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The(G)net Review: BLUE REFLECTION Quartet

Mit BLUE REFLECTION Quartet bringt Koei-Tecmo ein Vier-Spiele umfassendes Remake bzw. eine Remaster-Kompilation auf den Markt von Spielen, die zwischen 2017 und 2023 erschienen sind. Die Spiele sind eine Mischung aus rundenbasiertem JRPG und Visual Novel und behandeln insbesondere die Themen Magical Girl, Schulalltag und emotionale Slice-of-Life-Fantasy, hier vereint in vier miteinander verbundenen Geschichten in einer einzigen Sammlung.


BLUE REFLECTION Quartet Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Die Serie beginnt mit BLUE REFLECTION und dessen Protagonistin Hinako Shirai. Sie war ein aufsteigender Stern am Ballett-Himmel, doch nach einer schweren Knieverletzung hat sich dieser Traum ausgeträumt. Nach einer persönlichen Auszeit hat sie sich wieder zusammengerafft, will wieder zur Schule gehen, wird aber in eine alternative Dimension gezogen und bekommt das „Magical Girl Treatment“. Kurzgefasst: Wenn sie und ihre Verbündeten alle Sephira, also übermächtige Monster, vernichten, hat sie einen Wunsch frei. Welch bessere Motivation kann man haben, eventuell wieder Ballett tanzen zu können?


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Weiter geht’s mit BLUE REFLECTION Ray, das Videospiel zur offiziellen Anime-Adaption. Ruka Hinari hat die Schule gewechselt, möchte am liebsten mit den anderen sozialisieren, hat aber eine introvertierte Persönlichkeit. Eines Tages findet sie einen blauen Ring einer mysteriösen Frau und da sie diesen nicht zurückgeben kann, nimmt sie ihn mit ins Studentenwohnheim, wo sie auf die extrovertierte Hiori Hirahara trifft, die ebenfalls so einen Ring besitzt. Gemeinsam müssen sie jetzt die Menschheit vor dem Untergang bewahren.


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Darauf folgt BLUE REFLECTION Sun, ein Japan-exklusives Mobilspiel, das wir hier erstmals auf Konsole erleben dürfen. Auch erstmals mit einem männlichen Protagonisten, welcher die schwächste Angriffsgruppe gegen die Bedrohung der Menschheit führt.


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Letztlich BLUE REFLECTION Second Light. Ao Hoshizaki war auf dem Weg zur Schule, doch plötzlich wacht sie in einer völlig fremden Gegend in einer mysteriösen Lehranstalt mit ein paar anderen, ihr unbekannten Mädels auf. Ao’s kann sich an gar nichts mehr erinnern und sie muss sich erst einmal selbst wiederfinden. Aber wie üblich lauern abseits davon grosse Gefahren, die die Mädels überwinden müssen.


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Das Gameplay ist in allen vier Serienteilen grundlegend immer das Gleiche: Sozialisiere mit den Mädels in der Schule. Alles basiert auf Gefühlen. Irgendwer wird immer von seinen Gefühlen überwältigt. Im „Common“, dem Unterbewusstsein, spielt sich dann das Drama ab. Hier kloppen wir Monstergestalten nieder und müssen Gefühlsfragmente finden und bereinigen. Das Common kann, abhängig vom aktuellen Gefühlsstatus wie Angst, Trauer oder Wut, eine andere Form annehmen und entsprechend andere Monster beherbergen. In BLUE REFLECTION, also dem ersten Teil, gibt’s dann auch „Sephira“, die hin und wieder in der Story auftauchen. Das sind bildschirmfüllende Bossmonster mit extrem viel HP. Der Kampfort mag je nach Teil etwas variieren, aber alles aufzählen wäre doch etwas zu viel des Guten.


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Je nach Spiel haben wir auch verschiedene Kampfsysteme, zum Beispiel rundenbasiert mit Echtzeitverteidigung (Quicktime-Events) oder Semi-Echtzeit mit rundenbasierten Elementen. Ray hat gar kein Kampfsystem, da es ein exploratives, kondensiertes Anime-Recap ist. Ebenso sind Aufstufungs- und Ausrüstungsmechaniken entsprechend unterschiedlich gestaltet.


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Dann wäre da noch die leidige Zensurdebatte. Einige Szenen und Events wurden gegenüber den Originalen entfernt oder bearbeitet, damit das Spiel den „Ansprüchen eines modernen Publikums“ gerecht wird. In der Szene nach der Dusche tragen jetzt z.B. alle Handtücher und es gibt keine nackten Rücken mehr. Dann steht auch keiner mehr in Unterwäsche da und „Skinship-Events“ wurden gar komplett entfernt. Das Badewasser ist auch nicht mehr transparent, denn man sieht im Original, Achtung: Jetzt ganz stark sein, Brüste ohne Nippel und entblösste Beine! Letzteres ist jetzt ein guter Übergang, den lustigerweise hat der Kameradirektor wohl richtig ein Faible für Beine und insbesondere Oberschenkel von Mädels in Schuluniformen. Echt, da starten Dialoge und die Kamera fährt erst einmal von den Knöcheln aufwärts zu den Oberschenkeln, mal von vorne, mal von hinten, mit einem gerade so nicht-unter-den-Rock-schauenden Kamerawinkel und verweilt da erstmal ein bisschen, bevor auf die eigentliche Person fokussiert wird.


BLUE REFLECTION Quartet Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Fazit:

Ich frage mich, wie man das jetzt bewerten soll… Mein erster Eindruck war: "Gefühlstherapie mit Monsterkloppen". In BLUE REFLECTION Quartet geht es quasi ständig um Gefühle. Wir haben effektiv eine Freundschafts- und Dating-Simulation als begleitende Spielmechanik. Ignorieren wir die anderen Mädel oder geben Antworten, die das Beziehungsbarometer stagnieren lassen, stehen wir mit weniger Support in den Schlachten gegen die Bösewichte da. Auffallend ist auch der weitgehend grosse Mangel an männlichen Charakteren. Entsprechend kann man schon sagen, dass die Spielserie sehr stark in eine Yuri-Ecke (japanischer Name für ein Genre mit lesbischen Elementen) geschoben werden kann. Den einen mag das stören, den anderen nicht; ich bin da neutral – das Gesamtpaket zählt für mich. Die Story ist über alle vier Teile verteilt und so wie ich sie vorgestellt habe, entspricht es der offiziell empfohlenen Spielreihenfolge. Natürlich steht es uns frei, sich die Spiele in beliebiger Reihenfolge zu gönnen. Manchmal kann es langatmig und repetitiv wirken, vor allem wenn man ständig in den gleichen Orten unterwegs ist.



Wem kann ich das Spiel empfehlen? Fans womöglich, wobei die wegen der Zensur schon jetzt total im Boykott-Modus sind. Ich kann’s sehr gut verstehen. Da wird so ein DEI-Idiot angeheuert und diktiert, was Leute (angeblich) nicht mehr sehen wollen. Da ich persönlich auch nichts von Content-Diktatur halte, habe ich nochmals ein paar Prozent-Punkte von meiner Bewertung abgezogen. Neueinsteiger? Eingeschränkt, das heisst, nur diejenigen, die oft in VNs und Dating-Sims unterwegs sind da hier, wie erwähnt, so gut wie kaum Abwechslung in der Szenerie und dem Spielablauf geboten wird. Hier könnte sich die „moderne Audienz“ wirklich zu Tode langweilen. Schaut einfach mal den Trailer, und wer sich danach noch immer nicht ganz entscheiden kann, der kann mal ins Offizielle Wiki schauen. Dort wird noch einiges mehr über diese Spielserie erklärt.


BLUE REFLECTION Quartet Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

BLUE REFLECTION Quartet ist für PS5, Switch, Switch 2 und PC erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angesehen. Das Test-Muster stammt von KOEI TECMO, wofür wir uns herzlich bedanken!


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