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4891 Suchergebnisse für „review legend of heroes trails“
- The(G)net Review: PES 2013
Pünktlich zum diesjährigen Champions League Auftakt startet auch Konamis Fussball Franchise ins neue Jahr. Das Dutzend ist voll, die 12te Auflage von Pro Evolution Soccer steht in den Regalen – lohnt sich ein erneuter Kauf? Wie immer stellt sich nicht nur die Frage, ob man sich den neusten Jahrgang des ehemaligen Fussballkönigs ins eigene Videospiel-Regal stellen möchte. Vielmehr wundert man sich, ob der frühere Branchenprimus wieder an alte Glanzzeiten herankommt. Konami hat im Vorfeld einmal mehr diverse Neuerungen und das damit eingehend vermeintlich beste Rasenschach aller Zeiten versprochen. Im Gegensatz zu den beiden letzten Versionen funktioniert PES 2013 tatsächlich wieder, es wurde an den matchentscheidenden Kanten geschliffen. Spieler, die grossen Wert auf ein komplettes Lizenz-Paket legen, werden aber auch in diesem Jahr nicht glücklich. Zwar wurde die gesamte erste brasilianische Liga auf die Disc gepackt, aus der Bundesliga gesellen sich aber nach wie vor nur Bayern und Schalke zur Riege der Lizenzierten Teams. Holland, Frankreich und Spanien haben den Sprung ebenfalls ins Spiel geschafft, ansonsten bleiben nur vereinzelte Teams wie beispielsweise der FC Porto oder Manchester United. Wo bei den Lizenzen schon gespart wird, wieso nicht gleich noch die Stadionatmosphäre weg lassen? Jene lässt im Konami-Lager seit Jahren zu wünschen übrig. Weder das Publikum noch die laschen, sich schnell wiederholenden (altbekannten) Sprecher sorgen für mehr Stimmung. Über die Optik der einzelnen Spieler lässt sich streiten, mir sagen Sie wenig zu. Durch das eher farbarme Gesamtbild wirkt das Spielgeschehen ein wenig realistischer als bei der Konkurrenz, was leider durch eher unrunde Animationsphasen wieder zunichte gemacht wird. Solo-Spieler tummeln sich immer noch im altbewährten Meister-Liga Modus oder versuchen sich an der erneut lizenzierten Champions League, selbstverständlich ohne den letztjährigen deutschen Meister – was die Lizenz geradezu hinfällig macht. Das Salz in der Suppe der aktuellen Fussballspiele ist natürlich ein funktionierender Online-Modus. Leider konnten wir dessen Spieltauglichkeit noch nicht ausführlich überprüfen. Bisher mangelte es den Japanern massiv an einem sauberen Netzwerk-Code, verhängnisvolle Ruckler und Lags waren die Folge. Wir hoffen auf Besserung. Hört sich alles negativ an, genau wie in den Vorjahren? Tatsächlich wurde in obengenannten Belangen wenig geändert oder verbessert. Die Entwicklungszeit hat das Team offensichtlich in die Spielmechanik gesteckt, und das zu Recht. Erstmals seit Jahren spielt sich PES wieder interessant und fühlt sich griffig an. Die KI der Mitspieler scheint äquivalent angestiegen zu sein. Die Jungs auf dem Platz lesen das Spiel sowohl in der Offensive als auch defensiv ersichtlich besser. Der Torwart profitierte davon leider nicht ganz so viel, Abstauber-Tore scheinen eine übermässige Häufigkeit zu besitzen. Zusätzliche Räume werden durch die neu hinzugekommene Steuerung geschaffen. Via Buttondruck passt der Spieler manuell, ebenso darf so geschossen werden. Zusätzlich kommt eine manuelle Passannahme dazu. Viel manuell, das tut dem Spiel gut. Der Spielablauf wirkt weniger schienenartig, wie das noch bei den Vorgängern zu beobachten war. Zumal die Mitspieler mit Hilfe des rechten analogen Sticks selbst in die Räume geschickt werden können. Langjährige Mattscheiben-Fussball Spieler erahnen es, das alles macht den Titel wieder interessanter, aber erfordert auch eine nicht unerhebliche Einspielzeit. Auf Wunsch wird sich die nötige Erfahrung im angebotenen Tutorial-Modus geholt. Fazit: Ja, was jetzt: Pro Evolution Soccer 2013 oder FIFA 2013? Sicher ist, Pro Evolution Soccer hat wieder Boden gut gemacht. Ob es reicht um nach einer gefühlten Ewigkeit wieder vor die EA-Konkurrenz zu kommen, muss man wohl für sich selbst definieren. Freunde langer Einspielzeiten die zugleich weniger bis gar keinen Wert auf lizenzierte Teams und Spieler legen, könnten mit PES 2013 wieder zur alten Fussball-Euphorie finden. Die Ballphysik wirkt nach wie vor einen Deut besser als bei EA. Ich für meinen Teil freue mich, dass PES wieder erstarkt ist, sehe aber keinen Grund vom hervorragenden FIFA abzukommen. Zumal jenes zugleich noch das komplette Lizenzpaket, eine ernstzunehmende Stadionatmosphäre sowie einen sicher funktionierenden Online-Modus mitliefert.
- The(G)net Review: PES 2014
Zwei Fussballspiele, jedes Jahr. Die vergangenen Spielzeiten bewegten sich beide auf einem ähnlich hohen Niveau, jeweils mit Vor- und Nachteilen in beiden Lagern. Im letzten Jahr dominierte FIFA seinen Gegner nach Belieben. Wie das Kräfteverhältnis in der aktuellen Saison ist, haben wir uns in einem FIFA vs. PES angesehen. Was gab es in der Geschichte der Menschheit nicht bereits für wahnwitzige Gefechte. Erinnern wir uns an Tyson vs. Holyfield, Schuhmacher vs. Hill, Microsoft vs. Apple, Rock vs. Techno oder Deutschland gegen alle. Da war aber noch ein Geschichtsträchtiges Duell, welches seit den 90ern um unsere Gunst buhlt. Die Fussball Giganten FIFA und Pro Evolution Soccer treten Jahr für Jahr in diversen Disziplinen gegeneinander an und erhoffen sich am Ende des Tages, mehr kaufkräftige Fans ihr Eigen zu nennen. In diesem Jahr soll, und das erscheint uns mindestens genauso bekannt, wieder mal alles anders werden. Die beiden Marken werfen im Vorfeld erneut mit Zugkräftigen Schlagwörtern um sich. Precision Movement oder Pure Shot treten an gegen TrueBall Tech und Motion Animation Stability System. Ganz ehrlich, in diesem Jahr gewinnt Konami den Schlagabtausch des beknackten Marketing-Slangs, aber nur knapp. Mindestens ebenso knapp wird es in den weiteren Disziplinen. Essentiell ist einmal mehr das Spielgefühl, die Verbindung von Joypad und virtuellem Ball. EA holt hier mit jedem Jahr mächtig auf, und die Unterschiede sind marginal. Dennoch überzeugt die Ballphysik auf dem Konami Rasen um eine Nuance mehr. Schön zu sehen ist zudem, dass das Leder bei PES nicht mehr wie auf Schienen über den Rasen befördert wird. Allerdings wirken die Aktionen der Kicker nach betätigter Joypad Eingabe hier weniger direkt, die Pass- und Schussabgaben wollen bereits mehrere Augenblicke zum Voraus geplant werden, um einen möglichst gelungenen Spielzug zu erreichen. FIFA erlaubt hier eine gefühlt höhere Spontanität und wirkt dadurch weniger komplex. Auch was die Technik angelangt, befinden sich beide Titel auf einem hohen, der ausgereizten Konsolengeneration entsprechenden Niveau. Bei den Spielermodellen sowie auf den Publikumsrängen kann kaum ein Sieger erkoren werden, die hübscheren Stadien bietet dennoch EA. Sowohl der Rasen wie auch die darauf spielenden Kicker wirken mehr aus einem Guss. Spätestens mit den Replays geht der Punkt klar an FIFA, fallen bei der Konkurrenz doch immer mal wieder unschöne Ruckler ins Gewicht. Zudem fühlen sich die Ladezeiten bei Konami insgesamt unangenehmer an. Die bessere Mittendrin statt nur dabei Atmosphäre weist ebenfalls die Ami-Produktion auf. Wie gewohnt bieten sich unzählige Lizenzen und astrein nachgeführte Kader und Formkurven an. Zudem überzeugt FIFA nach wie vor durch eine hochkarätigere Gesamt-Atmosphäre. Zwar wurden bei PES die Fangesänge runderneuert, der Klassenprimus aus dem Hause EA dominiert aber noch immer klar. Unschön bei Konamis Rasenaction zudem die immerzu über den Spielern eingeblendeten Energie-Anzeigen für Pass- und Schussstärke, dadurch geht eine gehörige Portion Fussballübertragungs-Gefühl verloren. Punkte für das Menü sowie die zugehörige Musik gehen ebenfalls in Richtung Electronic Arts. Musikalisch dominiert FIFA den Gegner nach Belieben. Die Menü-Gestaltung wird zwar bei FIFA von Jahr zu Jahr gewöhnungsbedürftiger, die langweiligen Tabellengrafiken bei PES sind aber um ein vielfaches unspektakulärer. Die Stadionsprecher sind übrigens wie gewohnt in beiden Lagern verbesserungsfähig aber nicht störend. Fazit: Nach Punkten führt FIFA klar, das wird noch deutlicher, wenn man ein eher flüssiges, Action orientierteres Spielgefühl schätzt; auch hier punktet EA. Die Vorzüge von FIFA interessieren den Rasenschach Anhänger mit Hang zur ernsthaften, manchmal trockenen Simulation kaum. Letztgenannter holt sich das beste PES seit Jahren für die Konsole seiner Wahl. Alle die das insgesamt überzeugendere Gesamtpaket mit letztendlich schlicht besseren Zusatzoptionen sowie ein zwar in der Geschwindigkeit reduziertes, aber dennoch schnelleres Fussballspiel wollen, holen sich auch in diesem Jahr FIFA ins Haus. Lässt man Lizenzen und die Online-Modi aussen vor, waren die beiden Titel aber noch nie so auf Augenhöhe, wie in diesem Jahr.
- The(G)net Review: Race Driver: GRID
Fazit: Noch vor ein paar Monaten habe ich eine Preview-Version von GRID spielen dürfen. Jetzt, da ich ein paar Stunden mit der Review-Version verbracht habe kann ich sagen, dass es alles ist
- The(G)net Review: Race Pro
Man denke nur an die beiden GTR-Teile, GT Legends, rFactor oder iRacing, die auch von einer eingefleischten
- The(G)net Review: Lost Planet 3
Capcom lässt uns erneut auf E.D.N. III nach alternativer Energie suchen. Kann der dritte Lost Planet Teil wieder zum Ersten aufschliessen? Als wir 2006 Capcom's Lost Planet: Extreme Condition das erste mal starteten waren wir sofort fasziniert vom ganzen Setting des entfernten Eisplaneten und dem Überlebenskampf gegen die furchteinflössenden Aliens mit Hilfe der Mechs und speziellen Space-Knarren. Der erste Teil war grafisch und spielerisch damals ein klares Highlight und hatte diverse Fans um sich gescharrt. Der zweite Teil, Lost Planet 2, mit seinen Wüsten- und Dschungelwelten, konnte weder die Fans noch diejenigen, die die Serie zum ersten Mal spielten nicht ganz überzeugen, einzig der Multiplayer hat ein paar Tage Spass gemacht. Doch dann war die Luft raus und man widmete sich Besserem. Jetzt versucht Capcom die Franchise nochmals neu zu starten und hat begibt sich wieder zu seinen Wurzeln und man möchte eine spannende Science-Fiction Story à la Aliens erzählen mit einer Prise Dead Space und Star Ship Troopers. Dies tönt gut? NEVEC, die grosse Corporation, ähnlich der Weyland Enterprises aus Aliens, macht sich auf und will einen weitentfernten fremden Planeten kolonisieren und damit als neue Energiequelle entdecken, damit man das Energieproblem der Erde lösen kann. Das eine so grosse Corporation noch anderes im Sinne hat, als sich nur zum Wohle der Meinschheit auf so ein teures und riskantes Unterfangen einzulassen, ist ja wohl für jeden von Anfang an klar. Dies haben sich auch die Scriptschreiber gedacht, denn diesen Spoiler wird schon nach 2-3 Minuten verblasen. Aber egal, denken wir uns, denn wir erwarten viel grössere und spannendere Wendungen, die sicher im Laufe des Spiels verraten werden oder? Der dritte Teil der Lost Planet Serie erzählt die Vorgeschichte, welche zu den Events des ersten und zweiten Teils geführt hat, denn wir finden uns wieder auf dem Planeten E.D.N. III, dem bekannten Eisplaneten, auf dem man von den angriffslustigen Akriden attackiert wird und wo natürlich die wertvolle Thermalenergie, kurz T-ENG, in Hülle und Fülle vorhanden ist. Die NEVEC Corporation hat sich im Eis eine Basis gebaut, wo Kolonisten der Erde diesen Stoff abbauen und zur Erde transportieren können. Einer dieser Kolonisten ist Jim Peyton, der sich, fernab von Frau und Kind, auf nach E.D.N. III gemacht hat, um mit seinem geliebten Mech-Roboter sich hier eine goldene Nase verdienen zu können. Seinen Mech liebt er über alles und lässt niemanden ran an das Teil und falls es doch jemand versucht, wird der schon mal angefaucht, wie in einem Westernfilm in dem der Cowboy Jim schnell mal jemanden niederknallt, der sich seinem Gaul unerlaubt nähert. So, Jim der Space Cowboy, der übrigens glatt als Double für Nicolas Cage durchgehen könnte, unterwegs auf seinem Metall-Gaul, stapft durch die Eiswüsten von E.D.N. III und knallt sich dabei beste Space-Country Musik hinter die Ohren und kämpft dabei gegen nervöse Spinnenviecher, die ihn zum Fressen gern haben und all das nur, damit er Thermalenergie abbauen kann und mit der Kohle Frau und Kind füttern kann. Ein ganz normaler Job also. Immer wieder das Gleiche und auf die Dauer langweilig. Genau das ist Lost Planet 3. Ok ok, grafisch der Lost Planet Reboot gelegentliche Hochs, sind die Horizonte und auch Wettereffekte schon ziemlich spektakulär. Gepaart mit dem sensationellen Country Soundtrack, begleitet vom Gekreische der Akriden und dem Klirren der Kälte, macht dieses Paket schon ziemlich auf Stimmung. Speziell wenn Ihr zu Fuss unterwegs seid, nicht mehr wisst wo vorne und hinten ist und dann plötzlich in der Ferne das Country-Gedüdel hört und Euch dann in den vorgewärmten Mech setzt, kommt ein Gefühl von Heimat auf. Passt auch, falls Ihr euch zu weit von eurem Mech entfernt deaktiviert sich die Minikarte auf eurem HUD und ihr seid alleine. Wirklich alleine. Der Mech ist sozusagen euer Partner, euer Zuhause. Allgemein vermittelt Lost Planet 3 kein Orientierungsgefühl, ihr habt keine Ahnung wo ihr seid, ausser man kann sich grad an einem Gewitter oder sonst am Horizont orientieren. Interessant ist, dass es Jim im Anzug ziemlich warm hat, doch er stampft ohne Maske oder Mütze, entgegen des netten Ratschlags seiner Frau per Videobotschaft, im Schnee herum oder befreit seinen geliebten Mech von Schnee und Eis und trotzdem erkältet er sich nie... nicht mal ein Niessen oder ne rote Nase. Unfassbar oder? Ihr habts gehört, in Lost Planet 3 seid ihr häufig alleine unterwegs, durchreitet mit Eurem Mech emotionale Höhen und Tiefen, durch eine von Kälte und Aliens gezeichnete Umgebung, auf der Jagd nach dem orangefarbenen Gold. Das Spiel wurde übrigens komplett ins Deutsche übersetzt, doch genau hier liegt eines der vielen Probleme die wir mit Lost Planet 3 haben. Die deutsche Synchro wirkt ziemlich hölzern, Stimmung mag nicht wirklich aufkommen, da jede Figur massiv übertrieben agiert und auch so spricht. Etwas weniger ist manchmal mehr und dies hätte genau für Jim gut getan. Jim kommt relativ emotionslos daher, auch die grössten Akriden-Angriffe lassen unseren Helden kalt. Irgendwie schon fast grotesk, aber dann auch wieder ziemlich unterhaltsam, fast schon lustig. Der typische Ultra-Söldner irgendwie, der sich auch von 200 Arkiden, unabhängig von Grösse und Angstfaktor, nicht beeindrucken lässt. Von der Anforderung her dürfte Lost Planet 3 keinen Spieler aus der Fassung bringen, denn schnell fallen dem Gamer die orangefarbenen Punkte an den gegnerischen Viechern auf, auf die zum Teil sogar mit Hinweispfeilen hingewiesen wird, dass man auf diese Dingern ballern soll um das Spinnenvieh in die ewigen Jagdgründe zu schicken aber gleichzeitig noch mit den erkämpften T-ENG's noch genügend Währung verdienen kann um das wohlverdiente Abendmahl oder Versicherung bezahlen zu können. Keine Angst, das Gameplay ist nicht schlecht und auch nicht langweilig, doch leider auch nicht sensationell und auch nicht wirklich neu oder spannend... eher irgendwo im Mittelfeld anzusiedeln. Die lieben Game-Designer hätten hier halt noch ein wenig mehr Zeit und Ideen reinstecken sollen um das Spiel motivierender zu machen als es ist, denn eigentlich hätten wir am liebsten wieder den ersten Teil in unsere Konsole eingelegt. Spass gemacht, aus Gameplay-Sicht, hat aber sicherlich den konstanten Kampf gegen die Alienhorden, die ziemlich actionreich inszeniert sind und auch die ganz nett, teils sogar spektakulär in Szene gesetzten Kampfschauplätze. Davon alleine leben kann Lost Planet 3 leider nicht, denn es ist nicht quer durchs Band konsequent umgesetzt, hätte man da doch nur ein paar Monate mehr Zeit investiert, dann hätte das Game nämlich das Zeug zum Hit. Im jetzigen Zustand ist das grösste Problem von Lost Planet 3 seine Identität zu finden, hat es doch soviele Neuerungen, denn neben dem Third Person-Shooter Teil hat es auch diverse Quicktime Events mit dem Mechwarrior und vor allem die Horror-Sequenzen, die man zu Fuss mit Jim durchläuft, zeigen eigentlich, dass Lost Planet am liebsten eine Mischung aus Dead Space mit Mechs und einem Touch Resident Evil sein möchte. Menschenleere Basis, wie in Aliens oder Dead Space kombiniert mit flackernden Lichtern und abgrundschwarzer Umgebung, mit angsteinflössenden Geräuschen, die von überall herzukommen scheinen. Genau hier haben die Entwickler eigentlich den richtigen Weg eingeschlagen, doch richtig gruselig wird es leider nicht wirklich. Oder viellicht zum Glück? Ich denke hier kommt es auf die Präferenzen des Spielers an. Was sicher ist, dass in den dunklen Räumen und Höhlen sich irgendwo immer ein riesiges Alien-Viech oder viele kleine, mit orangen Schwachpunkten, die es abzuballern gilt, versteckt und wartet, bis ihr vorbeiläuft. Falls ihr noch vor habt, Lost Planet 3 zu kaufen oder zu spielen, empfehlen wir Euch den Schwierigkeitsgrad höher einzustellen, denn wenn ihr wirklich um Euer Leben kämpfen müsst, dann könnte die Rechnung von Capcom rund um das ganze Action/Sci-Fi/Horror Spektakel aufgehen und einen Sinn ergeben, denn sonst ist es einfach ein Action-Knaller ohne grosse Anforderungen, in welchen der durchschnittliche Zocker leider nicht mehr als ein paar Stunden motiviert. Einzig der Multiplayer kann hier noch ein paar Stunden rausholen, dieser ist nämlich ziemlich unterhaltend umgesetzt. Fans der Serie haben den Titel sowieso schon im Regal, wer den verloreren Planet jedoch noch nicht gespielt hat, sollte sich Lost Planet 3 trotz allem nochmal genau anschauen, im Komplett-Paket kein Einheitsbrei und im Ganzen eine gut inszenierte Space-Cowboy-Arie mit Cowboy Jim und seinem treuen Mech-Begleiter, gepaart mit vielen grusligen Aliens, guter Musikuntermalung und netter Atmosphäre, sowie dem gelungenen Multiplayer-Modus macht eigentlich Lust auf mehr. Vielleicht schafft Capcom dies mit Teil 4 und bringt einen Winner der ein Gold Rating wirklich verdient. Fazit: Ok, ich gebs zu: Ich bin ein Fan der Serie, fand Teil 1 super, Teil 2 mittelprächtig und Teil 3? Irgendwo in der Mitte. Lost Planet 3 versucht anders zu sein, doch ist dabei leider nicht konsequent, dadurch bietet es zwar Abwechslung, doch mit weniger Tiefgang als wir dies noch vom ersten Teil her kannten. Potential vorhanden aber nicht ausgeschöpft. Wie Jim es im Spiel seiner Frau zu erklären versuchte: "Spannend, packend und surreal, doch leider zur Routine geworden". Ich persönlich glaube, es geht in die richtige Richtung, auch wenn ich in Sachen Grafikstil gerne wieder mehr "Japan" drin hätte, denn statt den Titel selber zu entwickeln, haben sie die Entwicklung des dritten Teils an Spark Unlimited übergeben und das sieht man auch deutlich. Capcom hat eine gelungene Serie geschaffen, hoffen wir dass sie es im nächsten Teil schaffen, mehr Tiefgang reinzubringen. Wer gerne wieder einmal eine Abwechslung aus dem Einheitsbrei sucht, der kann Lost Planet 3 mal probespielen oder das Demo downloaden und sich eine eigene Meinung bilden. Alle anderen können eigentlich gleich auf den vierten Teil warten.
- The(G)net Review: MotoGP 06
Der Schwierigkeitsgrad Legende ist bis zum meistern des Schwierigkeitsgrads "Champion" gesperrt.
- The(G)net Review: Overlord
Böse! Jeder will es doch insgeheim einmal sein. So richtig böse und ohne die Konsequenzen fürchten zu müssen. Overlord bietet genau das. Der Spieler darf wahlweise gut oder böse sein. Egal welcher Weg gewählt wird, bei Overlord geht so richtig die Post ab. Als erstes lernen wir Gnarl kennen. Bei ihm handelt es sich um den Hofzauberer, welcher zu jeder Zeit dem Spieler mit gutem Rat zur Seite steht. Er setzt diesen Vorsatz auch gleich in die Tat um und führt den Spieler in ein angenehm kurzes Tutorial, in welchem die Steuerung erklärt wird. Nicht, dass dies wirklich nötig wäre, da sie recht einfach und intuitiv gehalten wurde. Trotzdem ist das Tutorial hilfreich und erspart das Rumprobieren. Jetzt kann es so richtig los gehen. Am Anfang steht der Overlord doch noch ziemlich alleine in seinem baufälligen Turm da. Gnarl schlägt daher vor, sich in einem ersten Schritt um den Wiederaufbau der Ruine zu kümmern und schickt uns durch ein Portal in die Nähe eines Dorfes. Vor diesem grasen ein paar Schafe auf einer Wiese. Nachdem diese geschlachtet wurden, geben sie gelbe Orbs frei, welche eingesammelt werden. Jeder dieser Orbs entspricht einem Leben für einen eurer Schergen. Diese "Gremlins" werden an bestimmten Portalen herbeigerufen. Die demonischen Schergen haben ihren Zweck. Ein Overlord will sich ja nicht die Hände mit dem Blut der zahlreichen Opfer beschmutzen. Daher schickt er lieber seine Günstlinge in die Schlacht. Zu Beginn ist die Anzahl der Lakaien noch auf 10 Stück limitiert. Doch im weiteren Verlauf der Geschichte, wird diese Anzahl kontinuierlich erhöht. Natürlich können die Günstlinge des Overlord noch mehr, als nur Mensch und Tier nieder zu metzeln. Auf Befehl räumen sie grosse Gegenstände aus dem Weg, sammeln die freigesetzen Orbs ein, zerstören rumstehende Kisten, Amphoren und Fässer und bereichern sich an derem Inhalt. Das Gold fliesst dabei in die Kasse des Overlords. Die gefundenen Waffen behalten die Lakaien gleich selbst. So ausgerüstet sind sie auch etwas stärker und im Falle von Rüstungen auch besser geschützt. Auch mit dem Overlord kann gekämpft werden. Sein Schwert trägt er ja nicht nur zur Zierde. Besser ist es, mit ihm aber etwas im Hintergrund zu bleiben, seine Schergen zu befehligen und zwischendurch etwas Magie, z.B. in Form von Feuerbällen, einzusetzen. So gerüstet wird die Umgebung erkundet. Dabei ist die dem Spiel beigelegte Karte immer mal wieder hilfreich, denn eine 'in game'-Karte existiert nicht. Da es jedoch so viel zu entdecken und erkunden gibt, fällt das nicht so sehr ins Gewicht. Erst wenn ein Auftrag an einem bestimmten Ort durchgeführt werden soll und der Spieler sich erst dort hin begeben muss, dann wird es etwas mühsam. Zumindest, bis die Umgebung bekannt ist. Im Verlauf des Spieles werden 3 weitere Arten von Günstlingen gefunden, welche ganz unterschiedliche Fähigkeiten haben. Die Roten sind imun gegen Feuer, können durch die grösste Feuersbrunst marschieren und Brände löschen, ohne das ihnen nur ein Haar auf dem ansich kahlen Schädel gekrümt wird. Im Kampf werfen sie Feuerbälle und sind daher gut als Kämpfer in der zweiten Reihe geeignet. Die Grünen wiederum sind resistent gegen Giftgas und eignen sich dank Sprung-Attacken für den Nahkampf. Die blauen Schergen können als einzige schwimmen und bereits gefallene Kameraden wiederbeleben. Dafür können sie aber nicht kämpfen. Die anfänglich erwähnten braunen Lakaien sind quasi die Infantry. Der Kampf ist ihre Stärke und sie sind nicht so leicht umzubringen. Gnarl und auch die Leute aus den Dörfern geben uns die "Quests". Sei dies die Befreiung von Menschen, welche als Sklaven gefangen gehalten werden oder eine Braut zu finden. Die Aufträge sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Dabei ist nicht auf anhieb ersichtlich, ob es sich dabei um Haupt- oder Nebenaufgaben handelt. Aber das macht dem Spass keinen Abbruch. Es werden immer wichtige Gegenstände gefunden. So entdeckt ihr bei einem Auftrag z.B. die Schmiede, mit der die Lakaien gegen ein Entgeld für euch neue Waffen und Rüstungen herstellen. Durch andere gefundene Objekte wird der Lebens- und Magiebalken des Overlords verlängert. Sobald das Burgfräulein gefunden und eingezogen ist, darf sogar der Turm verschönert werden. Grafisch ist Overlord einfach nur erste Sahne. Die Kornfelder bewegen sich beim Durchschreiten, Bäume lassen sich anzünden, das Wasser reflektiert die Umgebung und bei den Häusern können praktisch die Backsteine gezählt werden. Blumen lassen die Umgebung in einer farbigen Pracht erblühen. Das Ganze erinnert irgendwie an Fable. Einige Lokationen sind eher düster und unheimlich gehalten. Das Licht der Fackeln reflektiert sich an den Höhlen- und Hauswänden. Man kann locker stehen bleiben und den Anblick der detailverliebten Grafik geniessen. Das Ganze wird mit stimmungsvoller Musik und witzigen Soundeffekten untermalt. Die dezente Hintergrundmusik wird nach einer Weile nicht mehr bewusst wahrgenommen und das spricht für sie. Anders verhält es sich bei den Sound-FX. Die sind zu jedem Zeitpunkt present. Das Klingen der Schwerter, wenn Metal auf Metal trifft, das dumpfe Geräusch, wenn ein Körper getroffen wird, und immer die fies klingenden Stimmen der Schergen, wenn sie einen Befehl quittieren oder sich auf die Opfer stürzen. Bleibt der Spieler zu lange inaktiv, dann meldet sich auch Gnarl zu Wort und treibt euch an. Overlord, so wie es daher kommt, ist eines der Topspiele 2007. Die Idee wurde zwar damals mit Pikmin eingeführt, die Umsetzung in diesem Spiel weiss jedoch besser zu gefallen. Hoffentlich wird diese Franchise weitergeführt und die Spielergemeinschaft mit einem zweiten Teil verwöhnt. Fazit: Wer damals Pikmin mochte, der wird sofort Gefallen an Overlord finden. Aber auch den anderen Spielern wird dieses puzzlelastige Spielkonzept gefallen. Overlord vereinigt kurzeweilige, actiongeladene Kämpfe mit knackigen Rätseln. Dazu wurde noch eine Prise zartbitterer Humor beigefügt. Overlord ist ein neuer und vielverstprechender Stern am Spielehimmel und wer es nicht gespielt hat, der hat definitiv ein geniales Spiel verpasst.
- The(G)net Review: Perfect Dark Zero
Spiele wie Halo oder das ebenfalls für die XBOX 360 erhältliche Call of Duty 2 zeigen, wie es perfekt
- The(G)net Review: Red Dead Redemption
Das Westerngenre wurde in der Game-Industrie bis auf ein paar Ausnahmen vernachlässigt. Grund genug für Rockstar, diese Lücke zu füllen und uns mit diesem Titel zurück in die Prärie anfangs des 20. Jahrhunderts zu versetzen. Also poliert eure Revolverläufe, klemmt die Sporen an eure Stiefel und setzt den Hut auf. Es wird Zeit, in die Steigbügel zu treten. John Marston ist ein ehemaliger Outlaw, welcher die Nase voll davon hatte, Angst und Schrecken zu verbreiten. Daher entschloss er sich zu heiraten, Kinder zu zeugen und eine eigene Farm zu gründen. Doch leider holt ihn seine Vergangenheit rasch ein. Trotz seines Abgangs aus der Banditenszene wird Marston von Agenten der Regierung dazu gezwungen, seinen ehemaligen Komplizen das Handwerk zu legen. Ansonsten würde er seine Familie nie wieder sehen. Ohne wirklich eine Wahl zu haben macht sich John Marston auf den Weg zu Bill Williamson, einem seiner engsten Verbündeten während seiner Zeit als Gauner. Doch schon nach einer kurzen Weile bohrt sich ein Schuss in die Brust unseres Helden und das Vorhaben gestaltet sich schwieriger als bisher gedacht. Aufgefunden und gepflegt von einer Farmerin kommt John Marston wieder auf die Beine. Um euch erkenntlich zu erweisen helft ihr der netten Lady etwas auf Ihrer Farm. Hier werdet ihr mit der Steuerung von Red Dead Redemption vertraut gemacht, welche schon zu Beginn stark an die der vergangenen GTA-Titel erinnert. Die Karte links unten hilft euch, den Weg zu finden und zeigt Ereignisse mit farbigen Punkten an. Diese ist auch das einzige HUD, welches auf dem Bildschirm zu finden ist. Auf die Lebensanzeige wurde verzichtet; so färbt sich nun der Bildschirm immer rötlicher ein, je schwerer man verletzt wird. Mit kleineren Herausforderungen (wie beispielsweise einer Hasenjagd, einem Wettrennen auf Pferden oder Viehtreiben) wird auch unerfahrenen Spielern erklärt, wie man sich im Wilden Westen zu verhalten hat. Nachdem ihr einige Arbeiten auf dem Gut erledigt habt, gelangt man bereits in die erste Stadt. Schon an diesem Punkt wird klar, wie viele Möglichkeiten dem Spieler in der Prärie von "Red Dead Redemption" geboten werden. Man kann Hengste zureiten, eine Vielzahl von Tieren jagen, sie häuten und das gewonnene Material weiterverkaufen, Kräuter sammeln, gesuchte Verbrecher mit Hilfe eines Wanted-Posters dingfest machen, ein Gläschen Whiskey im Saloon zu sich nehmen, eine Runde Poker oder Blackjack im Saloon spielen, eine Schatzsuche bestreiten, sich auf ein Duell einlassen und noch vieles, vieles mehr. Für die freundlichen Gesellen unter euch genügt ein Knopfdruck, um einen Passanten mit einem lässigen Griff zur Hutkrempe zu grüssen. Die Liebe steckt im Detail und in diesem Fall auch in der Vielfalt. Im Allgemeinen gibt es immer wieder neue Tätigkeiten, Ortschaften und Personen zu entdecken. Im Mittelpunkt stehen die ebenfalls GTA-typischen Missionen, welche für die auf der Karte mit einem Buchstaben gekennzeichneten Personen werden erledigt werden müssen. Man kann Stunden über Stunden damit verbringen, die weitläufige Welt zu erkunden und Aufgaben für Fremde zu erledigen, noch bevor man sich diesen Aufträgen widmet. Ungeachtet dessen wird die Story jedoch nur nach Erfüllung dieser Forderungen weiter erzählt. Vor jedem Vorhaben erklärt eine Cut-Scene worum es sich genau handelt und was es zu tun gilt. Diese Zwischensequenzen zeugen von höchster Qualität und überzeugen nicht nur inhaltlich sondern auch mit einem der besten voice-actings der Branche. Die angetroffenen Protagonisten mögen vielleicht an Westernfilme erinnern, büssen aber nie an Einfallsreichtum ein. Ob Schatzsucher, Verbrecher, Quacksalber oder ordinäre Passanten; die Synchronsprecher verstehen es, stets einen überzeugenden und authentischen Eindruck zu hinterlassen. Viel zu selten passiert es in Videospielen, dass ich laut vor mich herlachen musste aufgrund eines gut erzählten Dialogs anstatt eines Clipping-Fehlers oder Bugs. Red Dead Redemption hat dies mehr als einmal geschafft und zwar anhand beider Punkte. Die Bugs und Clipping-Fehler sind jedoch für ein Openworld-Game auf ein Minimum beschränkt und stechen glücklicherweise bis auf ein paar Ausnahmen nicht besonders heraus. Ein besonderes Augenmerk gilt auch den Pferden im Spiel, da sie eine essentielle Rolle spielen und eure ewigen Begleiter in der Wildnis sein werden. Wie schon weiter oben angemerkt, können mit einem Lasso wilde Pferde gefangen und zugeritten werden. Auf der riesigen Weltkarte gibt es eine reiche Artenvielfalt und je nach Rasse des Gauls werden verschiedene Attribute bemerkbar, allen voran die Geschwindigkeit. Es lohnt sich also, Ausschau nach seltenen Gattungen zu halten, denn diese sind meist auf nur eine einzige Region beschränkt. Die Bewegungen der Hengste wirken sehr geschmeidig und Rockstar ist es zweifelsfrei gelungen, die bisher überzeugendsten Vierbeiner in der Videospielszene zu kreieren. Auch das Reiten ist ein einfaches Unterfangen, so könnt ihr eurem Klepper per Knopfdruck die Sporen geben und durch die Steppen galoppieren. Falls ihr euren Sattelträger gerade nicht finden könnt, genügt ein Pfiff, um ihn herbei zu beschwören und zwar egal wo ihr euch gerade befindet. Das reiten durch die Prärie macht nicht zuletzt Spass, weil es immer wieder Zwischenfälle auf euren Reisen zu erleben gibt. Passanten auf der Strasse bitten euch um eure Hilfe oder fordern euch zu einem Wettkampf auf. Beispielsweise gilt es flüchtige Sträflinge tot oder lebendig zurück zum Sheriff zu bringen oder einen Revolverheld bei der Vogeljagd in die Schranken zu weisen. Doch nicht alles ist so wie es scheint im Wilden Westen; denn man muss stets damit rechnen, von den Fremden reingelegt zu werden. Es kann schon mal vorkommen, dass euer Pferd gestohlen wird oder eine Frau in Not euch in eine Falle von fiesen Desperados lockt. Die Wüste lebt und sie ist brutal. Falls ihr es doch lieber gemütlich nehmen wollt während euren Trips, dann gibt es auch die Möglichkeit, per Zug, Kutsche oder Lagerfeuer zu reisen. Bei letzterem wird dem Spieler die Möglichkeit geboten, an einem Lagerfeuer die nächstgelegenen Städte auszuwählen und so Zeit zu sparen. Da man durch diese Art und Weise aber die malerischen Landschaften verpasst, würde ich grösstenteils von den weiteren Reisemethoden abraten. Die wunderschönen orangefarbenen Felskegel oder die schneebedeckten Berge haben es verdient, betrachtet zu werden. Sowieso kann sich Red Dead Redemption mit einer beeindruckenden Optik brüsten. Ob In- oder Outdoor, Sonne oder Regen, Tag oder Nacht: die Kulissen wirken fortwährend glaubhaft und erzeugen eine perfekte Westernatmosphäre. Auch die Gesichtsanimationen zeugen von einer sorgfältigen Arbeit mit Liebe zur Genauigkeit. Gelegentliche Bugs und Pop-Ups können in Betracht der überwiegenden positiven Punkte schon einmal vergeben werden. Was die musikalische Untermalung betrifft, so wurde ebenfalls ganze Arbeit geleistet. Stücke mit der Mundharmonika oder der Gitarre erinnern bewusst an bekannte Westernfilme. Die Musik kommt vielleicht nicht gerade an die Kompositionen von Ennio Morricone heran, vermag aber zu gefallen. Die Soundeffekte klingen satt und genau so wie sie sich anhören sollten. Stampfende Geräusche der Hufe während dem Galoppieren über eine Steppe oder das Echo eines Schusses beim Austritt aus dem Lauf eines Winchester Kalibers verwöhnen die Ohren. Der Multiplayermodus hat gute Ansätze und macht vieles richtig. Jedoch herrscht bei Deathmatches ein gewaltiges Chaos. Innovationen gibt es keine zu bestaunen, bis auf das Duell am Anfang eines Multiplayermatches. Die Spieler stehen sich am Anfang jedes Matches in einem Duell gegenüber. Nach der Schiesserei können sich die Überlebenden einen Vorteil verschaffen, da sie einige Sekunden schneller an die guten Waffen und Positionen kommen als alle anderen Teilnehmer. Ansonsten bietet das Spiel die für Ballerspiele gewohnten Modi wie Free-For-All, Capture the „Bag“, oder Team-deathmatch. Die Lobby verdient dennoch eine besondere Erwähnung: Um in die Wettkämpfe einsteigen zu können, kann man zuerst mit einer Posse aus Freunden und Bekannten den Westen unsicher machen und zusammen in die Städte einreiten. Von den Metropolen aus kann man sich dann in die jeweiligen Spielmodi einloggen. Fazit: Für eine Handvoll Dollar gibt es eine Höllenfahrt zu erleben, welche keiner vom Rio Bravo bis Gettysburg verpassen sollte. Wo sonst kann man mit einer Winchester 73 eine Stadt in Angst versetzen und den wilden wilden Westen so authentisch miterleben? Dieses Spiel hat das Zeug dazu, alle in Goldrausch zu versetzen - bis hin zum letzen Mann. Also legt eure Mundharmonika weg, hört auf, mit Wöfen zu tanzen und macht euch bereit, der Wildeste unter Tausenden zu werden. Dieses Spiel und ich sind inzwischen so unzertrennlich wie Pech und Schwefel geworden, daher lautet meine Empfehlung: das Spiel schneller als der Tod auszuprobieren.
- The(G)net Review: Red Faction: Armageddon
Das funktioniert ähnlich wie in Call of Duty, wo ihr durch Zielen über Kimme und Korn eine Art Magnet
- The(G)net Review: Resident Evil 6
Die einen befürchteten einen simplen Call of Duty-Klon, andere sahen einen neuen Referenztitel auf sich Dieses RE6 ist, für mich, tatsächlich der beschämende Kniefall vor Call of Duty. Call of Duty viel besser bedient.
- The(G)net Review: REZ HD
Fazit: REZ HD ist und bleibt für mich der geilste Rail-Shooter auf dem Markt.
- The(G)net Review: Rocksmith
Ein neues Rockband oder ein Guitar Hero kann wohl nur noch eingefleischte Fans hinter dem Ofen hervorlocken Entgegen den Genrekönigen Guitar Hero und Rockband spielt man Rocksmith mit einer echten Gitarre. Ein Anfänger der nach unzähligen Stunden die Grundtöne von House of the rising Sun (The Animals) beherrscht
- The(G)net Review: Risen
Wenn man die deutsche Spieleschmiede Piranha Bytes erwähnt, kann einem vieles durch den Kopf gehen. Die beiden fantastischen Spiele Gothic 1 und 2, oder auch das praktisch unspielbare Gothic 3. Da die Gothic Rechte aber beim damaligen Publisher Jowood liegen, hat Piranha Bytes einfach den Namen des neuen Projektes in „Risen“ geändert und präsentiert uns hier eigentlich das innoffizielle Gothic 4. Die Geschichte in Risen ist gleichermassen schnell erzählt, wie wohl bekannt. Die alten Götter haben die Welt verlassen und damit die böse Kraft freigesetzt, welche unzählige Tempel des Bösen aus dem Boden schiessen lassen. Dazu kommen Banditen, welche von Inquisitoren aus der Stadt vertrieben wurden, Magier die zwar eher auf der Seite der Inquisitoren sind, die Bandinten aber trozdem in Ruhe lassen und ein Inquisitor der herausfinden will, was es mit einem geheimnisvollen Tor auf sich hat und fertig ist der Plott. Als namenloser Held werdet ihr am Strand einer Insel in der Faranga-Inselgruppen nach einem Schiffbruch angespült und müsst, nach einer kurzen Einfürhung durch die ebenfalls überlebende Sara, euch einen Weg durch die Insel schlagen. Dabei trennt sich der Pfad schon nach den ersten zwanzig Spiel-Minuten. Es bleibt komplett euch überlassen, ob ihr dem netten Neil ins Banditenlager folgt, oder ob dieser euch nach eurer Bitte direkt zur Hafenstadt bringen soll. Für meinen Test hab ich mich für das Banditenlager entschieden. Dort angekommen zeigt sich schnell, wieviel Desingverliebtheit die Entwickler für Risen an den Tag gelegt haben. Die Bewohner der Lager schlafen in der Nacht und gehen am Tag ihrer Arbeit nach. Die einzelnen Charaktere haben viel Tiefgang und einzigartige Charakterzüge. Fragt ihr beispielsweise etwas wie „Was ist eigentlich in all den Artefaktkisten?“ dürft ihr mit einem rupigen „Artefakte natürlich du Idiot.“ rechnen. Und genau durch solche Konversationen wirkt Risen unglaublich lebendig und echt. Selbst die deutsche Synchronisation hat Piranha Bytes mit Bravour hingekriegt. Hier merkt man sichtlich, dass die Gothic-Macher sich bei den Fans mit Risen auch für das praktsich unspielbare Gothic III entschuldigen wollten. Nach ein paar ersten kleineren Aufträgen für den Don (beziehungsweise für die Banditen) geht es dann schon daran, sich in dessen Lager einen Namen zu machen. Dazu muss der Held sich mit dem Lager-Rüpel Brogar anlegen und diesen schlussendlich in einem Kampf 1:1 besiegen. In diesem Punkt zeigen sich leider die ersten Schwächen von Risen. Die Konsolen-Steuerung ist (besonders in den Kämpfen) wirklich hackelig. Dass ihr trotz „Char-Aiming“-Funktion nach jeder seitlichen Bewegung eurerseits, oder des Kontrahenten, eure Kamera wieder justieren müsst um dem Strolch überhaupt eins auf die Mütze zu geben, ist dabei noch das kleinste Übel. Die Konter-Funktion hat (auch auf höheren Stufen) starke Input-Lags was es beinahe unmöglich macht den Schlag eines Gegners zu kontern und die Ausweich-Funktion ist ebenfalls so langsam, dass man besser beraten ist, den Schild ständig oben zu halten um die Schlage so abzuwehren. Doch da unser Held sich ein paar Heiltränke in die Schnellzugriff-Slots gelegt hat, ist auch der Kampf gegen Brogar keine wirkliche Herausforderung (Schwierigkeitsgrad: normal). Und hier hat sich auch schon ein weitere Designschnitzer der Konsolenumsetzung gezeigt. Wählt ihr nämlich aus dem „Alle Objekte“-Inventar einen Trank über die verschiedenen Objekt-Slots aus und setzt in in die Shortcut-Slots, springt das Programm danach wieder auf das Register zurück, welches euch alle im Inventar befindlichen Objekte anzeigt. Das Füllen der Shortcuts kann euch somit doch gut und gern fünf Minuten kosten, weil ihr euch jedesmal mühselig wieder zum richtigen Register durchklicken müsst. Ebenfalls sind mir während der Testphase kleinere Unschönheiten wie flackernde Texturen, schlecht plazierte Türeingänge (nach deren betreten man unweigerlich auf das Dach des Hauses katapultiert wird), unschöne Wegfindung von NPC’s und teilweise schlechte Kollisionsabfrage mit Umgebungsobjekten aufgefallen. Nach allem was ich aber von Schreiber-Kollegen über die PC-Version gehört habe, scheinen sich (besonders die grafischen Glitches) hauptsächlich auf die Konsolenversion zu beschränken und hoffe somit auf ein baldiges Update dieser Schnitzer. Abgesehen von den technischen Mängeln kann man Risen höchstens noch vorwerfen, dass Rollenspiel-Anfänger mit den Möglichkeiten hoffnungslos überfordert sind. Das Tutorial beschränkt sich nur auf die grundlegende Steuerung, aber wie ihr euch in der Welt zurechtfindet (als Anfänger) müsst ihr selbst herausfinden. Oblivion oder Gothic-Fans dürften aber keinerlei Schwierigkeiten haben sich in der Welt zu bewegen. Zu den Quests kann man auch hier nur sagen: Hut ab vor Piranha Bytes. Selbstverständlich finden sich auch in Risen die typischen „Töte so und soviele Grabmotten“ oder „Hohl mir eine bestimmte Anzahl einer Pflanze her“. Aber das hält sich stark in Grenzen. Meistens sind auch kleine Quests liebevoll mit einer glaubwürdigen Story unterlegt. Ob ihr nun für den tolpatschigen Fischer seine Fischbude verkaufen sollt („Ich hab überhautp keine Ahnung von Fischen…“) oder ob ihr für die kranke Bauersfrau irgendwo ein kuscheliges Genesungslager finden sollt. Alles passt wunderbar in die Risen-Welt! Fazit: Ja, Risen hat seine Mängel, wie ihr dem obigen Text entnehmen könnt. Trotzdem hat mich das Rollenspiel aus deutschem Hause wirklich begeistert. Die tolle Atmosphäre, das ausbalancierte Gameplay, die packende Story (die sich aber erst nach ein paar Stunden, oder besser im zweiten Akt des Spiels entfaltet) und die schier unendlichen Möglichkeiten, euch die Zeit zu vertreiben, machen so vieles wieder wett. Dass die rupige Sprache der Welt von Risen viel Leben einhaucht, dürfte wohl nur noch damit getoppt werden, dass ihr auf Wunsch auch ein Schäferstündchen mit Dirnen abhalten könnt. Zwar nicht gerade jugendfrei, aber bestimmt 1A von der Atomsphäre her.
- The(G)net Review: Rock Band 3
Im Review erfahrt ihr, ob es sich erneut lohnt, sich noch mehr Plastikinstrumente in Haus zu holen. Leider standen mir zum Zeitpunkt dieses Reviews die neuen Instrumente nicht zur Verfügung, daher kann
- The(G)net Review: Beyond: Two Souls
In den 90ern entstand eine neue Form des Computer-Spiels; der interaktive Film. So schnell wie das Genre zusammen mit der CD-Rom die Bildschirme eroberte, verschwand es auch wieder in der Versenkung. Mit Heavy Rain versuchte Quantic Dream der Spiele-Art neues Leben einzuhauchen – Beyond: Two Souls tritt in dessen Fussstapfen. Interaktive Filme waren immer umstritten. Da sind die Videospieler, welche eine vollständige Eingriffsmöglichkeit schätzen, sie geradezu benötigen um ein Spiel als solches wahr zu nehmen. Auf die Spitze mit Aktivitäten treiben es Open World Titel wie GTA. Doch mal ehrlich, wer kümmert sich auch nur eine Sekunde darum, ob der oberflächliche Hauptcharakter im Spiel xy den Löffel abgibt. Auch die meisten NPCs sterben nebensächlich. Oft wird der Tod zum Selbstzweck, um die darauffolgende Rache zu rechtfertigen. Die Beziehung zum Hauptcharakter kommt kaum zur Geltung. Open World Spiele ermöglichen nur schwer eine tiefgründige Charakterdarstellung. Das wird aber auch nicht gewünscht. Möglicherweise möchte man sich nicht weiter mit dem Tod von unzähligen Pixel und Polygon Gestalten beschäftigen oder mit zwischenmenschlichen Beziehungen jener. Tut man es doch, entsteht die Möglichkeit eines emotionalen Bezuges zur Haupt- wie auch den Nebenfiguren, wie das bei einem Action-Titel von der Stange kaum möglich ist. Denn dessen Fokus liegt, wie das Genre schon sagt, auf Action. Würde man Schuld- oder Grundsatzfragen integrieren, dürften dann noch ohne weiteres Kriegsgegner oder feindliche Spione über den Haufen geschossen werden? Moral-Fragen werden nur selten in Videospiele integriert, oft auch zurecht. Umso erfreulicher ist es aber doch, wenn ein Spiel mehr versucht zu sein und dem Spieler Entscheidungsfreiheiten offenbart sowie das Leben der Hauptfigur auf einer emotionalen Ebene versucht näher zu bringen. Beyond: Two Souls ist kein Spiel im herkömmlichen Sinne. Zwar haben die Entwickler die eine oder andere Action Sequenz integriert, richtig frei ist Jodie aber nie in ihren Bewegungen. Egal ob auf dem Motorrad auf dunklen Strassen, einem Pferd im Südwesten der Staaten oder auf dem Weg durch dunkle Laborkorridore, die Aktionen sind genau wie der Pfad eingeschränkt. Mittels der beiden Analogsticks wird mit vom Spiel mitgeteilten Andockpunkte interagiert. Und dennoch: Obschon die direkte Handlungsfähigkeit des Spielers limitiert sind, entsteht eine enorm dichte Atmosphäre, untermalt mit einer packenden Anspannung oder rührenden Momenten. Der Verlauf des Spiels wühlt sich durch das Leben von Jodie, in nicht chronologischer Reihenfolge. Diverse Augenblicke im Leben der jungen Frau bzw. des Mädchens oder Teenagers werden beleuchtet. Jene Momente werden in Form eines Thrillers, Horrorfilms oder einer Romanze präsentiert. Dadurch sprechen das Spiel und dessen Protagonisten immer wieder andere Gefühlslagen des Spielers an und lassen die Geschehnisse stets interessant bleiben. Im Gross dreht sich die Story um eine an Jodie gebundene, unsichtbare Existenz, die ihr Leben in Trümmer reisst – einfach weil Jodie dadurch anders ist, oder nicht normal. Bei Beyond: Two Souls ist der Weg das Ziel. Die einzelnen erzählten Lebensabschnitte führen die Geschichte wie ein grosses Puzzle zusammen, sind in sich aber abgeschlossene Bereiche. Selbstverständlich muss man sich bewusst machen, dass es sich hier erzähltechnisch weder um „Schindlers Liste“ noch „die Verurteilten“ handelt. Eben so wenig erreicht die Präsentation Roland Emmerich Niveau, für ein Videospiel – und das ist es immer noch, bewegt sich BTS aber auf einem insgesamt hohen Level. Audiovisuell überzeugt der Titel insbesondere durch fantastische und vor allem glaubhafte Gesichter. Die Steuerung durch die verschiedenen Bereiche ist leider wie schon in Heavy Rain nicht perfekt, das stört aber nur selten und in Kombination mit unübersichtlichen Kameraperspektiven. Durch die stets angekettete Existenz und den dadurch nicht zu verleugnenden Sci-Fi Einschlag, erwartet Jodie nicht nur Gefühlsduselei sondern auch die ein oder andere Flucht und Kampfeinlagen, für Abwechslung wird durch eine über die gesamte Spielzeit hinweg gelungene Mischung der Spielszenen gesorgt. Zusätzlich präsentiert sich das Spiel immer wieder aus dem Blickwinkel jenes mysteriösen Wesens und lässt den Spieler einige Mini-Rätsel damit lösen oder fiese Monster bekämpfen. Beyond: Two Souls punktet aber ganz klar in den ruhigen Momenten, in den Gesprächen mit den Menschen, welche sich in Jodies Lebensabschnitten bewegen sowie deren Schicksaalsschlägen. Fazit: Wie unschwer aus dem Text herauszulesen ist: Ich bin ein bekennender Fan des interaktiven Films. Beyond: Two Souls schafft genau wie Heavy Rain etwas, was nur wenige Spiele bewältigen. Und genau das ist es auch, was viele Spieler nicht wollen. Denn um dieses Ziel zu erreichen, die emotionale Glaubwürdigkeit, eine Bindung an die Charaktere, wird auf viel „spielen“ verzichtet. Dennoch ist das Spiel kein Film, man fühlt sich – wie man so schön sagt – mitten drin, statt nur dabei. Manchmal sind die Entscheidungsfreiheiten erfreulich, beispielsweise einen gefährlich anmutenden Schauplatz schlicht zu verlassen. Dadurch werden ganze Spielsequenzen umgangen. Ein andermal wünscht man sich genau jene Entscheidungsfreiheiten zurück, denn um den roten Faden in der Geschichte zu sichern, sind diese nicht immer gewährleistet. Das ist auch der Punkt, wo man dem Spiel die grössten Kritikpunkte ankreiden darf. Ansonsten ist Quantic Dream hier ein würdiger Nachfolger zu Heavy Rain geglückt, der sich insgesamt besser steuert aber eine weniger konsequente Story aufzuweisen hat – dadurch aber ein Plus an Abwechslung bietet. PlayStation 3 Besitzer, die auch mit wenig Aktivitätsdrang an ein Videospiel herangehen können und Fans von Adventures sowie ruhigeren, cineastischeren Spielen, freuen sich auf ein gelungenes und leider äusserst selten anzufindendes Meisterwerk.
- The(G)net Review: Batman: Arkham City
Der lang erwartete Nachfolger zum Überraschungshit Arkham Asylum ist endlich da. Diesmal wird der nachtaktive Rächer gleich auf die ganze Stadt losgelassen um den Schergen von Joker und Co. das Handwerk zu legen. Treffen die Jungs von Rocksteady wieder voll ins Schwarze oder war Arkham Asylum ein One Hit Wonder? Wer die letztem paar Jahre in einer Höhle zugebracht hat und den Hype um das letzte Batmanspiel verpasst hat, liess sich ein fantastisches Stück Software durch die Lappen gehen. Die Erwartungen an den Nachfolger sind dementsprechend hoch. Das neue Abenteuer von Bruce Wayne alias Batman spielt nur einige Monate nach den Vorkommnissen von Teil eins. Der ehemalige Gefängnisleiter Quincy Sharp ist zum Bürgermeister von Gotham City aufgestiegen und hat veranlasst, dass die bösen Buben aus dem Gefängnis „Blackrock“ und der Irrenanstalt aus dem ersten Teil in einen eigenen Stadtteil von Gotham gebracht werden. So entstand Arkham City. Veteranen werden sich schnell zurecht finden. Die Entwickler von Rocksteady haben den Kern des Gameplays beibehalten. Natürlich wurden einige Feinheiten und Details verbessert und aufpoliert. So stehen der Fledermaus eine Reihe neuer Konterattacken zur Verfügung, bei denen ihr gleich mehrere Gegner aufs Korn nehmen könnt. Neu ist auch, dass ihr so ziemlich jedes Gadget von Batman im Kampf einsetzten könnt. Das Kampfsystem mag auf den ersten Blick simpel wirken, doch durch die etlichen Combos und Multipliers, die es zu erreichen gilt entfaltet sich das abwechslungsreiche Potential der zahlreichen Schlägereien. Das spezielle Gefühl, welches dabei entsteht, ist schwer in Worte zu fassen. Ihr betretet einen Raum in dem 20 übelgelaunte Schergen mit Flaschen und Eisenstangen auf euch warten. Doch trotzdem habt ihr das Gefühl die Überhand zu haben, denn Batman kann auf sämtliche Tricks zurückgreifen die ihn zum Superstar der Comicszene machen. So könnt ihr Rauchgranaten benutzen um im Nebel zu verschwinden, von Plattformen herunter gleiten und die Gegner in luftiger Höhe aufknüpfen oder mit dem richtigen Upgrade auf der Stelle festfrieren. All das gibt einem wirklich das Gefühl ein Superheld zu sein und das ohne eigentlich Superkräfte zu besitzen. Einfach nur herrlich wie dieses Machtgefühl von Rocksteady umgesetzt wurde. Ihr täuscht euch aber wenn ihr denkt, dass ihr mit all den Gadgets unbesiegbar seid, denn wer nicht auf der Hut ist wird sehr schnell feststellen, dass Batman auch ins Gras beissen kann. Soll heissen, dass die Gegner Arkham Citys nicht dumm sind und durchaus wissen, wie sie euch die Hölle heiss machen können. Auch wenn es der Titel des Spiels vermuten lassen würde, ist Arkham City keine Sandbox wie etwa Liberty City aus GTA. Das Leveldesign lässt sich eher mit einem Zelda-Titel vergleichen, da es zahlreiche „Dungeons“ zu erkunden und eine Menge Backtracking gibt, das aber nie nervt. Daneben gibt es zahlreiche Nebenmissionen und, wie im ersten Teil, Riddler Challenges zu entdecken. Habt ihr die Story abgeschlossen ist das Spektakel noch lange nicht vorbei. Mit New Game Plus wartet die nächste Herausforderung auf euch. Alle erreichten und errungenen Trophäen dürft ihr behalten und mitnehmen. Doch die Haudegen der Stadt treten von Beginn an zahlreicher auf und fordern euch mehr. New Game Plus verzichtet auf die Stützräder und zwingt euch Batman zu sein. Wollten wir nicht alle schon mal in seiner Haut stecken? Mit Batman: Arkham City kann man es erleben! Und wer lieber in Catwomans Haut stecken will, kann dies in genau so perfekt inszenierten Nebenmissionen tun. Die sinnliche Diebin wurde der legendären Audrey Hepburn nachempfunden und hat mit ihrer eigenen Paletten an Moves auch ein Wörtchen mitzureden in Arkham City. Auch über die Präsentation gibt es praktisch kein schlechtes Wort zu verlieren. Die Story sowie das Setting sind ausgezeichnet in Szene gesetzt und stehen den Blockbustern von Christopher Nolan in fast nichts nach. Wenn wir schon gleich bei Hollywood sind: Mark Hamill, bekannt als Luke Skywalker, leiht dem Joker erneut seine Stimme und das Ergebnis kann sich auch dieses Mal wieder hören lassen. Visuell kann Arkham City vollends überzeugen. Die Detailverliebheit der Entwickler zeigt sich in den verwinkelten Gassen der Stadt und man hat das Gefühl in einem wahren Mikrokosmos unterwegs zu sein. Die Strassen sind lebendig und ein Tummelplatz für allerlei zwielichtige Gestalten. Wenn man dem Spiel etwas ankreiden möchte, kann man argumentieren, dass gänzlich auf einen Multiplayermodus verzichtet wurde. Doch sogar dieses Argument lasse ich nicht gelten. Die Entwickler hatten so umso mehr Zeit den Ausflug nach Arkham City unvergesslich zu machen. Sie mussten sich nicht ein halb gebackenes Konzept aus den Fingern saugen sondern konnten sich voll und ganz auf das Erlebnis des Spielers konzentrieren. Und das sieht, hört und spürt man. Fazit: Es ist sehr schwer, dem Spiel etwas Negatives anzuheften; alleine das sagt schon aus, auf welch hohem Niveau sich das gesamte Spiel befindet. Die Erwartungen waren hoch, doch sie wurden erfüllt und sogar noch übertroffen. Dabei spielt es absolut keine Rolle, ob man sich mit der Thematik anfreunden kann oder nicht. Batman Arkham City ist ein Must-Have, ob man Batman nun mag oder nicht. Es übertrifft nicht nur seinen Vorgänger, sondern die meisten Spiele in diesem Genre.
- The(G)net Review: Assassin's Creed: Revelations
Der nunmehr 4. Teil der "Assassins Creed"-Reihe bringt einen lange überfälligen Abschluss in die verzwickte Geschichte von Ezio. Lohnt sich der Trip? Assassins Creed Revelations erfindet sich nicht neu, sondern baut auf dem bewährten Konzept auf. Am Ende von Brotherhood, fällt Desmond, der Hauptcharakter, in ein Koma. Revelations erzählt nun die Geschichte, wie Desmond versucht, aus seinem Koma zu erwachen und dabei die Erinnerungen von Desmond, Ezio sowie Altaiir (dem Helden des ersten Teils) zusammenzufügt und die Geschichte abzuschliesst. Wer die vorherigen Teile gespielt hat, kommt somit nicht darum herum, auch den neuesten Teil zu spielen um das Ende mitzuerleben. Neueinsteiger werden aber Mühe haben, sich in die Story einzufinden. Ezio, der Held der letzten beiden Teile ist noch immer auf der Jagd nach den Templars. Seine Suche führt ihn nun geradewegs in die Türkische Hauptstadt Istanbul (oder Konstantinopel, wie es früher hiess). Dort muss sich nun Ezio auf die Suche nach den 5 Schlüssel von Masyaf machen, um die geheimnisvolle Bibliothek zu öffnen und das Rätsel zu lösen. Kenner der Serie werden sich sofort heimisch fühlen. Die Steuerung, Navigation, Interaktion, Kletterei sowie das Kampfsystem wurde nahezu identisch übernommen. Ihr nehmt die verschiedensten Aufträge, welche über ganz Konstantinopel verstreut, sind an. Ob Beschattungsmissionen, Tötungsmissionen, Eskortmissionen oder Befreiungsmissionen; das Spiel bietet viel Abwechslung. Nebenher könnt ihr wieder verschiedenste Geschäfte kaufen, Assassinen rekrutieren, Templar-Festungen aufmischen und vieles mehr. Neuerungen sucht man in Revelations mit der Lupe. Dennoch haben die Entwickler ein paar neue Elemente ins Spiel eingebaut. Da wäre zum einen die neue Hakenklinge, welche euch nun ermöglicht, an gespannten Seilen abzuseilen und höher gelegene Hindernisse zu überwinden. Bomben spielen eine grosse Rolle: In Revelations könnt ihr mit den unterschiedlichsten Elementen unzählige Arten von Bomben herstellen. Als letzte grosse Neuerung gesellt sich Tower Defense hinzu. Hier müsst ihr auf den Dächern der Stadt Assassinen positionieren und durch geschickte Befehlsverteilung die anstürmenden Gegner besiegen. Dieser Modus ist völlig deplatziert und scheitert an einer verkorksten Steuerung. Da sich Revelations um drei Charaktere dreht, schlüpft ihr in Schlüsselmomenten auch in die Haut von Altaiir, dem Helden des ersten Assassins Creed. Dort erlebt ihr neue, wichtige Momente in seiner Geschichte. Highlight des Spiels sind aber die tollen Missionen in denen ihr die Masyaf-Schlüssel finden müsst. Diese sind sehr anspruchsvoll und fordern alles von euren akrobatischen Fähigkeiten ab. Das Kampfsystem wurde leider beibehalten, so das es immer noch sehr einfach ist, grosse Gegnergruppen mit Konterkills auszuschalten. Technisch ist fast alles beim Alten geblieben. Die Stadt sieht wie immer hervorragend aus, alle wichtigen Monumente findet man vor und die Weitsicht ist wie immer fantastisch. Neuerdings gibt es auch einen fliessenden Tages- und Nachtwechsel. Kenner der Vorgänger werden aber das Gefühl nicht los, dass man alles schon irgendwie gesehen hat. Alles wirkt zu familiär. Die Passanten sind nur Beigemüse und strohdumm, genauso wie die Wachen. Dafür ist es den Designern gelungen, das Ambiente der Zeitepoche toll umzusetzen. Auch die Charaktermodelle wurden ein wenig überarbeitet und wirken noch ein wenig detaillierter, genauso wie die Animationen. Leider sind aber auch die Ruckler, das Tearing sowie häufige Ladezeiten noch immer vorhanden. Musikalisch ist das Spiel wunderschön, der Soundtrack passt sich eurem Spielverhalten an. Die Sprachausgabe lässt sich einstellen. Die Englische ist hervorragend, mitsamt original Sprachsamples aus der damaligen Zeit. Wer alles in Revelations sehen will, wird gut 20-30 Stunden unterhalten sein. Daneben findet ihr noch den feinen Mehrspielermodus, welcher seit dem letzten Teil zum Standard gehört. Dieser wurde ein wenig überarbeitet und macht wie immer sehr viel Laune. Fazit: Revelations ist von der Story her der bisher beste Teil der Reihe. Alle, die schon immer wissen wollten wie alles ausgeht, werden hier nicht enttäuscht. Ich war eher von den fast nicht vorhandenen Neuerungen enttäuscht. Nach 30 Stunden Brotherhood fühlt sich Konstantinopel doch zu vertraut an, ja es wirkt schon fast wie ein grosser DLC. Hier merkt man gut, dass es an der Zeit ist, die Serie aufzufrischen. Doch abseits des gewohnten ist Revelations ein wirklich tolles Spiel. Die Klettersequenzen sind wieder hervorragend, die verschiedenen Missionen toll inszeniert. Wer die Vorgänger schon gemocht hat, wird sich auch in Revelations wohl fühlen und ein tolles Abenteuer erleben. Alle die jedoch bisher nichts mit der Serie anfangen konnten, werden nicht bekehrt.
- The(G)net Review: Assassin's Creed
Das Spielprinzip kann man sich als eine Art GTA – Splinter Cell – Prince of Persia Mix vorstellen.
- The(G)net Review: Bulletstorm
Üppig bewucherte Küstenabschnitte wechseln sich mit urbaneren Gegenden ab und sind ein wahrer Augenschmaus





















