung und ein eher liebloser Aufbau. Da war es mir doch lieber auf die eigene Maschine zu steigen und im echten Leben die Strassen etwas unsicher zu machen. Umso mehr bin ich nun über das neue Gewand gespannt und freue mich auf Valentino Rossi und die Challenge ihn zu schlagen. Gleich am Anfang wird man in den Story Modus gereicht und verschafft seinem Fahrer einen Namen, die Kleidung und bestimmt dessen Nationalität. Als erstes darf ich dann auch gleich bei Valentino Rossi auf die Ranch mit dem Super Bike über die Piste rasen. Dies stellte sich gleich als Herausforderung dar und machte grossen Spass. Danach darf ich in der 125er Klasse bei einem Team 3er-Rennen mit-rasen und mein Können zeigen. Je besser mein Abschneiden umso mehr Teams werden sich in der nächsten Saison um mich bemühen. Gleich vorne weg: Wer bei diesem Spiel einen grossen Story Modus erwartet, wird enttäuscht. Das ganze drum herum macht das Spiel zwar interessanter, letztendlich bleibt aber alles beim Alten und das einzige zu erreichende Ziel ist in die MotoGP Kasse aufzusteigen. Das erste Mal erschrocken war ich nach dem ersten Rennen. Auf einmal musste ich in einen Ford Mustang einsteigen und ein Drift Rennen gegen Rossi und seine Freunde fahren. Auch wenn Milestone hierbei etwas Interessantes und Abwechslungsreiches integrieren wollte, haben sie auf der ganzen Linie versagt. Gerade mit derer grossen Erfahrung habe ich etwas mehr erwartet. Das Fahrgefühl ist miserabel, das Auto lässt sich kaum steuern und das Handling ist unter aller Sau. So war ich richtig erleichtert, als ich wieder auf das Motorrad steigen durfte. Doch nicht genug, gleich nach dem zweiten Rennen musste ich mit einem WRC Wagen in Monza ein Zeitrennen fahren. Was hier einiges besser gelöst wurde war das Fahrverhalten, aber auch hier hätte man dies lieber lassen sollen. Als Kenner der Szene weiss man, dass Valentino gerne in anderen Motorsportklassen mitfährt und auch schon daran interessiert war, in die Formel 1 einzusteigen. Es wäre wahrscheinlich das perfekte Motorsport Game geworden, hätte man mehr Wert auf das Handling als auf die Abwechslung gelegt. Zurück zum Motorrad. Leider muss ich auch hier sagen: Das Spiel überzeugt mehr durch Acarde-Feeling denn als echte Simulationsherausforderung. Ich hätte mir gerne wieder ein altes MotoGP gewünscht, wo es kaum möglich war ohne Fahrhilfen zu fahren und man das Motorrad noch unter seinem Allerwertesten spürte. Wenn nicht, flog man von der Piste. In dieser Version muss ich schon fast vertikal in einen Gegner fahren, um einen Sturz zu provozieren. So ist es dann auch ein Leichtes von Platz 30 zu starten und ein Rennen doch noch zu gewinnen. Das Spiel selbst erfüllt die Mindestanforderung die ich an einen solchen Titel stelle. Die Fahrer, 291 an der Zahl, sind alle vorhanden und mit den Lizenzen auch in den richtigen Farben und mit dem dazugehörigen Motorrad ausgestattet. Auch die 47 Strecken die man befahren kann, unterhalten den Spieler. Die Grafik und das Handling entsprechen leider nicht den heutigen Möglichkeiten. Trotzdem ist der Sound der Maschinen sehr gut und es kommt etwas Rennfeeling auf. Die Langzeitmotivation verfliegt zwar etwas schnell, doch ist es von Zeit zu Zeit sicher wieder spassig das Spiel zu zocken. Neben dem Karriere-Modus gibt es aber noch weitere Modi, wie beispielsweise "The Rossi Experience". Fans können hier noch einmal die letzten 20 Jahre von Rossis Karriere nacherleben und sich in verschiedenen Aufgaben beweisen. Zusätzlich gibt es einen Modus, in dem Spieler die persönlichen Bestzeiten von Rossi schlagen dürfen. Wem das aber zu langweilig ist, kann sich auch im Multiplayer, im Drift-Modus oder bei der Monza Rallye austoben. Hier bietet das Spiel umfangreiche Möglichkeiten und sorgt so dennoch für ausreichend Abwechslung. Fazit: Leider ist Milestone kein Meisterstück geglückt. Da ich selbst Motorrad fahre und ein Fan der MotoGP bin, würde ich mich sehr über ein gutes Game freuen. Man muss jedoch auch eingestehen, dass die Entwickler auf einem guten Weg sind und es von Jahr zu Jahr besser wird. Die Vielfalt im Spiel ist gross und sie überraschen mit der grossen Anzahl an Strecken, Fahrern und Kleidungen. Leider reicht das nicht aus, wenn das Handling der Motorräder nicht besser umgesetzt wird. Stürze und Duelle sind sehr schlecht gemacht und lassen die Realität etwas vermissen. Trotzdem kann man Spass damit haben und die Bestzeiten von Valentino Rossi schlagen, nicht zuletzt macht es Laune, seinen witzigen Dialekt in Original-Stimme zu hören. Ich bin froh, dass ich das Spiel im Regal stehen habe und werde es immer mal wieder in die PlayStation einlegen. Doch wie schon erwähnt, erwarte ich von Milestone einfach mehr.
- The(G)net Review: Tom Clancy's The Division
Die Bewohner von New York können einem schon leidtun. Seien es Aliens, Godzilla oder King Kong, immer muss die Metropole für Katastrophen aller Art herhalten. Egal wie gross die Monster und die Schicksalsschläge bisher waren, nie konnten sie den Big Apple in die Knie zwingen. Doch wenn ein Designer Virus sich wie ein Lauffeuer verbreitet und die Opferzahlen in unbekannte Höhen schnellen lässt ist nicht sicher, ob sich die Stadt erholen kann. Panik macht sich breit und Manhattan wird evakuiert. Die Stadt welche niemals schläft liegt in einem tiefen Schlummer, Menschen finden sich kaum mehr auf den einst belebten Strassen. Willkommen in The Division, ihr seid möglicherweise die einzige Hoffnung für New York. Der Aufbau von The Division ist klassisch für Spiele die den Namen Tom Clancy im Titel tragen. Als ein verdeckter Agent müsst ihr wieder für Recht und Ordnung sorgen, den Ursprung des Virus entdecken und rausfinden was mit den ersten Agenten vor Ort geschehen ist. Natürlich dauert es in so einem Szenario nicht lange bis sich euch finstere Gesellen in den Weg stellen. Dazu gehören ausgebüxte Gefängnisinsassen, trendige Kapuzenschläger und eine verrückt gewordene Putzequipe, die ihren Job ein wenig zu ernst nimmt. Nein, das ist leider kein Witz. Die sonst schon lächerlichen Protagonisten werden von einem noch dämlicheren Cast gesprochen, was der Prämisse nicht hilft, wirklich glaubhaft zu wirken. Die erste Aufgabe, die es nach eurer Ankunft im Katastrophengebiet zu erledigen gilt, ist eine Basis zu erstellen. Diese ist in Sicherheits- Medizin- und Technologieflügel unterteilt. In diesem sicheren Hafen könnt ihr euer hart verdientes Geld für bessere Ausrüstungen und Waffen ausgeben oder dank Blaupausen neue Gegenstände basteln. Je nachdem für welchen Flügel ihr Missionen erledigt werden neue Fähigkeiten und Talente freigeschaltet, die sich im Kampf um Manhattan als äusserst nützlich erweisen. Frühere Tom Clancy Titel wie Rainbow Six oder Ghost Recon hatten ihren Ursprung im Realismus. Es wurde viel Wert darauf gelegt die Spiele so nah an der Wirklichkeit anzusiedeln wie möglich. Dieses Konzept wird bei The Division in hohem Bogen aus dem Fenster geworfen. Zwar werden moderne Waffen eingesetzt und es wird gegen menschliche Widersacher gekämpft, sogar der Schauplatz ist fest in der Realität verankert, aber die Gefechte könnten nicht weiter davon entfernt sein. Feinde können eine absurde Anzahl an Kugeln aushalten bevor sie das Zeitliche segnen. Das Eintauchen in die Spielwelt wird mir praktisch verunmöglicht, wenn einer mit Kapuzenpulli und Baseballschläger weiter auf meinen Charakter eindrischt, obwohl ich gerade das zweite Magazin auf ihn losfeuere. Ob ihr das Spiel geniessen könnt oder nicht hängt von einem grossen Teil davon ab, ob ihr von dieser Tatsache absehen könnt oder eben nicht. Abgesehen von den unglaubhaften Gegnern tragen die Feuergefechte leider auch nicht zum Spielspass bei. Zwar bietet das Spiel ein beträchtliches Arsenal auf, aber die Umsetzung funktioniert nicht. Ob ich ein Gewehr oder eine Handfeuerwaffe benutze sollte einen Unterschied machen, leider waren die Entwickler von Ubisoft da wohl anderer Meinung. Scharfschützengewehre können trotz riesigem Objektiv etwa einen Meter in die Entfernung zoomen, was sie praktisch überflüssig macht. Sämtliche Waffen fühlen sich total hölzern an, wobei das Sounddesign nicht hilft um diese Probleme zu lösen. Über dieses Manko könnte man hinwegsehen, wenn schiessen nicht alles wäre was es in Manhattan zu tun gibt. Das Deckungssystem ist ebenso problematisch. Auf Knopfdruck sollte euer digitaler Agent sich ein ausgebranntes Auto oder eine praktisch platzierte Mauer als Schutzwall vor gegnerischem Feuer suchen. Leider bleibt er dabei öfters an anderen Hindernissen hängen als mir lieb ist. Falls ihr die Position wechseln möchtet, gestaltet sich das manchmal schwieriger als die Feuergefechte. Die Bewegungen sind unkoordiniert und selten landete ich da wo ich auch hin wollte. Während die Kampagne auch alleine beendet werden kann ist The Division ganz klar als Multiplayer Titel angesetzt. Solo können die Gegner Massen schnell überhandnehmen und euch von allen Himmelsrichtungen aufs Korn nehmen. Zum Glück ist es sehr einfach anderen Spielern beizutreten und sie innert Sekunden zu unterstützen. Habt ihr keine Freunde die zur selben Zeit online sind? Kein Problem, auch mit Fremden seid ihr in Kürze verbunden um eine Mission gemeinsam zu bestehen. Trotz der simplen Handhabung sind gravierende Fehler auch im Multiplayer schnell gefunden. Spieler auf einem tieferen Level können die fluchenden Ganoven auf den Strassen kaum kitzeln, wenn eure Gruppe sich in einem Stadtteil mit stärkeren Widersachern befindet. Umgekehrt mähen die Spieler auf dem maximalen Level in den einfacheren Abschnitten alles nieder was ihnen vors Fadenkreuz kommt. So ist es auch nicht möglich gemeinsam in die Dark Zone, dem PVP Bereich des Spiels, zu gelangen, sollte euer Level zu weit auseinander sein. Seltsame Entscheidungen, die ein Spiel welches auf Multiplayer ausgelegt ist, weiter verkrüppeln. Ein seltener Lichtblick bietet der Schauplatz. Diese digitale Nachbildung der Metropole ist bisher einzigartig. Alle die schon mal in Chelsea oder am in Midtown waren, werden Ecken und Gebäude wiedererkennen. Jeder Winkel strotzt vor Details und die Strassen wirken gespenstisch und verlassen während der Schnee lautlos alles überzieht. Verlassene Autos und streunende Hunde säumen die Strassenschluchten. Bedauerlicherweise ist es aber schlicht langweilig in der Stadt. Ausser den Missionen und gelegentlichen Feuergefechten gibt es nichts zu unternehmen. Der Grossteil der Gebäude sind nicht betretbar. Die wunderschöne Stadt ist unglücklicherweise bloss eine Kulisse, eine Fassade an welcher der blendende Lack schnell abbröckelt. Die Bühne dieses Stücks ist atemberaubend, nur leider kann das Drehbuch nicht mithalten. Die Story ist aber nur ein Teil des Puzzles um eure Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Das Erlebnis in The Division ist im Grunde die Suche nach bessren Waffen und Ausrüstungen. Ganz wie in Diablo oder Destiny wird die Jagd nach dem seltenen Loot zum Dreh und Angelpunkt. Hat man allerdings den Levelcap von 30 erreicht, bietet das Spiel schlicht zu wenig Inhalt um länger dran zu bleiben. Wer bis dahin noch nicht genug gesehen hat ist in der Dark Zone bestens aufgehoben. Der am stärksten kontaminierte Bereich ist vom Rest von Manhattan abgeschnitten und bietet sogar sein eigenes Level System. Das Ziel ist es, ihr habt es erraten, bessere Waffen und Ausrüstung zu erhalten. Habt ihr die Items erst mal gefunden ist das erst die halbe Miete. Diese müssen nämlich per Helikopter aus der Zone geflogen werden bevor ihr sie benutzen könnt. In der Dark Zone ist es auch möglich auf andere menschliche Spieler zu treffen. Die Versuchung ist natürlich riesig sich die mühsame Suche zu ersparen und einfach die armen Kerle, die das gute Zeug schon gefunden haben abzuknallen. Leider wird dadurch der Jäger sehr schnell zum Gejagten. Sofort wird man dadurch zum Rogue Agent und die gesamte Zone will euch nun ans Leder. Eure Gegenwehr wird sich auf wenige Sekunden beschränken und zur Strafe gibt’s einen gehörigen XP-Abzug. Auch Ubisoft hat inzwischen eingesehen das das System so nicht funktioniert und einen Patch nachgeliefert. Es wird nicht der einzige bleiben und es wird interessant zu sehen was schlussendlich aus der Dark Zone wird. Fazit: The Division ist wie ein saftiges Steak, dass leider viel zu viel Fett und zu wenig Fleisch bietet. Die wenigen Bissen sind zwar schmackhaft aber satt wird man nicht. Das Restaurant schliesst aber gleich und Nachschlag kann man nicht mehr bestellen. Also ist man eben gezwungen seinen Hunger anderswo zu stillen. So ganz hungrig verlässt man das Lokal dann aber doch nicht, the Divison macht vieles richtig, nur eben nicht alles.
- The(G)net Review: Resident Evil Origins Collection
Auf den Story Inhalt möchte ich nicht eingehen, diese könnt ihr in den dutzenden Reviews vergangener
- The(G)net Review: Need for Speed (2015)
Electronic Arts will mit dem neusten Need for Speed endlich wieder an die Erfolge legendärer Titel wie “Need for Speed Underground” oder “Need for Speed Most Wanted” anknüpfen. Leider gelingt das nicht wirklich und wir sagen euch auch warum. Als 2003 der erste Ableger der Underground Serie auf dem Markt kam, war die Faszination illegaler Strassenrennen und dem pompösen Tuning strassenbekannter Alltagswagen hoch im Kurs. Primär getragen durch die Faszination der erfolgreichen Filmreihe „The Fast and the Furious“. Gut 12 Jahre später ist der grosse Hype vorbei und der Gamer erwartet ein bisschen mehr an Substanz. Der Reboot der Serie bringt wirklich so einiges mit, was die alten Teile ausgemacht hat: Man fährt nur bei Nacht und im Morgengrauen durch die fiktive Stadt Venture Bay, Tuning ist ein Kernpunkt des Spiels und eine im Fast and Furious Manier gehaltene Story ist mit dabei. Venture Bay ist an Los Angeles angelehnt und hat mit den vielen stimmigen Lichteffekten sowie sehenswerten Spiegelungen auf dem nassen Asphalt optisch so einiges zu bieten. Ansonsten ist jedoch sehr wenig los auf den Strassen. Passanten sucht man vergebens und das Verkehrsaufkommen ist als äusserst mager zu bezeichnen. Schade, denn dadurch raubt das Spiel sehr schnell die Lust, einfach mal durch die Strassen zu cruisen um vom einen Event zum nächsten zu kommen. Bereits nach gut einer Stunde habe ich nur noch die praktische Teleportfunktion benutzt. Das Tuning ist seit Need for Speed Underground ein fester Bestandteil der Reihe und hat in vielen Rennspielen eifrig Nachahmer auf den Plan gerufen. Auch der jüngste Ableger will die Tradition mit einer Vielzahl an Upgrades für Nockenwellen, Ladeluftkühler, Fahrwerk, Differential, Auspuffanlagen, Nitrosystem, Turbolader, Bremsen, Reifen und weiteren Bauteilen würdig fortführen. Einige Updates können erst nach dem Erreichen einer gewissen Fahrerstufe freigeschaltet werden. Dummerweise hat sich hier ein elementarer Designfehler eingeschlichen: Man erfährt nie, in welcher Kategorie aktuell neue Teile für den Einbau zur Verfügung stehen. So bleibt dem virutellen Tuner nichts anderes übrig, als jedes einzelne Mal sämtliche Kategorien nach neuen Upgrades zu durchforsten. Neu ist die Möglichkeit, den Wagen mittels Setup an den eigenen Fahrstil anzupassen. So lässt sich der Reifendruck getrennt für die vorderen und hinteren Pneus regeln, der Lenkeinschlag verändern sowie Anpassungen an der Bremsbalance, dem Abtrieb oder Differential vornehmen. Zusätzlich darf man auch am Fahrwerk bzw. der Federhärte und an den Stabilisatoren rumschrauben. WOW - es scheint als wolle Need for Speed fast schon Richtung Simulation gehen. Gleich hier eine Entwarnung an alle Arcade Fahrer: die Setupmassnahmen haben zwar Einfluss auf das Fahrverhalten, insgesamt ist die Fahrphysik jedoch alles andere als realistisch und weit davon Entfernt auch nur im Ansatz ein „Forza Motorsport“ imitieren zu wollen. Spätestens seit dem Release des fantastischen „Most Wanted“ auf der XBOX 360 und der Playstation 3, hat eine umfangreiche Story ins Genre der Streetracer Games Einzug gehalten. Getragen durch den Erfolg der Kinofilme rund um Dominic Torreto, Brian O’Conner und ihre Gang, hat sich ein richtiger Hype um das Thema entwickelt. Selbst ein bekennender Fan der Filmreihe, war ich gespannt auf die Geschichte im neusten Need for Speed. Die Ernüchterung kam bereits nach gefühlten 10 Sekunden… was Ghost Games hier abgeliefert hat ist der allerletzte Dreck und nervt nach wenigen Minuten nur noch. Vielleicht können die grottigen Schauspieler mit Ihren pubertären Sprüchen ein paar wenige Minderjährige oder eher Kids beeindrucken, aber für Erwachsene ist das nur noch reines „Fremdschämen“, das dafür auf einem ziemlich hohen Level. Wie soll man sich verhalten? Lachen, weil die das einfach nicht ernst meinen können? Oder weinen, weil sie es tatsächlich ernst meinen? Panisch nach der Abbruch-Taste suchen? Oder gleich die Disc auswerfen und anzünden? Tut mir leid Ghost Games, aber das ist absolut unerträglich und hat mir sämtliche Lust am Spiel zerstört. Ok, oft lässt sich der Mist überspringen…trotzdem, unglaublich wie so etwas in die Läden kommen kann. Zumal hier richtig viel Potential möglich gewesen wäre, siehe Wing Commander 3. Na gut, gehen wir noch auf einen der wichtigsten Punkte eines Rennspiels ein: Die künstliche Intelligenz. Auch hier ist das Spiel darauf bedacht, mir möglichst schnell meine gute Laune zu versauen und mich regelrecht zur Weissglut zu bringen. Der lang bekannte Gummiband-Effekt war noch nie so stark und frustrierend implementiert wie das hier der Fall ist. Man fährt in einem drei Runden-Rennen fast perfekte Zeiten und wird 50m vor dem Ziel doch noch von einem Kontrahenten, welcher eigentlich vom Wagen her keine Chance haben dürfte, locker überholt. Ein Rennen später bin ich so aufgekratzt, dass ich in gefühlt in jedes zweite Hindernis reinkrache, trotzdem überhole ich am Schluss locker noch sämtliche Gegner und lande auf dem ersten Platz. Das ist dermassen unrealistisch und tötet in mir sämtliche Renn-Motivation total ab. Fazit: Need for Speed möchte die guten alten Zeiten der Arcade-Racer aufleben lassen und versagt dabei bei fast sämtlichen Kernelementen komplett. Die Optik passt, es mangelt aber dank ewiger Nacht und meist feuchtem Wetter stark an Abwechslung. Das Tuning der Wagen macht grösstenteils Spass und sieht auch gut aus. Die Story hingegen ist nahezu inexistent und hanebüchen inszeniert. Was für eine Verschwendung von Ressourcen. Hier hat Chris Roberts schon vor x-Jahren bewiesen, dass es auch deutlich besser geht. Die Krönung ist aber die nahezu unbrauchbare und extrem nervige Gummiband-KI, ein fataler Fehler bei einem Rennspiel. So kann ich hier leider keine Kaufempfehlung aussprechen!
- The(G)net Review: Little Big Planet 3
Sackboy ist zurück und startet sein erstes Abenteuer im dritten Ableger der Little Big Planet Reiheauf der Playstation 4. Diesmal treffen wir ihn allerdings nicht alleine sondern gleich mit drei seiner Freunde an, die für noch mehr Spass und Abwechslung in der kleinen, grossen Welt sorgen. In Little Big Planet 3 ist die bunte, zauberhafte Welt Bankum in Gefahr, da der Bösewicht Newton diese mit Hilfe von drei Titanen zerstören möchte. Unser kleiner Sackboy ist leider viel zu schwach, um gegen diese Ausgeburten des Bösen eine Chance zu haben und so begibt er sich auf die Suche nach den drei legendären Helden Oddsock, Tootle, und Swoop, welche sich vor langer Zeit schon einmal gegen die Titanen behaupten konnten. Sackboy macht sich zunächst alleine auf den Weg und schlägt sich durch viele bunte, liebevoll animierte und unglaublich einfallsreiche Level, um die drei Helden zu finden. In ausgefallenen Welten, die von Filmruinen bis hin zum Weltall reichen, muss Sackboy zuerst nach Murmeln suchen die benötigt werden, um die anderen Figuren freizuschalten. Die legendären Helden bringen alle unterschiedliche Fähigkeiten mit. So ist der niedliche Vierbeiner Oddsock, den wir als erstes freischalten, zum Beispiel besonders schnell und kann an den Wänden hoch rennen, um so höher gelegene Ebenen zu erreichen. Toggle kann seine Grösse verändern und ist, je nach dem was gerade benötigt wird, ein gemütlicher Kraftprotz, der mühelos Barrieren verschiebt oder ein Winzling, der so schnell ist wie der Blitz. Dann quetscht er sich in kleine Gassen und als Fliegengewicht kann er sogar über Wasser rennen. Als letzten Helden treffen wir auf den Vogel Swoop, der fliegen und Gegenstände durch die Lüfte transportieren kann. Schade ist allerdings, dass der Grossteil der Level auf Sackboy ausgelegt sind und der Spieler so die neuen Figuren nicht allzu oft spielen kann. Dennoch sind die neuen Charaktere eine schöne Erweiterung in Little Big Planet und bieten noch mehr Abwechslung im Gameplay als die Vorgänger. Ausserdem werden so einige bereits gespielte Level nach dem freischalten der Helden erneut interessant, da dem Spieler neue Wege und Möglichkeiten mit den neuen Fähigkeiten zur Verfügung stehen. Natürlich gibt es neben den neuen Freunden von Sackboy auch zahlreiche andere Erweiterungen. Der Sackpocket wurde weiter ausgebaut und bietet nun die Möglichkeit Power-Ups zu sammlen, welche Sackboy braucht um sich durch die Level zu schlagen. So erhalten wir gleich am Anfang den Pumpinator, der stark an einen Föhn erinnert. Mit diesem ist es uns möglich Gegenstände oder Gegner wegzublasen oder anzusaugen. Mit dem Blink Ball können wir uns durch Dimensionstore teleportieren oder mit dem Hakenhelm an Metallstangen entlang gleiten. Mit jedem neuen Item, das Sackboy erhält, eröffnen sich dem Spieler wieder neue Wege in bereits durchgespielten Leveln, was sich positiv auf die Langzeitmotvation und Wiederspielwert auswirkt. Die Hauptstory ist mit ungefähr fünf Spielstunden relativ kurz, doch durch die neu begehbaren Bereiche, zu denen wir sowohl durch die Helden wie durch die Power-Ups Zutritt erhalten, verdoppelt sich die Spieldauer quasi, wenn der Spieler jede Ecke von Little Big Planet erkunden möchte. Um bei den vielen Quests der grossen Spielewelt nicht den Überblick zu verlieren hat Sackboy einen Organisator, der ihm eine geordnente Aufstellung über seine ganzen Aufgaben gibt. Dieser funktioniert wie wir das auch von anderen Spielen her gewohnt sind. Das Gerät gibt uns Hinweise, was wir tun und wohin wir gehen müssen, sobald wir ein Quest aktiviert haben und erleichtert uns so das Abarbeiten unsere Liste ungemein. Natürlich finden wir auch bei Little Big Planet 3 einen Editor-Modus. Dieser enthält unzählige Werkzeuge, neue wie auch altbekannte oder verbesserte Tools aus den früheren Spielen. Im Editor-Modus sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Es wird uns eine Weltkarte zur Verfügung gestellt, in der wir nach Lust und Laune unsere Level bauen können. Wir haben sogar die Möglichkeit eigene Power-Ups zu erfinden, das Wetter zu kontrollieren oder Schienen zu legen. Little Big Planet 3 gibt dem Spieler jegliche Möglichkeit sich voll und ganz beim Erstellen der eigenen Levels zu entfalten und unzählige neue Spielwiesen zu kreieren. Ausserdem ist das Spiel abwärtskompatibel und lässt uns sogar alte Level aus den Vorgängern runterladen. Ebenfalls gibt es eine Schritt für Schritt Einleitung in die Welt der Schöpfung und zwar finden wir die in der Puzzle Akademie. Hier werden dem Spieler die Grundlagen vermittelt und die einzelnen Werkzeuge vorgestellt, so dass bald jeder Schreinerlehrling zum Baumeister wird. Grafisch haben die Entwickler von Little Big Planet 3 ein keines Meisterwerk geschaffen. Die Welt und Charaktere sind bis ins Detail perfekt animiert und gestaltet und wachsen einem sofort ans Herz. Zu bemängeln gibt es allerdings kleine Bugs, die immer wieder auftreten. Da das Spiel nun 16 statt 3 Hintergrundebenen hat, sind wohl hier und da Lücken entstanden, durch die Sackboy ab und zu aus den Leveln fällt und dann im leeren Raum hängen bleibt. Wir können nur hoffen, dass diese Fehler durch einen Patch in der Zukunft behoben werden. Wie die Vorgänger kann auch Little Big Planet 3 mit bis zu drei Freunden gespielt werden und so macht der Titel auch am meisten Spass und wird sicherlich für viele lustige Gameabende sorgen. Fazit: Little Big Planet ist grafisch ein kleines Meisterwerk mit abwechslungs- und einfallsreichen Leveln und liebevollen Charakteren, von denen jeder eine eigene Persönlichkeit hat. Der neue Entwickler Sumo Digital liefert einen gut ausbalancierten Story Modus ab und hat vor allem im Kreativ-Bereich viele sinnvolle Erneuerungen und Verbesserungen hinzugefügt, die sowohl Einsteiger wie erfahrene Bastler begeistern werden. Trotz der kurzen Kampagne versprechen der Editor-Modus und die unzähligen Community-Level stundenlangen Spielspass und bieten insbesondere im Mehrspielermodus kurzweilige Unterhaltung für Jung und Alt.
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Spieleklassiker Myst folgt der Hauptdarsteller einem vordefinierten Pfad, markiert durch auf dem Boden liegende grösste Herausforderung des Titels heraus, irgendwie irritierend, dass die Aufnahme einer am Boden liegenden
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Natürlich fliegt alles in der Gegend rum und wir lachen. Ha Ha Ha. Rippen zu entfernen, man greift ins Patientenloch und holt die Lungen raus, die dann wie aus Holz in der Gegend
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Mittlerweile sind fünf Jahre vergangen, seitdem Street Fighter IV dem Fighting Genre fast im Alleingang neues Leben eingehaucht hat. Passend da auch Street Fighter II damals massgeblich an der Entstehung einer ganzen Gattung von Spielen beteiligt war. Etliche Konkurrenten versuchten sich der plötzlichen Popularität des tot geglaubten Kampfspiels in den Weg zu stellen. Keines schaffte es an die Beliebtheit von Street Fighter IV anzuknüpfen. Wie hat es der Titel geschafft so lange auf dem Thron zu bleiben? Statt das Rad neu zu erfinden tüftelt Capcom an den Feinheiten. Ultra Street Fighter IV führt die Tradition der Evolution fort. Es werden abermals neue Charaktere, Modi und andere Verbesserungen geboten, um den König im Ring fit zu halten. Der bereits illustren Kämpferschar wurden fünf neue Haudegen spendiert, diese lassen die Auswahl auf beachtliche 44 Charaktere ansteigen. Vier von diesen neuen Gesichtern sind aber keine Unbekannten und uns bereits bestens aus Final Fight bzw. Street Fighter III vertraut. Hugo, Rolento, Posion und Elena kennen die einen oder anderen ausserdem bereits aus dem relativ aktuellen Street Fighter X Tekken. Die Charaktermodelle sowie die Move-Sets wurden nahezu 1:1 aus dem bereits erschienen Titel entnommen, das Gameplay ist allerdings entsprechend geändert und dem gemächlicheren SF IV angepasst worden. Die einzige wirkliche Debütantin hört auf den Namen Decapre, sie ist laut offizieller Street Fighter Historie aber ein Klon von Cammy. Glücklicherweise hören hier die Ähnlichkeiten aber auf, die beiden verhalten sich im Kampf grundlegend anders. Alles in allem passen die „neuen“ Raubeine aber zu den bereits etablierten und fügen sich nahtlos in das Spiel ein. Veteranen und Profis werden sich aber noch für mehr als nur einige Neulinge interessieren. Ihnen geht es hauptsächlich um die Verbesserungen, welche Capcom unter der Haube angebracht hat. Es ist nun beispielsweise möglich beide Ultra Combos währende eines Duells abzufeuern. In vorherigen Versionen war die Wahl auf einen beschränkt, was die Flexibilität begrenzte und die Taktik bereits im Vorfeld verraten hat. Ein längst überfälliges Feature mag sich trivial anhören, doch für Turnierspieler ist der Unterschied gewaltig: Es ist nun beeinflussbar, wann das Alter Ego nach einem Treffer wieder aufsteht. So ist es nun endlich möglich, den lästigen Vortex-Combos zu entkommen; das war zuvor nur schwer zu schaffen. Ebenfalls sehr interessant ist die neue Umsetzung der Red Focus Attacke. Eine aufgemotzte Version des herkömmlichen "Focus" Angriffs. Diverse Moves lassen sich nun abbrechen, was einen aggressiveren Spielstil zur Folge hat. Andere erwähnenswerte Ansätze sind die online Trainingsräume sowie die Team Battle Funktion. Combos und Setups können endlich auch gegen menschliche Trainingspartner eingespielt und geübt werden. 3 vs. 3 Teamkämpfe verkürzen die Wartezeit in der Lobby und bieten eine witzige Ablenkung. Fazit: Die Community spielte bei diesem Update eine wesentliche Rolle und Capcom ist auf viele Wünsche und Anregungen eingegangen. Die Handvoll Änderungen wird wohl kaum eine Schaar von neuen Käufern anlocken, aber hartgesottete Fans und Turnierspieler nehmen die Aktualisierung dankend an. So schafft es Capcom einmal mehr den Titel relevant zu halten. Street Fighter IV wird noch einige Zeit Titelverteidiger des Genres bleiben. Fighting Fans ohne einen der zahlreichen Vorgänger im Regal, holen das mit dieser definitiven Street Fighter Edition schleunigst nach.
- The(G)net Review: Killzone: Shadow Fall - Intercept
Wie gerne hätten wir die Kampagne von Killzone Shadow Fall mit einem Freund bestritten. Überhaupt fehlte irgendeine Co-Op Aktivität, den Multiplayer Modus mal aussen vor gelassen. Dem schafft die neueste Erweiterung mit dem Namen ‚Intercept‘ Abhilfe. Im Grunde genommen ist Killzone Shadow Falls' neuestes Add-On einfach eine verbesserte Variante des altbekannten Horde-Modus. Vier Spieler raffen sich zusammen um eine Gegner-Welle nach der anderen zu überleben. Bei Intercept dürfen wir uns zu Beginn jedoch für eine von vier Klassen entscheiden. Allerdings kann jede Klasse nur einmal auf dem Schlachtfeld präsent sein, was der Balance und dem Teamplay zu Gute kommen soll. Nach ein paar Runden ist klar; ohne gute Absprachen und Teamplay gibt es hier keinen Blumentopf zu gewinnen. Jede Klasse sollte sich auf ihre Stärke konzentrieren. Aber welche Klassen sind das? Als Sturmsoldat sollte man sich wenn möglich an vorderster Front aufhalten. Sturmsoldaten sind stark gepanzert und verfügen über die effektivsten Waffen, inklusive der aus der Kampagne bekannten Kampfdrohne. An ihrer Seite steht der Scharfschütze, der am besten aus der Distanz Feuerschutz bietet und mit den fiesen Laser-Minen unvorsichtige Helghast dezimiert. Der Dritte im Bunde ist der Techniker. Er hat zwar keine besonders gute Bewaffnung, macht das aber mit seinen platzierbaren Geschütztürmen wieder wett, die er am besten an Schlüsselstellen aufstellt. Zu guter Letzt haben wir noch den Mediziner im Team. Seine Aufgabe ist klar; Beschützen und Wiederbeleben. Dazu steht ihm eine Flugdrohne zur Verfügung, die auch weiter entfernte Verbündete heilen kann. Nun gilt es in Intercept aber nicht nur Gegnerwellen stand zu halten, sondern vielmehr Schlüsselpositionen zu halten bzw. zu erobern. Fans von Online-Shootern kennen die Prozedere. Der Clou: Jede Aktion im Spiel – seien es nun Kills, Heilungen oder Einnahmen – bringen euch ‚Punkte‘ ein. Ziel des Spiels ist es einen Zähler von 1500 Punkten zu erreichen. Sterbt ihr, kostet ein Respawn jedoch teure 50 Punkte. Ihr solltet es also vermeiden in kurzen Abständen zu sterben, ansonsten fällt der Zähler schnell auf 0 und dann ist Ende Banane. Das ist aber noch nicht alles. Die Punkte landen nicht sofort auf eurem Konto, sondern müssen in der Home-Base eingezahlt werden. Je mehr Punkte ihr einzahlt, desto höher der Multiplikator. Es lohnt sich also, möglichst lange im Feld zu bleiben. Aber nicht zu lange! Sterbt ihr bevor ihr die Punkte einzahlen könnt ist die schöne Summe futsch. Mit den eingezahlten Punkten könnt ihr euch in der Home-Base sogenannte ‚Fuel-Rods‘ kaufen. Mit Hilfe dieser Dinger ruft ihr Luftunterstützung oder Air-Strikes, dürft mehr Geschütztürme aufstellen oder euch ein Jetpack umschnallen. Aber auch die Helghast halten einige Überraschungen für euch parat. Ab und zu erscheinen grosse Bossgegner oder die aus der Kampagne bekannten, unsichtbaren Scharfschützen die sich durch die Gegen beamen können. Und natürlich haben auch die Rotaugen ihre Flugdrohnen, die euch überall das Leben schwer machen. Fazit: Killzone Shadow Fall: Intercept ist ein gelungenes Add-On, das vieles wieder wett macht, was die mässige Kampagne damals versaut hat. Guerilla Games ist auf diese Erweiterung sogar so stolz, dass man sie als Stand-Alone Variante (evtl. auf Disk?) ausliefern will. Das lässt hoffen, dass wir bald schon mehr als nur die 4 Karten zu sehen bekommen, die im Lieferumfang enthalten sind. Auf jeden Fall ist dieser DLC sein Geld wert.





















