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The(G)net Review: Phantom Blade Zero

vor 2 Stunden
6 Min. Lesezeit

Bevor Rockstar GTA 6 raushaut und die Industrie für die folgenden Wochen lahmlegt, erwartet uns als Abschluss des vollgepackten Spiele Herbst 2026 der neueste Action-Kracher aus Fernost. Macht schon mal Platz auf eurer Festplatte, denn der rasante China-Schnetzler beschlagnahmt satte 133 GB Speicher.


Phantom Blade Zero Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Double-K.O.s sind eine relativ seltene Angelegenheit. Während in Prüglern wie Street Fighter und Tekken diese raren Momente für viel Gelächter sorgen, erweckt der Doppel Knockout im realen Kampfsport grosses Staunen. In Phantom Blade Zero beginnt der Auftakt mit einem atemberaubenden Schwertkampf zwischen unserem Helden Soul und seinem Blutsbruder Zuo Shang. Soul wird beschuldigt, seinen Clanchef hinterrücks ermordet zu haben. Obwohl Soul seine Unschuld beteuert, wird ihm aufgrund angeblicher Beweise kein Glauben geschenkt.


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Es kommt zum Kampf zwischen Leben und Tod. Nach einem hitzigen Klingengefecht bohren sich die beiden ehemaligen Kumpanen die Schwerter gegenseitig in die Brust. Beide erliegen ihren Wunden. Natürlich ist es auch diesmal ein wundersamen Heiler, der unseren Protagonisten in die Welt der Lebenden zurückholt. Mit einem Zauber lässt er unser Herz wieder schlagen. Der einzige Haken an der Sache. Wir haben nur 66 Tage Zeit, bevor die Pumpe endgültig versagt. Gerüchteweise gibt es irgendwo in den fernen Bergen ein permanentes Heilmittel.


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Bei unserer Suche nach Heilung schlagen wir damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn unterwegs bleibt genügend Zeit auch noch die wahren Schuldigen des hinterhältigen Mordkomplotts zu enttarnen. Mit Bambushut und flotter Klinge ausgestattet, starten wir unser Abenteuer in einem kleinen Tal in den chinesischen Bergen. Hier testen wir unsere Schwertfähigkeiten mit einem leichten und harten Schlag, die sich auch gerne für wilde Angriffsserien kombinieren lassen. Zudem blocken wir normale Hiebe mit der Schultertaste ab oder parieren die Attacken im richtigen Moment.


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Wie bei Sekiro und dem kürzlich getesteten Valor Mortis verfügen beinahe alle Gegner über zwei Statusleisten. Erst wenn der Haltungsmeter mit Hauen und Blocken geleert wird, gehts an die Lifebar, die wir mit wilden Kombos so schnell wie möglich zu verringern versuchen. Gewisse Gegner schütteln harte Hiebe aus dem Ärmel, die kurz blau aufblitzen. Dies ist unser Zeichen, dass wir zeitgerecht das unblockbare Feindesmanöver parieren sollten. Blinkt die Attacke rot, kommen wir nur mit Ausweichen heil aus der Sache. Sind wir bei beiden Aktion erfolgreich, teleportiert uns der Ghost Step direkt hinter den Feind und wir haben ein paar Sekunden Zeit den Kollegen richtig zu bearbeiten.


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Wichtig ist dabei, dass wir stets unseren Staminabar, die hier Sha-Chi heisst, im Auge behalten. Der leichte Schlag benötigt keine zusätzlichen Ressourcen und wir können Hiebe austeilen, bis der Arzt kommt. Leider sind diese bei den vielen Boss-Events eher wenig effektiv. Hauen wir mit einem harten Schlag zu, fällt der Schaden weitaus höher aus, benötigt aber Sha-Chi Energie. Das Gleiche gilt fürs Verteidigen. Jeder Block kostet Ausdauer. Leert sich die Leiste, sind wir kurz bewegungsunfähig.


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Um diesem Problem den altbekannten Riegel vorzuschieben, bedienen sich die Entwickler einer cleveren Mechanik, die bereits in Nioh 3 für rasante Fights sorgte. Soul darf für den Nahkampf stets zwei Waffen mit sich tragen. Merken wir, dass sich beim ersten Schwert die Sha-Chi Bar zu Ende neigt, wechseln wir zackig per Digipad die Klinge und siehe da, unsere Sha-Chi Energie ist wieder voll. Ein kurzer Cooldown verhindert Spam-Swapping. Durch diese Fähigkeit können wir uns viel offensiver ins Gefecht stürzen, was den ansonsten schon wilden Kämpfen eine besondere Dynamik verleiht.


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Bei jedem Hieb füllt sich eine kleine Anzeige auf, die bei erreichter Füllmenge einen waffenspezifischen Special Move aktiviert. Die nicht blockbare Attacke war während unseres Durchlaufs bei vielen Konfrontationen das Zünglein an der Waage und half uns, den einen oder anderen Bosskampf knapp für uns zu entscheiden. Unser Inventar vergrössert sich während unserer blutigen Reise laufend. Insgesamt 30 unterschiedliche Hauptwaffen tummeln sich im Spiel. Sie fallen entweder in die Ein- oder Zweihand- oder Dual-Wield-Kategorie. Aufgemotzt werden die Waffen entweder direkt bei der verlässlichen Schmiedin oder wir nutzen die Option bei den Checkpoint Lampen, wo wir auch den Skilltree füttern, die Schnellreise nutzen, manuell speichern, fehlende Upgrade Materialien gegen Bares erwerben und unseren Charakter selbstverständlich gesundheitstechnisch wiederherstellen können.


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Im Kampf heilen wir unsere geschundenen Knochen mit unterschiedlichen Health-Potions, von denen wir jeweils zwei unterschiedliche einstecken dürfen. Bis zu sechs permanente Buffs erlangen wir durch magische Relikte, die uns mit längerem Parierfenster, mehr Haltungsschaden pro Hieb, zusätzlicher Lebensenergie oder verringertem Sha-Chi Konsum unter die Arme greifen. Souls schleppt aber noch mehr nützliches Arsenal mit sich herum. Regelmässig erhalten oder finden wir die wuchtigen Phantom Edges. Diese mächtigen Waffen lassen sich ebenfalls im Kampf einsetzen, verfügen aber nur über eine begrenzte Schlaganzahl pro Fight.


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So erhalten wir z.B eine dicke Axt, die Schilder durchbrechen kann. Mit dem Eisenhandschuh teilen wir schmerzhafte Punches aus, die unserem Gegenüber eine solide Portion Sha-Chi abzwacken. Mit der magischen Kette beschwören wir ein paar Untote die uns für ein paar Augenblicke im Kampf mithelfen. Wer gerne aus der sicheren Ferne die Schurken bearbeiten möchte, holt den Bogen raus und verteilt ein paar gezielte Headshots.


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Einige Phantom Edges verfügen über eine sekundäre Option. Auf unserer Reise durch das mittelalterliche China stossen wir öfters auf unpassierbare Abschnitte, die nur mit einer speziellen Phantom Edge freigeschaltet werden. Die dicke Eisenkette, die uns den Weg zum nächsten Level versperrt, knacken wir mit einem gut platzierten Axthieb, nerviges Wurzelgeflecht brennen wir mit der Löwenmaske nieder oder holen unerreichbare Item Bags mit einem gezielten Pfeilschuss runter. Auf der Ingame Map werden Icons für die Phantom Edge-Events netterweise automatisch kartografiert, genauso wie sämtliche Checkpoints und verschlossene Türen, bei denen wir zuerst den Schlüssel aufspüren müssen.


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Phantom Blade Zero ist kein Open World Spiel, bietet aber geräumige Gebiete mit kleinen Nebenschauplätzen und optinalen Abschnitten. Um eines gleich vorweg zu nehmen. Phantom Blade Zero ist kein Soulslike. Das Gameplay orientiert sich eher an Ninja Gaiden und God of War, als an irgendeinen Fromsoft-Titel. Das beweisen auch gleich unterschiedliche Einstellungen, die der eine oder andere Spieler herzlich begrüssen wird. Bei einem Ableben unserer Spielfigur verlieren wir keine Devisen oder irgendwelche Seelen. Habt ihr einmal einen Gegner erledigt, bleibt er weg.


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Einige der insgesamt 61 Mini-, Geheim-, Level- oder optionalen Bosse verfügen über mehr als eine Phase. Killt euch der Boss während der zweiten, müsst ihr nicht mehr den ganzen Kampf von vorne starten, sondern beginnt bei der letzten Phase. Balsam für frustgeladene Klingenschwinger und eine nette Dreingabe der Entwickler. Zu guter Letzt stehen vier unterschiedliche Schwierigkeitsstufen zur freien Wahl, wobei die 66 Days-Option erst nach dem ersten Durchspielen freigeschaltet wird. In diesem Alptraum-Modus müsst ihr das Spiel mit maximal 66 Leben durchspielen. Scheitert ihr vor dem Abspann, endet das ganze in einem Permadeath und der Spielstand wird gelöscht.



Fazit Armin:

2026 bot eine Lawine an Action-Krachern, dass ich selbst Mühe hatte, Schritt zu halten. Ob nun Control Resonant, Onimusha, Valor Mortis, Mortal Shell 2, Nioh 3, Gears of War E-Day, Wolverine, Crimson Desert, Resonance, 007, Saros usw. Das Buffet war reichlich gedeckt, um auch den hungrigsten Adrenalinjunkie ruhigzustellen. Dass aber ein ehemaliger Mobile Game Entwickler den Vogel abschiesst, hätte ich nicht gedacht. Phantom Blade Zero liefert den diesjährigen Blockbuster schlechthin. Zwar verwirrt die Story mit Dutzenden von Zeitsprüngen bis einem beinahe schwindelig wird, aber inszeniert ist der Handlungsbogen fantastisch. Wir hatten ja schon ein paar krasse Grafikbanger dieses Jahr. Und auch hier mischt Soul ganz weit vorne mit. Ob nun die Haarphysik von Resident Evil oder Phantom Blade Zero realistischer aussieht, bleibt ein Streitfall. Sicher ist, dass S-Games hier ganz tief in die Trickkiste gegriffen hat. Es gab einen Moment, wo die Kamera über eine mittelalterliche Bergstadt schwenkte und ich jedem Polygon glaubte, dass es damals auch tatsächlich so ausgesehen hat. Für mich optisch das absolute Highlight der letzten elf Monate. Auf der anderen Seite stimmt in Sachen Gameplay und Kampfsystem alles. Das Erkunden motiviert mit regelmässigen Fundstücken, Schatztruhen und anderen Items. Das Leveldesign sorgt mit Schneelandschaften, Höhlensystemen, Bergabschitten und sogar einem See inkl. Bootsfahrten für beste Abwechslung, die von Bossen jeder Art nur so durchtränkt ist. Und hier nervte mich ein kleiner Knackpunkt. Auch auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad entpuppten sich viele Bosse als HP-Monster. Ein wenig mehr Schaden hätte der Balance gut getan. Ich kann mich dennoch nur vor dem finalen Produkt verneigen. Sprichwörtlich von Zero to Hero! Phantom Blade Zero lehrt als Neuling den alten Hasen das Fürchten und schiebt sich gleich mal elegant unter die Top 3 der GotY-Kandidaten 2026.


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Fazit Sascha:

Ich mag keine Soulslikes. Ich mag generell keine schweren Spiele (mehr). Ich bin zu alt für diesen Scheiss! Trotzdem konnte ich den Controller fast nicht mehr aus der Hand legen. Zu geschmeidig das Kampfsystem, zu spektakulär die Präsentation, zu motivierend der Fortschritt. Lasst euch von der einfachsten Schwierigkeitsstufe "Story" aber nicht täuschen. Einfach ist das Spiel nie. Aber ein paar hilfreiche Items und OP-Waffen haben mir definitiv geholfen, bis zum Ende durchzubeissen. Zumal Phantom Blade Zero tatsächlich kein Soulslike ist. Kein Respawnen der Gegner. Kein Verlust der hart gesammelten XPs beim Abnippeln. Sehr viele und äusserst fair verteilte Check- bzw. Safe-Points. Sogar die Bossphasen haben Checkpoints. So kann ich damit leben, dass mich das Spiel öfters durch den Fleischwolf dreht als mir eigentlich lieb ist. Ein riesen Pluspunkt war auch, dass ich dank quasi kostenlosem Reset alle möglichen Builds und Waffen nach Herzenslust ausprobieren konnte. Und das lohnt sich! Nur die Map war für mich unbrauchbar. Ich bin öfters ziel- und planlos durch die Gegend gerannt, hab dann aber sogar noch neue Gebiete entdeckt. Überhaupt ist die Erkundung sehr gelungen, nicht zu viel und nicht zu wenig. Kurz: Phantom Blade Zero ist ein perfekt agestimmtes Action-Feuerwerk, das in vielerlei Hinsicht äusserst positiv überrascht.


Phantom Blade Zero Test, Review, Testbericht. Wertung und Fazit.

Phantom Blade Zero ist für PC, PS5 und XBOX Series erschienen. Wir haben und das Spiel auf der PS5 und dem PC angesehen. Die Test-Muster haben wir uns selbst gekauft.


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