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- The(G)net Review: Nintendo World Championships: NES Edition
Eines manchen Kindes Highlight in den 80ern war zweifelsohne ein NES unter dem Weihnachtsbaum vorzufinden. Im Sommer 2024 legen wir erneut Hand an einige der Klassiker; ob wir die Spiele auch heute noch im Griff haben, zeigt sich in den Nintendo World Championships. Nintendo spielt seit jeher gern mit der Nostalgie (und dem Geldbeutel) ihrer Fans. Es gibt kaum ein Spiel, welches ich auf mehr Systemen gekauft habe als Super Mario World. Jenes fehlt hier selbstredend, da sich hier alles um NES-Titel dreht. Heuer erwarten uns die folgenden dreizehn 8-Bit Klassiker auf der Nintendo Switch: Super Mario Bros 1-3, Super Mario Bros 2: The Lost Levels, Zelda 1 und 2, Metroid, Kid Icarus, Donkey Kong, Ballon Fight, Excitebike, Ice Climber, sowie Kirby’s Adventure. Den meisten Spielern, welchen die NES-Area grundsätzlich bekannt ist, dürfte mindestens die Hälfte dieser Auswahl bereits über den Videospiele-Weg gelaufen sein. Umso besser, denn in den Nintendo World Championships spielen wir nicht (oder zumindest nicht immer) das Spiel durch, sondern verbessern ausschliesslich unsere Spiele-Zeiten in losgelösten Levelabschnitten des Originals. Dabei gibt es pro Titel eine mehr oder minder grosse Auswahl an Aufgaben, die in wenigen Sekunden bis zu mehreren Minuten abgeschlossen werden. Der Fokus liegt dabei klar auf dem Zeitmanagement; Speedrunner wird’s freuen. Zum Ende der erledigten Aufgabe erhalten wir ein Ranking, wobei die S-Version davon die beste Auszeichnung ist. Das etwas leichter zu erreichende Ziel wäre das A-Ranking. Ab diesem gibt es ein nettes Emblem zum virtuellen Sammeln. Leider zeigt uns das Spiel zu keiner Zeit die fehlenden Sekunden für das Erreichen der nächstbesseren Klassierung. Jede abgeschlossene Aufgabe oder Verbesserung der eigenen Zeiten schenkt massig digitale Punkte ein. Mit diesen kaufen wir uns immer anspruchsvollere Aufgaben desselben Spiels oder aber wechseln zum nächsten Titel, um dort wieder bei den sehr schaffbaren Start-Challenges zu starten. So viel zum Single Player Modus; Nintendo untypisch, aber für ein Spiel dieser Art fast aufgezwungen, wartet jetzt der Multiplayer Modus. Hier schlagen wir uns in den Championship. Nintendo präsentiert uns wöchentlich vier Challenges, welche wir so zeitsparend wie möglich abschliessen sollen. Zum Ende der Woche erfahren wir unser weltweites Abschneiden. Zudem dürfen wir in einer Art Battle-Royal Mode antreten. Hier geht’s gegen bis zu sieben weitere Spieler, wobei immer die langsamsten Teilnehmer rausfliegen und bis zum Schluss nur noch im Eins gegen Eins um den Sieg gekämpft wird. Allerdings läuft dieser Modus nicht in Echtzeit, wir treten ausschliesslich gegen Ghost-Daten anderer Spieler an. Dies dürfte auch der Grund sein, weswegen wir nicht online gegen unsere Freunde ran dürfen. Offline im Splitscreen bzw. Couch-CoOp steht diesem Unterfangen allerdings nichts im Wege. Fazit: Die Spieleauswahl trifft meinen Geschmack, auch wenn Kirby jetzt nicht zwingend hätte mit von der Partie sein müssen. Die kurzen Aufgaben machen Spass, halten mich aber nicht über Tage bei der Stange. Nach einigen Stunden habe ich alles abgeschlossen und widme mich wieder Elden Ring. Das Spiel gab mir aber einen erstklassigen Grund, wieder mal Hand an die altgeliebten Klassiker zu legen. Dennoch verschenkt der Titel viel Potential. Wieso sind nur so wenige Spiele verfügbar? Wieso nur NES; hätte man nicht mit Game Boy und Super Nintendo die ganze 8- und 16-Bit Area zusammenfügen können? Natürlich hätte man, aber dann gäbe es ja keinen Grund, in einem Jahr die NWC: SNES-Edition zu (ver-)kaufen. Und ich weiss jetzt schon mindestens die Hälfte der darauf enthaltenen Spiele; sollte es denn tatsächlich zu einem Release kommen. Insgesamt hat mir die NES-Edition gut gefallen und der Preis ist jetzt nicht übertrieben hoch angesetzt. Dennoch darf man auch mal von Nintendo mehr erwarten beim Klassiker-Recycling. Gerade weil wir Nintendo-Fans die meisten Spiele sowieso schon mehrfach auf x-Konsole bezahlt haben. Schnelle 8-Bit Fans greifen dennoch bedenkenlos zu. Die Nintendo World Championships: NES Edition ist exklusiv für Nintendo Switch erschienen. Unser Test-Muster stammt von Nintendo , wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Nintendo World Championships: NES Edition bei WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: Football Manager 2024 Console Edition
Verbesserungen bei Rekrutierungsentscheidungen gegnerischer Trainer und beim Finanzsystem im Spiel machen
- The(G)net Review: Hot Wheels Unleashed 2 - Turbocharged
Wieder mit von der Partie sind gewohnte Time Trials und Runden- bzw. Punkt-zu-Punkt Rennen. Das ist nützlich in den oft knackigen Time Trials.
- The(G)net Review: Master Detective Archives: Rain Code
Als einziger Lebender wird uns natürlich sogleich die Schuld an dem Massaker zugeschoben.
- The(G)net Review: Raiden III x Mikado Maniax!
Kaum hat man sich von Raystorm und Co. erholt, flattert schon der nächste Shmup Kandidat auf den virtuellen Schreibtisch. Na gut, man hat ja sonst nix zu tun! Arcade-Gängern der 90er Jahre wird die Raiden Serie höchstwahrscheinlich ein Begriff sein. Damals sorgte der Vertikal Shooter mit seiner herausragenden Grafik und actionreichem Gameplay in den Spielhallen für Aufsehen und schaffte es 1990 auf den sechsten Platz der best Arcade Titel in Japan. Vom Erfolg und den Einnahmen motiviert haute Entwickler Seibu Kaihatsu mehrere Nachfolger und Spin Offs raus. Raiden III erblickte beispielsweise 2005 das Licht der Welt und wurde nach der obligatorischen Arcade Version auch auf verschiedene Heimkonsolen portiert. Unsere vorliegende Testversion basiert auf dessen Original, jedoch wurde der Soundtrack komplett neu arrangiert. So darf man zwischen den klassischen Stücken und den Remixes auf Wunsch wechseln. Neben dem klassischen Arcade Modus, in dem wir entweder alleine oder zu zweit Armadas von fliegenden Ganoven vom Bildschirm fegen und gigantische Bosse aufs Korn nehmen, gibt es im Boss Rush-, Overkill- und Score Attack Modus noch mehr Futter für schiessfreudige Digi Piloten. Wer über den Luxus eines rotierenden TVs oder Monitors verfügt, dreht das Bild um 90 Grad und geniesst Raiden III x Mikado Maniax! in seiner ursprünglich gedachten Version wie in der Spielhalle. “Gut und recht, aber ich habe Raiden III schon auf älteren Konsolen” mag der eine oder andere nun einwerfen. Deshalb implementierte das Entwicklungsteam für den Neuaufguss ein komplett neues Spielerlebnis. Im Dual Modus steuern wir solo zwei Schiffe gleichzeitig mit beiden Analogsticks und ballern per Schultertasten unseren Highscore im Doppel in die Höhe. Was Neulinge überfordern dürfte ist für Shmup Veteranen genau die richtige Dosis, um seine Shooter Skills auf ein neues Level zu hieven. Fazit: Als Teenager fand ich schon das erste Raiden spektakulär und wurde auch von den Nachfolgern nicht enttäuscht. Mittlerweile kam das Gameplay ein wenig in die Jahre und Vertikal Shooter sind längst nicht mehr der heisse Scheiss, den sie in den 80ern und 90ern waren. Ich dachte zuerst, was wollen die mir denn noch bieten?? Als ich aber dann das erste Mal den Dual Modus ausprobierte, standen die Synapsen kurz vor dem Kollaps. Es ist für die meisten Leute schon schwierig, EIN Schiff unbeschadet durch den Kugelhagel zu lotsen. Wenn ich aber gleich zwei Schiffe zur gleichen Zeit und unabhängig von einander steuern muss, dann fängt die grosse Hirnschmelze an. Aber Spass beiseite. Die simple, aber geniale Idee motiviert, ist aber auch sehr schwer zu kontrollieren und erfordert extrem viel Konzentration. Gelegentlich überkreuzt man die beiden Schiffe in der Hektik, was einen zusätzlichen Stressfaktor mit sich bringt. Shmup Fans haben es diesen Monat nicht leicht. Ob man sich für die kürzlich getestete Ray'Z Arcade Chronology oder Raiden III x Mikado Maniax! entscheidet ist reine Geschmacksache, denn solide Ballerkost bekommt man bei beiden Titeln geboten. Raiden III x Mikado Maniax! ist für Nintendo Switch, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S (Retail & Digital) erhältlich. Wir haben uns das Spiel auf einer PS5 angesehen. Das Test-Muster stammt von NIS America , wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Raiden III x Mikado Maniax! bei WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: Monster Menu: The Scavenger’s Cookbook
Mit Monster Menu: The Scavenger's Cookbook präsentiert uns NIS diesmal eine Mischung aus SRPG, Survivalgame und Dungeoncrawler. Los geht’s mit der Charaktererstellung unseres Protagonisten. Mit Optionen für Kleidung, Gesicht, Frisur und einiges mehr, haben wir genug zur Auswahl um unser Aussehen zu definieren. Danach geht es darum, unsere Klasse zu wählen: Krieger, Dieb, Magier oder Arbeitsloser sind nur einige davon. Jede hat ihre Vor- und Nachteile, über welche wir uns im späteren Spielverlauf eventuell schmerzlich bewusst werden. Jedenfalls finden wir uns danach schon im Abenteuer wieder. Wir sind in einem vermeintlichen Rookie-Dungeon, doch bald holt uns die harsche Realität ein: Ziellos herumwandernd, hungernd und durstend und nur mit eiserner Willenskraft schaffen wir es irgendwie immer weiter voran zu gehen. Irgendwann schauen wir auf einen großen Monsterkadaver, der Magen knurrt, wir können kaum noch stehen… der Überlebenswille treibt uns zum Äußersten und wir beißen ein Stück von dem faulenden Kadaver ab, was uns jedoch nicht wirklich gut bekommt. Jetzt aber geht das Spiel wirklich los! Nachdem wir wieder zu Bewusstsein gekommen sind, finden wir uns auf unerklärliche Weise im Basislager wieder. Dort haben wir einige Grundgegenstände bekommen und können diverse Dinge erledigen, darunter Gegenstände herstellen, kochen, essen und schlafen. Unsere Mission: Dem Dungeon entfliehen! Wir kämpfen uns also durch und schaffen es irgendwie zum ersten Boss: Ein Schlag, tot! Wir stellen fest: Alleine scheint das Vorhaben unmöglich. Nun haben wir die Wahl, bis zu drei weitere Mitstreiter in unser Team aufzunehmen. Diese können wir ebenfalls komplett nach unseren Vorstellungen anpassen. Die Spielmechanik ist eigentlich recht simpel: Es gibt ein Basislager auf der untersten Ebene und nach jeder Ebene können wir uns ausruhen und gegebenenfalls etwas essen. Alle zehn Ebenen gibt es einen Boss. Ist der erledigt, gibt's einen Wegepunkt. Jede Ebene wird immer zufällig generiert, was sich auf das Layout, die Monsteranzahl sowie Schätze auswirkt. Ziel ist es jeweils immer auf die nächste Ebene zu kommen. Die Präsentation ist hier in 3D gehalten und wir haben volle Kamerakontrolle. Ganz wichtig ist: Wir müssen leveln um stärker zu werden. Die Monster haben einen ziemlich hohen Aggressionsradius, also gilt es Vorsicht walten zu lassen. Natürlich können wir auch von hinten die Initiative ergreifen. Der Kampfmodus wird im SRPG-Stil ausgeführt. Je nach Charakterklasse haben wir diverse Vorteile. Beispiel: Der Bogenschütze hat einen größeren Angriffsradius und kann so, theoretisch, eher ausserhalb der Gefahrenzone angreifen. Der Berserker haut zu, als ob es keinen Morgen gibt, der Paladin nimmt seinen Speer und kann somit in zweiter Reihe angreifen, was bei engen Platzverhältnissen schon recht gut ist. Die Spielmechanik macht allerdings keinen Halt vor Verbündeten. Wir können uns gegenseitig treffen, worüber wir auch bei normalen Attacken gewarnt werden. Bei Fertigkeitsangriffen landen wir so allerdings schnell in der eigenen Schusslinie. Unter diversen Umständen triggern wir auch Kettenangriffe, sofern unsere Verbündeten in Aktionsnähe stehen, was natürlich von Vorteil für uns ist. Jetzt noch ein Wort zu den Besonderheiten bei dem Spiel. Es dreht sich ja alles um Survival, „Fressen und gefressen werden“. Während des Kampfes können wir besiegte Gegner vertilgen und bekommen mindestens ein bisschen Leben zurück. Je nach Monstertyp gibt es meist noch einen Buff oder sogar einen Debuff oben drauf. Was allerdings richtig „witzig“ ist, dass ihr eure toten Verbündeten essen könnt! Direkt volle HP, alles heile Welt, nicht wahr?! Von wegen! Ist einer tot, ist das permanent und es gibt auch kein Ersatzmitglied. Das Spiel endet, wenn der Anführer, also wir, stirbt; dann geht es zurück zur Basis. Die einzige Möglichkeit der Partydezimierung entgegen zu wirken, ist einer der Altäre im Dungeon. Diese Altäre stehen im Dungeon herum und stellen gegen einen kleinen Obulus (spezielle Monstersplitter, die bei einem Sieg droppen) diverse Leistungen zur Verfügung; darunter Wiederbelebung, Statuswerterhöhung, Gegnerverstärkung (für effizienteres Leveling). Neben diesem Aspekt des Spiels ist die gute Versorgung des Teams zu gewährleisten. Wie der Titel „Scavenger's Cookbook“ schon erahnen lässt, müssen wir aus unseren Drops essbares machen. Sei es Stroh, Würmer, Eingeweide, Monsterfleisch oder auch Steine, von irgendwas müssen wir ja überleben. Mit diversen Kochgegenständen und Kombinationen, die wir selbst herausfinden müssen, sofern uns kein Rezeptbuch irgendwann gedroppt ist, können wir unterschiedlichste Gerichte kreieren, denn auf leerem Magen kämpft es sich nicht gut. Gute Gerichte stellen dabei die Hydration, den Kalorienwert und die Fröhlichkeit wieder her. Die Fröhlichkeit sinkt hier im Allgemeinen, wenn wir irgendwas Widerwärtiges, zum Beispiel einen Käferspieß, essen müssen. Hilft zwar gegen den Hunger, aber es ist nicht wirklich eine Gaumenfreude. Eine Mütze voll Schlaf heilt uns, aber kann unter diversen Umständen auch extrem viel Kalorien verbrauchen. Ein Problem, das aufkommt wenn wir uns mit ziemlich wenig Lebenspunkten aufs Ohr hauen. Darüber hinaus können uns diverse Gerichte temporäre positive, aber auch negative Statuseffekte geben, welche die nächste Expedition entsprechend beeinflussen. Wie sieht es eigentlich mit der Schwierigkeit aus? Die Grundeinstellung können wir zu Abenteuerbeginn festlegen. Im Dungeon selbst gibt es einen Altar, welcher die Monster etwas schwieriger macht, wohl um beim Leveln zu helfen. Ein weiterer Faktor ist die Teamzusammenstellung. Hier schaufeln wir uns effektiv selbst ein Grab bzw. machen uns das Leben schwer, wenn wir schlicht und einfach die „falsche“ Wahl treffen. Die Folge dessen ist, dass es auf lange Sicht etwas länger dauern kann, um voranzukommen. Da wir nie eine Ebene zurück gehen können, sondern immer nur geradeaus ins Verderben, bleibt uns letztlich nur die Wahl zum Basislager umzukehren, wenn wir keinen Ausweg mehr sehen voran zu kommen. Als Konsequenz wird unser Level und das meiste im Inventar auf Ausgangszustand zurückgesetzt. Wir behalten allerdings die erspielte Ausrüstung und Schlüsselgegenstände wie Kochgeschirr und diverse Memos. Durch diese „Resetmechanik“ können wir allerdings auf Dauer bessere Gegenstände und bessere Attributierung unserer Charaktere erhalten. Mit den Wegpunkten von den Bossen können wir so einfach leichtere Ebenen überspringen, wenn diese fürs uns irgendwann keinen Mehrwert mehr darstellen. Fazit: Unterm Strich ist Monster Menu: The Scavenger’s Cookbook ein recht simpler roguelike Dungeoncrawler mit Survivalmechaniken im Vordergrund. Für manche werden die Dungeons wohl trist wirken, da sie sich optisch kaum ändern und auch die vermeintlich repetitiven Abläufe könnten einigen Leuten sauer aufstoßen. Es ist ein Spiel, in dem man, je nach Charakterwahl, wohl einiges an Zeit investieren muss, um richtige Erfolge wahr zu nehmen. Sollte jemand etwas schwach auf der Brust sein, was blutige Szenarien anbelangt, so haben die Entwickler extra ein Zensuroption eingebaut, die diverse Eingeweidedarstellungen überdeckt oder den roten Saft entfernt. Alles in allem fühlt es sich dennoch wie ein Genreexperiment an: Einige Teile, wie zum Beispiel die Survival- und Kochmechanik, sind gelungen und wirken glaubhaft, aber Dinge wie das Crafting-System für Waffen, Fallen und andere Gegenstände wirken eher lieblos und unfertig. Man kann jedoch Spaß mit dem Spiel haben, wenn man Zeit investiert und seine Ansprüche nicht all zu hochschraubt. Ich habe schon deutlich schlechteres gespielt. Monster Menu: The Scavenger’s Cookbook gibt's für PS5, PS4 und Nintendo Switch. Wir haben uns das Spiel auf einer PlayStation 4 angesehen. Das Test-Muster stammt von NIS America , wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Monster Menu: The Scavenger’s Cookbook bei WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: R-Type Final 3 Evolved
R-Type never dies! Der ikonische 2D-Shooter beglückt auch 2023 alteingesessene Baller Profis wie auch Newcomer mit der dritten, finalen Version aus dem Hause Ganzella. Viel wurde in der neuesten R-Type Version nicht verändert. Das Hauptmenü wurde direkt vom Vorgänger übernommen, Speicherplätze und bereits erspielte Spaceships aus R-Type Final 2 werden direkt importiert. Neulinge starten mit drei wählbaren Ballermaschinen, schalten aber durch mehrmaliges Durchspielen galaktische Devisen frei. Im Hangar werden die Kröten in neue Raumschiffe investiert. Bis aber alle 99 Kreuzer freigeschalten sind, müssen einige Stunden in die alienlastige Weltraumschlacht investiert werden. Wahlweise nehmt ihr eine Shortcut und lädt mit Echtgeld eines der diversen DLC Packs runter. Nicht gerade die optimale Option, aber wir wollen uns hier primär auf den Inhalt konzentrieren und weniger auf die Marketingstrategien der PR-Abteilung. R-Type Final 3 ist mit seinen 7 neuen Stages eher ein Upgrade als ein komplett neues Spiel. Nach der bekannten Formel holen wir diverse Aliens vom Sternenhimmel und hoffen, dass wir den Checkpoint unbeschadet erreichen. Am Ende jedes Levels zerlegen wir einen unfreundlichen Endboss. Grosse Erklärung braucht es eigentlich nicht, da sich Final 3 genauso spielt wie Final 2, diesmal einfach mit aufgehübschter 4K Grafik. Neben dem Hauptspiel, in dem wir direkt die Kampagne aus Final 2 oder 3 auswählen, können wir jedes freigespielte Level im Trialmodus nochmals separat durchexerzieren und auf Punktejagd gehen. Im Wettbewerbsmodus stellen wir uns einem Extra Level um den Highscore zu knacken. Eine Weltrangliste, welche mit dem nächsten Update nachgeliefert wird, soll in Zukunft die global besten R-Typer anzeigen. Im R-Park legen wir eine kleine Ballerpause ein und bestaunen entweder aus der Vogel-, Ego- oder 3rd Person Ansicht sämtliche freigeschalteten Raumschiffe in bestem 3D. Ausserdem gibt's einen VR-Startsequenz-Modus, in dem man eine Demo-Szene in VR erleben kann (folgt ebenfalls in einem zukünftigen Update). Tief in die Tasche greifen, müsst ihr im Playstation Store, falls ihr Zusatzinhalte wünscht. Insgesamt 9 unterschiedliche Level Addons (die auch in den drei unterschiedlichen Stage Passes enthalten sind), 3 Cash Packs und jede Menge DLC Raumschiffe bietet die Softwareschmiede dort feil. Fazit: Das Rad erfindet die japanische Softwareschmiede mit ihrem neusten Teil nicht. Wer auf brandneue Kreationen oder bahnbrechende Spielmechaniken hofft, darf seine Träume gleich wieder begraben. R-Type Final 3 Evolved wird seinem Namen von daher nicht ganz gerecht, bietet aber gewohnt hochwertige Kost für Shmup Gourmets. Persönlich finde ich den Umfang ein wenig mager, die Qualität der Stages ist aber absolute Spitzenklasse. Wahnsinnige Bosse, grandioses Leveldesign und ein Soundtrack, der eine separate Auszeichnung verdient hätte. Weniger Freunde macht sich Ganzella im Difficulty Departement. Bereits auf der normalen Schwierigkeitsstufe bekommen selbst erfahrene Shmuper Schweissausbrüche. Die Schwierigkeit wurde in den neuen Levels nochmals merklich angezogen. Ein schnelles Durchrauschen wie bei Final 2 ist eher unrealistisch, da uns einige ganz fiese Abschnitte erwarten. Macht euch auf den einen oder anderen Frustmoment gefasst. Auch bin ich immer noch nicht ganz glücklich über die Gewinnausschüttung und den schleppenden Spielfortschritt. In diesen Bereichen hat sich absolut nichts geändert. R-Type Final 3 Evolved ist dennoch ein weiterer ausgezeichneter Teil der Serie, wenn auch ein wenig mehr Feinschliff der Gesamtpräsentation gut getan hätte. Punktabzug gibt es durch die unverschämte DLC-Politik. R-Type Final 3 Evolved ist exklusiv für PlayStation 5 erschienen. Das Test-Muster stammt von Plaion , wofür wir uns recht herzlich bedanken! Jetzt R-Type Final 3 Evolved bei WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: Raiden IV x MIKADO Remix
Eine rückwirkende Neuveröffentlichung von Raiden IV auf PlayStation und Xbox im Jahr 2023 ist sinnvoll. Kenner wissen: In Europa ist die Xbox 360-Version von Raiden IV von 2007 nie erschienen. Es ist inzwischen so viel Zeit vergangen, dass sowohl die US-amerikanische sowie japanische Retail-Version unter Sammlern begehrt ist und zu hohen Preisen gehandelt wird. Ich habe im Laufe der Jahre bestimmt Hunderte von 2D Shootern gespielt. Raumschiffballereien sind ein wichtiger Teil meines Gamer-Lebens, denn ich habe meine Teenager-Zeit viel in Arcades und mit eben solchen Spielen verbracht. Die meisten Shmups sind mir nicht in Erinnerung geblieben, zu Raiden kehre ich aber immer wieder gerne zurück. Die Serie feierte 1990 ihren Einstand, umfasst mittlerweile 6 Hauptteile und macht eigentlich nie etwas falsch. Wenn ich heute eine schnelle Portion Shoot’em Up Action brauche, liegt irgend ein Raiden Teil immer in Reichweite. Wie der Namenszusatz "MIKADO Remix" schon andeutet, handelt es sich bei Raiden IV x MIKADO Remix nicht um eine 1:1 Konvertierung. In Ehren des legendären japanischen Mikado Game Centers, eine berühmte Spielhalle, die nur ein paar Haltestellen von Shinjuku Station entfernt in einer Seitengasse in Takadanobaba, Tokyo zu finden ist, wurden arrangierte Musikstücke, ein paar moderne Features, neue Spielmodi und Schuss-Patterns und sogar zwei komplett neue Bonus-Stages hinzugefügt. Für diejenigen, die einen perfekten Durchlauf anstreben, gibt es jetzt Online-Replays von Profis und die Möglichkeit, eine bereits geschaffte Stage beliebig oft zu wiederholen. Online-Ranglisten motivieren zu Highscores. Alle, die einfach nur ein bisschen unbeschwerten Baller-Spass suchen, freuen sich bei einem Game Over über jeweils ein zusätzliches „Credit“. So kann theoretisch wirklich jeder genug Continues sammeln, um auch die letzte Stage zu besichtigen. Man ist auch nicht gezwungen, jedes Mal von vorne anzufangen. In einigen Modi darf man gar den Abschnitt neu starten, in welchem man gescheitert ist. Das macht Raiden IV x MIKADO Remix erstaunlich einsteigerfreundlich. Die Stages sind kurz, aber zahlreich, so dass das Erlernen der Schussmuster und Gegnerplatzierungen keine mühsame Aufgabe, wie in so manchem Bullet Hell Shooter, darstellt. Um einen Boss zu besiegen dauert es zwar gut und gerne mal ein oder sogar zwei Minuten, aber es gibt keine Bulletsponges und die Startwaffen, zwischen denen man zu Beginn wählen kann, fühlen sich alle von Anfang an ziemlich stark an. Mit den herumschwirrenden Upgrades werden sie nur noch mächtiger. Die beiden Bonus-Stages - Sammeln von Feen und Zerstören von Asteroiden - sorgen für Abwechslung, während das neue spielbare Schiff bzw. die Fee, die ursprünglich nur als DLC zu haben war, mit ihren eher grossen und langsamen Schüssen für ein komplett neues Spielgefühl sorgt. Die Fee spielt sich wirklich komplett anders, als die beiden Raumschifftypen und es dauert eine ganze Weile, bis man sich daran gewöhnt hat. Es ist auch möglich, zwei Schiffe mit einem Joypad zu steuern, aber das ist wohl eher ein Feature, dass nur die wenigsten gebrauchen werden. Fazit: Mit einer ganzen Reihe von neuen Modi und Features - darunter der Overkill-Modus, bei dem gezieltes Schiessen einen Punktemultiplikator erzeugt - gibt es eine Menge frischer Inhalte in Raiden IV x MIKADO Remix. Man muss sich nur klar sein, dass Raiden IV mittlerweile fast sechzehn Jahre auf dem Buckel hat und man dem Spiel sein Alter durchaus anmerkt. CGI-Intros und -Outros helfen, die allgemeine Präsentation zu verbessern. Zum Glück sind die eher kargen Hintergründe - die mit zerklüftetem Terrain beginnen, bevor sie durch die Weiten des Weltraums ersetzt werden - nie länger als ein paar Sekunden auf dem Bildschirm zu sehen, aber trotzdem ist es visuell schlechter als Raiden V. Dafür gibt es genug Inhalte, um über die grafischen Mängel hinwegzusehen. Entwickler MOSS hat sich im Wesentlichen die Zeit und Mühe genommen, ein Spiel aus der Vergangenheit neu zu interpretieren und ihm in den erforderlichen Bereichen mehr Aufmerksamkeit zu schenken, so dass es ein attraktiveres Paket für Neulinge und Veteranen gleichermassen darstellt. Der von NIS America veröffentlichte Raiden IV x MIKADO Remix erschien am 3. Februar 2023 für PC, PS5, PS4, Xbox Series und Xbox One. Auf der Switch ist es schon seit 2021 zu haben. Wir haben die Xbox Series X Version getestet. Das Test-Muster stammt von NIS America , wofür wir uns herzlich bedanken. Jetzt Raiden IV x MIKADO Remix bei WoG.ch bestellen!
- Hunter: The Reckoning – Deathwish PIllars of the Hunt Dev-Diary
Das sogenannte „Pillars of the Hunt“-Developer-Diary gibt einen frischen Einblick in das kommende First-Person-Action-RPG , das im World of Darkness-Universum spielt, also in derselben düsteren Welt wie Vampire: The Masquerade
- The(G)net Review: New Tales from the Borderlands
Wer hätte gedacht, dass Borderlands, als es 2009 auf den Markt kam, das Potential hat, die Basis für ein ausgezeichnetes, narratives Game zu sein? Wahrscheinlich nicht allzu viele Leute und nichts desto trotz hat Telltale mit Tales from the Borderlands genau das gemacht. Telltale Games existiert in seiner ursprünglichen Form nicht mehr, weshalb Gearbox, die Macher von Borderlands, den Job der Entwicklung eines Nachfolgers selbst übernommen haben. Abgesehen von kleineren und grösseren Camoes bekannter Figuren steht ein komplett neuer Cast unwilliger Helden im Mittelpunkt der Geschichte. Anu ist eine Wissenschaftlerin, die zwar für Atlas arbeitet, aber nichts mit konventionellen Waffen zu tun haben und die Galaxie mit friedfertigen Mitteln retten will. Ihr Bruder Octavio lebt auf Promethea, will reich und berühmt werden, hat aber hauptsächlich nur eine grosse Klappe. Fran betreibt einen mässig erfolgreichen Frozen Yoghurt Shop auf demselben Planeten, ist der Boss von Ock und hat seit ihrer Kindheit massive Wutprobleme. Als dann Tediore seinen Konkurrenten Atlas mit Gewalt übernehmen will, wird eine Reihe unvorhergesehener Ereignisse losgetreten. Diese Konzernübernahme vereint nicht nur unsere drei Protagonisten, sondern führt sie zu einer Kammer auf Promethea, eine Investorenshow, bei der es echte Haie gibt, jede Menge Tote und Witze am Laufmeter. Eine der Schwächen hier ist, dass es gleich drei Hauptfiguren gibt und die Gruppe sich des Öfteren aufteilt. Dadurch ist es konsequenterweise nicht einfach, allen Figuren den gleichen Tiefgang zu verleihen. Nur einer unserer Anti-Helden hat einen richtigen Charakterbogen über das ganze Spiel gesehen, wodurch die beiden Anderen zwar in den Hintergrund geraten, aber trotzdem viel Spielzeit einnehmen. Die Geschichte an sich ist auch nicht allzu spannend. Ungereimtheiten und Logiklöcher sind für mich absolut verzeihbar, solange ich gut unterhalten werde. Oft dümpelt unser Trio aber von einem Ereignis zum nächsten, ohne dass dabei einem roten Faden gefolgt wird. Absurde Dinge passieren ohne Sinn dahinter und als Spieler ist man halt irgendwie dabei. Zum Glück ist nicht alles negativ behaftet. Es ist cool, ausnahmsweise in einer Metropole und nicht immer nur in den titelgebenden Borderlands zu sein. Zu sehen, wie “normale” Leute in dieser Welt leben und womit sie ihre Zeit verbringen, ist spannend und faszinierend. Das Spiel ist, besonders für Fans des Borderlands-Universums, ein Liebesbrief in allen Belangen. Look und Feel sind unverkennbar und wurden perfekt eingefangen. Mein persönliches Highlight waren die Soldaten von Tediore, die, sobald sie aus irgendeinem Grund aufgetaucht sind, immer die Show gestohlen haben. Wer schon einmal ein Spiel der Marke Telltale gespielt hat, wird sich von der ersten Minute an heimisch fühlen. Zum grössten Teil ist man in Gespräche verwickelt, bei denen man nie weiss, welche Entscheidungen weitreichende Auswirkungen auf die kommende Ereignisse haben können. Gespickt sind diese mit regelmässigen Quick Time Events. In der Regel bedeutet ein Fehlschlag bei diesen nicht direkt ein Game Over, sondern nur, dass die Geschehnisse ein wenig anders ablaufen werden. Ein wichtiger Teil von New Tales from the Borderlands ist die Stimmung im Team und die Beziehungen der Protagonisten untereinander. Am Ende jeder der fünf Episoden werden diese Beziehungen sogar bewertet und die Wertungen wiederum haben Auswirkungen auf die Story und welches Ende man zu sehen bekommt. Es ist zwar nett, diesen Überblick zu kriegen, es nimmt dem Ganzen aber auch die Magie, wenn man für das beste Ending nur seine Prozentzahlen erhöhen will und muss. An dieser Stelle müssen wir selbstverständlich auch auf den typischen Humor à la Borderlands eingehen. Wer diesen nämlich nicht mag, wird mit dem Spiel keinen Spass haben. Sexuelle Anspielungen, Toilettenhumor und alles andere mit möglichst wenig Niveau gehören zu fast jeder Unterhaltung. Obwohl ich das eigentlich mag, wird der Bogen sogar für mich überspannt. Viele Witze werden so oft, immer und immer und immer wieder wiederholt, dass jeglicher Humor verloren geht. Wie schon gesagt gehören die Truppen von Tediore nicht dazu, denn ihre Auftritte sind kurz, wodurch Pointen kürzer und knackiger sind. Fazit: Leider ist New Tales from the Borderlands nur ein Schatten seines eigenen Vorgängers. Für Fans der Materie ist es trotzdem fast ein Pflichtkauf. Denn trotz Schwächen bei den drei Helden und der Geschichte an sich, ist es zu 100%, und dabei auch absolut unverschämt, Borderlands. Wer das mag, wird ziemlich sicher nicht enttäuscht werden. New Tales from the Borderlands gibt's für PC, PS4/5, Xbox One/Series und Nintendo Switch. Wir haben uns die Xbox Series X Version selbst gekauft und getestet.
- The(G)net Review: LEGO City Undercover (Wii-U)
Nach unzähligen LEGOlisierten Filmhits wie Batman oder Indy warteten wir vergleichsweise lange auf die nächste Klötzchen-Episode. Nun ist nach besagter Durststrecke wieder ein LEGO-Spiel in Sicht. Im Gegensatz zu den erwähnten Vorgängern finden wir uns dieses Mal nicht in der Rolle eines einschlägigen Filmhelden wieder. Mit Lego City Undercover werden buchstäblich neue Wege eingeschlagen, diesmal in der titelgebenden, pulsierenden Lego Stadt. Das Spiel ist im Gegensatz zu den linearen Vorgängern ganz auf Open World getrimmt. Im Stil von GTA bewegen wir unseren Helden über die zwei Dutzend Spielstunden hinweg durch die Lego City, welche wir vor Jahrzehnten so gerne in voller Grösse im Kinderzimmer aufgebaut hätten. Mit Abwechslung wird dabei nicht gegeizt. Unser Held Chase McCain macht es sich über die gesamte Story-Spielzeit hinweg zum Ziel, den soeben ausgebüxten Verbrecher Rex Fury dingfest zu machen. Zu diesem Zweck werden diverse Missionen abgearbeitet. Jene lassen überraschend wenig Langeweile aufkommen. Kein Vergleich zu den immer gleichen Lego Batman & Co. Spielwiesen; in der Bauklötzchen-Stadt wird Abwechslung gross geschrieben. Autofahrten, Einbrüche, Kampfeinlagen, Hopsereien und unzählige Sammeleskapaden stehen dem Spieler bevor. Selbstverständlich dürfen weiterhin Gebilde gebaut werden, einerseits um die friedliche Bau-Natur zu stillen, andererseits um in der Geschichte voran zu kommen. Untermalt wird die gelungen präsentierte Open World Spielewiese mit diversen Anspielungen auf bekannte Filme und einer durchaus unterhaltsamen Geschichte. Ist man der Story überdrüssig oder möchte einfach nur die Stadt erkunden, ist das ohne weiteres möglich. Genau wie bei der Rockstar-Konkurrenz darf man sich beliebig Zeit lassen, bis die nächste Mission angegangen wird. Ausserhalb der Story werden fleissig Objekte gesammelt, hierbei sei die spezifische Joypad Anwendung erwähnt. Den Pad-Screen gen Bildschirm gerichtet und schon erhascht der detektivische Spieler wertvolle Gegenstände. Wie bei so manchem Spiel dieser Art, sind nicht alle (oder gar die wenigsten) wirklich spielentscheidend, verlocken aber zu längeren Spielesessions. Ist man nicht gerade im Suchmodus, befindet sich stets die Stadtkarte auf dem Joypad-Display – praktisch. Andere zu entdeckende Dinge, wie beispielsweise die verschiedenen Kostüme, sind auch für den weiteren Storyfortgang unabdingbar. Durch den Kostümwechsel ergibt sich nicht nur ein schickeres Äusseres für den Hauptprotagonisten, sondern auch die damit verbundene Spezialfähigkeit. Erst mit jenen gelangen wir zu vorher unerreichbaren Plätzen. Dadurch werden zu Beginn nicht begehbare Plätzchen in der Lego-Stadt frei zugänglich. Zusätzlich müssen die verschiedenen Klamotten in den Story-Missionen kombiniert werden, um zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen. Das alles mag sich komplex anhören, ist es aber nicht. Lego City ist zwar um ein vielfaches interessanter und freier als seine Vorgänger, richtet sich aber nach wie vor ganz klar an ein jüngeres Publikum. Ersichtlich wird dies am eindrucksvollsten im äusserst moderaten Schwierigkeitsgrad, bis auf einige Kameraproblematik bedingten Jump’n Run Hürden, fanden wir uns weder beim Fahren noch bei Kämpfen vor ernsthafte Probleme gestellt. Technisch überzeugt das Videospiel im LEGO-Gewand erneut, beeindruckt aber selten. Einige Grafik-Problemchen wie stellenweise vorhandenes Geflimmer fallen zwar auf, aber nicht zu sehr ins Gewicht. Die bereits erwähnten Kameramakel schon eher. Bei den mannigfaltig vorhandenen Fahrzeugen fehlt leider durchgehend ein überzeugendes Geschwindigkeitsgefühl. Umso mehr hat man Zeit, sich die in ihrer Art einzigartige Lego-Gebäude und Naturkulisse in der Umgebung anzusehen. Die Soundkulisse passt jeweils zur Umgebung und die Sprecher überzeugen; auch in der deutschen Version. Die Ladezeiten passen sich übrigens dem Geschwindigkeitsgefühl an – eher zu langsam als zu schnell. Fazit: Objektiv bewertet handelt es sich bei LEGO City Undercover um ein gutes Spiel, welches aber nie den Schritt zum Top-Titel zu gehen vermag. Dank vielen Sammeleinlagen, 'Open World'-typischen Minispielen und einer witzig präsentierten Story zählt die Undercover-Mission dennoch zu einem der besten WiiU Spiele der letzten Monate. Leider ist dieses Prädikat zurzeit ziemlich nichtssagend, da ansonsten kaum Titel erschienen sind. Somit dürfen Software ausgehungerte WiiU Besitzer ohne weitere Konsolen und Fans der Lego Franchise ohne Zögern zugreifen. Alle anderen machen sich bewusst, dass es sich hier immer noch um ein für jüngere Videospieler produziertes Game handelt. Ich freue mich derweil auf GTA V, Open World ganz ohne Bauklötze.
- The(G)net Review: LEGO Batman 3 : Jenseits von Gotham
In "Lego Batman 3: Jenseits von Gotham" verbündet sich der dunkle LEGO Ritter mit anderen Bewohnern des DC Universums um die kunterbunte Lego-Welt erneut vor dem Bösen zu retten. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Mit "LEGO Batman 3: Jenseits von Gotham" erscheint das dritte LEGO-Game in diesem Jahr, diesmal angeführt von Batman und seinen unzähligen DC Kollegen, die es nach zwei Abenteuern in Gotham nun ins Weltall verschlägt um dort gegen den Bösewicht Brainiac zu kämpfen. Mit der Kraft des Rings von Green Lantern schrumpft Brianiac Städte und Welten um diese in seine Sammlung von Miniaturlandschaften aufzunehmen. Er hat schon eine beträchtliche Anzahl von kleinen Welten quer durch das Universum angehäuft und hat es nun auf unseren Planeten abgesehen. Die mächtigsten Superhelden und verschlagensten Villains der Erde müssen nun ihre Kräfte vereinen um diese ultimative Gefahr abzuwenden. Dies alles geschieht nach dem altbewährten Rezept der LEGO-Spiele. Wir rennen durch etwas mehr als ein Dutzend bunt gestaltete Level, schlagen alles kurz und klein, zerlegen Gegner in ihre Bausteine, meistern Geschicklichkeitsaufgaben und lösen kleine Schalterräsel. Wie üblich verfügen die knapp 150 Spielfiguren, die wir nach und nach freischalten, über verschiedene Fähigkeiten, welche allesamt genutzt werden müssen um die Level bis in die hintersten Ecken zu erforschen. Zum Beispiel können sich nur Figuren mit Laserwaffe durch die oft auftauchenden, goldenen Blöcke schneiden und gewisse Abschnitte sind nur mit fliegenden Helden zu erreichen. Wie wir es von anderen LEGO-Batman-Spielen kennen, ist nicht immer nur die Figur entscheidend mit der wir einen Level in Angriff nehmen, sondern es kommt auch oft auf das entsprechende Kostüm an, welches dem Helden erst die Superkräfte verleiht. Das Gameplay ist sehr einfach gehalten und nach einer kurzen Eingewöhnungszeit können Kostüme oder Fähigkeiten blind benutzt und angewandt werden. Natürlich begegnen wir auch im LEGO-Universum regelmässig einfallsreichen Endgegnern, die es zu besiegen gilt. Wie wir das ebenfalls von LEGO-Spielen her kennen, sind diese meist sehr schnell bezwungen, sobald der Spieler den Dreh raus hat. LEGO Batman 3 stellt zu keiner Zeit eine Herausforderung dar und so werden auch Anfänger ihren Spass mit dem Titel haben. Aufgelockert wird das bekannte Gameplay durch kleine Zwischenabschnitte wie zum Beispiel einer Shootersquenz, in der wir in bester Sidescroller-Manier umherfliegen und Gegner abballern, dass die Klötze uns nur so um die Ohren fliegen. Diese Einlagen gefallen besonders, wenn wir z.B. Wonder Woman fliegen lassen und dabei der Wonder Woman Theme Song erklingt. Fan-Service pur! Anders als bei den Vorgängern fehlt dieses mal die Sandbox Komponete, die es erlaubt hat uns in Gotham frei zu bewegen. Dafür stehen uns nun verschiedene Planeten zur Auswahl, welche wir erforschen können. Ausserdem führen uns einige Missionen nicht nur ins Weltall, sondern lassen uns zum Beispiel das geschrumpfte London bereisen und erkunden. Was das Spiel aber vor allem auszeichnet ist der tolle Lego-Humor der jederzeit liebevoll in Szene gesetzt wird. So lassen uns Szenen wie Superman, der wegen eines langsamen Kellners zu spät kommt, oder das mehrfache Erscheinen von Adam West und der Batman-Crew aus den 60 Jahren oder der Bat-Cow, mehr als einmal schmunzeln. Adam West spricht sich in der Englischen Fassung übrigens selbst! "Batman 3: Jenseints von Gotham" bietet nicht wirklich etwas Neues, dennoch erwarten uns viele Stunden lustiger Unterhaltung mit liebvoll animierten Charakteren und toller Synchronisation. Vor allem die Liebe zum Detail verleiht dem Titel etwas besonderes und regt den Spieler an mehr und mehr vom Spiel zu erkunden. Fazit: Simples Gameplay, gemischt mit lockerer Unterhaltung und einer Prise tollen Humor versprechen für Jung und Alt ein kurzweiliges Spielvergnügen, vor allem im Zweispielermodus. Ein bisschen Schade allerdings, dass sich die LEGO-Franchise noch nicht so richtig traut von ihrem gewohnten Ross zu springen und wir darum grosse Innovationen oder Neuerungen vergeblich suchen. Die Entwickler fahren ganz nach dem Motto "Altbewährtes rostet nicht" und somit erhalten wir das, was wir von anderen LEGO-Spielen bereits kennen und erwarten; Solide Unterhaltung ohne grosse Überraschungen und Neuerungen, Spielspass für die ganze Familie, viel Liebe zum Detail und viele humorvollen Einlagen.
- The(G)net Review: Destroy All Humans! 2 Reprobed
Es ist zehn Jahre her, dass die Erde von den Furonen besucht wurde, was in Destroy All Humans! für ordentlich Chaos gesorgt hat. In diesen zehn Jahren herrschte relativer Frieden auf dem Globus. Das Cryptosporidium in seinem 138. geklonten Körper sitzt im Oval Office des Weissen Hauses und das Furon-Mutterschiff mit seinem neurotischen Verbindungsoffizier Orthopox im Orbit. Kurz gesagt befinden wir uns in der Idylle der späten 60er Jahre. Das heisst, bis sich die Sowjetunion einmischt und Crypto keine andere Wahl hat, als sich erneut den Blaster zu schnappen und alle Menschen ein zweites Mal zu vernichten! Die Fortsetzung des gelungenen Destroy All Humans! Remake unterscheidet sich vom Erstling nur minim, abgesehen von ein paar kleineren Gameplay-Mechaniken, das zeitgemässe Setting und die damit zusammenhängende Satire. Die Anspielungen auf UFOs, Area 51 und den Roswell-Zwischenfall sind verschwunden, es dominieren Themen wie der Kalte Krieg, Ninjas, die Hippie-Bewegung oder James Bond-Filme. Schon bald treffen wir auf die absurd verführerische Natalya, die einst in den Diensten des russischen KGB stand und gemeinsam mit dem Busenwunder machen wir uns auf den Weg durch die ganze Welt (und darüber hinaus), um die verrottete UdSSR von der Erdfläche zu tilgen. Ja, das ist 2022 alles politisch total unkorrekt und total gut so! Hier schreit kein Hahn danach, wenn wir mit Natalya sexistische Gespräche führen, ein paar hundert Menschen entführen und dabei Dutzende Gehirne entnehmen. Wem der Humor im ersten Spiel gefallen hat, wird ihn auch in Destroy All Humans! 2 wieder zu schätzen wissen. Destroy All Humans! 2 ist ein sehr gesprächiges Spiel, das für seinen Sarkasmus, Witz und popkulturelle Referenz bekannt ist. Das Gameplay hat sich seit dem ersten Teil nur wenig verändert. Crypto ist wieder einmal mit einer Reihe von mehr oder weniger bizarren Waffen ausgestattet: vom konventionellen Elektroschock-Wurfblaster, über die sadistische Morddrohne, bis hin zur beliebten Analsonde, die fies in die Hinterteile von KGB-Agenten und russischen Babuschkas eindringt. Mit der fantastischen Kombination aus Lock-on-System, Jetpack und Anti-Schwerkraft-Skates ist es ebenso einfach wie spassig, ein Ballett der Zerstörung zu entfesseln, von dem sich moderne Actionspiele gerne eine Scheibe abschneiden dürfen. Die Steuerung ist absolut funktional und modern. Einmal mehr zeigen die Entwickler von Black Forest Games, dass Remasters durchaus mit viel Gespür für das Ausgangsmaterial, aber auch mit Erfindungsreichtum und Modernisierungen erstellt werden können. Die Grafik ist erstklassig. Dass das Spiel nicht mehr für die "alte" Konsolengeneration erscheint (PS4/Xbox One) zahlt sich aus und war eine gute Entscheidung. Wenn du in der japanischen Metropole einen epischen Kampf mit einer radioaktiven Echse von der Grösse eines Fertighauses namens "Kojira" entfachst, ist das ein visuell atemberaubendes Spektakel. Ich würde mich nicht scheuen zu sagen, dass dieser Abschluss des dritten Aktes die bisher beste Actionsequenz ist, die ich in diesem Jahr gespielt habe. Der riesige Godzilla zermalmt Panzer unter seinen Klauen, du fliehst im Zickzack vor einem tödlichen Laserstrahl, der Gebäude in zwei Hälften schneidet, überall gibt es Rauch, Gebrüll, Feuer und Cryptos wahnwitzige Sprüche. Der zweite Teil von Destroy All Humans! hebt die unermessliche Zerstörung (und den damit verbundenen Spass) tatsächlich auf die nächste Stufe. Diesmal blicken wir sogar über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus - nach England, Japan, Russland und schliesslich zum Mond. Die Schauplätze sind zwar nicht übermässig gross, dafür fallen die liebevollen Details und bekannten Sehenswürdigkeiten umso mehr auf. In Japan warten beispielsweise blühende Sakura-Bäume und ein Turm, der stark an den Tokyo Tower erinnert. In einem nahe gelegenen Park gibt's ein Dorf mit traditionellen japanischen Häusern, einer mittelalterlichen Burg mit buddhistischem Kloster und der Mount Fuji ragt in der Ferne empor. Kurz gesagt, jeder Level hat seinen eigenen Stil und eine erstklassige Atmosphäre. Natürlich gibt es auch eine Handvoll Sammelgegenstände, optionale Quests, freischaltbare Kostüme und anderen, mittlerweile üblichen Open-World-Firlefanz. Im Vergleich zu modernen Produktionen sind die glücklicherweise überschaubar und eher kleine Leckerbissen zwischen den Missionen, als langweiliges Füllmaterial, auch wenn sich die eine oder andere Aktivität wiederholt. Cryptos fliegende Untertasse taucht auch in Destroy All Humans! 2 wieder auf, und obwohl ich denke, dass sie in den Missionen besser eingesetzt werden könnte und sich sehr gewöhnungsbedürftig steuert, lohnt es sich, einfach nur zum Spass einzusteigen, um eine Stadt dem Erdboden gleich zu machen. Wenn ganze Wolkenkratzer in sich zusammenfallen, sieht das schon ziemlich fett aus. Begleitet wird das abstruse Treiben von den befriedigenden Schreien der Menschen, die man selbstverständlich wieder via Beamstrahl entführen darf, um sie im DNA-Mixer des hauseigenen Alien-Labors zu Upgrades zu verarbeiten. So zeigt man den Primaten schon bald, wer die dominante Spezies auf der Erde ist! Leider hat auch dieses Spiel ein paar Mankos. Ab und zu tauchen Infiltrationsmissionen auf, die nicht nur langweilig sind, sondern auch mechanisch nicht sauber funktionieren. Abgesehen davon, dass Crypto sich in jeden Menschen verwandeln kann, verfügt er auch über ein paar übersinnliche Fähigkeiten, die theoretisch für Schleichmissionen sehr nützlich sein könnten. Er kann Amnesie hervorrufen, die Gedanken einer Person lesen, alle um ihn herum mit einem telekinetischen Blitz blenden oder das Gehirn einer Person spektakulär aus der Schädelhöhle katapultieren. In einigen Missionen müssen wir einen Hippie, Polizisten oder Soldaten übernehmen, womit wir uns idealerweise ungesehen an verschiedene verbotene Orte schleichen. Theoretisch. Das gesamte Arsenal an telepathischen Manipulationen sind in menschlicher Form aber nicht verfügbar. Also ist es einfacher und zeitsparender einfach auf sein Ziel zuzustürmen, ungeachtet der Alarme und Schüsse. Denn wenn unser Wirt getötet wird, ist es eine Sache von Sekunden, einen neuen Homo Sapiens zu übernehmen, und das darauf folgende Chaos zu geniessen, was einfach viel mehr Spass macht als die Schmach, durch Seitenstrassen zu schleichen. Du bist ja schliesslich ein verdammtes ausserirdisches Wesen mit enormer Zerstörungskraft und dem Willen, die Menschheit zu vernichten! Infiltrationsmissionen sind dahingehend weder herausfordernd noch besonders lustig, zumindest nicht, wenn man dem vorgegebenen Schema folgt. So sehr sich Destroy All Humans! 2 wie ein durch und durch modernes Spiel anfühlt, ist es leider nicht ohne technische Schwächen. Gut, das ist mittlerweile leider Standard bei neuen Games und somit durchaus "modern" (LOL). Aber wenn der Sound in manchen Zwischensequenzen ausfällt, Sätze sich in Gesprächen wiederholen oder gleich ganz verschluckt werden oder NPC-Fahrzeuge durch Gebäude und andere Autos fahren, reisst mich das vollkommen aus dem Flow. Mehrere Male musste ich den letzten Checkpoint laden, weil ein Skript nicht triggerte und es unmöglich war, die Mission fortzusetzen. Auch von gelegentlichen Crashes war ich nicht gefeit. Patches werden es in Zukunft richten müssen. Fazit: Destroy All Humans! 2 ist trotz seiner Defizite eine Blaupause dafür, wie ein gelungenes Remake auszusehen hat. Crypto stiftet im zweiten Teil in einem hübscheren grafischen Gewand an noch beeindruckenderen und interessanteren Orten wüstes Chaos und derbe Zerstörung. Und auch wenn das Spiel von technischen Unzugänglichkeiten geplagt wird und das Missionsdesign, wie auch die Open World selbst, ihr hohes Alter durchaus offenbaren, macht es mir persönlich immer noch einen riesen Spass, mit dem kleinen Fiesling (und Natalya) um die Häuser zu ziehen. Ein spielerisch und optisches Upgrade, das sich sehen lassen kann. Destroy All Humans! 2 Reprobed ist ab sofort für Playstation 5, Xbox Series X|S und PC erhältlich. Dank THQ Nordic durften wird das Spiel vor Release auf einer Xbox Series X testen. Vielen Dank dafür!
- The(G)net Review: Fire Emblem Warriors: Three Hopes
geisterhaftes Wesen namens Arval, gewährt euch eine zweite Chance und schickt euch zurück in die Welt der Lebenden
- The(G)net Review: Cuphead: The Delicious Last Course
Cuphead und Mugman sind zurück. Knapp 5 Jahre ist es her, seit wir das letzte Mal im kunterbunten Cuphead-Universum dicken Kanzlern den Hintern versohlt haben. Als Extrabeilage zum leckeren letzten Menu Gang bringt das Baller-Duo als dritten Charakter Ms. Chalice mit und zusammen geben sie insgesamt 12 dicken Bossen Saures. Guten Appetit! Der Delicious Last Course ist kein eigenständiger DLC, ohne Hauptspiel geht gar nix. Ihr müsst jedoch nicht den letzten Endgegner besiegt haben. Es reicht vollkommen, wenn ihr das erste Run&Gun Level und die erste Mausoleum-Herausforderung des Originals absolviert habt. Ab dann steht euch das Add On offen, müsst aber auf sämtliche Charms und Waffen verzichten, die im Main Game nicht eingesackt wurden. Wer das Spiel zuvor schon durchgespielt hat ist ganz klar im Vorteil und verfügt über ein breiteres Waffenarsenal als die Cuphead-Neulinge. Kurz mit dem Fährmann gequatscht und schon schippert uns der Seefahrer zur neusten Insel. Im Gegensatz zum dicken Vorgänger müssen wir beim DLC auf Sidescroll-Levels verzichten. Wir bekämpfen exklusiv 6 neue Obermotze und können uns nochmals mit 6 weitere Dickwansten optional messen, wobei bei den Letzteren auf jegliche Knarren verzichtet wird und wir nur mit der Parry-Fähigkeit die Fieslinge besiegen können. Widmen wir uns kurz dem Neuzugang; Ms. Calice ist kein simpler Assetflip im Frauenkostüm, sondern bringt ihr eigenes Skillset mit. Die junge Dame beherrscht im Gegensatz zu den Cuphead Herren einen Doublejump, pariert mit einem flotten Dash, rutscht elegant mit dem Slide unter den feindlichen Geschossen durch und bringt von Haus aus bereits 4 Hitpoints mit, während die beiden Jungs immer noch mit 3 Lebenspunkten ausgestattet sind. Wollt ihr Ms. Chalice anwählen, geht das auf die Kosten eines Charm Slots, denn Cuphead oder Mugman müssen sich mit dem Ms. Chalice Medallion ausrüsten, ansonsten taucht die gute Dame nicht auf. In gewissen Abschnitten oder beim Besiegen der 6 Parry-Bosse sammeln wir wertvolle Goldmünzen ein, die wir beim Händler bzw. dem Schwein unseres Vertrauens gegen drei neue Waffen und zwei hinzugefügte Charms einlösen. Bei den normalen Bossen gibt es keine Gewinnbeteiligung. Meistens zerpflückt ihr die mehrstufigen Endgegner mit eurer Knarre, dürft aber wie schon bei der Vollversion auch einen kleinen Abstecher in das Shmup-Genre unternehmen, düst im flinken Doppeldecker durch die Lüfte und holt die fliegende Schurken vom Himmel. Je nach Erfahrungs- und Geschicklichkeitslevel dauert der DLC zwischen 5 bis 8 Stunden. Fazit: Cuphead kann man hassen oder lieben. Die meisten scheiterten an dem unanständig hohen Schwierigkeitsgrad und der DLC führt diese Tradition ohne Kompromisse fort. Wer nicht die nötige Geduld und Skills mitbringt sollte es sich gut überlegen, ob man sich den Zusatz gönnen will. Auch The Delicous Last Course kennt keine Gnade. Wo andere mit ihrem Endboss aufhören, fängt Cuphead erst an. Volle Konzentration und schnelle Reaktion sind ein Muss und selbst als abgebrühter Videospieltester kam ich des Öfteren ins Straucheln. Entwickler MDHR weiss ganz genau, wo sie für Profis die Schrauben anziehen müssen, damit es nicht langweilig wird. Man kann zwar die Bosspatterns auswendig lernen, aber meistens werden die bei jedem neuem Versuch durcheinandergewürfelt. Eine sattelfeste Strategie gibt es deshalb selten, man muss sich voll auf seine Fähigkeiten verlassen und ständig auf Zack sein. Umso grösser ist die Freude, wenn ein dicker Lümmel in die Schranken verwiesen wurde und es zum nächsten Boss geht. Der DLC steht in Sachen Qualität dem Original in nichts nach und agiert auf dem selben, hohen spielerischen Niveau. Ms. Chalice ist nicht nur ein ausgleichender Zusatz, sondern spielt sich dank den unterschiedlichen Skills anders als ihr Cousins. Da lohnt es sich sogar nochmals das Main Game durchzuspielen. Schade finde ich nur, dass keine neuen Run & Gun-Abschnitte implementiert wurden, waren diese doch eine willkommene Auflockerung zur ewigen Bossplätterei. Hardcorefans können bedenkenlos zugreifen. Wer sich aber schon beim Original schwer tat, wird auch mit The Delicous Last Course nicht glücklich werden. Wir haben Cuphead: The Delicious Last Course auf PS5 gespielt. Das Test-Muster haben wir uns selbst besorgt. Natürlich gibt's das Add-On auch für PC, Xbox One, PS4, Xbox Series X|S und Switch. Jetzt Cuphead bei WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: Mario Strikers: Battle League Football
Normalerweise gilt beim Fussball: Ein Spiel dauert 90 Minuten und das Runde muss ins Eckige. Wenn aber Mario und seine Bande das Feld betreten, wird auf jede Regel gepfiffen - und auf den Schiri sowieso. Rund 15 Jahre ist es her, dass Nintendos Hausklempner in Mario Strikers Charged (damals auf der Wii) mit unorthodoxen Methoden den grünen Rasen unsicher machte. Und auch diesmal hat das hüpffreudige Nintendo Maskottchen ein paar Kollegen mitgebracht. Bevor wir uns aber unter anderem mit Wario, Donkey Kong , Yoshi oder Peach chaotische Matches liefern, ist das halbstündige Tutorial für siegreiche Auseinandersetzungen Plicht. In 8 Lektionen verklickert uns ein Trainingsroboter namens Futbot sämtliche Tricks, Kniffe und Powermoves. Zu Beginn lernen wir Grundlagen wie einfaches Schiessen, und Passen, und defensive Taktiken wie Reingrätschen oder Ausweichen. Mit gestrecktem Bein haut Mario sein Gegenüber auf den Rasen oder weicht mit einem behänden Schlenker dem feindlichen Angriff aus. Sowohl Schiessen wie auch Reingrätschen gibt es in zwei Versionen. Sobald wir die Taste länger halten, wird der Schuss oder die Defensivattacke geladen und wir erhöhen so unsere Chancen auf ein Tor oder siegreichen Tackle. Haben wir das Prinzip kapiert, wird es erst richtig lustig. Je nach Punktestand fallen in unregelmässiger Reihenfolge Fragezeichenwürfel aufs Spielfeld. Darin verbergen sich alte Bekannte wie der grüne oder rote Schildkrötenpanzer, mit denen wir gegnerische Spieler temporär ausknocken oder wir schmeissen eine Bananenschale auf den Rasen und hoffen, dass einer der Kontrahenten ausrutscht. Fliegenpilze verleihen uns einen kurzen Speedboost und der goldene Stern macht uns für ein paar Sekunden unverwundbar. In seltenen Fällen erscheint ein golden pulsierender Orb auf dem Spielfeld. Wird dieser eingesammelt, werden alle 4 Teammitglieder für etwa 15 Sekunden gecharged und es besteht die Möglichkeit einen desaströsen Hyperstrike in Richtung gegnerisches Tor zu senden. Sobald wir einen Chargeshot geladen haben, erscheint eine kleine Leiste, in der man bestmöglich den grünen Bereich treffen muss. Gelingt das Kunststück, wird mit einer kurzen Animationssequenz ein unhaltbarer Megaschuss losgelassen und der sichert uns sogar 2 Torpunkte für den Spielstand. Die letzten beiden Lektionen, bevor ihr euch an das erste echte Match wagt, beinhalten fortgeschrittene Techniken wie Schuss-Cancel, perfektes Passen, getimtes Ausweichen oder den witzigen Team Tackle, wo ich einen meiner Mitspieler ramme und den Gegner hinter ihm auch gleich noch mitnehme. Nach dem Training wird es endlich Zeit unser Können auf die Probe zu stellen. Im Quick Battle dürfen 1 bis 2 Spieler on- oder offline gegeneinander - oder gegen die CPU - antreten und Parameter wie Spielzeit, Schwierigkeitsgrad und Tag oder Nacht-Setting bestimmt werden. Wollen wir keine Items oder Hyper Orbs, können wir diese auch ausschalten. Danach wird eure Vierertruppe aus zehn Nintendo Charakteren inklusive übersichtlicher Skill Statistik ausgewählt. Mario ist ein solider Allrounder, Yoshi ein Ass bei Schüssen Richtung Tor, Bowser rammt jeden in Grund und Boden und der schlaksige Waluigi ist ein wenig schneller als der Rest der Truppe. Haben wir uns noch für eine passende Trikotfarbe und eines der 5 Stadien entschieden, geht es los. Die Matches dauern je nach Wahl 3 bis 10 Minuten und kommen ohne Schiedsrichter aus. Und das ist auch gewollt, denn in Mario Strikers wird mehr gefoult, als in einem Schweizer Grümpelturnier. Euer Fussball Quartett wird bis auf den Hauptspieler autonom gesteuert, jeder kann aber per Druck auf die linke Schultertaste übernommen werden. Auf euren Torwart habt ihr keinen Einfluss und Nintendo selbst versichert uns im internen Game Guide, das der Goalie weiss was er tut. Nach den ersten paar Matches gibt es je nach Performance eine magere bis kleine Gewinnausschüttung in Form von Goldmünzen. Mit denen besuchen wir den Shop und kleiden unseren Wunschcharakter mit neuen Ausrüstungsteilen wie Helm, Handschuhe, Brustpanzer und Sneakers ein. Jeder dieser Zusätze lässt unseren Spieler nicht nur fescher aussehen sondern erhöht ein bis zwei eurer insgesamt 5 Attribute wie Speed, Stärke, Passen, Schiessen oder Technik. Wer keine Lust auf ein schnelles Match hat und mehr Münzen abgreifen will, startet in die Cup Battles. Insgesamt 6 Turniere müssen hier gewonnen werden, damit man sich "unangefochtener Fussballmeister" nennen darf, wobei die Stärke der gegnerischen CPU stets zunimmt. Wem das alles immer noch nicht genug ist, tritt dem Strikers Club bei. Habt ihr euch für ein Team entschieden, könnt ihr dort im Ligamodus eine ganze Saison gegen andere Onlinefussballer spielen. Fazit: Mario's letzte beiden Auftritte in Mario Party Superstars und Mario Golf: Super Rush waren meiner Meinung nach eher durchwachsen und konnten mich nicht wirklich langfristig überzeugen. Zu lieblos waren diese Umsetzungen, also lag meine erneute Hoffnung auf Mario Strikers: Battle League. Und ich wurde nicht enttäuscht! Nintendos Action Fussball ist witzig, frisch und lässt keine Zeit zum Luftholen. Die ersten beiden Matches wurde ich von der CPU gnadenlos rasiert. 7:2 und 6:1 waren vernichtende Niederlagen. Im dritten Anlauf schickte ich dank Hyper Striker und ein wenig Glück das gegnerische Team mit 5:3 nach Hause. Nach ein paar weiteren Spielen wollte ich dann die grosse Welt sehen und versuchte mich online gegen zahlreiche Konkurrenten rund um den Globus, um nur kurz danach wieder gegen die CPU zu üben. Denn Mario Strikers mag putzig und simpel aussehen, im gametechnischen Bereich überzeugt das Spiel mit erstaunlich viel Tiefgang. Die Matches können schweisstreibend sein, auch wenn sie nur ein paar Minuten dauern. Und hat man einmal eine Chance auf einen Hyper Shot, steigt der Adrenalinspiegel in schwindelerregende Höhen. Wie schon bei Switch Sports erwähnt bin ich kein Fan von FIFA und Co., doch solche absurden Spielereien wie bei Mario Strikers gefallen mir. Für Singleplayer mag das Ganze nach einer gewissen Zeit seinen Reiz verlieren, insofern man nicht einer Liga beitritt. Da hätte vielleicht ein kleiner Online Challenge Modus mit Minigames nicht geschadet. Im Mehrspielerbereich verspricht Mario Strikers: Battle League aber lustige Spieleabende und böse Blicke, wenn man in den letzten Sekunden mithilfe eines erfolgreichen Hyperstrikes denn Sieg nach Hause trägt. Mario Strikers: Battle League Football gibt's exklusiv für Nintendo Switch. Das Test-Muster stammt von Nintendo , wofür wir uns herzlich bedanken! Jetzt Mario Strikers: Battle League Football bei WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: Lost Judgment - The Kaito Files
Nach seinem fulminanten zweiten Auftritt ( Test hier ) nimmt sich Privatdetektiv Yagami eine verdiente Auszeit. Masahuru Kaito, sein Sidekick und der Mann fürs Grobe, der uns konstant als unterhaltsamer NPC im Main Game begleitete, übernimmt im neuen DLC die Geschäfte und stolpert gleich zu Beginn in ein Netz voller Lügen, Hinterlist und bizarrer Wendungen. Unserem kantigen Privatkriminologen wird nach einem starken Intro von einem verzweifelten Witwer ein lukrativer Job angeboten. Sollte er eine vermisste Frau finden, die seit 10 Jahren verschollen ist, winken ihm dicke 32 Millionen Yen als Belohnung. Wie es der Zufall will, handelt es sich um Kaito's Exgeliebte Mikiko, deren Beziehung wegen alter Yakuza Geschäfte in die Brüche ging. Nach anfänglichem Zögern nimmt Kaito den Auftrag an und schlittert in eine wahnwitzige Story, wo nichts ist, wie es scheint. In dem knapp 5-stündigen DLC folgen wir Kaito durch den fiktiven, japanischen Stadtteil Kamurocho. Von Haus aus verfügt Kaito über extrasensorische Fähigkeiten. So ist er nicht nur ein aufmerksamer Beobachter, sondern hat auch ein exzellentes Gehör und ein sehr sensibles Riechorgan. Beides setzen wir im im Focus Modus unabhängig voneinander ein, um unsere Umgebung auf zunächst nicht offensichtliche Hinweise zu durchsuchen oder auch um Extra Items zu entdecken. Der sympathische Haudegen kann aber auch gehörig zulangen. Ausgestattet mit zwei unterschiedlichen Kampfstilen nimmt er zahlreiche Strassenganoven und Strauchdiebe in die Mangel. Anfänglich ist Kaito's Repertoire begrenzt. Sobald wir aber ein paar SP-Punkte eingeheimst haben, die wir bei Missionsabschlüssen und Kämpfen erhalten, werden jene, wie schon zuvor bei der Hauptstory, direkt über unser Smartphone in den umfangreichen Skill Tree gepumpt. Nebst neuen Schlägen, Griffen und Angriffstaktiken, können wir auch unsere Lebensenergie erhöhen, unsere animalischen Grundinstinkte verbessern oder sogar Knarren schwingende Gangster entwaffnen. Diese Mechaniken sind bereits aus den vorherigen Yakuza Teilen bekannt, wurden aber mit neuen Ideen aufgepeppt. Auch wenn der DLC natürlich nicht so gross ausfällt wie das Hauptspiel, gibt es eine stattliche Anzahl an Nebentätigkeiten, wie Baseball Training, ein halbes Dutzend Spielhallen mit Oldies wie Sonic The Fighters, Virtua Figher 5, Space Harrier oder Fighting Vipers. Dart Automaten sind vereinzelt in kleinen Kneipen anzutreffen. Nebenmission wie in Lost Judgment gibt es keine. Dafür dürfen abenteuerlustige Detektive den Stadtteil nach Emblemen und Memorypoints durchsuchen, die weitere Skills freischalten und wer alles komplettiert, wird mit einem geheimen Endboss belohnt. Besitzer der Ultimate Version bekommen den DLC umsonst. Alle anderen müssen CHF 32.- für die Kaito Files hinblättern. Fazit: Toller DLC! Kaito war mir schon bei der Vollversion stets ein willkommener NPC Gast und natürlich freute ich mich, dass er nun endlich seine eigene, kleine Nebenstory durchgewunken bekam. Über die Technik muss ich mich nicht mehr auslassen, ich schliesse mich einfach Sascha's Meinung an. Eine sehr saubere Sache aus dem Hause Sega. Das einzige, was mich an den Kaito Files gestört hat, ist der Umfang. Kaum war ich warm mit dem Gameplay, war der Spass schon wieder vorbei. Knappe 5 Stunden und dann liefen schon die Credits. Schade, denn ich hätte gerne noch mal ein paar Kapitel mit Kaito durchgeprügelt. Da bleibt nur zu hoffen, dass er im 3. Teil von Judgment als einer der Hauptcharaktere auftritt oder sogar seinen eigenen Ableger bekommt. Verdient hätte er es. Lost Judgment - The Kaito Files ist ein Standalone DLC. Unser Testbericht basiert auf der Playstation 5 Version. Das Test-Muster stammt von SEGA , wofür wir uns herzlich bedanken. Jetzt Lost Judgment bei WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: Puzzle Bobble 3D: Vacation Odyssey
Zum 35. Jubiläum der legendären Bubble Bobble Serie wechselt Taito von 2D erstmals in 3D, samt optionaler VR-Unterstützung. Kann das Blasen Duo Bub und Bob auch im dreidimensionalem Raum überzeugen? Als anno 1986 Bubble Bobble bzw. später Puzzle Bobble (Bust-a-Move) in allen Spielhallen (und auf diversen Heimcomputern und Konsolen) erschien, was es instant ein Megahit. Das simple Spielprinzip war einfach zu erlernen, aber schwer zu meistern und spülte als netten Nebeneffekt massig Asche auf das Firmenkonto des japanischen Softwareveteranen. Das Upgrade in die nächste Dimension kommt mit satten 100 Levels. Ein Tutorial gibt es in Comicform, wo alle Mechaniken und unterschiedlichen Spezialblasen in bunten Bildern erklärt werden. Mit einer schicken Blasenknarre schiesst unser Duo wie gewohnt unterschiedlich farbige Bubbles auf die geometrischen Kreationen. Zu Beginn gestaltet sich das Ganze einfach und die Aufgabe ist simpel: Zerstöre alle bunten Blasen bevor das Bubblemagazin leer ist oder der Timer abläuft. Treffen sich mindestens drei Blasen der gleichen Farbe, ploppen die Bubbles weg, bis ihr am Schluss einen neutralen Kern freilegt und nach dessen Abschuss das Level beendet. Der Haken an der Sache ist, dass sich nach jedem Schuss die Blasenkreation dreht. So kann es sein, dass eure nächste Blase nicht die korrekte Farbe hat. Deshalb kann per Knopfdruck die aktuelle Blase mit der nächsten ausgetauscht werden (der sogenannte Bubbleswap). Mutige Spieler können die Blasen auch am Boden abprallen lassen und hoffen, dass sich das Risiko auszahlt und eine der nicht sichtbaren, hinteren Reihen eliminiert werden. Nach jedem Levelabschluss schüttet Taito je nach Punktezahl 4, 7 oder sogar 10 Goldtaler in die digitale Geldbörse. Ab 100 Münzen dürfen im Game-internen Mini-Shop drei unterschiedliche Hilfsmittel gekauft werden. Die Bombenblase zerfetzt umliegende Bubbles, die Regenbogenkugel färbt die getroffene Reihe in die gewünschte Farbe und mit der Drehblase lässt sich die Blasenstruktur in die gewünschte Position ausrichten. Aber aufgepasst! Die Items werden nach dem ersten Kauf nicht wieder aufgefüllt, sondern schlagen mit 20 Münzen pro Ball zu Buche. In den späteren Levels steigt der Schwierigkeitsgrad zackig und zu aller Hektik bewegen sich die Blasen im Raum. Nach und nach werden auch neue Spielelemente, wie toxische Blasen, die bei ungewolltem Abschuss 3 Runden lang keinen Blasenswap zulassen, eingeführt. Eine Blockbarriere verhindert direktes Schiessen oder die Plusbubbles schenken euch 3 weitere Spielzüge. Neben dem Story Modus, bietet Bubble Bobble 3D: Vacation Odyssey noch einen Duel Modus, in dem ihr random gegen einen zufälligen Onlinespieler antretet oder direkt an eure Freunde eine Einladung für ein kurzes Match versenden könnt. Im Infinity Modus gilt es Blasen abzuschiessen, bevor diese ein Portal am oberen Bildrand erreichen. Wer eine PSVR rumliegen hat, kriegt einen netten 3D Effekt serviert, der aber am Gameplay nichts ändert. Fazit: Ich war wieder mal sehr skeptisch, denn von Taito kann man vom Totalausfall bis Megakracher alles erwarten. Zwar ist Bubble Bobble 3D: Vacation Odyssey weder das erste noch das letztere, aber ich kann schon mal Entwarnung geben. Der neuste Ausflug der Blasenbrüder hielt mich länger am Bildschirm, als ich gedacht hatte. Die ersten Levels sind noch ein wenig Aufwärmphase für die kommenden Brocken, denn ab Level 15 geht der Schwierigkeitsgrad steil nach oben. Besonders die Levels mit Zeitlimit kombinieren Stress mit Hektik, so dass sich bei jedem falsch platzierten Schuss leicht Frust breit macht. Es kann schon mal eine Stunde und dutzende Versuche dauern, bis ihr einen der späteren Levels abschliesst. Zwar helfen die Power Ups (Bombe, Färber und Dreh-Blase) wie man es sich wünscht, jedoch 20 Münzen für jeden neuen Schuss zu berappen, halte ich für einen kleinen Design Schnitzer. So ertappe ich mich dabei pausenlos Level 2 zu grinden, da dies der schnellste Weg zu Barem ist, denn die Knauser von Taito fanden es anscheinend eine gute Idee, dass man nun auch schon in Puzzle Games zum Farmen genötigt wird. Auch im Infinity Modus gibt es eine Gewinnausschüttung, die ist aber so mickrig, dass die paar erspielten Taler den Braten auch nicht fetter werden lassen. Von diesem Ausrutscher abgesehen, gefällt mir der erste 3D-Ausflug von Bub und Bob sehr. Die kunterbunte Grafik mit Südseethema wird mit den typischen Bubble Bobble-Soundeffekten unterlegt, das neue Blasensystem lässt sich optimal steuern und nach ein paar Testschüssen habe ich auch die Abprallmechanik mehr oder weniger im Griff. Gerne hätte ich auch ein paar Matches online bestritten. Leider fand sich keine einzige Zockerseele, mit der ich mich hätte duellieren können. Schade. Da wäre es eventuell nicht verkehrt gewesen, einen lokalen 2 Spielermodus als kleine Ergänzung hinzu zu fügen. Gerne würde ich Puzzlefans den neusten Ableger uneingeschränkt empfehlen, wäre man im Difficulty Sektor nicht so gnadenlos. Wer sich jedoch gerne ab und zu eine saftige Knacknuss gönnt, ist bei dem Ferienausflug der beiden Blasen Drachen an der richtigen Stelle. Puzzle Bobble 3D: Vacation Odyssey gibt's zur Zeit nur für Playstation 4/5. Das Test-Muster stammt von Strictly Limited Games , wofür wir uns herzlich bedanken. Das Spiel gibt es zur Zeit nur digital. Physische Editionen und sogar eine CE erscheinen im Juli, August und September 2022. Klickt auf das WoG-Banner für mehr Infos: Jetzt Puzzle Bobble 3D: Vacation Odyssey bei WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: Assassin's Creed: Valhalla - Die Zeichen Ragnaröks
Ursprünglich ist Assassin’s Creed: Valhalla im November 2020 erschienen. Seither wurde es fortlaufend mit neuen Inhalten versorgt und erweitert. Neben saisonalen Aktivitäten verschlägt es die Helden in den zwei grossen Erweiterungen nach Irland und Frankreich. In der neusten und laut Ubisoft umfangreichsten Expansion mit dem Titel “Die Zeichen Ragnaröks” geht es weiter mit der etwas anderen Storyline von Valhalla, in welcher Odin und die nordische Mythologie im Mittelpunkt stehen. Auch nach allen Erweiterungen, diese eingeschlossen, ist Assassin’s Creed: Valhalla im Kern immer noch das gleiche Spiel. Das Kampfsystem, die Rollenspielelemente und die Erkundung der Spielwelt sind trotz der vielen Neuerungen und Verbesserungen noch gleich. Das ist keineswegs abwertend gemeint, denn Ragnarök ist gemacht für alle, die noch mehr vom Spiel und besonders vom Fantasy-Setting wollen. Geschichtlich setzt "Die Zeichen Ragnaröks" nach den Ereignissen aus dem Hauptspiel an. Erneut verkörpert man Odin, der auf der Suche nach seinem Sohn Baldr ist. Dieser wurde vom Feuerriesen Surtr, dem Herrscher von Muspelheim, gefangen genommen. Da jener gerade Svartalheimr angreift, das Reich der Zwerge, hält er Baldr auch dort fest. Alleine von dieser kurzen Einleitung sollte klar sein, dass ein grosser Fokus auf die Wikinger Mythologie gelegt wird. Mehr oder weniger wichtige Figuren, Konzepte und Orte werden am Laufmeter eingeführt. Dass dabei nicht alles ganz getreu der Edde ist dürfte klar sein, ist aber nicht weiter störend. Der Mythos und die Geschichte an sich sind Ubisoft typisch schön inszeniert und verpackt. Die grösste spielerische Neuheit ist ein Artefakt der Zwerge, welches man zu Beginn der Geschichte erhält. Mit diesem magischen Armreif lassen sich die Fähigkeiten bestimmter Gegner stehlen. Als Muspel kann man sich frei unter eben diesen Gegnern bewegen und ist immun gegen jeglichen Feuerschaden. Besonders hilfreich, weil Surtr bei seiner Invasion an allen Ecken Magma hinterlassen hat. Somit ist diese Fähigkeit sowohl im Kampf gegen die feurigen Gegner, als auch zur Lösung simpler Umgebungsrätsel ziemlich praktisch. Ausserdem kann man sich, die entsprechende Fähigkeit vorausgesetzt, z.B. in einen Raben verwandeln oder besiegte Gegner kurzzeitig zu Verbündeten machen. Wie schon erwähnt ändert sich das Gameplay durch diese Spielereien kaum. Unschön dagegen ist, dass diese Fertigkeiten eine weitere, viel zu grosse Anzeige auf dem Bildschirm erfordern. Alle Angaben für Gesundheit, Ausdauer, Magie, Spezialenergie und inzwischen bis zu 10 über Shortcuts aktivierbare Skills sorgen für ein zugemülltes Interface. Deutlich gelungener ist das Design der Welt. Das fantastische Reich der Zwerge mit seinen Bergen aus reinem Gold, Statuen und Relikten fremder Völker und die Darstellung der verschiedenen Rassen ist äusserst gut gelungen. Ubisoft hat einen Style für die nordische Mythologie gefunden und diesen kohärent umgesetzt. Obwohl Valhalla nicht mehr taufrisch ist, sieht es auch 2022 immer noch gut aus. Gleichzeitig kämpft man aber immer noch mit den gleichen technischen Problemen die, zumindest gefühlt, seit dem Release bestehen. Die Vögel bei den Aussichtspunkten sehen furchtbar aus, Animationen auf Treppen sollten nicht genau inspiziert werden und der Soundmix passt nicht immer zum Geschehen auf dem Bildschirm. Wer es bis zu dieser Erweiterung geschafft hat, ist sich das zwar gewöhnt, erwähnenswert ist es trotzdem. Fazit: Wer Assassin’s Creed: Valhalla mag und einfach mehr davon will, bekommt genau das mit “Die Zeichen Ragnaröks”. Das alles ist verpackt in ein hübsches AAA-Gewand der nordischen Sagen und wer Ubisoft kennt weiss, was das in etwa bedeutet. Die bisher grösste Erweiterung setzt auf altbewährte Tugenden. Was es macht, macht es dafür richtig gut. Wer aber bisher kein Fan von Valhalla war, wird es auch mit dieser Erweiterung definitiv nicht mehr werden. Wir haben Die Zeichen Ragnaröks auf Xbox Series X getestet, natürlich gibt's die umfangreiche Erweiterung auch für Playstation Konsolen und den PC und zwar als Add-On, als auch als Disk-Version mit dem Hauptspiel zusammen. Das Test-Muster stammt von Ubisoft, vielen Dank! Jetzt Assassin's Creed: Valhalla - Die Zeichen Ragnaröks auf WoG.ch bestellen!
- The(G)net Review: Dying Light 2 Stay Human
Eine Pilgerreise, die ist lustig, eine Pilgerreise, die ist schön. Aber auch ein Städtetrip in Villedor kann Vergnügen bereiten. Malerische Sonnenuntergänge am Horizont, ruhige Aussenbezirke und eine Innenstadt geprägt von architektonisch interessanten Hochhäusern warten auf den Reisenden. Etwaige Unruhen, insbesondere durch Untote geprägt, sind dabei zu vernachlässigen. Zu diesen Pilgern zählt auch Aiden. Früher wäre der gute Mann vielleicht auf dem Jakobsweg unterwegs gewesen, im Jahr 2036 braucht man sich nicht mehr auf solchen abgetretenen Pfaden zu bewegen. Die vormalige Über-Bevölkerung ist sowieso bereits um 98% reduziert. Im Gegensatz zu anderen Pilgern, die sich von Stadt zu Stadt bewegen, hat Aiden noch weitere Beweggründe. Die Suche nach seiner Schwester führt ihn in die sieben Bezirke umfassende Stadt Villedor. Die europäische Grossstadt ist allerdings immer noch überraschend reichlich bevölkert. So lernt Aiden bereits nach kurzer Zeit verschiedenste Leutchen kennen, welche dem Virus ohne Zombiefizierung entfliehen konnten. Als gestandener Pilger und Gutmensch hilft Aiden auch bei all den kleinen und grossen Problemen aus und rennt dafür durch das Zombie-verseuchte Städtchen. Und hier beginnt auch Dying Light 2. Also nach einem gut eineinhalbstündigen Tutorial, welches euch die Steuerung und die Grundpfeiler des Spiels näherbringt. Erst dann darf online nach Hilfe gesucht oder anderen Spielen beigetreten werden. Da Aiden im Verlauf der Story immer mehr Fähigkeiten dazu lernt, erhalten wir auch nach 20 Stunden noch solche hilfreichen Informations-Einblendungen. Zu Beginn ist der Weg durch die Strassen der Stadt oder über deren Dächer gar nicht mal so einfach. Kaum Ausdauer und wenige Parkour-Fähigkeiten machen ihm das Leben schwer. Durch das Absolvieren von Story Missionen oder Looten von Gebäuden erlangt der Pilger zusätzliche Fähigkeitspunkte, die in diverse Kampf- oder Parkour-Manöver investiert werden. Zusätzlich sollte mittels in Kisten versteckten Hemmstoffen die Ausdauer und Lebensenergie gestärkt werden. Entsprechend ist der Städtetrip von der stetigen Frage begleitet, wofür das rare gut eingesetzt werden sollte, denn beide Fähigkeiten werden ständig benötigt. Es gibt viel zu tun, um die Zombie-Massen möglichst unbeschadet zu überstehen. Für den nötigen Erfahrungsgewinn finden sich glücklicherweise unzählige Story- und Nebenmissionen. Deren Erzählweise schwankt von komplett uninteressant bis zu "leicht unterhaltsam". Einen Preis für die beste Story erhält Dying Light 2 nicht. Auch glänzen nur wenige der Charaktere mit Sympathiepunkten. Abwechslung ist aber durchaus geboten. Mal rennt unser Mann einem Tuch nach, klärt Morde auf oder besteigt Windmühlen. Bei erfolgreichem Quest-Ausgang gibt es Geld oder Erfahrung, beides nimmt Aiden immer gerne entgegen. Neu hoch gekraxelte Windmühen entwickeln sich dagegen zu einem sicheren Hort im Zombie-Allerlei, wo Händler und manchmal weitere Aufgaben zu finden sind. Selbstverständlich gilt es auch X Leute von den unzähligen herumlungernden Untoten zu retten. Tagsüber stellen jene schon zu Beginn kaum eine Bedrohung dar. Wie schon im direkten Vorgänger ist nachts allerdings Vorsicht geboten, speziell wenn man allein unterwegs ist. Zusätzlich zur wenig erfreulichen Zombie-Invasion macht Aiden die Dunkelheit aufgrund des eigenen Immunitäts-Zustands zu schaffen. Sobald das Licht aus ist, entsteht etwas Zeitdruck, denn nach Ablauf der (meist grosszügigen) Uhr geht die kostbare Lebensenergie zu neige. Um sich dagegen zu wehren werden Pilze gemampft, Leuchten geworfen oder schlicht das nächste, oft nahe UV-Licht gesucht, welches den Countdown freundlicherweise wieder zurücksetzt. Um der Untoten-Armee Herr zu werden liegen schon zu Beginn überall Waffen rum, oder wenigstens Gegenstände wie ein Tischbein, das gerne auch als Waffe missbraucht werden darf. Wer genügend Rohstoffe in der Welt einsammelt und die erforderlichen Blueprints besitzt, levelt die Waffen auf und ergänzt das lieblings-Beil um Blitz-, Feuer- oder Gift-Schaden. Leider verlieren auch die Schlagwerkzeuge an Energie und gehen nach dem x-ten Zombie kaputt. Mittels Upgrades lässt sich deren Einsatzzeit aber verlängern. Wie schon beim Parkour ist es auch mit den Waffen, zu Beginn ist Aiden nur schwächlich unterwegs. Zwar macht das Rennen über die Dächer von Villedor dann schon Spass, ein richtig guter Flow entsteht aber erst, wenn schon das eine oder andere Upgrade eingesetzt wurde. Dann springt Aiden wie eine Katze über die Dächer und weiss sich gegen die Gegnerübermacht immer besser zu wehren. Jene wird allerdings im späteren Spielverlauf auch stärker, wie wir das von Rollenspielen kennen. Bis übrigens eine Schusswaffe im Inventar landet, vergehen gute 20 Stunden, je nach Spielstil. Technisch überzeugt Dying Light 2 nach dem Day-One Patch durchaus. Klar, der eine oder andere Bug ist noch drin, aber beileibe nichts Katastrophales. Sound-Probleme können nach einigen Stunden aus dem Nichts auftauchen, was dazu führt, dass überhaupt nichts mehr an Akustik zu hören ist. Ein Neustart des Spiels hilft hier weiter. Auch schweben mal tote Zombies in der Luft oder ein Questgeber verschiebt sich nicht wie er sollte an den nächsten Ort; wir hatten aber keine Quest, die nicht abgeschlossen werden konnte. Optisch läuft das Spiel im Performance-Mode butterweich mit 60fps, übrigens der Modus, welchen wir auch empfehlen. Die Grafik hat Next-Gen Potential. Villedor weiss durchaus zu gefallen. Dass diverse Lokalitäten stark nach copy/paste aussehen, schmälert den optischen Gesamteindruck aber leider. Fazit: Als Freund vom ersten Teil, hat mich Dying Light 2 gleich abgeholt. Das Spiel ist letztendlich eine typische Fortsetzung mit der einen oder anderen Neuerung, die sich wunderbar ins Spielkonzept einfügen. Ich hätte mir eine interessantere Story gewünscht. Obschon ein paar unerwartete Wendung mit drin sind, fallen die teilweise ellenlangen Gesprächspassagen wenig unterhaltsam aus und ich habe mich schon dabei ertappt, wie ich das Gelaber gern weggedrückt hätte; was übrigens möglich wäre. Da auch nach x-Spielstunden noch neue Fähigkeiten dazu kommen, sorgt der Titel über längere Zeit für Abwechslung. Der Preis dafür ist, dass der richtig gute Gameplay-Flow in den ersten Stunden noch fehlt, speziell die kaum vorhandene Ausdauer sollte tunlichst rasch einige Upgrades erhalten. Dying Light 2 erfindet sich nicht neu, liefert aber, trotz einiger noch vorhandener Bugs, einen motivierenden und spielerisch überzeugenden Gameplay Mix ab. Wer eine Mischung aus Dead Rising, Fallout und Mirrors Edge sucht, wird hier geradezu perfekt bedient. Im dritten Teil dann bitte eine etwas individuellere Weltengestaltung und echte Entscheidungsmöglichkeiten in der Story und wir sind wunschlos glücklich. Dying Light 2 Stay Human wurde von uns auf einer Xbox Series X getestet. Das Spiel ist auch für PS5, PS4, Xbox One und PC zu haben. Das Test-Muster stammt von Entwickler Techland, wofür wir uns ganz herzlich bedanken!





















