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- The(G)net Review: Watch Dogs 2
In diesem Sinne nachfolgend noch der Nvidia Trailer zur PC-Version, die ansonsten selbstverständlich
- The(G)net Review: Sniper Elite: Resistance
1944. Die deutsche Wehrmacht hat sich in Frankreich breit gemacht und regiert mit eiserner Hand über unsere westlichen Nachbarn. Eine kleine Gruppe um den Widerstandskämpfer Harry Hawker versucht die Herrschaft zu brechen - alle Mittel sind erlaubt! Sniper Elite untertreibt wieder einmal. Neulinge mögen sich denken, dass es sich hier um eine reine, staubtrockene Scharfschützen-Simulation handelt, die mehr auf technische Spielereien wert legt als auf Gameplay. So kann man sich irren, Selbstverständlich sind alle 9 Missionen in der Kampagne als Hardcore Sniper spielbar. Wem aber das ganze minutenlange Verharren um den perfekten Schuss zu landen, nicht allzu viel abgewinnen kann, darf sich auch als Schleichmeister unbemerkt an den Nazischergen vorbeischleichen, hinterrücks meucheln oder sich mit Faust und Pistole mit viel Krach und Bumm Bumm durch die Gegner fräsen. Oder wir kombinieren alle Spielstile zusammen. Was natürlich nicht fehlen darf, ist die berühmte X-Ray Killcam der Vorgänger. Landen wir einen besonders exquisiten Treffer, wechselt die Kamera zur Kugel und folgt dieser bis zum Einschlag, der von einem X-Ray-Effekt begleitet wird und ziemlich blutig endet. Selbst Blickwinkel und Fluggeschwindigkeit lassen sich für den Splatterfan kontrollieren. Die sehr ausgedehnten Levels von Sniper Elite bieten massenhaft Optionen für die unterschiedlichen Herangehensweisen. So rennt unser Hauptheld geduckt hinter einer kleinen Mauer entlang, schlittert ins Gras, holt eine kleine Trillerpfeife hervor und lockt den nächsten Spitzbuben heran, um ihn in der hohen Wiese unbemerkt zu eliminieren. Ein Alarm Pfosten wird mit einer Granate kurzgeschlossen. Falls ein Wehrmachts Hansel seine Kameraden ruft, nachdem er uns entdeckt hat, lösen sich zwei Probleme. Ein Gegner weniger plus die Warnungströte ist dauerhaft ausser Betrieb. Mit verschiedenen, vorinstallierten Ziplines überwinden wir Gebäude oder nutzen Ablaufrohre und Fenstersimse als Kletterhilfen. Selbst ein Stock mit einem Wehrmachtshelm versehen, dient als Ablenkungsdecoy. Wie ihr seht sind die Möglichkeiten ans Missionsziel zu kommen sehr vielfältig. Neben den Hauptaufgaben machen wir uns alternativ auf die Suche nach zusätzlichen Dokumenten oder ein speziell hochwertiges Ziel, was zusätzlich XPs ausschüttet und das eine oder andere Extra und Skillpunkte freischaltet. Der Skilltree ist sehr übersichtlich und beinahe identisch zum Vorgänger, der uns u.a. schnellere Heilung oder mehr Platz für gewisse Items verspricht. Im Gepäck haben wir stets eine Pistole und ein Scharfschützengewehr. Finden wir eine neue Waffe oder klauen wir sie dem erledigten Gegner, dürfen wir zwar mit diesen Rumballern, sobald wir aber zu unserem Haupt Arsenal wechseln, fliegt die Waffe wieder aus dem Inventar. Apropos Inventar. Im Item Wheel lagern wir Bandagen und Erste Hilfe Boxen, um unsere Schusswunden zu verarzten. Leere Bierflaschen dienen als Ablenkungs-Tool. Granaten sind zwar sehr laut, aber auch äusserst effektiv gegen kleinere Feindesansamlungen. Vor jeder Mission lässt sich unser Loadout anpassen. Aus unterschiedlichen Knarren und Tools stellen wir uns das passende zusammen. Wir wählen panzerbrechende oder nicht tödliche Kugeln aus, verändern unser Zielvisier oder wechseln sogar unseren Charakter inklusive Kopfbedeckung. Sniper Elite Resistance speichert den Fortschritt automatisch. Manuelles Speichern ist jederzeit möglich und sogar empfohlen. Denn oft stolpert man zu Beginn aus Unachtsamkeit über eine Handvoll Gegner, die euch im Nu ins Jenseits schiessen, bevor man weiss wo oben und unten ist. Auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad hatten wir etwa 12 Stunden für die Solo-Kampagne benötigt. Doch dann ist noch lange nicht Schluss. Die Resistance-Levels sind kurze Time Challenges, wo wir unter Zeitdruck mit vorgegebener Bewaffnung eine bestimmte Anzahl an Nazischergen eliminieren müssen. Für Stealthkills gibt es Bonustime und Punktemultiplikatoren beim Abmurksen von speziellen Offizieren. Um diese Challenges freizuschalten, muss zuerst ein ganz bestimmtes Poster in jedem Level gefunden werden. Wer gerne einmal in die Haut der Gegner schlüpfen möchte, nimmt an der AXIS Invasion teil, klinkt sich in eine aktuelle Spielersession ein und jagd als Nazi den furchtlosen Widerstandskämpfer. Im Coop Modus durchstreifen wir die kompolette Kampagne zu zweit. Wem das immer noch nicht reicht, unterhält sich mit unterschiedlichen Multiplayer Modi mit bis zu 16 Spielern oder prüft seine Fähigkeiten mit bis zu drei anderen Teilnehmern im Survival Mode. Fazit: Wenn es gilt, ein paar Hundert Nazis zu plätten, ist die Grundlage schon einmal sympathisch. Sniper Elite: Resistance macht eigentlich genau da weiter, wo Rebellion 2022 aufgehört hat. Nur der Held wurde ausgewechselt. Hier laden erneut absolut kantiges Gunplay, extreme Einstellungs- und Taktik-Möglichkeiten und eine gesunde Anzahl an Tools und Items zum Rumprobieren ein. Bei den Missions Strukturen stimmt die Action absolut, doch hätte ich mir etwas mehr Kreativität gewünscht. Vielfach renne ich von A nach B um bei C das Level abzuschliessen und vieles fühlt sich in diesem Bereich ähnlich an. Ein paar saftige Turns oder historische Ausreisser hätten der Spannung und der Story nicht geschadet. Aber vielleicht wollten sich die Entwickler nah an der Geschichtsschreibung halten. Bis auf ein paar nervige unsichtbare Wände und schlecht platzierte Seitenobjekte, wird Harrys Bewegungsfreiheit nie eingeschränkt. Kennt man einmal die Maps, gleitet man wie ein Schatten an den Spitzbuben vorbei. Spassig ist die Nazihatz allemal! Leider konnten wir aufgrund der leeren Lobbies den Multiplayer Modus nicht ausprobieren, weil wieder einmal logischerweise vor Release keine anderen Resistenzler zu finden waren. Wir werden aber nächste Woche ein kleines Update nachschieben. Sniper Elite: Resistance ist für PS5, Xbox Series X|S und PC erschienen. Wir haben uns das Spiel auf der PlayStation 5 angesehen. Das frühe Test-Muster stammt von Rebellion , wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Sniper Elite: Resistance bei WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: MACROSS -Shooting Insight-
Als Kind der 1980er Jahre ist mir "MACROSS" natürlich ein Begriff. Das liegt hauptsächlich an den coolen Mechs, die sich auch in ein Flugzeug verwandeln können. Es gab sogar Toys davon, wovon ich damals eines besass. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mich nie wirklich mit dieser Space Opera befasst und auch vom Anime nur aus dem Augenwinkel heraus ein paar Szenen mitbekommen habe. Trotzdem wollte ich das Spiel unbedingt testen, denn ich kenne die Arcade Shoot'em Ups von Banpresto und Fabtek und mag Shmups im allgemeinen sehr. Damit ich beurteilen kann, wieviel Fan-Service in MACROSS -Shooting Insight- steckt, musste ich mich im Vorfeld zu diesem Testbericht aber erst einmal schlaulesen. Ich wusste beispielsweise überhaupt nicht, dass Musik im MACROSS-Universum eine derart grosse Rolle spielt. In der Originalversion von MACROSS wurde Musik als Waffe eingesetzt, um bei den Feinden, einer Rasse geklonter Soldaten, die nichts anderes als Kriegführung kannten, einen massiven Kulturschock auszulösen. Als sie zum ersten Mal Musik hörten, überwältigte dies ihre Sinne komplett, was sie zur leichten Beute machte. So kam es, dass die Piloten der VF-1 Variable Fighters, oder "Valkyrie", wie sie auch genannt werden, oft von sogenannten "Songstresses" begleitet werden, süsse JPop Sängerinnen, die zur Verwirrung der Feinde eingesetzt werden. Soweit so kurios! Es überrascht nicht, dass sich die Story von MACROSS -Shooting Insight- genau um diese Sängerinnen dreht. Als plötzlich mehrdimensionale Falten im Raum-Zeit Gefüge auftreten, treffen Piloten und Sängerinnen aus unterschiedlichen MACROSS-Epochen auf unerklärliche Weise aufeinander - MACROSS Plus, MACROSS Zero, MACROSS 7, MACROSS Frontier & MACROSS Delta. Insofern verspricht MACROSS -Shooting Insight- eine völlig neue, einzigartige Geschichte, die sich über mehrere Animes und Filme erstreckt. Wie ihr euch denken könnt ist das Ganze ist eine ziemlich "japanische" Angelegenheit, weswegen lange nicht klar war, ob es das Spiel überhaupt zu uns in den Westen schaffen würde. In Japan ist es schon seit knapp einem Jahr für die Switch und die PlayStation zu haben. Nun hat sich Publisher Red Art Games entschlossen, das Spiel auch bei uns zu veröffentlichen, inklusive einiger Verbesserungen im Gameplay und sogar mit englischen Texten und Menüs. Die Sprachausgabe bleibt weiterhin japanisch, weswegen die gesprochenen Story-Einspieler während den Missionen, die nur in kleinen Textboxen eingeblendet werden, zur echten Herausforderung werden. Viel bekommt man da leider nicht mit. Im Spiel nutzen wir die Kraft diverser Songs, um uns im Kampf einen Vorteil zu verschaffen. Je nach gewähltem Charakter synchronisieren wir unseren VF-Mech mit persönlichen Sängerinnen und erhalten so Zugriff auf eine Vielzahl von Buffs, wie z.B. erhöhte Feuerkraft, erhöhte Manövrierfähigkeit, reduzierte Feuergeschwindigkeit des Feindes und vieles mehr. Entwickler Kaminari Games bezeichnet -Shooting Insight- als „mehrdimensionales Shooter-Spiel“. Die Level bieten horizontales und vertikales Schiessen sowie eine 360-Grad-Option. Sie bestehen meistens aus drei Abschnitten, wobei die drei Spielstile stets vorgegeben sind. Ein vierter, echter 3D-Stil, der mich ein bisschen an Star Fox erinnerte, ist auch ein paar Mal zu finden. Schade ist, dass man nicht selbst und auf Knopfdruck zwischen den drei Formen des VFs umstellen kann, wie es bei einigen der alten Arcade-Spiele der Fall war. Unabhängig von der Perspektive und Form des VFs bleibt die Steuerung im Grossen und Ganzen während des gesamten Erlebnisses gleich. Standardmässig wird mit dem rechten Bumper die Primärwaffe abgefeuert, Kreis leitet eine Rolle oder Ausweichbewegung ein, Dreieck startet einen Support-Angriff und der rechte Stick wird für zielsuchende Lenkwaffen verwendet. Der Unterstützungsangriff aka "Smart-Bomb" kann nicht unbegrenzt eingesetzt werden, dafür muss erst eine Leiste gefüllt werden. Die 360-Grad-Level machen das Spiel im Grunde zu einem Twin-Stick-Shooter. Obwohl die Zielsuchraketen weiterhin dem rechten Stick zugewiesen sind, darf man durch Halten des Bumpers trotzdem noch in alle Richtungen schiessen. Genrelike sind die Level mit einer Vielzahl Bonus-Items, Power Ups und Ressourcen gefüllt, die eingesammelt werden müssen und unsere Maschine verbessern. Von Feinden hinterlassene Fragmente erhöhen beispielsweise temporär die Feuerkraft. Weichen wir feindlichen Geschossen und Angriffen geschickt aus, erhöht das den Punktemultiplikator. Grundsätzlich gilt: Je besser man spielt, desto mehr Vorteile erhält man im späteren Spielverlauf. Es stehen fünf Piloten mit ihren VFs zur Auswahl, die Hauptfiguren aus ihrer jeweiligen Epoche in der MACROSS-Saga repräsentieren. Jeder der Piloten hat unterschiedliche Attribute. Die offensichtlichsten Unterschiede sind die Art und Reichweite der Waffen, die Fluggeschwindigkeit und Schussfrequenz sowie die Stärke der Schilde und die Anzahl der zielsuchenden Raketen. Als besonders schwer würde ich -Shooting Insight- nicht bezeichnen, dank mehrerer Schwierigkeitsgrade. Trotzdem bin ich immer wieder mal gestorben, weil ich schlecht zwischen Hintergrundgrafik und tödlichen Objekten im Vordergrund unterscheiden konnte. Es stellt sich immer wieder die Frage, was bei einer Kollision Schaden verursacht und was nicht. Wenn dann noch pinkfarbene Glitzer-Filter hinzukommen, die erscheinen, wenn man mit einer Sängerin synchronisiert ist, wird es manchmal etwas schwierig, Feinde und ankommende Projektile zu erkennen. Diese Filter-Effekte sehen zwar hübsch aus, führen aber gelegentlich zu unbeabsichtigten Todesfällen. Besonders lästig ist das, weil man das ganze Spiel über nur ein einziges Leben besitzt. Ist die Lebensleiste weg, heisst es Game Over und man beginnt die aktuelle Stage von vorne. In der Japan Version musste man sogar komplett von 0 anfangen. Im Story-Modus durchlaufen wir elf Phasen mit etlichen ausgedehnten Gesprächen. Je nachdem, welchen Piloten wir zu Beginn wählen, wird eine leicht andere Geschichte und ein anderes Ending präsentiert. Hat man den Story-Modus durch, was ungefähr knapp 1 Stunde dauert, stehen einem der Arcade-Mode, die Galerie, der Rival-Battle, ein Boss-Rush- und ein Trainings-Modus offen. Im Rival-Battle tritt einer unserer fünf Helden gegen einen gegnerischen Charakter aus dem MACROSS-Universum an. Die anderen Modi sind wohl selbsterklärend. Optisch reisst MACROSS -Shooting Insight- keine Bäume aus. Die verwendeten Artworks aus den jeweiligen Serien/Filmen sind zwar nett, insgesamt fand ich die Präsentation aber sehr lieblos und die Stage-Backgrounds mit ihren endlosen Sternen-Tapeten, gleichförmigen Astroidenwänden, simplen Trümmerlandschaften und copy-paste Elementen sehr langweilig. Vermutlich ist die Musik noch das Highlight für Fans, zumindest wenn man auf quietschigen JPop steht. Mehrere bekannte Songs aus den Filmen sind im Spiel enthalten. Enttäuschend fand ich das Fehlen eines vollständig vertonten Story-Modus. Es gibt weder eine japanische noch eine englische Sprachausgabe. Man klickt sich zwischen den Missionen durch dutzende, mehr oder weniger statische Comic-und-Text Panels, die lediglich mit kurzen Grunzern, einem Stöhnen oder simplen "Ahs" und "Ohs" vertont werden. Dafür wird während der Action viel zu viel gesprochen, auf japanisch versteht sich. Um die zugehörigen englischen Texteinblender zu lesen, fehlt einfach die Zeit. Und warum in der West Version ein Pilot samt seiner Sängerin entfernt wurde, bringt mich auch zum Grübeln. Zumal diese beiden (Hikaru Ichijyo und Minmei) weiterhin in Cut-Scenes vorkommen und eine nicht unwesentliche Rolle in der Story spielen. Fazit: MACROSS -Shooting Insight- verspricht vieles, hält aber nur wenig. Klar, ausgehungerte Fans freuen sich wahrscheinlich über ein neues MACROSS-Spiel. Immerhin ist das letzte im Jahr 2013 für die PS3 erschienen. So gesehen kann man vielleicht über die glanzlose Präsentation und lieblose Optik hinwegsehen. Das Fehlen dynamisch wechselnder Modi zwischen Jäger, Gerwalk und Battroid ist aber auf jeden Fall eine verpasste Chance. Oft nicht klar zwischen Hintergrundgrafik und tödlichen Hindernissen im Vordergrund unterscheiden zu können und aufgrund von knalligen Filtern feindliche Geschosse nicht zu erkennen, ist ein weiteres Problem. Im Vergleich zu den alten Banpresto Titeln gewinnt MACROSS -Shooting Insight- leider keinen Blumenstrauss. Wem es einfach nur nach einem guten Arcade Shoot'em Up dürstet, sollte seine Gelüste besser woanders stillen. MACROSS -Shooting Insight- ist für PS4, PS5, Nintendo Switch und PC erhältlich. Wir haben uns das Spiel auf der PS5 Pro angesehen. Das kostenlose Test-Muster stammt von game.press, wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt MACROSS -Shooting Insight- bei WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: Contra: Operation Galuga
Contra: Operation Galuga ist quasi ein Best-Of aller Contra-Spiele der vergangenen vier Jahrzehnte.
- The(G)net Review: Cronos: The New Dawn
Es gibt Spiele, die man spielt, und es gibt Spiele, die einen verschlingen. Cronos: The New Dawn gehört für mich definitiv zur zweiten Kategorie. Schon nach den ersten Minuten war ich geflasht: Hier hat jemand nicht nur Dead Space kopiert, sondern gleich den ganzen Survival-Horror-Altar mit frischem Blut und Wahnsinn gefüttert. Gleich vorweg: Cronos ist nichts für schwache Nerven. Das fängt bei der grauenvollen Body-Horror Thematik an und endet beim gnadenlosen Schwierigkeitsgrad. Die Handlung ist konfus und erstreckt sich über zwei verschiedene Zeitachsen: Zum einen spielt es in einer post-apokalyptischen Zukunft, zum anderen in der harten Realität der 1980er-Jahre. Du spielst einen Reisenden, der zwischen Vergangenheit und Zukunft wandeln kann. Auf der einen Seite ein zerstörtes Polen, verwüstet durch „The Change“. Auf der anderen eine Zukunft voller deformierter Monster, die durch die Ödlande streifen. Durch Notizen und Sprachaufnahmen setzt du dir wie ein Archäologe des Schreckens langsam zusammen, was passiert ist und stolperst dabei immer wieder über tragische, persönliche Geschichten von Menschen, die an dieser Katastrophe zerbrochen sind. Oft wird man dabei an aktuelle Geschehnisse erinnert, wie beispielsweise die Corona-Pandemie von 2020. Das Gameplay schleppt dich mit einem Gewicht durch die dunklen Korridore, das an Isaac Clarke’s träge, aber wuchtige Schritte erinnert, nur dass Cronos noch ein paar Schrauben lockerer hat. Und auch hier sollen, wie im grossen Vorbild, getötete Feine zerstampft oder - noch besser - die Überreste gleich abgefackelt werden. Denn tut man das nicht, werden die Kreaturen die Leichname absorbieren und so noch gefährlicher. Eine deiner Aufgaben: Essenzen verstorbener Menschen sammeln. Sie können dir helfen oder dich in den Irrsinn treiben. Je tiefer du gehst, desto mehr nagt der Wahnsinn an deinem Verstand und verdreht dein Gameplay. Plötzlich vertraust du dir selbst nicht mehr. Du kämpfst gegen Monster und gleichzeitig gegen dein eigenes Hirn. Und diese Kämpfe… mein Gott. Kugeln sind Mangelware, ebenso der Platz in deinem Inventar. Du weisst nie: ballern oder lieber rennen? Jeder Gegner kann dich überfordern, weil du schlicht nicht weisst, ob du die Mittel hast, ihn endgültig zu erledigen. Selbst wenn er zu Boden geht, bleibt die Panik. Er könnte wieder aufstehen. Richtig tot sind sie nur, wenn du sie verbrennst. Ein Flammenwerfer hilft, nur ist dessen Munition extrem knapp. Gut, dass man sich aus gefundenen Ressourcen Munition für alle Waffen basteln kann und ab und zu sogar Dispenser-Stationen für Nachschub sorgen. Upgrades gibt’s selbstverständlich auch. Nachladegeschwindigkeit, Schaden, Magazin-Grösse, Treffsicherheit, das übliche Programm. Aber egal wie viel du investierst, es reicht irgendwie nie. Die Währung für Verbesserungen liegt zwar überall in den Levels herum, aber sie ist so knapp bemessen, dass dir jeder Punkt eine schlaflose Nacht beschert. Und während du haderst, bricht schon wieder ein Monster aus der fleischigen Wand. Wer glaubt, Survival-Horror sei in den letzten Jahren weichgespült worden, wird hier eines Besseren belehrt. Cronos: The New Dawn erinnert gnadenlos an die alte Schule: Ressourcenmangel, Isolation, Panik in den Fluren, Hilflosigkeit im Angesicht des Grauens. Bloober Team hat die Balance perfekt getroffen, irgendwo zwischen klassischem Terror à la Silent Hill 2 und dem brachialen Nervenkitzel eines Dead Space. Die Atmosphäre? Göttlich finster. Cronos versteht es meisterhaft, dich zwischen Hoffnung und Verzweiflung zu zerquetschen. Der Sound wabert wie giftiger Nebel durch die Hallen, die Lichter flackern in genau dem Moment, in dem du dir wünschst, sie würden es nicht tun, und die Gegner schreien nicht einfach, sie bohren sich mit jedem Laut in dein Nervensystem. Es ist eine Stimmung, die dich sofort an die besten Momente von Dead Space erinnert, aber gleichzeitig die psychologische Tiefe und den subtilen Terror eines Silent Hill heraufbeschwört. Manchmal reicht ein leerer Raum und ein tropfendes Rohr, um dich härter zu treffen als ein Bosskampf. Apropos Bosse, da gibt's so einige und sie sind alle knallhart! Technisch gibt es kaum Anlass zum Jammern. Die Steuerung sitzt, die Grafik flutscht und glänzt vor morbider Detailverliebtheit, und das Gegnerdesign ist so grotesk, dass selbst Cronenberg anerkennend nicken würde. Jedes Setting und jede Begegnung ist ein kleines Kunstwerk des Grauens, jeder Kampf ein Tanz auf Messers Schneide. Nach gut 20 Stunden hat der Wahnsinn dann ein erlösendes Ende und wer Bock hat, startet gleich ein New Game+ und sammelt noch die letzten Collectables ein. Dazu gehören übrigens auch Katzen. Und wer mich kennt weiss, dass ich als zweifacher Katzen-Papa bei sowas die Wertung gleich nochmal um einen halben Punkt erhöhe! Fazit: Es fühlt sich so an, als hätte Bloober Team nach dem Silent Hill 2 Remake endlich die Kurve gekriegt. Davor gab’s gute Spiele, ja, aber nichts, das wirklich in die Geschichtsbücher gehört. Cronos: The New Dawn ist anders. Es versteht das Survival-Horror-Genre nicht nur, es lebt es, atmet es. Von der ersten Minute an sitzt dir die Angst im Nacken wie ein hungriger Dämon, und sie lässt dich bis zum Abspann nicht mehr los. Das hier ist pures, unverfälschtes Survival-Horror-Gold. Keine billigen Jump-Scares, kein Hollywood-Kitsch, nur blanker Terror, groteske Kreaturen und ein gnadenloses Spielgefühl, das dir alles abverlangt. Bloober Team liefert hier sein Meisterstück ab und zeigt, dass sie nicht nur Remakes können, sondern auch originäre Albträume erschaffen, die sich mühelos neben Genre-Grössen wie Dead Space und Silent Hill einreihen. Wer starke Nerven hat, bekommt hier eines der besten Survival-Horror Spiele der letzten Jahre. Cronos: The New Dawn ist für PC, PS5 und Xbox Series X|S erschienen. Wir haben das Spiel auf der PS5 Pro gespielt. Das Test-Muster haben wir uns selbst gekauft, natürlich bei WoG.ch ! Jetzt Cronos: The New Dawn bei WoG.ch bestellen!
- Thief VR: Legacy of Shadow VR Gameplay Reveal
Thief VR: Legacy of Shadow hat sich mit einem frischen Gameplay-Trailer und einem Extended-Gameplay-Video Features Die Rückkehr einer Legende – Zum ersten Mal erlebst du die Thief-Welt komplett in VR: klassisches Thief VR: Legacy of Shadow erscheint 2025 für PlayStation VR2, SteamVR sowie Meta Quest 2 und 3.
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Info, die die Jugendlichen aufschnappen konnten, beinhaltet Sichtungen von fiesen Monstern, die in der Gegend
- The(G)net Review: Dark Souls: Remastered (Switch)
Das zugehörige Review findet ihr hier.
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Entwickler und Publisher 22cans hat einen konkreten Releasetermin für Masters of Albion verkündet. Begleitet wird die Ankündigung von einem neuen Trailer.
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- Crimson Desert Launch Trailer
Pearl Abyss hat heute den offiziellen Launch-Trailer zu seinem kommenden Open-World-Action-Adventure Der Trailer präsentiert die Abenteuer, die in der weitläufigen Welt von Pywel auf die Spieler warten.
- The(G)net Review: MLB The Show 21
Ihr sammelt Karten der Stars und Legenden und könnt so Stadien und Teams freischalten. Mit den weiteren Modi "Retro Mode", "Challenge of the Week", "Home Run Derby" und "Moments" wird ein
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Spielerfahrung auf den Grund geht: ColePowered Games und Fireshine Games haben auf der PC Gaming Show: 2023 Preview den ersten offiziellen Gameplay-Trailer zur Open-World-Detektiv-Simulation Shadows of Doubt vorgestellt In Shadows of Doubt, das auf der gamescom 2022 von UKIE als UK Game of the Show ausgezeichnet wurde, Shadows of Doubt erscheint Anfang 2023 für den PC. Screenshots:
- TRAIL OUT rast jetzt auch auf die PS5
Crytivo und GOOD BOYS haben das Renn Action Spiel TRAIL OUT jetzt auch für PlayStation 5 veröffentlicht In TRAIL OUT dreht sich alles um explosive Rennen, demolierte Fahrzeuge und chaotische Strecken auf der
- MLB The Show 26 Gameplay-Trailer
Der Publisher Sony Interactive Entertainment und das San Diego Studio haben den ersten Gameplay Trailer Deluxe Edition stecken neben dem Spiel unter anderem 20 The Show Packs, zwei WBC Choice Packs, ein Legend lizenzierten NCAA College World Series der Männer, während du dich vom Highschool Talent bis zur Hall of Der Storyline Modus Negro Leagues kehrt zudem mit Staffel 4 zurück und bringt neue Legenden, Trikots
- The(G)net Review: Mafia: The Old Country
Genau wie beim Film-Vorbild «Der Pate» belässt es 2K-Games vorerst bei zwei Mafiafortsetzungen. In The Old Country gehen wir zurück in der Zeit ins Jahr 1904, wo alles noch etwas gemächlicher von statten geht. Somit kein «richtiger» vierter Teil der Mafia-Serie, dafür ein umso besserer Singleplayer-Titel. Sei es Cyberpunk oder Assassin’s Creed, gewaltige Open World Titel geben was her, und kosten uns viel Zeit. Oder um es positiv zu sehen: Kratzen oft an der 100-Stunden Spielzeit-Grenze. Richtig gute, kurze, aber knackige Singleplayer Spiele haben wir in den letzten Monaten gefühlt wenige zu Gesicht gekriegt. Und genau hier springt Hangar 13’s Mafia: The Old Country in die Bresche. Eine äusserst unterhaltsame Reise nach Sizilien steht an, für welche wir als Spieler zur Abwechslung aber nicht gleich Sonderurlaub eingeben müssen. Nach gut dreizehn Stunden ist das Abenteuer, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt, auch schon wieder vorbei – und das ist gut so. Im optisch hervorragenden Inseltrip ist alles etwas gemächlicher als in der Neuzeit, das liegt nicht am Jahr, sondern auch am Spieldesign. Gerade der Beginn in das Mafia-Abenteuer lässt sich viel Zeit die Charaktere zu präsentieren. Das Tutorial ist gekonnt in den Spielstart eingewebt und fühlt sich deswegen auch nicht als solches an. Es lohnt sich aber dranzubleiben, denn das Spiel nimmt durchaus Fahrt auf, sprichwörtlich. Selbstverständlich ist unser Charakter Enzo auch im Jahr 1904 mit Fahrzeugen unterwegs, die sich insgesamt gut durch die italienischen Strassen bewegen lassen. Open World suchen wir in Sizilien im Verlauf der Story aber vergebens, das Spiel führt uns ganz klassisch von A nach B. Ganz auf Sammelaufgaben müssen Jäger und Sammler unter uns aber doch nicht verzichten. Wer alle Achievements einsacken möchte, verbringt deutlich länger in Süditalien. Das Spieldesign ist derweil eine gelungene Mischung aus Schleichen garniert mit heimtückischen Attacken, oft darauffolgendem Deckungs-Shooter-Sequenzen sowie packenden Messerkämpfen. Autorennen sorgen derweil für die letzte Prise Abwechslung. Wer die Open World etwas freier erkunden möchte, wechselt per Hauptmenü in den Erkundungsmodus. Die Missionen lassen diese Freiheit kaum. Das ist insofern schade, weil die Welt zum Verlieben schön ist. Enzo besucht ein Weingut, San Celeste oder einen Hafen. Die prachtvolle Grafik macht Lust, den nächsten Urlaub in Sizilien zu verbringen. Die Bildrate im Erkundungsmodus ging ab und an etwas runter, insgesamt laufen aber sowohl der auf Qualität wie auch der auf Performance getrimmte Modus sehr rund. Der versteckte Star des Spiels ist, wie es bei einem sehr linearen Singleplayer Spiel eigentlich immer sein sollte, die Story. Sizilien wartet mit sympathischen sowie typischen Mafia-Charakteren auf. Auf grosse Überraschungen und gänzlich unerwartete Story-Wendungen müssen wir zwar verzichten, das tut der insgesamt unterhaltsame Geschichte aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Wir wurden über die angenehm kurze Spielzeit bestens unterhalten. Auf mehr Geschichte gehen wir aus Spoiler-Gründen dann auch nicht weiter ein. Fazit: Wie lange warte ich schon auf ein neues Uncharted – wie es scheint vergeblich. Umso mehr war ich auf das Mafia Prequel gespannt. Und die Kalifornier erfüllen meine Erwartungen grösstenteils. Die Story hätte etwas unvorhersehbarer sein können, die Welt noch ein kleines Stückchen weiter offen, als uns die Missionen dies gewähren, das Gameplay noch etwas abwechslungsreicher. Aber insgesamt liefert Hangar 13 ein packendes und vor allem richtig hübsches Mafia-Spiel ab, das über die ganze Spielzeit Lust macht dranzubleiben. Wer wieder mal in ein kurzes, aber knackiges und kinoreifes Singleplayer-Abenteuer abtauchen möchte, darf mit dem Kauf durchaus liebäugeln. Mafia: The Old Country ist für PS5, Xbox Series X|S und PC erhältlich. Wir haben das Spiel auf der Xbox Series X getestet. Das Test-Muster stammt von 2K, wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Mafia: The Old Country bei WoG.ch bestellen!





















