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The(G)net Review: ChainStaff

1984 brachte Konami mit Contra das Run n Gun-Genre aufs internationale Parkett. Von Turrican über Gunstar Heroes bis hin zu Terminator No Faith inspirierten die beiden Digi-Rambos unzählige Nachahmer. Der neueste Zuwachs orientiert sich ebenfalls am Original, legt aber spielerisch eine bis zwei Schippen drauf.


ChainStaff Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Als Posterboy würde unser Held Sergeant Varlette kaum durchgehen. Bei einem militärischen Einsatz überlebt er als Einziger ein Scharmützel mit Ausserirdischen. Doch die Sache endet mit einem kleinen Haken. Ein fieser Aliens-Parasit hat sich frech über seinen Kopf gestülpt und mehrheitlich die Kontrolle über unseren Protagonisten übernommen. Zum Glück ist unser Kopfschmarotzer gut gelaunt und wir verfügen dank des hässlichen Parasiten über ein paar neue Skills. Kein Wunder, werden wir von unserem alten Vorgesetzten angefragt, ob wir nicht Lust hätten, eine Alien-Invasion der Sternen Sporen zu verhindern.


ChainStaff Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Mit dicker Laserkanone und dem titelgebend ChainStaff ballern wir uns in den nächsten 7 bis 8 Stunden durch insgesamt 10 Levels vollgestopft mit gefährlichen Feinden, aggressiven Minibossen und dicken Endgegnern. Neben dem üblichen Ballern und Springen packen Varlette und Co. noch einige Extra Skills drauf. Neben der knackige Lasergun nutzen wir oftmals auch die multifunktionalen Eigenschaften des ChainStaffs, denn der knochige Alienspeer bietet vielerlei Möglichkeiten. Wir chargen die Space Lanze auf und holen mit eine gezielten Schuss nervige Gegner vom Himmel oder piksen den Levelboss. Befinden wir uns im Sprung oder in der Luft, verhilft uns eine automatische Zeitlupenfunktion zum besseren Zielen.


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Schmeissen wir den ChainStaff vor uns auf den Boden, schützt uns der Speer nicht nur von feindlichen Projektilen, sondern dient auch als Kletterhilfe. Wir kraxeln einfach den Stab hoch und nutzen den obersten Teil als Plattform. Durch diese Technik lassen sich selbst herabfallende Felsen oder Steinplatten stoppen. Am meisten nutzten wir aber die Grapple-Technik des ChainStaff. Per Knopfdruck krallt sich der bewegliche Ketten Speer an jede Oberfläche, egal ob immobiles Objekt oder Feind. Wer die motivierende Technik meistert, hangelt sich wie Tarzan durch die Abschnitte und ist tatsächlich die schnellste Fortbewegungsart unseres speziellen Duos.


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Unterwegs treffen wir nicht nur auf Widersacher, je nach Level wollen auch vier bis fünf vermisste Soldaten gefunden werden. Einmal einer der Kollegen aufgespürt, bieten sich uns drei Möglichkeiten. Entweder schicken wir ihn per Extraction-Kit nach Hause und kassieren einen Techpunkt. Wir können ihm aber auch das Herz rausreissen um unsere Lebensenergie zu erhöhen oder wir gönnen uns sein Gehirn als Zwischenmahlzeit und erhalten eine Schadens Upgrade für unsere Knarre. Aber bei den beiden letzten Aktionen solltet ihr Vorsicht walten lassen. Killt ihr nämlich zu viele Soldaten, werdet ihr in den Levels zusätzlich von einer Handvoll NPC-Soldaten angegriffen. Tönt schlimmer als es ist. Es ist eher eine moralische Zwickmühle als eine spielerische.


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Wer sich in den verzweigten Levels auf die Suche macht, findet dabei zusätzliche Goodies. Erhaschen wir 4 Alien-Cores spendiert man uns einen Upgrade für unseren Speer. Wir machen ihn länger, verkürzen die Chargetime oder erhöhen den Schaden. Passieren wir ein Checkpoint Terminal, leeren wir unser Tech-Points Konto. Damit lassen sich zusätzliche Lebensenergie oder Sekundärwaffen erwerben. Zur Auswahl stehen langsame Power-Raketen, Schutz Orbs und schnelle Minimissiles, die sich auf mehrere Stufen aufleveln lassen. Doch damit noch nicht genug. In gewissen Levels haben weitere Parasiten ihr Lager aufgeschlagen. Lokalisieren wir einer dieser Racker, schliesst er sich uns an und wir haben Zugriff auf dessen Special Skill. Wir können nun Wasserfälle hochgleiten, auf Nebel laufen oder den guten alten Doppelsprung nutzen. Einige Parasiten pimpen aber auch unsere Gun mit Flammenwerfer und Extra-Schüssen auf.


ChainStaff Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Da sich die meisten Level verschiedene Abzweigungen teilen, kommt ihr nicht herum, einige Level mehrmals durchzuspielen. Denn es reicht nicht nur den Boss am Ende zu erledigen, sondern müsst auch die Sporen Pollen finden, die Zugang zum nächsten Level verschaffen. Dank der Map und auswählbaren Checkpoints als Fast Travel Spots wird unnötiges Backtracking verhindert. Die Entwickler haben sich bei den Bosskämpfen richtig ins Zeug gelegt. Nur wer die richtigen Skills und Mechaniken einsetzt, wird mit dem Sieg belohnt.


ChainStaff Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Optisch orientiert sich ChainStaff an selbstgemalten 2D-Sprites, vermittelt aber durch den Grafikstil eine gewisse Tiefe. Unterstützt wird das innovative Run&Gun von harten Rock Riffs, die das brutale Aliengemetzel akustisch untermalen. Zwei Schwierigkeitsgrade sollten Anfänger wie erfahrene Baller Fans zufrieden stellen. Wer sich über die Website beim Discord Kanal anmeldet, findet nach kurzem Suchen ein paar Cheatcodes, die sich im Untermenü eingeben lassen. Ausserdem sollte laut Info aus erster Hand beim Release zusätzlich ein digitales Artbook und der gesamte Soundtrack zur Verfügung stehen.



Fazit:

Als alter Run&Gun Fan war ich von ChainStaff mehr als überrascht. Ehrlich gesagt hatte ich das Game gar nicht auf dem Plan, da mir der Key von der Chefredaktion angeboten wurde. Aus einem kurzen Antesten wurden die ersten drei Stunden und ich fühlte mich in alte Super Contra Zeiten zurück versetzt. Zwar kann am Leveldesign noch ein wenig geschraubt werden, aber man sieht, dass Chefentwickler Nathan das Genre gründlich studiert hat und die meisten Fallstricke souverän hinter sich liess. Das Gameplay ist dank des perfekten Grapple Hooks in den meisten Fällen butterzart. Und auch die diversen ChainStaff Skills sorgten mehrmals für Aha-Momente, die clever eingearbeitet wurden. Nur wenn das Spiel an gewissen Stellen mit dem Gegneraufkommen übertreibt, stockt der ansonsten flotte Spielfluss. Separat muss ich noch die innovativen Boss-Begegnungen erwähnen. Ausnahmslos jeder der 10 Obermotze kann überzeugen, und man sieht, dass man sich mit dem Design intensiv auseinandergesetzt hat. Ich kriege ja eh nie genug von Run&Guns, besonders wenn sie harte Action mit sattem Gameplay liefern. Und ja, nach eigener Aussage arbeiten die Entwickler an einem DLC, zu dem es bald neue Infos geben wird. Ich freu mich drauf!


ChainStaff Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

ChainStaff ist als Download für PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series, PC, Switch und Switch 2 erhältlich. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 angesehen. Das Test-Muster stammt von Mommy's Best Games, wofür wir uns herzlich bedanken!


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