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The(G)net Review: Bubsy 4D

Der letzte Auftritt des ehemaligen Accolade Maskottchens liegt mit Paws of Fury über sieben Jahre zurück. Damals in 2.5D kehrt 2026 der skurrile Kater zu seinen 3D-Wurzeln zurück, die mittlerweile auch schon wieder 30 Jahre auf dem Buckel haben.


Bubsy 4D Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Mit dem Vorgänger haben sich die damaligen Entwickler nicht mit Ruhm bekleckert. Gilt der 3D-Platformer als eines der schwächsten Ableger der damals florierenden Jump-and-Run Szene. Manche Stimmen behaupten sogar, das Bubsy 3D als die grösste Softwaregurke der PS1-Ära gilt. Auf die Vergangenheit ist gepfiffen. Atari übernahm die IP und versucht nun mit dem siebten Bubsy-Spiel verlorenes Land zurückzugewinnen.


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Die Woolies, die ewigen Feinde unseres pelzigen Helden, treiben mal wieder ihren Schabernack. Die gesamte Schafs-Population der Erde wurde von den fiesen Ausserirdischen entführt, um die ultimative Begierde der Schurken, das goldene Vlies, herzustellen. Der Schuss geht aber gehörig nach hinten los. Die Schafe entkommen der Gefangenschaft, kapern sich die fortschrittliche Technologie ihrer Entführer, samt des goldenen Vlies, reissen sich deren Planeten unter den Nagel und gründen mit der Baboot-Fraktion ihre eigene Kampf Armada.


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Nachdem Bubsy über einige Umwege ein Boot-Raumschiff in die Pfoten kriegt, düst unser Polygon-Kater schnurstracks zu deren Heimatstern, um sich das gestohlene Vlies selbst unter den Nagel zu reissen. Die Brücke unseres geklauten Raumschiffes dient dabei als Hub. Hier unterhalten wir uns mit ein paar NPC-Kollegen, wählen das nächste Level aus oder verpulvern erwirtschaftete Devisen im Shop.


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Doch bevor wir uns mit den Baboots anlegen können, erhalten wir eine Schnelldurchlauf per VR-Sim über Bubsys Skills. Den Doppelsprung bekommen wir direkt zum Start, wie die Fähigkeit, uns in eine Fellkugel zu verwandeln und wie die Affenbande aus Monkey Ball durch die Gegend zu rollen. Per Hechtsprung verlängern wir unsere Sprungphase oder wechseln nach der Aktion in eine Laufschritt. Per kurzem Gleitflug, der sich mit der vorhergehenden Option kombinieren lässt, erreichen wir die maximale Sprungweite. Bei eng stehenden Gebäuden nutzen wir einen Walljump. Wer sich die Moves nicht alle merken kann, darf im Optionsmenü die ausführlichen Erklärungen erneut durchlesen.


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Jede der drei Welten besteht aus fünf unterschiedlichen Abschnitten. In den ersten vier davon bekommen wir genretypisches 3D-Plattforming um die Katzenohren gehauen, sammeln fleissig Items und kämpfen uns von Checkpoint zu Checkpoint. Erhaschen wir eine der wertvollen Papierrollen, tauschen wir diese im Shop gegen verschiedene Upgrades ein. Dank dem Krallen-Upgrade klettern wir an bestimmten Wänden mühelos hoch, schalten einen Twirl-Jump frei oder verwandeln Checkpoints in Teleporter, um blitzschnell in noch unerforschte Ecken zu gelangen. Violette Wollknäuel, von denen es in jedem Abschnitt 150 zu finden gibt, investieren wir in Kosmetika wie das originale Bubsy 3D-Model, eine schicke Lederjacke für Angeber oder den VR-Skin aus dem Tutorial.


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Im letzten Part jedes Levels streiten wir uns mit einem Endboss um den Sieg, bevor wir zur nächsten Station düsen.


Wer sich noch mehr Einstellungen wünscht, konsultiert das Optionsmenü, in dem wir auf eine Tank-Steuerung wechseln, Unverwundbarkeit gegen die Handvoll Feinde aktivieren oder die Spielgeschwindigkeit reduzieren. Schelle Naturen haben das Spiel in 2 bis 3 Stunden abgehakt, während Komplettionisten etwas weniger als das Doppelte benötigen.



Fazit:

Bubsy ist weder die Neugeburt des Genres, noch ein ernsthafter Gegner für aktuelle 3D-Plattformer. Zwar bietet das Spiel ein paar gute Ansätze, die Ausführung lässt aber in fast allen Belangen zu wünschen übrig. Die Levels wirken wahllos zusammengestellt, auch wenn die ausgezeichnete Weitsicht das ganze zu kaschieren versucht. Grafisch geht Bubsy gerade noch durch, es mangelt jedoch an kreativen Ideen und irgendwelchen Highlights, die einem im Gedächtnis bleiben. Das könnte ich alles noch verkraften, wäre da nicht die fürchterliche Steuerung, die mich - im Tandem mit der unoptimierten Kamera - gelegentlich zur Weissglut brachte. Präzises Springen wird in vielen Fällen zur Glückssache. Der Hechtsprung nervt ungemein, da ich zuerst dessen schwer kontrollierbare Animation abwarten muss, um zu sprinten. Völlig Banane! Und trotz der kurzen Spielzeit bin ich mehr Tode gestorben als in einem durchschnittlichen Soulslike, weil die Kamera plötzlich seltsame Schlenker vollzieht. Falls Atari nochmals auf die Idee kommt, den Kater auf Reisen zu schicken, rate ich, sich bei der Konkurrenz ein wenig Inspiration zu holen, denn Bubsy wird weder technisch noch spielerisch dem aktuellen Status Quo gerecht.


Bubsy 4D Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Bubsy 4D ist für PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S, Switch, Switch 2 und PC erhältlich. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angsehen. Das Test-Muster stammt von Atari, wofür wir uns herzlich bedanken!


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