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The(G)net Review: Bang-On Balls: Chronicles

Wie gut kennt ihr euch mit der Geschichte unserer Welt und Mythologien verschiedener Kulturen aus? Als neugieriger und wissenshungriger Gamer möchte ich selber immer mehr lernen! Wenn es euch auch so geht, dann ist Bang-On Balls: Chronicles vielleicht einen Blick und euer Geld wert, denn darin wird viel Weltgeschichte erzählt, einfach mit deutlich mehr Bällen, als in der Realität wahrscheinlich anwesend waren.


Bang on Balls Chronicles Test Review Testbericht Xbox PlayStation Nintendo Switch

Im Spiel übernimmt man die Kontrolle über Bob den Praktikanten. Bob ist, wie alle anderen Bewohner dieser Alternativen-Erde, ein Ball. Nach einem kurzen Tutorial im Filmstudio kann man sich in eine der offenen, von verschiedenen Epochen inspirierten Welten stürzen. Es verschlägt uns an ein Küstengebiet zur Zeit der Wikinger, dass von eben solchen attackiert wird. Oder man wird ein integraler Teil des Wettstreits der Nationen, als es darum ging, wer zuerst den Weltraum erreicht. Natürlich ist nichts davon historisch akkurat und wie schon eingangs erwähnt, haben Legenden und Mythen einen grossen Einfluss auf die Gebiete. Lernen wird man dabei nicht viel Gescheites, aber die Gestaltung und Präsentation sind super süss und witzig.


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Das Gameplay selbst ist hauptsächlich Chaos und Zerstörung. Jede Welt hat ihre Missionsziele, die man abschliessen kann, um sich einem massiven Endboss stellen zu dürfen. Der Weg dorthin ist aber völlig offen und die Ziele sind eher eine grobe Richtlinie, denn die Levels sind vollgestopft mit Gegnern, Geheimnissen und Sammelobjekten. Bob ist äusserst agil, bewegt sich rollend durch die weiten Welten und ist mit einem Doppelsprung ausgestattet, um die entlegensten Winkel und am besten versteckten Geheimnisse zu entdecken.


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Das Rollen ist aber nicht nur ein schneller Weg zur Fortbewegung, sondern auch das beste Mittel für die Zerstörung von Allem und Jedem, das sich euch in den Weg stellt. Die Levels sind bis an die Ränder vollgestopft mit zerstörbaren Objekten, die euch mit Punkten versorgen, um mehr Personalisierungsobjekte freizuschalten oder bestimmte Ereignisse zu triggern. Deshalb ist es wirklich befriedigend, alles platt zu walzen. Alles explodiert in einem Schauer aus Einzelteilen und blendenden Partikeleffekten.


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Weniger unterhaltsam ist dafür das Kampfsystem. Wie schon erwähnt, besteht dieses hauptsächlich daraus, in Feinde zu rollen. Einige der Objekte dienen als Waffen und Schilde. Gross anders fühlen sich die Kämpfe trotzdem nicht an. Man rollt, um feindlichen Angriffen auszuweichen, springt, um Bodenwellen zu entgehen, führt diese selbst für einen Stun aus und rollt dann in den Feind hinein, um Schaden auszuteilen. Es funktioniert, wie es funktionieren soll, ist nur nicht allzu spassig. Es ist sehr chaotisch, da das Spiel voll mit verschiedenen Gegnern und Objekten ist, es gibt immer etwas zu tun und zu zerstören, was durchaus kurzweilig ist. Aber selbst die Endbosse der Zonen, die ein wenig Taktik benötigen, enden im selben Rhythmus aus defensiven und offensiven Manövern.


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All das wird deutlich spassiger, wenn man es mit anderen Menschen macht, die ihre eigenen personalisierten Bälle steuern. Kleider, Waffen und Skins für die Bälle gibt es massenhaft und es ist nicht wahrscheinlich, dass man auf jemanden trifft, der genau gleich aussieht wie man selbst. Dabei kann man zu zweit im Splitscreen-Modus spielen, wobei dort oft die Übersicht komplett flöten geht. Die Verfolgerkamera ist sowieso nicht immer voll auf Zack und wenn der Bildschirm dann noch geteilt wird, ist das Chaos auf dem Bildschirm schlicht zu gross.


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Einen gewissen Spassfaktor kann man dem Ganzen trotzdem auf jeden Fall abgewinnen. Übersichtlicher und noch chaotischer ist der Online-Koop für bis zu vier Spieler. Entweder mit Freunden oder einem super funktionierenden System, um mit zufälligen Spielern aus der ganzen Welt zu spielen, kann man mit bis zu drei anderen Bällen für absolutes Pandemonium sorgen. Es ist hektisch, es ist anarchistisch, es ist sehr unterhaltsam. Alleine geht die Langzeitmotivation aber ziemlich schnell flöten. Mit anderen Spielern kann man aber schnell ein paar Stunden verlieren.



Fazit:

Dank guter Steuerung, simplen Mechaniken und einer tollen Präsentation geht der Einstieg in Bang-On Balls: Chronicles sehr einfach von der Hand. Es macht Spass durch die witzigen Levels zu rollen und für Chaos und Zerstörung zu sorgen. Leider hat das Spiel wenig Tiefe und ziemlich maue Kämpfe. Für Einzelspieler ist das vielleicht für 2-3 Stunden unterhaltsam. Besonders im Mehrspielermodus kann Bang-On Balls: Chronicles dafür auftrumpfen. Der Splitscreen-Modus ist schon fast zu unübersichtlich, was dem Spielspass aber nicht unbedingt im Weg steht. Der Online-Modus für bis zu vier Spieler ist dafür eine tolle Möglichkeit den Kopf abzuschalten und mit Freunden oder Fremden durch die Welt zu kullern.


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Bang-On Balls: Chronicles gibt's digital für PS4/5, Xbox One und Series X|S, Nintendo Switch sowie PC. Wir haben uns das Spiel auf einer Xbox Series X angesehen. Das Test-Muster stammt von Exit Plan Games, wofür wir uns herzlich bedanken!

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