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The(G)net Review: Headbangers: Rhythm Royale

Als Fortnite vor inzwischen mehr als sechs Jahren einen Fokuswechsel auf Battle Royale durchführte, wusste wohl noch niemand, was für ein Goldrausch damit ausgelöst werden würde. So gut wie jeder Publisher wollte ein Stück vom Kuchen haben und alle möglichen und unmöglichen Spiele und Marken wurden auf Battle Royale getrimmt. Nur wenige sind heute überhaupt noch spielbar. Erst Fall Guys konnte wieder frischen Wind in das Sub-Genre bringen. Headbangers: Rhythm Royale will ebenfalls in das Genre eingreifen, setzt dabei aber auf ein ganz neues Pferd: Musik!


Headbangers Rhythm Royale Test Review Testbericht Wertung PlayStation Xbox Switch

Bis zu 30 Spieler (der Rest einer Lobby wird mit Bots aufgefüllt, wenn nötig) treten online in vier Runden gegeneinander an. Jede Runde ist ein eigenes Rhythmus-Minigame, bei dem die Gruppe auf 20, 10 und schlussendlich auf 5 Spieler in der Finalrunde reduziert wird. Wer im Finale am längsten durchhält, gewinnt das Turnier. Die eigentlichen Minigames sind nicht wirklich neu oder frisch. Manchmal muss man sich eine immer länger werdende Tastenfolgen merken und diese im richtigen Rhythmus wiedergeben. Oder man zählt Geräusche, identifiziert Musikinstrumente oder tritt im direkten Duell mit jemand anderem an, um zu sehen, wer die schnelleren Reflexe hat.


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Es ist eigentlich alles irgendwie schon aus anderen Games bekannt, macht darum aber definitiv nicht weniger Spass. Zu wissen, dass man sich gegen bis zu 29 andere Menschen durchsetzen muss, macht das simple Konzept deutlich unterhaltender. Ansonsten sind sich die einzelnen Minispiele alle sehr ähnlich, was kaum überrascht bei dieser Art von Spiel. Sie sind kurzweilig und unterhalten definitiv, fühlen sich aber trotzdem alle zu ähnlich an. Der Ablauf ist immer gleich und die Spiele bieten kaum Abwechslung, was vor allem auf den Langzeitspielspass schlägt. Für die ersten Stunden bietet Headbangers fantastische Unterhaltung, danach könnte es ein wenig trocken werden. Es muss sich erst noch zeigen, wie viel Ausdauer das Spiel hat und wie viele zusätzliche Inhalte die Entwickler hinzufügen werden. Spielerisch ist das Grundgerüst auf jeden Fall solide und bietet Glee-Cheese Studio hoffentlich genug Potential, um noch mehr Abwechslung reinzubringen.


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Die Präsentation hingegen ist jetzt schon super gelungen. Denn in Rhythm Royale spielt man eine frei personalisierbare Taube. Da man im Spiel selbst nur die Buttons und teilweise einen Analog-Stick nutzt, kann man mit den Sticks in der restlichen Zeit den Kopf der Taube tanzen lassen. Das hat meistens keinen Nutzen (ausser wenn alle Spieler die Köpfe ihrer Tauben gleichzeitig kreisen lassen, um ein Bonusspiel für mehr Erfahrung auszulösen), aber es sieht definitiv witzig aus, klingt lustig und macht aus einem unerfindlichen Grund Spass. Die Taube lässt sich ausserdem in viele ulkige Kostüme stecken, die man munter kombinieren kann. Mehr Kleidungsstücke gibt es für den Abschluss von Challenges, die man ganz automatisch beim Spielen abschliesst und im Shop für In-Game Währung kauft, die man sich online verdient hat. Wir wissen jetzt schon, dass zusätzliche Kostüme in Zukunft auch per Echtgeld erworben werden können, was aber nicht allzu störend sein sollte. Die Auswahl, die man sich im Spiel verdienen kann, ist sehr breit und wird zukünftig hoffentlich ebenso erweitert.


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Die Onlinedienste von Headbangers: Rhythm Royale funktionieren glücklicherweise exzellent. Ein Rhythmus-Spiel, bei dem es auf millisekunden genaue Inputs ankommt, darf sich Lag überhaupt nicht leisten und in meiner Zeit mit dem Spiel gab es keinen Moment, in dem ich das Gefühl hatte, dass mich die Online-Verbindung einen Sieg gekostet hätte. Smart ist ausserdem, dass das Spiel - zumindest auf der Xbox - direkt im Game Pass gestartet ist. Dadurch gibt es seit dem Release eine gesunde Online-Community und die eingangs erwähnten Bots kommen nur ganz selten zum Einsatz.



Fazit:

Das Gameplay zu 100% auf Musik- und Rhythmusspiele zu fokussieren bringt definitiv frischen Wind in das Battle Royale Genre. Headbangers: Rhythm Royale macht einen guten Job und weiss durchaus zu unterhalten. Die Präsentation mit den Tauben und die vielen freischaltbaren Kostüme können ebenfalls überzeugen, wodurch es einen einzigartigen Look und Vibe hat. Doch so unterhaltsam die Minispiele auch sind, nach ein paar Stunden ist aktuell die Luft raus. Es fühlt sich alles viel zu ähnlich an und die Abwechslung kommt irgendwie zu kurz. Wer sowieso nicht viel mit musikalischem Gameplay anfangen kann, wird wohl gar nicht erst so weit kommen, gelangweilt zu werden. Es ist eine sehr spezifische Art von Spiel, die mir persönlich aber unglaublich viel Spass macht. Hoffentlich haben Entwickler und Publisher viele zukünftige Updates geplant, denn ich würde liebend gerne meine Taube wieder headbangen lassen. Aktuell gibt es aber zu wenig Anreiz zurückzukehren.


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Headbangers: Rhythm Royale gibt's digital für PC, Nintendo Switch, PlayStation4, PlayStation 5, Xbox Series X|S, Xbox One, im Windows Store und im Xbox Game Pass für Xbox und PC. Wir haben das Spiel auf einer Xbox Series X getestet. Das Test-Muster stammt von Team17, wofür wir uns herzlich bedanken!

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