The(G)net Review: Trigger Witch

Magazine leerpumpen ist ein Hobby vieler Videospielcharaktere. Und auch die "Trigger Witch" Colette lässt mehrheitlich Kugeln statt Worte sprechen. Im putzigen 2D-Zeldastil schiessen wir alles über den Haufen, was der Ballerhexe gerade vor die Flinte läuft.



Streng genommen ist The Trigger Witch ein Cute'em Up Twinstick Shooter. Wir haben einen niedlichen Charakter der es trotz unschuldiger Erscheinung faustdick hinter den Kiemen hat, der gleich zu Beginn eine dicke Glock samt unlimitierter Patronen durch die Gegend schwingt und die beinahe die Spritegrösse unserer Ballerina einnimmt.



In den ersten Minuten verwirrt The Trigger Witch den Spieler, da das Game wie ein waschechtes SNES-Zelda daherkommt. Nach ein paar weggeklickten Intro-Dialogboxen marschiert die Ballerhexe planlos durch eine kleines Städtchen. Wir treffen auf ein nette Dame, die uns die Dashfunktion erklärt und Schwupps, flitze ich unverletzt über ein Stachelfeld. Kaum das Minitutorial hinter mir gelassen, bekommt unsere Waffennärrin ihr erstes Spielzeug. Die obengenannte Glock bläst mit einem kräftigen Wumms die anrückenden Minifeinde in sekundenschnelle ins Nirvana.



Nach einer kurzen Aufwärmphase in der Trainings Ballerbude geht's endlich los. Colette's grösster Wunsch ist es, der Supergang “The Clip” beizutreten, wo nur die treffsichersten Hexen eine Platz finden. Besteht sie das "Gauntlet", eine Art Aufnahmeprüfung, bekommt sie die Vollmitgliedschaft. Natürlich besteht Colette den Test und wird gleich darauf zu ihrer ersten Mission geschickt. Finde 3 Gegenstände die auf der übersichtlichen Oberwelt versteckt sind. Eine Oberweltkarte wird gleich mitgeliefert und kartografiert automatisch die Gebiete, die wir bereits besucht haben. Wir durchstöbern Dungeons, lösen simple Puzzles, treffen neue NPCs und decken hauptsächlich fiese Gegner mit unserem Kugelhagel ein.



Im Laufe von Trigger Witch's Odyssee stossen wir unter anderem auf ein Automatikgewehr, einen Granatwerfer oder ein Paar Uzis. Im Gegensatz zur Standardwumme benötigen die Alternativwaffen eine kurze Abklingzeit. Colette muss deshalb ständig zwischen den unterschiedlichen Waffen switchen, um die Angreifer in Schach zu halten. Gelegentlich besteigt unsere Hexe einen Besen und ballert sich à la Raiden durch vertikale Gefilde, was aber nur ein paar Minuten dauert. Gefallenen Gegner überlassen euch wertvolle Diamanten, die im Shop in mehr Gesundheit, erhöhte Schussstärke oder grössere Magazine eingetauscht werden. Im Optionsmenü dürft ihr Blutlachen deaktivieren und zwischen fünf unterschiedlichen Schwierigkeitsgaden auswählen. Ein Durchmarsch mit der knarrenschwingenden Hexe dauert knapp 6 Stunden. Koop-Begeisterte schiessen sich im Team durch die kunterbunte Pixel-Märchenwelt.



Fazit:

Wieder einer dieser Tage: Man kriegt ein Testmuster, hat keine Ahnung, um was es geht und wird positiv überrascht. Colette und ihr Waffenarsenal kombiniert putzige 2D Optik mit forderndem, aber simplem Gunplay. Ich habe mich in den halben Dutzend Stunden sehr gut unterhalten gefühlt. Der generelle Schwierigkeitsgrad ist fair und grosse Längen gibt's bei Trigger Witch auch nicht. Klar, wir zerballern die immer gleichen 10 Spitzbuben, deren wechselnde Farbpalette die grösste Innovation im Gegnerbereich darstellt und langweilen uns bei den Dialogboxen. Doch Dank dem kontinuierlichen Zuschanzen von neuen Waffen, die wir in Schatzkisten finden, wird das Spiel immer wieder aufgelockert. Liebhaber von soliden 16Bit Titeln werden auch dank des schlanken Preises nicht enttäuscht. Der knuffige Twinstick-Shooter ist für mich genau eines dieser kleinen Indiegames, die das Warten auf die nächste Spielelawine im Februar angenehm verkürzt.



Wir haben Trigger Witch auf PS5 getestet, das Spiel gibt's auch für Xbox Series X|S, PS4, Xbox One, Switch und den PC. Das Test-Muster stammt von eastasiasoft, wofür wir uns herzlich bedanken!


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